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Thema: Luxemburg: Deutsche Besetzung 1940 bis 1944
Das Thema hat 209 Beiträge:
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heku49 Am: 14.05.2013 20:44:50 Gelesen: 47513# 85 @  
Und hier der noch fehlende 3. Stempel der Militärpost.

Gruß Helmut


 
hajo22 Am: 16.05.2013 15:29:22 Gelesen: 47420# 86 @  
Kürzlich konnte ich die eingescante Lux P 7 über delcampe erwerben. Mein erstes gestempeltes Exemplar dieser Ganzsache.

Die Karte zeigt den "T"-Stempel für Nachgebühr. Die ins Deutsche Reich adressierte Ganzsache wurde aber dennoch nicht mit Strafporto bedacht, obwohl der Vordruck zum Zeitpunkt des Versandes - 21.4.41 - nicht mehr gültig war (seit 31.3.41 ungültig, so liest man im Michel-Ganzsachen-Katalog). Am Empfangsort wußte man das vielleicht nicht oder übersah den T-Stempel.

Die an den "Liebe(n) Cousin", geschriebene Bedarfskarte gefiel mir aber so gut, daß ich mich nicht daran gestört habe und so ist sie nach über 70 Jahren hier in Bayern in meiner Ganzsachen-Sammlung gelandet.



Viele Grüße und weiterhin viel Spaß an der (unergründlichen) Sammelleidenschaft Philatelie.

Jochen
 
zockerpeppi Am: 16.05.2013 21:59:23 Gelesen: 47395# 87 @  
Auch wenn ich mit dem Porto nicht klar komme, zeigen tue ich meinen Postauftrag nach dem Inland dennoch. Absender: Internationale Bank Luxemburg 3.1.1941 mit einem Einschreiben Klebezettel a = IBL nach Mersch.



Ich habe nur diesen einen. Alle seitdem gefundenen Exemplare waren von schlechter Qualität.

auf bald
Lulu
 
hajo22 Am: 17.05.2013 00:28:32 Gelesen: 47379# 88 @  
@ zockerpeppi [#87]

Wenn ich es richtig notiert habe: Einschreiben 30 Pfg., Postauftrag (Einziehung Geldbetrag) 30 Pfg., Fernbrief 12 Pfg.

Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 18.05.2013 22:44:35 Gelesen: 47278# 89 @  
@ hajo22 [#88]

Es fehlen noch 10, die Frankatur ist 82.

@+
 
hajo22 Am: 19.05.2013 11:01:19 Gelesen: 47255# 90 @  
@ zockerpeppi [#89]

Ja, habe ich gesehen, es müßten/sollten 72 RPf. sein. Postaufträge waren auch gestaffelt nach Betragshöhe. Ich habe 30 Pfg. für Beträge bis 800 RM notiert. Ist hier doch nicht erreicht. Vielleicht gab es die Regelung 30 RPf. bis 100 RM und darüber 10 RPf. mehr?

Was sagt denn das berühmte Buch von Marcel Staar?

Schönen Pfingstsonntag.
Jochen
 
Mondorff Am: 19.05.2013 13:55:50 Gelesen: 47241# 91 @  
@ zockerpeppi [#87]

Um die Frage zu beantworten: Im "berühmten Buch" von Marchel Staar befindet sich auch eine Postgebührentafel, die aussagt:

Postaufträge

Vom Absender zu entrichten:

a) Die Beförderungsgebühr wie für einen gleichartigen Einschreibbrief;
b) Die Vorzeigegebühr von . . . . 20 Rpf.
Höchstbetrag: 1000 RM
Die Vorzeigegebühr wird je Wertpapier erhoben.
.....

Das wären nun R-Brief: 42 Rpf.
Vorzeigegebühr (2 x) 40 Rpf.

Halleluja Lulchen - Du bist gerettet!

DiDi
 
zockerpeppi Am: 20.05.2013 10:11:44 Gelesen: 47198# 92 @  
@ Mondorff [#91]
@ hajo22 [#90]

Den Staar hatte ich nicht konsultiert. Habe nur im Tarife Handbuch nachgeschlagen. Also Danke für den Hinweis. Der Text auf Seite 34 Kapitel III Scheck und Überweisungsdienst ist eindeutig.

--> Die Vorzeigegebühr deshalb zweimal, weil 2 verschiedene Wechsel enthalten waren.

Sauwetter Grüße
Lulu
 
hajo22 Am: 19.06.2013 11:15:32 Gelesen: 46578# 93 @  
Nach 4 Wochen wird es Zeit das Thema wieder aufzugreifen, am Besten mit einer "4-Länder-Frankatur".

