Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5250 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 69 79 89 99 109 119 129 139 149 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168   169   170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 189 199 209 210 oder alle Beiträge zeigen
 
JoshSGD Am: 10.07.2015 21:07:54 Gelesen: 391704# 4201 @  
Guten Abend,

heute mal ein Dienstbeleg bis 20g vom 30.8.22 (PP 8; 1.7. - 30.9.22) von Pfaffenhofen nach Geisenfeld. Portorichtig frankiert mit 3 Mark, MeF Mi.Nr. D30.



Gruß
Josh

(Datenbank # 8065)
 
inflamicha Am: 10.07.2015 21:12:41 Gelesen: 391702# 4202 @  
Guten Abend,

und hier noch mal, eine Portoperiode später:



Dieses Mal von Berlin nach Haarlem, am 15.9.1922 (PP 8) abgeschickt. Inzwischen war das Porto gestiegen, die nötigen 3,50 Mark sind mit je einer Mi 164 und 225 erbracht worden.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 10.07.2015 23:11:07 Gelesen: 391656# 4203 @  
Salut zu später Stunde,

hier eine Drucksache vom Letzttag der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923):



Nun mag jemand auf die Idee kommen, dass es sich hierbei nicht um eine Drucksache handeln könnte, aber es hat schon alles seine Richtigkeit. Die Einladung zur Landbund-Versammlung wurde mittels Matrizen gedruckt und erfüllt damit die Erfordernisse einer Drucksache.

Gelaufen am 9.10.23 von Reuthen nach Bloischdorf, portorichtig frankiert mit Marken der MiNrn. 275a und 276.

Nebenbei ist dann auch noch ein Kreisobersegmentstempel (KOS) abgeschlagen, den Dieter Sejak als DER KOS-Spezi als neues Letztdatum bestätigte.

Ein hübsches Wochenende
Mümmel
 
Magdeburger Am: 11.07.2015 15:41:24 Gelesen: 391313# 4204 @  
Liebe Inflafreunde

heute ein nicht so schönes Exemplar von Magdeburg nach München:



Er ist am 30.10.1923 als Einschreiben aufgegeben wurden. Die 20 Millionen setzen sich aus jeweils 10 Millionen für die Einschreibung und für den bis 20 Gramm schweren Brief zusammen.

Interessant ist jedoch auch die Vignette siegelseitig.

Hat die vorseitige "22" im Kreis etwas mit der Zustellung zu tun?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
erron Am: 11.07.2015 15:43:57 Gelesen: 391313# 4205 @  
Zur Abwechselung richtige Massenfrankaturen mit Marken über 100 Stück.

Die preußische Oberförterei in Jänschwalde hatte wohl noch genügend Dienstmarken zu 5 Tausend Mark übrig. Dieser Beleg wurde mit 400 Marken Vorder-und Rückseitig mit der Dienst Nr 89 verklebt. Dazu 3 komplette Bögen mit Oberrand und HAN.

Somit wurde das erforderliche Porto für einen Fernbrief bis 20 Gramm von 2 Millionen Mark erbracht.(PP 19)

.

Stempelabschlag mit einem KOS Stempel von Jänischwalde am 8.10.23, versandt nach der Försterei in Taubendorf.

Alle Marken haben leider nur Strichentwertungen.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 15:55:36 Gelesen: 391302# 4206 @  
Dieser Beleg wurde nun mit 1000 Marken vorder- und rückseitig auch mit der Dienst Nr 89 verklebt.

Somit wurde das erforderliche Porto für einen Fernbrief bis 20 Gramm von 5 Millionen Mark erbracht.(PP 20)



Der Brief wiegt jetzt genau noch 18 Gramm.

Stempelabschlag mit einem KOS Stempel von Jänischwalde, jedoch nun vom 12.10.23. Auch versendet an die Försterei in Taubendorf.

Alle Marken haben leider, wie auch der vorher gezeigte Beleg, nur Strichentwertungen und ist auch geprüft von Infla Prüfer Düntsch.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 16:09:59 Gelesen: 391298# 4207 @  
Dieser Aktenbeleg, frankiert mit 200 Marken der Nr 317, wurde von Freienwalde an den Magistrat nach Straußberg versendet. Anscheinend hatte die Dienstbehörde in Freienwalde keine Dienstmarken mehr vorrätig, und somit wurden Freimarken verwendet. Massenfrankaturen auf Behördenbelege, die mit Freimarken frankiert sind, findet man nicht oft.



