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Thema: Moderne Postgeschichte Privatpost in Deutschland: Lettershops etc.
Das Thema hat 60 Beiträge:
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Nachtreter Am: 29.12.2011 18:06:26 Gelesen: 38502# 11 @  
@ DL8AAM [#4]

Ich habe gestern (28.12.11) auf einem Kompaktbrief ebenfalls eine solche Matrixcodierung auf der Rückseite vorgefunden! Das Besondere: Der Brief war mit einer Briefmarke freigemacht und stammte definitiv NICHT aus einer Großeinlieferung (tendziell aus der Briefkastenleerung oder der Filialabholung)! Der Brief wurde im BZ 70 abgestempelt und wurde auch im Bereich des BZ 70 zugestellt. Handelt es sich möglicherweise um eine neue Art der Codierung für die Zustellung? Vielleicht die Augen offen halten!

Viele Grüße und viel Jagderfolg

Nachtreter
 
DL8AAM Am: 29.12.2011 20:13:51 Gelesen: 38487# 12 @  
@ Nachtreter [#11]

Vielleicht die Augen offen halten !

Nicht vielleicht, sondern auf jeden Fall. Nicht, dass die DPAG die alten Frankierservicegeräte umgebaut und nun für interne Sortieraufgaben zweckentfremdet hat und wir das ganze übersehen. ;-) Aber ernsthaft, besten Dank für die Info. Klingt nach einer neuen interessanten Fragestellung.

Besten Rutsch und enjoy!
Thomas
 
Nachtreter Am: 30.12.2011 13:17:52 Gelesen: 38466# 13 @  
@ DL8AAM [#12]

Ich denke nicht, daß die Frankierservicegeräte umgebaut wurden. Es sieht nach Tintenstrahl-Aufdruck aus! Die Frankierservice-Stempel haben ja richtige Stempelkronen!

Guten Rutsch und guten Jagderfolg!

Nachtreter
 
Pete Am: 30.12.2011 16:57:19 Gelesen: 38454# 14 @  
@ Nachtreter [#11]

Ich habe gestern (28.12.11) auf einem Kompaktbrief ebenfalls eine solche Matrixcodierung auf der Rückseite vorgefunden! Das Besondere: Der Brief war mit einer Briefmarke freigemacht und stammte definitiv NICHT aus einer Großeinlieferung (tendziell aus der Briefkastenleerung oder der Filialabholung)! Der Brief wurde im BZ 70 abgestempelt und wurde auch im Bereich des BZ 70 zugestellt. Handelt es sich möglicherweise um eine neue Art der Codierung für die Zustellung?

Am Rande bemerkt: Mitbewerber der Deutschen Post AG, welche über Briefsortiermaschinen verfügen, codieren seither vorder- und rückseitig. Vorderseitig geschieht dies durch einen aufgesprühten Strichcode + UPOC und rückseitig durch eine fluoreszierende Codierung. Anlass hierfür ist die Erhöhung der maschinellen Lesbarkeit von Sendungen während des Briefsortiervorgangs mit dem Ziel, maschinelle Fehlsortierungen und damit Laufzeitverzögerungen zu vermeiden. Betroffen sind die Briefsortiermaschinen (vorwiegend für C6-Sendungen) des Herstellers Böwe, Bell & Howell (kurz BBH, Modell Criterion) sowie Pitney Bowes (Modell Olympus I bzw. II).

Gruß
Pete
 
Nachtreter Am: 30.12.2011 18:19:09 Gelesen: 38446# 15 @  
@ Pete [#14]

Alles schön und gut: Es scheint sich ja offensichtlich bei der DPAG etwas zu tun! Hier wird eine Codierung zusätzlich aufgebracht, obwohl die bisherige sogar für die Gangfolgesortierung ausgereicht hat!

Vielleicht wird ja auch nur getestet? Nur: Manchen Test haben die Sammler eben verpennt und die wenigen Briefstücke, die es gab sind im Papierkorb gelandet. Deshalb der Tip: Augen offen halten - ich denke mit der Zeit wird man schon mehr erfahren!

Gibt es Mitbewerber der DPAG, die ohne Briefsortiermaschinen arbeiten? Die können sich ja gleich ins Knie schießen!

Einen schönen Abend

Nachtreter
 
Pete Am: 01.01.2012 14:36:47 Gelesen: 38418# 16 @  
@ Nachtreter [#15]

Gibt es Mitbewerber der DPAG, die ohne Briefsortiermaschinen arbeiten? Die können sich ja gleich ins Knie schießen!

Die Mehrheit der in Deutschland von der Bundesnetzagentur zugelassenen Briefdienstleister dürfte ohne die Nutzung einer bzw. mehrerer Briefsortiermaschinen tätig sein. Allgemein ließe sich schreiben: je größer die tägliche (durchschnittliche!) Sendungsmenge eines Briefdienstleisters, umso wahrscheinlicher ist der Einsatz einer bzw. mehrerer Briefsortiermaschinen. Allerdings dürfte es hier bei den großen Unternehmen auch Ausnahmen geben, Bsp. City-Post aus Chemnitz und Post Modern aus Dresden. Bei diesen Unternehmen habe ich bisher noch keine Hinweise auf den Belegen für eine eigene maschinelle Sortierung gesehen.

Ein weiterer entscheidender Faktor neben der zu sortierenden Tagespost ist auch das Platzangebot bei dem jeweiligen Briefdienstleister. Je nach Anzahl der Briefsortierfächer (wo nach der Sortierung die Sendungen ankommen) und vorhandene Zeit für die Briefsortierläufe kann ein Briefsortiermaschinenmodell mehrere Dutzend Meter lang sein. Hinzu kommen noch die Kosten für den Kauf (durchaus mittlerer fünfstelliger Betrag) bzw. Leasing eines einzelnen Modells und Software (Betriebssystem) sowie Unterhalt/ Wartung der Sortiertechnik. Das Bedienpersonal muss auch vorhanden sein und angelernt werden. Die Frankierfarbe für den Drucker in der Maschine muss auch vorrätig gehalten werden, um während des Betriebs die Farbe auffüllen zu können.

Die PIN-Gruppe hatte 2007 in den größeren eigenen Niederlassungen bundesweit den Einsatz von Briefsortiertechnik forciert und hier (den Belegen nach) primär auf die technischen Lösungen von Böwe, Bell & Howell gesetzt (Modelle Criterion für C6-Sendungen und Intellistar für größere bzw. dickere Briefformate). Dabei wurde im Einzelfall in Maßstäben geplant, die nicht der damaligen tatsächlichen Sendungsmenge entsprachen (Bsp. Niederlassung Leipzig und ggf. auch Düsseldorf). Die PIN-Gruppe in der Fassung von 2007 ist seit gut 3,5-4 Jahren Postgeschichte, allerdings wurden mehrere große Niederlassungen aus dem Unternehmensverbund der PIN Group verkauft und firmier(t)en bis heute unter anderem Namen unter Nutzung der bisher vorhanden Technik, Bsp. Citipost in Hannover + Göttingen + Braunschweig, LVZ Leipzig, WAZ Post Service aus Essen (bis 31.12.2011). PIN Berlin nutzt seit Jahren mehrere Maschinen des gleichen Herstellers, wenn auch mit einem anderen Aussehen der Frankierung.

Mehrere Niederlassungen des (damaligen) Konkurrenten TNT Post nutz(t)en auch die Sortiertechnik von Böwe, Bsp. Niederlassung Bochum (eh. Essen), Moers, Wuppertal, Neuss und Fellbach. Mehrere Partner von P2 - die zweite Post (Bsp. MZZ aus Halle; biber Post aus Magdeburg) sowie Lizenznehmer der Citipost (Bsp. Osnabrück) frankieren mit Modellen von Böwe bzw. Pitney Bowes (Bsp. Brief und Mehr aus Münster).

