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Thema: Philatelie in der Presse - Aus den Vereinen
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Richard Am: 30.10.2008 09:11:00 Gelesen: 513652# 87 @  
"Hobby Briefmarkensammeln lebt" - Der Verein Briefmarkenfreunde Wolfenbüttel gibt einen Einblick in die Welt der Postwertzeichen

Von Christin Scheithauer

Newsklick.de, Wolfenbüttel (28.10.08) - Dass heute der Tag der Briefmarke ist, wissen vermutlich nur wenige. Dabei soll für das Briefmarkensammeln geworben werden. Wer denkt, dieses Hobby sei in Vergessenheit geraten, liegt falsch, meint Sieglinde Ostermeier.

Siglinde Ostermeier ist Abteilungsleiterin im Vertrieb und Kundendienst der Deutschen Philatelie. Sie sagt: "Das Briefmarkensammeln in Deutschland lebt. Wir haben über 1,2 Millionen aktive Kunden aus Deutschland und den Nachbarländern. Wir verschicken 30 000 Pakete pro Tag."

Manche Sammler zählen ihre Alben gar nicht mehr

Auch hier findet man eine begeisterte Gruppe von Sammlern: Der Verein Briefmarkenfreunde Wolfenbüttel besteht aus 30 Mitgliedern. Sie treffen sich jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr in der Palmerie-Gaststätte im Asse-Sport-Center, um Briefmarken zu tauschen und sich über ihr Hobby zu unterhalten.

Hermann Buchholz, 74 Jahre alt und Vorsitzender, sowie Edmund Gleitz (74), Schriftführer, sind seit Anfang der 70er Jahre in dem 1956 gegründeten Verein. Beide haben so viele Briefmarkenalben, dass sie das Zählen wohl schon längst aufgegeben haben.

Zweimal im Jahr treffen sich die Briefmarkenfreunde auch mit anderen Vereinen zum Großtauschtag, bei dem sie nicht nur Briefmarken, sondern auch Erfahrungen austauschen können. Dabei sind die Gebiete der Sammlungen ganz unterschiedlich: "Ob Briefmarken aus der ehemaligen DDR oder Briefmarken aus den umliegenden Ländern – bei uns ist alles dabei. Eine Frau aus unserem Verein sammelt zum Beispiel Katzenmotive. Ich sammle unter anderem auch Briefmarken rund um Mozart", sagt Gleitz.

Die Briefmarken bekommen die Sammler durch Tauschen, Auktionen, bei Händlern oder bei Großveranstaltungen – wie zum Beispiel beim 109. Deutschen Philatelistentag in Weiden, der am ersten Oktoberwochenende stattfand. Dort war auch Hermann Buchholz vertreten.

Den Briefmarkenfreunden fehlt der Nachwuchs

"Wir hatten alleine für den Samstag über 1000 Anmeldungen. Das Motto lautet immer mehr: Wir zeigen, was unser Hobby ist. Auch die Jugend ist stark vertreten und initiiert viele Aktionen."

Dem können die beiden Dienstältesten Buchholz und Gleitz leider nicht zustimmen: ,,Uns fehlt die Jugend, der Nachwuchs. Wir haben einen Altersdurchschnitt von über 70 Jahren. Wir freuen uns über jedes jüngere Gesicht. Aber auch jeder andere ist willkommen. Wir freuen uns über jedes Mitglied." Das Klischee, Briefmarkensammeln sei eine trockene Angelegenheit, bedienen die Briefmarkenfreunde aus Wolfenbüttel nicht.

(Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2164/artid/9346742)

Bei den Tauschtreffen der Briefmarkenfreunde herrscht gute Laune: (von links) Edmund Gleitz (Schriftführer), Hermann Buchholz (Vorsitzender) und Jörg Isensee (Mitglied). (Foto: Christin Scheithauer)


 
Richard Am: 04.11.2008 10:57:21 Gelesen: 513591# 88 @  
Alles von unschätzbarem Wert: 50. Sammlerbörse in Zehdenick - Ulrich Drewin kündigt Rücktritt an

Von Cindy Lüderitz

Märkische Allgemeine, Zehdenick (03.11.08) - Thomas Hanisch hadert ein wenig mit sich selbst. Vielleicht, so überlegt er, hätte er doch ein paar andere Briefmarkenalben einpacken sollen. Das, was auf dem Tisch vor ihm liegt, ist schließlich nur ein kleiner Teil seiner Sammlung, die zu Hause in Berlin ein ganzes Zimmer einnimmt.

Zwei bis drei Tage vor einer Börse packt er die Reisetaschen und lässt sich dabei von seiner Intuition beraten, was die Besucher interessieren könnte oder auf dem Markt derzeit besonders nachgefragt ist. Trotz sorgfältiger Planung, das Zehdenicker Publikum gibt sich an diesem Wochenende zurückhaltend.

Im Jahr 40 nach ihrer Vereinsgründung haben die Zehdenicker Münzfreunde zur 50. Sammlerbörse eingeladen. Händler aus Zehdenick, Neuglobsow sowie Berlin und Umgebung breiten vor sich aus, was im Universum eines Sammlers „immer von unschätzbarem Wert ist“, sagt einer der Kollegen. Orden, Münzen, Geldscheine, Ansichtskarten und eben Briefmarken.

Thomas Hanisch hat unter anderem ein Postwertzeichen der Deutschen Post von 1986 mitgebracht. 40 000 Stück soll es davon geben. Es sei eine gute Investition, der Preis verhandelbar. Für rund 100 Euro würde er es verkaufen. Aber die Geschäfte mit den Briefmarken laufen nicht mehr so gut. „Früher war die Briefmarke die Aktie des kleinen Mannes, heute ist das anders“, konstatiert Thomas Hanisch. Die neuesten Ü-Eier-Figuren wäre er in Zehdenick losgeworden, entsprechende Anfragen gibt es im Laufe des Vormittags, aber die hat er nicht dabei.

Als die Kundschaft durch ist, wagen auch die Händler untereinander einen Blick in die Sammlung des anderen. 50 Prozent der Geschäfte kommen so zustande. Der große Rest via Internet. Börsen dienen oft nur der Vorauswahl.

Als im Saal des Gasthauses Berlin die Schlussruhe einkehrt, wird an den Tischen auch über die Zukunft der Zehdenicker Börse spekuliert. „Ohne den Leitwolf wird es schwierig, ich bin gespannt“, sagt einer der Händler und spielt auf den von Ulrich Drewin verkündeten Rücktritt als Vereinschef an. 28 Jahre lang stand dieser den Münzfreunden vor. Ob es 2009 mit dem Verein weitergeht, steht nach Worten Drewins noch in den Sternen. „Ich hoffe es jedoch sehr.“

Der Zehdenicker Verein ist einer der wenigen, die den Wendeknick überstanden haben. Die Oranienburger, Fürstenberger, Neuruppiner und Templiner haben es nicht geschafft, an die DDR-Tradition anzuknüpfen. Auch deshalb steht der Verein der Havelstadt heute für die Region.

Am 28. November 1968, erinnert sich Ulrich Drewin, fanden sich interessierte Münzsammler erstmals im „Haus Vaterland“ zusammen und gründeten die AG Numismatik im DDR-Kulturbund. Schon wenig später wurden Ausstellungen organisiert und Fachvorträge gehalten. Der Wettbewerb konzentrierte sich auf die begehrten DDR-Gedenkmünzen. Nur etwa die Hälfte der Mitglieder kam regulär in ihren Besitz. Wer D-Mark in der Tasche hatte, konnte im Intershop auch alle Ausgaben kaufen.

Heute zählt der Verein sechs Mitglieder, es fehlt wie in vielerlei Hinsicht vor allem die Jugend. Nur wenige Kinder haben an diesem Sonnabend Interesse für das Hobby ihrer Väter gezeigt. Thomas Hanisch aber hat bei seinem Sohn „alles richtig“ gemacht. Hanisch junior teilt die Leidenschaft des Vaters für das „Horten“ von Raritäten.

Hanisch war zum ersten Mal auf der Zehdenicker Münzbörse, er könnte sich gut vorstellen wieder zu kommen. Wenn sich die Vereinsmitglieder hier neue sortieren und ein neuer „Leitwolf“ an Drewins Stelle rückt, könnte er dazu Gelegenheit bekommen.

(Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11348971/61129/Sammlerboerse_in_Zehdenick_Ulrich_Drewin_kuendigt_Ruecktritt_an.html)
 
Richard Am: 05.11.2008 11:00:02 Gelesen: 513572# 89 @  
Hans Burwig leitet Arbeitsgemeinschaft - Briefmarkensammler suchen Nachwuchs

Märkische Allgemeine / wh, Perleberg (03.11.08) - Die Welt der bunten, gezähnten Briefmarken Kindern näher zu bringen, das ist die Passion von Hans Burwig, welcher der Arbeitsgemeinschaft Junger Philatelisten in Perleberg vorsteht. Gestern trafen sich die Nachwuchs-Briefmarkensammler im Effi, um sich über ihr Hobby auszutauschen und Anleitung zu erfahren.

Burwig stand noch ganz unter dem Eindruck eines Jugendbildungsseminars zur Gestaltung von Ausstellungsexponaten, das vom 12. bis 14. September im Jugenderholungszentrum Frauensee bei Berlin stattfand. Fünf Perleberger nahmen daran teil. „Wir haben wieder viele Kniffe und Tricks zum Exponataufbau gezeigt bekommen“, erzählte Burwig von seinen Erlebnissen.

Unter den 27 Teilnehmern war auch eine polnische Delegation junger Philatelisten aus Kargowa in der Woiwodschaft Zielona Gora, mit der es einen lebhaften Austausch gab. Etliche postalische Belege wechselten den Besitzer und bereicherten das jeweilige Sammelgebiet.

Wer Interesse am Briefmarkensammeln hat, kann sich gern der Perleberger Kinder- und Jugendgruppe anschließen. Die nächste Zusammenkunft, die gleichzeitig eine kleine Weihnachtsfeier darstellt, findet am Sonntag, 7. Dezember, um 10 Uhr im Perleberger Effi statt.

(Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11349047/61469/Hans_Burwig_leitet_Arbeitsgemeinschaft_Briefmarkensammler_suchen_Nachwuchs_FREIZEIT.html)
 
Richard Am: 06.11.2008 11:05:43 Gelesen: 513557# 90 @  
Auf groß folgt größer: Briefmarkensammler bereiten Sonderausstellung vor

Von Martin Fröhlich

Neue Westfölische Zeitung, Löhne (03.11.08) - Joachim Geyh hat Mühe, das Gespräch weiter zu führen. Ständig wird er angesprochen, kommen neue Besucher, verlassen andere den Raum. "Heute ist wirklich viel los. Toll", sagt der Vorsitzende des Briefmarken- und Münzensammler Vereins. Der Großtauschtag in der Werretalhalle verläuft so, wie Geyh sich das gedacht hat.

Ersttagsbriefe, Münzen, alte Postkarten, Schriften und natürlich tausende von Briefmarken haben die Sammler mitgebracht. Staunen, verhandeln, tauschen, kaufen - geschäftiges Treiben herrscht an allen Ständen. "So muss das aussehen", befindet Geyh und schmunzelt. "Ich habe auch etwas erwischt", sagt er und zaubert fünf historische Postkarten aus der Innentasche seines Jacketts. Sie zeigen Löhner Motive wie die Ulenburg in einer Zeit, die lange zurückliegt.

Doch Geyhs Gedanken schweifen gleich wieder weiter, denn längst hat er das Ereignis des nächsten Jahres im Kopf: "Im April steht unsere Jubiläumsausstellung an. Der Verein ist genauso alt wie die Stadt Löhne und die feiert ja 40-jähriges Bestehen", erklärt der Sammler. Manch Überraschung plane man, wie etwa drei Sonderstempel. "Zwei davon werden ein Löhner Motiv zeigen. Die Post wird außerdem eigens für die Ausstellung ein Sonderpostamt hier einrichten." Da wird Joachim Geyh schon wieder angesprochen: "Mach’s gut", sagt ein Vereinskollege. "Du bist doch im April als Aussteller dabei", antwortet Geyh. "Na ja, ich weiß noch nicht", druckst der andere Sammler. Geyh lässt das nicht zu: "Ach was, na klar bist du dabei. Du hast so schöne Sammlerstücke." Und von rechts ruft der zweite Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Blöbaum: "Wir zählen auf dich."

(Quelle: http://www.nw-news.de/nw/lokale_news/loehne/loehne/?cnt=2664580)

Wolfgang Blöbaum zeigt einige Sammlerstücke seiner Briefmarkensammlung wie den Sonderbogen rechts im Bild. Dessen Motiv sind heimische Libellen.



(Foto: Martin Fröhlich)
 
Richard Am: 07.11.2008 11:15:18 Gelesen: 513534# 91 @  
Sammelleidenschaft auch nach Jahrzehnten ungebrochen: Rolf Löbering gehört den Delmenhorster Briefmarkensammlern seit 1938 an

Von Timo Kühnemuth

Delmenhorster Kreisblatt, Delmenhorst (04.11.08) - Schon mal eine Briefmarke in Bananen-Form gesehen? Oder eine Marke aus Kunststoff? Rolf Löbering (83) ist einer der wenigen Menschen, die auf beide Fragen offen und ehrlich mit Ja antworten können. Seit seinem achten Lebensjahr ist er leidenschaftlicher Philatelist, seit seinem 14. gehört er den Delmenhorster Briefmarkensammlern an. Für seine 70-jährige Mitgliedschaft hat ihn der Verein am Wochenende ausgezeichnet.

„Mein Onkel hat mir meine ersten Marken geschenkt. Von da an war ich infiziert“, erinnert sich Löbering an den Anfang einer lebenslangen Leidenschaft für alles, was einer Briefmarke auch nur ähnlich sieht. Bis unter die Decke stapeln sich bei ihm zu Hause die Marken-Alben mit Wertzeichen aus aller Herren Länder. Auf die Frage, wie viele Marken er besitzt, kann der frühere Apotheker nur noch mit den Achseln zucken – so viele sind es nach 76 Jahren Philatelie.

Doch wer glaubt, dass Löbering wahllos anhäuft, der irrt. Sein oberstes Ziel ist es, in den Besitz von vollständigen Sammlungen zu gelangen. Außerdem gibt es Marken, die auf ihn eine besondere Faszination ausüben. „Blumen und Gemälde mag ich besonders gern“, nennt er seine Lieblingsmotive. Besonders freue er sich über Briefmarken, die Kunstwerke von Picasso oder Hundertwasser zeigen.

Und dennoch: Seine liebsten Sammlerstücke sind das nicht. Besonders stolz ist Löbering auf personalisierte Marken, die er eigens anfertigen ließ. Eine zeigt seine bereits verstorbene Frau, eine andere das Delmenhorster Wappen. „Sowohl die Deutsche als auch die Österreichische Post bieten so einen Service an“, verrät er, wer die Kostbarkeiten gedruckt hat.

Löbering ist sich sicher: Ohne seine Vereinskollegen wäre das Sammeln nur halb so schön. Hier kann er mit Gleichgesinnten sprechen und die eine oder andere Marken tauschen. Hinzu kommt, dass die Delmenhorster Briefmarkensammler großen Wert auf die Gemeinschaft legen. „Wir fahren zu Ausstellungen und besuchen Tauschbörsen“, nennt Löbering, der dem Verein von 1966 bis 1973 vorstand, Beispiele. Kohlfahrten oder Weihnachtsfeiern seien ebenfalls zu nennen.

Zu seinem Bedauern müsse der Verein über Nachwuchsmangel klagen, eine Jugendgruppe – über Jahrzehnte der ideale Einstieg für junge Philatelisten – gebe es nicht mehr. Dabei mache das Briefmarkensammeln großen Spaß – auch über Jahrzehnte hinweg. Wer könnte das glaubwürdiger behaupten als Löbering?

Ansprechpartner beim dk für die Vereinsserie: Timo Kühnemuth
Telefon (0 42 21) 156-241 / Fax (0 42 21) 156-290 / E-Mail: redaktion@dk-online.de

(Quelle: http://www.dk-online.de/index.php?artikel=5349605)

Er ist die beste Werbung für den Verein: Wer mit Rolf Löbering spricht, versteht, warum Briefmarkensammeln Spaß machen kann. In seinem Besitz finden sich diverse Skurrilitäten, unter anderem eine Marke in Bananen-Form.



Diese Marken erschienen in dem Jahr, in dem Rolf Löbering dem Verein beitrat. (Foto: Timo Kühnemuth)
 
Richard Am: 08.11.2008 11:23:08 Gelesen: 513510# 92 @  
Großtauschtag wieder sehr gut besucht

Selber Tagblatt / Frankenpost, Selb (04.11.08) - Der Briefmarken- und Münzengroßtauschtag im Rosenthal-Feierabendhaus war wieder der Magnet für die Sammler. Aus ganz Nordbayern, aus Thüringen und Sachsen und aus der Tschechischen Republik waren die Philatelisten und Numismatiker gekommen, um zu handeln, zu feilschen und zu kaufen. Zwar ist auch auf diesem Gebiet der Internet-Handel auf dem Vormarsch, dennoch zeigte sich der Vorsitzende des ausrichtenden Briefmarken- und Münzensammlervereins Selb, Werner Plechschmidt, zufrieden mit dem Besuch. Immerhin seien auch Sammler aus Heidenheim, Erfurt oder Weimar nach Selb gekommen.



(Foto: Godawa)
 
Richard Am: 11.11.2008 09:03:52 Gelesen: 513475# 93 @  
Gäste staunen über Rohrpost - Ausstellung Detmold-Zeitz im Rathaus in Zeitz zu sehen - Lebenswerk von Grünewald gewürdigt

Von Klaus-Dieter Kunick

Mitteldeutsche Zeitung, Zeitz (09.11.08) - Im Friedenssaal des Zeitzer Rathauses wurde am Sonnabend die zwölfte Briefmarkenschau im Rahmen der Partnerschaftsausstellung Detmold-Zeitz & in memoriam Grünewald gezeigt. "Hans Grünewald wäre am 4. November 100 Jahre alt geworden.

Wir ehren damit sein Lebenswerk", sagte Hubert Tretner, 1. Vorsitzender des Vereins für Briefmarkenkunde Zeitz von 1880. Zu sehen war die Entwicklung der Poststempel in und um Stettin, das Lebenswerk von Grünewald. Gut 20 000 Briefmarken und Postdokumente konnten sich die nahezu 150 Besucher anschauen. Unter den Gästen weilte auch die Tochter von Hans Grünewald Heidrun, die in der Nähe von Neuruppin wohnt. "Meinem Vater hätte die Ausstellung gut gefallen", so die 58-Jährige. "Wir tauschen hier natürlich auch Erfahrungen aus", fügte Hubert Tretner hinzu. Jeder Philatelist sei auf der Suche, um seine eigene Sammlung zu vervollständigen.

"Es ist immer wieder reizvoll, sich die verschiedenen Motive anzuschauen", so Gernot Vogel, der 1. Vorsitzende der Briefmarkenfreunde aus Detmold, der Partnerstadt von Zeitz. Schließlich sei die Post einst das einzige Kommunikationsmittel gewesen. Vogel entschied sich für das Sammeln von Marken aus Venezuela und Brasilien, da er in diesen beiden Ländern viele Jahre arbeitete. Auf Ausstellungen, ergänzte er, sehe man immer wieder etwas Neues und brachte die Berliner Rohrpost von Bernd Stoyke ins Gespräch. "Die Rohrpost habe ich für die Schau in Zeitz gewählt, weil hier ein hinreichend enger zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Leben von Hans Grünwald und der Existenz der Rohrpost besteht", erklärte der Detmolder. Die Geschichte der Rohrpost begann 1876 in Berlin und endete 1963 in West- und 1976 in Ostberlin. Der Brief und die schon aufgeklebte Briefmarke hießen einst Ganzsache und wurde nur in Berlin in einer unterirdischen 7,56 Zentimeter dicken Röhre unter Druck verschickt. Knapp 80 Kilometer bestand das Berliner Netz, das in mehrere Zwischenstationen unterteilt war. Für diese Rohrpost interessierte sich Petrik Wittwika aus Tröglitz, der darüber ganz schön staunte. Nein, so etwas habe er noch nicht gesehen. Darüber will er sich informieren. Der Tröglitzer widmet sich Gedenkbriefmarken. Er habe die Zeitzer Privatpost im Auge, die nicht lange existierte und um 1900 herum bestand. Steffi Schaller aus Kayna sammelt ein "bisschen nebenbei" und schaute sich ebenfalls im Friedenssaal um.

(Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1225104625381&openMenu=1012902958733&calledPageId=1012902958733&listid=1018348861922)



Sie kamen während der Briefmarkenausstellung ins Gespräch: Heidrun Grünewald, Hubert Tretner und Gernot Vogel (von links). (Foto: Corina Wujtschik)
 
Richard Am: 12.11.2008 09:09:21 Gelesen: 513454# 94 @  
Auf großer Schatzsuche: Gut besuchter Briefmarken-Großtauschtag in Gaildorf

Von Axel Brockmann

Südwest-Presse, Gaildorf (10.11.08) - Weit mehr als 150 Besucher haben gestern den Ostalb-Großtauschtag des Briefmarkensammlervereins Gaildorf besucht. Die interessierten "Schatzsucher" kamen aus der ganzen Region.

Das Sammelinteresse galt neben Briefmarken, Ansichtskarten auch Münzen und Telefonkarten. Im Foyer der Limpurghalle präsentierten die Gaildorfer Sammler ein abwechslungsreiches Programm. Eine Briefmarkenausstellung bot einen Einblick in die große Vielfalt des Markensammelns. Besonders lokale Themen, wie "Der Gruß aus Untergröningen" oder die "Notmaßnahmen der Post in Schwäbisch Hall nach Kriegsende" fanden ein reges Publikumsinteresse. Aber auch thematisch aufgebaute Sammlungen begeisterten die Besucher.

Für Bernhard Scheu, Vorsitzender des Briefmarkensammlervereins, steht die Information der Sammler im Vordergrund. Am Vereinsstand standen daher fachkundige Sammler für Fragen von Interessierten zur Verfügung. "Im Verein bieten wir neben Katalogen aus der ganzen Welt auch eine umfassende Beratung: Von Grundfragen bis zur Beschaffung von Sammelgut hilft der Verein", betont Scheu die Vorteile einer Sammlergemeinschaft. "Ein großes Anliegen ist auch die Jugendarbeit. Wir bieten jungen Briefmarkenfreunde in der Jugendgruppe Spaß und Unterhaltung, aber auch ein lehrreiches Hobby", berichtet Scheu. Daher nutzte der Verein den Tauschtag auch, um Eltern und Großeltern anzusprechen. Gerade Erwachsene sind es heute, die selbst als Kind gesammelt haben, und wissen, wieviel Freude aber auch Kenntnisse das Sammeln von Briefmarken vermitteln kann. In der Jugendgruppe bietet der Verein daher ganz spezielle Jugendangebote.

Ein Blick auf das Angebot beim Ostalb-Großtauschtag: Briefe, mit Marken frankiert und per Post befördert sind in großer Anzahl zu finden. Ansichtskarten, gerade aus der Region, stehen weiterhin in großem Sammlerinteresse. Das Angebot ist jedenfalls vielseitig - Marken aus Deutschland, den Nachbarstaaten oder aus exotischen Ländern. In Gaildorf konnten Sammlerherzen höherschlagen.

(Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/region/neuekreisrundschau/rundschau_lokal/3956244/artikel.php?SWAID=a162a2653baec605f5110888c56808e9)



In Gaildorf konnten Sammlerherzen gestern höher schlagen. Beim Ostalb-Großtauschtag des Briefmarkensammlervereins standen Ansichtskarten mit Motiven aus der Region in großem Sammlerinteresse. (Foto: Axel Brockmann)
 
Richard Am: 13.11.2008 09:15:25 Gelesen: 513430# 95 @  
Briefmarken, die Visitenkarte eines Landes

Von Kristina Anger

Ludwigsburger Kreiszeitung, Schwieberdingen (10.11.08) - Den Kirbesonntag bereichert hat gestern auch der Philatelistische Club. Im Mehrzweckraum des Rathauses konnten nicht nur Briefmarken und Münzen getauscht werden, sondern im Foyer auch Motiv-Sammlungen und alte Postkarten aus dem Strohgäu bestaunt werden.

Zum Philatelistischen Club gehören 380 Mitglieder aus Schwieberdingen, Markgröningen, Möglingen, Tamm und Hemmingen. „Es gibt einzelne Aktionen vor Ort“, so Walter Marchert, der den Club vor 52 Jahren mitgegründet hat.

Zum Verein gehören auch 20 Kinder und Jugendliche. „Ihr höchstes Ziel“ ist es, eine eigene Sammlung aufzubauen und zu Ausstellungen zu gehen, wo sie bewertet werden“, erklärt Marchert. Haben sie erst die Württembergische, die Süddeutsche und die Nationale Meisterschaft geschafft, können sich die Sammler an internationalen Wettbewerbsausstellungen beteiligen. Drei der Jugendlichen, die im Philatelistischen Club sind, haben das jüngst geschafft. Sie zeigten gestern einen Teil ihrer Sammlung.

Walter Marcherts Enkelsöhne Mike und Dennis Gutmann waren zwei von den jungen Ausstellern. Der zwölfjährige Mike hat eine Briefmarkensammlung rund um die Insel Mauritius aufgebaut. Sein Bruder, der 15-jährige Dennis Gutmann hingegen, hat das Thema Fußball gewählt. „Da ist sogar die erste Fußballmarke dabei, die es auf der Welt gab. Sie kommt aus Ungarn“, so Marchert. Auch die neueste Fußball-Briefmarke hat Dennis. Sie stammt aus Österreich und wurde zur Europameisterschaft herausgegeben. „Sie ist rund wie ein Fußball und wurde auf echtes Fußballleder gedruckt“, fügt der Opa hinzu. Der dritte junge Aussteller im Bunde war Jonas Vogd. „Der Leuchtturm – Fels in der Brandung“, lautete sein Thema. „Seine Oma kommt aus dem hohen Norden“, erklärt Marchert die Wahl des Themas.

Natürlich konnte gestern auch nach Herzenslust getauscht und gestöbert werden. „Es gibt einen Sammlerflohmarkt. Die Wühlkisten, die sind das Besondere“, so Marchert. Viele Sammlerfreunde würden ihre Familien bei der Kirbe abliefern und dann in aller Ruhe beim Philatelistischen Club auf die Jagd nach den gezackten Papierchen und Münzen gehen.

„Ich sammle seit über 60 Jahren Briefmarken“, erzählt Walter Marchert. Er sei der geborene Sammler, fügt er hinzu. An diesem Hobby fasziniere ihn, dass die ganze Welt auf kleinstem Raum abgedruckt sei. „Briefmarken sind die Visitenkarten eines Landes.“

(Quelle: http://www.ludwigsburger-kreiszeitung.de/index/LKZPortal/Vereine.html?arid=14832)



Gestern konnte in Ruhe gestöbert und getauscht werden. (Bild: Alfred Drossel)
 
Richard Am: 14.11.2008 09:29:58 Gelesen: 513411# 96 @  
Sammler zeigen wieder ihre Schätze

Schwäbische Zeitung, Leutkirch (12.11.08) - Jedes Jahr veranstaltet der Briefmarken- und Münzenclub Leutkirch in Kooperation mit dem Isnyer Philatelisten-Club eine große Messe in Leutkirch. Händler aus der ganzen Region Allgäu-Oberschwaben-Bodensee zeigen ihre Schätze und bieten Sammlern und Neueinsteigern eine reiche Auswahl an.

"Sammler sind glückliche Menschen" hat Goethe einmal gesagt. Dieses Hobby wird von sehr vielen Menschen betrieben, oft auch neben dem Sport, Reisen, Garten oder anderen Freizeitbeschäftigungen. Briefmarken zu "seinem Thema" zu sammeln, ob es exotische Pflanzen oder Länder sind, Sport, Eisenbahnen oder Tiere, bei Briefmarken gibt es alles. Seit die ersten Marken im Mai 1840 in England erschienen sind, werden sie gesammelt - gestempelt oder ungestempelt. Auf Briefen, Postkarten, einzeln oder als Neuerscheinung im Satz.

Ein spannendes Hobby

"Es gibt kein Gebiet, das nicht auf Briefmarken behandelt und dargestellt worden ist, und wer sich mit der Philatelie beschäftigt, bekommt ein Wissen, das ihn in Schule und Beruf erfolgreicher werden lässt. Es ist ein spannendes wie auch vielseitiges Hobby", meint der stellvertretende Vorsitzende des Briefmarken-Clubs Leutkirch, Hans Günter Kuhlmann. Briefmarken geben Auskunft über historische, politische, kulturelle und geschichtliche Ereignisse eines Landes. Die Thematik ist so vielseitig, dass heutzutage manche Sammler sogar Motivsammlungen anlegen. Unter 350 verschiedene Themen hat man die Qual der Wahl, wie zum Beispiel Autos, Weltraum, Steine, Gemälde oder Schiffe.

Dabei kann das Sammeln auch zum kriminalistischen Abenteuer werden. Denn wer sich mit den Feinheiten der Marken beschäftigt, wie Zähnung, Farben, Druckarten, Aufdrucke oder gar Fehler, der findet immer neue Variationen. Das moderne Briefmarkensammeln findet heute zum Teil auch am Computer statt. Ansprechen möchte der Briefmarkenclub auch Kinder und Jugendliche und so hat Bernd Walther, Schulleiter der Grundschule Ausnang seit einem Jahr eine Briefmarken-AG, bei der er mit Acht- bis Zehnjährigen die Briefmarkenkunde anschaulich erläutert. Einmal im Monat bringen die 16 Kinder ihre Alben mit zur Schule und es wird sortiert, getauscht und der Katalog studiert. Sie lernen wie und was man sammelt, wie man Marken behandelt und wie man die Alben anlegt. Zur Messe gestalten die Kinder extra Motivtafeln mit ihren Lieblingsthemen, die im Foyer ausgestellt werden.

Bei der alljährlichen Briefmarken- und Münzenmesse kommen Händler von weitem Umkreis und bieten alles, was Sammlerherzen höher schlägen lässt. Auch die Mitglieder aus Leutkirch und Isny stellen einige Sammlungen vor, darunter alte Postsachen der königlichen Poststelle Friesenhofen, alte Postkarten aus Herlazhofen und Niederhofen. Jede Privatperson kann seine Sammlung zeigen, schätzen lassen oder zum Tausch anbieten.

