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Thema: Marken bestimmen: Luxemburg
Das Thema hat 32 Beiträge:
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Lars Boettger Am: 07.07.2009 17:49:33 Gelesen: 8707# 8 @  
@ Concordia CA [#7]

Hallo Jürgen,

die Marke ist echt (Lokalausgabe, breiter Ausgleichszahn oben), aber bei dem Aufdruck mach ich mir keine Illusionen, die Punkte nach dem S und P sollten viereckig sein. 99% der Aufdrucke auf den Wappenmarken sind Fälschungen.

Das Druckbild bei der Lokalausgabe ist ob der verrosteten Clichés eh nicht besonders gut. Darauf würde ich das nicht abstellen. Ausserdem ist die Ecke oberhalb des "D"'s vorhanden. Die mir bekannten Fournier-Fälschungen sind liniengezähnt.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Concordia CA Am: 07.07.2009 19:28:13 Gelesen: 8698# 9 @  
@ Lars Boettger [#8]

Vielen Dank für Deine prompte Einschätzung. Naja, Marke echt, Aufdruck (vermutlich) falsch. Das Thema der frühen Luxemburg Ausgaben finde ich trotzdem recht spannend.

Die Dienstmarke MiNr. 3 I (Aufdruck in breiter Type) zu 10 Cent ist eine der hoch bewerteten Marken des Sammelgebietes. Das mir vorliegende Exemplar weist rückseitig zwei rote Prüferstempel "Thier" auf, die mir schon bei anderen klassischen Marken begegnet sind. Der violette Stempel stellt wohl das Wort "ECHT" dar. Das kann sich natürlich auch auf die Urmarke MiNr. 17 beziehen, die im Nachhinein mit dem Aufdruck zu einer Dienstmarke "veredelt" wurde. Der Tagesstempel scheint, wenn ich es richtig sehe, über dem Aufdruck zu liegen.

Über Deine Einschätzung würde ich mich freuen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen



 
Lars Boettger Am: 08.07.2009 07:20:29 Gelesen: 8683# 10 @  
@ Concordia CA [#9]

Hallo Jürgen,

zu dieser Marke muss ich weiter ausholen. Der Anlass für die Ausgabe der Dienstmarken war die Gründung bzw. Inkraftsetzung des allgemeinen Postvereins am 01.07.1875. Bisher waren die Dienstbriefe portofrei, jetzt mussten die Auslandsbriefe frankiert sein. Also begann man, je nach Bedarf, die vorhandenen Marken diagonal mit dem Wort "OFFICIEL" zu überdrucken.

Problem Nr. 1: Im Inland waren Dienstbriefe weiterhin portofrei

Problem Nr. 2: Der Auslandsverkehr der Behörden war sehr gering

Problem Nr. 3: Dadurch war der Bedarf unwesentlich, entsprechend wenig Briefe sind erhalten geblieben (mit der Wappenausgabe sind vier bekannt)

Problem Nr. 4: Ausser den Behörden in der Stadt Luxemburg gab es kaum eine, die mit dem Ausland korrespondierte. Alle Stempel ausserhalb Luxemburg-Stadt sind verdächtig.

Problem Nr. 5: Stempeltype "Petit Francais" (wie auf Deiner Mi. 17) wurde ab 1870 in Luxemburg-Stadt und Luxemburg-Land durch andere Stempeltypen, i.w. Einkreisstempeln ersetzt. Diese Stempeltype kann echt theoretisch vorkommen, praktisch...

Problem Nr. 6: In Diekirch wurde die Stempeltype nur bis Mitte 1873 verwendet, seit diesem Zeitpunkt findet man nur den Einkreisstempel.

Fazit: Marke echt, Stempel echt, Prüfzeichen echt, Aufdruck falsch (die Originalaufdrucke sind sehr filigran)

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
Concordia CA Am: 08.07.2009 21:39:17 Gelesen: 8659# 11 @  
@ Lars Boettger [#10]

Wow! Das nenne ich eine detaillierte Antwort. So viel echt an einer Marke und vermutlich doch eine Fälschung. Das philatelistische Leben kann hart sein.

Zu Vergleichszwecken habe ich einmal alle anderen Marken dieser Ausgabe, die ich vorliegen habe, eingescannt und zusätzlich alle Aufdrucke untereinander montiert. Der Aufdruck der bereits gestern gezeigten MiNr. 3 I befindet sich zusätzlich oben.

