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Thema: Deutschland: Beschädigte oder zerstörte Belege nach 1945
EdgarR Am: 10.11.2012 17:51:07 Gelesen: 4064# 1 @  
Was der Postmann heute brachte

Heute brachte der freundliche Herr von der Post AG eine Plastiktüte mit was drin:



Was drin war, trug folgenden Stempel:



und zwar, besieht man die komplette Sendung, ersichtlich zu Recht:



Verblüffenderweise war das darinliegende Schreiben fast noch lesbar.

Nun wissen wir ja alle, dass der Hauptzweck jener großen Sortier- und Stempelmaschinen in den Briefzentren darin besteht, aufklebende Briefmarken zu schreddern. Offensichtlich lastet das die Dinger heutzutage kaum mehr aus (bei all den Frankits) sodass sie nun, zum langfristigen Erhalt ihrer Planstellen, zur Ganzbrief-Schredderung übergehen. :-(

Ist der Stempel nicht was für die Stempelbank?
 
T-M 123 Am: 10.11.2012 19:28:51 Gelesen: 4033# 2 @  
Oh je, den Brief kenne ich doch?

Das tut mir wirklich Leid! Als ich ihn eingeworfen habe, war er ohne Zweifel noch ganz und ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte.

Es kommt zwar leider häufiger vor, das Briefe (und vor allem die Marken) durch die Sortiermaschinen (oder sonstigen unvorsichtigen Umgang seitens der Post) beschädigt werden, aber dass einer derartig zerstört wird, ist mir noch nie passiert, das kenne ich nur von Bildern.

Gruß
Tim
 
Sachsendreier53 Am: 30.11.2012 14:36:59 Gelesen: 3878# 3 @  
Ein beschädigter DDR-Brief aus 8400 Riesa, gelaufen als Drucksache am 27.11.1984. Freigemacht mit 10(Pf) Mich.Nr.2322.

Wenn Briefkuverts als Drucksache verschickt wurden, durfte die Brieflasche nicht zugeklebt werden.

Wahrscheinlich war die Lasche nicht richtig in das Kuvert eingeschoben, deshalb wurde der Brief von der Verteilermaschine erfasst und zerfetzt.

Rückseitig der Rechteckstempel des Briefverteileramtes 8024 Dresden.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 22.01.2013 13:34:14 Gelesen: 3717# 4 @  
Hier eine Maximumkarte aus der DDR, von 1990.(500 Jahre Postverbindungen in Europa) Herausgeber war das Ministerium für Post- und Fernmeldewesen der DDR.

Die Karte war in der Sortieranlage zu Schaden gekommen. Am 28.5.02 vom Postzentrum 04 abgestempelt, erhielt sie zur weiteren Beförderung eine Schutzfolie. Der Aufdruck der Folie lautet:

Die Sendung wurde leicht beschädigt und deshalb von der Deutschen Post mit Kunststoffhülle versehen.

Die zugeschweisste Folie hat drei verschiedene, aufgedruckte, rechteckige Kästchen, in Deutsch, Englisch und Französisch.



mit Sammlergruß,
Claus
 
PeterPan100 Am: 09.03.2013 18:26:35 Gelesen: 3564# 5 @  
Hallo zusammen,

hier zeige ich die Rückseite eines Briefes aus England nach Nürnberg gelaufen, der offensichtlich beim Transport in Fahrzeug oder im Flugzeug etwas angesengt wurde.



Grüsse
Wolf
 
Pommes Am: 09.03.2013 20:52:52 Gelesen: 3539# 6 @  
@ EdgarR [#1]

Hallo Edgar,

so katastrophal wie Deiner sind diese Belege nicht beschädigt worden, ich habe auch nur einen "in der Tüte", aber sie zeigen schön, wie verschieden selbst im Briefzentrum 12 die Stempel (und auch das Klebeband) über die Jahre 2008 bis 2011 waren.



Der mit "Tüte" vom 01.11.2011 FRANKIT von Williams Lea [K4000]. Der selbe Text wie bei Dir "Die Sendung wurde leider beschädigt und deshalb von der Deutschen Post mit Kunststoff-hülle versehen." Das ganze dann auch noch auf Englisch und Französisch.



Hier ein weiterer Beleg mit "NACHVERPACKT"-Stempel vom 20.01.2011 und einem Handstempel aus dem BZ. Wie der Maschinenstempel jeweils teilweise auf beiden Seiten des Briefs landen konnte, kann ich mir nicht erklären.



Hier ein weiterer Beleg vom 04.12.2008 mit STAMPIT-Freimachung und "Beschädigt eingegangen"-Stempel vom 06.12.2008 der Verpackungsstelle des BZ 12.



Der nächste Brief "vom 13.12.2008" mit dem selben Stempel, aber anderem Klebeband.



Ein weiterer Beleg vom 22.03.2010 mit anderem Stempel.



Der ist vom 20.01.2010.



Zu guter Letzt wieder ein anderer Stempel vom 13.12.2010.