Aktenbrief aus der PP 23, Stempelabschlag vom 6.11.23 mit dem Werbestempel von Freienwalde (Bochmann Nr 1; Filbrandt Nr 98). Das Porto für einen Fernbrief betrug 1 Milliarde Mark, was mit den 200 Marken zu 5 Millionen Mark abgegolten wurde.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 16:33:47 Gelesen: 391286# 4208 @  
Bei dieser Massenfrankatur fehlen leider genau 6 Marken, um eine portogerechte Frankatur zu sein.



Frankiert wurde dieser 57 cm lange Beleg mit 244 Marken der Dienst Nr 79.

Das Porto in der PP 17 betrug für einen Ortsbrief bis 250 Gramm 75 Tausend Mark, das wären somit 250 Marken zu 300 Mark. Aktenbeleg als Ortsbrief bis 250 Gramm von Lüchow nach Lüchow, abgestempelt am 14.9.23.

mfg

erron
 
erron Am: 11.07.2015 16:41:52 Gelesen: 391280# 4209 @  
Und zum guten Schluss ein Beleg mit nur 100 Marken.



Aktenbrief mit 100 Marken der Dienst Nr 98 als Ortsbrief bis 20 Gramm; verklebtes Porto von 500 Millionen Mark, von Altona nach Altona, abgestempelt am 6.11.23. Fällt somit in die PP 23.

Wünsche noch ein herrliches, warmes Sommerwetter.

mfg

erron
 
inflamicha Am: 11.07.2015 18:30:05 Gelesen: 391234# 4210 @  
@ Magdeburger [#4204]

Hallo Ulf,

mit solchen Ziffern im Kreis werden die Belege in Rundsendungen gekennzeichnet, üblich z.B. bei Infla Berlin.

Mit der Zustellung hat das nichts zu tun - Du kannst diesen Vermerk also getrost wegradieren. ;-)

Gruß Michael
 
muemmel Am: 11.07.2015 21:50:37 Gelesen: 391156# 4211 @  
Guten Abend,

heute mal wieder etwas aus der Sammlung von Nathan:



Auslandsbriefe bis 20 Gramm kosteten zu der Zeit 6 Millionen Mark Porto. Da für Ungarn und die Tschechoslowakei ein ermäßigter Tarif galt, waren hier "nur" 4,5 Millionen nötig. Gelaufen am 8.10.23 (Portoperiode 19) von Stettin nach Trzynietz und portorichtig mit 275a, 300, 308 und 309 A frankiert.

Sommerliche Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 11.07.2015 23:49:12 Gelesen: 391109# 4212 @  
Guten Abend,

zum Abschluss etwas Einfaches:



Brief von Breslau nach Berlin-Halensee, versandt am 25.11.1919 (PP 4). Das Porto betrug 20 Pfennig, frankiert wurde mit 2mal Mi 85 II und einmal Mi 107.

Schönen Sonntag und sonnige Grüße

Michael
 
hajo22 Am: 12.07.2015 01:27:27 Gelesen: 390175# 4213 @  
Deutsches Reich Infla: Portoperiode vom 20.11.1923-26.11.1923

Wertbrief (Gewicht 30 gr.) über 120 Billionen RM aus Reimlingen vom 24.11. via Nördlingen, 25.11. nach München, Ankunft 26.11.1923.

Frankatur mit Marken vorder- und rückseitig 274 Mrd. RM, Rest ist im Gebühr bezahlt-Stempel enthalten: 2,174 Billionen RM.

Insgesamt kommt das gigantische Porto von 2,448 Billionen RM zustande (Porto handschriftlich vermerkt).



VG, hajo22
 
muemmel Am: 12.07.2015 10:39:34 Gelesen: 390128# 4214 @  
@ hajo22 [#4213]

Moin Hajo,

einen solchen Wertbrief mit Teilbarfrankatur und über einen Wertbetrag von 120 Billionen Mark findet man wahrlich nicht an jeder Straßenecke. Glückwunsch zu dem Teil und danke fürs zeigen.