Es ist eine Vielzahl an Unterschieden zu erkennen. Besonders der zweite Aufdruck von oben erweckt den Eindruck, als sei jeder Buchstaben einzeln aufgedruckt (aufgestempelt?) worden. Hat einer der Aufdrucke die Chance echt zu sein? Nach Deiner Beschreibung "sehr filigran" vermutlich nicht.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen



 
Lars Boettger Am: 08.07.2009 23:26:08 Gelesen: 8649# 12 @  
Hallo Jürgen,

bitte das "vermutlich" streichen. Der Aufdruck ist falsch. Das kann man am Scan ohne weiteres sagen.

Zu den anderen Marken kann ich nur sagen, dass ich dem zweiten Aufdruck kleine Chancen geben würde. Die Marke müsste ich aber vor mir liegen haben. Und selbst dann könnte ich es in diesem Fall nicht mit Bestimmtheit sagen. Für die Marke mit dem Stempel "Vianden" gilt wieder das oben gesagte.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
A-Post Am: 03.02.2012 18:03:37 Gelesen: 6813# 13 @  
Luxemburg, Wappen im Kreis ?

Hallo,

ich kann die abgebildete Marke von Luxemburg nicht finden, jedenfalls nicht in dieser Farbe. Kann mir da jemand helfen (Michelnummer) ? Ist es vielleicht ein Ganzsachenausschnitt ? Würde mich aber wundern, da das Papier für eine Ganzsache eigentlich zu dünn ist.

Freue mich auf Eure Antworten und Eure Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen Michael


 
Lars Boettger Am: 04.02.2012 06:30:29 Gelesen: 6780# 14 @  
@ farbmarke [#13]

Hallo Michael,

das ist ein Ausschnitt aus einer der vielen Ganzsachen (Auslandspostkarte) ab 1876. Möglicherweise hat jemand das Papier dünn geschabt, um eine Marke vor zu täuschen. Mit dem schlechten Stempelabschlag ein Fall für den Papierkorb oder die Fälschungsvergleichssammlung.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
A-Post Am: 05.02.2012 10:09:05 Gelesen: 6725# 15 @  
Danke Lars für die Info.

Mit freundlichem Gruß Michael
 
LK Am: 24.06.2012 15:06:23 Gelesen: 6274# 16 @  
Hallo,

Frage an die Luxemburger.

Bei der abgebildeten Marke, dürfte eine 6 a sein, ist mir die Unregelmäßigkeit in der Wertbezeichnung Centimes aufgefallen.

Optisch sieht es so aus wie Ceniimes.

Gibt es das ?

Größerer Scan, mehr als 600 dpi, leider nicht möglich, das will der Arbeitsspeicher von meinem Laptop nicht.

Gruß

LK


 
Lars Boettger Am: 24.06.2012 15:28:58 Gelesen: 6264# 17 @  
@ LK [#16]

Das ist eine Prifix Nr. 6 (keine 6a, das wäre die dunkelblaue Auflage). Um Deine Frage zu beantworten: Ja. Alle Klischees weisen kleine Unterschiede in der sehr detailreichen Zeichnung auf. Es ist kein Platten- bzw. Klischeefehler, sondern ein Klischeemerkmal.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
LK Am: 24.06.2012 15:54:39 Gelesen: 6259# 18 @  
@ Lars Boettger [#17]

Danke !

Gruß

LK
 
briefmarkenwirbler24 Am: 27.04.2013 10:48:07 Gelesen: 5388# 19 @  
Hallo liebe Sammler,

ich besitze die Michelnummer 7 von Luxemburg. Da ich gerade eben erst etwas von den sogennannten Fournierfälschungen gehört habe, habe ich anhand von Bildern die echten und die gefälschten Marken mir angesehen. Um ganz sicher zu gehen, wäre es mir sehr recht irgendwelche Merkmale zu kennen. Wenn ihr mir bei diesem Problem helfen könntet?
 
Lars Boettger Am: 27.04.2013 13:17:46 Gelesen: 5372# 20 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#19]

Zwei Kennzeichen: Punkt anstatt Ornament oberhalb L in Luxemburg und links oben in der Ranke ein Farbkreis. Ich habe eine Fournierfälschung angehängt, das ist aber nicht die einzige Fälschung der Marke.

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
Lars Boettger Am: 27.04.2013 13:19:49 Gelesen: 5371# 21 @  
Noch eine echte Prifix Nr. 7
 


briefmarkenwirbler24 Am: 27.04.2013 18:26:18 Gelesen: 5342# 22 @  
Vielen Dank,

das hat mir sehr weiter geholfen!

