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Thema: Perfins - die Firmenlochungen
Das Thema hat 582 Beiträge:
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rostigeschiene Am: 16.07.2013 14:22:44 Gelesen: 146947# 383 @  
@ juni-1848 [#382]

Hallo Werner,

die Verwendung dieser Lochung, der Accumulatoren-Fabrik AG aus Hagen, ist in der Zeit 1900 bis 1924 nachgewiesen.

Mit Deiner These Der rückseitige 10er-Block läßt erkennen, daß die Lochung wohl im Spaltenwechsel "normal" und "horizontal spiegelverkehrt" über den Bogen angeordnet war liegst Du leider falsch.

Die Marken wurden nicht im Bogen perforiert sondern einzeln. Man hatte zur Arbeitserleichterung die Markenbogen gefaltet um mehrere gleichzeitig zu lochen.
Dadurch bedingt kommen gespiegelte und auch Kopf stehende sowie kopf stehende gespiegelte Lochungen vor.

Durch das Falten und die dadurch stärkere Papierdicke kommen auch nicht vollständig durchlochte Exemplare vor, weil die Perforationsnadeln nicht mehr richtig durch das Papier gelangten. Hier einmal ein Bild einer Lochungsmaschine.



Deiner zweite Frage, bezüglich einer Übersicht aller bekannten Lochungen der 100.000 M Queroffset, kann ich verneinen. Die Marken wurden, von den Firmen, in der Menge gelocht wie sie für das jeweiligen Porto benötigt wurden.

Viele Grüße
Werner
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.07.2013 10:38:05 Gelesen: 146859# 384 @  
Hallo Leute,

ich habe eine von Österreich eine äußerst späte Firmenlochung und zwar von der Michelnummer 1219 im Jahre 1966.

Kann mir jemand etwas dazu sagen?


 
juni-1848 Am: 17.07.2013 17:43:43 Gelesen: 146814# 385 @  
@ rostigeschiene [#383]

Besten Dank, lieber Werner,

für die ausführliche Erläuterung und das Zeigen eines "Perfin-Lochers"!

Mit Firmenochungen hatte ich mich bisher wenig beschäftigt. Mir sind nur die vielfältigen Richtungsvarianten (Kopfsteher, Spiegelungen etc.) bei den großformatigen Queroffset-Marken der Inflazeit aufgefallen. Wegen der Ausrichtung der Lochungen bei größeren Einheiten der normalformatigen Marken (Korbdeckel, Aufdrucke etc.) hatte ich vermutet, daß die händischen Lochungsmaschinen wenigstens die Größe eines Viertelbogens erfassten.

Mit Deinem Hinweis habe ich den in [#382] gezeigten Beleg unter die Lupe genommen und finde alles im Detail bestätigt. Mehr noch:

1a. Der Zehnerblock wurde vor dem Lochen mittig senkrecht gefaltet (Die Faltung ist noch zu erkennen).
1b. Die horizontal gespiegelten Lochungen der rechten Reihe wurden von der Gummiseite her ausgeführt und haben den gleichen Abstand zum Markenrand wie bei der linken Markenreihe, also zusammengefaltet gelocht.

2a. Die Abstände der horizontalen Lochungen von Marke zu Marke verraten, daß auch die beiden Fünferstreifen auf der Vorder- und Rückseite zusammenhingen und gefaltet gelocht wurden.
2b. Spektakulär die um 8 Grad geschrägte Lochung der beiden Marken in der Mitte der Fünferstreifen.
2c. Je ein Perfin-Loch in der Zähnung der oberen Marke der beiden Fünferstreifen verrät die vollständigen Reihen 9 und 10 eines Bogens - und tatsächlich verbirgt sich unter dem Stempel der beschädigten Marke des rückseitigen Zehnerblocks der Plattenfehler III (Beule am Fuß).

Offensichtlich wurde der Bogen senkrecht Reihe um Reihe zusammengefaltet und dann Marke für Marke durch den Locher geschoben und auf diese Weise mit jeweils einer Handbewegung zeilenweise gelocht.

Gelegentlich werde ich diesen Perforierungsvorgang an einigen gelochten Bogenteilen auf Großformat-Belegen verifizieren.

Nochmals vielen Dank für die Richtigstellungen und Erläuterungen,
Werner
 
rostigeschiene Am: 17.07.2013 18:08:06 Gelesen: 146805# 386 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#384]

Leider habe ich für die Lochungen aus Österreich keine Literatur.

Werner
 
heide1 Am: 18.07.2013 12:54:34 Gelesen: 146740# 387 @  
@ rostigeschiene [#380]

Moin Werner,

unter meinen 700 Stück Deutsches Reich 47 hier nun die letzte Lochung aus HAYINGEN. Ist hier nur ein Teil der Lochung zu sehen,

fragt Jürgen


 
rostigeschiene Am: 18.07.2013 14:00:21 Gelesen: 146731# 388 @  
@ heide1 [#387]

Moin Jürgen,

auch diese unvollständige Lochung habe ich gefunden, verwendet zwischen 1886 und 1916.

Als Verwender ist die Firma Les P.F.de Francois de Wendel, Hayingen, in meinen Unterlagen aufgeführt.

