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Thema: Neuheiten aus Deutschland
Das Thema hat 334 Beiträge:
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Brigitte Am: 28.11.2014 07:08:00 Gelesen: 107570# 260 @  
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Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Purpurglöckchen“

Zu den „Einwanderern“ in unsere Gärten zählen die Purpurglöckchen oder Heuchera, eine knapp 40 Arten umfassende Gattung attraktiver Staudenpflanzen mit glockenförmigen Blüten. Aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in den westlichen Teilen Nordamerikas und Mexikos gelangten die Heuchera erst in der Neuzeit in die Alte Welt. Sie gehören damit zu den Neophyten, also jener Gruppe von Pflanzen, die wie die Tomate oder Kartoffel erst durch den „kolumbischen Austausch“ in andere Erdteile verfrachtet wurden. Purpurglöckchen sind immergrün, ihre Blätter schillern je nach Art und Sorte in den unterschiedlichsten Grün- und Rottönen, auch silbrig-graue Varianten sind im Handel.

Heuchera gehören zur Familie der Steinbrechgewächse, die fast ausschließlich auf der Nordhalbkugel heimisch ist – nur im südamerikanischen Andenraum gibt es einige Arten südlich des Äquators. In Europa kommen gut drei Dutzend Vertreter dieser Familie vor. In der Mehrzahl handelt es sich um polsterbildende Pflanzen, die sich an das Leben im Gebirge angepasst haben.

Dank der Zucht unterschiedlicher Sorten gibt es heute Purpurglöckchen für die verschiedensten Standorte. Fast alle bevorzugen halbschattige Plätze. An vollsonnigen oder zu dunklen Standorten kann es passieren, dass die Pflanze kaum Blüten hervortreibt und das Wachstum stagniert.

Wie die meisten Steinbrechgewächse sind auch Purpurglöckchen in der Regel winterhart. Lediglich in Landstrichen mit langen und kalten Wintern sollte man sie im Freiland ein wenig vor der Kälte schützen, idealerweise durch eine dicke Schicht aus Kompost. Man tut den Pflanzen allerdings keinen Gefallen, wenn man sie an einen frostsicheren Ort bringt, weil sie die Kälteperiode benötigen, um im Frühjahr neu auszutreiben. Bleibt sie aus, reagieren die Purpurglöckchen oft mit Krankheiten und Wachstumsschäden.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 395
Motiv: Purpurglöckchen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,10 mm
MiNr. 3117
 
Brigitte Am: 01.12.2014 07:01:00 Gelesen: 107203# 261 @  
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Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Türkenbund“

Die bis zu 120 Zentimeter hohe Türkenbundlilie (Lilium martagon) aus der Gattung der Lilien (Lilium) ist eine der wenigen auch in Mitteleuropa heimischen Lilienarten. Ihren Namen verdankt die elegante Sommerblume den charakteristischen Blütenblättern, die Assoziationen an einen türkischen Turban wecken. Das Verbreitungsgebiet der Türkenbundlilie reicht von Europa über weite Teile des mittleren und nördlichen Asien bis in die Mongolei. Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Türkenbundlilien gedeihen vor allem in lichten Laub- und Mischwäldern. Sie bevorzugen lockere, nährstoff- und kalkreiche Böden mit guter Wasserführung. Unter optimalen Standortbedingungen kann die ausdauernde Blütenpflanze ein Alter von bis zu 50 Jahren erreichen. Ihre purpurfarbenen Blüten sind oft punktiert. Die Fleckung ist erblich, nicht aber das Muster, welches sie bilden – daher gleicht kein Blütenblatt dem anderen. Die Farbpunkte entstehen nach einem ähnlichen Prinzip wie Eisblumen an Fenstern, nämlich durch Bildung schwerlöslicher Farbstoffverbindungen in angrenzenden Zellen. Aus diesem Grund sind die Punkte manchmal von einem helleren Hof umgeben.

Wegen ihrer goldgelben Zwiebel wurde die Türkenbundlilie von mittelalterlichen Alchemisten als zaubermächtig angesehen und galt als Schutzmittel gegen böse Geister. Kleinen Kindern wurde ein Zwiebel-Amulett gegen Schmerzen beim Zahnen umgelegt.

Ein weniger magisches als kulinarisches Verhältnis pflegen die Bewohner Sibiriens zu den Zwiebeln der Türkenbundlilie, die ihnen seit jeher als Leckerbissen gilt. Ihre natürlichen Vorkommen in Deutschland liegen im Süden, im Bereich der Mittelgebirge und des Alpenraums, während sie in der Norddeutschen Tiefebene nur sporadisch anzutreffen ist. In vielen Bundesländern wird sie inzwischen als gefährdet eingestuft.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 440
Motiv: Türkenbund
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,10 mm
MiNr. 3118
 
Brigitte Am: 20.12.2014 06:21:47 Gelesen: 104541# 262 @  
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Serie: „Tierkinder“
Thema: „Eichhörnchen und Wildkatze“

Serie "Tierkinder": Eichhörnchen

Einmal am Baumstamm kopfüber nach unten, dann wieder in Spiralen nach oben gehuscht. Rastlos und immer in Bewegung. Waghalsig von Ast zu Ast. Der buschige Schwanz dient als Steuerruder. Kein heimisches Tier kann es in der Kletterkunst mit dem Eichhörnchen aufnehmen, das sich so artistisch durch die Zweige schwingt. Diese Meisterschaft ist den Tieren in ihren ersten Lebenstagen nicht anzusehen. Denn als echter Nesthocker kommt das Europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) vollkommen unselbstständig zur Welt: Nämlich blind, taub und nackt.

Rasch entwickeln sich dann aber das flauschige Fell, der buschige Schwanz und die putzigen Knopfaugen. Kein Wunder, dass das Eichhörnchen neben dem Teddybär zu den beliebtesten Stofftieren für Kinder zählt. Geboren werden die munteren Tierchen nach einer Tragezeit von gut fünf Wochen. Ihre Kinderstube liegt in einem mit Blättern und Moosen ausgepolsterten Nest, dem „Kobel“. Er schützt die Kleinen vor Regen, Wind und Kälte. Bei Gefahr werden sie von der Mutter im Maul in einen anderen Kobel getragen, von denen sie meist mehrere gleichzeitig unterhält. Nach sechs Wochen verlassen die Kleinen erstmals alleine das Nest. Und stellen sofort ihr unglaubliches Geschick beim Klettern unter Beweis.

In verschiedenen Unterarten besiedeln Eichhörnchen weite Gebiete der Nordhalbkugel. In Deutschland ist die europäische Unterart in einer roten und einer schwarzbraunen Farbvariante vertreten. Am liebsten mögen sie die Samen von Kiefern und Fichten, nehmen aber auch Haselnüsse, Bucheckern, Beeren, Früchte, Pilze, kleine Wirbellose und Insekten, Vogeleier oder junge Vögel. Im Herbst legen sie fleißig Vorräte an, indem sie Futter vergraben. Ihre zahlreichen Verstecke können sie sich aber nicht alle merken. Daher suchen sie in den kalten Monaten einfach „typische“ Stellen ab.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Eichhörnchen“: 62
Motiv: „Eichhörnchen“ Copyright „Eichhörnchen“ © FotoNatur.de/Tanja Askani
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3124 / selbstklebend: MiNr. 3129
 
Brigitte Am: 22.12.2014 07:01:00 Gelesen: 104325# 263 @  
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Serie: „Tierkinder“
Thema: „Eichhörnchen und Wildkatze“

Drollig sind sie. Genau wie kleine Hauskätzchen. Dann fällt auf, dass sie von der Statur her doch etwas gedrungener wirken. Kleine Wildkatzen-Babys bekommt man in der freien Natur fast nie zu Gesicht. Der Grund: Wildkatzen sind selten, extrem menschenscheu und leben zurückgezogen in tiefen, naturnahen Wäldern. Wer dort auf ein scheinbar einsames Jungtier stößt, sollte es keinesfalls mitnehmen. In der Regel wird es durchaus versorgt. Die Muttertiere haben jedoch nicht die Gewohnheit, ihren Nachwuchs zu verteidigen. Bei Gefahr ziehen sie sich in ein Versteck zurück und warten ab. Wenn der menschliche Eindringling wieder verschwindet, nimmt die Mutter ihr Baby wieder auf.

Von ihren domestizierten Verwandten unterscheiden sich Wildkatzen durch den Aalstrich auf dem Rücken, einen hellen Kehlfleck und die schwarz geringelte Rute. Dank intensiver Schutzmaßnahmen gibt es heute mindestens 3000 Europäische Wildkatzen (Felis silvestris silvestris) in Deutschland. Die größte Teilpopulation lebt in Eifel, Hunsrück, Pfälzer Wald und Taunus, eine zweite zwischen Harz und Thüringen. In Bayern wurden seit Mitte der 1980er-Jahre mehr als 600 Tiere ausgewildert.

