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Thema: Motiv Marke auf Marke
Das Thema hat 239 Beiträge:
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Hornblower Am: 29.05.2013 12:16:42 Gelesen: 84124# 65 @  
Dann mache ich mit Übersee weiter.

Am 22. Oktober 1938 gab Brasilien zur BRAPEX in Rio de Janeiro den ersten Block des Landes aus (Mi.-Nr. 493). Die 10 Werte auf grünlichem Papier zeigen Sir Rowland Hill (1795-1879). Dieses Stück ist gleich in mehrerer Hinsicht für das Sammelgebiet „Marke auf Marke“ bemerkenswert.

Es ist zum einen

• der erste Block dieses Motivgebietes,
• die erste Marke, die aufgrund eines künstlerischen Wettbewerbs gestaltet wurde,
• die erste, welche Sir Rowland Hill zeigt,
• die erste, die ein Essay zeigt, nämlich das der Penny Black
• und die erste, die Briefmarken aus zwei verschiedenen Ländern zeigt

Insgesamt wurden damals 50.- 56.000 Bögen gedruckt (die Angaben schwanken), von denen die meisten zerschnitten wurden, um sie mit den Ausstellungsstempeln entwerten zu können. Hier zwei Exemplare auf einem Übersee-Einschreiben nach Augsburg.

Gruß
Hornblower (dessen Scanner wohl langsam den Geist aufgibt)


 
Hornblower Am: 30.05.2013 15:40:49 Gelesen: 84100# 66 @  
Auch von Frankreich gibt es schöne Markenbeispiele, sowohl was die Stempel als auch die Marken betrifft.

Gruß
Hornblower


 
Wim Ehlers Am: 30.05.2013 18:25:23 Gelesen: 84088# 67 @  


Diese Marken auf Marke flogen mit der Deutschen Lufthansa am 14. Mai 1971 von Asuncion in Paraguay nach Sao Paulo in Brasilien.
 
Hornblower Am: 31.05.2013 09:54:51 Gelesen: 84064# 68 @  
Die ersten Marken in Griechenland erschienen nicht 1861, sondern bereits 1859. 1939 hat die griechische Post daran erinnert und einen sehr schönen Satz herausgegeben. Die Marken selbst bekommt man noch ohne große Probleme, aber ein Ersttagsbrief ist sehr selten.


 
Wim Ehlers Am: 31.05.2013 12:50:13 Gelesen: 84053# 69 @  
@ Hornblower [#68]

1. Ist das hier von Dir gezeigte Stück tatsächlich ein FDC, oder ein Erinnerungsblatt?

2. Auf den Marken erkenne ich zwar ein Motiv (Königin Victoria) aus der Zeit von 1859, aber keine Marke auf Marke. Ist dieser Beleg dann hier von Dir richtig einsortiert?

3. In der Zeit von 1815 bis 1864 waren die Ionischen Inseln unter englischer Schutzherrschaft, deswegen auch Queen Victoria. Ab 2. Juni 1864 kamen die Inseln dann zu Griechenland. Das von Dir gezeigte Erinnerungsblatt aus 1939 zeigt Briefmarken, die zum 75. Jahrestag der Wiedervereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland am 21.05.1939 verausgabt wurden.

4. Wie kommst Du darauf, Griechenlands Briefmarkenausgaben würden 1859 beginnen, denn die Ionischen Inseln gehörten definitiv in diesem Jahr nicht zu Griechenland.

5. Gib mal bei Wikipedia das Stichwort Ionische Inseln ein, dann erfährst Du u.a. folgendes:

"Bis 1797 gehörten die Inseln zur Republik Venedig. Nach der Eroberung Venedigs durch Napoléon Bonaparte gelangten sie unter französische Herrschaft und bildeten 1800 unter russisch-osmanischem Protektorat die Republik der Ionischen Inseln, den ersten griechischen Staat der Neuzeit. Von 1807–1814 standen sie erneut unter napoleonischer Herrschaft, nach dem Sturz Napoleons übernahmen die Briten die Macht über das zunächst „Vereinigte Staaten der sieben Inseln“ genannte Territorium. Unter britischem Protektorat bildeten sich 1817 die innenpolitisch autonomen „Vereinigten Staaten der Ionischen Inseln“. 1864 traten die ionischen Inseln, nach einer Abstimmung im Parlament, dem seit 1830 unabhängigen griechischen Staat bei, dem sie seitdem angehören."

Beste Grüße
Wim
 
Hornblower Am: 31.05.2013 15:53:07 Gelesen: 84042# 70 @  
Hallo Wim,

es ist eine Karte, abgestempelt am ersten Gültigkeitstag. Es soll auch gleich aussehende Umschläge geben, gesehen habe ich aber noch nie einen.

Der Beleg ist richtig einsortiert, denn hier werden auf den drei großen Marken die drei Ausgaben von 1859 gezeigt. Die Sondermarken aus dem Jahr 1939 sind sog. Typ B-Marken, also solche, auf denen Marken wiedergegeben sind, die auf bekannten Ausgaben basieren (in diesem Fall also die Ausgabe von 1859), die aber verfremdet wurden. Typ B-Marken können weiter in reproduzierte und modifizierte Marken unterteilt werden. Beispiele hierfür sind Neukaledonien 1960, Mi.-Nr. 374 mit der reproduzierten "Triquerat"-Ausgabe oder Dänemark 1926, Mi.-Nr. 154, auf der in modifizierten Form Dänemarks Nr. 1 aus 1851 zu sehen ist.

Marken des Typs A zeigen dagegen die einfache Wiedergabe anderer Marken, Typ U zeigt solche, die nie erscheinen sind.

Ich hatte geschrieben, "die ersten Marken in Griechenland" und das sind sie nun einmal, denn die Ionischen Inseln gehören heute zu Griechenland und waren auch damals fast ausschließlich von Griechen bewohnt. Deshalb gab es ja auch die Anschlußbestrebungen an das Mutterland und die Ablehnung der Marken mit dem Kopf der Königin. Ich habe nicht geschrieben, dass es die ersten Marken des griechischen Staates sind. Von daher vermag ich keinen Fehler zu erkennen. Die Einträge bei Wikipedia kenne ich natürlich, aber sie stehen meinen Angaben nicht entgegen, oder?

Beste Grüße
Hornblower
 
Wim Ehlers Am: 01.06.2013 02:06:09 Gelesen: 84025# 71 @  
@ Hornblower

Über die Fakten kann und will ich gar nicht streiten. Bleib Du bei Deiner Ansicht, ich muss sie ja nicht teilen. Wie heisst es so schön: Es gilt das geschriebene Wort.

-----

Neues Motiv:



Schwarzdruck von Michel 1504, 125 Jahre Österreichische Briefmarke, verausgabt am 28.11.1975
 
Hornblower Am: 01.06.2013 20:57:08 Gelesen: 84001# 72 @  
Mir liegt nichts ferner als Streit und schon gar nicht beim Hobby.

Wie wär es mit Mauritius? Bei dem Regenwetter bietet es auch Anlaß zum Träumen.

Beste Grüße
Hornblower


 
Georgius Am: 02.06.2013 14:21:49 Gelesen: 83975# 73 @  
@ Hornblower [#72]

Hallo Hornblower,

Deine schönen Belege brachten mich erst auf den Gedanken, den kompletten postfrischen Satz der Jubiläumsausgabe von 1948 hier vorzustellen.



Viele Grüße
Georgius
 
Wellensittich Am: 05.06.2013 10:05:59 Gelesen: 83918# 74 @  
60 Jahre Nederlandse Vereniging voor Thematische Filatelie (2012)



Am linken Rand eine Wellensittichbriefmarke aus El Salvador (2001).
 
volkimal Am: 07.06.2013 17:53:24 Gelesen: 83807# 75 @  
Hallo zusammen,

passend zu Beitrag [#60] bzw. [#61] der dritte Block - diesmal mit der Abbildung einer Karte von der Ersten Regensburger Flugpost. Dieser Block wurde auf der Karibik-Insel Nevis ausgegeben.



Die Regensburger Flugpost gehört übrigens in meine Sammlung zu Hans Grade - dem ersten deutschen Motorflieger. Mein Urgroßvater hat Hans Grade in der Anfangszeit sehr stark unterstützt und war u.a. Direktor der Grade-Werke in Magdeburg.

Viele Grüße
Volkmar
 
Hornblower Am: 09.06.2013 15:22:19 Gelesen: 83761# 76 @  
Hallo zusammen,

mein Scanner ist leider immer noch kaputt, aber Bilder sind trotzdem genug vorhanden.

