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Thema: (?) (542) Perfins - die Firmenlochungen
Das Thema hat 572 Beiträge:
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rostigeschiene Am: 30.04.2013 11:52:24 Gelesen: 133758# 348 @  
@ Baber [#347]

Hallo Baber,

diese Lochung wurde von den Bav. Baugewerks-Berufsgenossen, München in der Zeit von 1925 bis 1941 verwendet, um ihr Eigentum zu kennzeichnen.

Werner
 
Baber Am: 30.04.2013 15:52:06 Gelesen: 133730# 349 @  
@ rostigeschiene [#348]

Hallo Werner,

vielen Dank für den schnellen Hinweis. Ist das eine seltene oder häufige Lochung? Wer Interesse daran hat, kann die Marke gerne haben.

Gruß
Baber
 
rostigeschiene Am: 30.04.2013 23:28:32 Gelesen: 133587# 350 @  
@ Baber [#349]

Hallo Baber,

da die Verwendung dieser Lochung einen Zeitraum von sechzehn Jahren hinzieht kann man davon ausgehen das sie nicht sehr selten ist. Es gibt andere Lochungen deren Verwendungszeit nur Monate oder Wochen nachweisbar sind, da spricht man schon eher von selten.

Den Wert einer Lochung kann man auch nicht korrekt beziffern, weil jeder andere Maßstäbe setzt. Ein Heimatsammler aus Stuttgart wird für eine Marke mit Lochung, die sich auf einem Beleg mit Firmenwerbung aus Stuttgart befindet, weitaus mehr bezahlen als ein Sammler aus München, der nur Belege sammelt, auch wenn die Lochung seltener ist.

Werner
 
mausbach1 Am: 01.05.2013 09:32:17 Gelesen: 133546# 351 @  
Ich hab da auch mal eine Frage:

Wie werten Perfins auf Beleg? Mir liegt u.a. ein Brief von Berlin nach Gera vor, frankiert mit einem senkrechten Paar DR MiNr. 243 mit der Lochung "V.d.J." (Verein deutscher Ingenieure) vor. Er ist gestempelt Berlin SW 19 vom -3.7.23. 3-4 N. Vorab vielen Dank für die Antworten.

Claus
 
rostigeschiene Am: 01.05.2013 10:30:42 Gelesen: 133531# 352 @  
@ mausbach1 [#351]

Hallo Claus,

wie schon in meinem vorherigen Post [#350] geschrieben, wird der Wert eines Beleges von vielen subjektiven Kriterien beeinflusst.

Aus Erfahrung kann ich Dir aber mitteilen das Belege, mit firmengelochten Marken, unter den Spezialisten, in der Regel einen Handelswert um die 3,- bis 7,- € haben.

Selbstverständlich gibt es aber auch Belege die ein vielfaches der o. g. Preise, als finanziellen Aufwand, erfordern um dieses sein Eigen nennen zu können.

Das hängt aber dann von der Seltenheit der Marke, der verwendeten Postdienste, (Einschreiben, Rückschein, Flugpost, Nachnahme u.s.w.) und der Destination des Beleges ab.

Werner
 
Bayern-Nerv Am: 01.05.2013 17:18:24 Gelesen: 133492# 353 @  
Hallo zusammen,

Wenn man bayrische Marken sammelt, bekommt man zwangsläufig auch gelochte Exemplare beim Erwerb von Sammlungen.

Da dies nur ein "Nebenschauplatz" für mich ist, fehlt im Moment noch die dementsprechende Fachliteratur (Rainer von Scharpen - Firmenlochungen des Königreichs Bayern).

Trotzdem möchte ich hier einige Exemplare zeigen - vielleicht kann ja jemand bei der Bestimmung helfen.

Schöne Grüße
Bayern-Nerv Volker



 
rostigeschiene Am: 01.05.2013 22:53:17 Gelesen: 133389# 354 @  
@ Bayern-Nerv [#353]

Hallo Volker,

zu den von Dir vorgestellten Lochungen kann ich folgende Aussagen machen: Angegeben ist der ehemalige Eigentümer der Marken welcher auch die Lochungen verursacht hat, der Firmensitz und der Verwendungszeitraum.

Von links oben nach rechts unten habe ich diese Eintragungen im Katalog ermittelt.