Ich erlaube mir, die Zahlen etwas aufzudröseln (der Postbeamte hatte dies ja rechts oben auch sauber notiert):

Das Porto für den Brief der 2. Gewichtstufe >20-100 Gramm betrug 28 Milliarden. Bei den anderen Zahlen handelt es sich um Gebühren für Zusatzleistungen. Da ist zunächst die Einschreibgebühr von 20 Milliarden zu nennen. Der größte Batzen ist dann die Versicherungsgebühr, die für jede angefangene Milliarde 20 Millionen betrug; bei einem Wert von 120 Billionen also 2,4 Billionen Versicherungsgebühr.

Zwei Anmerkungen noch dazu: Es gibt hier im Forum das Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege", wozu also ein neues Thema? Außerdem dauerte die Portoperiode 25 vom 20. bis 25.11.1923 und nicht bis zum 26.11.

Grüßle
Mümmel
 
hajo22 Am: 12.07.2015 15:40:27 Gelesen: 390096# 4215 @  
@ muemmel [#4214]

Hallo,

zu Deinen Anmerkungen:

1. Die Portoaufgliederung habe ich mir gespart, sie steht ja handschriftlich oben rechts.

2. Den Thread "Deutsches Reich Inflationsbelege" wollte ich beglücken, allerdings mit meinem PC nicht möglich, da die Datei ein Gigantmaß angenommen hat und ich sie ohne Absturz nicht aufrufen kann. Selbiges gilt bei den Berlin-Stempeln. Ich kann auch diese Datei nicht laden, mein Firefox packt es nicht. Daher das "neue" Thema. Stellt sich m.E. aber ein in die bereits bestehenden Infla-Porto-Perioden.

3. Bei der Dauer der Portoperiode habe ich mich vertan. Stimmt, es muß 25.11.23 heißen, also eine Portoperiode, die gerade mal 6 Tage dauerte. Das waren noch Zeiten.

VG, hajo22
 
gründi Am: 12.07.2015 15:50:01 Gelesen: 390090# 4216 @  
@ hajo22 [#4215]

Hallo Hajo,

das Thema "Inflationsbelege" braucht sehr lange zum Laden, weil sehr viele Bilddateien geladen werden müssen.

Du kannst dem jedoch Abhilfe verschaffen, indem du links im Menü auf "Meine Philaseiten" klickst und dann auf "Meine Einstellungen". Dort kannst du einen Wert für die maximale Anzahl Beiträge bei langen Themen einstellen. Ich habe diese Zahl auf 30 gestellt. Es werden bei mir so nur die letzten 30 Beiträge eines Themas untereinander gezeigt, der Rest verschwindet auf eine andere Seite, die dann extra nachgeladen werden muss. Das spart enorm Zeit und verhindert Systemabstürze bei zu großen Datenmengen.

Viele Grüße

gründi
 
hajo22 Am: 12.07.2015 16:36:57 Gelesen: 390073# 4217 @  
@ gründi [#4216]

Danke. Einstellung geändert (hatte die ungeänderte "Werkseinstellung").

VG, hajo22
 
muemmel Am: 12.07.2015 17:30:36 Gelesen: 390056# 4218 @  
@ hajo22 [#4215]

Hallöle,

1. Die Portoaufgliederung habe ich mir gespart, sie steht ja handschriftlich oben rechts.

Porto in Höhe von 28 Milliarden Mark fiel lediglich für den Brief an, alles andere sind zusätzliche Gebühren, die mit dem Porto nichts zu tun haben. Sorry, wenn ich darauf rumreite, aber so ist es nun mal.

Noch nen hübschen Restsonntag
Mümmel
 
hajo22 Am: 12.07.2015 18:01:11 Gelesen: 390044# 4219 @  
@ muemmel [#4218]

Kein Problem. Hast ja recht. Reite nur weiter rum.

VG, hajo22
 
muemmel Am: 12.07.2015 18:46:59 Gelesen: 390527# 4220 @  
Grüezi,

zum Wochenausklang hier ein Ortsbrief von Nathan:



Am 5.10.23 erhielt die Firma Bade & Dangers Post vom Amtsgericht Berlin-Mitte. Wie der violette Stempel rechts oben besagt, handelte es sich um eine portopflichtige Dienstsache, die jedoch nicht frankiert war. Also durfte der Empfänger die 800.000 Mark für das Porto zahlen.