Die Entwicklung junger Wildkatzen verläuft in den ersten Monaten rasend schnell. Bei ihrer Geburt sind sie blind und öffnen erst nach zehn bis zwölf Tagen ihre Augen. Ihre Kinderstube befindet sich meist in einem verlassenen Fuchs- oder Dachsbau, einer Felsennische oder einem hohlen Baum. In diesem Schlupfwinkel bringt das Muttertier im Frühjahr meist zwei bis vier Junge zur Welt. Wenn die Jungen nach drei Monaten ausgewachsen sind, nimmt die Mutter sie mit auf die nächtliche Pirsch. Sobald die etwa halbjährigen Jungtiere in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, werden sie von der Mutter verjagt. Dann müssen sie sich ein eigenes Revier suchen.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Wildkatze“: 62
Motiv: „Wildkatze“ Copyright „Wildkatze“ © Tierfotoagentur.de/Zindl
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3125 / selbstklebend: MiNr. 3130
 
Brigitte Am: 24.12.2014 07:11:00 Gelesen: 104164# 264 @  
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Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Ludwigslust und Marksburg“

Serie "Burgen und Schlösser": Marksburg

Burg ist nicht gleich Burg. Da gibt es Ruinen, die nur noch aus ein paar Mauerresten bestehen. Andere Burgen sind wiederaufgebaut worden. Aber nicht im Original, sondern im jeweiligen Geschmack der Zeit. Das ist nicht immer gut gelungen. Viele halten es auch für nachgemachten, „romantisierenden Kitsch“. Über jeden Zweifel erhaben ist allerdings die Marksburg am Rhein. Sie thront zwischen Bingen und Koblenz auf einem 160 Meter hohen Schieferkegel über dem Städtchen Braubach. Die „Bilderbuch-Burg“ ist tatsächlich die einzige Höhenburg am Mittelrhein, die nie zerstört wurde. Ein echtes Original.

Erstmals erwähnt wurde die Marksburg im Jahr 1231. Errichtet wurde sie jedoch vermutlich früher, denn ihre Erbauer, die Grafen von Eppstein, hatten schon 1219 die Herrschaft über Braubach übernommen. Seither hat sie alles überdauert: Besitzerwechsel, Um- und Anbauten, Fehden und Kriege. Selbst einen Brand im Jahre 1705. So richtig kritisch wurde es noch einmal im Jahr 1945. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs postierten sich die vorrückenden Amerikaner auf der linken Rheinseite. Sie schossen über den Strom auf das alte Gemäuer und richteten schwere Zerstörungen an. Jahrzehntelang musste die Burg saniert werden.

Dennoch: Die mittelalterliche Wehranlage der „Bilderbuch-Burg“ hat sich bis in die Gegenwart vollständig erhalten. Große Bereiche sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. In Spitzenzeiten besuchen an die 6000 Menschen täglich die mittelalterliche Feste. Highlights bei einem Rundgang sind der Rittersaal, die Burgküche, Rüstkammer, Wehrgänge und Turmstuben. Eine perfekte Reise ins Mittelalter. Es erstaunt nicht, dass die Burg auch der Sitz der Deutschen Burgenvereinigung ist. Seit dem Jahr 2002 ist die Marksburg zudem Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Marksburg“: 62
Motiv: „Marksburg“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3122 / selbstklebend: MiNr. 3127
 
Brigitte Am: 27.12.2014 07:08:00 Gelesen: 103860# 265 @  
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Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Ludwigslust und Marksburg“

Serie "Burgen und Schlösser": Schloss Ludwigslust

Zuerst entstand im Südwesten Mecklenburgs südlich von Schwerin das Schloss. Dann der Park. Um die Anlage herum eine Stadtanlage mit Schlosskirche, Wohnhäusern und Straßen. Das Barockschloss Ludwigslust, erbaut von 1772 bis 1776, erhielt bald den Beinamen „Mecklenburgisches Versailles“ oder „Kleines Sanssouci des Nordens“. Der dazugehörige 120 Hektar große Schlosspark ist heute die größte Parkanlage Mecklenburg-Vorpommerns. Das gesamte Ensemble aus Schloss, Park und spätbarocker Stadtanlage ist in dieser Art einmalig in Norddeutschland.

Anfang des 18. Jahrhunderts ließ sich Herzog Christian II. Ludwig von Mecklenburg-Schwerin (1683–1756) nahe dem Dorf Klenow zunächst ein Jagdschloss errichten. Zu seinen Ehren taufte man den Ort 1754 in „Ludwigslust“ um. Sein Sohn und Nachfolger, Herzog Friedrich (1717–1785), verlegte in den folgenden Jahren sogar die Schweriner Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg dorthin. Und er zog neben dem Jagdschloss einen Neubau hoch. Bauliches Highlight des neuen dreigeschossigen Schlosses Ludwigslust nach den Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch (1720–1802) wurde der »Goldene Saal«. Voll herrschaftlichem Rokokodekor erstreckt er sich im erhöhten Mitteltrakt über zwei Stockwerke.

Doch die Pracht birgt ein kurioses Geheimnis. Sämtlicher Schmuck des Saals besteht aus Pappmaché. Mitte des 18. Jahrhunderts hatte der Lakai Johann Georg Bachmann (um 1739–1809) Herzog Friedrich den neuen Werkstoff präsentiert. Das Material erlaubte es, Dekorationen für Räume zu entwerfen, die wie echt wirkten, jedoch kaum etwas kosteten. So beauftragte der kostenbewusste Herzog den Pappmaché-Erfinder mit der Produktion von Zierleisten, Rosetten, Statuen und Büsten. Prunk aus Pappe: Ein geschickter Schachzug, denn aus der Entfernung ist der »Ludwigsluster Carton« nicht zu erkennen.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Schloss Ludwigslust“: 80
Motiv: „Schloss Ludwigslust“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3123 / selbstklebend: MiNr. 3128
 
Brigitte Am: 29.12.2014 07:03:00 Gelesen: 103574# 266 @  
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Serie: „Wildes Deutschland“
Thema: „Ostsee - Boddenlandschaft“

Serie "Wildes Deutschland": Ostsee - Boddenlandschaft

„M-V tut gut“! So lautet die Botschaft des nordöstlichsten deutschen Bundeslandes. Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem eins: ein Naturparadies. Runterkommen, durchatmen, entspannen – das ist das Motto der Menschen, die Jahr für Jahr dorthin reisen. Auch an die Ostsee, wo Deutschland durchaus „wild“ ist. Die Küste Vorpommerns lockt mit zahlreichen Naturschätzen. Die sogenannten Bodden zählen dazu. Es sind flache Küstengewässer, von der offenen Ostsee abgetrennt durch Inseln oder Landzungen. Sie sind Bühne für beeindruckende Spektakel. So sammeln sich hier etwa hunderttausende Gänse von Sommer bis Herbst, bevor sie nach West- und Südeuropa weiterziehen. Sie scheinen sich mit den Kranichen zu verabreden, die es ihnen gleichtun. Wenn die majestätischen Vögel abends einfliegen, dann hallen ihre Rufe weit über die Landschaft.

Von Fischland-Darß-Zingst über Hiddensee, Rügen und Usedom bis zum Stettiner Haff: Land und Wasser winden sich an Vorpommerns Küste ständig umeinander und ineinander. Die Bodden sind durchsetzt von Buchten – und das auf rund 1500 Kilometer Uferlänge. Sie sind ein Paradies für alle, die Lust auf Meer haben, aber nicht unbedingt auf Strandurlaub. Und sie sind ein Beispiel für den stetigen Wandel, dem unser Planet unterworfen ist. Im Wechsel von Abtragung und Verlandung verändern die Bodden ihr Gesicht – manchmal kaum wahrnehmbar, manchmal aber in atemberaubendem Tempo. So wie auf Hiddensee. Dort wächst der Neue Bessin, ein Haken aus angeschwemmtem Sediment im Nordosten der Insel, jedes Jahr bis zu 30 Meter in den Vitter Bodden. Die Halbinsel Bug auf Rügen hätte er schon längst erreicht, wenn die Meerenge dazwischen nicht künstlich offen gehalten würde. Die Natur zeigt ihre Wildheit – auch wenn der Mensch gelernt hat, sie zu zähmen.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): 85
Motiv © Foto: Norbert Rosing, Naturfotografie
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3126 / selbstklebend: MiNr. 3131
 
Brigitte Am: 02.01.2015 08:53:29 Gelesen: 102907# 267 @  
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Serie: „Für die Wohlfahrtspflege“
Thema: „Grimms Märchen - Dornröschen“

Eine Fee besiegelt in der Märchenversion der Brüder Grimm „Dornröschens“ Schicksal. Sie spricht am Kindbett den bösen Fluch aus: „Die Königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und tot hinfallen.“ Eine andere Fee kann den Zauber nur noch abmildern – in einen „hundertjährigen, tiefen Schlaf“. Der senkt sich aber dann über das ganze Märchenschloss.

