Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Alliierte Besetzung: Bautenserie von 1948
Das Thema hat 338 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12   13   14 oder alle Beiträge zeigen
 
Oscar Acosta Am: 12.08.2015 10:13:44 Gelesen: 40666# 289 @  
Guten Tag Allerseits,

bislang hatte ich mich recht wenig mit der interessanten Bautenserie beschäftigt. Das hat erst Eingang gefunden nachdem ich einen größeren Posten erhalten habe. Als Laie bei diesen Marken scheint es mir schon recht schwierig richtig zu bestimmen.

Ich habe nachfolgend drei Blocks der Michel Nr. 93, 60 Pf Kölner Dom. Das Wasserzeichen ist WZ 1 W. Druckerei müsste anhand des OR-Stücks Bagel sein und die Zähnung ist eine Linienzähnung L 11. Aber schon bei der Bestimmung der Typen scheitere ich. Als PF-Sammler bin ich dann auch interessiert an den Feldmerkmalen, aber auch da komme ich nicht weiter.

Ich wäre deswegen sehr erfreut, wenn mir jemand aus der Reihe der Spezialisten da etwas Hilfestellung geben könnte. Verzähnungen sind bei der Serie sehr häufig ?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,

Oscar


 
doktorstamp Am: 12.08.2015 15:57:58 Gelesen: 40622# 290 @  
@ Sachsen3er [#285]

Die teuerste Marke erhält die im Michel stehende Belegbewertung, zzgl. die anderen Marke werden als lose Marken hinzugerechnet, sofern ihr Katalogwert über €5 liegt.

Hinzu spielen bei der Bewertung Destination (Bestimmungsort) und Zusatzleistungen, wobei ersteres oft maßgebend sein kann.

@ Oscar Acosta [#289]

Hallo Oscar,

herzlich willkommen hier im Forum.

Bei der Typenbestimmung der Domwerte hilft ein Michel Deutschland Spezial, muß nicht nagelneu sein. Ansonsten wenn Du es erwägst über Retuschen und Plattenfehler einzusteigen, dann ist eine Mitgliedschaft der Arge sehr zu raten.

Verzähnungen der Bautenmarken sind keine Seltenheiten, entstammen aber oft entwendeter Makulatur der Druckerei. Viel Geld sollte man nicht dafür ausgeben.

Die Verbandsprüfer für dieses Gebiet sind oft auf den meisten Messen zu treffen, der neue gelegentlich auch, beide sind nette Herrn und zuvorkommend.

Wenn Du den Link zu der Arge nicht auftreiben kannst, sind meine Emails hinterlegt.

mfG

Nigel
 
Oscar Acosta Am: 13.08.2015 11:09:02 Gelesen: 40517# 291 @  
Hallo Nigel,

vielen herzlichen Dank für die Infos. Den Deutschland Spezial hatte ich angewendet. Ich komme aber mit den Einordnungen der Typen und auch der Plattenfehler nicht klar, möglicherweise stehe ich da einfach noch "auf dem Schlauch".

Ich gehe mal die Seiten der Arge durch, vielleicht wird es dann erhellender.

Viele Grüße,

Oscar
 
Bautenfünfer Am: 28.08.2015 00:51:35 Gelesen: 38935# 292 @  
@ Oscar Acosta [#289]

Vielleicht könntest du feinere Scans zeigen, dann kann ich dir sofort sagen, welche Type das ist, aber du kannst auch Beitrag [#32] und [#33] anschauen.
 
Oscar Acosta Am: 31.08.2015 10:10:40 Gelesen: 38668# 293 @  
Hallo Bautenfünfer,

ich habe nunmehr versucht bessere Scans zu machen.

Nach der Beschreibung im Michel Spezial meine ich die Marken als Typ I mit WZ 1 W - Druckerei Bagel identifiziert zu haben. Liege ich richtig ?



Mit den Plattenfehlern im Michel, bzw. den Feldmerkmalen werde ich nicht warm. Das wird wohl nicht ohne Spezialliteratur gehen, oder ?

Vielen herzlichen Dank im Voraus.