Wie bekannt waren die Besetzungsmarken von Luxemburg, Lothringen und dem Elsass gegenseitig in den einzelnen besetzten Gebieten gültig.

Hier ein Beispiel dazu: DR AH 16 Pfg. + Lothringen Nr. 4 und 9, Elsaß Nr. 3 und Luxemburg Nr. 8: ergeben zusammen 62 Pfg. (= Einschreiben 30 Pfg. + Nachnahme 20 Pfg. + 12 Pfg. Fernbrief). Viel kann im Brief nicht enthalten gewesen sein, denn das Couvert wiegt allein schon 10 gr. Also ich tippe mal, es waren Briefmarken drin.

Gestempelt Saarburg (Lothringen) 3.9.41 nach Bad Kreuznach.

Und hier das gute, sehr philatelistisch inspirierte Stück und für Liebhaber von Ankunftsstempeln auch diesen noch abgebildet:



Schönen Tag.
Jochen
 
Mondorff Am: 20.06.2013 10:56:43 Gelesen: 46524# 94 @  
@ hajo22 [#93]

Schön Jochen, dass Du wieder etwas zu zeigen hast.

sehr philatelistisch inspirierte Stück wie Du bemerkst. Du schreibst, dass die Aufdruckmarken auch in den anderen besetzten Gebieten zur Frankatur möglich waren. Aber: Das "Zusammenspiel" war nur vom 1.September bis 31. Dezember 1942 möglich. Danach galt (bei den Dauermarken) nur noch der Gröfaz.

Bei Nachbarschaftsorten mag es wohl hin und wieder solche "grenzüberschreitenden" Frankaturen von Marken zweier besetzter Gebiete gegeben haben. Z.B. bei mir hier. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe in 200 Metern Entfernung Lothringen/ Lorrain. Das nächste Postamt dort ist Rodemack - etwa 8 km weit weg. Die Leute aus dem Nachbarort Mondorff (mit zwei ff hinten) gingen (und gehen heute noch) lieber zur Post nach Bad Mondorf - damals vielleicht auch mit den Marken ihres Gebietes.

Drei aber (Elsass-Lothringen-Luxemburg) werden wohl schlecht unter Bedarf zu deklarieren sein. Somit sind alle diese konstruierten Belege, wie Du auch schon bemerkt hast, philatelistisch beeinflusst. Wenn wir so etwas jedoch nicht hätten - wie sollten wir beweisen können, dass es möglich war?

Mit freundlichen Grüßen aus dem gewittrigen Luxemburg
DiDi
 
hajo22 Am: 20.06.2013 11:36:31 Gelesen: 46521# 95 @  
@ Mondorff [#94]

Da hast Du Dich mit dem Jahr vertan, es muß heißen 1941 und nicht 1942.

Das ist sicher die Hitze.
Viele Grüße
Jochen
 
Mondorff Am: 20.06.2013 12:12:21 Gelesen: 46510# 96 @  
@ hajo22 [#95]

Entschuldigung Jochen, aber Du hast Recht.

Und - es nicht die Hitze (hier ist es seit gestern Abend sehr gewittrig), es wird das Alter sein.

Als kleinen Ausgleich stelle ich hier auch einen sicherlich philatelistisch inspirierten Beleg vor:



Viererblock, an eine Phila-Adresse und trotzdem portogerecht frankiert.

Schönen Gruß
DiDi
 
hajo22 Am: 21.06.2013 00:04:18 Gelesen: 46479# 97 @  
@ Mondorff [#96]

Du wirst lachen, der Brief gefällt mir. Der "Sammlerdienst" war meines Wissens eine Fachzeitschrift.

Der Poststempel "Lorentzweiler" dürfte selten sein, ich habe ihn noch nie gesehen, aber wie gesagt, ich bin kein Luxemburg-Spezialist und kann mich daher irren, allerdings ein Weiler ist ein kleiner Ort, damit wenig Einwohner, damit wenig Postaufkommen - und damit siehe oben.

Schönen Abend noch und bis demnächst.
Jochen
 
Mondorff Am: 21.06.2013 16:51:42 Gelesen: 46431# 98 @  
@ hajo22 [#97]

Lorentzweiler, im Kanton Mersch, auf der Strecke Luxemburg-Mersch, hatte zu dieser Zeit ~2.000 Einwohner. Wenig später erfolgte die Umbenennung in Lorenzweiler.

