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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 09.05.2015 21:39:24 Gelesen: 454384# 4021 @  
Guten Abend,

aus Schottland mit Umweg über Essen fand der nachstehende Brief den Weg in meine bescheidene Sammlung:



Einen eingeschriebenen Ortsbrief der 2. Gewichtstufe bis 100 Gramm findet man nicht alle Tage, dazu noch mit dem Abschlag des Kreis-Obersegmentstempels (KOS) von Leipzig-Lindenau. Gelaufen am 17.11.23, frankiert mit 326 AP und 328 AP.

Schönen Gruß
Harald
 
JoshSGD Am: 10.05.2015 20:31:37 Gelesen: 453864# 4022 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Ganzsache, Nr. P115, von Bremen nach Potsdam, gelaufen am 05.09.1919 (PP3; 1.10.1918 - 30.9.1919).



Gruß
Josh

(Datenbank # 7890)
 
muemmel Am: 10.05.2015 23:17:56 Gelesen: 453795# 4023 @  
Nun wird es kriminell!

Die Dresdener Polizeidirektion hatte etwas an die Kriminalabteilung in Freiberg zu verschicken. Der Versand erfolgte mittels Streifbandsendung:



Obwohl das Streifband lediglich 9 cm breit ist, war der Inhalt doch etwas schwergewichtiger, denn 12 Milliarden Mark war der Tarif für Drucksachen der 2. Gewichtstufe bis 100 Gramm (gleiche Tarife für Drucksachen und Streifbandsendungen). Gelaufen am 22.11.23 und frankiert mit einer Marke 326 BP und 328 AP.

Einen guten Start in die neue Woche und hübsche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 11.05.2015 19:59:03 Gelesen: 453358# 4024 @  
Guten Abend,

vom 27. Deutschen Philatelistentag 1921 in Nürnberg gibt es viele Sonderbelege, nachfolgend will ich mal zwei Postkarten zeigen. Verwendet wurden amtliche Aufbrauchganzsachen, also ehemals bayerische Postkarten, deren Wertstempel durchbalkt und dafür ein Germaniawertstempel zu 30 Pf. nebengesetzt wurde. Diese Karten wurden vorder- und rückseitig mit anlassbezogenen privaten Zudrucken versehen. Zur Markenentwertung wurde ein Sonderstempel (Filbrandt 243) eingesetzt, auch die anlassbezogenen Spendenvignetten wurden damit versehen. Gestempelt wurden die Karten am 24.7.1921 (PP 6), das Postkartenporto nach Karlsruhe betrug 40 Pf. - eine 10 Pf.-Marke (Mi 141) wurde also zufrankiert.



Ganzsachenpostkarte P 136 II



Ganzsachenpostkarte P 137 I

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 11.05.2015 20:04:49 Gelesen: 453356# 4025 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine bunte Postreiter-Ganzsache aus der PP 13 (1.3. - 30.6.1923), gelaufen am 2.3.23 von Dresden nach Löbau.

Portorichtig frankiert mit 40,- Mark, MiF Mi.Nr. 169, 224a, 227a, 230 P, 239 auf P 149a I.

Markenspanne: 1:13,3; Marken-Porto-Spanne: 1:26,6



Gruß
Josh

(Datenbank # 7906)
 
JoshSGD Am: 12.05.2015 19:49:43 Gelesen: 452802# 4026 @  
Guten Abend,

heute wieder eine Ganzsache, die aber aufgrund ihrer geringen Wertstufe bereits hinfällig war.

Wir sehen eine GSK, überfrankiert mit 70 Mark statt 60 Mark, innerhalb Dresdens. Gelaufen am 8.7.23 (PP 14; 1.7.23 - 31.7.23). MiF Mi.Nr. 209 a und 240.



Das Gebäude in der Dresdner Louisenstraße 67 existiert immer noch. Mittlerweile saniert und auch wird das Viertel mehr und mehr gentrifiziert.

Gruß
Josh

(Datenbank # 7905)
 
inflamicha Am: 14.05.2015 19:03:30 Gelesen: 451550# 4027 @  
Guten Abend,

heute zeige ich einen mit der deutschen Feldpost beförderten Brief:



Absender war der Kaiserlich Deutsche Generalkonsul für Galizien und die Bukowina in Lemberg, der hier die deutsche Feldpost als Transportweg benutzte. Portofreiheit besaß er nicht. So wurde also der Brief mit 25 Pfennig frankiert, was am 16.5.1917 (PP 2) dem Fernbriefporto für ein Gewicht bis zu 250 Gramm entsprach. Benutzt wurde hierfür ein Zusammendruck aus dem Markenheftchen 7 (W 10 ba, rechts mit sog. Heftchenzähnung) sowie eine Mi 98 vom rechten Seitenrand.