Mit dem erlösenden Kuss des Prinzen haben die Brüder Grimm vor 200 Jahren im Märchen „Dornröschen“ einen magischen Moment festgehalten. Todesschlaf und Erstarrung, Leid und Hoffnung und am Schluss schließlich doch noch ein ausgelassenes Happy End. Bei so viel existenziellem Auf und Ab schließen unsere lieben Kleinen danach rechtschaffen ermattet gerne die Augen. „Dornröschen“, eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm, wirkt seit 200 Jahren als beliebte Gute-Nacht-Geschichte.

Die Texte der Grimms stehen aus Sicht der Literaturwissenschaft zwischen Volks- und Kunstmärchen. Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) bildeten eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Sie waren als Bibliothekare sowie Professoren tätig. In ihren Schreibstuben in Göttingen, Berlin und Kassel überarbeiteten die in Hanau geborenen Brüder sprachlich, was ihnen zugetragen wurde. Die Grimms trugen den Stoff zusammen und ergänzten ihn mit Material aus anderen Märchensammlungen.

Mit drei „Dornröschen“-Motiven wird die Wohlfahrtsmarken-Serie zu „Grimms Märchen“ fortgesetzt. Grimms „Kinder- und Hausmärchen“ gelten neben der Luther-Bibel als das Buch der deutschen Kulturgeschichte, das weltweit am meisten verbreitet ist. Die Texte wurden bis heute in über 170 Sprachen übersetzt. Zum Weltdokumentenerbe erklärte die UNESCO im Jahr 2005 die Handexemplare von Jacob und Wilhelm Grimm aus den Jahren 1812 bis 1815. In dieser Erstauflage der Grimmschen „Kinder- und Hausmärchen“ ist auch „Dornröschen“ enthalten. Die Bücher, die mit handschriftlichen Anmerkungen der Brüder versehen sind, wurden in das Register „Memory of the World“ (Gedächtnis der Menschheit) aufgenommen.







Ausgabetag: 05.02.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Die Spindel“: 62 + 30 / Motiv 2: „Der Schlaf“: 85 + 40 / Motiv 3: „Der Kuss“: 145 + 55
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede Security Print, Haarlem (The Netherlands)
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Motiv 1: MiNr. 3132, selbstklebend: MiNr. 3136 / Motiv 2: MiNr. 3133 / Motiv 3: MiNr. 3134
 
Brigitte Am: 05.01.2015 07:01:00 Gelesen: 102507# 268 @  
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Thema: „100. Geburtstag Karl Leisner“

Am 17. Dezember 1944 fand in der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Dachau ein in dieser Form singuläres Ereignis statt: Der Diakon Karl Leisner wurde von dem kurz zuvor nach Dachau deportierten französischen Bischof von Clermont-Ferrand zum Priester geweiht. Es war die einzige Priesterweihe, die jemals in einem deutschen KZ stattgefunden hat. Seine erste und einzige heilige Messe feierte Leisner am zweiten Weihnachtstag. Die Befreiung des KZ Dachau durch die Amerikaner am 29. April 1945 erlebte der an Tuberkulose Erkrankte auf dem Krankenlager. Im Lungensanatorium Planegg starb er am 12. August 1945.

Geboren wurde der spätere Märtyrer der katholischen Kirche am 28. Februar 1915 in Rees am Niederrhein. Dort kam der Junge ab 1925 durch seinen Religionslehrer in Kontakt mit der christlichen Jugendbewegung, die mit ihren Aufenthalten in freier Natur und intensiver Bibelarbeit innerhalb kürzester Zeit zum Fixpunkt seines Lebens wurde. Der Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen wurde bald auf Leisners Begabung als Jugendführer aufmerksam, deshalb übertrug er ihm ab September 1934 die Betreuung der katholischen Jugend im Bistum. Leisner betrachtete es fortan als seine vordringliche Aufgabe, die heranwachsende Generation davor zu bewahren, der Ideologie des Dritten Reiches zu verfallen. Zum dramatischen Wendepunkt seines Lebens wurde der 8. November 1939, der Tag des Attentats von Georg Elser auf Adolf Hitler. Als der in Freiburg Theologie studierende Leisner das Misslingen des Anschlags in Anwesenheit seines Zimmerkameraden bedauerte, wurde er denunziert und noch am selben Tag verhaftet.

Leisners Leichnam wurde zunächst in Kleve beigesetzt und 1966 in die Krypta des Xantener Domes überführt. Der Namensgeber und Patron der katholischen Karl-Leisner-Jugend (KLJ), wurde am 23. Juni 1996 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Im Jahr 2007 leitete die Diözese Münster den Heiligsprechungsprozess ein, der jedoch bis dato noch nicht zu Ende geführt werden konnte.



Ausgabetag: 05.02.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Portrait Karl Leisner mit Tagebuchzitat
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3135
 
Brigitte Am: 28.01.2015 13:46:29 Gelesen: 99482# 269 @  
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Thema: „1200 Jahre Bistum Hildesheim“

Das katholische Bistum Hildesheim, entstanden im Jahr 815, gehört zu den ältesten Bistümern Deutschlands. Sein wertvoller Domschatz, der u.a. das Hildesheimer Marienreliquiar, das Bernwardskreuz sowie das Große Scheibenkreuz aus dem zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts umfasst, repräsentiert über tausend Jahre Kirchen- und Kunstgeschichte im niedersächsischen Raum. Heute ist das Bistum Hildesheim, das 2015 sein 1200-jähriges Bestehen feiert, eines der größten Bistümer der Republik. Es erstreckt sich von der Nordsee bis nach Hessen sowie von der Weser bis an die Elbe und den Harz. Seit 1985 gehören der Hildesheimer Dom und seine Kunstschätze zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Am 23. März 1046 vernichtete ein Brand den Hildesheimer Dom, Nachbargebäude und einen großen Teil der Stadt. Unter Bischof Hezilo (1054–1079) errichtete man einen neuen Dom, der am 5. Mai 1061 geweiht wurde. Berühmt wurde der neue Bau insbesondere durch den eindrucksvollen Radleuchter, Hezilo-Leuchter genannt, der das himmlische Jerusalem symbolisieren sollte und noch heute im Dom von Hildesheim zu bewundern ist. In seiner Grundsubstanz blieb dieser Dom knapp 900 Jahre erhalten.

Erst bei der Bombardierung Hildesheims am 22. März 1945 wurde er nahezu vollständig zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Anstrengungen – neben der Eingliederung der katholischen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge in das Bistum – dem Wiederaufbau des Hildesheimer Doms.

Die Gründungsgeschichte des Bistums geht auf die Sage vom Hildesheimer Rosenstock zurück. Der Legende nach fand Ludwig der Fromme, Sohn und Nachfolger Kaiser Karls des Großen, zwischen den Blüten einer in Hildesheim wachsenden Heckenrose ein kostbares Marien-Reliquiar, das er auf der Jagd verloren hatte. Zu Ehren der Gottesmutter ließ Ludwig an Ort und Stelle eine Kapelle bauen: Die Marienkapelle – Ursprungsbau des Hildesheimer Mariendoms. Noch heute befindet sich an besagter Stelle ein Rosenstrauch. Er ist inzwischen mehrere Meter hoch, sein Alter wird auf über 1000 Jahre geschätzt.



Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Großes Scheibenkreuz Dom-Museum
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Sascha Lobe, Stuttgart
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33,00 mm x 39,00 mm
MiNr. 3137
 
Brigitte Am: 30.01.2015 07:01:00 Gelesen: 99103# 270 @  
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Thema: „350 Jahre Christian-Albrechts-Universität zu Kiel“

Als die Universität zu Kiel am 5. Oktober 1665 durch Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf, Fürstbischof von Lübeck, ins Leben gerufen wurde, ging ein lange gehegtes Vorhaben in Erfüllung. Erste Vorschläge, im äußersten Norden des Heiligen Römischen Reiches eine Universität zu errichten, reichen bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. In den 350 Jahren ihres Bestehens haben an der Christian-Albrechts-Universität namhafte Wissenschaftler geforscht und gelehrt, darunter sechs Nobelpreisträger – drei in den Fächern Chemie, zwei in Physik und einer in Medizin. Der bekannteste Repräsentant der Kieler Universität war Max Planck (1858–1947), der Begründer der Quantenphysik. Er lehrte von 1885 bis 1889 an der Universität seiner Geburtsstadt und wurde 1919 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Im Jahr 1666 nahm die Universität die ersten Doktorprüfungen ab. Unterrichtet wurden die Fächer Theologie, Jura, Medizin sowie die Artes Liberales, die freien Künste, die der Vorbereitung auf das Fachstudium dienten. Einen neuen Aufschwung erlebte die Lehranstalt erst unter Zarin Katharina II., die das Restherzogtum ab 1762 in Personalunion mit Russland regierte. Sie ließ neben dem Schloss ein neues Universitätsgebäude errichten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Universität zu einer führenden Lehranstalt, vor allem auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

Die dunkelste Phase in der Geschichte der Christian-Albrechts-Universität begann mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten. Der Exodus der bedeutendsten Dozenten führte zu erheblichen Qualitätseinbußen in Forschung und Lehre. Überdies wurden viele Gebäude durch Luftangriffe restlos zerstört. Die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs begann im November 1945 in improvisierten Räumlichkeiten. Die Zahl der Studenten stieg unterdessen von 2.000 im ersten Nachkriegssemester auf 10.000 Mitte der 1970er und 15.000 Anfang der 1980er-Jahre. Heute sind annähernd 25.000 Hochschüler an der einzigen Volluniversität in Schleswig-Holstein immatrikuliert.



Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Universitätsbibliothek, Teil Westfassade
Siegel © Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Foto: Gert Bassewitz, © Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Anette Stahmer und Prof. Andre Heers, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3138
 
Brigitte Am: 02.02.2015 07:08:00 Gelesen: 98639# 271 @  
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Thema: „900 Jahre Köthen (Anhalt)“

Otto von Ballenstedt, ein Gefolgsmann des römisch-deutschen Kaisers Heinrich V. (1081–1125), schlug eindringende Slawen im Jahr 1115 bei Köthen. Ein bis heute unbekannt gebliebener Mönch namens Annalista Saxo, der vermutlich aus dem Kloster Nienburg stammte, erwähnte den Ort daraufhin erstmals in seiner Chronik. 900 Jahre später ermöglicht dieser Bericht, der sich im Original in der Pariser Nationalbibliothek befindet, dass die Kreisstadt Köthen in Sachsen-Anhalt ein rundes Jubiläum feiern darf. Köthen gehört heute zum Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Stadt mit ihren rund 30.000 Einwohnern liegt südlich des Biosphärenreservats Mittlere Elbe – knapp unterhalb einer Linie zwischen Bernburg im Westen und Dessau im Osten.

Johann Sebastian Bach (1685–1750) verbrachte in Köthen zwischen 1717 und 1723 die wohl fruchtbarste Zeit in seinem Musikerleben. Mit dem „Wohltemperierten Klavier“ (den ersten Teil komponierte Bach in Köthen) ebnete Bach den Boden dafür, dass Musik von breiten Teilen der Bevölkerung verstanden und ausgeübt werden konnte. In Köthen wird jedes Jahr an den Großmeister des Barock erinnert – entweder mit den Bachfesttagen oder dem Nationalen Bach-Wettbewerb für junge Pianisten. Köthen hat noch mehr zu bieten: Es trägt nicht nur den inoffiziellen Titel „Bachstadt“, sondern auch den der „Homöopathiestadt“.

Den Grundstein legte der Arzt Samuel Hahnemann (1755–1843), der 1821 nach Köthen zog. Hier durfte er unter dem Schutz des Herzogs seine homöopathischen Mittel herstellen und testen. Köthen ist bis heute ein Zentrum der Homöopathie. Hier residieren u.a. der Deutsche Zentralverein für homöopathische Ärzte (DZVhÄ) sowie der Weltverband der homöopathischen Ärzte.

Das Jubiläumsjahr 2015 wird in Köthen offiziell am 8. Februar mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der evangelischen St.-Jakob-Kirche eingeläutet. Den Höhepunkt soll der 19. Sachsen-Anhalt-Tag bilden, der vom 29. bis 31. Mai unter dem Motto „KÖTHEN – ANHALTen und erleben!“ erstmals hier ausgerichtet wird.



Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): 240
Motiv: Historische Stadtansicht von 1650
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3139
 
Brigitte Am: 04.02.2015 07:03:00 Gelesen: 98343# 272 @  
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Thema: „Felix der Hase“

„Hallo Felix, ich finde dich ganz toll und würde gerne einmal eine Reise mit dir unternehmen :)“. Solche und ähnliche Post bekommt Felix der Hase häufig von Kindern aus aller Welt. Ein Weltenbummler ist er selbst und das seit nunmehr 20 Jahren. 1994 haben die Kinderbuchautorin Annette Langen (http://www.annettelangen.de) und die Illustratorin Constanza Droop den Stoffhasen in dem Buch „Briefe von Felix“ zum Leben erweckt. Darin ging er dem Mädchen Sophie, seiner besten Freundin, auf dem Flughafen verloren. Bald schon meldet er sich aber per Brief bei Sophie und berichtet ihr humorvoll, spannend und lehrreich von seinen verschiedenen Reisestationen bis sie ihn wohlbehalten wieder in ihre Arme schließen kann. Das ist die zündende Grundidee, die über mehrere Bände der Felix-Reihe variiert wird. Entstanden ist daraus ein moderner Kinderbuchklassiker, der ein weltweiter Erfolg geworden ist.

Die Geschichten um den reiselustigen Hasen Felix sind weltweit über sieben Millionen Mal verkauft und in 29 Sprachen übersetzt worden, so dass sich Kinder in vielen verschiedenen Ländern über seine Abenteuer freuen können. Da trifft es sich gut, dass Felix viele Länder auch schon bereist hat, sogar den Nordpol und das Weltall. Der Clou der Bücher: In jedem Exemplar stecken als Zugabe die Felix-Briefe in einem echten Briefumschlag. Manchmal legt Felix sogar noch eine Überraschung mit in den Briefumschlag, etwa ein Foto oder einen „echten“ Pyramidenplan.

Felix, der als Wohnadresse die Martinistraße in Münster angibt, ist auch im Internet zu finden. Auf seiner Website http://www.felix-der-hase.de kann man sich ins Gästebuch eintragen oder ihm eine E-Mail schicken. Mitglieder des 2001 gegründeten Felix-Clubs erhalten sogar Post von Felix, u.a. an ihrem Geburtstag. Der reiselustige Hase hat im Sturm auch die Leinwand erobert.

Es gibt zwei Kinofilme und eine Fernsehserie. Felix ist weltoffen, holt fremde Kulturen ins Kinderzimmer und vermittelt wichtige Werte des Miteinanders und der Toleranz. Eine unerschöpfliche Fundgrube für die kindliche Neugier.





Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Felix auf Reisen“: 45 / Motiv 2: „Post von Felix“: 62
Motiv: Felix der Hase © Coppenrath Verlag, Münster
Nach den Büchern von Annette Langen & Constanza Droop
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3140 / Motiv 2: MiNr. 3141, selbstklebend: MiNr. 3142
 
Brigitte Am: 02.03.2015 14:53:10 Gelesen: 94833# 273 @  
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Serie: „Klassische deutsche Automobile“
Thema: „BMW 507“ und „Mercedes-Benz 220 S (W111)“

Die 1950er-Jahre gingen als „Wirtschaftswunderjahre“ in die deutsche Geschichte ein. Schon war wieder ein wenig Wohlstand in Reichweite. Zwar ging es für die meisten Menschen zunächst einmal darum, überhaupt eine „Benzinkutsche“ zu besitzen. Wer aber konnte, leistete sich schon bald auch wieder hochwertige Edelkarossen oder sportliche Kleinwagen. Vor allem BMW und Daimler-Benz belieferten diese bevorzugte Klientel mit einigen Modellen, die heute die Herzen von Automobilliebhabern höher schlagen lassen. Sie zählen zu den Klassikern der Automobilgeschichte – nicht nur der deutschen. Die 1950er-Jahre waren zugleich die Zeit, in der US-amerikanische Vorbilder im großen Stil den Zeitgeschmack bestimmten.

So auch in der Automobilindustrie. Es war die Ära der chromglänzenden Heckflossen-Limousinen. Bereits mit den ersten Nachkriegsmodellen hatte Daimler-Benz wieder Automobilfreunde im Visier, deren Budget deutlich über dem des Durchschnittsverdieners lag. Im Jahr 1959 kamen die ersten Modelle der Baureihe W 111 auf den Markt. Und siehe da: Sie wiesen am Heck flossenähnliche Verzierungen auf. Im Volksmund erhielten die entsprechenden Mercedes-Benz-Typen 220 b, 220 Sb und 220 SEb dann auch den Namen „Heckflossen-Mercedes“. Bis 1965 stellte Daimler-Benz gut 66.000 Exemplare der Heckflossen-Autos her.

