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Thema: Air Mail / Luftpost - Aufkleber, Labels, Eindrucke, Vermerke
Das Thema hat 536 Beiträge:
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saintex Am: 07.12.2014 19:16:09 Gelesen: 102300# 387 @  
@ hajo22 [#383]

Hallo Jochen,

mit den chilenischen Postgebühren kann ich Dir weiterhelfen. Diese betrugen bei Aufgabe Deines Luftpostbriefes in Valparaiso am 22.6.1937:

$ 1.80 UPU-Auslandsbrief bis 20 Gramm
$ 8.50 Luftpostzuschlag einheitlich für Europa je 5 Gramm
= $ 10.30

Also portogerecht frankiert.

Literatur

Ross A. Towle, Postal Rates of Chile, Chile 2003 Seiten 28 und 64
Dr. Eduardo Madsen, Manual de Historia Aeropostal de Chile - Handbook of Aeropostal History of Chile, 1. Aufl. Wiesbaden/Deutschland 2007 Seiten 612 und 646

Wolfgang
 
saintex Am: 07.12.2014 19:41:05 Gelesen: 102294# 388 @  
@ hajo22 [#383]
@ briefefan [#385]

Es freut mich, dass Euch mein "Wüstenbrief" aus dem Jahr 1925 gefallen hat. Ich bin nur froh, dass unter den Plünderern kein Briefmarkensammler war sonst hätte die schöne Sondermarkenfrankatur Mi.-Nr. 175 und 179 im Art déco Design (So.-Ausg. zur Kunstgewerbeausstellung Paris 1925) den Angriff der "Wüstensöhne" wohl nicht unbeschadet überstanden. So wurde der Brief von ihnen auf der Suche nach geldwertem Inhalt nur oben aufgeschlitzt und nach der Bergung durch einen Verschlußstreifen der französischen Post wieder ordnungsgemäß verschlossen.

Aber ich hätte da noch ein oder zwei ähnliche Briefe, die Euch möglicherweise gefallen würden. Die zeig ich mal später. Schön aber auch, dass ihr zu dem schönen Sammelgebiet der Aerophilatelie ebenfalls Beiträge beisteuert.

Noch einen schönen Abend

Wolfgang (saintex)
 
hajo22 Am: 09.12.2014 21:18:09 Gelesen: 101981# 389 @  
@ saintex [#387]

Danke für die Portoberechnung (10,30 Pesos).

Hier 2 Luftpostbriefe von 1937 und 1938 jeweils aus Santiago mit der geringst möglichen Anzahl von Marken zur Darstellung dieser Frankatur nach Berlin.



Aber wie berechnet sich dieser Luftpostbrief aus Santiago vom 7.9.1938 mit 23,20 Pesos nach Berlin aus der gleichen Korrespondenz?



Schönen Abend.
Jochen
 
saintex Am: 09.12.2014 22:07:26 Gelesen: 101971# 390 @  
@ hajo22 [#389]

Na Jochen, die Berechnung des chilenischen Lp.-Portos auf dem Lp.-Brief vom 7.9.1938 ist doch "ganz einfach":

$ 1.80 UPU-Auslandsbrief bis 20 Gramm (Portoperiode 1.11.1935 bis 1.3.1946)
$ 21.40 Luftpostzuschlag für Luftpost nach Europa ($ 10.70/5Gramm = $ 21.40 für Brief zwischen 5 und 10 Gramm; Portoperiode 1.8.1938 bis Sept. 1940)
= $ 23.20

Also portogerecht frankiert ! Also auch sammelwürdig *grins*.

Literatur

vgl. die Literaturangaben in meinem Beitrag [#384]

saintex
 
hajo22 Am: 09.12.2014 22:56:03 Gelesen: 101946# 391 @  
@ saintex [#390]

Du meinst sicher Deinen Beitrag [#386], [#384] war ich wohl. Tja, die Zahlen.

Sorry, aber mein PC öffnet keine unbekannten Links.