Am 15. Oktober 1953 erschienen zum 100jährigen Jubiläum der ersten Markenausgabe von Chile zwei Werte im Stichtiefdruck (Mi.-Nr. 473-474) in einer Auflage von 5 Mio. bzw. 100.000 Stück für die Flugpostmarke. Die Marken selbst sind leicht erhältlich, aber Ersttagsbriefe sind merkwürdigerweise nicht häufig. Neben den beiden Jubiläumsmarken erschien auch der erste Briefmarkenblock des Landes. In den ersten MICHEL-Katalogen (Übersee 1968 z.B.) wurde er noch gelistet, jetzt aber nicht mehr, obwohl er offiziell von der chilenischen Post ausgegeben wurde. Vielleicht weiß jemand den Grund?

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 10.06.2013 16:56:04 Gelesen: 83725# 77 @  
Der erste Block des Vatikans erschien 1952 und ist ein Blickfang, gerade auch wegen des Motivbezugs "Marke auf Marke" bzw. "100 Jahre Briefmarken". Zusammen mit dem Block erschien auch noch eine gleich aussehende Einzelmarke, die sich jedoch durch die Zähnung unterscheidet. Hier ein FDC in die USA.

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 11.06.2013 13:45:49 Gelesen: 83699# 78 @  
Am 28. Februar 1946 feierte man in Ägypten den 80. Geburtstag der ersten eigenen Marken mit einem vierwertigen Satz (Mi.-Nr. 284-287), die Nr. 284 zeigt dabei die erste Marke Ägyptens. Die Ausgabe erschien auch in Blockform als Block 1, je 7.196 Blocks wurden dabei gezähnt und ungezähnt ausgegeben. Hier die ungezähnte Variante.

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 11.06.2013 13:57:11 Gelesen: 83697# 79 @  
@ Hornblower [#65]

Das Bild in dem Beitrag ist leider sehr schlecht, hier habe ich ein besseres.


 
Hornblower Am: 12.06.2013 12:16:41 Gelesen: 83661# 80 @  
Heute mal in eine andere Weltgegend, nach Neuguinea. Dort hatte das Kaiserreich bekanntlich eine Kolonie und an deren Marken erinnerte Papua-Neuguinea 1999 mit einem Kleinbogen. Hier ist er:



Gruß
Hornblower
 
wajdz Am: 29.06.2013 01:05:08 Gelesen: 83465# 81 @  
Ersttags-Sonderstempelbeleg als Themenkarte (Kartonphilatelie)

MiNr 1395 (60) 100 Jahre Briefmarken für Bethel

Sonderstempel 5300 BONN 1 ERSTAUSGABETAG 10.11.88


 
wajdz Am: 08.07.2013 21:46:13 Gelesen: 83310# 82 @  
Doppelkombination Marke auf Marke und Marke im Stempel:

DDR MiNr 3331 (110) zeigt die MiNr 242 (50) im SSt 1085 BERLIN vom 08.05.90 die Sachsen MiNr 1 (3Pf)


 
Hornblower Am: 09.07.2013 14:09:05 Gelesen: 83286# 83 @  
Hallo wajdz,

mein Scanner ist leider immer noch kaputt, sonst könnte ich das Pendant zum obigen Stempel zeigen, denn ihn gibt es motivgleich auch noch von Chemnitz. Sachsen-Dreier und Bayern Einser sind wohl die beiden beliebtesten Motive, was klassische Marken im Stempel angeht. Bis 1990 erschien Sachsens Nr. 1 mindestens elfmal in einem deutschen Stempel, die Bayern habe ich fünfmal gezählt, wobei ich sicher bin, dass es noch mehr gibt. Bei Interesse kann ich mal eine Liste einstellen.

Gruß
Hornblower
 
wajdz Am: 10.07.2013 22:11:47 Gelesen: 83250# 84 @  
@ Hornblower [#83]

Der Sonderstempel ist ja zum Jublläum "150 Jahre Briefmarken" entworfen und eingesetzt worden, da war es für den Entwerfer naheliegend, die Marke Nummer 1, selbst Laien als Sachsendreier bekannt, als Motiv zu verwenden.

So wie zu den Themen "Tag der Briefmarke", Jubiläumsgeburtstag Stephan oder Hill u. ä. immer wieder Postbedienstete, Postfahrzeuge -von Kutsche bis Frachtflugzeug- oder Postschilder und -gebäude sowie Briefkästen verwendet werden. Und das, obwohl die Aktiengesellschaft Post alles tut, um den Postbetrieb so renditeorientiert wie irgend möglich von allem nostalgischen Zierrat zu befreien.

