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Thema: Deutsches Reich Dauerserie Hitler
Das Thema hat 269 Beiträge:
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Jürgen Zalaszewski Am: 25.11.2014 23:04:54 Gelesen: 30158# 145 @  
@ hajo22 [#144]

Hallo Jochen,

schöne Portostufen, die Du hier vorstellst. Die verschiedenen 15-RPfg-Frankaturen haben mir auch sehr gut gefallen. Danke fürs Zeigen.

Beste Grüße
Jürgen
 
Richard Am: 26.11.2014 12:32:28 Gelesen: 29998# 146 @  
Im Bereich "außerhalb der Philatelie" ist ein Beitrag zu finden, der sich mit den aus diesem Thema verschobenen Beiträgen beschäftigt.

Bitte hier in diesem Thema nur philatelistische Beiträge, andere werden umgehend entfernt oder verschoben.

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Schöne Grüsse, Richard
 
hajo22 Am: 26.11.2014 19:31:34 Gelesen: 29926# 147 @  
Hier eine Paketkarte mit 80 und 25 Pfg. AH für ein Paket mit 10 kg Gewicht, Gebühr 1,05 RM, gestempelt 27.5.1944 aus Graz (Stempel: "Stadt der Volkserhebung") nach Rann/Save an die Molkerei. Handschriftlicher Zustellvermerk 30.5. und Empfangsbestätigung.

Die Stadt Rann war damals ein Ort in der Untersteiermark (Postleitzahl 12a), heute in Slowenien an der Grenze zu Kroatien gelegen.



Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 27.11.2014 17:17:46 Gelesen: 29850# 148 @  
Firmenbrief 12 Pf. AH aus Würzburg vom 14.2.1944 mit Maschinenwerbestempel nach Zürich.

Der Absender glaubte wohl, die Schweiz hätte gegenüber dem Deutschen Reich auch den Europatarif eingeführt. Dem war nicht so. Daher 35 Rappen Nachgebühr (Zürich 19.2.1944) für fehlende 13 Pfg.

Zensurdurchlaufstempel "Ad"= München, 2 Nummernstempel der Zensoren. Großer handschriftlicher "T"-Vermerk (Taxe).

Der Brief ist offensichtlich nicht - wie die Zensurbestimmungen bei Auslandsbriefen es vorschrieben - am Schalter aufgegeben worden. Trotz dieses Verstosses gegen die bestehenden Bestimmungen hat die Zensurstelle nicht eingegriffen.



Schönen Abend wünscht
Jochen
 
hajo22 Am: 29.11.2014 19:07:33 Gelesen: 29727# 149 @  
Einschreibbrief aus Kutno mit Sonderstempel vom 1.9.1942 nach Halle/Saale. Philatelistisch inspiriert mit drei waagrechten und einem senkrechten Zusammendruck AH sowie Sondermarke zu 6 Pf.

Mit 44 Pf. um 2 Pf. überfrankiert. Ankunftsstempel am gleichen Tag.



Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 02.12.2014 18:07:35 Gelesen: 29562# 150 @  
Eilbotenbrief mit senkrechtem Dreierstreifen der 25 Pf. AH, entwertet Berlin-Charlottenburg 28.6.1943 (Stempel ohne Stundenangabe = Innendienststempel) nach Paris. Ohne weitere Postvermerke (weder Ankunfts- noch Durchleitstempel). Der Absender wohnte im Gemeinschaftslager 25 in Berlin, zuständiges Postamt NW 87 lt. seinen Angaben.

OKW-Zensur "e" = Zensurstelle Frankfurt/a.M. Der Briefinhalt vom 27.Juni 1943 ist erhalten geblieben und ging an das Fräulein S.

Ein chemischer Zensurstreifen (Prüfung auf Geheimschrift/unsichtbare Tinte) ist auf dem Brief noch deutlich erkennbar.

Der französische Absender war entweder "angeworbener Fremdarbeiter" oder Zwangsarbeiter.

Portoberechnung: 25 Pf. für Auslandsbrief bis 20 gr. und 50 Pf. Eilbotengebühr Ausland = gesamt 75 Pf.



Wer weiß mehr über das "Gemeinschaftslager 25" (Straße Gebauer Wiese, lese ich) in Berlin im Jahre 1943 (Standort/Lagerbewohner)?

