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Thema: Motiv Marke auf Marke
Das Thema hat 227 Beiträge:
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Hornblower Am: 22.05.2013 16:46:11 Gelesen: 50820# 53 @  
Heute zur Abwechslung einmal in die Südsee. Am 29. August 1977 verausgabte Samoa einen Satz zur 100-Jahr-Feier der Ausgabe seiner ersten Briefmarken (Mi.-Nr. 358-361). Die ersten Briefmarken von Samoa wurden 1877 von W. E. Agar von der englischsprachigen Zeitung „Samoa Times“ ausgegeben. Die Ausgabe erfolgte im Auftrag der einheimischen Regierung von Samoa und als Antwort auf einen Wunsch nach eigenen Briefmarken. Doch als sie ausgegeben waren, konnten die Marken nur auf Briefen nach Australien, Neuseeland und gewissen Orten an der Pazifikküste der USA verwendet werden. Nach anderen Ländern bedurften die Sendungen zusätzlich Marken eines der drei Länder. 1900 wurde Samoa zwischen dem Deutschen Kaiserreich und den Vereinigten Staaten von Amerika aufgeteilt.

Während der Dekade ihrer Verwendung von 1877 bis 1887 gab es verschiedene Auflagen dieser Marken, die auf einem ornamentalen Hintergrund die Beschriftung „Samoa“ oben, „Express“ quer über die Mitte sowie „Postage“ und die Bezeichnung des Wertes in Buchstaben ohne Zahlen unten aufweisen. Ausgegeben wurden sieben Werte von 1 Penny bis zu 5 Shilling, die farblich teilweise große Unterscheide aufweisen.

Der Entwurf stammt von H. H. Glover und den Buchdruck besorgte S. T. Leigh & Co. in Sydney. Viele Druckfehler sind registriert worden, aber nur zwei Zähnungsarten sind bekannt, 12 und 12 ½. Obwohl ungezähnte Marken bekannt sind, existieren jedoch keine, die echt gebraucht sind. Die meisten der heute erhalten gebliebenen Stücke sind Neudrucke von den Originalplatten, die in großer Zahl hergestellt wurden, um die Nachfrage der Sammler zu befriedigen. Samoa hat dann 100 Jahre später noch einmal an diese Marken erinnert. Anbei ein Einschreibebrief aus Apia.

Gruß
Hornblower


 
wajdz Am: 22.05.2013 18:37:02 Gelesen: 50800# 54 @  
Brief ins Ausland

Einzelfrankatur Island MiNr 475 (20), Ausgabetag 23.5.1973. Anlaß: 100 Jahre isländische Briefmarken mit Darstellung der Island MiNr 3 von 1873 / MaSt KEFLAVIK 8-12 1973, Flugpostaufkleber.


 
Hornblower Am: 23.05.2013 16:43:11 Gelesen: 50770# 55 @  
So langsam aber sicher kommen ja wirklich schöne Stücke zusammen, vielen Dank fürs Zeigen.

San Marino wird als Ländersammlung sicher von nur wenigen Sammlern gepflegt, für Motivsammler bietet die älteste Republik der Welt dagegen reiches Material. Auch das Gebiet „Marke auf Marke“ profitiert davon.

Im Dezember 1947 erschien zum 100. Geburtstag der ersten Marken der USA ein aus sieben Werten bestehender Satz (Mi.-Nr. 390-396), der unter anderem die ersten beiden US-Marken zeigt. Die Katalogangaben über die Auflagen schwanken zwischen 60.000 und etwa 75.000 Stück. Hier ein echtgelaufener FDC vom 24. Dezember 1947.



Gruß
Hornblower
 
Hornblower Am: 24.05.2013 15:10:14 Gelesen: 50723# 56 @  
Bleiben wir noch bei San Marino. Am 8. Oktober 1958 erinnerte man dort mit zwei Marken (Mi.-Nr. 604-605) an die 100. Wiederkehr der Erstausgabe Neapels. Die großformatigen Marken zeigen eine Küstenlandschaft mit dem charakteristischen Vesuv und jeweils die Marken Neapels Nr. 5 und 7.


 
Hornblower Am: 25.05.2013 11:07:35 Gelesen: 50693# 57 @  
Fortgesetzt wurde dies am 29. August 1959, als wiederum zwei Marken aus San Marino (Mi.-Nr. 624-625) an die Erstausgaben der Romagna erinnerten. Abgebildet waren das Augustustor in Rimini zusammen mit Romagna Nr. 1 und eine Ansicht von Bologna mit Romagna Nr. 4.