Schönen Abend.
Jochen
 
saintex Am: 09.12.2014 23:13:58 Gelesen: 101938# 392 @  
@ hajo22 [#391]

Hallo Jochen,

gemeint war die von mir im Beitrag [#387] zitierte Literatur.

saintex
 
hajo22 Am: 10.12.2014 11:05:34 Gelesen: 101864# 393 @  
@ saintex [#392]

Ich bin auch in die falsche Zeile zu den "links" geraten. Pardon.

Die von Dir in [#387] erwähnte Literatur steht mir (natürlich) nicht zur Verfügung. Möglicherweise finde ich die Bücher in der Philatelistischen Bibliothek München. Momentan habe ich weder Lust noch Laune nach München zu fahren, kann aber mal telefonisch nachfragen, ob die Literatur überhaupt vorhanden ist. An Fernleihe bin ich grundsätzlich nicht interessiert, so daß es dieses Jahr nichts mehr wird. Ich stelle daher auch keine weiteren Belege aus den ABC-Staaten mehr ein, weil ich die Portogenauigkeit nicht überprüfen kann. Ich habe die Schachtel mit den Briefen wieder weggeräumt.

In diesem Sinne ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2015.
Jochen
 
merkuria Am: 18.12.2014 19:25:42 Gelesen: 100726# 394 @  
Hier ein paar Luftpost-Labels aus China im Wandel der Jahrzehnte.



Luftpostbrief mit Aufkleber 1931



Luftpostbrief mit eingedrucktem Label 1941



Luftpostbrief mit Aufkleber 1955
 
saintex Am: 22.12.2014 23:36:16 Gelesen: 100266# 395 @  
1933 Luftpost Deutschland - Südafrika mit Strassenbahn und Flugzeug von Hamburg nach Kapstadt

Hier zeige ich einen Luftpostbrief, der vom Absender am 23.5.1933 in Hamburg aufgegeben wurde und der nach Südafrika adressiert ist. Bemerkenswert an diesem Luftpostbrief sind zum einen die verschiedenen Beförderungsmittel, die an seinem Transport von Hamburg nach Kapstadt in der Südafrikanischen Union beteiligt waren, und die für das Jahr 1933 relativ kurze Beförderungszeit.



Der Geschäftsbrief wurde vom Absender am 23.5.1933 nach 18 Uhr aufgegeben und erhielt rückseitig den Rollenstempel Hamburg 1 Eilbriefstelle 23.5.33. 19:10 Uhr. Nach meiner Kenntnis fand dieser Rollenstempel auf Post Verwendung, die mit der Hamburger Strassenbahnpost oder der Hamburger Rohrpost befördert wurde. Vielleicht wissen die Spezialisten hier im Forum ja mehr.

Von Hamburg aus wurde der Brief dann am 24.5.1933 nach München mit Luftpost befördert, was durch den auf der Briefvorderseite angebrachten Luftpostbestätigungsstempel "Mit Luftpost befördert/Postamt München 2" und den rückseitig angebrachten Ankunftstempel München 2BA vom 24.5.33 14-15 Uhr dokumentiert ist.

In München wechselte der Luftpostbrief auf die Eisenbahn, die ihn mit Zug D 40 über Kufstein nach Brindisi in Italien beförderte. Dort wurde der Luftpostbrief von einem Flugboot der britischen Fluggesellschaft Imperial Airways übernommen und nach Athen befördert. Nach weiteren Zwischenstopps in Assuan, Karthum, Kisumu, Nairobi, Salisbury und Johannisburg erreichte der Luftpostbrief am 3.6.1933 sein Ziel in Kapstadt[1].

Der Luftpostbrief ist mit 60 Pfennig ordnungsgemäß frankiert: 25 Pfennig Auslandsbrief bis 20 Gramm, 35 Pfennig Luftpostzuschlag nach Südafrika je 5 Gramm[2].

Literatur

[1] Peter Wingent, Movements of Aircraft on Imperial Airways' African Route 1931 - 1939, Winchester/GB 1991
[2} Postliste Januar 1933 und Januar 1934, herausgegeben vom Reichspostministerium

Wolfgang
 
Altmerker Am: 13.01.2015 16:58:25 Gelesen: 98334# 396 @  
Auf den ersten Blick hat der Vogel wenig mit Luftfahrt zu tun. Der Stempel verrät aber, CH-8058 Airport. Bodensee-Tourismus Deutschland verschickte so 2007 Postkarten quer durch Deutschland, die man sich im Netz aussuchen und beschriften konnte.

Gruß
Uwe


 
filunski Am: 28.01.2015 12:21:46 Gelesen: 97086# 397 @  
Verehrte Luftpostfreunde,

heute mal ein brandneuer Luftpostbeleg (ist heute ja der Normalfall bei Überseepost) den ich eben aus meinem Briefkasten holte.

Vorstellen möchte ich ihn wegen der darauf verklebten Marken und deren Motiven. Der Brief ging am 22. Januar in Auckland/Neuseeland ab und kam bereits heute, nach nur 6 Tagen, hier bei mir an.



Interessant sind die Marken, neu ausgegeben von NZ Post zum 75 jährigen Jubiläum der TEAL (Tasman Empire Airways Limited), dem Vorgänger der heutigen Air New Zealand.

Die Marke links oben zeigt ein Short S.30 Flugboot, Kennung ZK-AMA, Name "Aotearoa", mit welchem am 30. April 1940 die TEAL auf der Strecke Auckland - Sydney ihren Flugdienst aufnahm.

Die Marke rechts daneben zeigt eine Lockheed Lodestar. Mit diesem Typ führte die dann NAC oder NZNAC (New Zealand National Airways Corporation) genannte Fluggesellschaft ab 1947 den Inlandsflugverkehr durch.

Mit der Marke rechts unten sind wir dann in der Gegenwart angekommen. Die heutige Air New Zealand war die erste Fluggesellschaft welche mit der abgebildeten Boeing 787-9 ihre Flotte im Jahre 2014 modernisierte.

Wir beklagen heute ja oft, dass zu wenig gestempelt würde. Bei diesem Brief nicht der Fall, sowohl entwertet mit Handstempel des Greenwood Corner Post Centers, wo der Brief aufgegeben wurde, als auch mit einem Handrollstempel anschliessend im Auckland Briefzentrum. Der Brief ist natürlich nicht portorichtig, sondern reichlich überfrankiert! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 28.01.2015 20:05:47 Gelesen: 97012# 398 @  
@ filunski [#397]

Nachtrag:

anscheinend hat es noch Niemand bemerkt, auf jeder der gezeigten Marken ist ein Flugzeug abgebildet. ;-)

Und zwar in der rechten unteren Ecke eine Draufsicht/Silhouette (der Eine oder Andere, der "gedient" hat kennt vielleicht noch diese Schattenrisse aus der Flugzeugerkennung) jeweils der in der Marke behandelte Flugzeugtyp.

Fehlen also noch Zwei.

Dann zuerst der 2,00 Dollar Wert. Hier zu sehen ein Gepäckanhänger der TEAL aus der Zeit der "Coral Route". Einer mit Flugbooten vom Typ Short S 45 Solent ab 1951 beflogenen Pazifik Tour zu Inseln wie Fiji, Samoa, den Cook Islands und Tahiti. Eingesetzt war dieser Typ bei der TEAL von 1951 bis 1954.

Fehlt noch der 2,50 Dollar Wert. Hier blicken wir in den Passagierraum einer McDonnell Douglas DC-10 im Jahre 1977. Dieser Jet-Airliner war von 1973 bis 1986 in Neuseeland im Einsatz.

So, jetzt haben wir alle! :-)

Beste Grüße,
Peter
 
zockerpeppi Am: 12.02.2015 21:28:44 Gelesen: 95304# 399 @  
Ich hätte da etwas sehr Neues. Heute meinem Briefkasten entnommen:



Paket ab Australien nach Düdelingen. Die Frankatur ist unter den vielen Klebezettel untergegangen. Ich kann schemenhaft Postage ….. Australia lesen. Wieviel der Absender im Endeffekt bezahlt hat ist nicht zu ermitteln. Verrechnet hat er mir für Verpackung und Versand 22 Aussie Dollars.

