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Thema: Heimatsammlung Landkreis Ueckermünde in der Provinz Pommern 1944-1952
Das Thema hat 34 Beiträge:
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Briefmarkentor Am: 08.12.2012 14:48:56 Gelesen: 4197# 10 @  
Vielen Dank an Jürgen Schnellbacher für die Zusendung eines Beleges aus Neuwarp (Nowe Warpno) nach Warnemünde vom 7. Januar 1947.



Verwendet wurden polnische Postwertzeichen (Ausgabe zu 5 Zloty vom 1. September 1946 - Ruine des gotischen Schlosses in Bedzin) und der polnischer Kreisstempel WARPNO / * a *.

Heinz Büchner zeigt in seinem Buch "Beiträge zur Postgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns" einen Beleg aus Neuwarp nach Schwerin mit Kreisstempel * NEUWARP * und handschriftlichem Datumsvermerk 21/9 45. Hans-J.Richter bildet in seinem Buch "Mecklenburg-Vorpommern die Stempel der Postämter, Zweigpostämter und Poststellen 1945-1952" einen weiteren Beleg aus Neuwarp nach Schwerin ab. Auch dieser trägt den Kreisstempel * NEUWARP * und einen handschriftlichen Datumsvermerk 24/8 45. Ferner gibt er als Verwendungszeitraum dieses Stempels August bis September 1945 an.

Wer kann weitere Belege aus Neuwarp / Nowe Warpno zeigen?
 
Briefmarkentor Am: 16.12.2012 14:38:12 Gelesen: 4129# 11 @  
Gestern habe ich Post vom Landeshauptarchiv Schwerin erhalten. Diese enthielt Kopien aus dem Gemeindeverzeichnis des Landes Mecklenburg (nicht mehr Mecklenburg-Vorpommern), Stand 29./30. Oktober 1946. Nach diesem umfasste der Landkreis Ueckermünde im Jahre 1946 3 Städte (Pasewalk, Torgelow, Ueckermünde), 42 Landgemeinden und 92 Ortschaften.





In einem nächsten Schritt werden ich die die Städte und Gemeinden nach dem Ortsverzeichnis von 1944 (wann erschien das nächste?) nach PA, PSt I und II sortieren.

Das Gemeindeverzeichnis 1946 wurde übrigens von der Firma gedruckt, welche auch einen Teil der Postwertzeichen der OPD Schwerin herstellte: W. Sandmeyer, Schwerin
 
Briefmarkentor Am: 29.05.2016 21:20:38 Gelesen: 725# 12 @  
Dann will ich auch mal anfangen, in loser Reihenfolge Belege aus dem Landkreis Ueckermünde zu zeigen.



Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 11. Januar 1950 aus der Stadt Pasewalk nach Berlin. Die Postkarte wurde portorichtig mit 12 Pfennigen in Einzelfrankatur (1 x Mi.-Nr. 216 - Ausgabe vom 11. Oktober 1948) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel (3b) PASEWALK) / c abgestempelt.



Die Postleitgebietszahl "3b" steht asymmetrisch im Stempelgerät. Diese muss also nachträglich eingefügt worden sein.
 
Briefmarkentor Am: 09.06.2016 20:43:15 Gelesen: 581# 13 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 4. April 1944 aus der Gemeinde Torgelow nach Elster an der Elbe. Der Brief wurde portorichtig in Mehrfachfrankatur mit 12 Reichspfennigen (2 x Mi.-Nr. 785 - Ausgabe vom 1. August 1941) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel TORGELOW (POM) / b abgeschlagen.


 
Briefmarkentor Am: 10.06.2016 16:49:06 Gelesen: 551# 14 @  


Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 30. Juni 1944 aus der Gemeinde Torgelow. Die Postkarte wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 6 Reichspfennigen (1 x Mi.-Nr. 785 - Ausgabe vom 1. August 1941) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel TORGELOW (POM) / b abgeschlagen.



Mit der Entzifferung der Handschrift habe ich einige Probleme. Vielleicht kann ein Forenteilnehmer helfen.

Die Bildpostkarte zeigt den Badestrand der Stadt Ueckermünde am Stettiner Haff. Die zwei abgebildeten Gebäude existieren heute noch, der Steg leider nicht mehr. Ein Neubau ist aber wohl geplant. Am oberen rechten Kartenrand erkennt man den Fluss Uecker, der in des Stettiner Haff mündet.
 
volkimal Am: 10.06.2016 19:00:21 Gelesen: 544# 15 @  
@ Briefmarkentor [#14]

Hallo Marko,

hier der Text der Karte:

Familie
Emil Gehms
(1) Niederlehme
Adolf Hitlerstr. 97
ü. Königswusterhausen

Liebe Familie Gehms.
Muss doch schnell wieder
mal einen kleinen Karten-
gruß senden. Und ich habe
immer noch keine Post.
ich weiß gar nicht was
ich da noch von denken
soll. für heute will ich
schließen. Viele herzliche Grüße
von Anni

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefmarkentor Am: 11.06.2016 17:57:14 Gelesen: 517# 16 @  
@ volkimal [#15]

Hallo Volkmar,

herzlichen Dank für die Hilfe.

Weiter geht es mit einem Brief aus Pasewalk:



Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g mit Zusatzleistung Einschreiben vom 20. Juli 1944 aus der Stadt Pasewalk nach Dieburg. Dort kam der Brief gemäß dem Stempelabschlag auf der Rückseite am 22. Juli 1944 an. Der Brief wurde portorichtig in Mischfrankatur mit 0,42 RM (1 x Mi.-Nr. 794, 1 x Mi.-Nr. 827) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel PASEWALK / f abgeschlagen.



Interessant ist der R-Zettel. Die Ortsbezeichnung "Pasewalk Land" wurde durch Streichung in "Pasewalk" geändert.
 
Briefmarkentor Am: 12.06.2016 16:55:51 Gelesen: 490# 17 @  


Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 5. August 1944 aus der Stadt Ueckermünde nach Düsseldorf. Die Karte wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,06 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 785 - Ausgabe vom 1. August 1941) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel UECKERMÜNDE / b abgeschlagen.



Absenderin der Postkarte war die Landesheilanstalt in Ueckermünde. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde diese Anstalt für den Mord an psychisch kranken Kindern und Erwachsenen missbraucht.
 
Briefmarkentor Am: 13.06.2016 18:36:04 Gelesen: 470# 18 @  


Brief nach dem Ausland bis 20 g vom 19. September 1944 aus der Gemeinde Torgelow nach Genf in der Schweiz. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,25 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 793 - Ausgabe vom 1. August 1941) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel TORGELOW (POM) / b abgeschlagen.



Der Brief wurde vom Absender aus einem Gemeinschaftslager in Torgelow an das Internationale Rote Kreuz in Genf gesendet. Vermutlich handelte es sich bei dem Absender um einen Fremd- bzw. Zwangsarbeiter in dem Rüstungswerk der Deutschen Sprengchemie DSC Torgelow/ Spechtberg oder der Luftwaffenmunitionsanstalt 1/III Torgelow.

Er durchlief die Auslandsbriefprüfstelle München (Verschlussstreifen mit Buchstaben "(d)", Prüferstempel 4178 im Rechteck in roter Farbe und "§" in blauer Farbe). In Genf ging der Brief am 19. Oktober 1944 ein (Datumsstempel in roter Farbe).
 
Briefmarkentor Am: 14.06.2016 09:55:36 Gelesen: 447# 19 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 3. März 1945 aus Rieth nach Meiningen. Der Brief wurde in Altwarp (Zweigpostamt des Amtes Ueckermünde) aufgegeben und portorichtig in Mehrfachfrankatur mit 0,12 Reichsmark (2 x Mi.-Nr. 785 - Ausgabe vom 1. August 1941) frankiert. Die Postwertzeichen wurde vermutlich mit dem Zweikreisstegstempel ALTWARP / a / über / UECKERMÜNDE abgeschlagen.


 
Briefmarkentor Am: 15.06.2016 08:38:04 Gelesen: 412# 20 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 12. April 1945 aus der Gemeinde Torgelow nach Berlin. Der Brief wurde portorichtig in Mehrfachfrankatur mit 0,12 Reichsmark (2 x Mi.-Nr. 785 - Ausgabe vom 1. August 1941) frankiert und vermutlich mit dem Zweikreisstegstempel TORGELOW (POM) / a abgeschlagen.