Der Stempel stammt von einer Sylbe-Bandstempelmaschine mit zwei Stempelköpfen.

Schöne Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 12.07.2015 20:30:59 Gelesen: 390438# 4221 @  
Guten Abend,

heute ein einfacher Fernbrief bis 20g von Zittau nach Olbersdorf vom 30.7. 23 (PP 14; 1.7. - 31.7.23), portorichtig frankiert mit 300 Mark, MiF Mi.Nr. 248 a und 268b.

Markenspanne: 1:2; Marken-Porto-Spanne: 1:3



Gruß
Josh

(Datenbank # 8172)
 
inflamicha Am: 12.07.2015 21:13:37 Gelesen: 390407# 4222 @  
Guten Abend,

heute habe ich aus einer Korrespondenz eine kleine Serie von 3 Dienstpostkarten DP 4 aus 3 aufeinanderfolgenden Jahren, dem jeweils gestiegenen Porto entsprechend auffrankiert:



Am 21.8.1920 (PP 5) ging die erste Karte vom Kulturamt Limburg an den Bürgermeister von Frickhofen auf die Reise, für das Porto von 30 Pf. musste der 10 Pf.-Wertstempel mit einer D 19 a zu 20 Pf. ergänzt werden.



Die nächste wurde am 18.4.1921 (PP 6) verschickt, für das Porto wurden inzwischen 40 Pf. verlangt. 6 Exemplare der D 16 zu 5 Pf. schlossen die Lücke.



Nummer 3 stammt vom 15.9.1922 (PP 8), das Porto betrug jetzt 1,50 Mark. 7 Stück der D 26 mussten es jetzt schon sein, um die Postkarte ausreichend freizumachen.

Leider reißt die Reihe schon ab, mehr Karten aus dieser Korrespondenz habe ich leider nicht.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 12.07.2015 22:34:00 Gelesen: 390345# 4223 @  
@ inflamicha [#4222]

Moin Michael,

eine schöne Zeitreise mit der DP 4, die Du hier vorstellst. Hier zeigt sich wiederum, dass in den Behörden selbst kleinste Wertstufen noch aufgebraucht wurden, damit dem Staat nur kein Verlust entstand.

Grüßle
Mümmel
 
JoshSGD Am: 13.07.2015 13:07:16 Gelesen: 389928# 4224 @  
Guten Tag in die Runde,

heute eine Postreiterkarte im Fernverkehr von Bleidenstadt nach Wiesbaden. Die Postkarte lief am 6.10.22 (PP 9; 1.10. - 14.11.22) und ist mit 3 Mark portorichtig frankiert, MiF Mi.Nr. 183a, 187a, 197a auf P 141 I.

Marken-Porto-Spanne: 1:6



Gruß
Josh

(Datenbank # 8142)
 
hajo22 Am: 13.07.2015 14:53:33 Gelesen: 389874# 4225 @  
Auslandsbriefe in der deutschen Inflationszeit (1922/23) halte ich für besonders reizvoll.

Einschreibbrief (Leinencouvert) aus Berlin 9 von der Überseeischen Industrie- und Handels-GmbH in Berlin (vormals: Deutsche Diamanten Gesellschaft) an die Deutsche Kolonial-Gesellschaft für Südwest-Afrika i.L. (= in Liquidation), Swakopmund.

Gestempelt Berlin 3.1.1923 via Köln 4.1.1923 nach Swakopmund, Ankunft 8.2.1923 mit kleinem Zensurvermerk vorderseitig (Ziffer in Raute neben Ortsangabe).
Frankiert mit 340 RM (3x100 RM + 2x20 RM):

Auslandsbrief bis 20 gr. = 80 RM
(jede weiteren 20 gr. 40 RM)
bei weiteren 120 gr.6x40 RM = 240 RM
+ R-Gebühr = 20 RM
------------------------------------
gesamt 340 RM für einen R-Bf. bis 140 gr. (was vom Format her vorstellbar ist)
 

Im Hinblick auf Absender und Adressat habe ich den Brief als "kolonialen Nachläufer" eingeordnet.



VG, hajo22
 


Das Thema hat 5250 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 69 79 89 99 109 119 129 139 149 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168   169   170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 189 199 209 210 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht