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Thema: (?) (1062) Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1063 Beiträge:
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Pete Am: 01.02.2015 10:22:42 Gelesen: 325087# 939 @  
@ DL8AAM [#938]

seit kurzer Zeit (etwa Mitte/Ende Januar 2015?) ist eines bei der CITIPOST Northeim (ex RegioSprint) in Betrieb. Der Präfix ist hier 17...:

Sehr schön. :-)

Hat denn noch niemand die Nummer 14... finden können? ;-)

Leider noch nicht. Zwischenzeitlich stand seitens eines Sammlerkollegen der Verdacht im Raum, dass es sich bei den Großbriefsortieranlagen der Citipost Osnabrück und Citipost Weserbergland in Hameln um Geräte von Compador handeln könne, da diese beiden Sortieranlagen ebenfalls mit einem Matrixcode arbeiten, Beispiel der Anlage in Osnabrück siehe nachfolgend:



Sendungen der Citipost Osnabrück vom Februar 2014, oben mit UPOC "010042" (für CP OS), unten ohne UPOC in Ziffern

Als Querverweis zu einem anderen Thema siehe (1) - dort werden Belege der "Eigenzustellung" von Williams Lea auf Sendungen der Charité in Berlin vorgestellt. Diese Belege würden sicherlich auch gut in dieses Thema passen. Wer weiß mehr zu den beiden vorgestellten Belegen von Williams Lea? :-) Bitte unter (1) antworten.

Gruß
Pete

(1) http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=100546#M367 (Beitrag 368)
 
DL8AAM Am: 03.02.2015 17:52:50 Gelesen: 324050# 940 @  
@ Pete [#939]

der Verdacht im Raum, dass es sich bei den Großbriefsortieranlagen der Citipost Osnabrück und Citipost Weserbergland in Hameln um Geräte von Compador handeln könne, da diese beiden Sortieranlagen ebenfalls mit einem Matrixcode arbeiten, Beispiel der Anlage in Osnabrück ...

... und hier Beispiele der CITIPOST Weserbergland aus Hameln



Links: (Leider nachträglich durchgestrichener) Spray-On der CITIPOST Weserbergland (auf in 2015 wieder- bzw. weiterverwendetem Umschlag) vom 27.11.2013 mit 2D-Matrixcode (Dateninhalt: 1211433828055033) und zusätzlichem linearen Balken-Barcode mit der UPOC-Sendungsnummer (codX-Mandantenkennung 0067 der CITIPOST Weserbergland). Links oben findet sich - gerade noch erkennbar - der 'Rattenfänger von Hameln', sodass man als Absender die Stadt Hameln selbst vermuten könnte. Unter dem Matrixcode Angabe der Kennung "18 0085 0000"

Rechts: Infopostbrief ("Info sortiert") der IHK Hannover, eingeliefert bei der CITIPOST Hannover. Oberer Spray-On der CITIPOST Hannover (codX-Mandantenkennung 0012, Mail Alliance-Kennung "MA 3011") vom 07.11.2013 mit Leithinweis "CPV-04" (= Kennung der CITIPOST Weserbergland innhalb des norddeutschen CITIPOST-Verbundnetzes). Der untere, etwas 'schwärzere', verkürzte Tintenstrahl Spray-On Matrixcode (Zusatztext wieder "18 0085 0000", ausgelesener Dateninhalt "1211433828055033", identisch zu oben?) stammt bereits von der CITIPOST Weserbergland, zuordnungsbar über deren Telefonnummer 05151-962030.

Da möglicherweise beide Belege aus der selben Quelle stammen, könnte es gut sein, dass es sich bei der Angabe "18 0085 0000" nur um einen (identischen) Zustellkode handelt? Die Sendungsnummer wird hier scheinbar nicht in den Matrixcode kodiert, sondern steckt wohl nur im UPOC-Balkenbarcode? Zwei verschiedene Sendungsnummern für eine Sendung innerhalb der selben Post (auf innerstädtischer Sendung), macht für mich eigentlich keinen Sinn. Wobei der (Matrixcodetext-) Präfix 18 vielleicht (falls doch ein Compador-Gerät dahinterstecken sollte) irgendwie in unsere bekannte 10er-Liste der Herkunftsposten passen könnte, aber auch die im Code selbst hinterlegte Kennung mit dem 12er Präfix könnte gut passen? Würde auch eher passen? Aber aber aber ...

Leider habe ich nicht viele Hamelner Belege, um tiefer einsteigen zu können. Hier nur noch zwei Briefeausschnitte, die von Sendungen der CITIPOST Weserbergland stammen, die über den InWiLog Post-Service ("ma 2791") in 27356 Rotenburg (Wümme) abgeleitet wurden:



Absender "IKK Classic" vom 25.09.2014 (Matrixcodeinhalt: "1280107102049011") und "Amtsgericht Hameln" vom 25.09.2014 (Matrixcodeinhalt: "1280107226022012").
Beide mit Leithinweis "0000 00 28-Rote" ("28" kurz für die CITIPOST-Verbundkennung "CPV-28" von InWiLog und "Rote" für deren Sitz in Rotenburg). Interessanterweise tragen beide Umschläge keinerlei weitere Kennungen, Sprays etc. von InWiLog selbst mehr. Aber da diese an einen "Großkundenempfänger" gingen, wurden sie vielleicht vorher bereits ausgesondert?

