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Thema: Stempel mit Fehlern
Das Thema hat 137 Beiträge:
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ziffer-freak Am: 24.08.2014 23:50:00 Gelesen: 24893# 88 @  
@ juni-1848 [#87]

Jein Werner,

diese Ausgabe erschien erstmals anfangs 1882 an den Schaltern - nur dieses Exemplar hier ist eine Zst. 83 (Mi. 85), und diese erschienen sogar erst 1906!

Es handelt sich hierbei um einen amüsanten Zahlendreher in der Jahreszahl, die eigentlich "07" heissen sollte (Die Datums-Zeile musste jeweils vom Posthalter aus lauter einzelnen Typen von Hand zusammengesetzt werden). Solche (und ähnliche) Fehler sind zahlreiche bekannt, und sogar auch katalogisiert - nur dieser hier war bislang noch unbekannt.

Auch vermeintlich wertlose "Massenware" kann manchmal kleine Schätze enthalten.

Lieber Gruss
Andy
 
wuerttemberger Am: 28.08.2014 09:59:14 Gelesen: 24755# 89 @  
@ ziffer-freak [#88]

Die Datums-Zeile musste jeweils vom Posthalter aus lauter einzelnen Typen von Hand zusammengesetzt werden

Handelt es sich hier nicht um einen Typenradstempel (sog. Schweizertype), bei dem das Datum durch drehen der einzelnen Typenräder eingestellt wurde?

Gruß

wuerttemberger
 
ziffer-freak Am: 30.08.2014 02:20:37 Gelesen: 24640# 90 @  
@ wuerttemberger [#89]

Berechtigte Frage anhand der Verwendungszeit - da existierten bereits erste solche Stempel. Hierbei handelt es sich allerdings noch um ein älteres Modell, das damals vielerorts noch immer verwendet wurde. Erst bekamen allerdings nur die grösseren Orte die neuen, "bequemeren" Stempel, und erst später auch die anderen. Ganz kleine Orte (wie hier GETTIKON) brauchten ihre alten Stempel teils noch sehr lange. Ausgetauscht wurde erst, wenn ein solcher kaputt ging. Die neuen Stempel waren ausserdem ziemlich teuer, was auch mit entscheidend war, dass nicht alle auf einmal ausgetauscht wurden.
 
drmoeller_neuss Am: 04.09.2014 14:12:23 Gelesen: 24491# 91 @  
Man sollte nach dem Verstellen des Datums wieder die Schraube hereindrehen, sonst machen sich die Zahlen selbstständig, wie hier der 32. Juni im Briefzentrum 86.
 


Stephan Sanetra Am: 17.11.2014 15:30:16 Gelesen: 23526# 92 @  
Hallo,

der 17.01.1970 war ein Samstag - da war die Arbeitswoche schon fast vorbei und 07:00 Uhr offensichtlich zu früh für die korrekte Präparation des Stempelgerätes:



Als Anfangsbuchstabe der Stadt wurde ein "J" anstelle vom "I" gewählt.

Beste Grüße
Stephan
 
wuerttemberger Am: 17.11.2014 17:14:55 Gelesen: 23489# 93 @  
@ Stephan Sanetra [#92]

Das "J" war ein fester Bestandteil des Stempels und somit konnte auch ein aufmerksamer Postbeamter Samstag Morgen um 7:00 Uhr nichts daran ändern.

Gruß

wuerttemberger
 
Stephan Sanetra Am: 17.11.2014 17:54:09 Gelesen: 23472# 94 @  
@ wuerttemberger [#93]

Da wirst Du wohl recht haben: Unter "Philastempel/Ähnliche Ortsnamen" findet man das "J" anstelle des "I" für 2 Städte. Wenn man dann unter "Suchen" und "Ort" selektiert, findet man "Jlmenau" (1935) und "Jngolstadt" (bis 1960) inmitten von Stempeln mit "I". Ist dazu eine Systematik bekannt?

Beste Grüße
Stephan
 
Altpapiersammler Am: 20.11.2014 18:51:20 Gelesen: 23354# 95 @  
@ Stephan Sanetra [#94]
@ wuerttemberger [#93]

Hallo zusammen,

ähnliches kennen wir auch von der Bahnpost. Die Stempel der Strecken von und nach Immendingen, insbesondere IMMENDINGEN - ULM, als auch die Strecken mit STUTTGART und SIGMARINGEN gibt es als IMMENDINGEN und auch als JMMENDINGEN. > Kollegen der Arbeitsgemeinschaft versuchten 1982 über die Post in Immendingen als auch über Gemeindeverwaltung und Bürgermeisteramt eine Erklärung hierzu zu bekommen - leider ohne Erfolg!