Schön groß der blaue Air Mail Sticker links – rechts ein ID RECORDED der Australischen Post. Der Zoll ist auch omnipräsent Customs Douane CN22 – Inhalt ein „used book“ im Wert von 5 AUD, Gewicht 260. Das Buch selbst wiegt 73 g, es war so gut verpackt, nach 10 Minuten hatte ich das ganze entblättert. Die Luxemburger haben sich auch auf Orange verewigt mit einem „Formalitäten zur Einfuhr Minutie“ Klebezettel datiert auf den 11 FEV 2015. Darunter versteckt sich auch die Portoangabe.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
filunski Am: 12.02.2015 23:19:49 Gelesen: 95284# 400 @  
@ zockerpeppi [#399]

Salü Louise,

ein schönes Beispiel moderner Postgeschichte, danke für's Zeigen! :-)

So mancher "großer Klassik -Philatelist" mag ja die Nase rümpfen angesichts dieser ganzen Klebeetiketten, aber so sieht heute eben nun mal modernes Alltags-Postgut aus, und damit auch moderne Philatelie.

Ich würde es auf alle Fälle aufheben und nicht in der Papiertonne entsorgen wie dies mit solchen Stücken leider nur zu oft passiert. Bedarfspost wie dein gezeigtes Stück kommt in dieser Form (auch in der Kombination Absender-Destination) sicher nicht so häufig vor.

Beste Grüße,
Peter
 
Rore Am: 13.02.2015 00:04:50 Gelesen: 95273# 401 @  
In meiner Briefe Sammlung habe ich diesen israelischen Aufkleber gefunden.

Gruß
Rore


 
filunski Am: 18.02.2015 10:56:42 Gelesen: 94869# 402 @  
Verehrte Luftpostfans,

Lulu hat uns ja schon einen modernen Luftpostbeleg aus heutigen Zeit vorgestellt [#399]. dem möchte ich heute einen ebenso aktuellen "Beleg" (wenn man das noch so nennen möchte) aus Neuseeland hinzufügen:



Ich höre schon die Aufschreie, "was ist das denn"!

Sicherlich fehlt dieser "Plastiktüte" jeglicher Charme älterer Luftpostbelege, aber es ist eben ein "modernes Stück Luftpostgeschichte".

Im Detail haben wir hier einen offiziellen "plastic envelope" der NZ Post, zum nationalen und internationalen Versand. Hier in der Größe 2 (size 2), 280 x 190 mm zum Preis von 1 NZD (Neuselland Dollar). Vorne die Empfängeradresse und rückseitig die Absenderangaben noch ergänzt mit Hinweisen zu Objekten die darin nicht verschickt werden dürfen. Das ganze für den internationalen Versand noch mit einem "XL-Luftpostaufkleber" versehen und sogar mit nassklebender Briefmarke frankiert (diese wurde sicherheitshalber von der Postagentur noch mit Tesa festgeklebt, sehr schön!). Dann sogar noch im Auckland Briefzentrum mit Handrollstempel entwertet. Portokosten gerade mal 3,60 NZD, entspricht 2,40 Euro, entsprechende Sendungen kosten bei uns wesentlich mehr.
Ein sehr schönes Detail, was so vielleicht gar nicht auffällt, ist das schwarze Zieremblem um das Adressfeld herum.

Hier nochmals von der Rückseite im Detail:



Es handelt sich um eine Maori Illustration, genannt "Kaitiaki" = Wächter und unterstreicht damit die besondere Aufgabe/Verantwortung der NZ Post über die Poststücke zu wachen, welche von einem Ort zum nächsten unterwegs sind. Das ist doch eine bemerkenswerte Einstellung! :-)

Diese "Plastiktaschen" dürfen auch mehrfach verwendet werden, vorausgesetzt sie werden immer wieder korrekt frankiert.

Beste Grüße,
Peter
 
hajo22 Am: 19.02.2015 18:31:24 Gelesen: 94738# 403 @  
Luftpostbrief aus Mährisch-Ostrau vom 31.8.1939 (letzter Friedenstag) nach Melbourne/Australien.