Je länger ich darüber nachsinne, könnte hier wirklich etwas compadorisches - mit dem Identifikationspräfix 12 (für CITIPOST Weserbergland) - vorliegen? Zumal "Dein" oberer CITIPOST Osnabrück Matrixcode [#939] mit "1121821243195088" dekodiert, einen ebenso schön passenden 11er-Präfix auswirft (den unteren packt leider mein bcTester nicht mehr, wohl zu verwischt).

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 03.02.2015 20:12:52 Gelesen: 323994# 941 @  
@ DL8AAM [#940]

Interessanterweise tragen beide Umschläge keinerlei weitere Kennungen, Sprays etc. von InWiLog selbst mehr. Aber da diese an einen "Großkundenempfänger" gingen, wurden sie vielleicht vorher bereits ausgesondert?

Wenn ich mich recht entsinne, frankiert InWiLog bei Bedarf rückseitig mit einer senkrecht verlaufenden Zählnummer.

Je länger ich darüber nachsinne, könnte hier wirklich etwas compadorisches - mit dem Identifikationspräfix 12 (für CITIPOST Weserbergland) - vorliegen? Zumal "Dein" oberer CITIPOST Osnabrück Matrixcode [#939] mit "1121821243195088" dekodiert, einen ebenso schön passenden 11er-Präfix auswirft (den unteren packt leider mein bcTester nicht mehr, wohl zu verwischt).

Ich schaue am Wochenende nach weiteren Belegen der Citipost Osnabrück. Belege, frankiert durch dieses Briefsortiermaschinenmodell sind zwar bei mir auch keine Massenware, allerdings auch nicht so selten.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 03.02.2015 21:02:06 Gelesen: 323967# 942 @  
@ Pete [#941]

Wenn ich mich recht entsinne, frankiert InWiLog bei Bedarf rückseitig mit einer senkrecht verlaufenden Zählnummer.

Wenn wir schon näher auf InWiLog Post-Service aus 27356 Rotenburg (Wümme) eingehen, dann hätte ich wohl so einen zur Illustration. Ich hoffe das ist wirklich so eine "senkrecht verlaufenden Zählnummer" von InWiLog:



Auf der Vorderseite ist absolut nichts zu sehen (nur ein leeres Fenster). Sendung der CITIPOST Celle (UPOC/codX 0072), Label vom 13.09.2014 mit Leithinweis "28 Rotenburg" zur InWiLog. Oben rechts auf der Lasche eine senkrechtstehende, 6-stellige Zählnummer der InWiLog.

Ansonsten tragen alle weiteren über die InWiLog zugestellten Sendungen, die mir bisher vorliegen (siehe auch [#940]), keinerlei weiteren eigenen InWiLog-Kennzeichnungen. Außer den Frankaturen der abgebenden Postdienstleister befindet sich auf diesen Sendungen sonst absolut nicht mehr (das ist für das deutsche Privatpostnetz in dieser Form doch recht ungewöhnlich, zumindest für mich):



Oben: Sendung der Stadt Hannover "Region Hannover" vom 25.09.2014, eingeliefert über die CITIPOST Hannover (UPOC/codX "0012", "MA 3011") mit Leithinweis " CPV-28" (=InWiLog) ; rückseitig orangerote Kodierung der CITIPOST Hannover.

Unten: Sendung eines unbekannten Absenders vom 26.09.2014, eingeliefert über die CITIPOST OWL (Ostwestfalen-Lippe) aus Bielefeld (UPOC/codX "0106", "MA 3781") mit Leithinweis "CPV 28 / ma 2791" (=InWiLog); rückseitig orangerote Kodierung der CITIPOST OWL.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 04.02.2015 17:34:59 Gelesen: 323253# 943 @  
@ DL8AAM [#938]

seit kurzer Zeit (etwa Mitte/Ende Januar 2015?) ist eines bei der CITIPOST Northeim (ex RegioSprint) in Betrieb. Der Präfix ist hier 17...:

... und erstmals seit heute im Posteingang: Der Compador- Präfix 18 von der CITIPOST Göttingen ;-)



Standardbrief der IHK Hannover, eingeliefert über die CITIPOST Hannover (UPOC/codX "0012", "MA 3011"), Spray-On vom 02.02.2015 (Balkencode) mit Leithinweis "CPV-02" auf die CITIPOST Göttingen - sowie neuer Matrixcode-Spray der CITIPOST Göttingen (Compadorpräfix "18"; Dateninhalt "180001017624222533704102") vom 03.02.2015. Interessanterweise wurden bei sämtlichen 'von außen' kommenden Sendungen der neue Spray kopfüber unten rechts, gegenüber dem Spray der 'erstbehandelnden' Post, angebracht. Man will sich dabei wohl das bisher übliche (kostenintensive) Überlabeln der fremden Vermerke sparen. Auch das wäre ein großer und wirklich entscheidener Pluspunkt für uns Philatelisten: Wir bekommen so endlich mal 'externe' Briefmarken sowie Spray- bzw. Label-Frankaturen (ganz ohne Durchleuchtung mit einer starken Taschenlampe) zu Gesicht ;-)

Bei "6173-T" handelt es sich um den Zustellkode ("61" die Tour bzw. der Bezirk, "73" für die Postleitzahl 37073). "TP" (und wohl auch "-T" hinter dem Zustellkode) steht für Tagespost. Und hier wieder die - von den Matrixcode-Sprays von Compador bekannte - unbekannte C-Kennung ("C18"), ggf. C für Compador?

