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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5159 Beiträge:
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JoshSGD Am: 19.05.2015 20:13:04 Gelesen: 393403# 4035 @  
Guten Abend,

heute wieder ein etwas bunterer Beleg.

Wir sehen eine Postkarte im Fernverkehr von Wiesbaden nach Hof/Saale. Portorichtig frankiert mit 100.000 Mark, MiF Mi.Nr. 253a, 254b, 280 und 288 I. Die Karte lief am 29.9.23 (PP 18; 20.9. - 30.9.23).

Markenspanne: 1:37,5
Marken-Porto-Spanne: 1:50



Gruß Josh

(Datenbank # 7929)
 
petzlaff Am: 20.05.2015 14:25:11 Gelesen: 392802# 4036 @  
Moin zusammen,

wer kann mir diese herrliche Frankatur (Wertbrief über 2000 Mark - Abfertigung 18.06.1922 Langenhaben b. Hannover bis Ankunft 19.06.1922 Aachen) erklären? Laut den bekannten Tariftabellen fehlt mir jede Erklärung. Vielleicht bin ich ja mit Blindheit geschlagen?



Gruß
Stefan
 
Michael D Am: 20.05.2015 14:42:55 Gelesen: 392784# 4037 @  
@ petzlaff [#4036]

Hallo Stefan,

Briefporto bei einem Gewicht von >20 Gramm (Gewichtsnotierung links 25 1/2) = 3 Mark
Zuschlag Wertbrief bis 2000 Mark = 5 Mark
Gesamtporto = 8 Mark

Quelle: Michel Postgebührenhandbuch

Gruß
Michael
 
muemmel Am: 20.05.2015 15:29:24 Gelesen: 392750# 4038 @  
@ Michael D [#4037]

Moin Michael,

das mit dem Porto von 3 Mark ist vollkommen richtig, aber die zusätzlichen 5 Mark muss man noch ein wenig mehr aufdröseln.

Einschreibgebühr 2 Mark. Hinzu kamen 1,50 Mark Versicherungsgebühr je angefangene 1000 Mark Wert, hier also 3 Mark für 2000 Mark Wert.

Das Gesamtporto betrug also nicht 8 Mark sondern 3 Mark, die restlichen 5 Mark sind Gebühren.

Beste Grüße
Harald
 
muemmel Am: 20.05.2015 15:47:54 Gelesen: 392731# 4039 @  
Moin moin,

aus Wiesbaden habe ich die nachstehende Karte mitgebracht:



Ganzsachen-Postkarte P 110 I vom 18.6.1918 von Zehlendorf nach Berlin. Bei dem klar und sauber abgeschlagenen Stempel konnte ich einfach nicht widerstehen. Da die Karte nicht in mein Beuteschema passt, wird sie demnächst dann kaulis Herz erfreuen.

Schöne Grüße
Harald
 
Magdeburger Am: 20.05.2015 16:24:33 Gelesen: 392703# 4040 @  
Hallöchen Zusammen,

nachfolgende Karte flog heute bei mir ein:



Fernpostkarte von Dessau nach Wangeroode vom 21.07.1920, also PP05, tarifgerecht mit 30 Pfennig frankiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
petzlaff Am: 20.05.2015 18:05:27 Gelesen: 392627# 4041 @  
Leider ist dieser Brief "unphilatelistisch" geöffnet worden - aus meiner Sicht trotz Stockflecken allemal ein Prachtstück in meiner Sammlung.

Portogerechte Auslandsfrankierung vom Oktober 1922:



Gruß
Stefan
 
JoshSGD Am: 20.05.2015 20:02:44 Gelesen: 392570# 4042 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Postkarte von Westhausen nach Kapfenburg, gelaufen am 30.8.23 (PP 16; 24.8. - 31.8.23). Portorichtig frankiert mit 8000 Mark, EF Mi.Nr. 278 X.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7936)
 
petzlaff Am: 21.05.2015 09:38:11 Gelesen: 392193# 4043 @  
Noch ein schöner Wertbrief (3.5.1922 von Berlin nach Hamburg):



Gruß
Stefan
 
Magdeburger Am: 21.05.2015 14:29:44 Gelesen: 392077# 4044 @  
@ petzlaff [#4043]

Hallo Stefan,

der Brief entstammt der Portoperiode 07. Frankiert wurden insgesamt 6 Mark - dies reichte nicht!

