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Thema: Briefmarkenhändler und Briefmarkensammler früherer Zeiten
Das Thema hat 101 Beiträge:
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Hornblower Am: 12.10.2014 10:34:20 Gelesen: 19838# 52 @  
@ Heidelberg Collector [#49]

Mitte der 70er Jahre war ein Briefmarkengeschäft Wilhelmy in Mannheim, R 5. Die Inhaberin war meines Wissens eine Frau Eva Bierenbrodt, die aber schon vor einigen Jahren verstorben ist. Der Inhaber des heutigen Geschäfts in Q 3 ist, soweit ich weiß, ihr Sohn. In alten Jahrgängen der DBZ aus den 50er Jahren findet sich immer wieder ein Inserat oder ein Auktionsbericht von Wilhelmy in Heidelberg.

Wilhelm Wolfschlag, der ebenfalls in der Anzeige genannt ist, war seinerzeit ein sehr bekannter Händler und Baden-Spezialist. Zusammen mit Siegfried Simon (1895-1960) und J. A. Bosshard hat er 1929 einen damals vielbeachteten Baden-Spezialkatalog herausgegeben, den man heute noch nutzen kann. Leider fehlen mir sowohl von Bosshard als auch von Wolfschlag nähere biographische Angaben. Sollte hier jemand mehr wissen, wäre ich für Hinweise dankbar.

Gruß
Michael Ullrich
 
Hornblower Am: 12.10.2014 10:54:19 Gelesen: 19829# 53 @  
Hier ein zugegebenermaßen sicher philatelistisch beeinflusster Satzbrief "Campione" Mi.-Nr. 6-12 der Ausgabe vom 7. September 1944, gültig bis 31. Mai 1952.

Der Name des Empfängers Behle-Neuhold sagt heute wohl kaum noch jemand etwas. Er war der Herausgeber des "Equator", der ersten farbigen Briefmarken-Illustrierten Deutschlands, die 1948 in Hamburg herauskam. Es erschienen eine Null-Nummer und drei reguläre Ausgaben, dann war Schluss und Behle-Neuhold wohl ruiniert. Seine Spuren verlieren sich in der Schweiz. Horst Hamann (1923-2003) hat sein Schicksal 1993 in seinem Buch "Zwischen Käuzen, Königinnen und Skandalen" anschaulich geschildert. Die vier Hefte sind sehr selten, ich habe viele Jahre gebraucht, sie zusammenzutragen, was sich aber lohnt, denn sie sind auch heute noch lesenswert!

Im regulären Heft Nr. 1 schrebt Behle-Neuhold selbst auf S. 15 einen Artikel unter der Überschrift "Ich war in Campione", in dem er die Geschichte der italienischen Enklave und seiner Marken sehr anschaulich schildert. Den Brief hat er möglicherweise sogar an sich selbst geschickt.

Beste Grüße
Michael Ullrich


 
Heidelberg Collector Am: 12.10.2014 12:34:04 Gelesen: 19820# 54 @  
@ Hornblower [#52]

Hallo Herr Ullrich,

prima, wieder ein weiteres Puzzlestück. :-)

Danke für die Informationen über Herrn Wolfschlag und das Mannheimer Geschäft Wilhelmy. Jetzt muss ich doch mal schauen, ob sich nicht auch zu Herrn Wolfschlag Belege finden lassen.

Beste Sammlergrüße vom Hohentwiel

Yoska
 
Hornblower Am: 12.10.2014 16:35:12 Gelesen: 19798# 55 @  
@ Heidelberg Collector [#54]

Gern geschehen. Ich werde auch einmal die Augen offen halten und in Heidelberg/Mannheim direkt nachforschen, vielleicht lässt sich noch mehr herausfinden.

Beste Grüße
Michael Ullrich
 
Pepe Am: 12.10.2014 17:05:46 Gelesen: 19791# 56 @  
Hier mal Höflichkeit vor 104 Jahren



Einlage im Europa Katalog 1910, 107x171mm (B,H)



Titelblatt, 118x188mm, 108 Seiten, vermutlich Reprint weil zu gut erhalten.

In meinem Besitz schon über 30 Jahre. Wenn es ein Reprint ist, wie erfährt man dessen Augabedatum?

