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Thema: Deutsches Reich: Politische Aussagen auf Stempeln
Briefmarken-Museum Am: 10.04.2016 17:40:33 Gelesen: 1064# 1 @  
Moin,

die Stempel aus dem Dritten Reich sind oft sogenannte Propaganda-Stempel mit politischer Botschaft - allein das Symbol Hakenkreuz im Stempelbild ist m.E. pure Propaganda-Symbolik.

Das unter "Tagesstempel" oder "Gelegenheitsstempel" zum Einsortieren zu verniedlichen ist m.E. inkorrekt.

München steht der politische Beiname "Hauptstadt der Bewegung" nicht gut, sagt ein "Nordlicht" aus dem Vorharz, der das zufällig liest.

Beste Grüße in die Corona.
JoWaGo

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Die neuen Philastempel Seiten - Dokumentation und Auswertung"]
 
Richard Am: 14.04.2016 14:03:30 Gelesen: 502# 2 @  
@ Briefmarken-Museum [#1]

Hallo Joachim,

Philastempel dient der Dokumentation und Auswertung von postalischen Stempeln aus allen Zeiten und aller Länder und Gebiete, völlig unabhängig und ohne Bewertung von politischen Aussagen.

Im gesamten Philaseiten Portal sind politische und religiöse Diskussionen nicht erwünscht, weil sie erfahrungsgemäss zu Streit zwischen den Mitgliedern führen können. Für Politik und Religion gibt es viele besser geeignete Internetforen.

Wir konzentrieren uns besser auf die Philatelie.

Schöne Grüsse, Richard
 
stephan.juergens Am: 14.05.2017 08:53:59 Gelesen: 115# 3 @  
Hallo Richard,

ohne jetzt eine inhaltliche Diskussion anfangen zu wollen: Die (kritische) Beschäftigung mit den politischen Aussagen auf Stempel und Briefmarken gehört sehr wohl zur Philatelie - und könnte z.B. in der Ausstellungsklasse "Social Philately" (vergl. z.B. den Artikel von Karl Luis in der philatelie März 2017) gezeigt werden.

Zur Stempeldatenbank - natürlich müssen Zusätze wie "Hauptstadt der Bewegung" (warum das gerade München sein soll, in Stuttgart, Detroit oder Turin gibt es doch viel mehr produzierte Autos pro Jahr :-) oder "Stadt der Reichsparteitage" in den Stempelbeschreibungen erwähnt werden. Alles andere wäre ein heftiger Bruch in den Beschreibungsprinzipien der Datenbank, was m.E. eine stärkere politische Aussage wäre, als diese Zusätze unkommentiert aufzunehmen.

Ob man wie z.B. Philasearch es macht, einen Disclaimer einblenden sollte: "Diese Suchergebnisse enthalten Symbole aus dem Dritten Reich. Sie dürfen nur für Forschung und Lehre, nicht aber zur Progaganda eingesetzt werden" solltest du mal mit einem Anwalt diskutieren.
 
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