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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5497 Beiträge:
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muemmel Am: 05.01.2014 21:50:09 Gelesen: 756339# 2748 @  
Guten Abend,

hier ein R-Brief aus der Portoperiode 25 (20.–25.11.1923):



(Datenbank # 4630)

Hier haben wir es mit einem Brief der 3. Gewichtsstufe bis 250g zu tun, der 32 Milliarden Mark für das Porto verschlang, für die Einschreibgebühr kamen weitere 20 Milliarden hinzu. Gelaufen am 24.11.23 von Löbau nach Berlin und frankiert mit 324 AP und 328 AP.

Briefe der 3. und 4. Gewichtsstufe muss man lange suchen.

Schöne Grüße
Harald
 
Gernesammler Am: 06.01.2014 11:11:56 Gelesen: 756112# 2749 @  
Hallo Inflafreunde,

hier ein Brief vom 18.4.1920 aus der Portoperiode 4 (1.10.1919 - 5.5.1920), versendet im Fernverkehr von München nach Berlin.

Interessant hierbei ist, dass Bayern am 1.4.1920 gegen eine Entschädigung auf das Deutsche Reich überging, aber Marken von Bayern noch bis zum 30.6.1920 verwendet werden konnten. Auch die Postgebühren wurden ab diesem Zeitpunkt gleich berechnet, in München wurde dieser Brief richtig frankiert mit 20 Pfennig für den Brief im Fernverkehr bis 20 Gramm (seit 1.4.1920 vorher nur 15 Gramm).

Verklebt wurden hier 2 x Mi.Nr.61 und 1 x Mi.Nr.56 (wegen Markenmangel wurden beide Marken ab Januar 1920 - 30.6.1920 nochmals zur Frankatur zugelassen).

Gruß Rainer


 
zonen-andy Am: 06.01.2014 12:56:39 Gelesen: 756082# 2750 @  
Hallo Brieffreunde,

diesen Brief habe ich mal auf einen Flohmarkt gekauft und weiß nicht, ob die Portostufe richtig ist.

Ich bin zwar kein Briefe Sammler, fand aber die Massenfrankatur selten. Mir können die Profis bestimmt zu dem Beleg etwas sagen. Den Brief konnte ich wegen der Übergröße nur fotografieren.

Stempel: Hassloch (Pfalz) 23.Dez.22 vor 10-11

Frankatur: 121 Mark wenn ich richtig gezählt habe.

Vielen Dank im voraus.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
muemmel Am: 06.01.2014 15:09:04 Gelesen: 756057# 2751 @  
@ zonen-andy [#2750]

Hallo Andreas,

mit 121 Mark hast Du richtig gezählt, allerdings passt dann das von Dir angegebe Datum 23 Dez 22 nicht dazu. Da es sich um einen Fernbrief handelt, betrug das Porto bis 20g zu der Zeit (15.11.22–14.1.23) lediglich 25 Mark und für einen Brief bis 100g waren es 35 Mark. Erst in der Portoperiode 13 (1.3.–30.6.23) waren für einen Fernbrief bis 100g 120 Mark Porto zu entrichten (die 1 Mark Überfrankatur ist dabei vernachlässigbar).

Leider sind die Abbildungen recht unscharf und wie üblich die bayrischen Stempel schlecht abgeschlagen und unleserlich.

Schönen Gruß
Harald
 
zonen-andy Am: 06.01.2014 17:29:48 Gelesen: 756018# 2752 @  
@ muemmel [#2751]

Hallo Muemmel,

vielen Dank für die Antwort. Der Teil-Scan zeigt den einzigen brauchbaren Stempelabschlag vom ganzen Brief.

Wie kann ich den Brief werten? Sind die Stempel falsch oder ist es eine gesamte Fälschung?



Herzliche Grüße
Andreas
 
philast Am: 06.01.2014 18:08:46 Gelesen: 755975# 2753 @  
@ zonen-andy [#2750]

Hallo zusammen,

meiner Meinung nach handelt es sich hier nicht um einen Brief, sondern um ein Paket. Der Klebezettel auf der Vorderseite ist ein üblicher Paketnummernzettel.
Die Markenmenge passte sicherlich nicht auf die Paketkarte.

Ich habe zwar nur einen Frankaturwert von 119,40 M ermittelt, das ist nicht weit von dem Portosoll eines 3 kg Pakets bis 75 km Entfernung.