Kupfer, Hesslein & Co., Mech. Nähseidenfabrik Bamberg von 1905 bis 1916

H.C. Kurz, Bleistift-Fabrik Nürnberg von 1898 bis 1923

Deutsche Triumph-Fahrradwerke Nürnberg von 1907 bis 1925

Franz Neumayr, Tuchversandhaus München von 1902 bis 1927

C. Conradty, Elektrische Geräte Nürnberg von 1888 bis 1944 oder Röthenbach von 1888 bis 1944

G. Henneberg’s Seidenfabriken Lindau von 1892 bis 1901

Viele Grüße
Werner
 
himmelsaffe Am: 18.06.2013 21:49:32 Gelesen: 129397# 355 @  
Hallo zusammen,

ich habe bei ebay diesen Artikel eingestellt (350817489816).

Der Verwender dieser Lochung ist laut meinen Unterlagen unbekannt. Die Lochung ist außerdem eine Spätverwendung? Was haltet ihr davon ?



Gruß Christian.
 
rostigeschiene Am: 19.06.2013 09:19:37 Gelesen: 129356# 356 @  
@ himmelsaffe [#355]

Hallo Christian,

leider muss ich Dir widersprechen, die Lochung ist bekannt, nur der Verwender aus Lindau am Bodensee ist noch nicht ermittelt.

Da die Verwendung perforierter Briefmarken ab dem 1.1.1966 bei der Deutschen Bundespost verboten war, gehe ich davon aus, dass ein Mitarbeiter der Post unaufmerksam war und die Marke unerkannt durchgeschlüpft ist.

Viele Grüße

Werner
 
himmelsaffe Am: 19.06.2013 10:38:15 Gelesen: 129341# 357 @  
Hallo Werner,

aber das habe ich doch geschrieben. Dass der Verwender unbekannt ist.

Gruß und Danke für Deine Antwort,

Christian.
 
rostigeschiene Am: 19.06.2013 14:49:15 Gelesen: 129299# 358 @  
@ himmelsaffe [#357]

Das kommt davon wenn man nicht richtig hinsieht und die Beiträge nur schnell überfliegt, weil man in Eile ist.

Werner
 
juni-1848 Am: 22.06.2013 09:58:32 Gelesen: 129082# 359 @  
@ himmelsaffe [#355]

Moin Christian,

es könnte sich um die "FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte" handeln, die in den 60ern eine Vertretung für in Deutschland berufstätige Schweizer Ärzte in Lindau hatte.

Schönes Wochenende, Werner
 
himmelsaffe Am: 23.06.2013 17:28:15 Gelesen: 128874# 360 @  
Hallo Werner,

da habe ich auch schon dran gedacht. Es wäre schön, einen Beleg mit Absender zu finden.

Gruß Christian.
 
Michael D Am: 25.06.2013 22:01:26 Gelesen: 128722# 361 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier eine 20 Mark Posthorn-Marke auf einem Brief aus Elberfeld von 1923.

Die Marke hat die Lochung VA. Kann mir jemand sagen, wer dahinter steckt ?



Viele Grüße
Michael
 
himmelsaffe Am: 25.06.2013 22:10:07 Gelesen: 128717# 362 @  
Hallo Michael,

in meinem Lochungen Katalog ist diese Lochung nicht hinterlegt.

Gruß Christian.
 
rostigeschiene Am: 25.06.2013 22:45:19 Gelesen: 128711# 363 @  
@ Michael D [#361]

Wenn man die Marke anders herum vor eine Lichtquelle hält kann man die Lochung A V erkennen.

Diese Lochung gehörte zur Firma J. Wichelhaus Sohn in Wuppertal Elberfeld.

Verwendet wurde diese Perforation zwischen 1922 und 1930.

Werner
 
Michael D Am: 26.06.2013 15:39:04 Gelesen: 128607# 364 @  
@ rostigeschiene [#363]

Hallo Christian, hallo Werner,

vielen Dank für eure Antworten.

Wie habe ich mir den Umgang mit Perfins eigentlich vorzustellen? Wurden alle Marken im Bestand der Firma/Behörde mit dieser Kennung versehen oder nur jede n-te ? Auf meinem Brief ist von 5 gleichen Posthorn-Marken nur diese eine mit Lochung versehen.

Gruß
Michael
 
juni-1848 Am: 26.06.2013 18:01:44 Gelesen: 128570# 365 @  
@ Michael D [#364]

Moin Michael,

zeige uns doch bitte den ganzen Brief. Oder hast Du ihn schon in die Infla-Briefe-Datenbank geschickt ?