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 03.12.2014 22:31:22 Gelesen: 29475# 151 @  
Ganzsache 6 Pf. AH (Mi. P299I) mit Zusatzfrankatur 30 Pf. AH als Einschreibkarte nach Utrecht/Niederlande. Gestempelt Schömberg am 28.8.1944. Text in holländischer Sprache. Der Absender war vermutlich Patient im Sanatorium Schwarzwaldheim in Schömberg (siehe Adresse).

Mit 36 Pf. portorichtig im Europa-Tarif frankiert: Auslandskarte zum 6 Pf. Inlandstarif + 30 Pf. Einschreibgebühr.

Zensiert: "Ac" = Durchlaufzensur der Zensurstelle in Köln.



Die Ganzsache wurde beidseitig eng beschrieben. Der Absender hätte bei dem umfangreichen Text auch einen Brief verwenden können. Es ist jedoch anzunehmen, daß Postkarten die Zensurstellen schneller durchliefen. Der zeitliche Aspekt war ihm anscheinend wichtiger.

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 06.12.2014 17:04:54 Gelesen: 29319# 152 @  
Ich zeige heute eine P 314aII, eine im Katalog billige Ganzsache.

Dieses Stück aber ist interessant. Der Maschinenwerbe-Stempel Berlin SW 11 datiert vom 13.4.1945. Eine Woche später war Berlin von der Roten Armee eingekesselt und Post nach auswärts nicht mehr möglich. Diese Karte lief aber noch unbehelligt die weite Strecke bis nach Bad Reichenhall. Sie zeigt keine "Überroller-Merkmale".



Schönen Samstagabend.
Jochen
 
Fips002 Am: 06.12.2014 18:14:51 Gelesen: 29300# 153 @  
Von mir ein Firmenbrief mit 1 Pfg. Mehrfachfrankatur von Echterdingen,28.01.1944, an das Luftzeugamt Travemünde-Pödenitz.

Roter Firmenstempel: Reichseigenes Lager/bei der Firma/Daimler-Benz A.G./ Werkflugerprobung/Echterdingen (Württ.)



Gruß Dieter
 
juni-1848 Am: 10.01.2015 22:15:51 Gelesen: 28454# 154 @  
Ein Monat Sendepause ist genug.

Dann zeige ich jetzt mal zur 1 Pf Mehrfachfrankatur (MeF) von Fips002 [#153] die gleiche Portostufe zu 12 Pfennig - nur mit einem 12er-Block:



Entwertet mit Zweikreisbrückenstempel von BERLIN O 17 mit Unterscheidungsbuchstaben vv vom 1.2.1944.

Und gleich noch zur Ergänzung auf Fernpostkarte die MeF mit 6 Marken vom 26.2.44 ab Staßfurt:



Ein geruhsames Wochenende
Werner
 
roteratte48 Am: 13.01.2015 10:21:16 Gelesen: 28299# 155 @  
@ hajo22 [#137]

Hallo Jochen,

trotz öfteren Stöberns in den württembergischen Postscheinen aus dem Nachlaß meines Vaters konnte ich den Stempel CALW bis jetzt nicht finden - aber es gibt dazu eine Veröffentlichung im Rundbrief 169 der ARGE Württemberg. Nachfolgend die Grafik und der zugehörige Text:



Abbildung 1: Einzeiliger Langstempel CALW in schwarz auf Vorbundzettel für Feldpostbriefe (ca. 30er-/40er-Jahre) nach Stuttgart. Der ca. 1849 eingeführte Stempel war demnach ungefähr 90 Jahre im Gebrauch.

Schönen Tag allen Forumlern - Rolf
 
juni-1848 Am: 15.01.2015 01:09:58 Gelesen: 28191# 156 @  
Moin zusammen,

eine attraktive Doppelverwendung - nicht als Wendebrief und auch nicht rückseitig:



Nach der ersten Verwendung als Fernbrief vom 4.5.1943 mit Kreisbrückenstempel von Achenmühle über Rosenheim wurde die 12 Pf. Hitler einfach überklebt mit einem senkrechten Paar der 1 Pf., ergänzt mit einer Marke zu 10 Pf., und am 29.11.43 ab Rosenheim wiederum nach Hameln auf den Postweg gegeben.