Nette Grüße
Pepe
 
Hornblower Am: 13.10.2014 17:37:35 Gelesen: 19722# 57 @  
@ Pepe [#56]

Es ist ein Nachdruck. Dieser kam 1981 zur NAPOSTA in Stuttgart heraus und kostete 2 DM. Das (extrem seltene) Original hat eine violette Broschur, der Nachdruck eine graue. Zudem kann man beide dadurch leicht unterscheiden, dass die Jahresangabe 1910 beim Nachdruck mittig und beim Original unten links steht.

Beste Grüße
Michael Ullrich
 
drmoeller_neuss Am: 13.10.2014 20:17:23 Gelesen: 19693# 58 @  
@ Heidelberg Collector [#49]

Wenn mich meine Erinnerungen nicht trügen, war der Händler Wolfschlag auf einem Glaspavillion im Stadtgarten an der Friedrich-Ebert-Anlage ansässig. Ende der Achziger Jahre wurde die Parkanlage umgestaltet und der Pavillion abgerissen. Damit verschwand auch Wolfschlag aus meiner Erinnerung.

Gegenüber gab es am Konrad-Adenauer-Platz noch die Firma Edelmann, für die Briefmarken und Zubehör lediglich ein einträgliches Nebengeschäft waren. Edelmann war spezialisiert auf Landkarten, es gab nichts, was es da nicht gab. Ausserdem verkaufte Edelmann auch Schreibwaren.

In den heissen Achziger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es auch in der Kettengasse (2 ?) ein Briefmarkengeschäft (Eyermann ?). Man hat sogar ein oder zwei Auktionen durchgeführt. Dieses Geschäft hat auch die Neunziger Jahre nicht mehr überlebt.
 
Pepe Am: 13.10.2014 20:43:21 Gelesen: 19677# 59 @  
@ Hornblower [#57]

Sehr schön, dass wieder etwas aufgeklärt ist. Vielen Dank. Die Erhaltung ist noch viel zu gut. Trotzdem recht interessant dieser Blick in die alte Zeit.

Nette Grüße
Pepe
 
stampmix Am: 13.10.2014 21:01:36 Gelesen: 19672# 60 @  
Hallo zusammen,

nachdem die Briefmarkenhandlung von Heinrich Köhler in Berlin noch fehlt, zeige ich hier eine Vordruck-Mitteilung, die am 9.10.1023 als Auslandsdrucksache nach Linz in Osterreich gesandt wurde.



beste Grüsse
stampmix
 
Heidelberg Collector Am: 14.10.2014 09:11:18 Gelesen: 19627# 61 @  
@ drmoeller_neuss [#58]

Danke für die Infos. Von Eyermann ist mir leider noch kein Beleg untergekommen. Da muss ich mal die Augen aufhalten.

Von dem erwähnten Glaspavillon müsste ich noch eine alte Ansichtskarte in meiner Sammlung haben, allerdings hatte ich bis jetzt keine Ahnung, dass dort das Briefmarkengeschäft Wolfschlag ansässig war.

Herrn Edelmann dürfte ich noch persönlich kennenlernen - er hat mir damals als Schüler mit die ersten Briefmarken-Lots verkauft (müsste so um 1990/91 gewesen sein) - und hat immer erzählt, dass er einige schöne Penny Blacks und alte Badener in seinem Tresor hat und wenn ich mal größer wäre, würde er sie mir zeigen. Tja, irgendwann gab es dann fast nur noch das Zubehör und die Karten. Der Laden ist vor ein paar Jahren in den Heidelberger Reisebuchladen aufgegangen, der sich nun in der Kettengasse 5 in der Heidelberger Altstadt befindet. Zubehör für Münzen und Briefmarken gibt es dort immer noch.

Beste Grüße,

Yoska
 
Heinz 7 Am: 14.10.2014 23:22:44 Gelesen: 19568# 62 @  
@ ziffer-freak [#31]

Guten Abend,

ein früher Name in der Schweiz war auch Adolf Glättli, der Empfänger dieser Karte aus Genf. Glättli war ein wichtiger Philatelist schon in den Dreissigerjahren, und er war Händler, ziemlich erfolgreich wie es scheint, denn die Adresse an der noblen Bahnhofstrasse konnte sich nicht jeder leisten. Den Absender "Muriset", Genf, kannte ich nicht, er war aber offenbar auch ein Briefmarken-Händler. Wir haben also gleich einen Beleg, der "zweimal" in diese Rubrik passt. Der Beleg ist von 1943, und gestempelt ist er mit einem Maschinenstempel: Werbestempel Genf mit Kronenstempel "GENÊVE - 17 V 1943 - EXP. LETTRE"



Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heidelberg Collector Am: 25.10.2014 22:08:51 Gelesen: 19430# 63 @  
Sindelfingen sei Dank! Wieder was für die Briefmarken-Händler-Historie - herausgezogen aus einer 30 Cent-Kiste!