Beim Treffen des Briefmarken- und Münzenclubs Leutkirch, jeden zweiten Dienstag im Monat, ab 18.30 Uhr im Gasthof "Rad", treffen sich die Mitglieder, um Marken oder Münzen auszutauschen und ihre neuen Errungenschaften zu zeigen. Hier ist auch alles vorhanden, was ein Sammler braucht, wie Messetermine, Kataloge, Messgeräte und viel Auswahl ringsherum.

(Quelle: http://www.szon.de/lokales/leutkirch/leutkirch/200811120027.html)
 
Richard Am: 15.11.2008 09:35:48 Gelesen: 513393# 97 @  
Hoffen auf den Nachwuchs

Von Thomas Faulhaber

Ludwigsburger Kreiszeitung, Asperg (12.11.08) - „Noch 15 Tage am Arsch der Welt, dann geht’s endlich nach Hause“, das schrieb 1993 ein Bundeswehrsoldat aus Somalia nach Hause. Die Feldpost im Nachkriegsdeutschland ist ein Beispiel, nach welchen Themen Philatelisten sammeln. Ein Ausschnitt davon wurde am Sammlertag in Asperg gezeigt.

Still geht es zu in der Stadthalle. Ein Briefmarkensammler ist allergisch gegen jede Hektik. Es herrscht eine Atmosphäre wie im Lesesaal einer Bibliothek – ruhig wird in Sammelbänden geblättert. Sie werden nach Fehlstücken durchforstet, wer fündig wird, bietet eine andere, ebenbürtige Marke zum Tausch. Theoretisch, denn wer sich nicht handelseinig wird, tauscht Geld gegen Ware.

„Wir sind hier aber keine Börse“, betont die Sprecherin des Asperger Briefmarkensammelvereins, Vivian Werner. Vorrang habe immer noch das System Marke gegen Marke, Kauf und Verkauf seien die Ausnahme und außerdem: „Es werden hier keine nennenswerten Beträge umgesetzt.“

Die Freunde der zackigen Bilder versuchen Kindern die Sammelei mit „Einsteigertütchen“ schmackhaft zu machen. Tiere für Mädels, Flieger für Jungs. Aber wenn sie trotz Geschenk ausbleiben, kann auch kein Interesse wachgekitzelt werden. Zwei Dutzend Sammler zählt der Verein noch, früher waren es über 100. Der Nachwuchs bricht weg.

Dabei sprühen die Asperger vor Ideen. 2010 zum 500-jährigen Fest der Stadterhebung wollen sie eine Sondermarke mit Sonderstempel auflegen. Bis dahin soll auch die ortskundliche Sammlung – gerade im Aufbau – auch gewachsen sein. Postkarten mit Ortsansichten sind gesucht und besondere Stempel aus der Asperger Umgebung.

Denn die sind ein neues Gebiet, auf das sich Sammler stürzen. Sie suchen Umschläge mit Firmenstempeln aus den Tagen, da größere Unternehmen die Postwertzeichen mit eigenen Frankiermaschinen entwerteten.

Die Asperger Briefmarkenfreunde träumen einen Traum. Gerne würden sie Konterfeis berühmter „Knastbrüder“ vom Hohenasperg mit deren Briefen aus dem Gefängnis zusammen ausstellen. „Einige sind mittlerweile rehabilitiert und zieren zahlreiche Briefmarken.“ Aber für dieses Projekt fehle es doch an „manpower“, obwohl die meisten Mitglieder Rentner sind und Zeit haben.

(Quelle: http://www.ludwigsburger-kreiszeitung.de/index/LKZPortal/Vereine.html?arid=14902)



Immer weniger Jugendliche interessieren sich für das Sammeln. (Bild: Alfred Drossel)
 
Richard Am: 16.11.2008 08:46:35 Gelesen: 513371# 98 @  
Philatelisten laden Künstler ein - Erfolgreicher Großtauschtag des Briefmarkensammler-Vereins

Von Christine Potter

Mindener Tagblatt, Minden (14.11.08) - Zum traditionellen Großtauschtag des Mindener Briefmarkensammler-Vereins laden sich die Vorstandsmitglieder immer etwas Besonderes einfallen. Sei es eine Themenausstellung oder, wie in diesem Monat, die Vorstellung der Post-Künstler von "Mail-Art Minden."

Vielen Post-Künstlern gilt Minden seit langem als ein Mekka der "Mail-Art." Seit einem Vierteljahrhundert gibt es in der Weserstadt selbstproduzierte Künstler-Marken. Einige wurden beim Großtauschtag der Philatelisten vorgestellt. Der Mindener Künstler Peter Küstermann, "Mail-Art-Postbote" aus Leidenschaft, gab dazu Interessierten ausführliche Erklärungen.

Eine Stellwand zeigte Künstlermarken aus aller Welt, aber auch ein erstmals frankaturgültiges deutsches Postwertzeichen zur Mail-Art, das auf einem Briefumschlag eingedruckt ist. "Wir machen alles, was die Post vergaß", schmunzelte Peter Küstermann in seiner blau-gelben Uniform. Da war zum Beispiel eine Marke zum 1200-jährigen Bestehen der Stadt Minden zu sehen. Bekanntlich hat die Deutsche Post zum Stadtjubiläum keine Marke ausgegeben. Die Kunstpostboten sind übrigens im Guinnessbuch der Rekorde verewigt, weil sie ein Jahr um die Welt reisen, mit eigenen Marken und eigenen Stempeln.

Neben der künstlerischen Philatelie gab es natürlich auch den Großtauschtag. Viele Sammler aus ganz Ostwestfalen hatten ihre Alben mitgebracht, suchten und fanden so manche Marke, die ihnen noch fehlte.

Auf weiteren Stellwänden hatten  Ulrich  Wilke   und Eckard Prasuhn vom Vorstand des Sammlervereins eine kleine Ausstellung vorbereitet. Zu sehen waren Werbestempel aus dem Raum Minden, die Ulrich Wilke zusammengetragen hatte. Da waren Briefe mit Stempeln zur Mindener Messe oder zum Freischießen. Auch eintägige Ereignisse in der Stadt wurden früher durch Poststempel in Erinnerung gebracht. Eckhard Prasuhn zeigte Briefumschläge mit Absenderfrei-Stempeln von Mindener Firmen, von denen einige heute nicht mehr existieren.

(Quelle: http://mt-online.de/mt/lokales/minden/?sid=c6aed85bf6da0cc12713138f1f30c671&cnt=2686953)



(MT-Foto: Christine Potter)
 
Richard Am: 18.11.2008 08:47:57 Gelesen: 513343# 99 @  
Die Briefmarke flüstert und der Brief spricht

Von Beate Volmari

Ludwigsburger Kreiszeitung, Freiberg (16.11.08) - Es muss keine blaue Mauritius sein, auch eine Briefmarke mit einem Verkaufswert von 100 Euro kann eine Kostbarkeit sein, wenn sie in der eigenen Sammlung fehlt. Bei der Börse des Briefmarken- und Münzsammelvereins wurde getauscht, gekauft und gefachsimpelt.

Am Sonntag veranstaltete der Briefmarken- und Münzsammelverein in der Lugaufhalle eine Tauschbörse mit Ausstellung, bei der die eigenen Bestände komplettiert und Sammlungen bewundert wurden. Elf Philatelisten zeigten in einer Rahmenausstellung, wie vielfältig die Sammelgebiete sind. Kaum ein Thema, das es nicht gibt - von der Motivsammlung Monrepos über 60 Jahre Israel bis zu Fünf-Pfennig-Werten aus den Jahren 1880 bis 2001. „Die Briefmarke flüstert, der Brief spricht“ lautet eine alte Philatelistenweisheit. Deshalb werden nicht nur einzelne Marken gesammelt, sondern auch Briefe und Postkarten. „Der größte Fehler ist es, einen Brief ins Wasser zu legen und die Marke abzulösen“, erklärt
Vereinsvorsitzender Peter Klasen. „Der Poststempel ist oft wertvoller als die Briefmarke selbst. Er zeigt, wohin die Briefmarke ging. Und es gibt auch schöne Zusatzstempel.“ Im Trend liegt weiterhin die Heimatpflege. So war in der Ausstellung auch die Ludwigsburger Heimatsammlung mit Ansichtskarten ab 1896 oder die Reihe „Marbach“ zu bewundern. Bis etwa 1900 waren die Karten auf dem extra dafür vorgesehenen Feld auf der Bildseite beschriftet. Die Rückseite war früher für Adressen reserviert, da durfte nichts anderes drauf stehen. Ansichtskarten, erzählt Klasen, dürften seit diesem Jahr laut Regelung vom Bund der Philatelisten auch an Wettbewerben teilnehmen.
Hans-Jürgen Rohbock, ebenfalls Mitglied des Freiberger Vereins, konzentriert sich auf Münzen und hat neben seinen Alben auch einige Rahmen zusammengestellt. Mit Erläuterungen versehen, zeigen die rumänischen Münzen oder Silber- und Kuperfmünzen aus Österreich ab 1848 die Geschichte des Landes.

Den ganzen Tag kamen Sammler – fast überwiegend männlich – mit Alben und Kästen in die Halle, um Briefmarken und Münzen zu tauschen, zu kaufen und fehlende Stücke aufzustöbern. Man lauschte dem Geflüster der Marken und blätterte im Michel-Katalog, Bibel der Philatelisten. „Auch wenn man nicht viel einnimmt, lohnt sich dieser Tag. Das Wichtigste ist doch, unser Hobby zu präsentieren und Gleichgesinnte zu treffen“, bringt es Rohbock auf den Punkt.

(Quelle: http://www.ludwigsburger-kreiszeitung.de/index/LKZPortal/Vereine.html?arid=15040)



Eine Rarität aus einer Russlandsammlung (Bild: Alfred Drossel)
 
Richard Am: 19.11.2008 08:51:01 Gelesen: 513319# 100 @  
Sammler finden Raritäten

Schwäbische Zeitung / cno, Leutkirch (17.11.08) - Die Briefmarken- und Münzenmesse hat gestern zahlreiche Sammler und interessierte Gäste angelockt. Nicht nur Marken und Münzen, auch wertvolle Dokumente, alte Postkarten und Sammler- alben konnten besichtigt, gekauft oder getauscht werden.

