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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 21.05.2015 18:20:37 Gelesen: 559537# 4049 @  
@ Magdeburger [#4048]

Moin Ulf,

bei der linken Marke handelt es sich um einen Plattenfehler von Feld 75 des rechten Oberbogens. Die deformierte kleine 5 der rechten Marke ist eine Druckzufälligkeit.

Grüßle
Harald
 
inflamicha Am: 21.05.2015 21:51:34 Gelesen: 559458# 4050 @  
Guten Abend,

einen eiligen Fernbrief stelle ich heute vor:



Dieser war am 24.6.1920 (PP 5) von Hamburg nach Kiel unterwegs, frankiert wurde mit 2mal 1 Mark (Mi A113). Nehmen wir mal an der Brief wog mehr als 20 Gramm, es bleiben immer noch 40 Pf. Überfrankatur (60 Pf. Porto, 100 Pf. Eilgebühr). Die Prüfer sahen es damals wohl großzügig, der Brief erhielt neben den 3 Monogrammstempeln der Prüfer Zirkenbach, Grimm und Kobold auch Kobolds Infla-Zierstempel für einwandfreie Belege, das wäre heutzutage nicht mehr drin.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 21.05.2015 22:40:49 Gelesen: 559439# 4051 @  
@ inflamicha [#4050]

Hallo Michael,

die "Altprüfer" hatten ja die Wirren der Inflationszeit zum größten Teil noch selbst erlebt und wussten um derartige Über- oder auch Unterfrankaturen. Diesem Umstand ist daher auch der großzügigere Umgang mit dem Zierstempel "Einwandfrei / Infla-Berlin" zu verdanken.

Wie Du anmerkst, heute undenkbar, denn nun werden allenfalls noch ± 10% Abweichung vom Sollporto toleriert, was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 21.05.2015 22:47:24 Gelesen: 559435# 4052 @  
Guten Abend,

passend zu der gestern gezeigten Postkarte aus Zehlendorf heute ein Fernbrief aus eben diesem Ort:



Gelaufen von Zehlendorf am 25.11.1920 nach Ebingen. Das Porto wurde mit zwei Marken der MiNr. 148 II erbracht.

Beste Grüße
Harald
 
DerLu Am: 22.05.2015 07:25:24 Gelesen: 558980# 4053 @  
Zu Abwechslung mal wieder ein Berliner Rohrpostbeleg: Eine Rohrpostkarte gelaufen von Charlottenburg nach Steglitz aus der PP 20 (13.10.1923). Die Rohrpostgebühr betrug 12 Mio. Mark und ist mit einer 309A und einem senkrechtem Pärchen 317A frankiert.



Gruß
DerLu
 
erron Am: 22.05.2015 21:17:37 Gelesen: 557977# 4054 @  
Guten Abend,

zum Wochenausklang ein Dienstbeleg von der Pr. Oberförsterei aus Kroppach im Westerwald. Frankiert mit einer Dienstmarke Nr 18 und anhängendem Oberrand.



EF mit Dienst Nr 18; abgestempelt in Hachenburg (Westerwald), 9.12.21 nach Alsdorf. Das Porto für eine Drucksache bis 50 Gramm in der PP vom 1.1.21 bis 31.12 21 betrug 15 Pfg. Somit ist der Beleg portogerecht frankiert. Kroppach war dem Amt Hachenburg zugeordnet.

Marken auf Belegen mit Oberrand aus der Dienstmarkenserie mit Ablöseziffer "21"; sie zu finden gleicht wie eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Die preußischen Behörden wurden ja angewiesen, alle Markenränder bei der Frankierung zu entfernen.

mfg

erron
 
muemmel Am: 22.05.2015 22:33:20 Gelesen: 557886# 4055 @  
@ erron [#4054]

Hallöle,

so etwas zu finden, ist in der Tat wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gratulation zu dem Beleg. Und wenn Du ihn dann auch noch in die Belege-Datenbank stellst, freut es noch mehr.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 22.05.2015 22:39:16 Gelesen: 557881# 4056 @  
Guten Abend,

ebenfalls eine Beute des letzten Wochenendes aus Wiesbaden hier ein Brief der Portoperiode 8 (1.7.–30.9.1922) von Magdeburg nach Halle/Saale:



Gelaufen am 7.7.22. Das Porto betrug 3 Mark und wurde mit einem waagerechten 4er-Streifen der MiNr. 197 verklebt.

