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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 06.07.2015 21:28:32 Gelesen: 419829# 4192 @  
Grüezi,

von Nathan heute eine Postkarte von Jugenheim (Bergstraße) nach Saarlouis:



Das Saargebiet war zwar postalisch Ausland aber es galt der Inlandstarif von 4 Millionen Mark, das hier mit vielen Marken zusammengestückelt wurde. Ein Vorbesitzer kam zwar nur auf 3,1 Millionen, aber wenn man die niedere Mathematik nicht beherrscht, kommt so etwas halt vor.

Gelaufen am 31.10.23 (Letzttag der Portoperiode 21).

Immer noch sommerliche Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 07.07.2015 20:38:56 Gelesen: 419425# 4193 @  
Guten Abend,

heute geht es weit zurück in die PP3 (1.10.18 - 30.9.19) und wir sehen eine Fernpostkarte vom 31.12.1918, gelaufen von Teutschenthal nach Schkölen, portorichtig frankiert mit 10 Pfennig, EF Mi.Nr. 86II.

Teutschenthal liegt westlich von Halle, recht klein und gelegentlich mit über 100.000 Menschen bevölkert, wenn im Talkessel Teutschenthal wieder WM-Läufe im Motocross sind.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7997)
 
muemmel Am: 07.07.2015 22:15:41 Gelesen: 419392# 4194 @  
Guten Abend in die Runde,

aus der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) heute ein einfacher Fernbrief vom Ersttag:



Gelaufen von Altena in Westfalen nach Leipzig. Das Porto betrug 2 Millionen Mark und wurde hier mit Marken der 275b und 295 erbracht.

Weiterhin sommerliche Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 08.07.2015 20:43:49 Gelesen: 419046# 4195 @  
Guten Abend,

heute ein einfacher Fernbrief bis 20g von Hamburg nach Berlin, gelaufen am 10.9.23 (PP 17; 1.9. - 19.9.23) und portorichtig frankiert mit 75.000 Mark, MiF Mi.Nr. 279a und 284.



Gruß
Josh

(Datenbank # 8060)
 
inflamicha Am: 08.07.2015 21:02:26 Gelesen: 419038# 4196 @  
Guten Abend,

bei mir gibts wieder was Württembergisches:



Postkarte des Stadtschultheißenamtes Metzingen an die Metallgießerei Beck in Ebingen, verwendet wurde die Ganzsache DP 19 mit Wertstempel 7,5 Pfennig. Da die Fernpostkarte am 25.11.1919 (PP 4) 15 Pf. Porto erforderte wurde mit einer Mi 120 auffrankiert.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 08.07.2015 22:48:58 Gelesen: 419003# 4197 @  
Ebenfalls einen schönen guten Abend,

ich habe heute eine Drucksache vom 6.10.23 (Portoperiode 19) zu bieten:



Das Porto von 400.000 Mark wurde hier mit Marken der MiNrn. 276 und 295 verklebt.

Schönen Gruß
Mümmel
 
JoshSGD Am: 09.07.2015 19:09:06 Gelesen: 418663# 4198 @  
Guten Abend allerseits,

heute ein Fensterbrief, gelaufen am 4.9.23 (PP 17; 1.9. - 19.9.23). Das verklebte Porto beträgt 30.000 Mark in MiF Mi.Nr. 252, 254a und 256b. Ich tendiere zu Ortsbrief innerhalb Berlins bis 20g.

Markenspanne: 1:5; Marken-Porto-Spanne: 1:30



Gruß
Josh

(Datenbank # 7991)
 
inflamicha Am: 09.07.2015 21:40:18 Gelesen: 418612# 4199 @  
Guten Abend,

heute gehts ins Ausland:



Von Sorau nach Haarlem in den Niederlanden wurde diese Postkarte am 22.5.1922 (PP 7) verschickt, das Porto von 2,40 Mark ist mit je einer Mi 163 und 191 abgegolten.

Diese vorgedruckten Bestellkarten für das "echte Haarlemer Oel" sind seit einigen Jahren bergeweise unterwegs...