Wo die fehlenden Merken sind, ev. auf der Paketkarte oder abgefallen (darauf habe ich keinen Hinweis gefunden) oder beim aufkleben verrechnet lässt sich nicht ermitteln. Pakete, bei denen die Frankatur nicht auf der Paketkarte angebracht wurde würde ich als durchaus selten bezeichnen, was den monetären Wert angeht, wäre ich eher zurückhaltend.

Viele Grüße
philast
 
muemmel Am: 06.01.2014 18:24:30 Gelesen: 755962# 2754 @  
@ zonen-andy [#2752]
@ philast [#2753]

Guten Abend,

zunächst Dank an Andreas für die Abbildung des Stempels, eindeutig 23 DEZ 22.

Und philast hat schließlich die Lösung vorweggenommen, denn auf der Paketschiene wollte ich ebenfalls nachschauen. Auch dafür vielen Dank.

Zu der Zeit waren für ein Paket bis 3 kg und 75 km Entfernung 125 Mark zu entrichten. Aufgrund der vielen kleinen Wertstufen (Behörden waren ja Weltmeister im Aufbrauch solcher), spielt es auch keine Rolle ob nur 119,40 oder 121 Mark verklebt worden sind. Auch der Postler könnte sich verrechnet haben, schließlich waren Fehlporti in der Inflationszeit zwar selten, aber sie kamen halt vor.

Was den Wert angeht, halte ich mich ebenfalls vornehm zurück, aber ein Sammler von Paketkarten oder solchen frankierten Paketbelegen könnte sich evtl. die Finger danach lecken.

Schöne Grüße
Harald
 
juni-1848 Am: 06.01.2014 20:11:40 Gelesen: 755875# 2755 @  
@ zonen-andy [#2750]
@ philast [#2753]

Schaut doch mal auf den Beitrag [http://www.philaseiten.de/beitrag/76465]. Diese "Paketbriefe" tauchen insbesondere aus Bayern und aus Württemberg immer mal wieder auf.

Und damit uns die oft farbenfrohen Aufbrauchsfrankaturen nicht blenden, heute ein markenloser aus der PP12 (15.1.1923 bis 28.2.1923):



(Datenbank # 4582)

Rückschein ab Emmerstedt (Krs. Helmstedt) vom 26.2.23 zurück an das Versorgungsamt nach Braunschweig.

Die Gebühr für die Rücksendung des Rückscheins betrug 40 Mark, musste jedoch schon auf der Briefsendung von Braunschweig nach Emmerstedt (Hinsendung) verklebt werden.

Mit Sammlergruß, Werner
 
juni-1848 Am: 06.01.2014 20:17:25 Gelesen: 755872# 2756 @  
@ Gernesammler [#2749]

Moin Rainer,

überträgst Du den noch in die Datenbank ?

Gezähntes Neues, Werner
 
inflamicha Am: 06.01.2014 21:07:28 Gelesen: 755849# 2757 @  
Guten Abend,

fehlt ja bloß noch ´ne Paketkarte, da kann ich aushelfen: Nicht häufige Mehrfachfrankatur von 15 Exemplaren der 120 Pf. Bergarbeiter (leider nur Mi-Nr. 168) auf Paketkarte für ein 9 Kilo-Paket über 75 Kilometer von Pockau (Flöhatal) nach Furtwangen im badischen Schwarzwald vom 16.5.1922, Gebühr 18 Euro.



Gruß Michael
 
Gernesammler Am: 07.01.2014 10:21:15 Gelesen: 755612# 2758 @  
@ juni-1848 [#2756]

Hallo Werner,

ist jetzt in der Datenbank!

Gruß Rainer
 
inflamicha Am: 07.01.2014 20:31:06 Gelesen: 755416# 2759 @  
Guten Abend,

na so passt Ihr auf: [#2757] - Gebühr 18 Euro, und keener sacht wat. ;-) Sollte natürlich Mark heißen.

Heute gibt es von mir einen Bücherzettel vom 24.11.1923 (PP 25) von Dresden nach Berlin. Diese Buchbestellungen durften trotz Streichungen/Unterstreichungen und handschriftlicher Zusätze zum gedruckten Text zum Drucksachentarif - hier 4 Mrd. Mark - frankiert und befördert werden.



Die roten Vermerke stammen vom Empfänger des Bücherzettels. Verklebt ist ein senkrechtes Paar der Mi-Nr. 326 AP.