Oscar
 
doktorstamp Am: 31.08.2015 12:26:12 Gelesen: 38641# 294 @  
@ Oscar Acosta [#293]

Lieber Oscar,

Deine Scans sind immer noch zu "verschwommen", um eine Typenbestimmung zu unternehmen.

mfG

Nigel
 
Oscar Acosta Am: 31.08.2015 16:20:57 Gelesen: 38600# 295 @  
Hallo Nigel,

vielen Dank für die Aufmerksamkeit - es wäre mir jetzt nicht aufgefallen. Du hast recht, leider ergab ein nochmaliger Versuch auch kein besseres Bild. Da werde ich auf die Hilfe verzichten müssen - entschuldigt das bitte.

Viele Grüße,

Oscar
 
Bautenfünfer Am: 06.09.2015 02:27:55 Gelesen: 38123# 296 @  
Es ist eindeutig die Type I mit Wasserzeichen W, aber mit genaueren Scans hätte ich noch die Bogenfelder bestimmen können.
 
stampmix Am: 18.10.2015 19:14:02 Gelesen: 34949# 297 @  
Hallo zusammen,

die ROCA Apparatebau aus Düren sandte am 14.4.1951 einen 21-40gr. schweren Auslandsbrief per Luftpost nach Stockholm (S) und frankierte ihn mit den Standardwerten der Bautenserie, dabei ein 9er-Block der 4Pf. Das Porto für einen doppelschweren Auslandsbrief betrug 50Pf. zuzüglich 25Pf./20gr. Luftpostzuschlag innerhalb Europa.



mit bestem Gruß
stampmix
 
Bautenfünfer Am: 19.10.2015 07:17:09 Gelesen: 34829# 298 @  
Auch ein netter Brief:

25 Pf Luftpostbrief Inland nach Berlin Briefporto (20Pf + 5PF Luftpost-Inlandsgebühr). Nicht sooo besonders, doch als Eckrandstück-Einzelfrankatur! Habe ich vorher noch nie gesehen.


 
westfale1953 Am: 19.10.2015 08:41:54 Gelesen: 34802# 299 @  
Hallo Volker (Bautenfünfer),

dann will ich auf die Schnelle auch mal einige Fünfer zeigen, alle auf Beleg:

Ortsbrief Wuppertal-Vohwinkel - W.-Elberfeld



Zustellungsurkunde Düsseldorf - Duisburg



Ortsbrief Wuppertal



Ortsbrief Frankfurt



Postkarte Grebenstein - Hersfeld



Brief Mosbach (Baden) - Schleswig



Ortsbrief Wuppertal



Luftpost Hannover-Stücken - Berlin



Schönen Tag noch,
Bernhard
 
Bautenfünfer Am: 30.11.2015 21:20:34 Gelesen: 31066# 300 @  
Mal wieder was Besonderes:

Vor ca. 2 Jahren hab ich einen für mich genialen Brief bekommen:



RETUSCHE 28 LXII, Feld 400/98 (durch Folientausch PMVIII/SM 98) Wasserzeichen 1W, Zähnung L11 ! Stempel Aichach, 19.07.1949

Nur bei der Plattengruppe 3 wurden auf dem Südwestbogen die letzten beiden Felder 499 und 400 ausgetauscht. Das Feld 499 bekam das Feld 91 und das Feld 400 wurde mit dem Feld 98 ausgetauscht.

In Linienzähnung L11 sind Marken der Plattengruppe 3 nur von 3 Druckplatten bekannt. Diese sind sehr selten!! Sonst gibts die nur in der üblichen Kammzähnung...

Damals war das der erste Brief in Zähnung L11, den ich überhaupt nach über 20jähriger Forschung an diesem Wert gefunden hatte. Hab ich mich damals gefreut.
Nun hab ich Anfang November bei unserem Regionaltreffen der ArGe in Soltau einen zweiten Brief von genau dem gleichen Absender gefunden, der auch noch an die gleiche Adresse gerichtet ist. Bloß eineinhalb Jahre später abgeschickt, Stempel Aichach, 20.03.1951.! Der Hammer ist aber. Wieder mit einem Eckrandstück, doch dieses mal:



RETUSCHE 41 IV, Feld 300/92 (durch Folientausch PMII/SM 92) Wasserzeichen 1W, Zähnung L11 ! Also dieses mal ist es ein Südwestbogen!