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 10.07.2015 13:03:43 Gelesen: 418371# 4200 @  
Hallo ihr Lieben,

heute mal wieder ein Beitrag von mir:



Ein Fern-Eilbrief von Magdeburg-Sudenburg, aufgegeben am 10.06.1920, PP05 mit 1,40 Mark frankiert. Die Frankatur setzt sich aus 40 Pfennig Briefgebühr + 1,00 Mark Eilbotengebühr zusammen.

Der Bestimmungsort erschloss sich mir erst einmal gar nicht, da ich "Forsthaus Burkenberg" by Wernigerode lese. Letzteres wurde in "by Elbingerode" korrigiert. Nach einigem Suchen, denke ich, dass das Forsthaus Büchenberg gemeint ist. Eine Karte mit dem Forsthaus konnte ich dann auch noch finden. Sie lief von Wernigerode nach Manebach.



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
JoshSGD Am: 10.07.2015 21:07:54 Gelesen: 418229# 4201 @  
Guten Abend,

heute mal ein Dienstbeleg bis 20g vom 30.8.22 (PP 8; 1.7. - 30.9.22) von Pfaffenhofen nach Geisenfeld. Portorichtig frankiert mit 3 Mark, MeF Mi.Nr. D30.



Gruß
Josh

(Datenbank # 8065)
 
inflamicha Am: 10.07.2015 21:12:41 Gelesen: 418227# 4202 @  
Guten Abend,

und hier noch mal, eine Portoperiode später:



Dieses Mal von Berlin nach Haarlem, am 15.9.1922 (PP 8) abgeschickt. Inzwischen war das Porto gestiegen, die nötigen 3,50 Mark sind mit je einer Mi 164 und 225 erbracht worden.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 10.07.2015 23:11:07 Gelesen: 418181# 4203 @  
Salut zu später Stunde,

hier eine Drucksache vom Letzttag der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923):



Nun mag jemand auf die Idee kommen, dass es sich hierbei nicht um eine Drucksache handeln könnte, aber es hat schon alles seine Richtigkeit. Die Einladung zur Landbund-Versammlung wurde mittels Matrizen gedruckt und erfüllt damit die Erfordernisse einer Drucksache.

Gelaufen am 9.10.23 von Reuthen nach Bloischdorf, portorichtig frankiert mit Marken der MiNrn. 275a und 276.

Nebenbei ist dann auch noch ein Kreisobersegmentstempel (KOS) abgeschlagen, den Dieter Sejak als DER KOS-Spezi als neues Letztdatum bestätigte.

Ein hübsches Wochenende
Mümmel
 
Magdeburger Am: 11.07.2015 15:41:24 Gelesen: 417838# 4204 @  
Liebe Inflafreunde

heute ein nicht so schönes Exemplar von Magdeburg nach München:



Er ist am 30.10.1923 als Einschreiben aufgegeben wurden. Die 20 Millionen setzen sich aus jeweils 10 Millionen für die Einschreibung und für den bis 20 Gramm schweren Brief zusammen.

Interessant ist jedoch auch die Vignette siegelseitig.

Hat die vorseitige "22" im Kreis etwas mit der Zustellung zu tun?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
erron Am: 11.07.2015 15:43:57 Gelesen: 417838# 4205 @  
Zur Abwechselung richtige Massenfrankaturen mit Marken über 100 Stück.

Die preußische Oberförterei in Jänschwalde hatte wohl noch genügend Dienstmarken zu 5 Tausend Mark übrig. Dieser Beleg wurde mit 400 Marken Vorder-und Rückseitig mit der Dienst Nr 89 verklebt. Dazu 3 komplette Bögen mit Oberrand und HAN.

Somit wurde das erforderliche Porto für einen Fernbrief bis 20 Gramm von 2 Millionen Mark erbracht.(PP 19)

.

Stempelabschlag mit einem KOS Stempel von Jänischwalde am 8.10.23, versandt nach der Försterei in Taubendorf.