Hochglanz, Chrom und „Rundungen”: In den 1950er-Jahren schlug die Stunde der Heckflossen-Limousinen. Die USA waren Vorreiter dieser Modewelle. Vor allem Cadillacs protzten mit immer gewagteren Verzierungen an den Seiten. In Deutschland zog Opel nach – mit dem Olympia Rekord und dem Kapitän. Es folgte der „T-Bird aus Ingolstadt”, der Auto Union 1000 Sp. Auch Daimler-Benz ging mit der Zeit. Wenn auch dezent. Der Konzern überraschte Ende der 1950er-Jahre mit den Modellen der Baureihe W 111. Ob Mercedes-Benz 220 b, 220 Sb oder 220 SEb: Alle Limousinen verfügten über vergleichsweise kleine Chromstege links und rechts am Heck. Ein Name war geboren: „Heckflossen-Mercedes”. Daimler-Kunden konnten nun dem Trend folgen, ohne auf bewährte Sicherheit zu verzichten. Daimler-Benz bewarb die Heckflossen denn auch als „Peilstege” zum Einparken. Und entsprach damit der pragmatischen Erwartungshaltung der Käufer.

Sicherheit wurde auch sonst in der Baureihe W 111 groß geschrieben. Die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport” schwärmte in einem Fahrbericht des Jahres 1959: „Es ist begeisternd, wie sich in hart gefahrenen Kurven die Räder geradezu selbst ihr Gleis legen, von dem sie nicht mehr wegzubringen sind.” Wegweisend war die Baureihe im Hinblick auf die Konstruktion der Karosserie. Die Modelle 220 b, 220 Sb und 220 SEb waren die weltweit ersten Automobile mit Sicherheitskarosserie. Entwickelt hatte sie Mercedes-Benz-Ingenieur
Béla Barényi. Die Karosserie bestand aus drei Teilen: einer überaus stabilen Sicherheitsfahrgastzelle sowie zwei Knautschzonen an Front und Heck. In ihnen wurden einwirkende Kräfte bei einem Aufprall durch gezielte Verformung abgebaut. Es war ein Meilenstein in der Entwicklung der Verkehrssicherheit. Bis 1965 wurden gut 66 000 Exemplare des „Heckflossen-Mercedes” gebaut.

Unter Verkaufsaspekten war der BMW 507, der von 1955 bis 1959 produziert wurde, ein echter Flop. Gerade einmal 254 Autos wurden von dem schnittigen Sportwagen gebaut, dessen Design aus der Hand von Albrecht Graf von Goertz stammte. Prominente Käufer des 507 waren u.a. Ursula Andress, Alain Delon sowie Elvis Presley. Weltweit existieren nur noch rund 220 fahrtüchtige Exemplare. Heute gilt der Zweisitzer aus München als Design-Ikone im Sportwagenbereich. Das zeigt sich nicht zuletzt am BMW Z8. Der zu Beginn des 21. Jahrhunderts gebaute Sportwagen orientierte sich im Design mit seinem breiten geteilten Kühlergrill sowie den seitlichen Lufteinlässen an der Seite klar am BMW 507.

Rock’n’Roll auf vier Rädern: Kein geringerer als Elvis Presley besaß einen BMW 507. Der „King” erwarb den Roadster mit Achtzylinder-V-Motor während seiner Dienstzeit als GI in der Bundesrepublik Deutschland. Er war nicht der erste Liebhaber des schnittigen Sportwagens: Elvis’ Vorbesitzer soll der Rennfahrer Hans Stuck gewesen sein. Der „König des Hüftschwungs” kaufte den weißen 507 Ende der 1950er-Jahre. Dann ließ er ihn rot umlackieren. Seine weiblichen Fans kritzelten nämlich ständig mit Lippenstift auf die Karosserie. So erzählt es die Legende. Heute ist der Wagen nicht mehr sehr ansehnlich. Davon konnten sich 2014 die Besucher im BMW Museum in München überzeugen. Aber das soll nicht so bleiben. Bei BMW Classic wird der Zweisitzer in seinen Originalzustand zurückversetzt. Das wird dauern. Zwei Jahre werden wohl vergehen.

Elvis befand sich beim Kauf des 150 PS starken BMW 507 übrigens in bester Gesellschaft. Den sportiven Klassiker gönnten sich u.a. auch Rennsportlegende John Surtees, „Ur”-Bond-Girl Ursula Andress und Frankreichs Filmikone Alain Delon. Zu sehen war der BMW 507 erstmals im Jahr 1955 auf der Internationalen Automobilmesse in Frankfurt am Main. Gebaut wurde er bis 1959. Sein dynamisches Design stammte von Albrecht Graf von Goertz und war zeitlos. In den 1990er-Jahren ließ sich BMW-Designer Henrik Fisker davon inspirieren. So entstand der Prototyp des BMW Z8. Seine Markenzeichen – die geteilte, breite BMW-Niere am Kühlergrill und die seitlichen Luftschlitze – gab es schon beim 507. Gerade einmal 254 Exemplare wurden vom BMW 507 produziert. Sein direkter Konkurrent – der Mercedes-Benz 300 SL – verkaufte sich einfach besser. Dafür ist der BMW 507 heute seltener. Er zählt daher zu den gefragtesten Sportwagen unter den Oldtimern. Und zu den teuersten.







Ausgabetag: 02.04.2015
Werte (in Euro Cent): Motiv 1: „BMW 507“: 145 / Motiv 2: „Mercedes-Benz 220 S (W111)“: 145
Motiv 1: „BMW 507“ / © BMW Group Archiv / Motiv 2: „Mercedes-Benz 220 S (W111)“ / © Mercedes-Benz Classic
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3143, selbstklebend: MiNr. 3147 / Motiv 2: MiNr. 3144, selbstklebend: MiNr. 3148
 
Brigitte Am: 04.03.2015 07:11:00 Gelesen: 94522# 274 @  
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Thema: „200. Geburtstag Otto von Bismarck“

Reichseiniger, Architekt eines europäischen Bündnissystems und Initiator der Sozialversicherung: Der „Eiserne Kanzler“ war ohne Zweifel der bedeutendste deutsche Staatsmann des 19. Jahrhunderts. Fast drei Dekaden lang bestimmte Otto von Bismarck (1815–1898) die Leitlinien nicht nur der deutschen, sondern auch der europäischen Politik. Für seine Verdienste um die Einheit Deutschlands schlug ihm noch zu Lebzeiten eine fast mythische Verehrung entgegen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Bismarcks 200. Geburtstag große Wellen schlägt. Nach dem deutsch-französischen Krieg (1870/71) verwirklichte Bismarck als preußischer Ministerpräsident sein größtes Ziel.

Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal des französischen Königsschlosses in Versailles das Deutsche Reich mit König Wilhelm I. als Kaiser proklamiert. Bismarck wird Reichskanzler. Den jungen deutschen Nationalstaat in der Mitte Europas sicherte Bismarck in den folgenden Jahren außenpolitisch durch ein komplexes System wechselseitiger Sicherheitsgarantien ab. In der Innenpolitik setzte Bismarck nicht auf Interessenausgleich, sondern auf einen Konfliktkurs gegen den politischen Katholizismus und die Sozialdemokratie, die er mit dem Sozialistengesetz (1878) auszuschalten versuchte. Bismarck führte eine Krankenversicherung (1883), eine Unfallversicherung (1884) sowie eine Alters- und Invalidenversicherung (1889) ein.

Das Ende der „Bismarck-Ära“ wurde 1888 durch den Amtsantritt von Kaiser Wilhelm II. eingeläutet. Der junge Regent will ein „persönliches Regiment“ führen und gerät in Kompetenzkonflikte mit dem greisen Kanzler. Am 20. März 1890 nimmt der Monarch dessen Rücktrittsgesuch an. Vor dem Hintergrund, dass Bismarck das Deutsche Reich als Obrigkeitsstaat angelegt hat, wird sein politisches Wirken heute zwiespältig interpretiert. Bis in die Gegenwart ist Bismarck aber im öffentlichen Bewusstsein präsent geblieben. Um sein Lebenswerk zu ehren, sind eine Vielzahl von Vorträgen, Publikationen, Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen vorgesehen.



Ausgabetag: 02.04.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Portrait Otto von Bismarck / Portraitfoto©bpk
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3145
 
Brigitte Am: 06.03.2015 07:01:00 Gelesen: 94152# 275 @  
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Thema: „150 Jahre Max und Moritz“

„Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“ Was die beiden Jungen Max und Moritz da durchs Fenster hereinrufen, ist eine Frechheit – und für Schneider Böck nicht zu ertragen. Der so Gereizte stürmt aus dem Haus, verfolgt die Knaben und läuft ihnen direkt in die Falle: Die Brücke, über die Böck setzt, ist angesägt und das tapfere, aber unvorsichtige Schneiderlein fällt ins Wasser.