Schon im Foyer überraschten schöne Motivtafeln von Ausnanger Schülern, seltene Markenserien von den dänischen Färöer-Inseln und alte Postkartensammlungen über Herlazhofen, Friesenhofen und Niederhofen die Besucher. Drei-Kreutzer-Briefmarken, 1875 abgestempelt von der Postagentur Friesenhofen, alte Dokumente, Rechnungen und Sammleralben wurden bestaunt. Es wurde verhandelt, diskutiert, gekauft oder getauscht. Münz- und Briefmarkenhändler aus der ganzen Region sowie aus dem bayerischen Nachbarland waren vertreten und boten ihre Schätze an, darunter einen Freibrief mit Siegel des fürstlichen Hauses Waldburg-Zeil aus dem Jahre 1779, der damals einem Bediensteten zu einem bürgerlichen Leben verhalf. Für eigene Sammlungen oder Briefmarkennachlässe standen fachkundige Berater und Schätzer zur Verfügung. Die alljährliche bedeutende Messe in Leutkirch wird vom Münzen- und Briefmarkenclub Leutkirch in Zusammenarbeit mit dem Philatelisten-Club Isny organisiert.

Die Münzensammler kamen auch auf ihre Kosten. Viele Euro-Serien aus allen europäischen Ländern sowie alles rund die "gute alte D-Mark-Zeit" waren geboten. Dass ein Fünfmarkstück aus dem Jahr 1958 mit der Prägezahl J einen Sammlerwert von 900 bis 2000 Euro hat, kann ein Laie fast nicht glauben, doch damals wurden nur 60 000 Stück geprägt und eine limitierte Auflage beziffert - je nach Zustand der Münze den Wert. Auch Fehlprägungen können sehr wertvoll sein, sind aber auch reine Liebhaber-Dinge. Ein Zehnpfennigstück von 1967 mit Prägezahl G habe einen Marktwert von 35 Euro, laut dem Katalog "Münzen-Revue", erklärte ein Händler.
Sammler finden Raritäten

LEUTKIRCH (cno) Die Briefmarken- und Münzenmesse hat gestern zahlreiche Sammler und interessierte Gäste angelockt. Nicht nur Marken und Münzen, auch wertvolle Dokumente, alte Postkarten und Sammler- alben konnten besichtigt, gekauft oder getauscht werden.

Schon im Foyer überraschten schöne Motivtafeln von Ausnanger Schülern, seltene Markenserien von den dänischen Färöer-Inseln und alte Postkartensammlungen über Herlazhofen, Friesenhofen und Niederhofen die Besucher. Drei-Kreutzer-Briefmarken, 1875 abgestempelt von der Postagentur Friesenhofen, alte Dokumente, Rechnungen und Sammleralben wurden bestaunt. Es wurde verhandelt, diskutiert, gekauft oder getauscht. Münz- und Briefmarkenhändler aus der ganzen Region sowie aus dem bayerischen Nachbarland waren vertreten und boten ihre Schätze an, darunter einen Freibrief mit Siegel des fürstlichen Hauses Waldburg-Zeil aus dem Jahre 1779, der damals einem Bediensteten zu einem bürgerlichen Leben verhalf. Für eigene Sammlungen oder Briefmarkennachlässe standen fachkundige Berater und Schätzer zur Verfügung. Die alljährliche bedeutende Messe in Leutkirch wird vom Münzen- und Briefmarkenclub Leutkirch in Zusammenarbeit mit dem Philatelisten-Club Isny organisiert.

Die Münzensammler kamen auch auf ihre Kosten. Viele Euro-Serien aus allen europäischen Ländern sowie alles rund die "gute alte D-Mark-Zeit" waren geboten. Dass ein Fünfmarkstück aus dem Jahr 1958 mit der Prägezahl J einen Sammlerwert von 900 bis 2000 Euro hat, kann ein Laie fast nicht glauben, doch damals wurden nur 60 000 Stück geprägt und eine limitierte Auflage beziffert - je nach Zustand der Münze den Wert. Auch Fehlprägungen können sehr wertvoll sein, sind aber auch reine Liebhaber-Dinge. Ein Zehnpfennigstück von 1967 mit Prägezahl G habe einen Marktwert von 35 Euro, laut dem Katalog "Münzen-Revue", erklärte ein Händler.

(Quelle: http://www.szon.de/lokales/wangen/sport/200811170434.html)
 
Richard Am: 20.11.2008 08:55:17 Gelesen: 513291# 101 @  
Ausstellung: Tauschtag in der Bibliser Riedhalle / Briefe und Postkarten aus beiden Weltkriegen: Briefmarken erzählen Geschichten

Morgenweb.de / ue, Biblis (17.11.08) - Wer auf der Jagd nach der blauen Mauritius ist oder gerne die Münzen sehen wollte, die noch von den Großeltern zum Einkaufen genutzt wurden, war bei dem Großtauschtag des Vereins für Briefmarken- und Münzenkunde Biblis genau richtig.

Wie in jedem Jahr fand der große Tauschtag für Münzen und Briefmarken in der Bibliser Riedhalle statt. Bereits um 9 Uhr fanden sich die ersten Philatelisten ein, um ihre Ordner und Hefte auf den Tischen auszubreiten. Rund 50 Besucher - die Laufkundschaft ausgenommen - zählte Vereinsvorsitzender Dietmar Borries und zeigte sich über die Besucherzahl ein wenig enttäuscht, die trotz der zahlreichen Werbemaßnahmen niedrig blieb. "Wir haben, wie viele andere Vereine auch, ein Problem mit dem Nachwuchs", erklärte der Vorsitzende. Das Briefmarkensammeln sei heute nicht mehr so populär. Dafür sei es seit der Euro-Umstellung wieder stärker im Trend, Münzen zu sammeln.

Dokumente zur Heimatgeschichte

Zusammen mit den beiden anderen Vorsitzenden, Volker Held und Alfred Hertling, sorgte er dafür, dass beim Tauschtag nicht nur Briefmarken- und Münzfreunde auf ihre Kosten kamen. Auch so mancher Geschichtsliebhaber konnte einiges in der zum Tauschtag vorbereiteten Ausstellung entdecken. Dort wurden besondere Briefmarken aus der Schweiz, dem Vatikan und Jugoslawien gezeigt, daneben gab es auch alte Dokumente zur Geschichte von Biblis und eine Rote-Kreuz-Ausstellung zu sehen.

Die Ausstellungsobjekte wurden von den Vereinsmitgliedern zusammengetragen und Alfred Hertling war stolz, seinen Fundus in der Roten-Kreuz-Ausstellung zu präsentieren. Dort wurden zahlreiche Briefe und Postkarten aus den beiden Weltkriegen ausgestellt. Karten und Briefe aus russischen Gefangenenlagern und Suchmeldungen an das Rote Kreuz riefen bei so manchem Betrachter alte Erinnerungen wach.

Farbenprächtig waren neben dieser eher melancholischen Seite die Briefmarken aus verschiedenen Ländern. Mal war der Scherenschnitt eines Papstes zu sehen, mal ein Einhorn oder ein impressionistisches Gemälde in Briefmarkengröße.

Verein freut sich über Nachwuchs

Wie es in Biblis noch 1918 ausgesehen hat, zeigten alte Postkarten und die bekannten Gurkenstempel. Ein Dokument aus dem Jahre 1807 zeigte die Regelung der Fischerei in der Weschnitz.

Der Großtauschtag war nicht nur für Philatelisten etwas, sondern für jeden, der sich für Geschichte oder einfach nur Kontakt mit anderen Menschen interessiert. Denn der Bibliser Verein für Münz- und Briefmarkenkunde gibt gerne auch jedem Laien Auskunft und Beratung und freut sich über jeden Zuwachs und Zuspruch.

Mit der Ausstellung zum Großtauschtag machte der Verein deutlich, dass hinter einer Briefmarke immer mehr steckt als der Portowert - nämlich ein Brief, eine Geschichte, eine ganze Welt.

(Quelle: http://www.morgenweb.de/region/buerstadt_biblis/20081117_srv0000003425484.html)
 
Richard Am: 21.11.2008 08:59:26 Gelesen: 513275# 102 @  
Marken und mehr beim Großtauschtag

Rheinische Post, / Breyell (el), Viersen (17.11.08) - Zum 50. Niederrhein-Großtauschtag in der Gesamtschule Nettetal fanden sogar Besucher aus Belgien und Niederlanden den Weg ins Pädagogische Zentrum der Schule – obwohl die gewohnte Zufahrt von der Lobbericher in die Schaager Straße wegen Bauarbeiten gesperrt war. Vor allem Briefmarken, aber auch Postkarten und Münzen wurden ausgestellt und getauscht. Viele Briefmarkensammler nennen die Ausstellungen Essen, Köln und Nettetal inzwischen gleichberechtigt, wie Hans Dziedzic und Helmut Feikes feststellten, als sie sagten, in Köln sei gestern „weniger Betrieb“ gewesen. Darüber freute sich besonders Stefan Heidenfels, Vorsitzender des Vereins der Briefmarkenfreunde Nettetal. Begeistert vom Tauschtag war Matthias Joeris. Der zehnjährigen Amerner hat bereits eine stattliche Sammlung von Jugend-, Sport- und Wohlfahrtsmarken. Die über 50 Jahre alte Sammlung seines Großvaters kennt er fast besser als sein Opa selbst. Über die vielen jugendlichen Sammler freuten sich auch die Organisatoren. Dazu bietet der Verein Ausstellungen in Schulen an und richtet Arbeitsgemeinschaften aus, um die Jugend für das Hobby zu interessieren. Einige Besucher vermissten allerdings eine Ausstellung. Die soll laut Heidenfels im Frühjahr 2009 aufgebaut werden.

(Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/viersen/639009/Marken-und-mehr-beim-Grosstauschtag.html)
 
Richard Am: 24.11.2008 14:24:42 Gelesen: 513237# 103 @  
Sammlerherzen schlagen höher - Rund 250 Besucher kommen zur Börse ins Rudolstädter Stadthaus Deutscher Krug

Von OTZ-Redakteur Wolfgang Schombierski

Ostthüringer Zeitung, Rudolstadt (23.11.08) - "Das Sammeln gehört zu meinem Leben", sagte Dieter Wunsch. Seit seinem zwölften Lebensjahr ordnet der 66-Jährige, der im Jahr 1962 von Altenburg nach Rudolstadt zog, "alles, was schön ist". Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten haben es ihm besonders angetan. Eine Auswahl seines reichen Fundus´ präsentierte er gestern auf der Sammlerbörse im Stadthaus Deutscher Krug, die diesmal der Briefmarkensammlerverein Rudolstadt ausrichtete.