Schönen Abend noch,
Werner
 
Michael D Am: 26.06.2013 18:13:55 Gelesen: 128563# 366 @  
@ juni-1848 [#365]

Hallo Werner,

bitte sehr:



Gruß
Michael
 
juni-1848 Am: 26.06.2013 20:17:57 Gelesen: 128532# 367 @  
@ Michael D [#366]

Ein Erklärungsversuch:

Den Beleg zieren Tagesstempel von Elberfeld (6.5.23 also aus der PP13: 1.3. bis 30.06.23).

Der Brief ging von Elberfeld nach Vohwinkel (heute beides Ortsteile von Wuppertal). Damals galt hier die Portohöhe für den Nachbarortsverkehr (= 40 Mark wie bei Ortsbriefen) - Fernbriefe kosteten 100 Mark Porto.

Der Vordruckbrief wurde offensichtlich von einer der Banktöchter des seit 1790 bestehenden Bankhauses J. Wichelhaus, P. Sohn A.G. mit Absenderstempel (...kasse) versehen und mit dem Ortsporto von 20 Mark (die Perfin-Marke) in der vorangehenden Portoperiode PP12 bis Ende Februar 1923 beklebt.

Als das Couvert dann endlich verwendet wurde, frankierte ein fleißiger Bankbediensteter nach - und übersah dabei die günstigere Nachbarortsgebühr.

Übrigens war im Jahre 1960 die Deutsche Bank zu 100 % am Kapital dieses Bankhauses beteiligt und hat das Traditionsunternehmen später geschluckt. Das Stammhaus ist im "Inventar ehemaliger Bauwerke in Wuppertal" gelistet und wurde um 1975 herum abgerissen.

In der Regel wurden immer ganze Markenbögen durchlocht. Dass es dabei wie bei Zähnungen oder Aufdrucken schon mal zu technischen Unregelmäßigkeiten kam, ist nicht auszuschließen.

Kann jemand eine größere Einheit von Marken zeigen, die nicht alle mit Firmenlochung versehen sind ?

Bis bald, Werner
 
Michael D Am: 26.06.2013 20:39:52 Gelesen: 128529# 368 @  
@ juni-1848 [#367]

Hallo Werner, danke für die umfassende Erläuterung.

Wo finde ich was über den Nachbarortstarif ?

Den Absenderstempel lese ich als "..ksac.." In der Durchsicht kann man auch "Drucksache" lesen.

Dann würde (ohne berücksichtigung Nachbarortstarif) tarifmässig eine Drucksache bis 250 Gramm passen.

Gruß
Michael
 
juni-1848 Am: 27.06.2013 17:46:18 Gelesen: 128401# 369 @  
@ Michael D [#368]

Oha ! Den überklebten Handstempel "Drucksache" hatte ich als irgendwas mit "...kasse" (z.B. Depositenkasse) interpretiert.

So ist die Erklärung allerdings trivial:

Vorfrankiert als Drucksache mit 20 Mark Firmenlochung (in der PP13). Dann nachfrankiert mit 80 Mark ungelocht für Fernbrief-Verwendung zu 100 Mark und dabei gleichzeitig "Drucksache" überklebt. Es waren halt gerade keine firmengelochten mehr zur Hand.

Über den "Nachbarortstarif" (Suche: Nachbarort* ) wird ausführlich in diesem Thread diskutiert: [http://www.philaseiten.de/thema/5498]

Viel Spaß bei der Lektüre. ;-)
 
Michael D Am: 27.06.2013 19:45:31 Gelesen: 128377# 370 @  
@ juni-1848 [#369]

Was mich an deiner Vorfrankierung-These etwas stört, ist die Tatsache, dass auch die Perfin-Marke den Drucksachen-Stempel schon teilweise verdeckt.

Eine bessere Theorie habe ich allerdings auch nicht.

Danke für den Link. Laut der dort zu findenden Auflistung gehörte Vohwinkel / Elberfeld nicht zu den Orten mit Ermässigung.

Gruß
Michael
 
rostigeschiene Am: 27.06.2013 20:45:07 Gelesen: 128365# 371 @  
Ich vermute das man einen, schon vorher als Drucksache vorbereiteten, Umschlag verwendet hat, weil man in jener Zeit auch mit Papier und Briefumschläge sparsam umging.

Die Erklärung meines Namenvetters, das zum Zeitpunkt, als die Briefmarken verklebt wurden, keine gelochten zur Hand waren ist für mich die wahrscheinlichste.

Werner
 
Manne Am: 28.06.2013 10:36:54 Gelesen: 128301# 372 @  
Hallo zusammen,

wieder etwas aus meinem Fundus, kann die jemand einordnen?

Gruß
Manne












 

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