Vorderseitig Zensurstempel "Passed by censor V 23" (australische Zensur). Rückseite: Durchleitstempel "Sydney 14.9.39 AIR MAIL SECTION GPO", Ankunftsstempel Melbourne 15.9.1939 und Kastenstempel 18.9.1939 Melbourne.

Frankatur Mi.Nr.: Mitläufer CSR 358 (5 kr), 3x407 (30 h), Bö&Mä 6x27 (60 h) und 3x28 (1 kr).

Frankatur insgesamt 12,50 kr. = 2,50 kr. (Auslandsbrief bis 20 gr.) + 10 Kr. Luftpostgebühr (je 5 gr/5 kr).



VG, hajo22
 
saintex Am: 19.02.2015 21:37:10 Gelesen: 94711# 404 @  
@ hajo22 [#403]

Super Beleg

und endlich mal wieder "richtige Aerophilatelie" und nicht nur Belege aus der Krabbelkiste.

saintex
 
filunski Am: 20.02.2015 10:57:58 Gelesen: 94632# 405 @  
@ hajo22 [#403]
@ saintex [#404]

Hallo zusammen,

dem Urteil von saintex kann ich mich bezüglich des Briefs nur anschließen. Ein außergewöhnlicher Beleg, der das Herz eines jeden Luftpostliebhabers höher schlagen lässt. Danke für's Zeigen! :-)

Gar nicht anschließen, lieber Wolfgang, kann ich mich aber diesen Worten (ganz im Gegensatz zu deinen sonstigen, sehr geschätzten Kommentaren und interessanten Ausführungen):

"...und endlich mal wieder "richtige Aerophilatelie"..."

Vielleicht waren sie ja auch etwas schnell hingeschrieben? ;-)

Als ich vor über zwei Jahren dieses Thema eröffnete, nannte ich es absichtlich "Air Mail / Luftpost - Aufkleber, Labels, Eindrucke, Vermerke". Also mit der Betonung auf die genannten Vermerke, Aufkleber, Stempel u.ä.

Eben auch, um damit nicht nur, der meiner Meinung nach bis dato etwas zu kurz gekommenen Aerophilatelie ein Sprachrohr zu geben, sondern auch um anhand dieser Vermerke die Vielfalt aufzuzeigen (von den Anfängen bis in die Gegenwart) und auch um es Jedermann (-frau ;-)) zu ermöglichen alle derartigen Stücke dazu, egal welcher "Preisklasse" oder Herkunft, hier auszustellen. Dieses Thema sollte nicht nur dazu dienen in einer Art "elitärem Charakter" nur "Sahnestückchen" vorzustellen. Der Crash-mail Beleg aus Westafrika ist dabei genauso willkommen wie der Luftpostaufkleber aus den USA vom vorigen Jahr. Schön wäre es dabei auch immer eine Beschreibung zu haben, welche die dargestellten Stücke etwas näher bringt (wie gerade du Wolfgang es ja immer hervorragend verstehst).

Was ist denn "richtige Aerophilatelie"? Nur teure Belege aus den 1920er bis 40er Jahren, konstruierte Zeppelinbelege oder vielleicht auch "Plastiktüten" wie in Beitrag [#402]?

Ich meine, alles was wirklich auch als Luftpost lief, egal von wann, wohin, woher und von wem, und das soll ruhig auch hier gezeigt werden, egal ob aus einer Auktion oder einer "Grabbelkiste". Ist meine Meinung dazu und ich diskutiere dazu auch gerne. :-)

So, genug davon, zur Auflockerung hier noch "richtige(?)" Aerophilatelie aus Deutschland: Luftpostbrief von Frankfurt (Main)/Kassel nach Prien am Chiemsee im Mai 1927.

