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Thema: Deutsches Reich Germania Belege bis 31.7.1916
Das Thema hat 131 Beiträge:
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christel Am: 01.05.2013 20:51:07 Gelesen: 25444# 82 @  
@ BD [#81]

Zuerst eine kleine passende Ergänzung zum Beleg von Bernd:

Paketkarte zu einem Paket von 4 kg nach Arlon (Belgien) vom 18.5.1912

Zum Tarifieren brauch ich nichts weiter zu schreiben, der WPV-Pakettarif nach Belgien war identisch mit dem in die Schweiz.

Die Verfügungen der Schweizer Postverwaltung in Bezug auf Eilzustellungen suche ich in den nächsten Tagen einmal heraus, die Pakete wurden nicht mit separatem Boten zugestellt.

Die Zusatzleistung "Dringend" ohne zusätzliches "Durch Eilboten" war meines Wissens nur möglich bei Zustellung an eine Bahnpost-Station zur Abholung (oder von dort durch Zustellung durch separates, durch den Empfänger zu zahlendes Fuhrwerk) bzw. "postlagernd". All dies ist richtig selten, genau wie "Dringend" ins Ausland, als dies nicht zugelassen war - dann mit dem Vermerk "Dringend bis zur Grenze". Das würden wir hier gerne alles sehen.


 
Pommes Am: 02.05.2013 01:31:08 Gelesen: 25384# 83 @  
@ juni-1848 [#80]

"an die Fa. Julius Kreil & Sohn nach Altenburg (Sachsen-Anhalt)."

Bitte nicht Sachsen-Anhalt! Es war immer Sachsen-Altenburg niemals Anhalt. Dann erschließt sich auch die Abkürzung "Sachs.-Alt." viel besser.

Sachsen-Anhalt gibt es philatelistisch m. E. erst seit 1990 - vorher allenfalls historisch seit dem 20.10.1946.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
juni-1848 Am: 07.05.2013 01:19:26 Gelesen: 25236# 84 @  
@ Pommes [#83]

Oh wie wahr ! Danke für die Richtigstellung.
 
Pommes Am: 07.05.2013 01:39:54 Gelesen: 25233# 85 @  
@ juni-1848 [#84]

Kein Problem, es ist mir ja auch selbst ein Anliegen - man liest so etwas regelmäßig bei ebay und Co.

Hier noch ein Beleg für's Thema, damit wir nicht zu textlastig werden:

.

Eine Ansichtskarte von Schmölln nach Grootfontein vom 27.03.1907. Für fünf Pfennig nach Namibia (Deutsch-Südwestafrika), das ist doch was.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
volkimal Am: 21.05.2013 21:20:12 Gelesen: 24805# 86 @  
Hallo zusammen,

diese Postkarte mit anhängender Antwortpostkarte ist mir vorhin im Album aufgefallen:



Die Karte ist von der Firma Weirich & Lotz mit blauer Farbe bedruckt worden. Auf der Vorderseite des Frageteils ist oben links der Absender, auf der Rückseite werden Zigarren angeboten. Zusätzlich ist schon der Empfänger mit Anschrift auf dem Antwortteil aufgedruckt. Auf dem Antwortteil ist außerdem ein aufgedruckter Text mit entsprechenden Lücken.

Die Karte am 14.06.1904 7-8 Uhr nachmittags ging von Bremen aus nach Demkin Kreis Samter (Provinz Posen, heutiger Name Szamotuły). Demkin konnte ich auf keiner Landkarte finden. In Ottorowo (heute Otorowo) bekam sie am 16.06.1904 7-8 Uhr vormittags einen Stempel. Da der Empfänger nach Berlin verzogen war, ging die Karte nach dort weiter. Erstaunlich finde ich, dass sie schon am selben Tag, also am 16.06.1904 um 7¾ - 8½ Uhr zugestellt wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
christel Am: 23.05.2013 21:00:10 Gelesen: 24737# 87 @  
@ BD [#81]

Um das Thema wieder etwas zu "beleben" ist hier die "Kiste mit lebendem Hund" von dem BD gesprochen hat, leider nicht meine Karte, aber der Eigentümer weiß, dass ich sie hier zeige.


 
BD Am: 24.05.2013 04:58:30 Gelesen: 24710# 88 @  
Hallo Christel,

danke fürs zeigen. Ja, das ist der Traumbeleg, im wahrsten Sinne des Wortes. Dringend ohne Eilboten, seltener geht es nicht.

Beste Grüße vom Bernd
 
christel Am: 24.05.2013 16:29:38 Gelesen: 24672# 89 @  
Portopflichtige Dienstsache des Königlich Sächsischen Amtsgerichtes Annaberg - Einschreiben - Rückschein 02.06.1914 nach Leipzig.