Max und Moritz hingegen haben zum Feixen allen Grund: Nicht nur haben sie dem Schneider eins ausgewischt, sie sind dafür auch noch unsterblich geworden. 1865 veröffentlichte Wilhelm Busch die Bildergeschichte mit den zwei bösen Buben, die sich gegen die von strenger Disziplin beherrschte Welt der Erwachsenen auflehnen.

Busch gilt als volkstümlicher Humorist. Der anhaltende Erfolg seiner Werke weist den Maler, Zeichner und Dichter als hintersinnigen Künstler aus. Der legte seine Bildergeschichten als Satiren an, die falsche Frömmigkeit, Selbstgerechtigkeit und Scheinmoral offenlegen. Die genial-humorigen Knittelverse und Strichzeichnungen sind bis heute das Markenzeichen Wilhelm Buschs. In seinen Illustrationen nahm er Elemente der Comics vorweg, die Körperformen übertrieben darstellten und dadurch komisch wirkten, etwa hervorquellende Augen oder wachsende Ohren.

Busch schrieb aber auch empfindsame Prosatexte, in denen das Komödiantische nicht mehr zu finden ist. Stattdessen offenbarte er darin einen Pessimismus, der dem des Philosophen Arthur Schopenhauer nahestand. Als Maler schuf Wilhelm Busch Ölbilder im Kleinformat, die anfänglich Einflüsse des niederländischen Barock zeigten. Später wurde Busch modern und experimentierte mit Ausdrucksformen des Expressionismus. Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen, etwa 130 Kilometer von seinem Geburtsort Wiedensahl westlich von Hannover entfernt.

In der Region Schaumburger Land wird das Max-und-Moritz-Jubiläum 2015 mit Ausstellungen und Lesungen gefeiert. Die Bildergeschichte von Max und Moritz wurde in über 300 Sprachen und Dialekte übertragen.



Ausgabetag: 02.04.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv Illustration: Wilhelm Busch
Motiv: Die Brücke bricht in Stücke
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Greta Gröttrup, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. 3146
 
Brigitte Am: 08.04.2015 13:40:24 Gelesen: 90628# 276 @  
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Serie: „Für den Sport“ 2015
Thema: „Cartoons zum Thema Behindertensport“

„Unsere junge Generation ist so herrlich unbekümmert. Das ist eine unglaubliche Grundlage für zukünftige Erfolge“, so Friedhelm Julius Beucher, Präsident des DBS. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ist der größte Behindertensportverband der Welt. Er hat in den letzten Jahren zahlreiche Spitzensportler hervorgebracht, ist medaillengekrönt und rekordverwöhnt. Den neuen Aufschwung im deutschen Behindertensport will der DBS positiv für sich nutzen und mit Schwung in eine erfolgreiche Zukunft starten. Diesem Ziel dienen auch die Zuschlagsmarken „Für den Sport“, die dem Behindertensport gewidmet sind.

Erfolgsverwöhnt ist etwa die Rollstuhl-Tennisspielerin Sabine Ellerbrock. 2013 konnte die 39-Jährige nicht nur für neun Wochen die Weltranglistenspitze erklimmen, sie gewann auch mit dem Sieg der French Open das, was ihren derzeitigen Profikolleginnen ohne Behinderung noch fehlt: Einen Grand-Slam-Titel. Ebenfalls ein Aushängeschild des deutschen Behindertensports ist Anna Schaffelhuber. Allein fünf Mal erklang 2014 bei den Paralympics von Sotschi, wo Deutschland mit 15 Medaillen die zweitbeste Ausbeute in der Nationenwertung errang, die deutsche Hymne für die querschnittsgelähmte Monoskifahrerin. Doch die 22-Jährige will mehr als nur Medaillen: Durch ihre Erfolge hofft sie, dem alpinen Behindertensport die Anerkennung zu verschaffen, die ihm gebührt.

Bereits seit Jahren ein Star unter den deutschen Leichtathleten mit Handicap ist der einseitig bis zum Oberschenkel amputierte Sprinter Heinrich Popow. Der schnellste Stelzensprinter Deutschlands gewann mit Hilfe einer Karbon-Prothese Gold über die 100 m bei den Paralympics 2012 in London. Ihm in nichts nach steht der unterschenkelamputierte Markus Rehm, der derzeit beste deutsche Weitspringer. 2012 stand Rehm bei den Paralympics in London ganz oben auf dem Treppchen, 2014 wurde er Europameister. Noch im gleichen Jahr trat er erstmals bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der nichtbehinderten Sportler an und gewann auch hier den Titel.







Ausgabetag: 07.05.2015
Werte (in Euro Cent): Motiv 1: „Tennis“: 62 + 30 / Motiv 2: „Leichtathletik“: 85 + 40 / Motiv 3: „Skilauf“: 145 + 55
Motiv: Motiv 1: „Tennis“ / Motiv 2: „Leichtathletik“ / Motiv 3: „Skilauf“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Henning Wagenbreth, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3149 / Motiv 2: 3150 / Motiv 3: 3151
 
Brigitte Am: 10.04.2015 07:01:00 Gelesen: 90413# 277 @  
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Serie: „Europa“
Thema: „Historisches Spielzeug“

Der Affe auf dem Schaukel-Elefanten, den die Briefmarke aus der Serie „Europa“ zeigt, war Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland als Kinderspielzeug populär. Häufig mit Filzkleidung und Pagenmütze oder Fez ausstaffiert, spielte er die Rolle des exotischen, schelmischen Burschen. Die mechanisch angetriebene Figur schlug Kapriolen wie ein Akrobat, verbeugte sich oder zog Grimassen wie ein Clown. Als Tanzfigur mit Uhrwerk, Blechgehäuse und Stoffüberzug war er bis in die 1960er-Jahre ebenso beliebt wie als winkender Fahrer eines Spielzeugautos. Der Elefant hingegen war als Schaukel- und als Fahrtier auf Rädern in Serie gegangen.

Im späten 18. Jahrhundert setzte sich mit dem französischen Aufklärer Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) die Auffassung durch, dass die Kindheit ein eigener, wichtiger Lebensabschnitt ist. Das schuf Freiräume für die spielerische Erfahrung der Welt. Die Auswahl an Spielsachen vergrößerte sich in der Folge enorm. Dünn gewalztes Blech löste Holz bei der Produktion von Massenware weitgehend ab, mechanisches Spielzeug eroberte den Markt, etwa Fuhrwerke oder Baukästen. Die Erfindung der Dampfmaschine, die das Industriezeitalter vorantrieb, hinterließ im Kinderzimmer ihre Spuren. Gemäß dem herrschenden Rollenverständnis beglückte Technikspielzeug vorzugsweise die Knaben, wohingegen Mädchen mit Puppen und Puppenhäusern spielten.

Aus Spielzeug ist vielfach ein Wertgegenstand, manchmal sogar ein Anlageobjekt geworden. Das Sammler-Hobby ist kostspielig, denn es hat sich ein „Markt“ gebildet. Eine Purzelfigur mit Blechgehäuse und Schwungradantrieb aus den 1920er-Jahren kann gut und gerne um die 1.200 Euro kosten. Unschätzbaren ideellen und sentimentalen Wert hat hingegen das eigene Spielzeug mit den Blessuren des Alltags und unserer Kindheit – ein verbeultes Modellauto mit nur drei Rädern, der zerknuddelte Teddybär oder ein verfilztes Stofftier mit nur einem Auge. Deshalb hat es meist einen Ehrenplatz im Haus seines Besitzers – und in seinem Herzen.



Ausgabetag: 07.05.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Schaukelelefant
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kitty Kahane, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3152
 
Brigitte Am: 13.04.2015 07:03:00 Gelesen: 89350# 278 @  
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Thema: „150 Jahre Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“

Wer kennt sie nicht, die kleinen Miniatur-Sammelschiffchen, die vor allem Nord- und Ostseeurlaubern aus Kneipen, Restaurants und anderen Einrichtungen bestens vertraut sind? Die Spende ist gut angelegt, denn: Wer in Nord- oder Ostsee in Seenot gerät, der kann sich auf die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – kurz DGzRS – verlassen. Mehr als 80 000 Menschen hat die Organisation im Laufe ihrer Geschichte gerettet. Im jüngsten verfügbaren Jahresbericht 2013 sprechen die Zahlen für sich: Bei mehr als 2.000 Einsätzen hat die DGzRS über 700 Menschen aus Seenot und Gefahr befreit, mehr als 400 Erkrankte bzw. Verletzte hat sie von Seeschiffen, Inseln oder Halligen aufs Festland transportiert.

