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Thema: Deutsches Reich Dauerserie Hitler
Das Thema hat 260 Beiträge:
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roteratte48 Am: 18.11.2014 12:22:09 Gelesen: 24989# 136 @  
Paketkarten habe ich in diesem Thread etliche gesehen - eine komplette Päckchenadresse ist mir vielleicht entgangen. Hier ein solcher Beleg; entwertet mit einem alten L1 CALW (von Bild und den Maßen her identisch mit dem Vorphila L1 Feuser 544-5).



Gruß - Rolf
 
hajo22 Am: 21.11.2014 12:02:25 Gelesen: 24494# 137 @  
@ roteratte48 [#136]

Ein recht niedlicher Beleg. Der Langstempel "CALW" ist bei Grobe "Altdeutschland" gelistet (ohne Abbildung).

Der Nachteil eines solchen Stempels: Es ist kein Datum erkennbar. Der L.Stempel ist nur auf der Marke abgeschlagen, er geht nicht auf den Beleg über, es könnte sich daher auch um eine Vorausentwertung handeln. Daß der Absender das "A" in NSDAP kleingeschrieben hat, irritiert, denn es steht ja für das Substantiv "Arbeiter" und das müßte eigentlich bekannt gewesen sein bei einer "Reichsarbeitsgemeinschaft". Ein wenig merkwürdig.

Generell bin ich immer skeptisch, wenn ein damals schon über 100 Jahre alter Stempel auf einer modernen Marke auftaucht. Da muß jemand schon in die allerunterste Schublade gegriffen haben. Und "Notstempel" in Calw? Na ja.

Hier eine Päckchenadresse eines Berliner Verlages mit der 40 Pfg. AH, mit Rollstempel Berlin SW 77 (Paketpostamt) vom 18.10.41 entwertet nach Freudenstadt an das Landratsamt. Dabei ist dankenswerterweise ein großer Päckchenabschnitt erhalten geblieben. Die Marke trotz Rollstempel sehr sauber und lesbar entwertet.



Allen einen schönen Tag.
Jochen
 
drmoeller_neuss Am: 21.11.2014 17:45:19 Gelesen: 24408# 138 @  
@ roteratte48 [#136]

1. Das beanstandete "a" kann ein grosses "A" in Sütterlinschrift sein. Ab ca. 1941 wurde Sütterlin durch die lateinische Ausgangsschrift ersetzt, viele handgeschriebene Adressen weissen eine Mischung aus beiden Schriften aus.

2. Die Päckchenadresse, die Beschriftung und das Papier erscheinen mir zeitgemäss.

3. Das Päckchen ist vielleicht bei der Landpost in Calw aufgegeben worden. Möglicherweise stand kriegsbedingt (?) der Stempel "Calw-Land" nicht zur Verfügung, weswegen man sich dieses Stempels bedient hatte, den man in einer Schublade im Postamt noch liegen hatten.

In den Notzeiten nach dem Krieg wurde noch so mancher Altdeutschland-Stempel wieder reaktiviert.

Der Beleg kann nicht geprüft werden, da die Datumsangabe fehlt und der Stempel nicht auf das Papier übergeht. Trotzdem halte ich ihn für echt.
 
roteratte48 Am: 21.11.2014 18:19:49 Gelesen: 24391# 139 @  
@ drmoeller_neuss [#138]

Ich halte das Stück ebenfalls für echt - der Stempel 544-5 CALW ist auf Postschein bis in die letzten Kriegsjahre hinein belegt. Aber es geht mir nicht um eine Prüfung - ich wollte den Beleg lediglich zeigen; er ist für mich (völlig andere Baustellen) ohne jeden finanziellen Wert. Dir als auch Jochen aber Danke für eure Kommentare!

Liebe Grüße - Rolf
 
hajo22 Am: 21.11.2014 18:40:37 Gelesen: 24373# 140 @  
@ drmoeller_neuss [#138]

Zu 1.: Das ist dasselbe "a" wie in "Bad". Aber egal.

Zu 3.: Der Beleg stammt deutlich nicht aus "den Notzeiten nach dem Krieg". Oder bist Du da anderer Meinung?

Der Beleg ist vermutlich echt, es lohnt sich nicht so was zu fälschen, das wäre läppisch.