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 06.02.2012 15:21:40 Gelesen: 38102# 17 @  
So, bei all dieser sehr interessanten Diskussion sind die schönen bunten Bildchen etwas in den Hintergrund geraten. ;-)

Deshalb hier wieder so ein identifizierter "versteckter" Lettershop mit Postfach-Angabe im Kundenklischee:



Absender des Mailings (aus Mai 2009) war die Firma "VC Videocomponents GmbH" aus 24534 Neumünster.
Frankiert per Neopost-AFS (Gerät C975037) mit Angabe des Absenders " Postfach 54 01 05, 22501 Hamburg" im Kundenklischee.

Hinter diesem Postfach verbirgt sich der Lettershop " abex Direktwerbung GmbH & Co. KG" (Jacobsenweg 6-8, 22525 Hamburg). Bei der 1971 gegründeten Firma abex handelt es nach eigenen Angaben um einen "Spezialist für kleinere und mittlere Auflagen bis ca. 500.000 Stück. Die Kernkompetenz liegt im klassischen Mailingbereich von Text- und Adresserfassung über den Druck bis zum Werbemittelversand" [1].

Auf der Webseite der DPAG [2] findet man übrigens die recht brauchbare Suchmaschine "Dienstleister-Katalog" für Anbieter aus dem Bereich "Lettershop". Oft kann man hier diese Dienstleister bereits an Hand der dort zum Teil mit abgelegten Postfachadresse identifizieren.

Gruß
Thomas

[1]: http://abex-hh.de
[2]: http://www.deutschepost.de/dpag?tab=1&skin=hi&check=no&lang=de_DE&xmlFile=1015586
 
DL8AAM Am: 15.03.2012 16:59:47 Gelesen: 37821# 18 @  
@ DL8AAM [#17]

Und noch ein gerade identifizierter Lettershop. ;-)



Absender des Sendung (Februar 2012): Betriebskrankenkasse "Audi BKK". Frankiert per Piney-Bowes AFS (Gerät E858238) mit Angabe des Absenders " Postfach 83 38 / 38133 Braunschweig" im Kundenklischee.

Hinter diesem Postfach steckt der Lettershop " TraffiC Druck, Direktmarketing & Digitale Medien GmbH" (Heesfeld 7-8, 38112 Braunschweig). Das Unternehmen wurde 1995 von Helmut Neumann und Patrick Donner ursprünglich als Handelsvertretung für Drucksachen und Druckdienstleistungen gegründet und ist nun u.a. in den Bereichen Fulfillment (gesamte Kette "Abwicklung und den Versand von Werbemitteln und Waren"), Druck und Mailing (inkl. Frankierung und Konsolidiererweitergabe) sowie auch in der Responseabwicklung aktiv [1].

Leider funktioniert die in [#17] angesprochene Datenbankabfrage der DPAG derzeit nicht (mehr?). Zum Glück sind die Daten aber noch im Google-Cache zwischengespeichert. Nur wie lange sie dort noch zu finden? Deshalb aus Dokumentationsgründen hier zur Sicherheit ein Screenshot. Vielleicht will ja in 50 Jahren jemand ein Handbuch historischer Lettershops rausbringen. ;-)



Gruß
Thomas

[1]: http://www.traffic-bs.de/startseite.html
 
EdgarR Am: 20.03.2012 22:55:47 Gelesen: 37743# 19 @  
Eigentlich gehört ja 'Williams Lea' (zumindest mittlerweile) zu 100 % der Post AG. Aber uneigentlich macht dieser Laden seine Geschäfte ja so ziemlich ähnlich wie ein Konsolidierer, oder nicht? Nur dass er halt oft bei einer großen Firma direkt im Hause sich einnistet.

Also gehört 'uneigentlich' so was auch hierher?


 
DL8AAM Am: 21.03.2012 13:35:00 Gelesen: 37721# 20 @  
@ EdgarR [#19]

Im Prinzip kann sich die Post damit ganz legal selbst Rabatte geben, die sie dann (zum Teil) den Postkunden weitergibt, d.h. überspitzt gesagt, kann die "Post" damit einfach ein billigeres Porto anbieten (unter Umgehung der Genehmigungsbehörden) und hofft a) der Privatpostdienstleister-Schiene Kunden abzujagen und b) ein Teil der Rabatte, die ansonsten die anderen Konsolidierer einstreichen würden, selbst zu behalten. Sehr vereinfacht gesagt. Plus natürlich auch, um an den "vorgeschalteten" Postbearbeitungsdienstleistungen zu verdienen.