So wie beim Südostbogen der Plattengruppe 3 wurden auch auf dem Südwestbogen die letzten beiden Felder 399 und 300 ausgetauscht. Das Feld 399 bekam das Feld 91 und das Feld 300 wurde mit dem Feld 92 ausgetauscht.

Damit ist klar, dass in Aichach wohl eine Bogenmappe der Plattengruppe 3 auf dem Postamt lag, der aus Südostbögen und Südwestbögen der Plattengruppe 3 in Linienzähnung L11 bestand.

Es sind erst drei Briefe mit 5 Pf Marken in Linienzähnung der Plattengruppe 3 bekannt!! Und davon zwei als Eckrandstücke mit Retusche

Hier mal eine Statistik über diese seltene Zähnung L11 bei der Plattengruppe 3:

Auflage der 5 Pf weit gezähnt laut Druckunterlagen: 260.000.000 Marken (260 Millionen).

Es gibt ca. 45 Druckplatten = 260.000.000 : 45 = 5.750.000 Stück (5,75 Millionen) ist also die durchschnittliche Auflage einer Druckplatte.
Eine Druckplatte hat 400 Felder, will man die Auflage eines bestimmten Feldes rechnet man: 5.750.000 : 400 = 14.375 Druckbögen pro Druckplatte.

Von der Plattengruppe 3 gibt es eine Teilauflage von drei Platten auch mit Linienzähnung L11

- Bei Platte 1 ist das Verhältnis von Kamm- zu Linienzähnung 15:1
- Verhältnis 15:1 bei Platte 1 = 14.375 : 15 = 958 Druckbögen in Linienzähnung L11!

- Bei Platte 2 ist das Verhältnis von Kamm- zu Linienzähnung 30:1
- Verhältnis 30:1 bei Platte 2 = 14.375 : 30 = 479 Druckbögen in Linienzähnung L11!

- Bei Platte 3 ist das Verhältnis von Kamm- zu Linienzähnung 50:1
- Verhältnis 50:1 bei Platte 3 = 14.375 : 50 = 287 Druckbögen in Linienzähnung L11!

958+479+287 = Die jeweiligen (Tertiären Merkmale (TMs) der Plattengruppe 3 gibt es nur 1724x in L11, also wurden insgesamt nur 1724 Druckbögen in L11 gezähnt.

1724x400 sind insgesamt 689.600 Marken der Plattengruppe 3 in L11. Das klingt ja nicht so tragisch, denn das ist im Schnitt jede 377te Marke. Aber die nächste Rechnung beweist, wie schwierig es ist, bestimmte quartäre Merkmale(QM)oder Retuschen von einer Druckplatte in Linienzähnung L11 zu finden.

Man muss ca. 271.000 Marken durchsuchen, um evtl. ein QM/Retusche der Platte 1 in L11 zu finden!
Man muss ca. 542.000 Marken durchsuchen, um evtl. ein QM/Retusche der Platte 2 in L11 zu finden!
Man muss ca. 906.000 Marken durchsuchen, um evtl. ein QM/Retusche der Platte 3 in L11 zu finden!

Obwohl die Forschungen auf der Durchsicht von mehr als 1.600.000 Marken basieren, habe ich einige TMs der Plattengruppe 3 in L11 noch gar nicht gesehen, oder besitze nur ein oder zwei Exemplare in L11. Das bestätigt die außerordentliche Seltenheit der Linienzähnung bei der Plattengruppe 3!

Natürlich wurden bei diesen drei Platten auch Felder retuschiert. Diese Retuschen sind in Linienzähnung 11 äußerste Seltenheiten!
 
Bautenfünfer Am: 19.12.2015 22:29:00 Gelesen: 29183# 301 @  
Hier mal ein kleiner Auszug aus meiner 5 Pf Forschungssammlung:

Doppelzähnungen:



Die bekannte Retusche 1:



Die Retusche 1 im Viererblock nochmals in besserer Auflösung:



Die Retusche 213 in seltener Zähnungs/Wasserzeichenkombination:



Seltener Stempel/Kleinwalsertal:



Mehr Infos auf http://www.bautenserie1948.com

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest !
 