Der Inhalt des Briefes ist erhalten geblieben und wird nachfolgend abgebildet:



Der Inhalt lautet:

Torgelow, den 12.4.45

Liebe Tochter,

ich muß auch einmal wieder ein paar Zeilen schreiben, und denke, daß ihr gesund seid. Könnt ihr das (Leben?) in Berlin noch ertragen? Ich glaube kaum, kommt lieber raus aus Berlin, hier ist es bis jetzt noch ruhig, und wenn wir noch raus müssen, können wir höchstens im Wald flüchten und Deckung suchen, aber ich denke, so weit wird es ja nicht mehr kommen, daß sie hier noch kämpfen dann. Ist doch schon alles vorbei.

Die Flüchtlinge sind alle noch hier.

Ich habe gehört, die Leute flüchten auch schon aus Berlin raus. Da gibt es keine Kartoffel, kein Gas, gar nichts. Hier ist ja auch alles knapp, aber bis jetzt haben sie hier noch keine Bomben geschmissen. Alarm haben wir ja auch öfter, aber sie fliegen immer rüber, es kann ja noch kommen, man weiß es ja nicht. Wir wollen es nicht hoffen. Wenn doch das mal erst ein Ende hätte. Wenn ihr auch noch raus müsst, wo wollt ihr dann hin? Dann kommt doch hierher zu uns, wo ihr bleibt, da bleiben wir alle.

Liebe Kinder, jetzt muß ich schließen. Ich bin noch gesund, viele herzliche Grüße und Küsse an alle, Mutter.
Schreibt bald.


Am 28. April 1945 wurde das Dorf Torgelow durch die Rote Armee besetzt. Außer der Sprengung der im Holländerstil erbauten Zugbrücke über die Uecker (siehe nachfolgende Bildpostkarte) durch die Wehrmacht kam es zu keinen nennenswerten Zerstörungen im Ort. [1]



Beim Nähern der Roten Armee hatte sich der Leiter des Postamtes Torgelow mit den Normstempeln nach Tribsees abgesetzt [2]. Diese standen nach Kriegsende nicht mehr zur Verfügung und das Postamt Torgelow musste auf eine Notmaßnahme zurückgreifen.

[1] Die Reihe Archivbilder Torgelow von Bernhard Albrecht
[2] Beiträge zur Postgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns von Heinz Büchner
 
Briefmarkentor Am: 16.06.2016 08:59:31 Gelesen: 386# 21 @  


Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 24. August 1945 aus der Stadt Torgelow [1] nach Groß Walmstorf. Das Porto in Höhe von 0,06 Reichsmark wurde mangels gültiger Postwertzeichen (diese erschienen erst vier Tage später) per Barfrankatur (handschriftlicher Vermerk "Geb. bez." mit Bleistift) entrichtet [2]. Abgeschlagen wurde die Postkarte mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * *. Da dem Stempelgerät das Datumswerk fehlte, wurde das Datum mit Hilfe verschiedenen Stempel zusätzlich abgeschlagen.



[1] Umwandlung der Gemeinde Torgelow in eine Stadt durch Befehl Nr. 1 des sowjetischen Kriegskommandanten Leutnant Ageew - Die Reihe Archivbilder Torgelow von Bernhard Albrecht

[2] Die Absenderin verwendete eine Ganzsache der Reichspostdirektion Schwerin, die in der britischen Besatzungszeit verausgabt wurde. Diese Ganzsache besaß in der Oberpostdirektion Schwerin unter sowjetischer Besatzung keine Gültigkeit mehr.
 
Briefmarkentor Am: 17.06.2016 10:15:10 Gelesen: 360# 22 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr über 20 bis 250 g vom 24. Oktober 1945 aus der Stadt Ueckermünde nach Torgelow. Der Brief wurde portorichtig in Mehrfachfrankatur mit 0,24 Reichsmark (2 x Mi.-Nr. 16. Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel (4) UECKERMÜNDE / a abgeschlagen.



Die Postleitgebietszahl "4" (ehemalige Reichspostdirektion Stettin) steht asymmetrisch im Stempelgerät, wurde also nachträglich eingefügt. Zum Vergleich ein Stempelabschlag dieses Stempelgerätes aus dem Jahre 1941 ohne Postleitgebietszahl:



Auf dem Briefumschlag aus der Zeit des Dritten Reiches wurde das Hoheitszeichen (Adler mit Hakenkreuz) vorschriftsmäßig durch Überkleben unkenntlich gemacht.
 
volkimal Am: 17.06.2016 19:14:12 Gelesen: 341# 23 @  
Hallo Marko,

heute auch von mir einmal eine Postkarte aus Pasewalk an meine Großmutter:



Postkarte aus Mecklenburg-Vorpommern. 6 Pfg. grün Michel Nr. P6b (auf hellgrün) oder P6c (auf blaugrün). Um die Karte genau zu bestimmen fehlt mir ein Vergleichsstück. Abgestempelt PASEWALK (BHF) / a am 3.1.1946.