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 16.05.2015 18:02:10 Gelesen: 450021# 4028 @  
Liebe Inflafreunde,

einen Brief der PP22 hatte ich bisher noch nicht.



Fernbrief vom 03.11.1923 von Magdeburg nach Berlin mit 100 Millionen frankiert -> ist die siegelseitige Notierung postalisch?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
dr.vision Am: 17.05.2015 17:56:16 Gelesen: 449027# 4029 @  
Moin zusammen,

ich zeige heute eine Postkarte vom 14.11.1923 (PP24) von Barmen-Rittershausen (seit 1929 Wuppertal-Oberbarmen).

Die geforderten 5 Milliarden Porto wurden mit einer MiNr. 327 B erbracht.

Nun wirft diese Marke bei mir eine Frage auf. Ist sie links geschnitten oder beschnitten? Der obligate Blick in den Katalog ergab keine Erklärung. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, oder so etwas schon mal gesehen.

Zunächst der Beleg (gepr. Ritter) mit Rückseite:



Und die Marke in Vergrößerung:



(Datenbank # 7923)

Allen noch einen schönen Abend.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
JoshSGD Am: 17.05.2015 19:42:04 Gelesen: 448922# 4030 @  
@ dr.vision [#4029]

Hallo Ralf,

wenn du die Marke genauer betrachtest, macht sie einen dezentrierten Eindruck. Ich gehe davon aus, das die Marke links mit einer Schere herausgeschnitten wurde. Die rechte Seite ist ja auch mit Schere getrennt.

Gruß
Josh
 
inflamicha Am: 18.05.2015 09:00:32 Gelesen: 448565# 4031 @  
@ dr.vision [#4029]

Hallo Ralf,

ergänzend zu Josh: Der Durchstich als Notbehelf war sehr unpraktisch, viele Marken wurden bei der Trennung zerrissen oder teils nicht unbeträchtliche Teile blieben an der Nachbarmarke hängen. Man behalf sich daher oft mit Scherentrennung.

Bei Deinem Beleg wurden wahrscheinlich senkrechte Streifen aus dem Bogen geschnitten - die Marken ließen sich dann leichter voneinander trennen. Solche Scherentrennungen sind bei durchstochenen Marken dieser Zeit recht häufig zu finden.

Gruß Michael
 
dr.vision Am: 18.05.2015 10:16:17 Gelesen: 448515# 4032 @  
@ JoshSGD [#4030], @ inflamicha [#4031]

Moin Josef, moin Michael,

ganz herzlichen Dank für eure schnellen Erklärungen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
JoshSGD Am: 18.05.2015 19:35:03 Gelesen: 448217# 4033 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine als Drucksache gelaufene Postkarte, innerhalb Leipzigs am 01.11.1923 (PP 22; 01.11 - 04.11.1923), portogerechte Frankatur von 20 Mio Mark, EF Mi.Nr. 319 W a.

Der Stempel ist ein Serienstempel 17.2 "Gib auf Postsendungen den Absender an - Leipzig b 2 b". In Band 65 ist die späteste Verwendung vom 15.10.1923 aufgeführt. Daher ein neues Spätverwendungsdatum (korrigiert mich bitte, sofern ich falsch liege).



Gruß
Josh

(Datenbank # 7928)
 
Magdeburger Am: 19.05.2015 16:18:36 Gelesen: 447384# 4034 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute flog bei mir ein tolles Paar des Letzttages der PP19 ein:





Beide Briefe sind von der Firma Otto Mansfeld & Co und an die Firma Ernst Fr. Weißflog in Gera Reuß adressiert. Der obere Brief ist ein Brief bis 20 Gramm und somit mit 2 Millionen Mark frankiert, der untere mit 2,8 Millionen für einen Brief über 20 bis 100 Gramm.

Interessanterweise wurde für beide Briefe ausschließlich Marken zu 100 Tausend Mark verwendet. Auch sind beide Belege zur gleichen Zeit und vom gleichen Beamten bearbeitet wurden.

Mit freundlichem Sammlergruß

Ulf
 
JoshSGD Am: 19.05.2015 20:13:04 Gelesen: 447196# 4035 @  
Guten Abend,

heute wieder ein etwas bunterer Beleg.

Wir sehen eine Postkarte im Fernverkehr von Wiesbaden nach Hof/Saale. Portorichtig frankiert mit 100.000 Mark, MiF Mi.Nr. 253a, 254b, 280 und 288 I. Die Karte lief am 29.9.23 (PP 18; 20.9. - 30.9.23).