Zuerst die Vorderseite:



Mit gelbem Luftpostaufkleber und rotem Luftpostbestätigungsstempel, hier im Detail:



Zur Entwertung der Marken, hier kein Tagesstempel, sondern der Flugleitungsstempel der Deutschen Lufthansa A.G. am Flugplatz Kassel, wo der Brief abging. Es handelt sich hier um zwei Stempel. Oben der Geschäftsstempel der Lufthansa und zusätzlich darunter ein Datumsstempel:



Wie die Rückseite zeigt ist der Brief auch in Prien angekommen:



Von dort der Ankunftstempel des Postamts in Prien, ein alter Bayerischer Braungardt Tagesstempel:



Beste Grüße,
Peter
 
wajdz Am: 22.02.2015 13:32:35 Gelesen: 94407# 406 @  
Aktuell aus der Wochenendtagespost eine Postkarte aus Thailand, frankiert von einem -Nichtsammler-, der aber weiß, was mich erfreut, mit einem schönen Eckrandstück. Dadurch wird ein interessantes Detail sichtbar, nämlich der Barcode auf dem Markenbogenrand. Die weltweite Ausbreitung der Digitalisierung des täglichen Lebens ist hier sehr schön zu erkennen.

Lt. Stempel mit dem Datum 04.-2. betrug trotz Luftpostlabel die Reisedauer 17 Tage.



MfG Jürgen -wajdz-
 
hajo22 Am: 23.02.2015 19:58:52 Gelesen: 94308# 407 @  
Faltblatt Luftverkehr Stand 1.8.1958 Inland und Ausland (mit Flugpreisen/-dauer) sowie sogenannten Luftpassagen ab Ffm/Hamburg/Düsseldorf/München/Berlin.

Beigefügt auch eine Währungstabelle mit den wichtigsten Umrechnungen.



Herausgeber: Unbekannt, kein Druckvermerk.

VG, hajo22
 
zockerpeppi Am: 25.02.2015 22:47:48 Gelesen: 94001# 408 @  
Guten Abend,

diesmal etwas Älteres, hoffe es passt. Mein Anliegen bleiben nun mal die Banken und deshalb tue ich diesen Bank to Bank Beleg an dieser Stelle "nur zeigen".



Luftpost-Einschreiben VIA AEREA B.S.A.A (British South American Airways) ab Argentinien nach Lüttich in Belgien. Abgestempelt am 9 APR 47 E.R.V.2 Buenos Aires. Frankiert mit 1.5 peso. Kein belgischer Ankunftsstempel auf dem Verso.

http://en.wikipedia.org/wiki/British_South_American_Airways

beste Sammlergrüße
Lulu
 
hajo22 Am: 26.02.2015 10:33:08 Gelesen: 93924# 409 @  
@ zockerpeppi [#408]

Ich darf kurz korrigieren: Es sind 1.65 Peso frankiert.

VG, hajo22
 
zockerpeppi Am: 26.02.2015 11:06:48 Gelesen: 93913# 410 @  
@ hajo22 [#409]

Du hast Recht. Ich hatte mich gestern Abend vertippt und wollte verbessern und dabei ist mir die 6 abhanden gekommen

@+

Lulu
 
filunski Am: 28.02.2015 18:27:22 Gelesen: 93662# 411 @  
Hallo liebe Luftpost-Fans,

heute mal ein ganz anderer Luftpostbeleg:

Luftpostbrief von Neufundland nach Kanada im März 1944



Der Luftpostvermerk fest eingedruckt. Frankiert mit Marken Neufundlands, dies war zu jener Zeit (1944) wieder Britische Kronkolonie und gehörte (noch) nicht zu Kanada.

Interessant aber der Aufgabe-Stempel:



C.A.P.O. / No. 1

Wo ist den nun CAPO?

Es handelt sich um einen Kanadischen Feldpoststempel, CAPO = Canadian Army Post Office, und das CAPO No 1 befand sich in dem Städtchen St. John's.

Nach der Niederlage Frankreichs 1940 übertrug Großbritannien die Verteidigung ihrer Kronkolonie Neufundland und Labrador an Kanada. Daraufhin wurden dort Kanadische Truppen stationiert, die sogenannte "W Force". Deren Hauptquartier befand sich in St. John's, samt Feldpostversorgung und von dort schickte am 13. März 1944 ein Offizier diesen Brief nach Chatham in Ontario. Da Krieg war lief der Brief durch die militärische Zensur, Vermerk in lila links auf dem Brief.

Beste Grüße,
Peter
 

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