Porto (über 20gr bis einschließlich 250gr) 20Pfg, Einschreiben 20Pfg, Rückschein 20Pfg = 60Pfg.


 
christel Am: 06.06.2013 20:47:20 Gelesen: 24376# 90 @  
Paketkarte 12.12.1913 Berlin W 8 nach Cetigné (Cetinje) - an die Verwaltung des Palstes Seiner Majestät des Königs von Montenegro.

Bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt von Montenegro, es liegt zwischen Podgorica (der heutigen Hauptstadt) und Budva, Cetinje ist aber auch heute noch der Sitz des montenegrinischen Präsidenten.

Porto: 1,60 Mark für ein WPV-Paket unter 5kg.


 
duphil Am: 06.06.2013 21:17:25 Gelesen: 24366# 91 @  
@ christel [#90]

Hallo christel!

Ich hab´s ja nicht so mit den Abkürzungen: Was ist denn ein WPV-Paket?

Mit freundlichen Gruß
Peter
 
christel Am: 06.06.2013 21:47:58 Gelesen: 24354# 92 @  
@ duphil [#91]

Peter,

Entschuldigung, WPV bedeutet Welt Post Verein.

Hintergrund dieser Angabe WPV-Paket (<5kg) ist die Übereinkunft der Mitglieder des Welt Post Vereines über die Beförderungsgebühr für Pakete bis zu einem Gewicht von 5kg. Alle Gebühren für höhergewichtige Sendungen sind im Regelfall ausgehandelt zwischen der Postverwaltung des Absenders und der des Empfängers, sowie der Transitstaaten.

Das Tarifgefüge für Pakete und Frachtpostsendungen ist in der Zeit von 1875 bis in die Inflationsperiode hinein eine überaus komplexe und schwierige Angelegenheit. Ich könnte Paketkarten zeigen, bei denen heute niemand nachvollziehen kann, wie der bearbeitende Postbeamte auf die verklebte Beförderungsgebühr gekommen ist.

Christel
 
christel Am: 13.06.2013 18:47:39 Gelesen: 24181# 93 @  
13.1.1914 Kaldenkirchen (Rhld) - Kopenhagen

Frachtpoststück von gewaltigen 46kg von Kaldenkirchen nach Kopenhagen.

Frankatur 9x DR 95AI als MeF = 18Mark

Portoberechnung:

Gesamtfrankatur (Deutscher und Dänischer Frachtanteil) 18,00 Mark
Deutscher Gewichtstarif gesamt 12,80 Mark
bis einschl. 5kg 50Pfg, je kg über 5kg 30Pfg (entfernungsabhängig - Kaldenkirchen > Taxpunkt Woyens ~500km) = 12,30 Mark
Dänischer Gewichtstarif gesamt 5,20 Mark (5,19 Mark gerundet auf nächste 5Pfg-Stufe)

Sicher einzigartig, obwohl, man sollte nie "NIE" sagen, das Frachtstück trägt die Signatur 0122a, und da kann es durchaus 0122 oder 0122b geben.


 
christel Am: 27.06.2013 22:10:56 Gelesen: 23855# 94 @  
Da "mein" Thema schon fast auf die vierte Seite zu rutschen drohte, muss ich schnell etwas unternehmen.

Eine etwas gekürzte Version, ausführlicher in einem der nächsten Rundbriefe.

Nach der belgischen Revolution von 1830 verlor durch das Londoner Protokoll (1830) und den Endvertrag (1839) das Großherzogtum Luxemburg, welches in Personalunion durch den Niederländischen König regiert wurde, etwa zwei Drittel seiner Landfläche. Diese westlichen Landesteile gingen als Teil der Provinz Luxemburg in den dann souveränen Staat Belgien auf.

Obwohl die Bevölkerung mehrheitlich deutsch und moselfränkisch sprach, wurde, in Ermangelung einer „Groß“stadt, Arlon die die Hauptstadt der französischsprachigen Provinz Luxemburg.

Auch fast hundert Jahre später war die endgültige Zugehörigkeit von Arlon und der Provinz Luxemburg zum Königreich Belgien nicht immer gegenwärtig.

23.5.12 Paket (2 1/2kg) Düsseldorf-Gerresheim nach Arlon (ursprüngliche Angabe Belgien gestrichen und durch „Luxmbourg“ ersetzt) frankiert mit dem für ein Paket nach dem Großherzogtum Luxemburg gültigen Tarif von 50Pfg und dem Leitvermerk „Trier2“ versehen. In Trier bemerke man den Fehler, taxierte mit „30 Pf Zutaxe“ (auf den nach Belgien gültigen Tarif von 80Pfg) nach und überklebte den Leitzettel „Trier2“ mit dem neuen Leitzettel „Metz3“.