Albert Meinecke & Co, Briefmarkenhandlung Braunschweig, Fasanenstr. 51 A, Fernruf 3788, Postscheckkonto Hannover 41353

Braunschweig 24.11.1928

Beste Grüße,

Yoska
 
hajo22 Am: 07.11.2014 18:59:52 Gelesen: 19119# 64 @  
Wer kennt dieses Briefmarkenhaus A. Forbin in Paris (IXe), rue du Milan 24?

Leider ist der Stempel verkantet abgeschlagen, Ursache war vermutlich die seinerzeit eingelegte Preisliste, so daß ich die Jahreszahl nicht lesen kann.

Das Couvert wurde extra für den Export nach Deutschland bedruckt. Vorbildlicher Service.



Gruß
Jochen
 
Mondorff Am: 08.11.2014 14:37:17 Gelesen: 19066# 65 @  
Ein großes Markenhaus, dass auch heute noch "am Londoner Strand" seinen Sitz hat



erhielt einen Brief von der Briefmarken-Versandstelle (Office des Timbres) der Luxemburger Post, mit Stempeldatum vom 8.2.1940. Portogerecht zum UPU-Tarif mit einer Dienstmarke zu 1¾ Fr. freigemacht, wurde die Sendung in England geöffnet und mit Zensurstreifen wieder verschlossen.

Es war ja schon Krieg, auch wenn Luxemburg erst am 10. Mai 1940 überrollt wurde.

Schönen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 24.11.2014 21:15:03 Gelesen: 18879# 66 @  
Hallo zusammen,



ein Angebot eines Briefmarken Fachgeschäfts verschickt als "Eilige Drucksache" - was soll das wohl sein? Interessant finde ich den Hinweis links, dass umfangreichere Preislisten wegen der Papierknappheit nicht möglich sind.

Viele Grüße
Volkmar
 
Heidelberg Collector Am: 07.12.2014 12:47:50 Gelesen: 18685# 67 @  
Hallo Zusammen,

noch nicht wirklich alt, aber dennoch von Interesse für meine Heimatsammlung ist folgender Briefmarkenversand:



Margarete Bohl, Briefmarkenversand, Bogenstr. 13, 6900 Heidelberg

Wer hat Infos für mich? Was bot der Versand an und wie lange existierte er?

Meine Heidelberger Adressbücher gehen nur bis 1977 und die Onlineversionen, die ich gefunden habe gehen bis 1945. Das Geschäft muss demnach nach 1977 in HD gegründet worden sein. In den 90er Jahren als ich anfing mit meiner Sammelleidenschaft habe ich zumindest von diesem Geschäft nichts gehört.

Beste Grüße,

Yoska
 
Marcel Am: 11.12.2014 20:01:33 Gelesen: 18545# 68 @  
Hallo!

In einem Album habe ich diese Marke mit dem Aufdruck (Werbung) des Briefmarken-Versandhandels Friedrich Peter aus Würzburg entdeckt. Hat jemand ähnliche Marken oder ist das eher eine Ausnahme?

Eine Original-Broschur mit 10 auf den Deckel montierten originalen Inflations-Briefmarken des Versandhandels wird gerade auf buchfreund.de für 120 € angeboten. 1]



schöne Grüße
Marcel

1] http://www.buchfreund.de/Dokumente-einer-irrsinnigen-Zeit-Beweise-die-nicht-luegen-Mit-119-montierten-originalen-Briefmarken-bzw-Erinnerungsmarken,60670266-buch
 
Berlinbogen Am: 31.12.2014 09:53:24 Gelesen: 18399# 69 @  
Gibt es noch Interesse an 48-er Belegen?