Bei mir in der Nachbarschaft, Berlin-Pankow, hat die o. g. Institution den Vertrag zum Handel mit Briefmarken in einem kleinen Zeitungsladen gekündigt, weil der Kleinstunternehmer daneben auch noch Pakete für ein Konkurrenzunternehmen annimmt und ausgibt.

Also hin zum ehemaligen Hauptpostamt, die Poststelle inzwischen nur noch Untermieter in ihrem einst eigenen sehr stattlichen Gebäude, um da zu hören, daß Sondermarken und hohe Nominale doch bitte am Alexanderplatz im Philatelie-Shop zu bekommen seien. Würde bedeuten, zusätzlich noch mal 5,20 € Fahrgeld, hin und zurück.

Da kann ich mir die Marken gleich online bestellen, bedeutet aber, um die Versandkostenfreiheit zu bekommen, über 20,00 € auf Vorrat und damit Lagerhaltung. Nach längerem Zureden fanden sich dann doch noch ein paar 10er Bogen aktueller Ausgaben, aber der Frust nagt doch.

Zum Schluß etwas am Thema vorbei, aber der Unterschied zwischen dem Selbstdarstellung der Post und der Realität ist doch schon gewaltig.

MfG wajdz


 
Hornblower Am: 11.07.2013 16:59:51 Gelesen: 83210# 85 @  
Hallo wajdz,

dem lässt sich nichts entgegensetzen - die Zeiten der guten alten Bundespost, wo man den ausgebildeten Schalterbeamten noch kannte und der einem dann die Randstücke mit den Formnummern oder die Rollenenden aufgehoben hat, sind endgültig vorbei. Ich sammle daher schon lange keine deutschen Neuheiten mehr. Der Scanner ist zwar immer noch kaputt, aber aus dem "Altbestand" hier einmal Neuguinea.

Gruß
Hornblower


 
wajdz Am: 13.07.2013 14:27:07 Gelesen: 83163# 86 @  
Briefmarke auf Briefmarke als Motiv auf Briefmarke

Die rumänische MiNr 1 (21.7.1858) als Motiv auf der MiNr 1754 (15.11.1958) des Satzes „100 Jahre rumänische Briefmarken“, verwendet wiederum als Motiv auf der MiNr 2189 in einer 6 Werte umfassenden Ausgabe vom 15.11.1963 als Flugpostsonderausgabe zum Tag der Briefmarke.



Die Nr. 1 (seinerzeit Fürstentum Moldau, 1859 vereinigt mit dem Fürstentum Muntenien/Walachei zu Moldau-Walachei; seit 24.1.1862 der Landesname Rumänien) wird in einem Katalog Ende der 90er Jahre * mit 40.000.- DM bewertet.

Für den Ländersammler mithin unerschwinglich, da ist diese Marke ein halbwegs seriöser Weg, das Markenbild zu präsentieren. ;-)
 
Hornblower Am: 15.07.2013 11:30:15 Gelesen: 83123# 87 @  
Marke auf Marke auf Marke - wie man sieht, lässt sich alles steigern.

Ich selbst habe rund ein Dutzend solcher Marken bisher zusammengetragen, sie kommen wirklich nicht oft vor. Soweit ich weiß, hat die Post der damaligen CSSR damit 1960 angefangen, als zur Nationalen Briefmarkenausstellung in Preßburg zwei Sondermarken (Mi.-Nr. 1209-1210) herauskamen. Nr. 1209 zeigt die 10-Kronen-Marke der 1936 ausgegebenen Freimarkenserie "Landschaften" (Mi.-Nr. 359), die Nr. 1209 wird dann auf der Nr. 1210 abgebildet. Ein nettes und sehr überschaubares Sammelgebiet.

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 15.07.2013 11:38:55 Gelesen: 83120# 88 @  
Hier habe ich noch zwei Beispiele aus Nordzypern und Lesotho. Ich versuche immer, alle drei Exemplare zusammenzutragen, bei den Ochsenköpfen leider ein vergebliches Unterfangen, bei anderen Marken ist es aber glücklicherweise oft möglich.

Gruß
Hornblower


 
Hornblower Am: 18.07.2013 12:59:54 Gelesen: 83053# 89 @  
Sonderstempel aus Afrika mit der Abbildung von Marken kenne ich nur zwei, die meiner Ansicht nach aber durchaus gelungen sind. Kennt jemand noch weitere?

Gruß
Hornblower


 

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