"5.1/--2/2" ist ebenfalls noch unbekannt. Wobei mir (beide an den identischen Adressaten gerichtet) zwei verschiedene Kürzel vorliegen. Hier wird sich wohl nur etwas über eine zukünftige Massenbeobachtung sagen lassen, falls denn keiner einen Informanten bei der CITIPOST einschleusen kann... ;-)



"C18" und "5.1/--2/2" (siehe oben, alle weiteren Beispiele auch mit Stempeldatum 03.02.2015) sowie "C22" & "3.2--3/2" (vom 02.02.2015; Dateninhalt "180000807282222533704106").

Summary: Bis einschließlich gestern fanden nur die altbekannten Thermodruck-Labels im Briefkasten, heute tauchen nun erstmals (und nur noch) diese Tintenstrahl Spray-Ons auf Sendungen der CITIPOST Göttingen auf. Vom optischen Layout entsprechen sie 1:1 denen der CITIPOST Northeim (Präfix 17) [#938], mit Ausnahme des in Göttingen fehlenden leeren Rechteckrahmens. Ein direkter Verweis auf Göttingen findet sich, wie auch in Northeim bereits zu beobachten, nicht mehr in den aktuellen Formen. Keine Ortsangabe, keine Nennung einer Telefonnummer etc., unterscheiden lassen sie beiden aktuell nur noch an Hand der Präfixe der jeweiligen Sendungsnummern (17: Northeim; 18: Göttingen).

Mal schauen, ob sich im Betrieb noch etwas am Layout tut?

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 07.02.2015 12:10:44 Gelesen: 321125# 944 @  
@ DL8AAM [#940]

Je länger ich darüber nachsinne, könnte hier wirklich etwas compadorisches - mit dem Identifikationspräfix 12 (für CITIPOST Weserbergland) - vorliegen? Zumal "Dein" oberer CITIPOST Osnabrück Matrixcode [#939] mit "1121821243195088" dekodiert, einen ebenso schön passenden 11er-Präfix auswirft (den unteren packt leider mein bcTester nicht mehr, wohl zu verwischt).

Nachfolgend einige Belege aus meiner Sammlung einschließlich vorliegender Frühverwendungsdaten (Osnabrück von Juli 2012 und Hameln von Juni 2012):



Sendung der Citipost Osnabrück vom 24.07.2012 in das Gebiet des Zustellpartners Brief und Mehr (Münster)



Ortssendungen der Citipost Osnabrück von Oktober 2012



Sendungen der Citipost Weserbergland aus Hameln von 20.06.2012 bzw. ca. 21.06.2012 in das Gebiet der Zustellpartner Brief und Mehr (Münster) bzw. TNT Post in Neuss



Die Briefsortieranlage in Hameln wird generell (?) auch zur Entwertung vorfrankierter Sendungen (Bsp. vom 15.07.2013) genutzt



Technisch ist bei der Hamelner Anlage auch die Verwendung von Werbeeinsätzen möglich (links Stadtverwaltung Hameln, rechts paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH), zwei Beispiele aus dem ersten Quartal 2014

Gruß
Pete
 
Genosis Am: 03.03.2015 18:24:32 Gelesen: 309917# 945 @  
Ich habe Interesse an "Brief und mehr" aus Münster. Es ist ein Teil der modernen Geschichte der Stadt. Gibt es hier jemand, der einen Katalog erstellt oder einen erstellen will ? Ich habe einige Stempel von "Brief und mehr" und würde gerne hier zuarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Mike
 
Tuffi Am: 04.03.2015 10:27:59 Gelesen: 309662# 946 @  
@ Genosis [#945]

Hallo Mike,

als Beute-Münsteraner beschäftigt mich die Postgeschichte dieser Stadt seit langem. Nachdem ich die Vereinssammlung für die Abgabe an das Stadtmuseum vorbereitet hatte, liegt mein Augenmerk zur Zeit auf dem Geschehen bei der "roten" und "blauen" Post in Münster. Dabei versuche ich, "am Ball zu bleiben". Tenor: Was heute geschieht ist morgen Geschichte.

Mein Hauptaugenmerk liegt zur Zeit auf den Briefen von "Brief und mehr" die sie unfrankiert an die In Haus Post in Essen zur Kosolidierung abgibt. Die Erstellung eines Katalogs habe ich natürlich im Hinterkopf, liegt aber zur Zeit wegen anderer "Baustellen" auf "Halde". Da ich 77 Jahre alt bin, könnte es passieren, daß ich vor Erstellung dieses Kataloges "abberufen" werde.

Für einen Gedankenaustauch bin ich jederzeit bereit.

Viele Grüße
Walter
 
EdgarR Am: 04.03.2015 11:53:21 Gelesen: 309625# 947 @  
@ DL8AAM [#912]
@ pete [#914]

Buntes Papier auch von der postcon GmbH - zugestellt ebenfalls von der Frau BriefLogistik Oberfranken.



Besagte PostCon - jetzt bekanntlich "postcon" - hat sich ein schickes neues Logodings zugelegt.

Mit privatpöstlichen Grüßen
EdgarR
 
EdgarR Am: 20.03.2015 21:45:29 Gelesen: 303721# 948 @  
@ EdgarR [#915]

Und dieser Tage kam eine Sendung, die die "letternet iq" wie eine ganz richtige 'pöstliche' Privatpost agieren ließ - und nicht wie ein Prospekte-Drucker und -Großverteiler.