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 21.11.2014 18:48:20 Gelesen: 24365# 141 @  
@ roteratte48 [#139]

Das wäre interessant. Kannst Du einen Postschein (Du meinst vermutlich Einlieferungsschein) mit dem Stempel aus den letzten Kriegsjahren zeigen? Da müßte dann noch ein Datumsstempel abgeschlagen sein, sonst haben wir die gleiche Situation.

Viele Grüße
Jochen
 
hajo22 Am: 22.11.2014 17:15:17 Gelesen: 24247# 142 @  
In [#129] habe ich eine Drucksache bis 250 gr. mit 15 Pfg. AH-Einzelfrankatur gezeigt.

Die 15 Pfg. war hauptsächlich vorgesehen zur Frankierung von Auslandspostkarten. Da bisher noch keine gezeigt wurde, will ich das nachholen.



Postkarte gestempelt Berlin-Charlottenburg 5 vom 27.2.45 nach Basel. Geprüft "Zensurstelle" (SS-Zensur). Nach dem 20.Juli 44 übernahm m.W. die SS die Überwachung der Zensurstellen.

Im Text zu lesen: "da ich in Dresden nicht mehr bleiben konnte" (hier wird Bezug genommen auf die Zerstörung Dresdens im Feb. 45 durch alliierte Bomber).

Seltener als auf Drucksachen oder Auslandspostkarten ist die Einzelfrankatur der 15 Pfg. AH auf Zahlkarten zu finden.

Hier eine Zahlkarte über 15,30 RM aus Krems/Donau (Ostmark) vom 5.5.45, frankiert mit 15 Pfg. AH.

Der Einlieferungsschein (rechter) Abschnitt wurde abgetrennt und dem Einzahler übergeben.

Keinerlei Weiterleitungsvermerke. Die Zahlkarte blieb liegen, sie wurde mangels Beförderungsmöglichkeiten, "überrollt" und nach dem Zusammenbruch auch nicht mehr ausgeführt. Krems war jetzt wieder Österreichisch und nicht mehr Teil der Ostmark.





Die Gebühr für eine Zahlkarte bis 25 RM betrug 15 Pfg. (siehe Tabelle).

Schönen Samstagabend.
Jochen
 
hajo22 Am: 23.11.2014 19:17:56 Gelesen: 24128# 143 @  
Drucksachenkarte zu 3 Pfg. AH gestempelt 5.8.43 Berlin-Charlottenburg 2 mit Maschinen-Werbestempel "Kriegshilfswerk 1943/Die Heimat hilft!".



Auch die kleinen Belege können interessant sein.

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 25.11.2014 20:16:37 Gelesen: 23985# 144 @  
46 Pfg.-Frankatur AH (40 + 6 Pfg.) auf Ortseinschreibbrief über 20 gr. Postamt München 20 vom 2.6.1944.

Rückseitig: München 2 BZ (Postamt am Hauptbahnhof/Stempel in Form eines Bahnpoststempels) vom 2.6. und Postamt 7 vom 3.6.44.



Schönen Abend.
Jochen
 
Jürgen Zalaszewski Am: 25.11.2014 23:04:54 Gelesen: 23942# 145 @  
@ hajo22 [#144]

Hallo Jochen,

schöne Portostufen, die Du hier vorstellst. Die verschiedenen 15-RPfg-Frankaturen haben mir auch sehr gut gefallen. Danke fürs Zeigen.

Beste Grüße
Jürgen
 
Richard Am: 26.11.2014 12:32:28 Gelesen: 23782# 146 @  
Im Bereich "außerhalb der Philatelie" ist ein Beitrag zu finden, der sich mit den aus diesem Thema verschobenen Beiträgen beschäftigt.

Bitte hier in diesem Thema nur philatelistische Beiträge, andere werden umgehend entfernt oder verschoben.

Dieser Hinweis wird nach 24 Stunden automatisch entfernt.

Schöne Grüsse, Richard
 
hajo22 Am: 26.11.2014 19:31:34 Gelesen: 23710# 147 @  
Hier eine Paketkarte mit 80 und 25 Pfg. AH für ein Paket mit 10 kg Gewicht, Gebühr 1,05 RM, gestempelt 27.5.1944 aus Graz (Stempel: "Stadt der Volkserhebung") nach Rann/Save an die Molkerei. Handschriftlicher Zustellvermerk 30.5. und Empfangsbestätigung.

Die Stadt Rann war damals ein Ort in der Untersteiermark (Postleitzahl 12a), heute in Slowenien an der Grenze zu Kroatien gelegen.



Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 27.11.2014 17:17:46 Gelesen: 23634# 148 @  
Firmenbrief 12 Pf. AH aus Würzburg vom 14.2.1944 mit Maschinenwerbestempel nach Zürich.

Der Absender glaubte wohl, die Schweiz hätte gegenüber dem Deutschen Reich auch den Europatarif eingeführt. Dem war nicht so. Daher 35 Rappen Nachgebühr (Zürich 19.2.1944) für fehlende 13 Pfg.

Zensurdurchlaufstempel "Ad"= München, 2 Nummernstempel der Zensoren. Großer handschriftlicher "T"-Vermerk (Taxe).

Der Brief ist offensichtlich nicht - wie die Zensurbestimmungen bei Auslandsbriefen es vorschrieben - am Schalter aufgegeben worden. Trotz dieses Verstosses gegen die bestehenden Bestimmungen hat die Zensurstelle nicht eingegriffen.



Schönen Abend wünscht
Jochen
 
hajo22 Am: 29.11.2014 19:07:33 Gelesen: 23511# 149 @  
Einschreibbrief aus Kutno mit Sonderstempel vom 1.9.1942 nach Halle/Saale. Philatelistisch inspiriert mit drei waagrechten und einem senkrechten Zusammendruck AH sowie Sondermarke zu 6 Pf.

Mit 44 Pf. um 2 Pf. überfrankiert. Ankunftsstempel am gleichen Tag.



Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 02.12.2014 18:07:35 Gelesen: 23346# 150 @  
Eilbotenbrief mit senkrechtem Dreierstreifen der 25 Pf. AH, entwertet Berlin-Charlottenburg 28.6.1943 (Stempel ohne Stundenangabe = Innendienststempel) nach Paris. Ohne weitere Postvermerke (weder Ankunfts- noch Durchleitstempel). Der Absender wohnte im Gemeinschaftslager 25 in Berlin, zuständiges Postamt NW 87 lt. seinen Angaben.

OKW-Zensur "e" = Zensurstelle Frankfurt/a.M. Der Briefinhalt vom 27.Juni 1943 ist erhalten geblieben und ging an das Fräulein S.

Ein chemischer Zensurstreifen (Prüfung auf Geheimschrift/unsichtbare Tinte) ist auf dem Brief noch deutlich erkennbar.

Der französische Absender war entweder "angeworbener Fremdarbeiter" oder Zwangsarbeiter.

Portoberechnung: 25 Pf. für Auslandsbrief bis 20 gr. und 50 Pf. Eilbotengebühr Ausland = gesamt 75 Pf.



Wer weiß mehr über das "Gemeinschaftslager 25" (Straße Gebauer Wiese, lese ich) in Berlin im Jahre 1943 (Standort/Lagerbewohner)?

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 03.12.2014 22:31:22 Gelesen: 23259# 151 @  
Ganzsache 6 Pf. AH (Mi. P299I) mit Zusatzfrankatur 30 Pf. AH als Einschreibkarte nach Utrecht/Niederlande. Gestempelt Schömberg am 28.8.1944. Text in holländischer Sprache. Der Absender war vermutlich Patient im Sanatorium Schwarzwaldheim in Schömberg (siehe Adresse).

Mit 36 Pf. portorichtig im Europa-Tarif frankiert: Auslandskarte zum 6 Pf. Inlandstarif + 30 Pf. Einschreibgebühr.

Zensiert: "Ac" = Durchlaufzensur der Zensurstelle in Köln.



Die Ganzsache wurde beidseitig eng beschrieben. Der Absender hätte bei dem umfangreichen Text auch einen Brief verwenden können. Es ist jedoch anzunehmen, daß Postkarten die Zensurstellen schneller durchliefen. Der zeitliche Aspekt war ihm anscheinend wichtiger.

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 06.12.2014 17:04:54 Gelesen: 23103# 152 @  
Ich zeige heute eine P 314aII, eine im Katalog billige Ganzsache.

Dieses Stück aber ist interessant. Der Maschinenwerbe-Stempel Berlin SW 11 datiert vom 13.4.1945. Eine Woche später war Berlin von der Roten Armee eingekesselt und Post nach auswärts nicht mehr möglich. Diese Karte lief aber noch unbehelligt die weite Strecke bis nach Bad Reichenhall. Sie zeigt keine "Überroller-Merkmale".