Alle Marken haben leider nur Strichentwertungen.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 15:55:36 Gelesen: 417827# 4206 @  
Dieser Beleg wurde nun mit 1000 Marken vorder- und rückseitig auch mit der Dienst Nr 89 verklebt.

Somit wurde das erforderliche Porto für einen Fernbrief bis 20 Gramm von 5 Millionen Mark erbracht.(PP 20)



Der Brief wiegt jetzt genau noch 18 Gramm.

Stempelabschlag mit einem KOS Stempel von Jänischwalde, jedoch nun vom 12.10.23. Auch versendet an die Försterei in Taubendorf.

Alle Marken haben leider, wie auch der vorher gezeigte Beleg, nur Strichentwertungen und ist auch geprüft von Infla Prüfer Düntsch.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 16:09:59 Gelesen: 417823# 4207 @  
Dieser Aktenbeleg, frankiert mit 200 Marken der Nr 317, wurde von Freienwalde an den Magistrat nach Straußberg versendet. Anscheinend hatte die Dienstbehörde in Freienwalde keine Dienstmarken mehr vorrätig, und somit wurden Freimarken verwendet. Massenfrankaturen auf Behördenbelege, die mit Freimarken frankiert sind, findet man nicht oft.



Aktenbrief aus der PP 23, Stempelabschlag vom 6.11.23 mit dem Werbestempel von Freienwalde (Bochmann Nr 1; Filbrandt Nr 98). Das Porto für einen Fernbrief betrug 1 Milliarde Mark, was mit den 200 Marken zu 5 Millionen Mark abgegolten wurde.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 16:33:47 Gelesen: 417811# 4208 @  
Bei dieser Massenfrankatur fehlen leider genau 6 Marken, um eine portogerechte Frankatur zu sein.



Frankiert wurde dieser 57 cm lange Beleg mit 244 Marken der Dienst Nr 79.

Das Porto in der PP 17 betrug für einen Ortsbrief bis 250 Gramm 75 Tausend Mark, das wären somit 250 Marken zu 300 Mark. Aktenbeleg als Ortsbrief bis 250 Gramm von Lüchow nach Lüchow, abgestempelt am 14.9.23.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 16:41:52 Gelesen: 417805# 4209 @  
Und zum guten Schluss ein Beleg mit nur 100 Marken.



Aktenbrief mit 100 Marken der Dienst Nr 98 als Ortsbrief bis 20 Gramm; verklebtes Porto von 500 Millionen Mark, von Altona nach Altona, abgestempelt am 6.11.23. Fällt somit in die PP 23.

Wünsche noch ein herrliches, warmes Sommerwetter.

mfg

erron
 
inflamicha Am: 11.07.2015 18:30:05 Gelesen: 417759# 4210 @  
@ Magdeburger [#4204]

Hallo Ulf,

mit solchen Ziffern im Kreis werden die Belege in Rundsendungen gekennzeichnet, üblich z.B. bei Infla Berlin.

Mit der Zustellung hat das nichts zu tun - Du kannst diesen Vermerk also getrost wegradieren. ;-)

Gruß Michael
 
muemmel Am: 11.07.2015 21:50:37 Gelesen: 417681# 4211 @  
Guten Abend,

heute mal wieder etwas aus der Sammlung von Nathan:



Auslandsbriefe bis 20 Gramm kosteten zu der Zeit 6 Millionen Mark Porto. Da für Ungarn und die Tschechoslowakei ein ermäßigter Tarif galt, waren hier "nur" 4,5 Millionen nötig. Gelaufen am 8.10.23 (Portoperiode 19) von Stettin nach Trzynietz und portorichtig mit 275a, 300, 308 und 309 A frankiert.

Sommerliche Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 11.07.2015 23:49:12 Gelesen: 417634# 4212 @  
Guten Abend,

zum Abschluss etwas Einfaches:



Brief von Breslau nach Berlin-Halensee, versandt am 25.11.1919 (PP 4). Das Porto betrug 20 Pfennig, frankiert wurde mit 2mal Mi 85 II und einmal Mi 107.