Der Navigationslehrer Adolph Bermpohl (1833–1887) setzte sich zu Beginn der 1860er Jahre für die Gründung unabhängiger Rettungsstationen an der deutschen Nordseeküste ein. Am 29. Mai 1865 wurde in Kiel die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ins Leben gerufen. Sitz der DGzRS wurde Bremen. Der erste Vorsitzende der Gesellschaft war Konsul Hermann Henrich Meier (1809–1898), einer der Mitbegründer des Norddeutschen Lloyd. Die DGzRS war von Anfang an eine nicht-staatliche Organisation, die sich ausschließlich durch Spenden und andere private Zuweisungen finanzierte. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

An 54 Stationen entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste unterhält die DGzRS 60 moderne Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote in Einsatzbereitschaft. 275 Mitarbeiter sind bei der DGzRS fest angestellt. Im Jahr 2013 betrugen die Aufwendungen fast 38 Mio. Euro. Dem standen Einnahmen aus Spenden, Fördergeldern, Zuweisungen, Nachlässen und anderen Erträgen in Höhe von 36,5 Mio. Euro gegenüber. Das Geld fließt vor allem in die Ausbildung und die Sicherheit der Rettungseinheiten sowie in die modernste Technik an Bord der DGzRS-Flotte. Im Jubiläumsjahr 2015 plant die Gesellschaft die Inbetriebnahme eines Seenotrettungsbootes und eines Seenotrettungskreuzers von 28 Meter Länge.



Ausgabetag: 07.05.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Seenotrettungskreuzer in stürmischer See
Foto: „Seenotkreuzer WILHELM KAISEN”: YPS Collektion, Peter Neumann, Hamburg / „Stürmische See” Dipl. Fotodesigner Thomas Steuer, Essen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andreas Ahrens, Hannover
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3153
 
Brigitte Am: 15.04.2015 07:07:00 Gelesen: 88927# 279 @  
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Thema: „50 Jahre diplomatische Beziehungen mit Israel“
Gemeinschaftsausgabe mit Israel

Vor 50 Jahren, am 12. Mai 1965, nahmen die Bundesrepublik Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen auf und vereinbarten den Austausch von Botschaftern. Vor dem Hintergrund der unsäglichen deutschen Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus, des Holocaust an sechs Millionen Juden, bezeichnen beide Staaten ihre Beziehungen als „einzigartig“. Seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen haben sich die Kontakte in Wissenschaft, Kultur und Sport, bei den Freiwilligendiensten, in Schul- und Städtepartnerschaften sowie anderen Freundschaftsorganisationen immer weiter intensiviert. Eine Gemeinschaftsmarke mit Israel würdigt diesen Anlass.

Ein Meilenstein der deutsch-israelischen Beziehungen ist der Staatsbesuch von Bundeskanzler Willy Brandt in Israel vom 7. – 11. Juni 1973. Brandt ist der erste deutsche Regierungschef, der Israel einen offiziellen Besuch abstattet. Im Jahr 1979 eröffnet schließlich das Goethe-Institut in Tel Aviv seine Pforten. Zusammen mit dem 1988 in Jerusalem eröffneten zweiten Goethe-Institut fördert es den Kulturaustausch. Als eine historische Wendemarke in der Beziehung beider Völker bezeichnet Israels Staatspräsident Chaim Herzog den Staatsbesuch Richard von Weizsäckers im Oktober 1985, die erste Visite eines deutschen Staatsoberhauptes. Zum Gegenbesuch trifft Herzog im April 1987 in der Bundesrepublik ein. Es ist das erste Mal seit der Gründung beider Staaten, dass ein israelischer Präsident deutschen Boden betritt.

Ein neues Kapitel wurde 2008 aufgeschlagen. Anlässlich der Visite von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung wurden regelmäßige deutsch-israelische Regierungskonsultationen beschlossen. Seither treffen sich die beiden Kabinette im Jahresrhythmus abwechselnd in Israel und Deutschland. Beim Treffen im Februar 2014 wurde etwa vereinbart, dass deutsche Auslandsvertretungen in Ländern, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält, in Not geratenen Israelis konsularische Hilfe leisten.



Ausgabetag: 07.05.2015
Wert (in Euro Cent): 80
Motiv: „Bruno Haus” in TelAviv (Weiße Stadt)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Zvika Roitman, Tel Aviv - Israel
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 40 x 30 mm (Sonderformat)
MiNr. 3154
 
Brigitte Am: 06.05.2015 08:35:44 Gelesen: 85324# 280 @  
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Serie: „Leuchttürme“
Thema: „Moritzburg“ und „Lindau“

Leuchttürme – sie sind untrennbar verbunden mit Brandung und Meeresrauschen, dem salzigen Geschmack der Luft, mit den Urlaubsgebieten an Nord- und Ostsee von der Ems bis an die Peene. Doch weit gefehlt! Leuchttürme findet man in Deutschland auch weit weg vom rauen Klima der See – zum Beispiel in Bayern und Sachsen. Deutschlands südlichster Leuchtturm steht im bayerischen Lindau – im einzigen Binnenhafen des Freistaats am Bodensee. Erbaut vom Architekten Eduard von Rüber, ziert er die Westmole der trutzigen Hafeneinfahrt. Ihm gegenüber befindet sich an der Ostmole der Bayerische Löwe des Bildhauers Johann von Halbig. Zusammen bilden sie eines der Wahrzeichen Lindaus. Der 33 Meter hohe Leuchtturm löste im Jahr 1856 den Lindauer Mangturm, einen mittelalterlichen Beobachtungs- und Signalposten, ab. Er wird deshalb auch als „Neuer Lindauer Leuchtturm“ bezeichnet. Im Jahr 1936 wurde die Befeuerung des Turms elektrifiziert.

Heute wird der Turm vollautomatisch betrieben. Sein Leuchtfeuer wird von sich nähernden Schiffen bei der Fahrt in bzw. aus dem Lindauer Hafen im Bedarfsfall per Funk aktiviert. Der Neue Lindauer Leuchtturm ist das einzige „echte“ Leuchtturmbauwerk im Bereich der Bodenseeschifffahrt.

Im Gegensatz zu seinem Lindauer Pendant hat der Leuchtturm beim sächsischen Moritzburg - in der Nähe von Dresden - keine navigatorische Funktion. Kein Wunder: Das gegenüber liegende Ufer des Niederen Großteichs Bärnsdorf, an dem er sich befindet, ist gerade einmal 500 Meter entfernt. Der Moritzburger Leuchtturm dient seit seiner Fertigstellung im Jahr 1776 als Kulisse. Der sächsische Kurfürst Friedrich August III. ließ ihn als Teil einer künstlich geschaffenen Küstenlandschaft anlegen, vor der regelmäßig ein historisches Ereignis nachgespielt wurde: der Sieg der russischen über die türkische Flotte in der Seeschlacht bei Tschesme an den Dardanellen im Jahr 1770. Nach einer Sanierung in den Jahren 2006/2007 hat der Leuchtturm Moritzburg heute wieder sein ursprüngliches Aussehen.





Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: Leuchtturm „Moritzburg“ 45 / Motiv 2: Leuchtturm „Lindau“ 62
Motiv 1: Leuchtturm „Moritzburg“ / Motiv 2: Leuchtturm „Lindau“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 35 x 35 mm
MiNr. Motiv 1: 3156 / Motiv 2: 3157
 
Brigitte Am: 09.05.2015 07:03:00 Gelesen: 84823# 281 @  
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Thema: „175 Jahre erster Kindergarten in Deutschland“

Von der „Bewahranstalt“ zum „Kindergarten“ - die Geschichte der Kleinkindpädagogik ist lang und steinig. Hatte man Kleinkinder bis zu fünf Jahren einst in „Strickschulen“ und „Pflegeanstalten“ untergebracht, war Friedrich Fröbel (1782-1852) einer der ersten, der die Bedeutung der frühen Kindheit erkannte und diese durch eine speziell von ihm entwickelte Pädagogik förderte. 1840 stiftete er in Bad Blankenburg in Thüringen den weltweit ersten „Kindergarten“, in dem sich Kinder „so frei wie Pflanzen in einem Garten“ entfalten und entwickeln sollten. Heute ist der Kindergarten, der 2015 sein 175-jähriges Jubiläum feiert, ein wichtiger Bestandteil des sozialen wie gesellschaftlichen Gefüges in Deutschland.

Der Ursprung des Kindergartens lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Ausgehend von Ideen des französischen Aufklärers Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) und des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) setzte sich die Einsicht durch, dass die Kindheit ein eigener Lebensabschnitt ist, aus dem sich bestimmte Kinderrechte ableiten. Entsprechend forderte Fröbel in den 1830er Jahren für Kinder ein Umfeld, das ihren speziellen Bedürfnissen angemessen ist. Damals hießen Kindergärten noch „Kleinkinderbewahranstalten“. Nicht selten waren bis zu 50 Kinder zwischen zwei bis fünf Jahren in einem einzigen Raum untergebracht und wurden dort beaufsichtigt.