Hier 'mal zwei Belege mit Charlotte-Aufdruckmarken, als diese (nach dem 31. März 1941) schon ungültig waren:



Karte mit Stempel Eilboten und Tagesstempel Wattenscheid vom 10.10.1941. Obwohl die Karte mit 42 Rpf portgerecht frankiert war, erhielt sie einen roten Nachgebühr-Stempel und der Stempel Eilboten wurde mit Blaustift durchgestrichen. Die Marken besaßen nur in Luxemburg selbst Gültigkeit. Eine, handschriftlich eingetragene, blaue 9 bestätigt die fällige Nachtaxierung.



Portogerecht mit 6 Rpf frankierte Fernkarte vom 30. September 1941 aus dem besetzten Lothringen ins Altreich. Die Entwertung erfolgte mit violettem Not-Rahmenstempel Schalbach mit nebengesetztem einzeiligen Datumstempel. Obwohl die Marke in Lothringen nie gültig und am 31. März 1941 zurück gezogen worden war, wurde ihre Verwendung nicht beanstandet.

Freundlichen Gruß
DiDi
 
hajo22 Am: 21.06.2013 17:32:58 Gelesen: 46425# 99 @  
@ Mondorff [#98]

Danke für die Infos. Also war der Weiler kein "richtiger" Weiler, sondern schon eine kleine Stadt (hier sagt man dazu "Marktgemeinde").

Bei der 1. Karte muß es heißen 46 RPfg. und nicht 42. Wäre der Eilbotenvermerk nicht (wahrscheinlich vom Postler) gestrichen worden, wäre die Sache richtig teuer geworden. So blieb's beim 1,5-fachen von 6 RPfg. = 9.

Die 2. Karte kann man schon in die Abteilung "Absender-Post-Sabotage" einfügen und es klappte. Unerkannt befördert ohne Strafgebühren. Auch was Nettes. Wer beanstandet auch schon eine gut aussehende Dame auf Briefmarke? Das traut sich keiner.

Schönen Tag und bis demnächst.
Jochen
 
heku49 Am: 21.06.2013 20:59:34 Gelesen: 46391# 100 @  
Hier eine weitere Karte die ohne Nachporto befördert wurde. Ortskarte zu 5 Rfg im Fernverkehr benutzt.

Gruß Helmut


 
zockerpeppi Am: 26.06.2013 23:03:20 Gelesen: 46293# 101 @  
Zur Abwechslung möchte ich einen Bahnpoststempel hochladen. Den Beleg bekam ich von einem Kollegen und habe ihn schon in unserem Vereinsforum vorgestellt. Aber auch für Philaseiten Besucher dürfte er interessant sein.



Schimpach-Kautenbach - Zug 208//09.1.42 frankiert mit 12 Rpf Portostufe 1.10.1940 bis 20g

schönen Abend noch
Lulu


P.S diese Sorte Stempel gab es vor der Besetzung nicht. Wurden +/- im Oktober 1940 eingeführt
 
Mondorff Am: 04.08.2013 10:56:57 Gelesen: 45323# 102 @  
Guten Tag,

nicht nur, aber auch zur Wiederbelebung des Themas stelle ich hier einen Luftpostbrief aus dem Senegal nach Differdange in Luxemburg vom 6. Oktober 1939 mit rückseitigem Ankunftstempel vom 16.10.1939 vor. Es war also schon Krieg.

Wegen des roten Durchlaufstempels A o (Ae wäre Frankfurt/M.) müsste der Brief über Deutschland gelaufen sein.



Woher stammt dieser Durchlaufstempel?

In meinem "schlauen Buch" konnte ich leider nichts dazu finden.

Schönen Gruß
DiDi
 
hajo22 Am: 04.08.2013 13:53:57 Gelesen: 45296# 103 @  
@ Mondorff [#102]

A(o) kann nicht sein, das wäre Zensurstelle Oslo. Norwegen war 1939 nicht besetzt, und über Oslo nach Luxemburg?, na ja, dürfte unwahrscheinlich sein. A(e) gibt Sinn mit Frankfurt a.M. Das "o" im Osloer Zensurstempel ist rund, nicht wie hier eher oval. Also es müßte ein "e" sein. Ich habe Briefe mit A(o) zum Vergleich, muß ich aber erst raussuchen.

Schönen Sonntag und ja, das Thema muß wieder belebt werden.