Gruß Michael
 
BD Am: 07.01.2014 21:14:26 Gelesen: 755373# 2760 @  
Hallo,

wunderbare Belege werden hier gezeigt, die letzten 7 sind alle ungewöhnlich und selten.

Wo findet Ihr nur solch feine Sachen?

Paketkarte zu einem Dienstpaket mit dem Gewicht von 5 1/2 Kg. Entfernung über 75 Km. Am 15.1.1923 mit 700 Mark frankiert, am Vortag hätte es nur 300 Mark gekostet.

Beste Grüße Bernd


 
juni-1848 Am: 07.01.2014 21:28:27 Gelesen: 755144# 2761 @  
@ juni-1848 [#2756]

Perfekt - Danke, Rainer !

Heute ein "Langweiler" aus der PP 13 (1.3.1923 bis 30.6.1923)



(Datenbank # 4583)

Postkarte der Handschuhfaktorei Agnes Riess aus Johanngeorgenstadt in Sachsen vom 7.3.23 an die Handschuhfabrik Franz Göhler in Prag zum Sondertarif (140 M) nach Tschechien, frankiert mit 100 M Queroffset und 8x 5 M Posthorn (Mi. 227).

Ab dem 1.3.23 gab es keine Wertstufe mehr, die eine Marke zu 5 Mark nötig hatte. Alle Porti/Gebühren waren mindestens durch 10 teilbar. Folglich der schnelle Aufbrauch der Kleinstwerte der "Posthorn"-Marken.

Schönen Abend noch, Werner
 
muemmel Am: 07.01.2014 23:43:09 Gelesen: 755072# 2762 @  
Guten Abend zu später Stunde,

unser Forummitglied diva stellte den folgenden Beleg zur Verfügung:



(Datenbank # 4657)

Fernbrief von Bernsdorf in der Oberlausitz nach Berlin vom 3.11.23 mit zwei Marken der 325 APa, dabei die untere mit dem primären Feldmerkmal PP 23 (PE 1). Porto und Einschreibgebühr betrug jeweils 1 Milliarde Mark.

Grüßle
Harald
 
juni-1848 Am: 08.01.2014 02:00:55 Gelesen: 755030# 2763 @  
@ muemmel [#2762]

Zu so später Stunde
erkenne ich oh Wunder
durch das Brillenrunde
die Dreien noch was runder!

Der Brief ist vom 8.11.23 - bitte ggf. noch in der Datenbank korrigieren.

Gute Nacht, Werner
 
juni-1848 Am: 08.01.2014 18:19:34 Gelesen: 754726# 2764 @  
Moin Zusammen,

heute einen mit Elsaß-KOS, den ich auch im Thema "Kreisobersegmentstempel auf Belegen" zeige [http://www.philaseiten.de/beitrag/78462]:



(Datenbank # 4510)

Aus der PP 2 (1.8.1916 bis 30.9.1918) stammt diese Germania-Ganzsache zu 7 1/2 Pfennig ab " HERLISHEIM \(OBERELS)\ 26.6.18 \*6-7N.* " (KOS) per Eilboten mit zufrankierter 25 Pf Germania nach Mülhausen (Elsaß).

Ankunftsstempel, Zensurstempel (Colmar) und der Stempel des Eilboten "4" befinden sich allesamt im Anschriftenfeld der Karte die beidseitig eng beschrieben ist.

Diese krummen Portostufen zu "1/2 Pfennig" sind immer gesucht.

Gruß Werner
 
inflamicha Am: 08.01.2014 21:42:22 Gelesen: 754649# 2765 @  
Guten Abend,

heute habe ich diesen eingeschriebenen Fernbrief von Aachen nach Osnabrück für Euch. Der Brief ist vom 12.10.1922 (PP 9) und mit 12 Exemplaren der 75 Pf. Germania = 9 Mark und einer Marke zu 1 Mark portogerecht frankiert (6 M. Porto + 4 M. Einschreibgebühr).