Die Katalogbezeichnung für diese Löcher 2-FW&-1

Hinter diesem Link findest Du einige interessante Fakten zu der Firma die für diese Lochung verantwortlich ist, oder besser war.

http://www.fhw-online.de/de/FHW-Auktion-103/?AID=95580&AKTIE=Les+Petits-Fils+de+Francois+de+Wendel+%26+Cie.+%28De+Wendel%92sche+Berg-+und+H%FCttenwerke%29

Viele Grüße
Werner
 
heide1 Am: 19.07.2013 06:30:11 Gelesen: 146685# 389 @  
@ rostigeschiene [#388]

Moin Werner,

kannst Du diese Lochung auch komplett zeigen, damit ich Unwissender sie mir richtig vorstellen kann?

Gruß Jürgen
 
Marcel Am: 19.07.2013 11:27:29 Gelesen: 146646# 390 @  
Hallo!

Habe gestern einen Umschlag geschenkt bekommen. Kann mir einer sagen, welche Firma oder Gesellschaft sich hinter der Lochung verbirgt? Leider ist es auf dem Umschlag nicht ersichtlich, aber ich weis das der Inhalt ein Pappkreuz mit Jesusbildnis beinhaltete. Dieses muß aber ursprünglich nicht drin gewesen sein. Derjenige wollte dieses Bild leider nicht mitgeben, denn hinten drauf stand ein Dankesschreiben für die erhaltene Spende vom Gemeindepfarrer aus Hanau - vielleicht bekomme ich es ja noch. Nun mach ich mir ´nen Kopf. Der Umschlag (mit rückseitiger Pappverstärkung) ist gelaufen am 15.04.1905 von Berlin nach Jena.



schöne Grüße
Marcel
 
rostigeschiene Am: 19.07.2013 13:16:38 Gelesen: 146637# 391 @  
@ heide1 [#389]

Moin Jürgen,

hier die Abbildung der Lochung für Unwissende.



Viele Grüße
Werner
 
rostigeschiene Am: 19.07.2013 13:22:27 Gelesen: 146635# 392 @  
@ Marcel [#390]

Hallo Marcel,

die von Dir vorgestellte Lochung wurde von der Germania AG., Verlag u. Druckerei in Berlin von 1905 bis 1926 verwendet.

Viele Grüße
Werner
 
Marcel Am: 19.07.2013 13:51:50 Gelesen: 146633# 393 @  
@ rostigeschiene [#392]

Hallo Werner,

das erklärt dann auch das Dankesschreiben vom Pfarrer, war wahrscheinlich ein Auftrag der in Druck gegangen und von dort aus versandt wurde. Dann sehe ich mal zu, dass ich das Jesusbild in Kreuzform noch bekomme, damit es zusammenbleibt.

Danke!

schöne Grüße
Marcel
 
heide1 Am: 19.07.2013 13:52:07 Gelesen: 146632# 394 @  
@ rostigeschiene [#391]

Moin Werner,

mein Dank ist Dir sicher, tolle Abbildung zeigst Du uns!

Gruß Jürgen
 
juni-1848 Am: 27.07.2013 02:33:10 Gelesen: 145937# 395 @  
@ juni-1848 [#385]

Vollständiges (aufgeschnittenes) Streifband als Drucksache der 4. Gewichtsstufe (101-250g) für ein Exemplar "Die Woche" (Moderne Illustrierte Zeitschrift) von Berlin an Streit´s Buchdruckerei in Forchheim. Die reine Korbdeckel-MiF: Mi.318A (50x), 324A, 326A (2x) und 327B (gesamt 10 Milliarden Mark) wurde am 15.11.1923 mit Tageshandstempel entwertet. Von der 10 Millionen wurde ein halber senkrechter Bogen aufgebraucht (davon ein 36er-Block rückseitig), also Massenaufbrauch firmengelochter Kleinstwerte. Die Aktenlochung außerhalb der Marken stört den Gesamteindruck nicht. (Belege-Datenbank # 2874)



Alle Marken zeigen die Firmenlochung "B.L.A.". Schauen wir uns den 36er-Block und die vorderseitigen Teile der 10 Millionen an, stellt sich die Frage, ob hier jeweils (mindestens) eine halbe Markenzeile gleichzeitig perforiert wurde. Zeilen- oder spaltenweise Faltungen hätten Kopfsteher oder Spiegelungen erzeugen müssen (siehe rostigeschiene [#383]:

Die Marken wurden nicht im Bogen perforiert sondern einzeln. Man hatte zur Arbeitserleichterung die Markenbogen gefaltet um mehrere gleichzeitig zu lochen. Dadurch bedingt kommen gespiegelte und auch Kopf stehende sowie kopf stehende gespiegelte Lochungen vor. ).

Schönes Wochenende miteinander
 
Manne Am: 25.10.2013 15:15:54 Gelesen: 136346# 396 @  
Hallo,

habe hier einen Beleg vom Reutherwerk in Mannheim-Waldhof, gestempelt am 30.8.21. Germania gelocht mit B&R, ist der schon bekannt?

Gruß
Manne


 
rostigeschiene Am: 29.10.2013 08:25:37 Gelesen: 135700# 397 @  
@ Manne [#396]

Hallo Manne,

da ich über das Wochenende für einen Kurzurlaub genutzt habe, komme ich erst heute dazu Dir zu antworten.

Die Lochung S & R ist nicht in meinem Katalog verzeichnet, doch habe ich die letzten Rundbriefe der Arge Lochungen noch nicht durchgesehen. Wenn ich das gemacht habe, melde ich mich wieder.

Gruß Werner
 
rostigeschiene Am: 29.10.2013 08:46:18 Gelesen: 135695# 398 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#384]

Hallo briefmarkenwirbler24,

leider habe ich keine Unterlagen für die in Österreich verwendeten Lochungen. Du kannst Dich aber an die Arbeitsgemeinschaft Perfina wenden, den Link habe ich hier.

http://englischeversion.gemeindeausstellung.de

Gruß Werner
 
volkimal Am: 15.11.2013 13:58:15 Gelesen: 133108# 399 @  
Hallo zusammen,

zwei Firmenkarten mit den Lochung "W.P." bzw. "St":





Viele Grüße
Volkmar
 
rostigeschiene Am: 15.11.2013 14:15:18 Gelesen: 133097# 400 @  
@ volkimal [#399]

Hallo Volkmar,

die von Dir vorgestellten Lochungen sind bekannt.

Die Gebr. Burkhardt, Mechan. Weberei von 1912 bis 1936.

Straus & Cie., Bettfedern-Fabriken verwendete diese Kennzeichnung von 1911 bis 1925.

Gruß Werner
 
Manne Am: 16.11.2013 10:08:37 Gelesen: 132799# 401 @  
Hier ein Brief aus Budapest vom 4.6.29, Absender Georg Langer, die Lochung zeigt ein großes P.T.

Wo ist der Zusammenhang zum Namen?

Gruß
Manne


 
Manne Am: 16.11.2013 20:42:16 Gelesen: 132636# 402 @  
Habe hier ein Telegramm vom 21.12.1929, die Marke hat eine Lochung mit M C und am C einen hochstellten Stern, was sagen die Initialen. Wie kann man den Beleg einschätzen?

Gruß
Manne


 
dr.vision Am: 27.12.2013 10:18:13 Gelesen: 128653# 403 @  
Perfins bestimmen: Wer kann helfen ?

Hallo zusammen,

über die Feiertage sind mir in einer "Restekiste" die folgenden Perfins in die Pinzette gefallen. Da es mir an der speziellen Literatur fehlt, geht meine Frage an die Gemeinschaft.

Zunächst einmal zwei aus dem Deutschen Reich:

1.)
2.)

und weitere "alle Welt":

3.)
4.)
5.)
6.)
7.)
8.)
9.)

Herzlichen Dank im Voraus für eure Hilfe.

Ein friedliches und gesundes Neue Jahr wünscht von der Ostsee
Ralf
 
rostigeschiene Am: 27.12.2013 12:58:19 Gelesen: 128619# 404 @  
@ dr.vision [#403]

Hallo Ralf,

zu den Lochungen auf den Marken des DR kann ich Dir folgendes schreiben;

Die erste Marke zeigt die Lochung 1-LSM-1. Verwender war die Firma L.S.Mayer G.m.b.H. aus Frankfurt a.M. die diese Lochung von 1897 bis 1927 in ihre Marken stanzte. In Frankfurt am Main wird die Firma L. S. Mayer GmbH. am 14. Juni 1913 gegründet. Zu dieser Firma gibt es weitere Infos im Netz. Einfach mal googeln.

Die Lochung 1-AEJ-1 auf der zweiten Marke wurde verwendet von der Firma Alt, Eberhardt & Jäger, Glas, Ilmenau, von 1894 bis 1919. Auch zu dieser Firma gibt es Infos im Netz, hier wikipedia:

Die Thüringische Glasinstrumentenfabrik Alt, Eberhardt & Jäger war ein deutscher Hersteller von Glasinstrumenten mit Sitz in Ilmenau (Thüringen), der von 1872 bis 1976 bestand.

Zu den anderen Marken, aus Grossbritannien, Dänemark und der Tschechoslowakei, kann ich Dir, leider, mangels Unterlagen keine Informationen geben.

Gruß Werner
 
dr.vision Am: 27.12.2013 14:32:17 Gelesen: 128592# 405 @  
@ rostigeschiene [#404]

Hallo Werner,

herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Gruß
Ralf
 
Manne Am: 10.01.2014 20:43:23 Gelesen: 127869# 406 @  
Hallo,

habe wieder unbestimmte Lochungen.

Gruß
Manne

1. S&H



2. W&C.



3.W.K.


 
Manne Am: 10.01.2014 21:01:54 Gelesen: 127861# 407 @  
Hier noch unbestimmte Lochungen aus Belgien.

Warum wird eigentlich unterschiedlich gelocht, einmal von der Bildseite und dann wieder von der Rückseite lesbar?

Gruß
Manne

1. A.D.C. von der Rückseite lesbar.



2. V.H. von vorne lesbar.



 

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