Jochen
 
hajo22 Am: 19.08.2013 13:42:14 Gelesen: 44565# 104 @  
Ich hatte kürzlich bei ebay Glück und konnte einen Beleg ersteigern, der mir für den Abschluß meiner Sammlung zum Thema in etwa vorschwebte. Ich darf ihn hier vorstellen:

Couvert mit dem Vordruck "Gouvernement du Grand-Duché de Luxembourg". Druckvermerk links unten: 2000 (Auflage) - XI.44 (Druckdatum).
Gestempelt "Luxembourg Ville (d) v. 12.12.44", Adresse innerorts.
Absender schwarz-violetter Gummistempel (übersetzt): "Dienst für Lebensmittelversorgung und wirtschaftliche Angelegenheiten".
Luxemburger Zensurstempel: "Controlé par Examinateur/13.Dez.44/N(umér)o/Handzeichen"

Luxemburg war gerademal 3 Monate befreit, der Krieg noch im Gange, die Ardennen-Offensive stand kurz bevor (16.12.44 bis 21.1.45), in der die Wehrmacht versuchte bis Antwerpen vorzudringen.

Für Ästheten: Die Registratur-Lochung links am Rande des Couverts stört mich nicht (kann ich auch mit farbig passendem Papier als Briefeinlage ausgleichen, was ich vielleicht mache).



Allen einen schönen Tag.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 19.08.2013 21:24:18 Gelesen: 44521# 105 @  
@ hajo22 [#104]

gutt geschafft!

Von mir heute Hindenburg mit Ü Überdruck auf Portopflichtiger Dienstsache vom Hypothekenamt Luxemburg an Notar Altwies. Abgestempelt am 21.1.41. Das fällige Porto von 8 Rpf ist auf der Rückseite des Belegs, entwertet mit einem Nachgebühr Stempel.



schöne Grüße
Lulu
 
hajo22 Am: 21.08.2013 18:51:26 Gelesen: 44468# 106 @  
@ Mondorff [#102]

Hier der avisierte Durchlaufzensurstempel Ao von Oslo. Ich habe ein besonders deutliches Exemplar herausgesucht. Hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem vorliegenden Stück.



Möglicherweise zeigt der Senegalbrief keinen deutschen Zensurstempel, er lief ja vermutlich über Spanien/Frankreich nach Luxemburg.

Schönen Abend.
Jochen
 
hajo22 Am: 21.11.2013 18:26:21 Gelesen: 42257# 107 @  
Kürzlich konnte ich die eingescante Sonderkarte kaufen, die ich gerne noch am Sammlungsende hinzufügen möchte, da ich sie in unmittelbarem Zusammenhang mit der seinerzeitigen deutschen Besetzung sehe.



Dazu müßte ich allerdings die Luxemburger Sammlerfreunde um einige Informationen bitten.

Was ich deute:

1. Der Escher Philatelistenclub hat die Karte wohl herausgegeben oder sie ist auf dessen Initiative entstanden.
2. Es geht um die Erinnerung an die Evakuierung von Personen aus Esch.
3. 10.5.1940-10.5.1945 (also 5. Jahrestag des Ereignisses); Die Marke ist gestempelt 10.5.45, also einen Tag nach der Gesamtkapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8./9.5.1945.
4. Ein Zuschlag von 2 fr. für das nationale Hilfswerk der Großherzogin wurde erhoben beim Kauf der Karte.
5. Die Auflage betrug 5.000 Stück (numeriert, hier Nummer 735).

Gab es zu diesem Anlaß eine besondere Ausstellung, Veranstaltung oder Tombola?

Wer kann mir ein bißchen was dazu sagen?

Viele Grüße
Jochen
 
heku49 Am: 21.11.2013 19:50:46 Gelesen: 42204# 108 @  
@ Mondorff [#102]

Hallo DiDi,

ich lese auch ein Ae in dem Stempel. Aber Glückwunsch, denn der Stempel wie abgebildet ist weder bei Marcel Staar noch bei Karl-Heinz Riemer gelistet. Dort sind die Buchstaben stets nebeneinander angeordnet. Außnahme der Stempel Ad aus München, wo die Buchstaben untereinander sind.

Gruß Helmut
 
Mondorff Am: 21.11.2013 23:53:18 Gelesen: 42189# 109 @  
@ hajo22 [#107]

Nein, Jochen,

es ist von Dir alles stimmend übersetzt.

Dies war eine von den sog. Patrioten-Karten, die von verschiedenen Briefmarkensammler-Vereinen hier in Luxemburg damals angeboten wurden. Dazu gehören auch Ganzsachen-Karten mit Überdruck. Meines Wissens ohne jede besondere Veranstaltung oder Ausstellung, dann wäre ein Sonderstempel drauf.

DiDi
 

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