Markenspanne: 1:37,5
Marken-Porto-Spanne: 1:50



Gruß Josh

(Datenbank # 7929)
 
petzlaff Am: 20.05.2015 14:25:11 Gelesen: 446595# 4036 @  
Moin zusammen,

wer kann mir diese herrliche Frankatur (Wertbrief über 2000 Mark - Abfertigung 18.06.1922 Langenhaben b. Hannover bis Ankunft 19.06.1922 Aachen) erklären? Laut den bekannten Tariftabellen fehlt mir jede Erklärung. Vielleicht bin ich ja mit Blindheit geschlagen?



Gruß
Stefan
 
Michael D Am: 20.05.2015 14:42:55 Gelesen: 446577# 4037 @  
@ petzlaff [#4036]

Hallo Stefan,

Briefporto bei einem Gewicht von >20 Gramm (Gewichtsnotierung links 25 1/2) = 3 Mark
Zuschlag Wertbrief bis 2000 Mark = 5 Mark
Gesamtporto = 8 Mark

Quelle: Michel Postgebührenhandbuch

Gruß
Michael
 
muemmel Am: 20.05.2015 15:29:24 Gelesen: 446543# 4038 @  
@ Michael D [#4037]

Moin Michael,

das mit dem Porto von 3 Mark ist vollkommen richtig, aber die zusätzlichen 5 Mark muss man noch ein wenig mehr aufdröseln.

Einschreibgebühr 2 Mark. Hinzu kamen 1,50 Mark Versicherungsgebühr je angefangene 1000 Mark Wert, hier also 3 Mark für 2000 Mark Wert.

Das Gesamtporto betrug also nicht 8 Mark sondern 3 Mark, die restlichen 5 Mark sind Gebühren.

Beste Grüße
Harald
 
muemmel Am: 20.05.2015 15:47:54 Gelesen: 446524# 4039 @  
Moin moin,

aus Wiesbaden habe ich die nachstehende Karte mitgebracht:



Ganzsachen-Postkarte P 110 I vom 18.6.1918 von Zehlendorf nach Berlin. Bei dem klar und sauber abgeschlagenen Stempel konnte ich einfach nicht widerstehen. Da die Karte nicht in mein Beuteschema passt, wird sie demnächst dann kaulis Herz erfreuen.

Schöne Grüße
Harald
 
Magdeburger Am: 20.05.2015 16:24:33 Gelesen: 446496# 4040 @  
Hallöchen Zusammen,

nachfolgende Karte flog heute bei mir ein:



Fernpostkarte von Dessau nach Wangeroode vom 21.07.1920, also PP05, tarifgerecht mit 30 Pfennig frankiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
petzlaff Am: 20.05.2015 18:05:27 Gelesen: 446420# 4041 @  
Leider ist dieser Brief "unphilatelistisch" geöffnet worden - aus meiner Sicht trotz Stockflecken allemal ein Prachtstück in meiner Sammlung.

Portogerechte Auslandsfrankierung vom Oktober 1922:



Gruß
Stefan
 
JoshSGD Am: 20.05.2015 20:02:44 Gelesen: 446363# 4042 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Postkarte von Westhausen nach Kapfenburg, gelaufen am 30.8.23 (PP 16; 24.8. - 31.8.23). Portorichtig frankiert mit 8000 Mark, EF Mi.Nr. 278 X.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7936)
 
petzlaff Am: 21.05.2015 09:38:11 Gelesen: 445986# 4043 @  
Noch ein schöner Wertbrief (3.5.1922 von Berlin nach Hamburg):



Gruß
Stefan
 
Magdeburger Am: 21.05.2015 14:29:44 Gelesen: 445870# 4044 @  
@ petzlaff [#4043]

Hallo Stefan,

der Brief entstammt der Portoperiode 07. Frankiert wurden insgesamt 6 Mark - dies reichte nicht!

Franko 200 Pfennige für den Fernbrief bis 20 Gramm - m.E. steht 29 Gramm als Gewicht und dann hätten es 300 Pfennig sein müssen.

Weitere Gebühren:

Einschreibung war vorgeschrieben -> dafür 200 Pfennig
Gebühr ja angefangene 1000 Mark - 150 Pfennig, mindestens 300 Pfennig - egal wie man es sieht, hier also 300 Pfennig. Insgesamt nur Gebühren 500 Pfennig = 5 Mark

Die Nachgebührberechnung überlasse ich den Profis -> keine Ahnung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
inflamicha Am: 21.05.2015 14:36:13 Gelesen: 445865# 4045 @  
@ Magdeburger [#4044]

Die grüne Marke links nicht vergessen, Ulf. ;-)

Gruß Michael
 

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