Bautenfünfer Am: 21.12.2015 07:09:00 Gelesen: 29109# 302 @  
Gerade eben gefunden, Urfehler und dazugehörige Retusche!

Bei der 10 Pf findet man nicht so leicht Urfehler und die dazugehörende Retusche, da es bei über 240 Druckplatten (enge und weite Zähnung) doch ein großer Zufall ist - es gibt soooo viele verschiedene Felder.


 
BriefmarkenMaus Am: 21.12.2015 11:51:14 Gelesen: 29074# 303 @  
Hallo auch,

habe hier eine Karte mit der Bautenserie in meiner Sammlung gefunden. War die Karte portogerecht frankiert ?

Sonst waren immer nur 10 Pf drauf und die Notopfer Marke.



Eure BriefmarkenMaus Julia
 
Kaesklepper Am: 21.12.2015 13:16:43 Gelesen: 29060# 304 @  
@ BriefmarkenMaus [#303]

Bis zum 01.09.1948 betrug das Porto für eine Karte 12 Pfg, danach 10 Pfg. (in der französischen Zone ab 1.10.48 und in Berlin West ab 1.6.49).

Der Stempel zeigt 6.9.51, also wären es 10 Pfg. Ich vermute dass keine 10 Pfg zur Hand waren, und 2 4er wären zu wenig gewesen.

Gruß
Peter
 
Max78 Am: 21.12.2015 13:54:04 Gelesen: 29049# 305 @  
@ Bautenfünfer [#302]

Servus Bautenfünfer,

wiedermal sehr interessant, Deine letzten Beiträge. Ich hab gleich mal meine Dubletten bei der 10 Pfennig durchgeschaut, was vergleichbares blieb dabei leider wieder einmal aus. Da ich mich dabei auf die selbe Stelle der Briefmarke konzentriert habe, konnte ich noch ein anderes Feldmerkmal entdecken, ob es sich um eine Retusche handelt, glaube ich allerdings weniger. Hier die beiden Marken, beide im Februar 1950 gestempelt:



mit Grüßen von Max und Dir ein schönes Weihnachten
 
BriefmarkenMaus Am: 21.12.2015 16:17:37 Gelesen: 29020# 306 @  
@ Kaesklepper [#304]

Dass es mal billiger wurde bei der Post ist ja fast unglaublich. :-)

Zu den damaligen Portostufen habe ich nichts gefunden im Spezial, deshalb die Frage.

Ist ja fast wie bei der Inflation. Vielen Dank zu den Info´s .

@ Max78 [#305]

Kann mich da nur anschließen. Ein sehr sehr interessantes Thema und wirklich ausführliche Recherche und Arbeit von Bautenfünfer.

Eure BriefmarkenMaus Julia
 
Bautenfünfer Am: 23.12.2015 07:14:46 Gelesen: 28901# 307 @  
Das Merkmal ist das Sekundäre Merkmal (SM) 86.

Es kommt auf jedem Feld 86 in der engen und weiten Zähnung vor, daher auch 4x auf jeder Druckplatte. Siehe [#279].

Höchstwahrscheinlich wurde damals bei der Herstellung der 100er Folie ein Fleck retuschiert. Es ist eine SM-Retusche und bei einer Auflage von ca. 5,4 Milliarden 10ern gibt es dieses Merkmal 54.000.000 mal (54 Millionan) so wie alle anderen SMs der 10 Pf. Es ist eines der schönsten SMs.

Hier mal zwei von meinen:



Und danke für die Komplimente - ich helfe gerne jederzeit! :-)
 
Kaesklepper Am: 23.12.2015 10:03:59 Gelesen: 28868# 308 @  
Frage an die Experten: Offizielles Papier oder unter kurioses in die Sammlung?



Links sind Reste eines Eindrucks von Post zu erkennen:



Rückwärtig eine stilisierte Lilie:



Vielen Dank für eurer Bemühungen.

Peter
 
Bautenfünfer Am: 23.12.2015 17:54:55 Gelesen: 28808# 309 @  
Also - es ist auf keinen Fall etwas offizielles. Vielleicht kannst du ja mal die Größe eines Feldes messen und mir schreiben.