Viele Grüße aus Karlsruhe

Klaus
 
ginonadgolm Am: 20.11.2014 23:04:04 Gelesen: 23315# 96 @  
@ wuerttemberger [#93]
@ Stephan Sanetra [#94]
@ Altpapiersammler [#95]

In der Datenbank finden sich auch noch die Ortsbezeichnungen JTZEHOE UND JHLIENWORT.

Wer hat's gefunden ?
Ingo aus dem Norden
 
DL8AAM Am: 25.11.2014 22:12:41 Gelesen: 23187# 97 @  
@ Stephan Sanetra [#94]

Systematik? Hmmmm...

I und J wurden und werden bei deutschen Großbuchstaben - bei Anlauten - oft ausgetauscht. Wikipedia schreibt hierzu " In der Entwicklung des lateinischen Alphabets wurden anders als heute I und J lange als bloße grafische Varianten desselben Zeichens nebeneinander verwendet, ohne dass eine lautliche Unterscheidung damit verbunden war." [1].

Scheinbar gilt "heute" hier erst seit recht kurzer Zeit, denn bereits auf etwas älteren (meist Straßen-) Schildern sieht man das auch jetzt-heute noch recht häufig [2]. Also kein Fehler, nur eine - ein wenig altertümlichere Schreibweise, dabei gilt je althumanistischer die Ausbildung des verantwortlichen Schreiberlings war, desto J. Siehe hier auch das allso beliebte gymnasiale "Gaius Iulius Caesar" statt "Gaius Julius Cäsar" auf gesamtschulisch, zumindest noch vor 20 Jahren. ;-)

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/J
[2]: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Street_sign_Inselplatz_Jena.JPG
 
Stephan Sanetra Am: 25.11.2014 22:53:42 Gelesen: 23173# 98 @  
@ DL8AAM [#97]

Danke Dir, Thomas, so könnte es wohl gewesen sein.

Gute Nacht

Stephan
 
volkimal Am: 11.12.2014 12:28:34 Gelesen: 22850# 99 @  
Hallo zusammen,



Na, seht Ihr den Fehler sofort?

Viele Grüße
Volkmar
 
EdgarR Am: 11.12.2014 12:44:45 Gelesen: 22845# 100 @  
@ volkimal [#99]

Da?



Phile Grüße
EdgarR
 
volkimal Am: 11.12.2014 13:13:50 Gelesen: 22836# 101 @  
@ EdgarR [#100]

Hallo EdgarR,

richtig gesehen, das "n" ist spiegelverkehrt.

Volkmar
 
Pete Am: 19.12.2014 16:58:14 Gelesen: 22609# 102 @  
Auch 1936 gab es bereits Sonderschichten für stempelnde Postbeamte, so in Hamm am 7. (?) April 1936 von 22 - 33 Uhr. :-)



Vermutlich bei der Raparatur des nachfolgenden Handstempels erhielt dieser zwei verschiedene Typen der Ziffer "3" gleichzeitig in der Jahresangabe; dies zeigt sich am Stempeldatum vom 13.06.1933 aus Hohenbergen (?):

und

Die Verwendung einer der beiden Stempeltypen in der Jahreszahl von 1923 kann bei bestimmten Handstempeln aus der Inflationszeit ein Indiz für Stempel echt bzw. Stempel falsch sein (näheres siehe Infla-Band 48).

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 06.02.2015 03:16:14 Gelesen: 22018# 103 @  
Heute kam das aktuelle Werbemagazin "FASZINATION" der UN Postverwaltung Wien, als Gimmick lag eine schöne Maximumkarte der Ausgabe "Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen" (Grundschulbildung 44 Cent) von 2009 dabei, die zusätzlich zum aufgedruckten Erstagsstempel vom 26.09.2009 noch einen (scheinbar) ebenfalls aufdruckten Aussstellungsstempel der Postverwaltung der UNO New York (UNPA) zur/auf der Briefmarkenaustellung "Quadricentennial Stamp Expo" (aka "Stamp Expo 400") im Empire State Plaza in Albany, New York vom 25.-27. September 2009 trägt.



Soweit so schön und gut, eine wirklich nette Überraschung ;-)

Aber wenn man sich diesen Ausstellungsstempel etwas genauer anschaut, dann fällt einem gleich ein kleiner Fehler im Text auf. Dort steht nämlich "Quadricentenial Stamp Expo" statt "Quadricentennial Stamp Expo" - ein 'n' zu wenig, oder sehe ich da was falsch? Im Internet findet sich zumindest nichts zu diesen möglichen Stempelfehler?