Allen ein hübsches Wochenende und spannende Pfingsttage
Harald
 
JoshSGD Am: 23.05.2015 14:20:31 Gelesen: 556804# 4057 @  
@ muemmel [#4056]

Schöner Beleg. Vielleicht kommen wir ins Geschäft. :-)

Werte Belegefreunde,

heute sehen wir eine Fernpostkarte von Gatersleben nach Halle/Saale, am Ersttag der PP 17 (1.9. - 19.9.23). Portogerechte Frankatur von 30000 Mark, MiF Mi.Nr. 254a, 273 und 282 II.

Markenspanne: 1:20
Marken-Porto-Spanne: 1:30



Gruß
Josh

(Datenbank # 7953)
 
inflamicha Am: 23.05.2015 19:58:46 Gelesen: 556436# 4058 @  
Guten Abend,

von mir gibts heute eine Drucksache bis 25 g aus der PP 17:



Die Drucksache des unbekannten Absenders wurde am 7.9.1923 von Gera an die Schriftleitung der Zeitung in Greiz (hier scheint es nur die eine gegeben zu haben...) gesandt. An Porto waren 15 Tausend Mark zu entrichten, frankiert ist portorichtig mit 2mal Mi 252, 5mal mit Mi 253 a und einer 254 a.

Schöne Pfingsten und viele Grüße

Michael
 
muemmel Am: 23.05.2015 22:14:41 Gelesen: 556283# 4059 @  
Guten Abend,

heute gibt es einen einfachen Fernbrief vom Ersttag der Portoperiode 25 (20.–25.11.1923):



Gelaufen von Harburg nach Hamburg und tarifrichtig mit 20 Milliarden Mark frankiert. Das Briefcouvert wurde vorher schon einmal verwendet und nun mittels einer "Pfiffikus-Adresskappe" erneut auf die Reise geschickt.

Harburg war, nebenbei erwähnt, damals noch kein Stadtteil von Hamburg und es gab auch keinen ermäßigten Tarif für den Nachbarortsverkehr.

Spannende Pfingsttage
Harald
 
petzlaff Am: 24.05.2015 12:16:10 Gelesen: 555833# 4060 @  
Den finde ich richtig schön:



Ich hoffe, der Eine oder Andere auch.

Ist leider nur ein Aufkleber - aber das ist mir ziemlich egal. :-)

Gruß
Stefan
 
Magdeburger Am: 24.05.2015 17:35:40 Gelesen: 555578# 4061 @  
Liebe Inflafreunde,

heute von mir ein netter Ortsbrief aus Dessau:



Am 23.04.1923, PP13 in die Wasserstadt gesendet. (Ist häufig bei Hochwasser gesperrt).

Mit 40 Mark für einen Brief bis 20 Gramm wurde er portogerecht frankiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
inflamicha Am: 24.05.2015 18:53:24 Gelesen: 555500# 4062 @  
Guten Abend,

einen Gebührenzettel (Mi 2) von Freiburg (Breisgau) kann ich heute präsentieren:



Verwendet wurde er in Merzhausen (Breisgau) am 19.9.1923 (PP 17) für einen Auslandsbrief bis 20 Gramm Gewicht nach Basel.

Das erforderliche Porto in Höhe von 200.000 Mark wurde handschriftlich eingetragen und der Betrag vom Absender in bar eingezogen.

Als "Dreingabe" wurde der Kreisobersegmentstempel von Merzhausen abgeschlagen.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 24.05.2015 21:44:08 Gelesen: 555371# 4063 @  
Guten Abend,

wir sehen heute einen Fernbrief bis 20g von Selb nach Hof, gelaufen am 16.10.1923 (PP 20; 10.10. - 19.10.1923). Portorichtig frankiert mit 5 Mio Mark, MiF Mi.Nr. 290, 295 und 309 A W a.



Markenspanne: 1:20; Marken-Porto-Spanne: 1:50

Gruß
Josh

(Datenbank # 7956)
 
JoshSGD Am: 25.05.2015 11:51:40 Gelesen: 554819# 4064 @  
Guten Tag in die Runde,

heute wieder etwas buntes. Wir sehen einen Fernbrief bis 20g mit Eilbotenzustellung, gelaufen am 3.2.1923 (PP 12; 15.1 - 28.2.1923) von Berlin nach Zwickau. Das Porto betrug 110 Mark (50 Mark Porto + 60 Mark Eilzustellung), portorichtig frankiert in MiF Mi.Nr. 205, 206, 207W, 227b und 246a.

Markenspanne: 1:10
Marken-Porto-Spanne: 1:22



Gruß
Josh

(Datenbank # 7973)
 
muemmel Am: 25.05.2015 12:22:06 Gelesen: 554803# 4065 @  
Salut,

eine Anmerkung sei mir gestattet: Meist findet man wie z.B. bei dem im vorigen Beitrag gezeigten Brief die Angabe portorichtig, die jedoch nicht richtig ist.