Über Metz (24.5.12) und Sterpenich (24.5.12) erreichte das Paket Arlon bereits am 25.5.12 .

25.5.12 Paket (3 1/2kg) Spandau1 nach Arlon Belgisch Luxemburg frankiert mit dem für ein Paket nach dem Großherzogtum Luxemburg gültigen Tarif von 50Pfg und dem Leitvermerk „Trier2“ versehen. In Trier bemerke man den Fehler, taxierte mit „30 Pf zutaxiert“ (auf den nach Belgien gültigen Tarif von 80Pfg) nach und überklebte den Leitzettel „Trier2“ mit dem neuen Leitzettel „Metz3“.

Auf dem gleichen Weg wie das zuvor beschrieben Paket, also über Metz und Sterpenich, erreichte dieses Paket Arlon am 29.5.12 .

So schön kann Postgeschichte sein, man muss aber genau hinschauen um alles relevante zu erkennen.



 
zockerpeppi Am: 27.06.2013 22:54:26 Gelesen: 23834# 95 @  
@ christel [#94]

Ich war schon öfters versucht, etwas zum Thema bei zusteuern. Aber ich habe null Ahnung. Aber zeigen geht eigentlich immer. Ich zeige auch keinen Bankenbrief, wobei da hätte ich einiges. Ein Nachnahme Beleg nach Luxemburg, in Essen gefunden:



Postkarte ab Schwelm nach Redingen an die heutige Quincaillerie Schleich. Das Geschäft gibt es nun schon seit über 100 Jahren in Redingen. Nachnahme über 68,25 M frankiert mit 25 Pf. Abgestempelt am 28.9.09 Ankunft in Redingen am 29.9.

schönen Gruß
Lulu
 
zockerpeppi Am: 02.07.2013 23:23:34 Gelesen: 23655# 96 @  
Der Fundus ist dann doch nicht ganz so groß, das Stichdatum ist ja 31.7.1916.

Hier eine Postkarte ab Wiesbaden nach Luxemburg vom 28.4.1902. Ankunft am gleichen Tag Abends 9-12S. Hat mir jemand vor kurzem geschenkt.



Ich war übrigens am Sonntag auf einem Sammlermarkt, das Angebot war spärlich.

schönen Gruß
Lulu
 
doktorstamp Am: 08.07.2013 06:03:25 Gelesen: 23509# 97 @  
Selten sind sie nicht dennoch fehlen sie bei vielen Sammlungen.

Ein Ortszustellungsurkunde mit einer 25Pfg Einzelfrankatur. Das Porto hin betrug 5 Pfg für den Ortsverkehr, und 20 Pfg für die Zustellung, zurück ging er frei innerhalb eines Orts, zumindest bis 1919, denn danach war da Rückporto fällig.

Weswegen die Firma Seidenhaus Michels & Co, Inh. Fritz Gugenheim sie erhielt wird vermutlich für immer und ewig ein Geheimnis bleiben. Man kann aber allerlei denken.



mfG

Nigel
 
Germaniafan Am: 08.07.2013 10:51:01 Gelesen: 23474# 98 @  
Hallo an die Freunde der Dame im Kettenhemd.

Handschriftlich entwertete Germaniabelege sind auch nicht gerade einfach zu finden.

Hier mal 2 Ansichtkarten aus meiner Sammlung.



Handschriftliche Entwertung von Lichtenau Kreis Lauban (Niederschlesien) vom 31.5.1901 nach Köttewitz bei Dohna.



Etwas schwieriger zu lesen ist diese handschriftliche Entwertung. Meiner Meinung nach Beuron vom 3.10.1900 nach Saig bei Lenzkirch.

Schöne Grüße
Guido
 
christel Am: 13.07.2013 22:17:59 Gelesen: 23329# 99 @  
[#93]

Sicher einzigartig, obwohl, man sollte nie "NIE" sagen, das Frachtstück trägt die Signatur 0122a, und da kann es durchaus 0122 oder 0122b geben.

Na, dann werde ich mich mal auf die Pirsch begeben nach 0122b, ich denke mal die wird es wohl auch noch geben.

Aber dennoch, diese Frankatur und auch das Postfrachtstück an sich, sind so selten, dass mann getrost den Begriff "Einzigartig" anwenden kann.


 
muemmel Am: 14.07.2013 00:06:36 Gelesen: 23318# 100 @  
@ christel [#99]

Einzigartig in der Tat!

Glückwunsch zu dem Fund.