 
Cantus Am: 25.05.2013 11:44:06 Gelesen: 50691# 58 @  


Griechenland, Mi. 778 + 780

Viele Grüße
Ingo
 
Hornblower Am: 26.05.2013 10:56:28 Gelesen: 50666# 59 @  
Die "Großen Hermesköpfe" gehören für mich mit zu den schönsten klassischen Ausgaben, hier hat die griechische Post 1961 wirklich eine Augenweide geschaffen.

Einen für mich graphischen Höhepunkt erreichte man auch in San Marino am 16. Oktober 1959 mit dem achtwertigen Satz zur Erstausgabe Siziliens (Mi.-Nr. 627-634). Die Marken zeigen einen Teil des Hauptportals des Doms von Messina und Sizilien Nr. 1, den Tempel von Selinunte mit Nr. 2, den Dom von Erice und Nr. 3, den Tempel der Concordia in Agrigento und Nr. 4, den Castor- und Pollux-Tempel ebenda mit Nr. 5, das Kloster von San Giovanni Eremiti und Nr. 6, das Griechische Theater in Taormina mit Nr. 7. Diese ist auch auf dem Höchstwert zu 200 Lire noch einmal abgebildet, auf dem der Golf von Palermo zu bewundern ist. Mit dieser schönen Serie hat man also nicht nur den vollständigen klassischen Satz der sizilianischen Erstausgaben im Album, sondern gleichzeitig auch noch eine touristische und kunsthistorische Rundreise durch Sizilien gemacht. Mehr Aufgaben können Briefmarken in meinen Augen eigentlich nicht erfüllen!



Gruß
Hornblower
 
volkimal Am: 26.05.2013 17:59:11 Gelesen: 50635# 60 @  
Hallo zusammen,

zur IBRA 1999 in Nürnberg gab es von einer Reihe ausgabefreudiger Staaten in Übersee Briefmarken mit der Abbildung von klassischen Deutschen Briefmarken. In mindestens sieben Ländern gab es sogar Blocks, in Form eines klassischen Beleges. Hier ein Beispiel:



Dieser Block aus Ghana zeigt einen Brief mit der ersten deutschen halbamtlichen Flugmarke für die Postbeförderung von Bork nach Brück durch einen Grade-Flieger.

Viele Grüße
Volkmar
 
Hornblower Am: 27.05.2013 16:58:34 Gelesen: 50606# 61 @  
Hallo Volkmar,

auch Dominica hat sich hier mit einem Block angeschlossen. Die Marken sind im Großformat, aber ich finde, die Agentur ist hier ein wenig einfallslos vorgegangen. Marken und Briefe einfach kopieren gefällt mir persönlich nicht so sehr, aber das ist eben Geschmackssache.



Gruß
Hornblower
 
Hornblower Am: 27.05.2013 17:01:42 Gelesen: 50605# 62 @  
Die USA haben nicht nur sehr schöne Marken zum Motivgebiet "Marke auf Marke" herausgebracht, sondern auch etliche Sonderstempel. Hier einer von mehreren zum 150. Jubiläum der Erstausgabe 1997, der Nr. 1 und 2 nebeneinander zeigt.

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 28.05.2013 12:33:42 Gelesen: 50577# 63 @  
Brasilien gedachte seiner berühmten "Ochsenaugen" am 1. August 1943 mit einem Block Nr. 6 (Mi.-Nr. 636-638), der die klassischen Ausgaben sehr gut wiedergibt. Anbei ein schöner FDC mit den Einzelmarken daraus.

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 28.05.2013 12:56:46 Gelesen: 50574# 64 @  
@ am1937a [#225]

Hallo,

mich würde das sehr interessieren, denn ich sammle das Gebiet schließlich auch. Womit man anfängt, ist eigentlich egal, warum nicht mit Übersee?

Gruß
Hornblower
 
Hornblower Am: 29.05.2013 12:16:42 Gelesen: 50484# 65 @  
Dann mache ich mit Übersee weiter.

Am 22. Oktober 1938 gab Brasilien zur BRAPEX in Rio de Janeiro den ersten Block des Landes aus (Mi.-Nr. 493). Die 10 Werte auf grünlichem Papier zeigen Sir Rowland Hill (1795-1879). Dieses Stück ist gleich in mehrerer Hinsicht für das Sammelgebiet „Marke auf Marke“ bemerkenswert.