"Eigentlich bin ich für alles da", betonte der sympathische Mann. So kam schon in der Frühe ein Besucher und wollte eine Fachberatung, weil er eine geerbte Münzsammlung an den Mann bringen will. Wunsch stand mit Rat und Tat zur Seite.

Schnell unter die Leute gebracht hatte der Sammler aus Leidenschaft eine alte Fotografie um 1900 von der alten Kaserne in Rudolstadt, in der sich heute die Schillerschule befindet. Nur schweren Herzens konnte er sich von diesem "Schätzchen" trennen. Aber die Grundbedingung war erfüllt: Der Interessent kommt aus Rudolstadt.

Rund 250 Besucher nutzten am gestrigen Sonntag im Stadthaus die Gelegenheit, etwa ihre Briefmarken- und Münzsammlungen zu vervollständigen oder einfach nur herumzustöbern. Denn es gab einiges zu entdecken. Ein starkes Gebiet waren alte Ansichtskarten vornehmlich aus der Region. Orden aus vielen Epochen, Briefe, Minitrucks und Überraschungseier-Figuren fanden die Aufmerksamkeit an den gut 70 Tischen, freute sich Jens Hoffmann, der Vorsitzender des Briefmarkensammlervereins Rudolstadt ist. Ebenso froh zeigte er sich über die Tatsache, dass der Abwärtstrend bei den Besucherzahlen gestoppt werden konnte. Doch nach wie vor sei der Altersdurchschnitt recht hoch, und es fehle im Zeitalter der Computer an jungen Sammlern.

Da war Besucher Joachim Kränkel aus Sitzendorf noch aus altem Schrot und Korn. Bereits zum sechsten Mal war er auf der Börse und zeigte sich einmal mehr beeindruckt. Sein besonderes Augenmerk richtete sich diesmal auf Briefmarken der Bundesrepublik Deutschland aus den 1960er Jahren, um seine Sammlung zu komplettieren. "Ich habe wieder ein Schnäppchen gemacht", strahlte der ehemalige Bürgermeister der Schwarzatalgemeinde und ließ keinen Zweifel daran, dass die Rudolstädter Börse ein idealer Ort für passionierte Sammler sei.

Hoffmann indes war zuversichtlich, dass der sich abzeichnende kleine Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen anhält und die Börse ein fester Termin im Kalender des Städtedreiecks bleiben wird. Die nächste Veranstaltung dieser Art wird am 26. April 2009 von der Fachgruppe Numismatik in Rudolstadt durchgeführt. Hoffmann erläuterte dazu, dass die Briefmarkenfreunde und die Münzsammler aus der Heidecksburgstadt im Halbjahresrhythmus diese Aufgabe übernehmen.

(Quelle: http://www.otz.de/otz/otz.rudolstadt.volltext.php?kennung=on2otzLOKStaRudolstadt39774&zulieferer=otz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt®ion=Rudolstadt&auftritt=OTZ&dbserver=1)



Gespräch unter Briefmarkenexperten gestern in Rudolstadt: Andreas Werner aus Suhl (links) und Joachim Kränkel aus Sitzendorf. (Foto: OTZ/Wolfgang Schombierski)
 
Richard Am: 25.11.2008 17:15:56 Gelesen: 513215# 104 @  
Jeder Sammler hat sein Spezialgebiet

Von Dorothee Kauer

Ludwigsburger Kreiszeitung, Bietigheim-Bissingen (24.11.08) - Briefmarkensammler sind schon ganz spezielle Zeitgenossen. Viele Stunden können sie damit verbringen, alte Briefumschläge unter die Lupe zu nehmen, die aufgeklebten Marken zu beäugen und dann, vielleicht, die eigene Sammlung zu erweitern. Auch beim gestrigen Großtauschtag im Kronenzentrum war Hektik fehl am Platz.

Wobei – jeder Sammler ist anders. Und vor allem: Nicht jeder Sammler ist auch ein Philatelist. Denn die gingen „viel mehr in die Tiefe, achten mehr auf Feinheiten“, sagt Erich Reinhardt. Er ist Vorsitzender des gastgebenden Briefmarkensammlervereins Bietigheim-Bissingen und kann gar nicht in Worte fassen, wie breit das Spektrum der gezeigten Marken und Münzen ist. „Es ist so groß“, sagt er und breitet beide Arme aus.

Muss es auch, denn jeder Sammler und Philatelist hat sein Spezialgebiet. Einer sammelt etwa nur Marken aus Deutschland, ein anderer hat sich Blumenmotiven verschrieben. Erich Reinhardt hat sich allem verschrieben, „was mit Bietigheim-Bissingen zu tun hat“. Da ist es ihm gleich, ob es Poststempel oder Marken sind. Oder alte Ansichtskarten. Frisch erstanden hat er eine Karte von 1958, auf der „Gruß aus Bietigheim-Metterzimmern“ steht. Und die Karte ist in einem erstaunlich guten Zustand, das Bild auf der Vorderseite glänzt sogar noch. „Wir Sammler sind eben sehr akkurat“, sagt Reinhardt. Fehle an einer Briefmarke ein Zahn oder sei nicht sauber gestempelt worden, „wird die Marke weggeworfen“.

Trotz der harten Auswahlkriterien sind an diesem Sonntag ziemlich viele Marken zusammengekommen: „Locker“ eine Million Briefmarken seien es, die seine Vereinsmitglieder und drei Sammler vom befreundeten Klub im hessischen Bietigheim präsentieren würden, schätzt der Vorsitzende.

63 Mitglieder hat sein Verein, und ihm geht es, wie vielen anderen auch: Der Nachwuchs fehlt. „Die Briefmarke ist für viele junge Leute einfach nur eine tote Materie“, erklärt Reinhardt. Dabei seien Briefmarken und -umschläge ein Zeitdokument. Und: „Wer sich mit allen den verschiedenartigen Stempelformen und -arten beschäftigt, hat mehrere Wochen damit zu tun“, sagt Erich Reinhardt über die Vielfalt der Stempel. Vor allem in Württemberg gebe es so viele wie sonst nirgends. Wieso das so ist, ist allerdings selbst ihm ein Rätsel.

(Quelle: http://www.ludwigsburger-kreiszeitung.de/index/LKZPortal/Vereine.html?arid=15271)



Was haben wir denn da? Im Kronenzentrum gibt es einiges zu bestaunen. (Bild: Alfred Drossel)
 
Richard Am: 02.12.2008 09:02:02 Gelesen: 513145# 105 @  
Marken mit Geschichte - Philetalisten trafen sich zum Großtauschtag in der Reutlinger Listhalle

Von Noreen Eberle

Schwäbisches Tagblatt, Reutlingen (01.12.08) - Am gestrigen Sonntag boten rund 200 Briefmarkensammler aus der Region alte Marken, Postkarten und Münzen zum Tausch an. Gastgeber war der Reutlinger Briefmarkenverein, der bereits zum 21. Mal den jährlichen Großtauschtag ausrichtet.

Im großen Saal der Listhalle sind lange Tischreihen aufgebaut. Wie auf dem Trödelmarkt haben rund 200 Sammler ihre Schmuckstücke vor sich ausgebreitet: Briefmarken in allen Formen und Farben, große und kleine Münzen, Berge von Ansichtskarten und zerlesenen Kinderbüchern.

Weniger wertvolle Marken und Postkarten auf wild durchmischten Haufen laden zum Stöbern ein. Ältere Stücke sind säuberlich sortiert in Ordnern ausgestellt und werden von den Hobbysammlern und Kennern allenfalls mit Pinzette und Lupe begutachtet.

Der Raum ist von einem leisen Raunen erfüllt: Briefmarkenliebhaber verhandeln diskret über die Preise oder fachsimpeln über das Angebot. Wertvolle Seltenheiten oder Plunder? Kenner blättern im „Michel“, dem Briefmarkensammlerkatalog, um mehr über die Marken zu erfahren. Obwohl er viele nützlichen Informationen für den Sammler enthält, seien die darin genannten Richtpreise oft überhöht, erklärt Fachmann Dieter Drieschner vom Landesverband Südwest. Er bietet an diesem Tag „Realschätzungen“ für Sammlungen und Einzelstücke an. „Oft schicken wir die Sammler zu Auktionshäusern, weil sie dort mehr kriegen, als bei den Tauschbörsen“, sagt Drieschner.

Reich werden kann man nicht

Reich werden könne man mit den Marken heutzutage ohnehin nicht mehr, berichtet ein langjähriger Sammler. Als Grund nennt er, dass der Sammlermarkt derzeit von privaten Alben aus Erbschaften überschwemmt werde. Neben seiner Rarität tragen auch Besonderheiten wie Fehldrucke oder außergewöhnliche Stempel zum Wert eines Postzeichens bei. So kann allein schon eine durch den Druck abgebrochene Hutkrempe den Preis locker um einige tausend Euro in die Höhe schnellen lassen. Auch Marken mit Federzug-Entwertung – einem handschriftlichen Tuschezug des Postbeamten – sind sehr begehrt.

Immer beliebter werden Marken auf Originaldokumenten, wie Briefen oder Postkarten. „Mich interessiert die Geschichte, die hinter der Marke steht.“, sagt ein Liebhaber, der sich auf Ostblock-Postwertzeichen und Dokumente von 1918 bis 1945 spezialisiert hat. Detektivisch genau recherchiert er die historischen Hintergründe zu seiner Sammlung. So kommt es, dass oft nicht die Marken als solche, sondern vielmehr die Inhalte der Briefe und Postkarten im Mittelpunkt des Sammlerinteresses stehen.

„Dieses Hobby ist sehr geschichtsträchtig“, bestätigt der 1. Vorsitzende des Reutlinger Briefmarkenvereins Walter Wieland, der sich vor allem für Bayrische Marken interessiert. Er mahnt zu Vorsicht, denn auch bei den Philatelisten gebe es Schlitzohren. Zahlreiche Fälschungen seien auf dem Markt. Echt von unecht unterscheiden zu können, das sei eine Fertigkeit, die jeder Sammler erlernen müsse. Feststehende Fälschermerkmale gebe es nicht. Also müssen die Sammler genau hinsehen, um festzustellen, ob es sich um ein Original handelt oder nicht. „Man muss schon viel Geduld mitbringen“, betont Wieland.