Schönen Sonntag und sonnige Grüße

Michael
 
hajo22 Am: 12.07.2015 01:27:27 Gelesen: 416700# 4213 @  
Deutsches Reich Infla: Portoperiode vom 20.11.1923-26.11.1923

Wertbrief (Gewicht 30 gr.) über 120 Billionen RM aus Reimlingen vom 24.11. via Nördlingen, 25.11. nach München, Ankunft 26.11.1923.

Frankatur mit Marken vorder- und rückseitig 274 Mrd. RM, Rest ist im Gebühr bezahlt-Stempel enthalten: 2,174 Billionen RM.

Insgesamt kommt das gigantische Porto von 2,448 Billionen RM zustande (Porto handschriftlich vermerkt).



VG, hajo22
 
muemmel Am: 12.07.2015 10:39:34 Gelesen: 416653# 4214 @  
@ hajo22 [#4213]

Moin Hajo,

einen solchen Wertbrief mit Teilbarfrankatur und über einen Wertbetrag von 120 Billionen Mark findet man wahrlich nicht an jeder Straßenecke. Glückwunsch zu dem Teil und danke fürs zeigen.

Ich erlaube mir, die Zahlen etwas aufzudröseln (der Postbeamte hatte dies ja rechts oben auch sauber notiert):

Das Porto für den Brief der 2. Gewichtstufe >20-100 Gramm betrug 28 Milliarden. Bei den anderen Zahlen handelt es sich um Gebühren für Zusatzleistungen. Da ist zunächst die Einschreibgebühr von 20 Milliarden zu nennen. Der größte Batzen ist dann die Versicherungsgebühr, die für jede angefangene Milliarde 20 Millionen betrug; bei einem Wert von 120 Billionen also 2,4 Billionen Versicherungsgebühr.

Zwei Anmerkungen noch dazu: Es gibt hier im Forum das Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege", wozu also ein neues Thema? Außerdem dauerte die Portoperiode 25 vom 20. bis 25.11.1923 und nicht bis zum 26.11.

Grüßle
Mümmel
 
hajo22 Am: 12.07.2015 15:40:27 Gelesen: 416621# 4215 @  
@ muemmel [#4214]

Hallo,

zu Deinen Anmerkungen:

1. Die Portoaufgliederung habe ich mir gespart, sie steht ja handschriftlich oben rechts.

2. Den Thread "Deutsches Reich Inflationsbelege" wollte ich beglücken, allerdings mit meinem PC nicht möglich, da die Datei ein Gigantmaß angenommen hat und ich sie ohne Absturz nicht aufrufen kann. Selbiges gilt bei den Berlin-Stempeln. Ich kann auch diese Datei nicht laden, mein Firefox packt es nicht. Daher das "neue" Thema. Stellt sich m.E. aber ein in die bereits bestehenden Infla-Porto-Perioden.

3. Bei der Dauer der Portoperiode habe ich mich vertan. Stimmt, es muß 25.11.23 heißen, also eine Portoperiode, die gerade mal 6 Tage dauerte. Das waren noch Zeiten.

VG, hajo22
 
gründi Am: 12.07.2015 15:50:01 Gelesen: 416615# 4216 @  
@ hajo22 [#4215]

Hallo Hajo,

das Thema "Inflationsbelege" braucht sehr lange zum Laden, weil sehr viele Bilddateien geladen werden müssen.

Du kannst dem jedoch Abhilfe verschaffen, indem du links im Menü auf "Meine Philaseiten" klickst und dann auf "Meine Einstellungen". Dort kannst du einen Wert für die maximale Anzahl Beiträge bei langen Themen einstellen. Ich habe diese Zahl auf 30 gestellt. Es werden bei mir so nur die letzten 30 Beiträge eines Themas untereinander gezeigt, der Rest verschwindet auf eine andere Seite, die dann extra nachgeladen werden muss. Das spart enorm Zeit und verhindert Systemabstürze bei zu großen Datenmengen.

Viele Grüße

gründi
 

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