Wie häufig in der damaligen Zeit ist der Text sehr interessant:

Pasewalk d. 1.1.1946
Liebe Ilse, heute, am Neujahrstage erreichte mich Deine liebe Karte, u. ich will sie gleich beantworten nit vielen guten Wünschen für Dich u. Deine Familie. Möget ihr Nachricht von Eurem Jüngsten bekommen! – Uns hat das alte Jahr schwer getroffen. Ende April begaben wir uns auf die Flucht nach Rügen u. kehrten Mitte Mai wieder nach Pasewalk zurück, wo wir unser Haus ausgebrannt vorfanden. Ganz Pasewalk-Innenstadt ist in einen Trümmerhaufen verwandelt! Zu unserer Freude fanden wir aber unseren Jungen hier vor, das ließ uns alles leichter tragen. Ein schwerer Schlag traf uns im Juli. Mein Mann starb an der Ruhr im russ. Gefangenenlager. Inzwischen ist Karl-Ferd. Zu meiner Schwester Hanna gegangen, die in Schleswig-Holst. Ist. Ihr man ist als Dolmetscher tätig. – August – jetzt waren von Krankheit ausgefüllt. Elisabeth fing mit Paratyphus an, u. ich folgte mit einem sehr schweren, der mich 10 Wochen lang ans Bett fesselte. Gottlob, daß ich wenigstes meinen Kindern erhalten blieb! Beruflich haben wir es ganz gut. Ich bin weiter Lehrerin, Elisabeth Schulhelferin. Tief bewegen wird Dich, die Nachricht, daß unsere Erika mit ihren Angehörigen freiwillig aus dem Leben gegangen ist, nur Herr Hoster und ein Sohn haben das Öffnen der Pulsadern überstanden. Daß Frl. Wie. Tot ist, wußte ich noch nicht.
Herzliche Grüße Euch allen
Deine Grete


Viele Grüße
Volkmar
 
Briefmarkentor Am: 18.06.2016 16:50:40 Gelesen: 308# 24 @  
@ volkimal [#23]

Hallo Volkmar,

herzlichen Dank für die Vorstellung deines Beleges. Ein beklemmender Inhalt, der die Lage der damaligen Zeit in vielen Ländern Europas und Asiens gut beschreibt. Noch beklemmender, wenn man die Ortschaften, oder wie du, die beteiligten Personen persönlich kennt.

Viele Grüße

Marko
 
Briefmarkentor Am: 18.06.2016 16:55:01 Gelesen: 307# 25 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 29. Oktober 1945 aus der Stadt Torgelow nach Schwerin. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,12 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.


 
Briefmarkentor Am: 19.06.2016 14:21:01 Gelesen: 283# 26 @  


Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 30. Oktober 1945 aus der Ortschaft Stallberg über das Postamt Torgelow nach Erkartsheim. Die Postkarte wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,06 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 8 - Ausgabe vom 31. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.



Der Text der Karte lautet:

Stallberg 28.10.45
Ihr Lieben.
Möchte Euch einige Zeilen schreiben. Hoffentlich erreicht Euch diese Karte. Wohne seit einigen Tagen mit den Kindern in Stallberg. Habe viel hinter mir. Von Erich weiß ich seit anfang Mai nichts. Vielleicht könnt Ihr mir eine Auskunft geben. Von Familie Lange aus Schönbrot erhielt ich auch Nachricht. Sie wohnen in Batzwitz Krs. Greifenberg. Ich könnte Euch viel erzählen. Wollte doch mal anfragen ob es nicht möglich wäre daß ich mit den Kindern dort unterkommen könnte. Kurt war über Sommer bei mir in Bauerort. Er ist mit seiner Familie und mit Humbolts nach Blankenberg gezogen. Reinhold wohnt in Stralsund. Es geht ihm sehr gut. Er hat sein Fuhrgeschäft wieder. Grete wohnt in Grevesmühle b. Lübeck. Alfret hat dort eine Anstellung. Dora soll in Schleßwig Hollstein sein. Nur ich sitze mit den Kindern hier alleine. Würde mich freuen, von Euch auch mal zu hören
Herzliche Grüße von Gertrud u. Kinder

 
Briefmarkentor Am: 20.06.2016 08:57:56 Gelesen: 262# 27 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 31. Oktober 1945 aus der Stadt Torgelow nach Groß Walmstorf. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,12 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.