Der Umschlag in Größe DIN C4 passt nicht auf den Scanner, daher nur 2 Ausschnitte.

1) Adressfeld und Label der letternet iq



Sieht aus wie jede beliebige PP-Sendung mit einem Label, nicht wahr?

2) und dann das Label der zustellenden PP, hier MainPost für deren Tochter BriefLogistik Oberfranken



Nach dem Motto "If it looks like a duck, swims like a duck and quacks like a duck - then it probably is a duck"

kann man wohl vermuten: "Wenn sie Briefumschläge labeln wie eine x-beliebige PP - dann sind sie wohl eine PP".

Private Grüße
EdgarR
 
DL8AAM Am: 23.03.2015 21:44:51 Gelesen: 302675# 949 @  
@ Pete [#944]

Nur zur Ergänzung, hier eine aktuelle Weiterleitung der CITIPOST Osnabrück über postcon an die DPAG:



Sendung des Absenders "Neue Osnabrücker Zeitung" über die CITIPOST Osnabrück nach 37073 Göttingen. Verkürzter Erfassungsspray (ohne Barcodes) der CITIPOST Osnabrück (UPOC/codX " 0042") vom 19.03.2015, mit Leitverweis "DPAG". Weitergabe über postcon, Frankatur per FRANKIT-Gerät 1D10001058 mit Kundenklischee "Service-Center" und Zusatz "CP OS" zur Identifikation des einliefernden postcon-Kunden; 20.03.2015. Anschließend Ableitung an die DPAG über postcon Konsolidierung (K4031).



Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 30.03.2015 18:39:59 Gelesen: 300471# 950 @  
@ Pete [#167]

P 98/0648 -> 37073 Göttingen -> In-Post GmbH i.G. -> Internetseite unbekannt (2005 BNA-Meldung, Unternehmen nicht mehr tätig)

" In-Post GmbH" (bzw. "In"-Post GmbH oder auch "in"-Post), 37073 Göttingen

Heute habe ich einen, bei einer Entrümpelung aufgetauchten, Brief dieses ehemaligen, örtlichen Privatpostdienstleisters abgreifen können. Der absolut einzige seiner Art bisher.



Brief des Malermeisters Victor Stahl aus 37434 Rüdershausen nach 37073 Göttingen, mit rotem Handstempel der In-Post vom 28.06.2000. Diese Post ist sogar "alteingesessenen" Göttingern nicht (mehr) bekannt, auch finde ich keinerlei Verweis in Rosolskis Handbuch "Sammlung Privater Postdienst" dazu, d.h. wir haben hier sehr wahrscheinlich wohl einen echten "Kurzläufer" vor uns?



"In"-Post Göttingen: Meine Internetrecherchen ergaben, bis auf alte "Branchenbucheinträge" absolut nichts. Lediglich der Firmensitz (Lange Geismarstrasse 62, 37073 Göttingen), die Handelregistereintragsnummer ("HRB 3223 Göttingen" [1] bzw. "74IN5601 Göttingen" [2], letzteres sieht mir sehr aus, wie ein Aktenzeichen [74 IN 56/01] eines Insolvenzverfahrens aus 2001) und der Name des "Verantwortlichen" (Manfred Linz) sind dort gelistet. Aber auch zu den diesen findet sich in Göttingen nichts sinnvolles mehr.

Gruß
Thomas

[1]: http://firma-24.de/manfred-lins-in-post-gmbh-lange-geismarstra%C3%9Fe-g%C3%B6ttingen und https://compaly.com/de/unternehmen/in-post-gmbh-gottingen-de
[2]: http://www.genios.de/firmen/firma/IN/in-post-gmbh.html
 
EdgarR Am: 01.04.2015 19:00:57 Gelesen: 299853# 951 @  
CITYMAIL Oberbayern

Nachdem dieser Themenstrang ein ausuferndes Informationsgrab geworden ist bin ich mir nicht sicher, ob die hier schon mal vorgestellt wurden:

http://www.city-mail.info/pages/leistungen.php

Scheinen nicht an Privatkunden interessiert zu sein, nur an Kunden mit großem Aufkommen.

Sind auch sehr leicht zu übersehen, weil sie nur WINZIG KLEIN und rückseitig sich verewigen:



Der Stempel misst gerade mal 5 mm x 25,5 mm. Er verschwindet geradezu auf der Briefrückseite C6 lang:



Private Grüße
EdgarR
 
Sachsendreier53 Am: 02.04.2015 11:50:01 Gelesen: 299620# 952 @  
Drei verschiedene Kuverts, Stempel des privaten Briefdienstes aus Ostsachsen, postMODERN, Marke der MEDIA Logistik GmbH, aus 01129 Dresden, Meinholdstraße.

Alle Briefe gingen nach 04758 Oschatz.