Franko 200 Pfennige für den Fernbrief bis 20 Gramm - m.E. steht 29 Gramm als Gewicht und dann hätten es 300 Pfennig sein müssen.

Weitere Gebühren:

Einschreibung war vorgeschrieben -> dafür 200 Pfennig
Gebühr ja angefangene 1000 Mark - 150 Pfennig, mindestens 300 Pfennig - egal wie man es sieht, hier also 300 Pfennig. Insgesamt nur Gebühren 500 Pfennig = 5 Mark

Die Nachgebührberechnung überlasse ich den Profis -> keine Ahnung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
inflamicha Am: 21.05.2015 14:36:13 Gelesen: 392072# 4045 @  
@ Magdeburger [#4044]

Die grüne Marke links nicht vergessen, Ulf. ;-)

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 21.05.2015 14:38:18 Gelesen: 392069# 4046 @  
@ inflamicha [#4045]

Hallo Michael,

die habe ich glatt übersehen -> steht nun 19 oder 29 Gramm auf den Brief?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
inflamicha Am: 21.05.2015 14:43:37 Gelesen: 392065# 4047 @  
@ Magdeburger [#4046]

Für 19 g wäre richtig frankiert. Schön wäre es ja wenn bei solchen Belegen die Rückseite mit abgebildet würde, um dort weitere Hinweise zu finden. Möglich wäre hier z.B. eine Neuversiegelung wegen abgefallener Lacksiegel mit Gewicht vorher-nachher-Angabe. Auf jeden Fall dürfte das blaue Geschreibsel m.E. nichts mit Nachporto zu tun haben.

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 21.05.2015 15:13:18 Gelesen: 392040# 4048 @  
@ inflamicha [#4047]

Hallo Michael,

ich sag mal Danke!

Liebe Sammelfreunde,

heute erreichte mich ein weiterer Novemberbrief von Magdeburg nach Dresden. Er ist am 28.11.1923, also PP26 und portogrecht mit 80 Milliarden frankiert. Die verklebten 20 Milliarden werteten 4fach, so dass es paßt.



Siegelseitig ist nichts. Beide Marken scheinen Druckzufälligkeiten bzw. Plattenfehler zu haben. Bei der linken ist der kleine Punkt über dem "h" von Deutsches und bei der rechten die unvollständige "5" bei der unteren Wertangabe auffallend. Da es ein Paar ist, läßt sich eventuell mehr dazu sagen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
muemmel Am: 21.05.2015 18:20:37 Gelesen: 391965# 4049 @  
@ Magdeburger [#4048]

Moin Ulf,

bei der linken Marke handelt es sich um einen Plattenfehler von Feld 75 des rechten Oberbogens. Die deformierte kleine 5 der rechten Marke ist eine Druckzufälligkeit.

Grüßle
Harald
 
inflamicha Am: 21.05.2015 21:51:34 Gelesen: 391886# 4050 @  
Guten Abend,

einen eiligen Fernbrief stelle ich heute vor:



Dieser war am 24.6.1920 (PP 5) von Hamburg nach Kiel unterwegs, frankiert wurde mit 2mal 1 Mark (Mi A113). Nehmen wir mal an der Brief wog mehr als 20 Gramm, es bleiben immer noch 40 Pf. Überfrankatur (60 Pf. Porto, 100 Pf. Eilgebühr). Die Prüfer sahen es damals wohl großzügig, der Brief erhielt neben den 3 Monogrammstempeln der Prüfer Zirkenbach, Grimm und Kobold auch Kobolds Infla-Zierstempel für einwandfreie Belege, das wäre heutzutage nicht mehr drin.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 21.05.2015 22:40:49 Gelesen: 391867# 4051 @  
@ inflamicha [#4050]

Hallo Michael,

die "Altprüfer" hatten ja die Wirren der Inflationszeit zum größten Teil noch selbst erlebt und wussten um derartige Über- oder auch Unterfrankaturen. Diesem Umstand ist daher auch der großzügigere Umgang mit dem Zierstempel "Einwandfrei / Infla-Berlin" zu verdanken.

Wie Du anmerkst, heute undenkbar, denn nun werden allenfalls noch ± 10% Abweichung vom Sollporto toleriert, was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 21.05.2015 22:47:24 Gelesen: 391863# 4052 @  
Guten Abend,

passend zu der gestern gezeigten Postkarte aus Zehlendorf heute ein Fernbrief aus eben diesem Ort:



Gelaufen von Zehlendorf am 25.11.1920 nach Ebingen. Das Porto wurde mit zwei Marken der MiNr. 148 II erbracht.