 
Briefmarkentor Am: 21.06.2016 10:38:09 Gelesen: 228# 28 @  


Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 15. November 1945 aus der Stadt Torgelow nach Merseburg (OPD Halle - sowjetische Besatzungszone). Die Postkarte wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,06 Reichsmark (Ganzsache Mi.-Nr. 5 - Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten TORGELOW / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.



Der Text der Karte lautet:

Torgelow, den 14.11.45
Liebe Tochter!
Bereits zum dritten mal schreiben wir Dir, und immer noch haben wir keine Anwort von Dir. Wo steckst Du denn? Wenn du schon geschrieben hast so muß die Post irgendwo verloren gegangen sein. Auch ist kein Brief zurückgekommen wir wissen garnicht woran wir sind. Nun ist am 21. Dein Geburtstag liebe Tochter, wir gratulieren und wünschen Dir alles gute. Solltest du auch geflüchtet sein? Von Fritz haben wir am 9.11. einen Brief bekommen aus Rendsburg (Holstein). Er schreibt daß auch er von Dir noch keine Nachricht hätte. Uns geht es soweit ganz gut hoffen von Dir dasselbe. Nun sei recht herzlich gegrüßt von uns allen auch an Deine leiben Eltern und Schwester einen schönen Gruß
Dein Vater

 
Briefmarkentor Am: 22.06.2016 08:55:21 Gelesen: 207# 29 @  


Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 17. November 1945 aus der Stadt Torgelow nach Glückstadt (RPD Kiel - britische Besatzungszone). Die Postkarte wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,06 Reichsmark (Ganzsache Mi.-Nr. 5 - Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten TORGELOW / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.


 
Briefmarkentor Am: 23.06.2016 08:33:14 Gelesen: 187# 30 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 3. Dezember 1945 aus der Stadt Torgelow nach Solingen. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,12 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.


 
Briefmarkentor Am: 24.06.2016 14:41:27 Gelesen: 152# 31 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 6. Dezember 1945 aus der Stadt Torgelow. Der Brief wurde portorichtig in Mehrfachfrankatur mit 0,12 Reichsmark (2 x Mi.-Nr. 8 - Ausgabe vom 31. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.


 
volkimal Am: 25.06.2016 13:09:10 Gelesen: 110# 32 @  
Hallo Marko,

heute eine "Kontrollkarte für den Auslandsbriefverkehr" ausgestellt am 3. Februar 1944 in Stettin:



Onkel Hans, der Bruder von Großvater hat zwei der insgesamt 8 aufgegebenen Auslandsbriefe im Landkreis Ueckermünde der Post übergeben.

Am 23.02.1945 in Grambow (Zeilenstempel 1z) und am 28.03.1945 in Bismark über Stettin (Poststellenstempel).

Weißt Du was das für ein Einzeiler aus Grambow ist?

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefmarkentor Am: 26.06.2016 12:19:31 Gelesen: 80# 33 @  
Hallo Volkmar,

da zeigst du ja mal wieder etwas ganz besonders Feines.

Nach dem Ortsverzeichnis 1 von 1944 war Grambow ein Zweigpostamt des Amtes Stettin 1. Dieses hätte meiner Meinung nach einen Zweikreisstegstempel in Nutzung haben sollen. Der von dir gezeigte Stempelabschlag könnte ein Notstempel sein, der durch Verschleiß des Normstempels oder durch Kampfhandlungen nötig wurde. Dies sind aber nur Spekulationen meinerseits.

Nach dem Gemeindeverzeichnis des Landes Mecklenburg hatte Grambow zum 29. Oktober 1946 insgesamt 637 Einwohner. Vor dem Kriegsende dürfte diese Zahl etwas niedriger gewesen sein. Weitere Stempelabschläge aus diesem Ort zu finden, dürfte recht schwierig werden.

Viele Grüße

Marko
 
Briefmarkentor Am: 26.06.2016 12:28:06 Gelesen: 78# 34 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 6. Dezember 1945 aus der Stadt Torgelow nach Dortmund. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 0,12 Reichsmark (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom 28. August 1945) frankiert und mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten Torgelow / * * * mit fehlendem Datumswerk abgeschlagen.


 

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