In dem Fall betrug das Porto 50 Mark. Für die Eilzustellung oder auch Einschreiben war jeweils eine Gebühr zu entrichten. Die korrekte Bezeichnung bei Belegen mit derartigen Kombinationen muss daher tarifrichtig lauten.

Schönen Gruß
Harald
 
muemmel Am: 25.05.2015 17:33:27 Gelesen: 554607# 4066 @  
Guten Abend,

heute mal wieder ein Beleg ohne Marken:



Es darf davon ausgegangen werden, dass es sich um einen Fernbrief bis 20 Gramm handelt, für den das Porto 2 Millionen Mark betrug. Der Betrag wurde bar entrichtet und dies handschriftlich mittels "Geb bez ?" vermerkt. Das ? könnte evtl. die Paraphe des Postbeamten sein. Außergewöhnlich ist der Abschlag des Negativsiegels vom Postamt Fallingbostel als zusätzlicher Einnahmenachweis.

Schöne Grüße
Harald
 
Magdeburger Am: 26.05.2015 16:47:48 Gelesen: 553911# 4067 @  
Hallöchen Allerseits,

heute war sie in der Post:



Eine etwas beschnittene Postkarte vom 03.12.1923 aus Dessau nach Olpe. Frankiert wurde diese mit 50 Milliarden Mark und somit Portostufe PP27a.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
inflamicha Am: 26.05.2015 19:13:57 Gelesen: 553798# 4068 @  
Guten Abend,

heute habe ich eine Auslandspostkarte in die CSR:



Aufgegeben am 19.12.1921 (PP 6) in Hannover war die Postkarte nach Prag gerichtet. Frankiert ist die Karte mit einem senkrechten Pärchen der Mi 163 = 80 Pf. normaler Auslandstarif. Der ermäßigte Tarif in die Tschechoslowakei wurde erst in der PP 7 eingeführt.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 26.05.2015 19:16:17 Gelesen: 553796# 4069 @  
Guten Abend,

wir sehen heute eine Drucksache von Cassel nach Kapfenburg, gelaufen am 12.05.1923 (PP13; 1.3. - 30.6.23) und portorichtig frankiert mit 20 Mark, EF Mi.Nr. 230 W.

Sonderstempel Nr. 150 (nach Filbrandt).



Gruß
Josh

(Datenbank # 7976)
 
JoshSGD Am: 27.05.2015 19:54:27 Gelesen: 552989# 4070 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Postkarte, gelaufen von Leipzig nach Berlin am 26.01.1923 (PP 12; 15.01. - 28.02.1923). Portogerechte Frankatur von 25 Mark, MiF Mi.Nr. 187a, 206 und 226a.

Markenspanne: 1:10
Marken-Porto-Spanne: 1:25



Gruß
Josh

(Datenbank # 7957)
 
inflamicha Am: 28.05.2015 20:48:46 Gelesen: 552282# 4071 @  
Guten Abend,

von mir gibts heute diese Fernpostkarte aus der PP 8:



Diese war von Hagen nach Delmenhorst unterwegs, das Porto betrug am 8.7.1922 1,50 Mark.

Frankiert wurde mit einem waagerechten Paar der Mi 148 II.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 28.05.2015 21:30:38 Gelesen: 552260# 4072 @  
Guten Abend,

heute sehen wir einen tarifrichtigen Einschreibe-Fernbrief bis 20g von Leipzig nach Berlin. Gelaufen am 18.10.1923, das Porto betrug 5 Mio Mark, die Einschreibgebühr ebenfalls 5 Mio Mark. Freigemacht mit MeF Mi.Nr. 314.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7981)
 
inflamicha Am: 29.05.2015 20:53:06 Gelesen: 551518# 4073 @  
Guten Abend,

ein kleines Schmankerl habe ich heute für euch:



Es handelt sich um einen Brief mit Zustellungsurkunde vom 12.6.1922 (PP 7), eigenartigerweise bereits für den Fernverkehr freigemacht (je 2 Mark für Briefporto und Rücksendung der Urkunde, 1,50 Mark Zustellgebühr kamen hinzu). Zunächst richtete die "Steuer Deputation des Magistrats Berlin" den Brief an Frau Hilde Sacher in Berlin N 65, also Ortsverkehr. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich die Dame inzwischen in Neuhaldensleben befand. Der Brief wurde also nachgesandt.

Alle Marken tragen die Lochung "Wdg" des Berliner Bezirksamtes Wedding, mit welcher die missbräuchliche Verwendung der Marken für private Zwecke verhindert werden sollte.

Schönes Wochenende und viele Grüße

Michael
 

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