Dies zeigt auch die im Vorraum aufgebaute Ausstellung der Reutlinger Briefmarkensammler: Hier erfährt der Laie, dass bereits im Jahr 1807 der erste königlich eingesetzte Postbeamte Michael Vogelweyd im einzigen Postamt der Stadt den Briefverkehr in Reutlingen regelte.

Akribisch zusammengetragen

Ob Reutlinger Postgeschichte, Dokumentensammlung aus Kriegen oder Postkarten mit Pflanzenmotiven – alles haben die 51 Briefmarkenliebhaber des Vereins in Eigenarbeit akribisch zusammengetragen und für den Sammlertag dokumentiert. „Schade, dass viele Jugendliche heutzutage lieber vor dem Computer sitzen“, bedauert Wieland. Er wünscht sich, dass sich wieder mehr junge Leute für die Philatelie begeistern und Spaß an der Spurensuche in die Vergangenheit finden.

(Quelle: http://tagblatt.de/2764441)



Briefmarken in allen Formen und Farben: Sammler tauschten und fachsimpelten beim gestrigen Treffen in der Listhalle. (Bild: Haas)
 
Richard Am: 03.12.2008 09:14:42 Gelesen: 513128# 106 @  
Briefmarkensammeln - Kein langweiliges Alte-Herren-Hobby

Badische Zeitung, Lahr (01.12.08) - Wer in die Kuhbacher Festhalle zum 35. Ortenauer Tauschtag der Briefmarken- und Münzenfreunde schaute, hätte auf den ersten Blick das weit verbreitete Klischee vom langweiligen Alt-Herren-Hobby bestätigt finden können.

Aber wer sich nur zehn Minuten mit an einen Tisch zu den Experten setzte, sah die Sache schon ganz anders.

Eines stimmt natürlich schon, und das gibt auch der passionierte Münzsammler Herbert Göppert aus Heiligenzell zu: Briefmarken- und Münzensammeln ist etwas für Leute, die sich mit Geduld und Ausdauer einer Sache widmen können. "Wir sitzen halt auch mal eine Stunde am Tisch und sortieren und schlagen etwas nach", berichtet er von dem Hobby, das er seit seiner Lehrzeit 1960 pflegt. Damals hatte eine Bäckerin ihm einen französischen Sous von 1772 geschenkt und damit die Sammlerleidenschaft geweckt. Mittlerweile hat Göppert eine beachtliche Sammlung, die aber – sonst würde es ja langweilig – nie wirklich fertig wird.

"Anti-Raucher-Briefmarken gehören auch dazu"

Ähnlich spannend erzählt der ehemalige Tabak-Bauer Max Walter aus Dundenheim von seinem Hobby. Er sammelt Briefmarken zum Thema "Tabak". Angefangen hatte er seine Sammlung 1980, im Jahr der ersten Anti-Raucher-Kampagne der UNO, gewissermaßen aus berufsständigem Trotz. Das seltene Sammelgebiet und seine glückliche Hand bei der Zusammenstellung seiner Exponate sorgten dafür, dass Walter schon mehrfach auch außerhalb Deutschlands ausstellen durfte und hohe Auszeichnungen für seine Briefmarkensammlung bekam, die die Geschichte des Tabakanbaus von Kolumbus bis heute nachzeichnet. "Derzeit gibt es nur noch Anti-Raucher-Briefmarken, aber die gehören ja auch dazu", meint Walter lakonisch. Wichtig sind ihm auch die Kontakte, die das seltene Hobby ermöglichte. Seit zwanzig Jahren hält er mit einem Luxemburger Briefmarkensammler freundschaftlichen Kontakt, der das gleiche Sammelgebiet pflegt.

Die dritte Gruppe der Sammler sind die Postkartensammler, vielleicht das anschaulichste Gebiet für Neulinge. Der Lahrer Heinz Ohnemus sammelt Karten mit landwirtschaftlichen Themen und präsentiert stolz die soeben erworbene Postkarte von 1919, die eine Ananasplantage auf Hawai zeigt. Aber ganz so systematisch sieht Ohnemus es nicht – auch die Foto-Postkarte eines Lehrerkollegiums, das seine letzte Unterrichtsstunde feiert, hat er gekauft. "Da kann man dann drüber grübeln, wann, wo und warum die da die letzte Unterrichtsstunde abgehalten haben. Hinter jeder Postkarte steckt eben eine Geschichte." Der Vorsitzende der Briefmarken- und Münzenfreunde Lahr, Manfred Eble, war zufrieden mit dem Besuch des Tauschtages, auch wenn "es immer weniger werden". Manches an Tausch- und Kaufgeschäften läuft mittlerweile natürlich auch über das Internet, berichten die Sammler, doch der persönliche Kontakt ist ihnen nach wie vor wichtiger.

Info: Im Jahr 2009 findet der Ortenauer Tauschtag der Briefmarken- und Münzfreunde am 15. November in der Sulzberghalle in Lahr statt.

(Quelle: http://www.badische-zeitung.de/lahr/kein-langweiliges-alte-herren-hobby--8571046.html)



Die Sammler zeigten beim Tauschtag in Kuhbach ihre Schätze. (Foto: Heidi Foessel)
 
Coburger Am: 10.12.2008 14:00:18 Gelesen: 513065# 107 @  
Tauschtag & Ausstellung 2009

http://i74.servimg.com/u/f74/13/24/51/93/pic00110.jpg

106 Jahre Verein Coburger Briefmarkensammler von 1903 e. V. (im BDPh) 2009

Regionaltauschtag und 'Werbeschau der Offenen Klasse'

im Stadtjugendring - Zentrum Coburg, Rosenauer Straße 45, 96450 Coburg
http://www.sjr-coburg.de
am 25.04.2009 und 26.04.2009 jeweils ab 9.00 Uhr

Händleranmeldungen wegen Tischreservierung sowie Ausstellungsinteressierte schreiben bitte an:

Joachim Eichhorn (Ausstellungsleiter), Kleine Johannisgasse 3, 96450 Coburg
Email: eichhorn_joachim@t-online.de
Fax: 09561/318278
HP: http://cophila.5forum.biz

o d e r

Werner Pollach (Vorstand), Dörflesweg 7, 96450 Coburg, Tel. 09561/37982
 
Richard Am: 30.12.2008 14:48:20 Gelesen: 512908# 108 @  
Bunte Grüße aus aller Welt

Von Steffi Machnik

Kölner Stadt-Anzeiger, Weidenpesch (29.12.08) - Die Tischplatten sind bedeckt mit aufgeschlagenen Briefmarkenalben, über die sich ergraute Männerköpfe gedankenverloren beugen, sie ziehen mit Pinzetten vorsichtig einzelne Marken hinter den Zellophanstreifen hervor und betrachten sie genau. Selbst auf der Bühne des Pfarrsaals stehen Tische und davor Kisten und Kästchen mit Ansichtskarten und Briefmarken, auf Kuverts aus aller Herren Länder geklebt.

Der Briefmarken-Sammler-Verein Mosel-Merkur (BSV) hatte zum Großtauschtag eingeladen und rund 45 Aussteller sind dem Aufruf ins Pfarrheim Heilig Kreuz gefolgt. Dazu gehört auch Albert Schröder aus Simmerath, der seit 50 Jahren die bunten Postwertzeichen sammelt, allerdings aufgeklebt auf so genannten Bedarfsbriefen. „Eine Marke auf einem Brief sagt doch viel mehr aus als nur das nackte Papierchen“, sagt der 60-jährige Lehrer. „Ich kann genau sehen, wann der Brief wo abgestempelt worden ist.“ Und so finden sich in seinen Alben Nachnahmebriefe, Drucksachen und spezielle Marken, die nur auf Zeitungsbanderolen geklebt wurden für den Versand ins Ausland. „Ich sammele die in Deutschland abgestempelten Briefe vom Zeitraum 1945 bis 1955 aus den ersten Gründerjahren der Bundesrepublik, danach ist es nicht mehr so interessant“, sagt Schröder. „Heute habe ich natürlich nur die Stücke mit dabei, die ich abgeben will.“

Über mangelndes Interesse an seinem Angebot kann sich Schröder nicht beklagen. „Ich bin süchtig nach Briefmarken“, sagt ein Besucher aus Düren und blättert die vergilbten Umschläge durch. Diese spezielle Sammelleidenschaft hat zu 90 Prozent Männer gepackt. Barbara Aust aus Erkrath wirkt da schon fast wie eine Exotin inmitten ihrer Alben. „Ich vertrete hier eigentlich meinen Mann“, sagt die Rentnerin. „Er ist krank, aber Briefmarken habe ich selbst schon immer gerne gesammelt.“ Ihr Angebot umfasst nur Marken aus Übersee. „Wer weiß denn schon, wo Vanuatu oder Tuvalu liegen?“, fragt Aust. „Als Briefmarkensammler lernt man ganz automatisch die Kontinente sehr genau kennen - und erfährt zum Beispiel, dass die beiden Inselstaaten im Südpazifik liegen.“ Und warum sammeln nur so wenige Frauen? „Briefmarken gibt es seit 150 Jahren, Sammler wohl auch, aber damals hat man den Frauen noch kein eigenes Hobby zugestanden“, mutmaßt die ehemalige Lehrerin.

Auch zu den 100 Mitgliedern im Verein Mosel-Merkur - die überwiegend in Köln und der Eifel wohnen - gehört keine Frau, aber auch die Männer schaffen es, bei der Veranstaltung für eine heimelige Atmosphäre zu sorgen. „Wir haben den Ausstellern weihnachtliches Gebäck auf die Tische gestellt und wollen damit zeigen, dass diese Börse mit Tauschtag etwas Besonderes ist“, sagt BSV-Geschäftsführer Wilhelm Frühauf. Und Weihnachtsmarken hatten sowieso alle Aussteller im Gepäck.

http://www.bsv-mosel-merkur-koeln.de

(Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1229427005365.shtml)



Briefmarkensammlerin Barbara Aust (Bild: Machnik)
 
Richard Am: 04.01.2009 14:53:33 Gelesen: 512846# 109 @  
Schöne Motive bezaubern noch heute

Schwäbische Zeitung, Spaichingen/Dürbheim (02.01.09) - Der Briefmarken- und Münzensammlerverein Spaichingen-Heuberg feiert am Dreikönigstag im Rahmen des traditionellen jährlichen Großtauschtages seinen 40.Geburtstag. Einer der 15 Gründungsmitglieder ist August Heim.