15.07.2013



26.03.2015



30.03.2015, INFOPOST Z

mit Sammlergruß,
Claus
 
Pete Am: 05.04.2015 16:38:38 Gelesen: 298613# 953 @  
@ DL8AAM [#943] und @ all:

Nachfolgend eine Übersicht der bisher bekannten Compador-Briefsortieranlagen, welche sich bei Postmitbewerbern im Einsatz befinden bzw. befanden:

Präfix -> Briefdienstleister

11 - Citipost Osnabrück (Zuordnung derzeit noch unter Vorbehalt)
12 - Citipost Weserbergland aus Hameln (Zuordnung derzeit noch unter Vorbehalt)
13 - Mazmail Potsdam
14 - Neue Presse Briefdienst aus Passau
15 - Nordbrief aus Kiel
16 - Südwest Mail aus Ulm
17 - Citipost Northeim
18 - Citipost Göttingen

Beispiele siehe in den Beiträgen [#635]; [#651]; [#799]; [#907]; [#938] bis [#941]; [#943] bis [#944]. In der o.g. Liste war bisher der Präfix 14 noch nicht belegt. Auf dem Jahrestreffen der Forschungsgemeinschaft Post und Absenderfreistempel e.V. in Hosenfeld lief mir am vergangenen Wochenende ein abbildungsfähiges Exemplar des Präfix 14 (Neue Presse Briefdienst aus Passau) über den Weg. Es macht sich bei der Menge Papier auf diesem Treffen einfacher, wenn man weiß, wonach man suchen muss und nach zwei Tagen Suche war es soweit. :-)



Auf dem nachfolgenden Beleg sieht man wunderbar die beiden verschiedenen Matrixgrößen einer Compdador-Anlage. Der linke Matrixcode entspricht den hier vorgestellten Belegen mit den Präfix 13 bis 18 und der rechte Matrixcode jenen mit dem Präfix 11 und 12. Zufall?



Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 22.04.2015 21:03:28 Gelesen: 292662# 954 @  
@ DL8AAM [#943]

Als kleines Update: Die CITIPOST Göttingen (ex Wilhelm-Lambrecht-Straße 3, 37079 Göttingen; exex Dransfelder Str. 1 37079 Göttingen) ist seit Februar 2015 wieder zum alten Standort in der Dransfelder Straße zurückgekehrt, d.h. man ist auch physisch wieder unter das Dach des Mutterhauses (Druckhaus Göttingen/Göttinger Tageblatt der Madsack Verlagsgruppe) geschlüpft.

Das alte Verteilzentrum in Wilhelm-Lambrecht-Straße wurde aufgegeben, parallel zur Inbetriebnahme der neuen Compador Apache One-Anlage, die am (neuen) Standort der (neuen) CITIPOST Northeim im Sollingtor 27, 37154 Northeim (ex Dörtalsweg 2, 37154 Northeim; ex "Regiosprint") aufgebaut wurde.



Alter Standort (Anfang 2009 bis Anfang 2015) der CITIPOST Göttingen in der Wilhelm-Lambrecht-Straße 3, 37079 Göttingen; Foto vom 27.03.2009.

In Göttingen ist inzwischen nur noch ein etwas größeres Büro der CITIPOST Göttingen aktiv. Das erklärt auch das etwa zeitgleiche Auftreten der neuen Compador-Sprays der CITIPOST Northeim (Sendungsnummern-Präfix 17) und CITIPOST Göttingen (Präfix 18) [im Januar bzw. Anfang Februar 2015] sowie auch das Northeimer Einschreibelabel auf einer Göttinger Sendung von Anfang Februar 2015, siehe [1] - und der (zumindest zeitweise genutze) Leithinweis der CITIPOST Hannover "KOOP-04 - Northeim" für Empfänger im Bereich der CITIPOST Göttingen, hier ebenfalls von Anfang Februar:



Sendung des Absenders "Richard Boorberg Verlag" aus 70551 Stuttgart. Ursprünglich eingeliefert über den Privatpostdienstleister " optiBrief", siehe [#761][#775][#779][#834], Leithinweis "15092P optiBrief > 101114 - 1" (101114 steht hier sehr sehr wahrscheinlich für die CITIPOST Göttingen), geleitet über die CITIPOST Hannover (ma3011, UPOC/codX 0012) - Label vom 10.02.2015; an die CITIPOST Göttingen (Compador:18), 13.02.2015.

Gruß
Thomas

[1]: http://www.philaseiten.de/beitrag/103164
 
DL8AAM Am: 23.04.2015 18:11:27 Gelesen: 292285# 955 @  
@ DL8AAM [#954]

Und nur kurz am Rande. Die neue Compador-Anlage (der CITIPOST Göttingen) kann neben dem Umschlagbesprühen auch weiterhin Labeldrucken. ;-)



Label der CITIPOST Göttingen (Compador-Präfix 18) vom 05.02.2015; auf einer Sendung aus den Niederlanden, mit veraltetem Entgeltbezahlt-Eindruck der (ehemaligen) TNT Post (nun PostNL); weitergeleitet nach Deutschland über die deutsche PostNL-Tochter "postcon", siehe deren Spray-On mit dem Leithinweis 049/377-2 (= Deutschland/CITIPOST Göttingen) S6 61 (veralteter, "vor-Compador-Anlagen" Zustellcode des Empfängers in 37073 Göttingen. Der neue, aktuelle Zustellcode ist 6173, d.h. "Runde 61 in 37073").

Bei dem Absender handelt es sich um den amerikanischen Medienkonzern Thomson Reuters (ein Zusammenschluss der Thomson Corporation und der Nachrichtenagentur Reuters), hier deren Gliederung "Thomson CompuMark" für Marken- und Urheberschutzdienstleistungen, die auf dem Umschlag unter einer typischen Remailing-Postfachdeckadresse, dem "Postbus 7028" ( P.O. Box 7028) [1], der Spring/TNT/PostNL in 3109AA Schiedam ( nur für "Rücksendezwecke") auftritt. Die Sendung selbst stammt wahrscheinlich direkt aus den USA (oder etwas weniger wahrscheinlich von deren Europasitz im belgischen Antwerpen), d.h. es liegt in jedem Fall ein internationales Remailing vor, dass vom Remailingdienstleister "Spring" (=TNT/PostNL) über deren deutsche Privatposttochter "postcon" in das deutsche Privatpostnetzwerk abgeleitet wurde.

Gruß
Thomas

[1]: http://www.philaseiten.de/beitrag/91390
 
DL8AAM Am: 04.05.2015 21:30:46 Gelesen: 286147# 956 @  
@ Pete [#944], DL8AAM [#949]

Nur nochmals nur zur Ergänzung, hier eine weitere aktuelle Weiterleitung der CITIPOST Osnabrück an die DPAG



Gerät 1D1500054E (Betreiber CITIPOST Osnabrück oder ein externer, 'frankierender Dienstleister'?) vom 06.03.2015, mit verkürztem, schwarzen Spray-On der CITIPOST Osnabruck (=UPOC/codX 0042) mit nur Barcode und Sendungsnummer. Die senkrechte "Startlinie" (?) des Tintenstrahlaufdrucks befindet sich im Matrixcode des FRANKIT. Ist diese Linie eigentlich typisch für Sprays von Compador-Geräte? Ein (sicheres?) Identifikationsmerkmal? Zumindest fielen/fallen sie mir in dieser Form bisher nur von diesen auf. Pete?

Beste Grüße und einen noch einen restlichen Happy Star Wars Day. ;-)
Thomas
 
Pete Am: 05.05.2015 21:57:56 Gelesen: 285286# 957 @  
@ DL8AAM [#956]

Die senkrechte "Startlinie" (?) des Tintenstrahlaufdrucks befindet sich im Matrixcode des FRANKIT. Ist diese Linie eigentlich typisch für Sprays von Compador-Geräte? Ein (sicheres?) Identifikationsmerkmal? Zumindest fielen/fallen sie mir in dieser Form bisher nur von diesen auf. Pete?

Bisher ist mir die senkrechte Linie im Matrixcode noch nicht aufgefallen. Die Neueingänge der letzten Wochen harren hier noch der Bearbeitung. Mir sagt die Frankit-Gerätenummer 1D1500054E derzeit auch noch nichts.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 16.05.2015 19:03:29 Gelesen: 280076# 958 @  
Das nachfolgende Beispiel von TNT Post aus Neuss trägt kurioserweise zwei Prelabel:



C6-Sendung vom 24.01.2013 aus dem Einzugsgebiet von TNT Post in Neuss (413) adressiert an einen Empfänger im Einzugsgebiet des Briefzentrums von TNT Post in Bochum (451)

Wenn man annimmt, dass es sich bei der letzten Ziffern im UPOC des Prelabel um eine Prüfziffer handelt (hier "4" und "7"), so wären demnach die Prelabel fortlaufend innerhalb eines vorab definierten Nummernkreises durchnummeriert.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 30.05.2015 16:10:46 Gelesen: 272776# 959 @  
In der Mandantenliste des Softwareherstellers CodX [1] wird unter dem UPOC (Mandant) 0008 das Unternehmen First Mail GmbH aus 40231 Düsseldorf gelistet. Wer in den letzten Jahren von First Mail frankierte Belege gesehen hat, wird meinen, dass First Mail nie mit CodX gearbeitet hätte sondern ausschließlich maschinell frankiert und per Hand die Sendungen absortiert hätte. Üblicherweise tauchen auf FM-Belegen auch keine UPOC/Strichcodes auf, beginnend mit 010008... . Das Unternehmen First Mail bestand von 2000 bis Ende 2011; in meiner Sammlung ist FM ab dem Monat September 2000 belegt. Für die Monate August bis Oktober 2002 lässt sich der sehr kurze Einsatz von CodX bei First Mail nachweisen. Hierbei handelt es sich um Aufkleber aus der manuellen Sendungserfassung. Es war sogar die Verwendung von Werbeeinsätzen (hier die Stadtsparkasse Düsseldorf) vorgesehen:



Gruß
Pete

[1] http://www.codx.ch/cms/Portals/13/PDF/CodX%20PostOffice%20Mandanten.pdf
 
DL8AAM Am: 04.06.2015 17:22:27 Gelesen: 269479# 960 @  
@ @ DL8AAM [#699][#667][#889][#921]

Wie es aussieht, hat sich bei dem Privatpostdienstleister GMD - German Mail Discount etwas getan?

Deren (ehemalige?) Webseite [1] ist weiterhin nicht erreichbar "You don't have permission to access /CMS on this server.". Er finden sich aber weiterhin Sendungen, die über GMD geleitet werden, im täglichen Privatposteingang. Geändert hat sich aber zumindest der Firmensitz, denn Handelsregister-online [2] meldet hierzu " Die Gesellschafterversammlung vom 09.12.2014 hat ... die Sitzverlegung von Geesthacht (bisher Amtsgericht Lübeck HRB 10527 HL) nach Valluhn beschlossen" (nun Amtsgericht Schwerin HRB 12051, Eintragung zum 16.01.2015, Geschäftsführer Bernd Baginski, Hamburg und Gordon Joswig, Hamburg). Die neue Geschäftsanschrift lautet aktuell nun Rote Straße 2, 19246 Valluhn (ex Verschwisterungsring 49, 21502 Geesthacht). Siehe auch [3].