Schönen Samstagabend.
Jochen
 
Fips002 Am: 06.12.2014 18:14:51 Gelesen: 23084# 153 @  
Von mir ein Firmenbrief mit 1 Pfg. Mehrfachfrankatur von Echterdingen,28.01.1944, an das Luftzeugamt Travemünde-Pödenitz.

Roter Firmenstempel: Reichseigenes Lager/bei der Firma/Daimler-Benz A.G./ Werkflugerprobung/Echterdingen (Württ.)



Gruß Dieter
 
juni-1848 Am: 10.01.2015 22:15:51 Gelesen: 22238# 154 @  
Ein Monat Sendepause ist genug.

Dann zeige ich jetzt mal zur 1 Pf Mehrfachfrankatur (MeF) von Fips002 [#153] die gleiche Portostufe zu 12 Pfennig - nur mit einem 12er-Block:



Entwertet mit Zweikreisbrückenstempel von BERLIN O 17 mit Unterscheidungsbuchstaben vv vom 1.2.1944.

Und gleich noch zur Ergänzung auf Fernpostkarte die MeF mit 6 Marken vom 26.2.44 ab Staßfurt:



Ein geruhsames Wochenende
Werner
 
roteratte48 Am: 13.01.2015 10:21:16 Gelesen: 22083# 155 @  
@ hajo22 [#137]

Hallo Jochen,

trotz öfteren Stöberns in den württembergischen Postscheinen aus dem Nachlaß meines Vaters konnte ich den Stempel CALW bis jetzt nicht finden - aber es gibt dazu eine Veröffentlichung im Rundbrief 169 der ARGE Württemberg. Nachfolgend die Grafik und der zugehörige Text:



Abbildung 1: Einzeiliger Langstempel CALW in schwarz auf Vorbundzettel für Feldpostbriefe (ca. 30er-/40er-Jahre) nach Stuttgart. Der ca. 1849 eingeführte Stempel war demnach ungefähr 90 Jahre im Gebrauch.

Schönen Tag allen Forumlern - Rolf
 
juni-1848 Am: 15.01.2015 01:09:58 Gelesen: 21975# 156 @  
Moin zusammen,

eine attraktive Doppelverwendung - nicht als Wendebrief und auch nicht rückseitig:



Nach der ersten Verwendung als Fernbrief vom 4.5.1943 mit Kreisbrückenstempel von Achenmühle über Rosenheim wurde die 12 Pf. Hitler einfach überklebt mit einem senkrechten Paar der 1 Pf., ergänzt mit einer Marke zu 10 Pf., und am 29.11.43 ab Rosenheim wiederum nach Hameln auf den Postweg gegeben.

Sammlergruß
Werner
 
juni-1848 Am: 18.01.2015 00:42:43 Gelesen: 21817# 157 @  
Moin zusammen,

die Hitler-Werte ab 60 Pf sind - ausgenommen auf Paketkarten - nicht ganz so häufig zu finden:



Hier als Päckchen-Adressauschnitt (40 Pf) per Einschreiben (30 Pf) eine "zeitgemäß braune" Mischfrankatur der 60 Pf mit der 10 Pf. Leider zeigt der scan einen leichtem Blaustich.

Sammlergruß
Werner
 
stampmix Am: 01.02.2015 16:59:42 Gelesen: 21358# 158 @  
Hallo zusammen,

hier ein Auslands-Luftpost-Einschreibebrief, der am 26.4.1944 von Lüdenscheid nach Tureberg (S) gesandt wurde. Portogerecht frankiert mit den Marken zu 25 Rpf (Auslandsbrief), 30 Rpf (Einschreiben) und 10 Rpf (Luftpost). Rückseitig Zensurstreifen und -stempel.



mit bestem Gruss
stampmix
 
hajo22 Am: 15.02.2015 17:05:05 Gelesen: 20892# 159 @  
In [#101] hatte ich angekündigt, gelegentlich eine Kontrollkarte für den Auslandsbriefverkehr zu zeigen, was ich heute nachhole:





VG, hajo22
 
hajo22 Am: 15.02.2015 18:00:53 Gelesen: 20877# 160 @  
17 Pfg.-Luftpost-Brief mit AH 12 und 5 Pfg. frankiert aus Gleiwitz vom 8.5.1942 nach Reval/Estland adressiert.

Von der Zensurstelle "a" = Königsberg beanstandet und zurückgewiesen. Aus dem im Couvert beigelegten Zettel geht die Beanstandung hervor: "Druckschriften darf nur der Verlag versenden" (ergänzender Kastenstempel).





VG, hajo22
 

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