Die beiden Bilder im Stempel entsprechen übrigens den Abbildungen auf zwei Briefmarken aus dieser Ausgabe: Schwangere Frau mit Herz (Markenmotiv: "Gesundheitsversorgung für Mütter") und angespitzer Bleistift (Markenmotiv: "Grundschulbildung", siehe oben)

Gruß
Thomas
 
Angelika2603 Am: 07.02.2015 18:03:22 Gelesen: 21924# 104 @  
Guten Abend

Pulheim? na ja - fast



Gruß
Angelika
 
ginonadgolm Am: 19.03.2015 12:27:24 Gelesen: 21535# 105 @  
Unsere Altvorderen war manchmal auch schon ihrer Zeit voraus:



Im rechten Stempelkopf hat man schon mal das Jahr 1915 (statt 1914) eingestellt.



Das erspart 'ne Menge Arbeit beim nächsten Jahreswechsel :-)

meint
Ingo aus dem Norden
 
Altmerker Am: 21.03.2015 20:30:59 Gelesen: 21465# 106 @  
Tja, das Datum hat viele Punkte, doch wenig Sinn. Gibt es den 32.20. irgendwann mal?

Gruß
Uwe


 
JohannesM Am: 21.05.2015 19:02:05 Gelesen: 20487# 107 @  
Die Gras-Ellenbacher wußten nicht so richtig welche Postleitzahl sie hatten.



Jedenfalls sind sie spätestens 1979 zur Einsicht gekommen.



Beste Grüße
Eckhard
 
volkimal Am: 21.05.2015 19:37:28 Gelesen: 20478# 108 @  
Hallo Eckhard,

ich denke, dass die Grasellenbacher sehr wohl wussten, welche Postleitzahl sie hatten. Hier der Scan aus den Postleitzahlverzeichnissen vin 1961 und 1981:

1961: 1981:

Aus Wikipedia:

Die Gemeinde Grasellenbach entstand in ihrer heutigen Form am 31. Dezember 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss der zuvor selbständigen Gemeinden Hammelbach, Gras-Ellenbach und Wahlen. Am 1. August 1972 vergrößerte sich Grasellenbach durch die gesetzlich verfügte Eingliederung der Gemeinden Litzelbach und Scharbach.

Ich vermute, dass sich beim Zusammenschluss auch die Postleitzahl änderte. Dazu fehlt mir aber das Verzeichnis von 1972.

Viele Grüße
Volkmar
 
sachsen-teufel Am: 21.05.2015 19:40:30 Gelesen: 20476# 109 @  
@ JohannesM [#107]

Hallo Eckhard,

ich denke die Stempel bzw. Postleitzahlen (PLZ) sind schon okay, Gras-Ellenbach hatte in den 60ern die PLZ 6949. Grasellenbach entstand erst Ende 1971 durch den Zusammenschluß von Gras-Ellenbach und zwei weiteren Orten, vielleicht wurde in dem Zuge dann die neue PLZ 6149 "zugeteilt".

Gruß
Michael
 
Eilean Am: 21.05.2015 21:07:53 Gelesen: 20455# 110 @  
Diesen Stempel hatte ich schon im Münchem-Forum gezeigt, aber zu diesem Thema passt er natürlich, das kleine Örtchen Münchem, eine Enklave im Zentrum Münchens, drumherum die Landeshauptstadt.


 
JohannesM Am: 21.05.2015 21:55:53 Gelesen: 20440# 111 @  
@ sachsen-teufel [#109]
@ volkimal [#108]

Hallo Michael und Volkmar,

das hätte ich nun nicht gedacht, die Orte können ja nicht weit auseinander liegen, da verwundert es schon, wenn sich die PLZ in der 2. Stelle ändert.

Hiermit entschuldige ich mich feierlich bei den Gras-Ellenbachern.

Beste Grüße
Eckhar
 
Heinrich3 Am: 23.05.2015 11:41:43 Gelesen: 20321# 112 @  


Dieser Stempel hat mich zuerst verwirrt, denn diesen Ort gibt es so nicht. Die Karte ist in Werneck geschrieben, so daß die Region klar ist. Also muß es Waigolshausen sein. Ist das nun ein Fehler oder wollte nur die Post ihre Ansicht durchdrücken?

Schöne Pfingsten wünscht
Heinrich
 

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