Ich glaube es ist ein privater Druck, ein Schwarzdruck mit dem Motiv "Brandenburger Tor". Damit man Felder ausschneiden kann fürs Album, da ohne Wertziffer benutzbar für alle Werte mit diesem Bild (20Pf, 24Pf, 30Pf, 50Pf und 80Pf).

Aber doch wohl etwas älter und auf jeden Fall thematische ein nettes Teil für die Bautensammlung. Tja - heutzutage hat man Dateien und damals ging es halt noch mit ausschneiden und draufmalen.

Hier z.B. im Jahr 1961 über die 30 Pf, da wurde dann die Wertziffer eingesetzt:



alles per Hand

Ich zeige hier ein Blatt aus einer Veröffentlichung, das ich selber im Jahre 1990 mit 26 Jahren gezeichnet habe und das damals im "spec sheet", im amerikanischen Bautenmitteilungsblatt veröffentlicht wurde:



Immerhin war das schon ein fertiger DIN A 5 Schwarzdruck mit Wertziffer und mußte dann nur aufgeklebt und noch mit Tusche und Deckweiß bearbeitet werden.
 
Kaesklepper Am: 23.12.2015 19:45:33 Gelesen: 28789# 310 @  
Das Markenbild ist 2,3 x 2,8.

Aber könnte schon deiner 5 Pfg. ähneln, im Kleinformat.

Vielen Dank
 
Max78 Am: 23.12.2015 22:18:54 Gelesen: 28753# 311 @  
Da das Thema endlich wieder wachgerüttelt wurde, habe ich mich mal ein wenig mit der 60 Pfennig auseinander gesetzt. Auch mich bringt der Michel-Spezial nicht mehr weiter, es fehlen einfach zu viele Merkmale.

Da wäre zum 1. die Mi. 93 mit kleinem waagrechten Strichlein im rechten Turm, ein Merkmal, das sehr häufig bei meinen ca. 200 Einzelmarken vorkam (rund 7 Marken):



Dann als 2. ein etwas - das glaube ich zumindest - selteneres Merkmal mit waagrechten Strichen in rechtem wie linkem Turm (sieht für mich wie eine Retusche aus):



Und zu guter letzt eine für meine Begriffe erhebliche Delle am linken oberen Markenrand (mit 2. kleiner Delle darunter), wo ich mich wundere - wenn es ein bekanntes Merkmal wäre - warum nicht im Michel-Spezi aufgeführt:



Na ja, Bautenfünfer wird das gewiss sehr gut einordnen können und ich werde mich schleunigst mal um einen gescheiten Katalog mit all den verschiedenen Merkmalen, Retuschen, etc. kümmern müssen, bevor Bautenfünfer noch die Krise kriegt ;-),

mit besten Grüßen Max
 
Bautenfünfer Am: 24.12.2015 12:34:55 Gelesen: 28664# 312 @  
Ich bekomm doch keine Kriese! Hihi ... Ich finde es toll, wenn hier viele Sammler mitschreiben, mitreden und ihre Schätze veröffentlichen!

Also - als erstes für alle, die die Bautenserie etwas intensiver kennen lernen wollen: VERGESST DEN MICHELKATALOG !

Das bisserl, was im Michel steht, ist nur ein Bruchteil dessen, was es wirklich an Literatur über die Bauten gibt.

Z.B. Max78, deine 60Pf Type III mit der Delle: Es gibt 5 Druckplatten und eine Druckplatte hat 400 Felder. 400x5 sind 2000 VERSCHIEDENE FELDMERKMALE (PLATTENFEHLER) der 60 Pf Type III. Wie soll der Michel dazu Platz haben ? Diese Delle ist eines (aber ein besonders schönes, großes) von 2000 Feldmerkmalen. Das ist ja das tolle! Allein mit diesen 2000 Merkmalen kann man alle 5 Druckplatten rekonstruieren (Man sagt dazu auch plattieren).