Hier ein aktuelles Beispiel



Infopost-ähnliche Sendung des Absenders "Ratioform Verpackungen GmbH" aus 85652 Pliening, nach 37120 Bovenden-Harste (Kreis Göttingen). Zustellung über die CITIPOST Göttingen (Tour "12T2410"), siehe deren - in dieser Form ungewöhnlich verkürzter - Spray: Ohne CITIPOST-Nennung und ohne texliche Angabe der Sendungsnummer (wäre mit Compadore-Präfix 18); vom 14.04.2015. GMD-Kennung mit Leithinweis auf die vor Ort zustellende Privatpost "GMD/21228-0031211/CP Göttingen/Info".

Gruß
Thomas

[1]: http://www.germanmaildiscount.de
[2]: http://handelsregister-online.net/neueintragung.cfm?cn=4059727
[3]: http://www.unternehmen24.info/Firmeninformationen/DE/4059727 http://www.online-handelsregister.de/handelsregisterauszug/mv/Schwerin/G/GMD+German+Mail-Discount+GmbH/1540836
 
Pete Am: 11.06.2015 19:03:40 Gelesen: 265715# 961 @  
Nachfolgend ein Sachverhalt, welcher mir bis vor kurzem unbekannt war und durch den Fund entsprechender Belege in Kombination mit der eigenen Sammlung deutlich wurde. Bei der Durchsicht eines Nachlasses Absenderfreistempel, hier konkret einer nach Maschinennummer sortierten Sammlung des Herstellers Hasler (2003 von Neopost übernommen), kamen zwei Belege auf, bei denen die Gerätenummer bereits bekannt war, allerdings nicht aus dem jeweils bekannten Ort. Doch der Reihe nach...

Es ist üblich, dass Postmitbewerber Frankiergeräte verschiedener in Deutschland zugelassener Hersteller nutzen. Diese gelangen in den Besitz des Postmitbewerbers durch Kauf eines neuen Gerätes (bzw. alternativ Leasing vom Hersteller bzw. mit dem Vertrieb beauftragten Unternehmen) bzw. durch Firmenübernahmen, -zusammenlegungen oder Umfirmierungen. Im ersten Fall allerdings stand das Gerät mit der Kennung C049179 bei dem Absender RWTÜV GmbH in 45127 Essen (http://www.rwtuev.de/ ), welcher das Gerät zur Frankierung der eigenen Tagespost nutzte:



Sendung der RWTÜV GmbH vom 13.01.2005

Das Gerät C049179 kann bisher für die Jahre 2004 und 2005 mit einer Zulassung in Essen nachgewiesen werden. Anscheinend wurde das Gerät gebraucht verkauft. Ob hier eine Rücknahme des Gerätes seitens des Herstellers (als Anzahlung für ein neues Modell, vermutlich ein Frankit mit der Kennung 1D... des Herstellers Neopost) oder ein Verkauf an den Fachhandel erfolgte, ist nicht bekannt. Im darauf folgenden Jahr 2006 tauchte das Gerät C049179 im ca. 250 km entfernten Frankfurt am Main auf und zwar zur Frankierung der zum Versand über die Deutsche Post AG bestimmten Sendungen, welche der Postmitbewerber TNT Post (Briefzentrum Frankfurt/Main) an die DPAG gab. Aufgrund der Entfernung ist auszuschließen, dass die RWTÜV GmbH die Tagespost von TNT Post in Frankfurt/Main abholen ließ (die Essener Niederlassung von TNT Post lag 2006 deutlich näher an der RWTÜV GmbH) und das Frankiergerät daher als nicht mehr benötigtes Modell bei TNT Post in Frankfurt landete:



Sendung von TNT Post, NL 60327 Frankfurt/Main vom 16.01.2006

Aktuell kann dieses Gerät vom 16.01.2006 bis 05.03.2008 in Frankfurt am Main nachgewiesen werden. Im Anschluss erfolgte allerdings keine Verschrottung der Hasler Mailmaster sondern eine weitere Nutzung in der Frechener Niederlassung von TNT Post:



Sendung von TNT Post, NL 50226 Frechen (bei Köln) vom 19.12.2008

In der eigenen Sammlung ist die Verwendung von C049179 vom 19.12.2008 bis 24.04.2009 belegt. Danach verliert sich jede Spur dieses Frankiergerätes. Eventuell erfolgte eine Verschrottung der Hasler.

In dem zweiten vor kurzem aufgefundenen Fall wurde m.E. das Frankiergerät mit der Kennung C046394, zugelassen in 45365 Essen, von der AOK Westfalen-Lippe, Regionaldirektion Recklinghausen, Bottrop und Gelsenkirchen (Postleitbereiche 45 und 46) zur Frankierung der Tagespost genutzt. Bei der PLZ 45365 handelt es sich scheinbar um die Großkundenpostleitzahl der Deutschen Post AG in Essen (Briefzentrum 45) selbst:



Sendung der AOK vom 26.10.2001

Es handelt sich hierbei um einen eher unscheinbaren Absenderfreistempel. Allerdings verrät die Gerätenummer C046394, dass dieses Gerät später vom Postmitbewerber Westdeutscher Post Service GmbH (WPS) im eigenen Briefzentrum in 45657 Recklinghausen (!) zur Frankierung der Tagespost für den Versand über die DPAG verwendet wurde. Leider fehlt mir ein Nachweis dieser Verwendung in der eigenen Sammlung, allerdings ist ein solcher Absenderfreistempel mit einem typischen Werbeeinsatz von WPS im Buch von Bernd Rosolski "Sammlung privater Postdienst" (Stand 15.03.2008) abgebildet. Es ist z.Z. unklar, ob die eingangs genannte Regionaldirektion der AOK Westfalen-Lippe bedingt durch eine Aufgabe eigener Frankieranlagen das Frankiergerät an WPS übergab und WPS mit der zukünftigen Durchführung von Briefdienstleistungen beauftragte.