Gehe einmal in unsere Stempeldatenbank und Kombisuche unter dem Punkt Volltextsuche nach "Inhouse Solution", da kommen diese einige weitere AFS mit Williams Lea-Kundenklischee von verschiedenen ihrer Standorte ("Dienstleistungszentrum"). Es warten bestimmt noch dutzende FRANKITS und Kreisstempel-AFS, um in die Datenbank aufgenommen zu werden. Ich hoffe ja immer noch, dass sich "möglichst alle" Philaseiten-Mitglieder beteidigen und die FRANKITs ihrer täglichen Werbeflut einstellen. ;-)

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 31.03.2012 13:35:43 Gelesen: 37600# 21 @  
@ DL8AAM [#4]

Hier ein Brief bei dem ich mir über den Status nicht ganz im Klaren bin: Lettershop? Privater Frankierservice? oder was sonst?

und

Auf dem Jahrestreffen der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel in Hosenfeld vom vergangenen Wochenende sind weitere derartige Belege aufgetaucht bzw. hatte ich diese teilweise unerkannt mitgenommen und zuhause die rückseitigen Matrixcodes gefunden.

Kurzum: In Hosenfeld kamen zwei weitere Belege mit vorderseitigem Frankit auf; bei mir zuhause fanden sich zwei weitere Exemplare mit DPAG-Frankierung von PostModern Dresden. Allen Belegen bzw. vergleichbaren Stücken (ohne rückseitiger Matrix) ist gemein, dass diese bei Freesort, mutmaßlich Niederlassung Leipzig, konsolidiert bzw. teilweise auch dort frankiert wurden. Die Belege mit rückseitiger Matrix weisen im Gegensatz zu den anderen Stücken keine Konsolidierungsnummer K2055 auf.

Es ist auffällig, dass trotz der in Hosenfeld gefundenen Masse an Freesort- bzw. PostModern-Belegen mit Frankierdaten aus den letzten sechs Monaten nur vier Belege mit rückseitiger Matrix auftauchen. Dies deutet auf einen pilotartigen Versuch von Freesort hin, dass dort eine neue Technik zur maschinellen Sortierung/Kennzeichnung eingeführt wird, hinter der sich eventuell Konsolidierungsnummer, fortlaufende Nummierung und ggf. weitere Sortiermerkmale verbergen.

Drei der vier in Hosenfeld gefundenen Belege liegen mir vor, daher nachfolgend die Daten:

1. Freesort mit Frankitnummer 1D100010B3 vom 17.11.2011 -> der Frankit könnte auch zu einer anderen Freesort-Niederlassung (Stuttgart?) gehören



2. PostModern mit Maschinennummer F719933 vom 30.12.2011



3. PostModern mit Maschinennummer F738457 vom 10.03.2012



Die Niederlassung Leipzig von Freesort konsolidiert sowohl für eigene Kunden als auch Sendungen regional tätiger Briefdienstleister. Demnach kann der rückseitige Matrixcode auf verschiedenen Sendungen auftauchen. Bislang sind mir als bei Freesort Leipzig einliefernde Briefdienstleister bekannt:

- Postleitbereich 01: Post Modern aus Dresden
- Postleitbereich 04: LVZ aus Leipzig und Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH aus Torgau
- Postleitbereich 06: MZZ aus Halle

-> Fazit: eventuell liefern auch noch weitere Briefdienstleister aus den Postleitregionen 01; 04 und 06 bei Fressort Leipzig ein. In den neuen Bundesländern existiert laut (1) nur noch ein Freesort-Briefzentrum in Berlin. Dadurch wäre es theoretisch möglich, wenn z.B. weitere Briefdienstleister aus den Postleitregionen 02; 03; 07; 08; 09; 98 und 99 (Großraum Sachsen, Thüringen und Teile von Brandenburg bzw. Sachsen-Anhalt) bei Freesort Leipzig einliefern.