Es ist zum einen

• der erste Block dieses Motivgebietes,
• die erste Marke, die aufgrund eines künstlerischen Wettbewerbs gestaltet wurde,
• die erste, welche Sir Rowland Hill zeigt,
• die erste, die ein Essay zeigt, nämlich das der Penny Black
• und die erste, die Briefmarken aus zwei verschiedenen Ländern zeigt

Insgesamt wurden damals 50.- 56.000 Bögen gedruckt (die Angaben schwanken), von denen die meisten zerschnitten wurden, um sie mit den Ausstellungsstempeln entwerten zu können. Hier zwei Exemplare auf einem Übersee-Einschreiben nach Augsburg.

Gruß
Hornblower (dessen Scanner wohl langsam den Geist aufgibt)


 
Hornblower Am: 30.05.2013 15:40:49 Gelesen: 50460# 66 @  
Auch von Frankreich gibt es schöne Markenbeispiele, sowohl was die Stempel als auch die Marken betrifft.

Gruß
Hornblower


 
Wim Ehlers Am: 30.05.2013 18:25:23 Gelesen: 50448# 67 @  


Diese Marken auf Marke flogen mit der Deutschen Lufthansa am 14. Mai 1971 von Asuncion in Paraguay nach Sao Paulo in Brasilien.
 
Hornblower Am: 31.05.2013 09:54:51 Gelesen: 50424# 68 @  
Die ersten Marken in Griechenland erschienen nicht 1861, sondern bereits 1859. 1939 hat die griechische Post daran erinnert und einen sehr schönen Satz herausgegeben. Die Marken selbst bekommt man noch ohne große Probleme, aber ein Ersttagsbrief ist sehr selten.


 
Wim Ehlers Am: 31.05.2013 12:50:13 Gelesen: 50413# 69 @  
@ Hornblower [#68]

1. Ist das hier von Dir gezeigte Stück tatsächlich ein FDC, oder ein Erinnerungsblatt?

2. Auf den Marken erkenne ich zwar ein Motiv (Königin Victoria) aus der Zeit von 1859, aber keine Marke auf Marke. Ist dieser Beleg dann hier von Dir richtig einsortiert?

3. In der Zeit von 1815 bis 1864 waren die Ionischen Inseln unter englischer Schutzherrschaft, deswegen auch Queen Victoria. Ab 2. Juni 1864 kamen die Inseln dann zu Griechenland. Das von Dir gezeigte Erinnerungsblatt aus 1939 zeigt Briefmarken, die zum 75. Jahrestag der Wiedervereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland am 21.05.1939 verausgabt wurden.

4. Wie kommst Du darauf, Griechenlands Briefmarkenausgaben würden 1859 beginnen, denn die Ionischen Inseln gehörten definitiv in diesem Jahr nicht zu Griechenland.

5. Gib mal bei Wikipedia das Stichwort Ionische Inseln ein, dann erfährst Du u.a. folgendes:

"Bis 1797 gehörten die Inseln zur Republik Venedig. Nach der Eroberung Venedigs durch Napoléon Bonaparte gelangten sie unter französische Herrschaft und bildeten 1800 unter russisch-osmanischem Protektorat die Republik der Ionischen Inseln, den ersten griechischen Staat der Neuzeit. Von 1807–1814 standen sie erneut unter napoleonischer Herrschaft, nach dem Sturz Napoleons übernahmen die Briten die Macht über das zunächst „Vereinigte Staaten der sieben Inseln“ genannte Territorium. Unter britischem Protektorat bildeten sich 1817 die innenpolitisch autonomen „Vereinigten Staaten der Ionischen Inseln“. 1864 traten die ionischen Inseln, nach einer Abstimmung im Parlament, dem seit 1830 unabhängigen griechischen Staat bei, dem sie seitdem angehören."

Beste Grüße
Wim
 
Hornblower Am: 31.05.2013 15:53:07 Gelesen: 50402# 70 @  
Hallo Wim,

es ist eine Karte, abgestempelt am ersten Gültigkeitstag. Es soll auch gleich aussehende Umschläge geben, gesehen habe ich aber noch nie einen.

Der Beleg ist richtig einsortiert, denn hier werden auf den drei großen Marken die drei Ausgaben von 1859 gezeigt. Die Sondermarken aus dem Jahr 1939 sind sog. Typ B-Marken, also solche, auf denen Marken wiedergegeben sind, die auf bekannten Ausgaben basieren (in diesem Fall also die Ausgabe von 1859), die aber verfremdet wurden. Typ B-Marken können weiter in reproduzierte und modifizierte Marken unterteilt werden. Beispiele hierfür sind Neukaledonien 1960, Mi.-Nr. 374 mit der reproduzierten "Triquerat"-Ausgabe oder Dänemark 1926, Mi.-Nr. 154, auf der in modifizierten Form Dänemarks Nr. 1 aus 1851 zu sehen ist.