Beste Grüße
Harald
 
DerLu Am: 22.05.2015 07:25:24 Gelesen: 391408# 4053 @  
Zu Abwechslung mal wieder ein Berliner Rohrpostbeleg: Eine Rohrpostkarte gelaufen von Charlottenburg nach Steglitz aus der PP 20 (13.10.1923). Die Rohrpostgebühr betrug 12 Mio. Mark und ist mit einer 309A und einem senkrechtem Pärchen 317A frankiert.



Gruß
DerLu
 
erron Am: 22.05.2015 21:17:37 Gelesen: 390405# 4054 @  
Guten Abend,

zum Wochenausklang ein Dienstbeleg von der Pr. Oberförsterei aus Kroppach im Westerwald. Frankiert mit einer Dienstmarke Nr 18 und anhängendem Oberrand.



EF mit Dienst Nr 18; abgestempelt in Hachenburg (Westerwald), 9.12.21 nach Alsdorf. Das Porto für eine Drucksache bis 50 Gramm in der PP vom 1.1.21 bis 31.12 21 betrug 15 Pfg. Somit ist der Beleg portogerecht frankiert. Kroppach war dem Amt Hachenburg zugeordnet.

Marken auf Belegen mit Oberrand aus der Dienstmarkenserie mit Ablöseziffer "21"; sie zu finden gleicht wie eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Die preußischen Behörden wurden ja angewiesen, alle Markenränder bei der Frankierung zu entfernen.

mfg

erron
 
muemmel Am: 22.05.2015 22:33:20 Gelesen: 390314# 4055 @  
@ erron [#4054]

Hallöle,

so etwas zu finden, ist in der Tat wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gratulation zu dem Beleg. Und wenn Du ihn dann auch noch in die Belege-Datenbank stellst, freut es noch mehr.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 22.05.2015 22:39:16 Gelesen: 390309# 4056 @  
Guten Abend,

ebenfalls eine Beute des letzten Wochenendes aus Wiesbaden hier ein Brief der Portoperiode 8 (1.7.–30.9.1922) von Magdeburg nach Halle/Saale:



Gelaufen am 7.7.22. Das Porto betrug 3 Mark und wurde mit einem waagerechten 4er-Streifen der MiNr. 197 verklebt.

Allen ein hübsches Wochenende und spannende Pfingsttage
Harald
 
JoshSGD Am: 23.05.2015 14:20:31 Gelesen: 389232# 4057 @  
@ muemmel [#4056]

Schöner Beleg. Vielleicht kommen wir ins Geschäft. :-)

Werte Belegefreunde,

heute sehen wir eine Fernpostkarte von Gatersleben nach Halle/Saale, am Ersttag der PP 17 (1.9. - 19.9.23). Portogerechte Frankatur von 30000 Mark, MiF Mi.Nr. 254a, 273 und 282 II.

Markenspanne: 1:20
Marken-Porto-Spanne: 1:30



Gruß
Josh

(Datenbank # 7953)
 
inflamicha Am: 23.05.2015 19:58:46 Gelesen: 388864# 4058 @  
Guten Abend,

von mir gibts heute eine Drucksache bis 25 g aus der PP 17:



Die Drucksache des unbekannten Absenders wurde am 7.9.1923 von Gera an die Schriftleitung der Zeitung in Greiz (hier scheint es nur die eine gegeben zu haben...) gesandt. An Porto waren 15 Tausend Mark zu entrichten, frankiert ist portorichtig mit 2mal Mi 252, 5mal mit Mi 253 a und einer 254 a.

Schöne Pfingsten und viele Grüße

Michael
 
muemmel Am: 23.05.2015 22:14:41 Gelesen: 388711# 4059 @  
Guten Abend,

heute gibt es einen einfachen Fernbrief vom Ersttag der Portoperiode 25 (20.–25.11.1923):



Gelaufen von Harburg nach Hamburg und tarifrichtig mit 20 Milliarden Mark frankiert. Das Briefcouvert wurde vorher schon einmal verwendet und nun mittels einer "Pfiffikus-Adresskappe" erneut auf die Reise geschickt.

Harburg war, nebenbei erwähnt, damals noch kein Stadtteil von Hamburg und es gab auch keinen ermäßigten Tarif für den Nachbarortsverkehr.

Spannende Pfingsttage
Harald
 

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