Für Freesort Leipzig liegen mir die nachfolgenden Frankits auf Belegen o.g. alternativer Briefdienstleister vor:

1D10000129 -> Verwendung dieses Frankit im vierten Quartal 2011 belegt
1D1000013A -> Verwendung dieses Frankit im vierten Quartal 2011 belegt
1D1000018D
1D050002F4
1D100010A6

Der im Beitrag 4 gezeigte Frankit 1D10000101 mit Werbeeinsatz von DPD gehört ebenfalls zu Freesort, mutmaßlich Niederlassung Stuttgart:



Bei dem Autogalerie-Absender handelt es sich um ein Unternehmen, welches mehrere Niederlassungen im Postleitbereich 73 führt. Die Sendung dürfte im Oktober 2011 ursprünglich entweder bei TNT Post (Niederlassung Fellbach) oder BW-Post (Niederlassung Stuttgart) eingeliefert worden sein.

Gruß
Pete

(1) http://www.freesort.de/de/ueber_uns/sortierzentren.php
 
Nachtreter Am: 31.03.2012 14:15:11 Gelesen: 37592# 22 @  
@ Pete [#21]

Hallo Pete,

die rückseitige Matrix ist mir schon auf einem Kompakt-Brief (90 ct.) mit Briefmarken-Freimachung und Maschinen-Entwertung im BZ 70 aufgefallen. Der Brief stammt NICHT aus einer Großeinlieferung und wurde über die Briefkasteneinlieferung aufgegeben. Er muß also nicht unbedingt mit der Konsolidierung und/oder Privatpost etwas zu tun haben (ich vermute eher mit der Zustellung / Gangfolgesortierung?). Definitiv scheint jedoch dadurch zu sein, daß die DPAG die rückseitige, schwarze Matrixcodierung aufbringt und "verarbeitet".

Ein schönes Wochenende

Nachtreter
 
Pete Am: 31.03.2012 14:24:57 Gelesen: 37591# 23 @  
@ Nachtreter [#22]

Kannst du deinen Beleg hier vorder- und rückseitig zeigen? Der DPD-Frankit aus Beitrag 4 stammt von Freesort, m.E. nach Niederlassung Stuttgart. Die Einlieferung von Teilen der Tagespostmenge ins DPAG-Briefzentrum 70 wäre möglich.

Wer ist nun der "Täter"? Freesort Leipzig oder Stuttgart? Oder Briefzentrum der DPAG im Postleitbereich 70, d.h. Waiblingen bei Stuttgart?

Es bleibt spannend. :-)

Gruß
Pete
 
Nachtreter Am: 31.03.2012 16:27:01 Gelesen: 37582# 24 @  
@ Pete [#23]

Mir steht leider kein Scanner zur Verfügung - sonst würde ich das gerne machen. Wenn Du mich fragst ist das BZ 70 der "Täter". Da ich im Bereich des BZ 70 wohne und auch arbeite kann ich Dir allerdings sagen, daß mir solch eine Codierung (auch bei konsoliderten Briefen und Großeinlieferungen) kein zweites Mal über den Weg gelaufen ist. U.U. handelt es sich vielleicht auch um einen Betriebsversuch, von dem niemand etwas mitbekommen hat?

Viele Grüße

Nachtreter
 
Pete Am: 31.03.2012 17:23:25 Gelesen: 37572# 25 @  
@ Nachtreter [#24]

U.U. handelt es sich vielleicht auch um einen Betriebsversuch, von dem niemand etwas mitbekommen hat?

Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen Betriebsversuch - ob nun Freesort oder Deutsche Post AG im Briefzentrum 70 ist für mich noch nicht eindeutig geklärt. Der dir vorliegende Beleg mit Briefmarkenfrankatur als Einzelstück kann (!) theoretisch auch eine andere Ursache haben. Es wäre wünschenswert, wenn sich im Laufe der nächsten Wochen mehr Belege ergeben würden, die dann in eine eindeutige Richtung (Freesort oder DPAG) verweisen. Es ist merkwürdig, dass die gezeigten Belege keine Konsoliderungsnummer sondern einen Matrixcode aufweisen. bei vergleichbaren Belegen von Freesort bzw. PostModern Dresden fehlt der Matrixcode, dafür taucht die Konsolidierungsnummer K2055 auf.