Marken des Typs A zeigen dagegen die einfache Wiedergabe anderer Marken, Typ U zeigt solche, die nie erscheinen sind.

Ich hatte geschrieben, "die ersten Marken in Griechenland" und das sind sie nun einmal, denn die Ionischen Inseln gehören heute zu Griechenland und waren auch damals fast ausschließlich von Griechen bewohnt. Deshalb gab es ja auch die Anschlußbestrebungen an das Mutterland und die Ablehnung der Marken mit dem Kopf der Königin. Ich habe nicht geschrieben, dass es die ersten Marken des griechischen Staates sind. Von daher vermag ich keinen Fehler zu erkennen. Die Einträge bei Wikipedia kenne ich natürlich, aber sie stehen meinen Angaben nicht entgegen, oder?

Beste Grüße
Hornblower
 
Wim Ehlers Am: 01.06.2013 02:06:09 Gelesen: 50385# 71 @  
@ Hornblower

Über die Fakten kann und will ich gar nicht streiten. Bleib Du bei Deiner Ansicht, ich muss sie ja nicht teilen. Wie heisst es so schön: Es gilt das geschriebene Wort.

-----

Neues Motiv:



Schwarzdruck von Michel 1504, 125 Jahre Österreichische Briefmarke, verausgabt am 28.11.1975
 
Hornblower Am: 01.06.2013 20:57:08 Gelesen: 50361# 72 @  
Mir liegt nichts ferner als Streit und schon gar nicht beim Hobby.

Wie wär es mit Mauritius? Bei dem Regenwetter bietet es auch Anlaß zum Träumen.

Beste Grüße
Hornblower


 
Georgius Am: 02.06.2013 14:21:49 Gelesen: 50335# 73 @  
@ Hornblower [#72]

Hallo Hornblower,

Deine schönen Belege brachten mich erst auf den Gedanken, den kompletten postfrischen Satz der Jubiläumsausgabe von 1948 hier vorzustellen.



Viele Grüße
Georgius
 
Wellensittich Am: 05.06.2013 10:05:59 Gelesen: 50278# 74 @  
60 Jahre Nederlandse Vereniging voor Thematische Filatelie (2012)



Am linken Rand eine Wellensittichbriefmarke aus El Salvador (2001).
 
volkimal Am: 07.06.2013 17:53:24 Gelesen: 50167# 75 @  
Hallo zusammen,

passend zu Beitrag [#60] bzw. [#61] der dritte Block - diesmal mit der Abbildung einer Karte von der Ersten Regensburger Flugpost. Dieser Block wurde auf der Karibik-Insel Nevis ausgegeben.



Die Regensburger Flugpost gehört übrigens in meine Sammlung zu Hans Grade - dem ersten deutschen Motorflieger. Mein Urgroßvater hat Hans Grade in der Anfangszeit sehr stark unterstützt und war u.a. Direktor der Grade-Werke in Magdeburg.

Viele Grüße
Volkmar
 
Hornblower Am: 09.06.2013 15:22:19 Gelesen: 50121# 76 @  
Hallo zusammen,

mein Scanner ist leider immer noch kaputt, aber Bilder sind trotzdem genug vorhanden.

Am 15. Oktober 1953 erschienen zum 100jährigen Jubiläum der ersten Markenausgabe von Chile zwei Werte im Stichtiefdruck (Mi.-Nr. 473-474) in einer Auflage von 5 Mio. bzw. 100.000 Stück für die Flugpostmarke. Die Marken selbst sind leicht erhältlich, aber Ersttagsbriefe sind merkwürdigerweise nicht häufig. Neben den beiden Jubiläumsmarken erschien auch der erste Briefmarkenblock des Landes. In den ersten MICHEL-Katalogen (Übersee 1968 z.B.) wurde er noch gelistet, jetzt aber nicht mehr, obwohl er offiziell von der chilenischen Post ausgegeben wurde. Vielleicht weiß jemand den Grund?

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 10.06.2013 16:56:04 Gelesen: 50085# 77 @  
Der erste Block des Vatikans erschien 1952 und ist ein Blickfang, gerade auch wegen des Motivbezugs "Marke auf Marke" bzw. "100 Jahre Briefmarken". Zusammen mit dem Block erschien auch noch eine gleich aussehende Einzelmarke, die sich jedoch durch die Zähnung unterscheidet. Hier ein FDC in die USA.

Gruß
Hornblower


 

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