Grüßle
Mümmel
 
christel Am: 27.07.2013 19:03:06 Gelesen: 23048# 101 @  
Um das Thema von der vierten Seite nach oben zu holen, bedarf es wahrlich einem "Schwergewicht".

[#93]

Und hier ist es, die Signatur 0121!, Postfrachtstück mit 48 1/2kg.



Und ich hoffe, das Thema verschwindet nicht gleich wieder in der Versenkung, also "zeigt her eure Schätzchen".

Ein schönes Wochenende.

Christel
 
christel Am: 04.08.2013 19:40:10 Gelesen: 22813# 102 @  
Diesmal "nur" vom unteren Ende der zweiten Seite hoch geholt!

14.02.1906 Paketkarte für Postfrachtstück von 6kg mit Nachnahme (M 27,05 = Kr. 24,35) von Magdeburg nach Mjøndalen (bei Drammen, ca. 45km SW von Oslo).

Ich hoffe, dass ich das Porto richtig interpretiere und vorrechne, denn Postfracht nach Norwegen hat man [oder Frau ;-) ] nicht alle Tage in den Händen (Kenner der Materie werden das bestätigen können).

Deutsches Gewichtsporto:
bis 5kg = 50 Pf. jedes weitere kg 30 Pf. (entfernungsabhängig, Magdeburg >>> Taxpunkt Woyens ~ 385km) zusammen 80 Pf.
Norwegisches Gewichtsporto:
von 5kg bis 7 1/2kg = M 2,70
Nachnahmegebühr:
je Mark 1 Pf. (mindestens 20 Pf., auf volle 5 Pf.-Beträge aufzurunden) - für M 27,05 = 30 Pf.

Zusammen: M 3,80

Kleine Erklärungen:
Es gab folgende Beförderungswege:
1) über Schweden (Sassnitz-Trelleborg) [2mal täglich] **bei vorliegendem Stück genutzt
2) über Dänemark und Schweden (Kiel) [2mal täglich]
3) über Dänemark (Frederikshavn) [1mal täglich]
4) über Hamburg mit direkten Schiffen nach Kristiana [alter Name von Oslo] [3mal wöchentlich]
5) über Hamburg mit den Schiffen der Linie Hamburg-Hammerfest nach Orten direkt an der Küste [3mal wöchentlich]
Die Beförderungswege 1), 2) und 3) haben als Taxpunk Woyens, obwohl für 1) völlig abwegig, da ja direkt ab Sassnitz verschifft wird.
Die Beförderungswege 4) und 5) haben als Taxpunkt Hamburg.



Allen noch einen schönen Sonntagabend. Und ich warte auf eure Beiträge in diesem schönen Thema.

Eure Christel
 
zockerpeppi Am: 15.08.2013 19:04:53 Gelesen: 22399# 103 @  
Ansichtskarte ab Trier nach Differdingen in Luxemburg. Abgestempelt Trier 1 f 11V. am 9.8.1902. Ankunftsstempel von Differdingen vom gleichen Tag 3-4S (S=Soir=Abend). Portostufe vom 1.4.1900 à 10 Pfg.



Phila Grüße
Lulu
 
reichswolf Am: 15.08.2013 20:35:40 Gelesen: 22381# 104 @  
@ zockerpeppi [#103]

Schade, daß die Karte überfrankiert ist, da nach Luxemburg ja der Inlandstarif galt.

Leider kommt es in meinem Sammelgebiet auch sehr häufig vor, daß Sendungen als Auslandssendungen frankiert wurden, obwohl sie im Grenzverkehr viel günstiger hätten befördert werden können. Da ärgere ich mich jedes Mal.

Beste Grüße,
Christoph
 
zockerpeppi Am: 15.08.2013 20:44:15 Gelesen: 22377# 105 @  
@ reichswolf [#104]

Alle Karten die ich heute gesichtet habe, waren mit 10 frankiert. Drei habe ich gekauft. Bei einer fehlt eindeutig eine 5 Pfg Marke (unten rechts).



Wusste nicht dass für Luxemburg Inland Porto galt. Da muss ich das Handbuch wohl besser durch sehen - in der Tat auf Seite 60 ist es vermerkt !

@+ und danke
Lulu
 
Germaniafan Am: 21.09.2013 20:12:17 Gelesen: 21535# 106 @  
Schönen guten Abend ins Forum.

Hier mal ein eingeschriebener Fernbrief der 2. Gewichtsstufe (bis 250g) an eine bekannte Adresse.



Brief An Seine Majestät den Deutschen Kaiser u. König von Preussen vom 11.4.1910 frankiert mit einer EF Mi.Nr.90I



Ankunftstempel BERLIN C Kabinetspostamt

Schöne Grüße
Guido
 

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