Auf welches Datum datiert der dir vorliegende Beleg? Anhand der bisher hier gezeigten vier Exemplare ließe sich der Zeitraum des Betriebsversuches auf mindestens 17.11.2011 - 10.03.2012 ausweisen; ggf. läuft der Versuch weiterhin.

Gruß
Pete
 
Nachtreter Am: 01.04.2012 15:56:07 Gelesen: 37527# 26 @  
@ Pete [#25]

Der Beleg datiert vom 27.12.2011.

Einen schönen Sonntag

Nachtreter
 
Pommes Am: 16.04.2012 19:17:13 Gelesen: 37245# 27 @  
@ Pete [#21]

Dies deutet auf einen pilotartigen Versuch von Freesort hin, dass dort eine neue Technik zur maschinellen Sortierung/Kennzeichnung eingeführt wird, hinter der sich eventuell Konsolidierungsnummer, fortlaufende Nummierung und ggf. weitere Sortiermerkmale verbergen.

Beim Auslesen der Matrixes auf Deinen Beispielen 2. und 3. spuckt "bcTester" Version 4.9 als Ergebnis die Nummern 7331214284 und 7331493074 aus. Die anderen Beispiele sind zu dünn um am heimischen PC korrekt ausgelesen zu werden, es sei denn, es hat jemand gaaaanz viel Zeit und ein ruhiges Händchen und "malt sie nach".

Sie wurden in der Analyse als Data Matrix EC220 erkannt. In den verfügbaren Formatvorlagen finden sich keine weiteren verwertbare Daten (mal vielleicht vom HEX abgesehen). Vielleicht helfen Dir die Zahlen im Unicode auch so weiter.

Frohes Forschen weiterhin
Thomas
 
DL8AAM Am: 04.05.2012 17:37:46 Gelesen: 37033# 28 @  
Neuer identifizierter Lettershop mit Postfach-Absender im Kundenklischee:

MWS Musalek Werbeservice GmbH


Postfach 12 60 / 22859 Schenefeld (bei Hamburg)

Vorgängerfirmen der 1988 wiedergegründeten Unternehmung mit aktuell sieben Mitarbeitern [1] sind "Hofediener Werbung" (1969-1978) sowie "MUSALEK Verkaufsförderung" (bis 1987). Laut ihrer Webseite besteht "der Kundenstamm vorrangig aus Industriefirmen, von denen Neueinführungen - Warenproben (Handling im Pack- und Versanddienst, sowie Briefmailings mit Katalogversand etc.) zur Abwicklung übergeben werden.". Weitere angebotene Dienstleistungen sind "mit ... Konfektionierungsanlagen falzen, kuvertieren, adressieren, frankieren und portooptimieren von Infopost-, Infobrief- und Pressepostsendungen". Eine kurze Googlesuche ergab als Kunden u.a. Harry Brot und das IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e.V.

Gruß
Thomas

[1] http://www.musalek.de (Download: 04.05.2012)
 
DL8AAM Am: 04.05.2012 18:18:30 Gelesen: 37028# 29 @  
Und gleich ein unbekannter hinterher:



Postfach 1029

Absender des Werbeanschreibens (als Standardbrief): Lancia Infoservice, Postfach 1955, 92410 Schwandorf

Weiß jemand, welcher Lettershop hinter diesem Postfach steckt?

Gruß
Thomas
 
sachsen-teufel Am: 04.05.2012 18:54:04 Gelesen: 37021# 30 @  
@ DL8AAM [#29]

Hallo Thomas,

ich kann den Lettershop leider auch nicht bestimmen. Habe selbst nur einen Frankit von dieser Maschine:



Der ist ohne Werbeklischee. Absender ist die BMW AG aus 80788 München.