Leipzig C2, 22.11.48:



[Teil des Beitrages redaktionell kopiert aus dem Thema: "Alliierte Bes. SBZ Dauerserie Köpfe: Frühverwendungen aus 1948 gesucht"]
 
Cantus Am: 24.01.2015 20:28:42 Gelesen: 18251# 70 @  
Von mir heute ein Einschreiben, das das Briefmarkenhaus Schneider aus Reutlingen am 17.11.1960 nach Heidenheim an der Brenz schickte. Zwei der Marken stammen aus der linken oberen Bogenecke, der Stempel ist, wie damals üblich, nur über Eck abgeschlagen.



Mi. 329, 335, 338

Viele Grüße
Ingo

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bund 1949-1965 - Frankaturen mit Sondermarken"]
 
stampmix Am: 23.02.2015 22:11:09 Gelesen: 18019# 71 @  
Hallo zusammen,

hier ein Satzbrief der 1. Freimarkenserie Germania der Landespost Belgien von 1914.

Fernbrief (25 Cent) von Liege nach Berlin, mit Zusatzleistung Einschreiben (25 Cent), der am 17.8.1915 an Michael Kurt Maier gesandt wurde. Hier hat sich ein Briefmarkenhändler einen völlig überfrankierten Satzbrief der Freimarken 1914 der Deutschen Besetzungsausgabe für die Landespost Belgien (Mi.1-9) zusenden lassen. Zensurstempel von Lüttich und rückseitig Ankunftstempel Berlin vom 19.8.1915.



Mehr über Michael Kurt Maier:

http://www.bdph.de/index.php?id=455&tx_whoiswho_pi1%5BshowUid%5D=1622&tx_whoiswho_pi1%5BshowArea%5D=m&cHash=fcb3d94e7f62a4338b7b2db7e97abee2

mit bestem Gruss
stampmix

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich: Satzfrankaturen"]
 
dr.vision Am: 25.02.2015 12:33:09 Gelesen: 25265# 72 @  
Heute habe ich einen Brief aus der 1,- € Grabbelkiste eines Händlers stammt. Interessant ist hier das Grenzporto der PP 19 von 2 Millionen, welches mit der MiNr. 312 Aa beglichen wurde. Der Briefmarkenhändler Frederking adressierte den Brief nach Gravenstein in der von Flensburg aus gesehen 1. Zone. Gravenstein heißt auf dänisch Graasten, was auch durch den rückseitigen Ankunftsstempel dokumentiert wird.



Allen noch eine schöne Woche.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
 
hajo22 Am: 01.03.2015 18:51:27 Gelesen: 17886# 73 @  
Einschreibbrief v. 28.3.1940 aus Hamburg-Fuhlsbüttel nach Apolda (Ankunftsstempel 29.3.).

Absender das Briefmarkengeschäft Paul Bruhn, Hamburg-Kl. Borstel, mit Absender-Vignette



VG, hajo22
 
stampmix Am: 11.08.2015 21:21:54 Gelesen: 16245# 74 @  
Zum 100. Jubiläum der Bayern-Marken möchte ich einen Firmenbrief des Briefmarkenhändlers Leidner aus Aschaffenburg zeigen:



mit bestem Gruß
stampmix

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "100 Jahre Briefmarken"]
 
merkuria Am: 20.09.2015 23:09:05 Gelesen: 15526# 75 @  
Ersttagsbrief 12.5.1944 von Prag nach Lorch mit Satzfrankatur Böhmen und Mähren Mi Nr. 138-139

Mit der Anschrift Konsul Sieger ist niemand anderes als der bekannte Briefmarkenhändler und Zeppelinkatalog-Herausgeber Hermann E. Sieger aus Lorch gemeint. H.E. Sieger wurde 1937 durch Paraguay zum Honorarkonsul ernannt. Für weitere Informationen zu H.E. Sieger https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_E._Sieger



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
hajo22 Am: 21.09.2015 17:46:10 Gelesen: 15506# 76 @  
@ merkuria [#6]

Hallo Jacques,

wie Dein Nachnahme-Wertbrief über 243 RM = 2.430 kr. ist auch der nachfolgend aus meiner Sammlung stammende Einschreib-Eilboten-Luftpostbrief überfrankiert. Aber immerhin gleichfalls echt gelaufen. Absender ein Briefmarkengeschäft in Prag wie bei Deinem Wertbrief.

Satzbrief Mi.Nr. 133-135:



VG, hajo22

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Böhmen und Mähren: Satzbelege"]
 

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