Elemente der Fröbelpädagogik sind die „Spielgaben“, etwa Bälle und Würfel als „Beschäftigungsmittel“, und die „Bewegungsspiele“. Zusammen mit der Arbeit im Garten bilden sie den Kern der Fröbelschen Kindergartenpädagogik, die – abgesehen von gewissen Modifikationen – noch heute in Kindergärten weltweit praktiziert wird. Die Fröbelsche Lernmethodik fand schnell zahlreiche Anhänger in Deutschland. Schon 1900 zählte man in Deutschland 130 Kindergärten, 1908 waren es bereits 350. Heute, nach 175 Jahren Kindergarten, ist es selbstverständlich geworden, dass ein Kind bis zur Einschulung einen Kindergarten besucht.



Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): 215
Motiv: Illustration Kinder im Bollerwagen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Lisa Röper, Kassel
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. 3158
 
Brigitte Am: 11.05.2015 07:08:00 Gelesen: 84547# 282 @  
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Thema: „125 Jahre erster bayerischer Gebirgstrachtenverband“

Neben Bergen, Bier und Oktoberfest ist die bayerische Tracht einer der gängigsten Klischees, die man heutzutage mit Bayern verbindet. Dass das Brauchtum rund ums „Dirndl“ und die „Krachlederne“ heute so lebendig erscheint wie nie, ist insbesondere den zahlreichen bayerischen Trachtenvereinen und -verbänden zu verdanken, die gemäß dem Motto „Treu dem guten alten Brauch“ seit über 125 Jahren das Erbe rund um die Tracht pflegen und bewahren.

Die Gründung des ältesten Gebirgstrachtenvereins reicht bis ins Jahr 1883 zurück. In diesem Jahr rief der Lehrer Hans Vogl in Bayrischzell den ersten bayerischen Gebirgstrachtenverein ins Leben, um „dem Zeitgeist Schranken zu setzen und gleichzeitig Tracht, Sitte und Brauchtum der Altvorderen zu pflegen und der Nachwelt zu erhalten”. Der älteste übergeordnete Verband entstand sieben Jahre später: Am 1. Juni 1890 gründete sich in Rosenheim der erste Gebirgstrachtenverband, der „Gauverband I“, mit Sitz in Traunstein. 2015 feiert der Verband, zu dem heute 118 Trachtenvereine zählen, sein 125-jähriges Jubiläum.

Dabei weiß kaum jemand, dass es sich bei der bayerischen Tracht nicht etwa um eine über mehrere Jahrhunderte gewachsene Traditionskleidung handelt. Sie ist im Gegenteil sogar eine relativ junge „Erfindung“. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts, einhergehend mit der Gründung des bayerischen Königreiches (1806), wurde den verschiedenen bayerischen Volksgruppen vom Hause Wittelsbach eine neue Identität auferlegt, um sie zu einen. Mittel zum Zweck: Ein Nationalgewand, das „zur Hebung des bayerischen Nationalgefühls“ beitragen sollte.

Heute ist die Trachtenpflege in Bayern so lebendig wie nie zuvor. Trachtenmode wird nicht nur von jung und alt geschätzt und ist allerorts im Alltag etabliert, sie ist auch ein umsatzstarker Geschäftszweig. Dabei steht Trachtenmode aus Bayern für einen Kleidungsstil, der Vergangenheit und Moderne miteinander verbindet. Aber auch noch mehr: Sie ist auch der Inbegriff des speziellen bayerischen Lebensgefühls schlechthin.



Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Illustration Miesbacher Tracht
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Michael Kunter, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3159
 
Brigitte Am: 13.05.2015 07:01:00 Gelesen: 84117# 283 @  
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Thema: „50 Jahre Jugend forscht“

Zum 50. Mal ergeht 2015 die Aufforderung an jugendliche Nachwuchswissenschaftler, bei „Jugend forscht“ ihre Arbeiten zu präsentieren. Bei dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb sind junge „MINT“-Tüftler gefragt. MINT? Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es geht der in Hamburg ansässigen gemeinnützigen Stiftung Jugend forscht e.V. also um die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses. Nach ihren Angaben haben sich bislang mehr als 230.000 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb beteiligt. Seit 1977 ist der Bundespräsident Schirmherr des bekanntesten deutschen Nachwuchswettbewerbs.

Im Dezember 1965 ergriff der damalige Chefredakteur des „Stern“, Henri Nannen, die Initiative. Die Hamburger Illustrierte erschien mit der Schlagzeile „Wir suchen die Forscher von morgen“. Teilnehmen dürfen Schüler ab der 4. Klasse bis hin zu Jugendlichen im Alter von 21 Jahren. Kinder bis 14 Jahren treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an. Die Altersgruppe darüber startet im Bereich „Jugend forscht“. Die Arbeiten und Fragestellungen müssen aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik stammen. Höhepunkt des Wettbewerbs ist die Präsentation des Projekts an einem selbst gestalteten Ausstellungsstand. Eine Fachjury befragt den Kandidaten und bewertet das Ergebnis. Großartige Karrieren und ein enorm breit gefächertes Innovationspotenzial im Bereich Naturwissenschaften hat der Wettbewerb „Jugend forscht“ bislang hervorgebracht. Da ist es auch nicht weiter tragisch, dass sich unter den Ehemaligen bislang noch kein Nobelpreisträger befindet. Vielleicht tüftelt ja ein künftiger Nobelpreisgewinner unter den rd. 12.000 Teilnehmern des Jahres 2015.

Zum 50. Geburtstag von „Jugend forscht“ gibt es aber erst einmal noch ein ganz besonderes Highlight. Die Deutsche Bahn schickt eine IC-Lok im schicken „Jugend forscht“-Design auf die Gleise, die durch ganz Deutschland rollt.



Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Hirn trifft Turnschuh
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Matthias Beyrow, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3160
 
Brigitte Am: 03.06.2015 12:29:22 Gelesen: 79982# 284 @  
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Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Chiemsee“

Prachtvoll liegt er inmitten der idyllischen Landschaft des Chiemgaus: Der Chiemsee, das „bayerische Meer“, ca. 90 Kilometer südöstlich von München, ist mit einer Fläche von rund 80 Quadratkilometern nicht nur der größte See Bayerns, er zählt auch zu den beliebtesten deutschen Ferienregionen. Allein eine halbe Million Menschen besuchen jährlich das unvollendete Traumschloss Ludwigs II. auf der Herreninsel. Attraktiv ist der Chiemsee insbesondere bei Badefreunden und Wassersportlern, die an seiner rund 64 Kilometer langen Uferlinie ideale Bedingungen für jegliche Art von Freizeitaktivitäten vorfinden.

Mit rund 60 Kilometern führt etwa der „Chiemsee-Ufer-Radweg“ einmal rund um den See. Da dieser mit einer durchschnittlichen Tiefe von 25,6 Metern relativ flach ist, erreicht er bereits im Juni häufig Wassertemperaturen von 20 Grad, im Sommer können es bis zu 25 Grad werden. Berühmt ist der Chiemsee jedoch wegen zwei seiner Inseln: Die „Fraueninsel“ (auch „Frauenchiemsee“) mit dem Benediktinerinnenkloster „Frauenwörth“ sowie die „Herreninsel“ (auch „Herrenchiemsee“) mit dem König-Ludwig-Schloss „Herrenchiemsee“. Markenzeichen der rund 15 Hektar großen „Fraueninsel“ ist der Zwiebelturm der 1200 Jahre alten Münsterkirche, dessen Spitze weit über den See hinausblickt. Den Namen erhielt die Insel einst vom Kloster „Frauenwörth“, das im Jahr 782 gegründet wurde.

Setzt man von der Herreninsel nach Felden über und wandert Richtung Osten am Ufer entlang, erreicht man hinter Feldwies die Mündung der Tiroler Achen, den größten Zufluss des Chiemsees. Der Fluss spült wie auch die Prien und weitere kleinere Zuflüsse stetig Sand und Geröll-Ablagerungen in den See, so dass dieser zunehmend verlandet. Maß der See nach der letzten Eiszeit noch rund 200 Quadratkilometer und reichte bis an den Fuß der Alpen, hat er heute bereits zwei Drittel seiner ursprünglichen Größe eingebüßt. In einigen tausend Jahren – so glauben Wissenschaftler – wird das „bayerische Meer“ wohl ganz verschwunden sein.





Ausgabetag: 01.07.2015
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv Motiv 1 und 2: Blick über den Chiemsee mit der Fraueninsel und den östlichen Chiemgauer Alpen
© Foto: Heinz Wohner
Ersttagsstempel: Berlin: Szene mit Raddampfer / Bonn: Szene mit Steg und Booten
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3162 / MOtiv 2: 3163
 

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