Beste Sammlergrüße briefmarkenwirbler 24
 
briefmarkenwirbler24 Am: 14.07.2013 18:27:03 Gelesen: 5021# 23 @  
Hallo liebe Briefmarkenfreunde,

ich hätte mal eine Frage an euch:

Ich habe die Michelnummer 165 mit einem seltsamen Zeichen "P.H", womöglich ein Prüfzeichen.

Mein Michelkatalog (Stand 2008) kennt zu dieser Marke aber keine Plattenfehler oder sonstige Abarten.

Vielleicht könnte mir ja jemand helfen.


 
zockerpeppi Am: 14.07.2013 18:43:02 Gelesen: 5013# 24 @  
Tja der Michel hat so seine Tücken, jedenfalls für die Luxemburg Sammler.

Hier ein Auszug aus unserem leider verschwunden Prifix Katalog. Jeder der einen hat sollte ihn unbedingt aufbewahren

Der Prifix zitiert 4 Abarten, hier ein Scann:



Luxembcurg
einseitig ungezähnt
Strich im U
Strich im und vor dem U

schöne Grüße
Lulu
 
briefmarkenwirbler24 Am: 14.07.2013 18:48:36 Gelesen: 5010# 25 @  
Hallo Lulu

Dankeschön für deinen Scan, aber leider habe ich keinen dieser genannten Abarten.

Könnte das P.H denn noch einen anderen Grund haben ?
 
zockerpeppi Am: 14.07.2013 19:06:48 Gelesen: 5005# 26 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#25]

Ich kenne mich da nicht aus. Deshalb werden wir mal Lars fragen. Wenn er sich nicht selbst hier im Forum meldet, frage ich ihn am Sonntag.

auf bald
Lulu
 
briefmarkenwirbler24 Am: 14.07.2013 19:16:59 Gelesen: 5002# 27 @  
Vielen Dank, Lulu
 
Mondorff Am: 14.07.2013 19:22:38 Gelesen: 5000# 28 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#25]

Mit dem Scan kann man leider nicht viel anfangen - jedenfalls taugt er nicht zur Erkennung von Abarten. Das Zeichen P. H. scheint mir eines der zu früheren Zeiten üblichen Eigentums-Kennzeichnungen zu sein. Die Stellung des kleinen Stempels weist jedenfalls nicht auf ein Prüfzeichen hin.

Schönen Gruß
DiDi
 
briefmarkenwirbler24 Am: 15.07.2013 10:57:15 Gelesen: 4989# 29 @  
Hallo Leute,

hier ein paar Marken von mir von Luxemburg.

Ich habe nur den Michelkatalog, welcher bekanntlich nicht besonders gut für die alten Luxemburg Marken geeignet ist. Vielleicht kann mir jemand etwas mehr über die Marken sagen.





Besonders auffällig der Stempel bei der 2 Centimes Marke.
 
donfliesio Am: 27.03.2014 20:02:05 Gelesen: 3750# 30 @  
Hallo liebe Briefmarkenfreunde,

hab aus einer alten Luxemburgsammlung diese Marken rausgesucht, mit der Bitte um Bestimmung und event. Echtheit, da Luxemburg gar nicht mein Sammelgebiet ist und ich annähernd null Kenntnisse mit Luxemburg Marken habe und der Michel Europa nicht wirklich hilft.



Gruß
donfliesio
 
zockerpeppi Am: 06.04.2014 17:57:23 Gelesen: 3646# 31 @  
@ donfliesio [#30]

Viele deiner Marken (Scan 1+2) wurden hier bei Philaseiten schon vorgestellt. Ich empfehle dir Pepes Tread Luxemburg bis 1900.

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5534&CP=0&F=1

Bei den 'Offizielmarken' wurde viel gebastelt! Echtheit nicht garantiert. Ich scanne dir bei Gelegenheit die Seiten aus dem Luxemburger Prifix Katalog.

Phila-Gruß
Lulu
 
Lars Boettger Am: 04.04.2016 22:37:41 Gelesen: 593# 32 @  
Eigentlich hatte ich den Briefumschlag aus zwei Gründen gekauft:

1. Einschreibestempel waren schon über 20 Jahre nicht mehr im Einsatz - in Notsituationen (oder wenn ein Sammler artig gefragt hat) wurden sie wieder ausgepackt, abgestaubt und eingesetzt

2. Portostufe - wann sieht man schon einmal eine eingeschriebene (Orts-)Drucksache

Dann fiel mir noch folgendes auf: Der recht abgerockte Vorkriegsstempel ist kurz vor seinem bekanntem Letztdatum abgeschlagen - 12.4.47, fünf Tage später ist das letzte bekannte Verwendungsdatum. Der Brief kommt in meine Stempelvergleichssammlung.

Beste Grüsse!

Lars


 

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