Fazit: es lohnt sich durchaus, Sammlungen von Belegen, sortiert nach Maschinennummer, lediglich nach den Gerätenummern durchzusehen und die restlichen Bestandteile wie Postleitzahl und Zulassungsort vorerst zu ignorieren. :-)

Gruß
Pete
 
Pete Am: 12.06.2015 18:47:01 Gelesen: 265325# 962 @  
@ Pete [#961]

Das Gerät C049179 kann bisher für die Jahre 2004 und 2005 mit einer Zulassung in Essen nachgewiesen werden. Anscheinend wurde das Gerät gebraucht verkauft. Ob hier eine Rücknahme des Gerätes seitens des Herstellers (als Anzahlung für ein neues Modell, vermutlich ein Frankit mit der Kennung 1D... des Herstellers Neopost) oder ein Verkauf an den Fachhandel erfolgte, ist nicht bekannt.

Der Gedanke, dass das bisherige Frankiergerät C049179 von Hasler durch ein Frankiergerät des Herstellers Neopost ersetzt wurde, scheint sich zu erhärten. Im o.g. Nachlass, Rubrik (= Kartons) für die Heimatsammlung vorbereitete Freistempler, fand sich heute ein entsprechender Beleg, welcher auf ein neues Modell von Neopost hindeutet; Neopost hatte 2003 den Hersteller Hasler übernommen. Es handelt sich bei dem neuen Absenderfreistempel, wie im vorherigen Beitrag spekuliert, um ein Frankit:



Sendung der RWTÜV GmbH vom 01.02.2007 bzw. TÜB NORD vom 06.02.2007, Kennung 1D050001DD

Durch diese Belege scheint es als Indiz möglich, dass der Hersteller Neopost bzw. der Vertrieb das bisherige Frankiergerät C049179 zurückgenommen und als gebrauchtes Modell an einen anderen Absender (hier TNT Post, Briefzentrum Frankfurt/Main) verkauft hat. Postseitig musste dieses Frankiergerät entsprechend umgemeldet, d.h. in Essen abgemeldet und in Frankfurt/Main angemeldet werden.

Der Absender des Beleges vom 01.02.2007 sitzt im gleichen Gebäude wie die RWTÜV GmbH und sind miteinander verbandelt, so dass der Gebrauch eines Frankiergerätes für beide Unternehmen nachvollziehbar ist.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 13.06.2015 16:26:21 Gelesen: 265117# 963 @  
Bei dem in Beitrag [#961] erwähnten Abgleich bestimmter Gerätenummern des Herstellers Hasler ergab sich noch ein dritter Treffer in dem vorliegenden Absenderfreistempelnachlass. Aller guten Dinge sind halt drei. :-)

Das Frankiergerät mit der Kennung C016507 wurde vor der Nutzung durch einen Postmitbewerber von einem Absender aus 48527 Nordhorn eingesetzt und lässt sich für den Zeitraum vom 01.10.2001 bis 01.10.2003 in Nordhorn belegen:



Sendung vom 01.10.2003 aus 48527 Nordhorn

Laut Google bzw. dadurch auffindbaren Einträgen (1) "verbirgt" sich hinter dem Postfach 1326 aus 48503 Nordhorn eine Rechtsanwaltskanzlei in 48527 Nordhorn.

Für den Zeitraum vom 22.03.2006 bis 13.10.2007 lässt sich das Frankiergerät C016507 anhand vorliegender Belege aus der Sammlung im Briefzentrum Wuppertal von TNT Post nachweisen:



Sendung von TNT Post, NL 42275 Wuppertal vom 13.10.2007

Die Betriebstätigkeit der Wuppertaler Niederlassung von TNT Post kann ich anhand der eigenen Sammlung für den Zeitraum September 2005 bis zum 12.03.2008 belegen. Etwa im März 2008 wurde die Wuppertaler Niederlassung geschlossen und die Bearbeitung der Tagespost in die Niederlassung Essen (ggf. zusätzlich auch Frechen) verlegt. Ich schließe nicht aus, dass das Frankiergerät C016507 bereits im September 2005 in Wuppertal gestanden hat. Wer weiß näheres?

TNT Post hat bis ca. 2005 mehrere bestehende Briefdienste in NRW übernommen (Bsp. Rheinkurier -> TNT Post Frechen, CBS -> TNT Post Viersen/Mönchengladbach, Blitzlogistik -> TNT Post Moers). Für die Niederlassung Wuppertal ist mir kein Vorgänger bekannt. Weiß jemand mehr?

Gruß
Pete

(1) http://peoplecheck.de/s/andreas+genze und http://eilts-kollegen.de/
 

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