Sammlergruß
Werner
 
juni-1848 Am: 18.01.2015 00:42:43 Gelesen: 28033# 157 @  
Moin zusammen,

die Hitler-Werte ab 60 Pf sind - ausgenommen auf Paketkarten - nicht ganz so häufig zu finden:



Hier als Päckchen-Adressauschnitt (40 Pf) per Einschreiben (30 Pf) eine "zeitgemäß braune" Mischfrankatur der 60 Pf mit der 10 Pf. Leider zeigt der scan einen leichtem Blaustich.

Sammlergruß
Werner
 
stampmix Am: 01.02.2015 16:59:42 Gelesen: 27574# 158 @  
Hallo zusammen,

hier ein Auslands-Luftpost-Einschreibebrief, der am 26.4.1944 von Lüdenscheid nach Tureberg (S) gesandt wurde. Portogerecht frankiert mit den Marken zu 25 Rpf (Auslandsbrief), 30 Rpf (Einschreiben) und 10 Rpf (Luftpost). Rückseitig Zensurstreifen und -stempel.



mit bestem Gruss
stampmix
 
hajo22 Am: 15.02.2015 17:05:05 Gelesen: 27108# 159 @  
In [#101] hatte ich angekündigt, gelegentlich eine Kontrollkarte für den Auslandsbriefverkehr zu zeigen, was ich heute nachhole:





VG, hajo22
 
hajo22 Am: 15.02.2015 18:00:53 Gelesen: 27093# 160 @  
17 Pfg.-Luftpost-Brief mit AH 12 und 5 Pfg. frankiert aus Gleiwitz vom 8.5.1942 nach Reval/Estland adressiert.

Von der Zensurstelle "a" = Königsberg beanstandet und zurückgewiesen. Aus dem im Couvert beigelegten Zettel geht die Beanstandung hervor: "Druckschriften darf nur der Verlag versenden" (ergänzender Kastenstempel).





VG, hajo22
 
Manne Am: 12.04.2015 12:34:49 Gelesen: 25948# 161 @  
Hallo zusammen,

habe beim letzten Tauschabend den zweiten Teil einer zweiteiligen Postkarte erhalten. Im ersten Teil geht um eine Krankmeldung einer Ostarbeiterin an die Fa. Christian Schlenker Söhne Uhrenfabrik in Schwenningen. Absender war die Allgemeine Ortskrankenkasse Schwenningen. Im zweiten Teil wird die Person wieder gesund gemeldet, ist aber in einer Woche ein Jahr älter geworden. Seltsam, beide Postkartenteile wurden am 14.9.44 in Schwenningen abgestempelt.

Gruß
Manne


 
Heidelberg Collector Am: 26.07.2015 18:04:43 Gelesen: 22620# 162 @  
Hier auch noch ein paar sammelwürdige Bogenränder:



Mi.Nr. 826/27 mit Bogenrandnummer

Dann noch die Michelnummer 800 mit verschiedenen Zähnungsvarianten im Bogenrand:



Man sieht deutlich, dass die Ränder variieren. Oben links ist der Oberrand zwischen den Ziffern "40,00" und "50,00" Mark nicht durchgezähnt - rechts daneben durchgezähnt - gilt auch für die Unterrandstücke. Bei den seitlichen Rändern scheint es auch einige Varianten zu geben.

Beste Grüße,

Yoska
 
cilderich Am: 24.12.2015 15:18:41 Gelesen: 12049# 163 @  
1945 Auslandsüberroller

Hallo,

hier mal ein sehr schönes Stück, das das Jahr 1945 vom März bis Dezember abdeckt. Die verwendete Marke (Mi Nr A 795) erschien erst 1944 (wohl 2. Hälfte des Jahres), somit sind Frankaturen hiermit kaum 1 Jahr möglich.

Dementsprechend sind solche Stücke schon im Inland spannend, zunehmend dann wenn sie nach ehemals Österreich (oder von dort), ins Protektorat oder ins Generalgouvernement liefen und im hohen Maße als Stücke ins "befreundete" Ausland. Dies ist besonders spannend, da ja zB Belgien oder Frankreich ab 44 zunehmend befreit wurden und ein geordneter Postverkehr nach Süd- und Südosteuropa auch immer schwerer wurde.

Aber dieser Brief "konnte" noch mehr. Er wurde in Berlin am 20.3.45 gestempelt und hätte dann der Auslandszensur zugeführt werden müssen, lt. H. Landsmann war das bis 1943 Köln, und dann? Jedenfalls zeigt der Brief keine Anzeichen deutscher Zensur, sondern es erfolgte ein Stempel bezüglich Rücksendung.