Und zur Übersetzung: Plattenfehler = Feldmerkmal

Nur - ich betone, allein nur über diese 60Pf Type III gibt es von unserem Handbuch und Mitteilungsblatt der ArGe Bautenserie 1948 ca. 150 DIN a 4 Seiten. Wie sollte der Michel denn das unterbringen? Und das ist nur dieser eine Wert. Über die 60 Pf Type I gibt es über 400 Seiten Literatur, aber auch über meine 5 Pf Type V Forschungen hab ich hier bei mir 5 dicke Ordner mit Unterlagen. Hier bei mir stehen über 25 dicke Alben und ca. 30 Zigarrenschachteln mit ca. 750.000 Stück und es sind nur die 5 Pf Marken. Bei meinem 5 Pf Wert sind es ca. 45 Druckplatten, also gibt es theoretischerweise ca. 18.000 verschiedene Merkmale (Plattenfehler). Ich arbeite seit über 20 Jahren an diesem Wert und finde immer noch Merkmale (z.B. Retuschen), die ich vorher noch nie gesehen habe. Das ist wie jagen!

Übrigens: Von der 60Pf Type II oder von der 5 Pf Type I gibt es nur eine Druckplatte mit 400 verschiedenen Feldern. Die kann ein Bauten-Anfänger sehr gut plattieren da es ja nur 400 verschiedene Merkmale sind. Unterlagen hierfür (auch über die anderen Werte) gibts über die ArGr Bautenserie 1948 zu bestellen. Unterlagen über die 5 Pf (Primäre Merkmale, Sekundäre Merkmale, Retuschen etc.) kann man aber auch bei mir bekommen, da ich als Verfasser ja die Rechte daran habe.

Kaum eine andere Dauermarkenserie ist aufgrund der verschiedenen Zähnungen, Wasserzeichen, Farben und Typen so vielfältig, dass der Spezialsammler, wohl ein halbes Leben braucht, um alle Varianten dieser Serie zu besitzen. Doch der erfahrene Bautensammler findet selbst jetzt noch auf Börsen, Flohmärkten oder Sammlertreffs seltene, teure Typen oder auch schöne Merkmale für einen Bruchteil des Katalogwertes. Man muß nur die Augen aufmachen und Erfahrungen sammeln. Es ist mehr Briefmarken "jagen", als sammeln.

Das Merkmal am rechten Turm, auf der drei eng gezähnten 60 Pf Type IV Marken ist das PM (Primäre Merkmal) 34a. In der 6 von der Wertziffer ist rechts noch ein kleiner Punkt, das ist das PM 34b.

Ach ja, über die Druckaufbau von Westermann hab ich ja schon etwas geschrieben [#279], bei der Druckerei Bagel (25, 40, 60 und 90 Pf Type II, II und IV) gibt es einen etwas anderen Aufbau, den ich demnächst hier und auf meiner Website http://www.bautenserie1948.com beschreiben werde.
 
Bautenfünfer Am: 26.12.2015 12:41:54 Gelesen: 28304# 313 @  
Hier mal ein paar 5er (was denn sonst bei mir) mit schönen Merkmalen, die auch nicht im Michel sind, manche aber sehr selten sind:

Feld 144 der Plattengruppe 5: Nicht selten, aber ein schöner Druckausfall im Dach mit Vergleichsmarke



Feld 408 der Plattengruppe 1: Ein schöner Fleck am rechten Turm - gibt es auch auf anderer Platte retuschiert und ist auch nicht selten



Bei der rechten Marke, Feld 471 der Plattengruppe 1, ist die Wertziffer retuschiert, mit Vergleichsmarke, seeehr selten ! Seltener als die bekannte Basisretusche R.1, die im Michel steht.



Seeehr selten! Urfehler am linken Turm auf Feld 358, Plattengruppe 1, noch seltener, die Retusche dazu !



Feld 162, Rand beschädigt und Retusche des PM II, Plattengruppe 5, häufig



Und hier noch einen sogenannten Plattenschaden auf Feld 289 - 200 der Plattengruppe 1:



Das ist kein verschmierter Druck, sondern beschädigte Druckklischees, sind auch nicht sooo selten, aber schauen toll aus!

Außerdem: Frohe Weihnachten an alle Sammler von kleinen bedruckten Papierbildchen !
 

Das Thema hat 338 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12   13   14 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht