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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5482 Beiträge:
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juni-1848 Am: 08.12.2013 19:41:11 Gelesen: 764280# 2658 @  
Und für die Infla-Freunde habe ich auch noch einen, der reichlich zu erzählen hat, auch wenn er kleineren Formates ist, als das Zeitungspaket von Germaniafan:

Aus der PP 1 (1.7.1906 bis 31.7.1916) stammt dieser vielgereiste Fernbrief (10 Pf) per Eilzustellung (25 Pf):



(Datenbank # 4504)

1. Dieser Eil-Fernbrief der Firma Victor Müller & Co, Chemnitz, wurde am "-3.2.11.11-12V." an ihren Handlungsreisenden "aus Chemnitz" gesendet ins Hotel Monopol nach Cöln "-4.2.11.5-6-V.".

2. Da der Handlungsreisende dort noch nicht angekommen war (handschriftl. Uhrzeit "5 Uhr" und Botenstempel mit Nummer), wurde der Eilbrief ins Hotel Monopol umadressiert und weitergeleitet nach Düsseldorf "-4.2.11.8-9-V.".

3. Dort notierte der Bote "Partmann" rückseitig: "Abger. nach Cöln Hotel Monopol \ Partmann 4/2". Vorderseitig wohl eine Tintenvermerk des Hotels Monopol in Düsseldorf: "nachsenden nach Cöln Rhn. Hotel Monopol" sowie der postalische Vermerk "nachgesandt 4/2" und in gleicher Handschrift "Cöln (Rhein)".

Mit Blaustift wurde der Hotelvermerk teils unterstrichen und die Düsseldorfer Hotel-Anschrift durchgestrichen.

Zugestellt wurde der Eilbrief dann (mit Boten-Nummernstempel) in Cöln am "-4.2.11.12-1N." mit handschriftlichem Uhrzeitvermerk "12,20" Uhr.

Der Brief aus Chemnitz eilte am Bestimmungsort angekommen binnen 6 Stunden dem Handlungsreisenden nach: Von Cöln nach Düsseldorf und zurück nach Cöln, und wurde ohne erneutes Eilboten-Porto in Cöln ein zweites Mal am selben Tag durch besonderen Boten zugestellt.

Noch einen besinnlichen 2. Advent,
Werner
 
juni-1848 Am: 08.12.2013 19:57:02 Gelesen: 764266# 2659 @  
@ Germaniafan [#2653] + [#2657]
@ inflamicha [#2656]

Da mir aus verschiedenen Zeiten Paketkarten mit hanschriftlichem Vermerk "Gebühr auf Paket verklebt" und Verpackungsabschnitte mit durchgestrichenem "Päckchen" nebst Nachfrankatur auf dem Ausschnitt oder der Paktekarte vorliegen, halte ich Guidos Erklärung für die einzig richtige - unter Berücksichtigung von Michaels Einwand " Weder gab es am Postschalter Dienstmarken (die wurden direkt (nach Bestellung) von den Postwertzeichen-Verteilämtern an die Behörden geliefert)".

Die beflissenen Beamten haben nach Feststellung des Übergewichtes die Bogenweise Zufrankatur kurzerhand auf das Paket geklebt anstatt die Marken "um die Paketkarte zu wickeln".

Vorschriften waren und sind zu jeder Zeit dazu da, um mehr oder weniger improvisiert eingehalten zu werden. ;-)

Leuchtenden Advent noch, Werner
 
BD Am: 08.12.2013 20:25:09 Gelesen: 764248# 2660 @  
Hallo,

sehr rätselhaft.

Warum ursprünglich nicht als Fernbrief bis 500gr. mit 180 Mark frankiert, wobei die fehlende Marke 10 Mark wäre.Drucksache bis 2000gr. scheidet, da weder Hinweis und verschlossen, aus.

Versand als Päckchen auf Grund der Außenmaße ausgeschlossen ( Höchstlänge etwa 25 cm.) Fernbrief und Päckchen ohne Zustellgebühr.Wenn über 500 gr. Gewicht, war Paketversand einzige Möglichkeit.

Aber die Marken waren auf dem Brief, deshalb die Notiz. Weil sie auf der Paketkarte fehlten.

Restsumme auf Paketkarte, wobei die auf dem Beleg befindlichen Marken als Gebühr Bezahlt auf der Paketkarte verechnet wurden. Da die jetzt erforderliche Zustellgebühr im Voraus mit bezahlt werden sollte, war der Hinweis "Zustellgebühr bezahlt" auf dem jetzigen Paket notwendig.

Zugegeben gewagt, aber etwas anderes fällt mir nicht ein.

@ juni-1848 [#2654]

Hallo Werner,

siehe unten.

Beste Grüße von Bernd,
der sich freut ab dem 20.12. im Forum wieder aktiv zu sein. Leider ist es momentan nicht möglich, im gehobenen Alter von über 60 ist eine Baustelle mit 10 Arbeitsstunden täglich 435 km vom daheim zu Kraft- und Nervenraubend.


 
Germaniafan Am: 08.12.2013 21:04:55 Gelesen: 764225# 2661 @  
@ inflamicha [#2656]

Ich habe mir die ganze Sache noch einmal bildlich vorgestellt.

Wenn ich ein Bote der Gemeinde wäre, der schon öfter Dienstsendungen zur Post bringen mußte und weiß, dass ein Postamt keine Dienstmarken zur Nachfrankatur besitzt, würde ich zumindest einen Bogen-Dienstmarken gegebenenfalls zur Nachfrankatur in meiner Aktentasche haben.

@ BD [#2660]

Danke für Deine Überlegungen und den beigefügten Scan.

Dass die fehlende Marke eine 10 Mark-Marke war, schließe ich aus. Dafür ist deutich noch das typische gelbliche Papier der 5 Mark-Marke auf dem Brief vorhanden. Auf dem Scan allerdings nicht so deutlich zu sehen.

Schönen Abend noch und vielen Dank für die rege Diskussion.
Guido
 
muemmel Am: 09.12.2013 18:50:38 Gelesen: 763780# 2662 @  
Guten Abend,

aus der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) heute ein simpler Fernbrief:



(Datenbank # 4526)

Der Brief ging am 8.10.23 von Dresden nach Ebersbach auf die Reise und wurde mit einer 309 APa frankiert. Aufgrund der verwendeten Pfiffikus-Adresskappe könnte man meinen, es handele sich um einen erneut verwendeten Umschlag, aber dem ist mitnichten so. Anscheinend hat sich die Firma Ahlhelm diese Adresskappen mit ihrem Absender drucken lassen und damit es schnell ging, eben diese verwendet.

Grüßle
Harald
 
inflamicha Am: 09.12.2013 21:07:14 Gelesen: 763682# 2663 @  
Guten Abend,

von mir gibt´s heute auch was einfaches: Fernbrief aus der 4fach-Periode von Berlin nach Schwabach, das Porto von 80 Mrd. Mark wurde mit einer 20 Mrd.-Marke, die zum 4fachen Nennwert verwendet wurde, bezahlt.



Gruß Michael
 
juni-1848 Am: 09.12.2013 22:19:20 Gelesen: 763646# 2664 @  
@ Germaniafan [#2653]
@ BD [#2660]

Schade, die "zusammengefummelten" Erklärungen hätten dem Beleg eine schöne "runde Note" verliehen.

Mit der "Definition" der Zeitungspakete ist die Gebühren-Spielerei dann doch vom Tisch und es bleibt nur die von Bernd (BD) nochmal zusammengefaßte vorherige Diskussion:

" ... war Paketversand einzige Möglichkeit.
Aber die Marken waren auf dem Brief, deshalb die Notiz. Weil sie auf der Paketkarte fehlten.
Restsumme auf Paketkarte, wobei die auf dem Beleg befindlichen Marken als Gebühr Bezahlt auf der Paketkarte verrechnet wurden. Da die jetzt erforderliche Zustellgebühr im Voraus mit bezahlt werden sollte, war der Hinweis "Zustellgebühr bezahlt" auf dem jetzigen Paket notwendig.
Zugegeben gewagt, aber etwas anderes fällt mir nicht ein.
"

Siehe z.B. im Thema "Bund Dauerserie Heuss": [http://www.philaseiten.de/beitrag/76566]. So etwas gab und gibt es immer mal wieder.

Schönen Abend noch, Werner
 
JoshSGD Am: 10.12.2013 12:37:20 Gelesen: 763419# 2665 @  
Werte Belegefreunde,

heute wieder ein Kettenhemd auf Fernpostkarte von Leutenberg nach Leipzig-Gohlis. Die Karte lief am 18.06.1922 (PP 7, 1.1. - 30.6.1922) und ist portogerecht mit 1,25 Mark, EF Mi.Nr. 151, frankiert. Bahnpoststempel Z1158 von Triptis nach Marxgrün.



Gruß
Josh

(Datenbank # 2839)
 
juni-1848 Am: 10.12.2013 21:06:41 Gelesen: 763223# 2666 @  
Moin zusammen,

den hier aus der PP 10 (15.11.1922 bis 14.12.1922) hatte ich gestern schon im Thema: "Deutsches Reich: Devisenkontrolle im Auslandsbrief- und Paketverkehr" gezeigt [http://www.philaseiten.de/beitrag/76584]



(Datenbank # 4514)

Der Brief bis 20g wurde im Grenzverkehr (12 Mark) vom Barmer Bank-Verein, Fil. Goch, am 1.12.1922 nach Boxmeer (Niederlande) versendet per Einschreiben (8 Mark) und frankiert mit vor der Entwertung eingerissener 20 Mark Posthorn (Unterdruck).

Rückseitig die Devisenkontrolle mit Zettel der Kontrollstelle 25 (Cleve). Von dieser Kontrollstelle sind mir bisher keine weiteren Belege mit numeriertem Devisenkontrollzettel bekannt (siehe hierzu auch: [http://www.philaseiten.de/beitrag/11026]).

Mit Sammlergrüßen, Werner
 
inflamicha Am: 10.12.2013 22:15:04 Gelesen: 763200# 2667 @  
Guten Abend,

heute von mir auch ein nochmals verwendeter Briefumschlag, die "Briefkappe" ist hier nicht die bekannte "Pfiffikus", sondern eine ausschließlich mit den Angaben der absendenden Firma aus Mühlhausen bedruckte eigene Version.



Dieser Fernbrief nach Langensalza kostete am 7.9.1923 75.000 Mark, draufgepappt sind 18 mal 4000 und 6 mal 500 Mark.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 10.12.2013 22:26:33 Gelesen: 763198# 2668 @  
Guten Abend,

heute habe ich einen Beleg aus der Portoperiode 2 (1.8.1916–30.9.1918), der wahrscheinlich auch in einem anderen Thema Platz finden dürfte:



(Datenbank # 4086)

Feldpost- und Kriegsgefangenenkarten/briefe waren bekanntlich portofrei, wie auch bei diesem Brief. Er wurde von Krefeld am 18.9.16 nach Kopenhagen an das dortige "Hilfskomité" geschickt. Auf der Vorderseite befinden sich links unten ein runder Stempel "Postprüfungsstelle Offiziersgefangenenlager Crefeld F.a.", wobei ich nicht weiß, was "F.a." zu bedeuten hat. Darunter ein zweizeiliger Stempel "Auf Inhalt und Richtigkeit geprüft". Rückseitig offen und ohne weitere Merkmale.

Dass 1916 in Krefeld eine Gefangenenenlager für russische Offiziere existierte, habe ich inzwischen eruiert. Für weitere Informationen wäre ich sehr dankbar.

Schöne Grüße
Harald
 
juni-1848 Am: 11.12.2013 09:47:09 Gelesen: 762934# 2669 @  
@ muemmel [#2668]

Moin Mümmel,

im Erlaß vom 11.11.14 war der Postverkehr der Kriegsgefangenen geregelt. Aus Sicherheitsgründen sollte die Absendung der Post von Kriegsgefangenen erst 10 Tage nach Auflieferung erfolgen.

Allerdings war eine Überwachung dieser Frist in der Praxis nicht immer möglich. Das Kriegsministerium befahl daher am 11.11.15, die Kriegsgefangenenpost vor der Weitergabe mit einem Stempel-Vermerk "F.a." = "Frist abgelaufen" zu versehen, der den Ablauf der 10-Tages-Frist auf einen Blick erkennen ließ.

Das Offizierslager Krefeld war der VII. Inspektion (Aufsichtsbehörde) unterstellt. Das VII. Armeekorps in Münster unter Inspekteur Generalleutn. von Bitter unterhielt bis zum Ende des Erstens Weltkrieges 8 Mannschaftsunterkünfte (Dülmen, Fried­richsfeld, Holthausen (Kreis Büren), Minden I + II, Münster I bis III, Senne I bis III (bei Bielefeld) sowie 3 Offizierslager (nur russische Kriegsgefangene) in Gütersloh, Krefeld und Werl. Am 10. Oktober 1918 saßen im Lager Crefeld noch 594 Offiziere, 158 Mannschaftsdienstgrade sowie 2 Zivilpersonen russischer Herkunft ein.

Quelle: Kriegsgefangene Völker, Band 1, von Wilhelm Doegen, Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1921

Sammlergruß, Werner
 
wuerttemberger Am: 11.12.2013 10:10:35 Gelesen: 762932# 2670 @  
@ juni-1848 [#2669]

Das Kriegsministerium befahl daher am 11.11.15, die Kriegsgefangenenpost vor der Weitergabe mit einem Stempel-Vermerk "F.a." = "Frist abgelaufen" zu versehen, der den Ablauf der 10-Tages-Frist auf einen Blick erkennen ließ.

Das wurde schon im Januar 1915 angeordnet.

Gruß

wuerttemberger
 
muemmel Am: 11.12.2013 10:38:36 Gelesen: 762921# 2671 @  
@ juni-1848 [#2669]

Servus Werner,

ganz vielen Dank für die Erläuterungen, das hilft doch enorm weiter.

@ wuerttemberger [#2670]

Danke für die Ergänzung.

Schöne Grüße
Harald
 
drmoeller_neuss Am: 11.12.2013 12:11:46 Gelesen: 762892# 2672 @  
@ muemmel [#2662]

Aufgrund der verwendeten Pfiffikus-Adresskappe könnte man meinen, es handele sich um einen erneut verwendeten Umschlag, aber dem ist mitnichten so.

Ich kann unter dem Adressaufkleber deutlich eine andere Adresse erkennen, oder hat einer Deiner Belege abgefärbt und Dein Scannerglas verschmutzt? :)
 
juni-1848 Am: 11.12.2013 14:58:09 Gelesen: 762825# 2673 @  
Moin zusammen,

heute einer aus der PP 14 (1.7. bis 31.7.1923), der näher erklärt werden will:





Das damalige Großformat-Couvert (ca. 40 x 14 cm) wurde von Privat in Menslage am 4.7.1923 aufgegeben an das Landratsamt in Bersenbrück und ist vorderseitig mit Bogenteilen von insgesamt 50 Stück der Mi. 228P (6 Mark, Posthorn) frankiert.

Zusammen also 300 Mark, die das Porto für einen Fernbrief bis 20 Gramm deckten. Weiter auf der Vorderseite 5 Stück Mi. 224 (2 Mark, Posthorn) sowie rückseitg in Einheiten ein ganzer Bogen der Mi. 183 (50 Pf, Ziffern im Rechteck). Zusammen sind das 60 Mark, also insgesamt ausreichend für einen Fernbrief der 2. Gewichtsstufe 21 bis 100 Gramm.

Vorderseitig finden wir noch einen blau umrahmten handschriftlichen Vermerk des Postbediensteten:



"Postseitig ist der Brief um 15 gramm erschwert {Malau ?} 4/2".

Meine Erklärungsversuch hierzu:

Das Couvert enthielt Dokumente an das Landrats-Amt in Bersenbrück, die zusammen mit dem Couvert zwischen 86 und 100 Gramm gewogen haben werden.

Kurz nach der Portoerhöhung vom 1.7.1923 (ein Sonntag) wurden die kleineren Werte bogenweise aufgebraucht. Nach dem Bekleben stellte der Postagent fest, dass der Brief samt "angefeuchteter Frankatur" nun 15 Gramm mehr wog und damit das Gewicht von 100 Gramm überschritt (101 bis 115 Gramm). Ein Brief der nächst höheren Gewichtsstufe war mit 450 Mark zu frankieren.

Also schlug die preussische Genauigkeit zu mit diesem handschriftlichen Vermerk, der dem Empfänger eine eventuelle Nachgebühr ersparen sollte. Offensichtlich trauten die Postagenten in der Anfangszeit solcher Massenfrankaturen nicht den eigenen Vorschriften, nach denen der eingelieferte Beleg gewogen und dem Gewicht entsprechend freigemacht wurde.

Siehe auch diesen Beleg (ohne Nachgebühr) in der Datenbank:
[http://www.inflaseiten.de/belege/zeigen/2378].

Die aufgenähten Marken hatten sowohl das Gewicht als auch die Dicke einer Postkarte überschritten.

Gibt es ggf. eine andere Erklärung für diesen Vermerk ?

Großformatige Grüße,
Werner

Mal schauen, wie ich den in der Datenbank unterbringe.
 
muemmel Am: 11.12.2013 18:45:53 Gelesen: 762723# 2674 @  
@ drmoeller_neuss [#2672]

Grüezi Uli,

Du hast ja sowas von recht. Da habe ich wohl zu schnell weg geguckt, denn meine Suche beschränkte sich auf Marke(n) unter der Adresskappe, die aber nicht vorhanden sind. Werde das Teil nochmals genauer zu Gemüte führen.

Grüßle
Mümmel
 
muemmel Am: 11.12.2013 18:53:28 Gelesen: 762717# 2675 @  
Servus Belegefreunde,

aus der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) hier ein einfacher Ortsbrief für den das Porto 800.000 Mark betrug:



(Datenbank # 4181)

Der Brief ging am 3.10.23 in Berlin auf die Reise und wurde mit 16 Marken der 275a frankiert.

Schönen Gruß
Harald
 
juni-1848 Am: 12.12.2013 18:28:08 Gelesen: 762270# 2676 @  
Moin moin,

schaut doch mal in die Ruhrbesetzung: [http://www.philaseiten.de/beitrag/76812].

Ein Infla-Beleg mit "anderen Motiv-Qualitäten.

Bis später, Werner
 
juni-1848 Am: 12.12.2013 18:35:26 Gelesen: 762266# 2677 @  
@ muemmel [#2675]

Schöner Beleg für die Fans der "Leipziger Messe"!

Und nun einer, den ich qualitätsmässig beinahe entsorgt hätte (aus der PP 1 =1.7.1906 - 31.7.1916):



(Datenbank # 4506)

Vordruckumschlag der "Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften, Frankfurt a M., Jordanstraße 17." ab "FRANKFURT \ (MAIN) \ 28.8.14.6-7-N \ * WEST 13 e " per Einschreiben (20 Pf) nach Offenbach a/M - also im Nachbarortsverkehr (5 Pf).

Frankiert wurde mit Germania 5 Pf und 20 Pf (beide grobe Zahnfehler). Rückseitig nur der Ankunftsstempel von Offenbach.

Noch einen leuchtenden Abend, Werner
 
Marcello Am: 12.12.2013 19:11:44 Gelesen: 762249# 2678 @  
@ alle [#2677]

Hallo miteinander,

ich denke, daß meine Anfrage unter diesem Themenpunkt wohl am besten aufgehoben ist. Und zwar geht es um 2 Paketkarten aus der Inflazeit. Vielleicht kann mir jemand mit dem Porto bzw. den Tarif erklären und zwar warum genau dieses Porto ? Also Gewichtsstufe etc. Das wäre klasse.



mit philatelistischen Gruß und Dank
Marcel
 
muemmel Am: 12.12.2013 19:50:24 Gelesen: 762229# 2679 @  
@ Marcello [#2678]

Hallo Marcel,

die beiden von dir gezeigten Paketkarten stammen von 1926 und 1930, da war die Inflation bereits Geschichte. Die war nämlich mit Ablauf des 30.11.1923 beendet.

Leider kann ich dir bei den Paketkarten nicht weiterhelfen, denn Paket- und Frachtpost ins Ausland ist eine recht komplexe Materie, so dass auch im Postgebührenhandbuch von Michel dazu nichts zu finden ist.

Versuche mal hier oder in anderen Foren den Forumler "minimarke" zu finden, der kennt sich mit der Materie vorzüglich aus.

Grüßle
Mümmel
 
muemmel Am: 12.12.2013 20:37:05 Gelesen: 762180# 2680 @  
Guten Abend,

hier ein Brief, der mich zunächst recht stutzen ließ:



(Datenbank # 4529)

Entrichtet wurden 800.000 Mark als Porto für einen Ortsbrief. Stutzig machte mich dann der Zielort Gohlis, das mir bisher nur als Ortsteil von Leipzig bekannt war. Doch siehe da, es gibt auch ein Gohlis bei Dresden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gohlis_(Dresden)

Offensichtlich galt zwischen Dresden und Gohlis damals der Nachbarortstarif und damit waren nun alle Klarheiten beseitigt. :-)

Gelaufen am 5.10.23 und frankiert mit einer MiNr. 301.

Schönen Gruß
Harald
 
inflamicha Am: 12.12.2013 22:05:21 Gelesen: 762121# 2681 @  
Guten Abend,

heute geht es in nördliche Gefilde. Zu sehen ist eine Drucksache von Flensburg nach Tondern vom 23.10.1923. Diese Stadt lag jetzt in Dänemark, obwohl während der Schleswiger Volksabstimmung über 70 % der Bevölkerung dieser Stadt für den Verbleib beim Deutschen Reich gestimmt hatten. Auf den ersten Blick sieht der Beleg nicht wie eine Auslandsdrucksache aus, der rückseitige dänische Ankunftsstempel schafft jedoch Klarheit. Die Portohöhe könnte auch auf eine Inlandsdrucksache zwischen 51 und 100 g passen. Zum Glück haben die Dänen für uns Ihren Stempel draufgedrückt. ;-)



Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 13.12.2013 10:19:30 Gelesen: 761794# 2682 @  
@ muemmel [#2680]

Da hättest du mich als eingeborener Elbflorenzer und später ehemaliger Bewohner von Leipzig-Gohlis fragen können. :-) L-Gohlis ist durchaus zu empfehlen aufgrund der Wohnlage und der vor allem der "Gosenschenke" :-) Dresden-Gohlis gehört eigentlich eher zu Cossebaude, was wiederum eigenständig war. Nur durch die Eingemeindung von Cossebaude am 1.7.1997 gehört eben Cossebaude und damit Gohlis zu Dresden. Aber ich wette, wenn man 10 Dresdner fragt, können 7 mit Gohlis nichts anfangen.

So und nun zum heutigen Beleg.

Wir sehen heute wieder Kettenhemden in Begleitung mit einer Marke des Bayern-Abschiedes. Fernpostkarte vom schönen Elbflorenz (Dresden) nach Schönheide aus der PP 6 (1.4. - 31.12.1921) vom 21.7.21, portogerecht frankiert mit 40 Pfennig in MiF Mi.Nr. 101a, 120 und 142a. Die Marken befinden sich bildseitig.



Gruß
Josh

(Datenbank # 2674)
 

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