Spätestens ab 3.3.45 fanden Kämpfe um den Haag statt. Vermutlich blieb der Brief in Berlin und wurde zum Überroller, was die amerikanische Zensur und der rückseitige Berliner Stempel vom 4.12.45 nahelegen. Aber dann wird es nochmals spannend: Der Absender wohnte nicht mehr im Bereich des amerikanischen Sektors, sondern im sowjetischen und dort dürfte auch (denn im Prinzip erfolgte es nur im sowjetischen Einflußbereich) die Schwärzung des Konterfeis Hitlers und der Auswurf der Nachgebühr erfolgt sein. Jedenfalls kam der Brief dann in Babelsberg an (sonst gäbe es ihn wohl nicht mehr). Und noch etwas: der Absender war Patentanwalt, es hätte also wohl auf jeden Fall eine Berliner "Spezialzensur" durch Patentzensoren stattfinden müssen, aber da es eh keine Weiterleitungsmöglichkeit mehr gab?

Hat jemand ähnliche Belege? Kann jemand weitere Belege mit dieser Marke ins Ausland zeigen etc. Bin immer interessiert an entsprechenden Belegen oder zumindest Kopien (eine adäquate Entrichtung ist selbstverständlich).

Beste Grüße cilderich



So ein Beleg ist "Absolut, extrem, maximal, höchst, ultra selten". Sollte jemand etwas Ähnliches (das absolute Maximum wäre eine Verwendung während der Portoreduktion nach Frankreich, anbieten können, böte ich für eine solche, nachvollziehbar, eine mittlere 3 stellige Notation).

[Auf Wunsch von cilderich redaktionell kopiert aus dem Thema "Zensurpost: Auslandsüberroller 1945"]
 
cilderich Am: 28.01.2016 18:15:47 Gelesen: 16407# 164 @  
Hallo,

also erstmal Respekt für Hajo für seine sensationellen Belege hier. Diese interessieren mich auch. Ich möchte hier auch einige spannende Stücke zeigen, meist ins Ausland, da diese Versendungsform meine favorisierte ist, aber manches auch innerhalb des Reiches. Hier als Anfang mal eine 15 pf Auslands Doppelganzsache mit Zensur.


 
cilderich Am: 28.01.2016 18:25:32 Gelesen: 16405# 165 @  
Hallo,

hier noch ein ah Brief. Die Marken erschienen 1941. Belege mit reiner ah Frankatur ins "feindliche" Ausland sind nicht so häufig, hier mal einer in die USA von 11/1941, ab 12/41 gab es keine offizielle Verbindung mehr.


 
cilderich Am: 28.01.2016 18:34:02 Gelesen: 16403# 166 @  
Natürlich gibt es auch die Luftpost Kriegsgefangenenpost ab 11/44 mit Marken frankiert natürlich dann primär 40rpf ah. Aber auch 80 rpf waren möglich, somit auch jede denkbare MEF (da gibt es theoretisch noch einiges, was ich bisher nicht gesehen habe). Hier mal die häufigste der gar nicht so oft zu findenden.


 
cilderich Am: 28.01.2016 18:43:27 Gelesen: 16398# 167 @  
Hier nochmal das gleiche als 80 rpf EF:


 
cilderich Am: 28.01.2016 18:58:29 Gelesen: 16381# 168 @  
Und dann möchte ich noch etwas ganz spektakuläres einstellen. Eine EF der 10 rpf im Stichtiefdruck, sowieso nicht so häufig. Hier als Gebühr für lp aus einem deutschen Oflag in die Türkei. Der Absender war der Sohn des damaligen Vizekönigs von Indien, der Adressat seine Frau. Als der Brief die Türkei erreichte war sie aber nicht mehr dort, sondern zu ihrem Schwiegervater nach Indien abgereist; und der Brief über Ägypten (nachfrankiert und zensuriert) hinterher.


 
cilderich Am: 28.01.2016 19:52:21 Gelesen: 16357# 169 @  
Hier ein Beleg, der ein quasi Überroller wurde, eine Postanweisung ins Protektorat, aber als sie ankam, gab es wieder die Tschechei, was mittels neuem Gummistempel belegt wurde (s violetter Stempel auf der Rückseite) eine EF der 60 rpf, die wahrlich selten zu finden ist.


 

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