Der "Mann der ersten Stunde" wohnt auf dem Risiberg und ist früher jeden Monat einmal zu den Tauschabenden seines Vereins in die Primstadt gefahren. Inzwischen mag der 78-Jährige die Fahrerei bei Nacht und Nebel nicht mehr so. Aber am 6. Januar beim Jubiläumsfest will er auf jeden Fall dabei sein. "Ich habe noch keinen Großtauschtag ausgelassen", sagt er stolz.

Wie's mit dem Verein angefangen hat, weiß er noch genau. Vor der offiziellen Vereinsgründung seien sie "halt locker zusammengekommen im Gasthaus Kreuz" um ihre Doubletten zu tauschen und fehlende Werte zu einem Satz zu ergänzen. Leo Mayer habe 1969 "die Sache mit der Vereinsgründung arrangiert" und sie hätten ihn zum Vorsitzenden gewählt. Die meisten Sammler hätten damals Marken aus deutschsprachigen Ländern gesammelt. Sein Gebiet sei ab 1961 das Fürstentum Liechtenstein gewesen - der schönen Motive wegen. Von einer Versandstelle für Postwertzeichen in Vaduz habe er im Abonnement jährlich vier Ausgaben bekommen, so Heim. Sehr schnell hätten er und seine Sammlerfreunde allerdings gemerkt, dass die "Aktie des kleinen Mannes" keine eigentliche Kapitalanlage sei. Vor allem bei den Auktionen an den Großtauschtagen habe man selten gute Geschäfte machen können. "Jeder will die Marken billig ankaufen, um selber ein Geschäft damit zu machen." Einmal habe ihm der Auktionator so wenig geboten, dass er alles wieder mitgenommen und an die Briefmarkenstelle Bethel geschickt habe. "Da habe ich wenigstens ein gutes Werk getan", schmunzelt der Kenner.

Dann erzählt der Mann vom Risiberg, wie er als Jugendlicher mit dem Sammeln angefangen habe - allein aus Freude an den schönen Motiven. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges hätten ihm die Franzosen seine Sammlung gestohlen, so dass er 1959 neu anfangen musste. Bei der Firma Burger in Spaichingen hat er damals gearbeitet und im Papierschuppen, wo die Büroabfälle zum Pressen gelandet seien, habe er regelmäßig die besten Briefmarken für sich gerettet.
"Andere hocken ins Wirtshaus"

20 Jahre lang war Heim Postbote. "Da habe ich oft die besonderen Marken von den Leuten bekommen", sagt er. Und weil er außerdem Jäger und Schafhalter war, besitzt er einige schöne Motivsammlungen, darunter pikfein beschriftete Alben zu den Themen "Schafe" und "Heimische Wildtiere". Dass die Sammelalben nur noch einen ideellen Wert haben, stört den Philatelisten Heim nicht. "Andere hocken ins Wirtshaus; ich sammle und sortiere", lacht er. Auf der Eckbank in seiner Stube liegen die neuesten Michel-Kataloge und etliche Fachzeitschriften, die ihn über Preise, Neuerscheinungen und Bezugsmöglichkeiten informieren.

Zurzeit wartet Heim auf eine Sendung aus Christkindl in Österreich. Dorthin hat er nämlich einige an sich selbst und an Freunde adressierte Briefe zum Stempeln geschickt, um seine "Christkindl-Sammlung" zu ergänzen.

Ehefrau Josefa lächelt verständnisvoll. Sie hat ein anderes "Hobby": Sie trägt täglich den "Heuberger Bote" auf dem Risiberg aus.



(Quelle: http://www.szon.de/lokales/spaichingen/spaichingen/200901020030.html)
 
Richard Am: 13.02.2009 23:51:41 Gelesen: 511959# 110 @  
"Ich wusst dat nich"

Von Thorsten Miloszewski

DerWesten.de, Velbert (13.02.09) - Überraschung pur: Fritz Voß, 1. Vorsitzender der Briefmarken-Sammler-Gemeinschaft, bekam von Bürgermeister Stefan Freitag den Ehrentaler der Stadt Velbert überreicht

Wenn die Briefmarken-Sammler-Gemeinschaft Velbert ihre Jahreshauptversammlung abhält, darf ein Mann nicht fehlen: Fritz Voß ist seit 1955 Mitglied der Philatelisten und bekleidet seit 36 Jahren das Amt des ersten Vorsitzenden. Und dennoch schafften es die Vereinskollegen, ihn in diesem Jahr zu überraschen.

Um Punkt acht Uhr betrat Bürgermeister Stefan Freitag den Breuersaal. "Ich war völlig überrascht", sagte Fritz Voß. Denn das Stadtoberhaupt war nicht erschienen, um etwa ein paar allgemeine Worte an die Vereinsmitglieder zu richten, sondern um eine Laudatio auf den mittlerweile 87-Jährigen zu halten. "Ich wusst dat nich. Dat haben se streng geheim gehalten", so Voß mit unverkennbarem Velberter Dialekt. Am Ende seiner Rede rief ihn Stefan Freitag zu sich und Voß bekam den Ehrentaler der Stadt überreicht. Eine Auszeichnung, die nur sehr wenigen Bürgern der Schlossstadt zuteil wird.

"Dat is für mich wirklich wat Besondres. Dat Ding bekommt en festen Platz bei mir tu Hus", erklärte Voß. Dabei ist das bei weitem nicht die einzige Ehrung, die er in seinen 54 Jahren bei der BSG Velbert erhalten hat. Neben praktisch allen Auszeichnungen, die der Bundesverband der Philatelisten vergeben kann, wurde der Rentner aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Auch für die Stadt Velbert hat Voß in seiner langjährigen Tätigkeit viel geleistet. Auf der einen Seite veranlasste er etliche Briefmarken-Ausstellungen in der Schlossstadt, die die philatelistische Öffentlichkeit nach Niederberg zog. Auf der anderen Seite war er maßgeblich an der Einführung vieler Sonderstempel der Deutschen Post AG beteiligt. "Der Name unserer Stadt tauchte damit auch weltweit in entsprechenden Katalogen auf" erklärte Manfred Doy von der BSG.

Seine Vereinsfreunde schätzen an ihm bei weitem nicht nur seine Verdienste für die Philatelie, sondern vor allem seine Persönlichkeit. "Er hält das Interesse am Vereinsleben zusammen, indem er gesellige Zusammenkünfte organisiert. Dabei ist es vor allem sein Humor, der diese Treffen zu etwas Besonderem machen", sagte Manfred Doy.

Darauf werden sich die Mitglieder der BSG Velbert auch in Zukunft freuen können. Denn ans Aufhören denkt Fritz Voß trotz seiner etlichen Auszeichnungen noch lange nicht.

(Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/velbert/2009/2/13/news-111009411/detail.html=)



Damit hatte er nicht gerechnet: Bürgermeister Stefan Freitag überreicht Fritz Voß den Ehrentaler der Stadt. Foto: Fritz Baum (WAZ)
 
Richard Am: 22.02.2009 17:26:26 Gelesen: 511627# 111 @  
Sammler achten auf Zahnfehler

Schwäbischer Zeitung, Mengen (21.02.09) - In Taschen und Kartons, Zigarrenschachteln und einzelnen Alben aller Größen und Farben bringen die Mitglieder des Briefmarkenvereins Mengen und Umgebung ihre Schätze und Errungenschaften mit zum monatlichen Tauschabend im Hotel Baier. Gegenseitiges Betrachten der vorgelegten Postwertzeichen aus aller Welt und reges Fachsimpeln ziehen sich über mehrere Stunden.

Eine Vielzahl von philatelistischen Fachausdrücken beherrscht die Gespräche an den Tischen. Da werden die Briefmarken aus aller Herren Länder als solche und nach Motiven, Ausgaben und anderen Kriterien thematisiert. Zähnung, Wasserzeichen, Fehler, Abarten, Falzrest, Idealstempelung und Zahnfehler sind nur ein Teil der verwendeten Begriffe.

Der Vorsitzende Hans Hartberger erklärt klar verständlich anhand von Fachzeitschriften, Katalogen und Originalen die Vielfalt dieser Sammlerleidenschaft. Zwischen den Postwertzeichen werden alte Postkarten, Feldpostbriefe, Dokumente in hervorragendem, aber auch arg lädiertem Zustand rumgereicht, begutachtet und bewertet.

Nicht der Erlös zählt

Auf einem separaten Tisch liegen allerhand Zeitschriften und Spezialkataloge aus. Daneben ein Umzugskarton voller Briefmarkenalben, die dem Verein zur Bewertung und zum Verkauf in Kommission anvertraut sind.

Kleinere und größere Sammlungen, oft aus Nachlässen oder wegen Aufgabe, werden immer öfter angeboten, sagt Hartberger.

Allerdings blieben die Erlöse hierfür überwiegend weit hinter den Erwartungen zurück und es dauere oft mehrere Monate, bis überhaupt Interessenten gefunden seien.

Hartberger beurteilt diese Situation aber auch als ideale Chance für Anfänger, mit verhältnismäßig wenig Kapitaleinsatz eine stattliche Sammlung als Grundstock zuzulegen.

Wie manch andereren Vereinen, mangele es den Briefmarkenfreunden an Nachwuchs. Zwar zähle der Verein momentan etwa 70 Mitglieder und der Jahresbeitrag sei mit sechs Euro äußerst gering, aber die Altersstruktur bewege sich zusehends nach oben. Jugendlichen und sonstigen Neuanfängern bieten die Briefmarkenfreunde eine intensive Einführung und Begleitung in das Hobby des Sammelns.

Sammeln und Geselligkeit

Im Jahresprogramm sind nicht nur Tauschabende aufgeführt. Am Sonntag, 15. März lädt der Verein zu einem Tausch mit Plausch von 9 bis 12 Uhr ins Hotel Baier ein. Hier ist besonders Gelegenheit, sich mit den Mitgliedern auszutauschen, Informationen aus Fachkreisen zu beziehen und auch die eigenen Stücke mitzubringen. Jahreshauptversammlung halten die Briefmarkenfreunde am 17. April ab, und im Sommer gehört ein geselliger Treff in der Natur zum Vereinsleben.

(Quelle: http://www.szon.de/lokales/badsaulgau/mengen/200902210043.html)
 

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