Die kleine Zusammenstellung zeigt darüber hinaus, wie abwechslungsreich auch zerknülltes Papier sein kann. Groß-Gold bringt das ganz sicher nicht, aber es zeigt doch einen erstaunlich abwechslungsreichen "Postalltag" bei der Deutschen Post AG.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Manne Am: 22.11.2013 12:20:03 Gelesen: 2942# 7 @  
Gestern kam dieser Brief an, so sieht Sammlerpost aus, wenn diese durch die Sortiermaschine gelaufen ist. Zweck erfüllt und sofort amtlich zerstört! So reduziert die Post die Auflagezahlen, super, weiter so!

Gruß
Manne


 
uli Am: 22.11.2013 13:59:04 Gelesen: 2904# 8 @  
@ Manne [#7]

Diese Art der Beschädigung kann ausschliesslich dann passieren, wenn man den linken Rand der Marken nicht 100%ig "sauber und fest" aufklebt. Wer sicher gehen will, sollte die Marken zusätzlich mit wasserlöslichem Kleber befestigen, z.B. UHU Office Pen.

Gruß
Uli
 
Eilean Am: 08.03.2014 09:45:06 Gelesen: 2624# 9 @  
So sieht Sammlerpost heute aus:

1.: Zuerst mit einem Handstempel aus einem der letzten verbliebenen kleinen Postämter versehen, Marke vom Seitenrand, dann

2.: Das Briefzentrum 56 stempelt noch einmal,

3.: Danach reissen wir gleich ein Stück weg, so dass

ich hier nur noch ein Beispiel eines doppelt gestempelten, zerstörten Briefes zeigen kann.

.-((


 
Francysk Skaryna Am: 08.03.2014 10:04:37 Gelesen: 2616# 10 @  
Moin,

verstempelte Marken sind aber kein Problem, das ausschliesslich die Deutsche Post betrifft. Ich habe es hier in Belarus auch schon ein paar mal erlebt, dass Briefe am Schalter aufgeliefert und sauber gestempelt und separat auf einen Stapel gelegt wurden - um nachher dennoch von der Maschinerie mit weiteren Stempeln gefleddert zu werden.

Insgesamt ist die deutsche Sprache in diesem Punkt genauso treffend wie präzise: Was macht man, wenn man einen Brief verschickt? Man gibt ihn auf!

Gruss
 
DL8AAM Am: 16.07.2014 20:35:35 Gelesen: 2287# 11 @  
@ EdgarR [#1]

Ist der Stempel nicht was für die Stempelbank?

Hier ein weiterer Brief, der im Briefzentrum Hannover "durch maschinelle Bearbeitung beschädigt" (24.06.2014) wurde und dann eingetütet zugestellt wurde:



Nebenstempel "Durch maschinelle Bearbeitung beschädigt / Wir bitten um Entschuldigung / Deutsche Post AG / NL Brief 30690 Hannover". Und Edgar, ja, nach meinem Verständnis ist das ein Innendienststempel und passt deshalb auch in unsere Stempeldatenbank. Bei der hannoverschen Postleitzahl 30690 handelt es sich übrigens um die Großempfänger-PLZ der "Deutschen Post AG Niederlassung BRIEF Hannover", d.h. 30690 Hannover ist eigentlich 30982 Pattensen (Ludwig-Erhard-Str. 39) [1].

Da ich eher der penible Dokumentator bin, habe ich mir die Hülle mal etwas genauer angeschaut und feine Unterschiede entdecken können. Deine Hülle trägt die postalische Formularnummer " 912-90 2-000", während hier nun die Nummer " 912-90 3-000" verwendet wird.



Bei Pommes [#6] ihm seinen Beleg (November 2011) wurde zwar auch 'schon' 903 eingesetzt, aber hier wird die Formularnummer in einer für die Post ansonsten sehr ungewöhnlichen "Punktform" angegeben " 912 .903 .000". Ich vermute einmal, dass das auf einen Irrtum der Druckerei zurückzuführen ist.

Man sieht, selbst wenn man keine Zacken abzählen will, kann der modernpostgeschichtlich interessierte Philatelist trotzdem immer wieder mal was 'neues' entdecken. ;-)

Gibt es eigentlich bereits irgendwo eine Dokumentation mit den postalischen Formularnummern? Oder ist dieses Gebiet bisher der forschenden Zunft unter uns vollkommen entgangen? Aber vielleicht ist das einfach doch nur zu uninteressant und bringt kein Großgold. ;-)

Mit postgeschichtlichen Grüßen
Thomas

[1]: http://www.postdirekt.de/plzserver
 
Redfranko Am: 17.07.2014 12:54:03 Gelesen: 2219# 12 @  
Hallo zusammen,

ich bekomme häufiger Postkarten aus dem Ausland über postcrossing. In meinem Profil steht, dass ich Briefmarkensammeler bin und bitte um hübsche oder besondere Briefmarken. Die meisten Absender erfüllen mir auch diesen Wunsch, aber bislang sind von 52 Karten erst 3 oder 4 angekommen, bei denen die Marken NICHT beschädigt waren. Es scheint daher ein generelles und nicht nur deutsches Problem zu sein. Traurig.

Gruß,
Frank
 
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