Habe zwar im Net einen Lettershop mit Postfach 1029 gefunden, allerdings ist dieser in Zürich "stationiert" (Züriwerk) und der kann es ja wohl nicht sein.

Also, weiter forschen.

Gruß
Michael
 
Nachtreter Am: 02.06.2012 17:35:13 Gelesen: 36664# 31 @  
@ Pete [#21]

Die "Story" mit den rückseitigen Quadraten geht weiter. Habe hier einen Brief (diesmal Din A 4!) vom Finanzamt Heilbronn. Von "RegioMail" am 29.05.2012 entgegen genommen, am 30.05. mit einem Frankit freigemacht und auf der Vorderseite konsolidiert (K2055 - 289). Der Konsolidierer-"Stempel" ist recht schwach geworden und im Adress-Fenster gelandet. Empfänger war wieder im Bereich des BZ 70 - also im Südwesten geht es weiter! Ich versuche im Laufe der Woche einen Scan anzufertigen - wenn´s klappt.

Ein schönes Wochenende

Nachtreter
 
DL8AAM Am: 22.08.2012 17:30:23 Gelesen: 35836# 32 @  
Nun mal wieder ein identifizierter Lettershop. ;-)

Postfach 12 06 in 86407 Mering



KuvertierService Richter GmbH (Gaußring 28, 86415 Mering). Ein 1985 von Peter Richter gegründetes Familienunternehmen mit derzeit 35 Mitarbeitern, dass mit 8 Kuvertiermaschinen jährlich 15 Mio. Postsendungen verschickt [1], laut Ihrer Webseite werden u.a. als Tätigkeitsspektrum " ... adressieren, drucken, kuvertieren, frankieren, und liefern an die Post ..." angegeben.

Zur eindeutigen Bestätigung, dass das Postfach wirklich zum KuvertierService Richter gehört, siehe auch [2]. Bisher sind folgende AFS-Gerätenummern bestätigt 1D10000114 und 1D10000115 (FRANKIT) sowie alte Formen mit Kreisstempel aus 86150 Augsburg und 86368 Gersthofen B012571, C007022, C007024, C045054, C063032, C063035, C063036, C063038, C063249, C131898 und C33082B, C392398, C39239B, C39239G (siehe u.a. [3]).

Gruß
Thomas



aus [4]

[1]: http://www.lettershoprichter.de
[2]: http://www.lettershoprichter.de/faqs/FreimachungenDPAG.pdf
[3]: http://www.sammlerfreund.de/Tauschwelt/Biete/AFS_und_mehr/AFS_C/body_afs_c.html & http://www.sammlerfreund.de/Tauschwelt/Biete/AFS_und_mehr/AFS_B/afs_b.html
[4]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1705&CP=0&F=1#M4
 
DL8AAM Am: 25.10.2012 14:53:38 Gelesen: 35068# 33 @  
Hier nun wieder ein weiterer identfizierter "Lettershop":

Postfach 20 03 22 in 63309 Rödermark



Unterleider Medienverbund: "EMS" - Euro Mail Service GmbH

Euro Mail Service GmbH (Max-Planck-Straße 16, 63322 Rödermark) ist Teil einer Gruppe von drei Firmen am gleichem Standort unter der Federführung der "Unterleider Medien GmbH". Zusammen mit den anderen Firmen werden die Bereiche Druck, Logistic und Fulfillment bzw. "Lettershop" angeboten. Laut Webseite [1], Zitat " Die Unterleider Medien GmbH operiert als Mediendienstleister in 3 Geschäftsbereichen. Uscha printmedia (verfügt über Rollen- und Bogenoffsetmaschinen und druckt Geschäftspapiere ebenso wie Werbeschriften ...). Unterleider Logistics Services GmbH erarbeitet kundenindividuell Supply-Chain-Lösungen. EuroMailService GmbH ergänzt den Medienverbund im Bereich Document Management und Fulfillment.". Der "Lettershop" EMS selbst bietet u.a. "Datenaufbereitung, Portooptimierung, Rechnungsversand, Mailings und Fulfillment" an.



Sendungen werden über das TNT-Tochterunternehmen "PostCon Deutschland GmbH" (K4031) konsolidiert.

Bisher belegtes AFS-Gerät: C970157 (Neopost) von 63322 Rödermark

Gruß
Thomas

[1]: http://www.uscha.de
 
DL8AAM Am: 15.11.2012 16:48:19 Gelesen: 34853# 34 @  
Sie passen zumindest noch in den Randbereich des Großthemas "Lettershop", die sogenannten ' Konfektionierer'.

Das sind Firmen oder auch gemeinnützige Organisationen, die im Auftrag von Dritten (oft Behörden oder behördenähnliche Organisationen, wie Krankenkassen, Berufsgenossenschaften etc.) den Versand von Informationsmaterial übernehmen. Neben diesen gemeinnützigen Anbietern, treten Konfektionierer aber auch im rein kommerziellen Bereichen auf, u.a. beim Katalogversand, hier insbesondere im Tourismussektor (z.b. INFOX GmbH & Co. Informationslogistik KG aus 53842 Troisdorf).

Hier ein Beispiel zur ersten Konstellation:

" Die Konfektionierer" - GVP Gemeinnützige Werkstätten Bonn GmbH"



Ausschnitt einer Büchersendung, versendet im Auftrag der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) vom 13.11.2012, frankiert per FRANKIT-Absenderstempel (Gerät " 3D06000A2A").

Man muss also auch hier aufpassen: Bei den verwendeten FRANKITs können auch einmal Kundenklischees des beauftragenden Absenders geschaltet werden. In diesem Fall wurde aber ein eigener Einsatz des Konfektionierers verwendet, sodass ich zum Glück nicht in die Falle getappt bin, den FRANKIT mit einer falschen Anwenderangabe in unsere Datenbank einzustellen.



Ah, bevor ich es vergesse, ich hoffe, Ihr ladet auch alle brav Eure täglichen FRANKITs aus der morgentlichen Werbeflut - noch am Nachmittag - gleich in die Datenbank hoch? Wir sind noch weit weit davon entfernt, sämtliche aktiven FRANKIT-Geräte dort für die Nachwelt erfasst zu haben. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
Pommes Am: 24.11.2012 16:51:09 Gelesen: 34656# 35 @  
@ DL8AAM [#34]

Hallo Thomas,

durch Deinen Beitrag habe ich vor ein paar Tagen wieder mal etwas neues hinzugelernt und wie auf Bestellung flattert heute dieser Brief in den Kasten.



In diesem Brief befand sich naaa? ... genau - noch ein Brief.



Über dem Fenster stand nur meine Versicherungsnummer, die ich ja hier nicht unbedingt zeigen muss.

Auf dem Gothaer Brief befindet sich nur ein Datumstempel vom 01.11.2012.

Ich nehme an, das Originalschreiben konnte nicht zugestellt werden, weil meine frühere Hausnummer benutzt wurde. Dabei habe ich meinen Versicherungsvertreter extra darauf hingewiesen.

Die Gothaer hat daher das Schreiben neu eingetütet und an die Regis24 GmbH weiter gegeben, die laut google cache (die Originalseite ist gerade nicht zugänglich - Wartungsarbeiten) auch "kostenpflichtig Auskünfte aus den öffentlichen Registern" einholt. Diese hat dann im Auftrag der Gothaer Versicherung die richtige Adresse gefunden und den Brief im Brief geschickt.

Wenn Du schreibst: "Man muss also auch hier aufpassen: Bei den verwendeten FRANKITs können auch einmal Kundenklischees des beauftragenden Absenders geschaltet werden.", dann dürfte das hier ein Beispiel dafür sein.

Hier der FRANKIT einer Pitney Bowes mit Kennung 4D09000C8C.

Bevor ich es vergesse, ich hoffe, Ihr ladet auch alle brav Eure täglichen FRANKITs aus der morgendlichen Werbeflut - noch am Nachmittag - gleich in die Datenbank hoch?

Heute nachmittag wird's nichts mehr, aber über kurz oder lang, wirst Du diesen FRANKIT auch in der Datenbank sehen.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 

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