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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5482 Beiträge:
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Minimarke Am: 13.12.2013 16:57:26 Gelesen: 761529# 2683 @  
@ muemmel [#2679]

Danke für die Blumen, aber meine Stärken liegen eher in der Zeit bis 1923! Werde am Wochenende meine Unterlagen der Nachinflation checken, ob die etwas hergeben!

Gruß und schöne Freitagabend
minimarke
 
philast Am: 13.12.2013 18:03:20 Gelesen: 761500# 2684 @  
Hallo,

anbei eine Mischfrankatur von nur in Württemberg ausgegebenen Bezirksdienstmarken mit Freimarken vom 21.8.1923 von Altingen (OA Herrenberg) nach Tübingen (OA Tübingen). Absender war das Schultheissenamt Reusten eine Nachbargemeinde von Altingen. Porto Ist = Soll 1000 Mark.



Mit besten Grüßen
philast
 
inflamicha Am: 13.12.2013 23:37:42 Gelesen: 761407# 2685 @  
Guten Abend,

von mir gibt es heute zwei Briefe nach Basel aus den letzten Novembertagen des Jahres 1923, gekennzeichnet durch die Nutzung der Briefmarken zum vierfachen Nennwert. Das Porto betrug 320 Mrd. Mark, mit Marken im Werte von 80 Mrd. war so ein Brief also richtig frankiert.

Der erste Brief ging am 26.11. ab Schiffbek auf die Reise, ein Viererblock der 20 Mrd. im Plattendruck deckte das Porto ab.



Der zweite Brief wurde am 28.11. in Stuttgart aufgegeben, frankiert jedoch nur mit 2 Exemplaren der 20 Mrd.- Marke. Die Post gab den Brief zurück an den Absender, versehen mit einem Klebezettel, den wir auch heute noch von der Deutschen Post kennen. Es wird darauf hingewiesen, dass ein handschriftlich einzutragender Betrag an der Freimachung fehlt und gebeten, die entsprechenden Marken nachzukleben, den Zettel zu entfernen und die Sendung erneut auf den Weg zu bringen. Das hat der Absender getan- die Reste des Klebezettels sind links unten noch deutlich zu sehen. Die 2 nachfrankierten Marken sind mit dem Stempel vom 29.11. entwertet worden, einer Beförderung des Briefes stand jetzt nichts mehr im Wege.



Und damit schönes Wochenende und viele Grüße

Michael
 
muemmel Am: 14.12.2013 16:28:38 Gelesen: 761096# 2686 @  
Guten Tag,

heute eine Drucksache bis 25g aus der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923), für die 400.000 Mark an Porto zu entrichten waren:



(Datenbank # 4528)

Gelaufen am 5.10.23 zunächst nach Dresden Industriehof, anschließend in die Leipziger Straße und letztendlich nach Gohlis. Frankiert mit 275 (a- oder b-Farbe noch fraglich) und 295.

Schöne Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 14.12.2013 23:47:25 Gelesen: 760916# 2687 @  
Guten Abend,

in der Hoffnung dass es nicht langweilig wird heute 3 weitere Briefe nur mit 20 Mrd.-Marken. Zunächst in Fortsetzung zu gestern wieder ein Auslandsbrief mit 4 Exemplaren, dieser sollte am 25.11. 1923 von Berlin-Lichterfelde nach London gehen. Das Porto betrug 80 Mrd. Mark, zunächst war der Brief also richtig frankiert. Dummerweise hat jemand nachgewogen und festgestellt, dass der Brief über 20 Gramm wog und mithin 40 Mrd. Mark fehlten.



Der Brief erhielt den bereits gestern erwähnten Klebezettel, zum Glück schickte der Absender die Sendung nicht erneut los und beließ den Zettel auf dem Umschlag.

Der 2. Brief ist vom 29.11.1923 und wurde von Dresden nach Prag versandt. Da hierhin ein ermäßigtes Auslandsporto von 240 Mrd. Mark galt (im Gegensatz zu 320 Mrd. Mark ins "normale" Ausland), genügten die 3 aufgeklebten Marken, da zum vierfachen Nennwert verwendet.



Der 3. Brief von Selb nach Buenos Aires des bekannten Porzellanherstellers Rosenthal vom 26.11.1923 muss ebenfalls über 20 Gramm gewogen haben, da die hierfür nötigen 480 Mrd. Mark mit 24 Exemplaren der 20 Mrd.-Marke erbracht wurden. Gereicht hätten allerdings 6 Marken, da diese ja ab 26.11.1923 zum vierfachen Nennwert verkauft und verwendet wurden. Solche Irrtümer kamen durchaus vor, sind aber relativ selten zu finden.



Der Brief wurde erst sehr spät aufgegeben (Stempel 9-10 N), nur die vorderen Marken erhielten zunächst den Tagesstempel. Erst am nächsten Tag bemerkte man die rückseitigen unentwerteten Marken und holte die Stempelung nach. Auch vorne kam noch ein Stempel vom 27.11. drauf, Zeit jetzt 5-6 V.

Einen schönen 3. Advent!

Gruß Michael
 
Gernesammler Am: 15.12.2013 19:39:34 Gelesen: 760457# 2688 @  
Hallo Inflafreunde,

habe hier einen Brief im Ortsverkehr in der 1.Gewichtsstufe bis 20 Gramm vom 23.12.1923 aus der Portoperiode 27 (1.12.1923 - 31.12.1923), der Empfänger des Briefes wurde überklebt, ein gewisser Carl Hinze in Cassel, das Porto für den Brief hätte betragen entweder 50 Milliarden Mark oder 5 Rentenpfennig. Hier wurde eine Mischfrankatur verklebt von Mi.Nr.317 AP, 317 AW 6x, 319 AP 4x, 319 AW 2x, 323 AP, 325 AP, 326 AP 2x, 333 AP und 336 AP (gesamt 20 Milliarden und 355 Millionen Mark) sowie 3 Rentenpfennig Mi.Nr.338.

Ich gehe bei dem Brief einmal von Mache aus, aber wenn dann eine Schöne.

Gruß Rainer


 
muemmel Am: 15.12.2013 19:53:47 Gelesen: 760449# 2689 @  
@ Gernesammler [#2688]

Guten Abend Rainer,

mit der Mache liegst Du in der Tat richtig, der Stempel CASSEL * 1 t ist nämlich als Falschstempel bekannt.

Scheene Jrüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 15.12.2013 21:09:44 Gelesen: 760426# 2690 @  
Guten Abend,

vom Schuhfabrikantenverein Darmstadt kommt mein heutiger Einschreibbrief gegen Rückschein vom 28.3.1922 nach Roßwein. Muss ein Verein mit zuviel Geld gewesen sein, da 50 Pf. mehr als erforderlich frankiert sind.



Ein Fernbrief kostete 2 Mark, die Einschreibgebühr ebenfalls 2 Mark und die Rückscheingebühr 1,50 Mark, zusammen also 5,50 Mark. Verklebt sind 6 Mark.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 16.12.2013 16:07:16 Gelesen: 760054# 2691 @  
Hallöle,

hier ein Fernbrief aus der Portoperiode 19 (1.–9.1923), der bis 20g nun 2 Millionen Mark Porto kostete:



(Datenbank # 4525)

Gelaufen am 2.10.23 von Corbach nach Berlin. Frankiert mit Marken der MiNrn. 275a, 277, 287 und 295, wieder ein Beispiel für den Aufbrauch kleiner Wertstufen.

Schöne Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 16.12.2013 21:48:00 Gelesen: 759942# 2692 @  
Guten Abend,

ein Ortsbrief innerhalb Leipzigs vom 24.5.1922 kostete 1,25 Mark, hier mit der häufig vorkommenden Kombination 120 Pf. Bergmann und 5 Pf. Ziffer erbracht- Wasserzeichen leider nur Rauten. Absender ist ein auch heute nicht ganz unbekannter Zusammenschluss selbstständiger Einzelhändler.



Gruß Michael
 
juni-1848 Am: 17.12.2013 21:42:51 Gelesen: 759566# 2693 @  
Moin moin,

habe diesen im Thema "Briefe deutscher Banken" versteckt:

[http://www.philaseiten.de/beitrag/77242]



(Datenbank # 4581)

Sammlergruß, Werner
 
inflamicha Am: 17.12.2013 22:00:59 Gelesen: 759556# 2694 @  
Guten Abend,

eine etwas "krumme" Portostufe: Auslandspostkarte von Karlsruhe nach Urmond in "Holländisch Limburg", Porto Soll und Ist sind 3,6 Millionen Mark.



Als Postkartenformular wurde eine Ganzsache (dürfte eine P 133 I sein) verwendet, deren Wertstempel 30 Pf. längst nichts mehr wert war.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 18.12.2013 12:16:28 Gelesen: 759270# 2695 @  
Liebe Belegefreunde,

heute ein Sprung zurück in die Portoperiode 5 (06.05.20 - 31.03.21). Wir sehen eine Ganzsachenpostkarte mit Zufrankatur von 15 Pfennig, gesamt 30 Pfennig und damit portorichtig frankiert. MeF Mi.Nr. 99 a, gelaufen am 20.9.20 von Radeburg nach Halle/Saale.

Kann mir jemand bitte einmal die Nummer der Ganzsache mitteilen? Danke.



Gruß
Josh

(Datenbank # 4596)
 
sammelkrams Am: 18.12.2013 12:25:58 Gelesen: 759266# 2696 @  
P119 Aufbrauchausgabe der P112 mit Zudruck eines weiteren Wertstempels zu 7 1/2 Pfg.

Gruß
Henry
 
inflamicha Am: 18.12.2013 12:58:07 Gelesen: 759240# 2697 @  
@ JoshSGD [#2695]

Hallo Josh,

genau genommen kann es eine P 119 F (Frageteil) oder eine P 119 A (Antwortteil) sein, das siehst aber nur Du im Durchlicht (bzw. mit einer Lupe). Wenn unter Postkarte "mit Antwortkarte" steht, dann ist es eine P 119 F. Diese Aufbrauchganzsachen wurden aus getrennten Postkarten mit anhängender Antwort hergestellt.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 18.12.2013 13:05:56 Gelesen: 759226# 2698 @  
@ JoshSGD [#2695]

Kleiner Tipp: In der Datenbank hast Du MEF 99 a geschrieben. Auf einer Ganzsache klebend gibt es nur Mischfrankaturen, zumindest wenn der/die Wertstempel Teil der Frankatur ist/sind (so wie bei dieser Karte). Bei Formularverwendung ohne Einrechnung des Wertstempels sieht es wieder anders aus.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 18.12.2013 13:25:19 Gelesen: 759211# 2699 @  
@ sammelkrams [#2696]
@ inflamicha [#2697]

Henry, Michael,

vielen Dank für die Informationen. Damit hatte ich mich bisher nie wirklich befasst. Man lernt nie aus.

Gruß
Josh
 
inflamicha Am: 18.12.2013 20:15:48 Gelesen: 758923# 2700 @  
Guten Abend,

heute ein Ortsbrief der 2. Gewichtsstufe von Berlin-Johannisthal nach W 62, Porto hierfür am 8.10. 1923 1,2 Mio Mark.



Gruß Michael
 
muemmel Am: 18.12.2013 20:17:23 Gelesen: 758922# 2701 @  
Guten Abend,

aus der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) hier ein einfacher Fernbrief mit 2 Millionen Mark Porto:



(Datenbank # 4524)

Gelaufen am 2.10.23 von Wilhelmshaven nach Varel und mit 16 Marken der 291a frankiert.

Schöne Grüße
Harald
 
juni-1848 Am: 18.12.2013 20:56:58 Gelesen: 758895# 2702 @  
@ juni-1848 [#2424]

Moin moin,

zu den typischen Gummiband-Ebtwerteren von Bremen wollte ich euch heute eigentlich einen Infla-Einzeiler von Bremen zeigen - leider unauffindbar; hoffentlich habe ich ich nicht schon vor (n+k) Jahren weggetauscht.

Dann halt einen (ungeprüft!) von Osnabrück aus der PP 16 (24. bis 31.8.1923):



(Datenbank # 4499)

Ansichtskarte "Blick auf Osnabrück" vom 30.8.1923 ab OSNABRÜCK BAHNHOF nach Banteln ins Hannoversche. Portorichtig frankiert mit Queroffset 2000 M (über den Rand geklebt) und 2x 3000 Mark.

Senkrecht inmitten der Karte ein schwarzer Einzeiler "Osnabrück".

Mir ist weder klar, welchem Zweck dieser Stempel diente, noch, ob es sich um einen "Bahnhofsstempel" handelt. Der Einzeiler ist NICHT geprüft. Wer hat dazu eine Idee ?

Der Absender schrieb - sich des Währungsverfalls bewusst - scherzhaft:

"Ossenbrügge, 30/8.23...Grüße aus der feuchten Stadt (von außen)...Auf Wiedersehen am Sonntag. 1000000 Grüße & Küsse..."

Schönen Abend noch, Werner
 
inflamicha Am: 19.12.2013 21:40:41 Gelesen: 758300# 2703 @  
Guten Abend,

vom 31.1.1922 (PP 7) kommt dieser Fernbrief aus Mannheim nach Schömberg, Oberamt Rottweil. Das Porto betrug 2 Mark.



Die Frankatur besteht aus Marken dreier verschiedener Ausgaben aus den Jahren 1920 und 1921.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 19.12.2013 21:44:14 Gelesen: 758296# 2704 @  
Guten Abend,

im Anschluss an [#2701] hier ein weiterer Fernbrief bis 20g:



(Datenbank # 4523)

Gelaufen am Letzttag der Portoperiode von Köln-Deutz nach Hannover und frankiert mit 20 Marken der MiNr. 290.

Schöne Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 20.12.2013 18:17:28 Gelesen: 757741# 2705 @  
Guten Abend,

zum Wochenende mal was Farbenfrohes: Rosetten-Massenfrankatur auf Fernbrief von Teuplitz (Kreis Sorau) nach Niesky vom 8.11.1923 (PP 23). Portosoll war 2 Mrd. Mark aus 1 Mrd. Porto und 1 Mrd. Einschreibgebühr.



Der Absender aus Triebel gab den Brief im nahegelegenen Teuplitz auf und verklebte 20mal 10 Mio, 10mal 20 Mio, 20mal 30 Mio und einmal 1 Mrd. Mark. Die rückseitigen Marken bilden eine sogenannte Treppenfrankatur, da aus Platzgründen überlappt aufgeklebt. Diese Treppenfrankatur wurde mit einem Notstempel entwertet.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 20.12.2013 21:58:17 Gelesen: 757674# 2706 @  
Guten Abend,

heute ein eingeschriebener Fernbrief bis 100g vom 9.10.23 (Letzttag der Portoperiode 19):



(Datenbank # 4527)

Gelaufen von Berlin nach Magdeburg und frankiert mit 304 + 309 Wa.

Schöne Grüße
Harald
 
juni-1848 Am: 20.12.2013 23:41:48 Gelesen: 757643# 2707 @  
Moin zusammen,

heute jede Menge Korbdeckel aus der letzten Portoperiode der alten Währung (PP 26: 26. bis 30.11.1923):



(Datenbank # 4585)

Fernpostkarte der Fa. Meyer & Schulpius (Baumaterialien und Dachziegelfabrik) aus Braunschweig vom 28.11.23, an die Somag (Sächs. Ofen- u. Wandplatten-Werke, u.a. Kachelöfen) in Meissen, portorichtig frankiert mit MeF 10x 1 Mrd (Mi. 325APa), die Marke links oben mit Korbdeckelsprung "HT".

Beste Grüße, Werner
 

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