Bemerkenswert finde ich, dass die Germaniamarken vom Typ I (ausschließlich in Rollen ausgegeben), die doch so oft eine Firmenlochung haben, hier nichts dergleichen aufweisen. Dass es eine entsprechende Lochungsvorrichtung gegeben hat zeigt die 100 Pf. Bergarbeiter. Diese stammt ebenfalls von einer Markenrolle (Messertrennung oben und unten) und weist die Lochung "B B" für Barmer Bankverein auf.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 08.01.2014 21:50:38 Gelesen: 754644# 2766 @  
@ juni-1848 [#2763]

Moin Werner,

Du hast ja soooo recht. Anscheinend waren meine Brillengläser durch den Rotweindunst umnebelt. Ist nun in der Belege-Datenbank korrigiert.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 08.01.2014 23:07:36 Gelesen: 754625# 2767 @  
Guten Abend an die FreundInnen der Inflationsbelege,

erneut zu später Stunde hier ein eingeschriebener Ortsbrief aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923):



(Datenbank # 4632)

Gelaufen in Allenstein am 11.10.23 und frankiert mit 3 x 309 APa, 257 und 302. Porto 2 Millionen und 5 Millionen für die Einschreibgebühr.

Eingeschriebene Ortsbriefe findet man, wenn überhaupt, meist in großen Städten. Ein solcher, wie hier aus Allenstein dürfte schon eher zu der selteneren Sorte zählen.

Schöne Grüße
Harald
 
juni-1848 Am: 09.01.2014 17:51:07 Gelesen: 754167# 2768 @  
@ muemmel [#2767]

Du Schuft, elendiger - die 100-Tausender sind meine!!

@ muemmel [#2766]

Wer sein Hobby mit Rotweindunst beflügelt, kann wahrhaftig kein Schuft sein! Ich nehme den Schuft mit einem "Wohl bekomm's" im Hauche eigener Verdunstung zurück. ;-)

Und damit die - hicks - verbalen Entglei... hicks (verflixter Schluckauf) ...sungen nicht bildlos an Euch vorübergehen:



(Datenbank # 4508)

Aus der PP 2 (1.8.1916 bis 30.9.1918) eine weitere P110, Germania-Ganzsache zu 7 1/2 Pfennig, ab Dresden Altstadt vom 9.11.17
nach " Wüstegiersdorf \ 10.11.17.2-3 N \ * (Schles.) * " (Kleinschrift-Stempel) per Eilboten mit ZuF einer 25 Pf Germania. Karte beidseitig eng beschrieben.

Diese krummen Portostufen zu "1/2 Pfennig" mit Zusatzdiensten sind immer gesucht.

Feuchtfröhlichen Abend noch, Werner

Ach ja, siehe auch Thema "Kreisobersegmentstempel auf Belegen":

[http://www.philaseiten.de/beitrag/78531]
 
muemmel Am: 09.01.2014 20:32:39 Gelesen: 754069# 2769 @  
@ juni-1848 [#2768]

Nabend Werner,

von den 100-Tausendern haste doch mittlerweile so viele, dass die beiden keine große Lücke darstellen dürften. :-)

Aus der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) hier ein einfacher Fernbrief bis 20g:



(Datenbank # 4633)

Gelaufen am 2.10.23 von Saalfeld nach Lobenstein, allerdings ging es hier um Bier. Das Porto von 2 Millionen Mark wurde mit 40 Marken der 275a zusammengestellt.

Hübsche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 09.01.2014 21:27:56 Gelesen: 754047# 2770 @  
Guten Abend,

vom deutschen Generalkonsulat in Amsterdam kommt mein heutiger Beleg. Mit Kurierpost nach Berlin befördert, in der dortigen "Posthilfsstelle des Auswärtigen Amtes" frankiert und beim Postamt Berlin W 8 am 20.1.1923 aufgegeben.



Der Fernbrief nach Chemnitz kostete in der PP 12 50 Mark, mit 12mal 4 und einmal 2 Mark ist der Brief portogerecht frankiert.

Gruß Michael
 
Gernesammler Am: 10.01.2014 11:01:48 Gelesen: 753789# 2771 @  
Hallo Inflafreunde,

Beleg aus der Portoperiode 21 (20.10.1923 - 31.10.1923) im Fernverkehr (Ausland) von Berlin O 17 nach Dänemark/Kopenhagen, Porto für den Brief bis 20 Gramm, 30 Millionen Mark, somit portogerecht.

Gruß Rainer


 
inflamicha Am: 10.01.2014 21:29:11 Gelesen: 753473# 2772 @  
Guten Abend,

heute mal was Einfaches: EF Mi-Nr. 309 AWb auf Fernbrief von Visselhövede nach Rotenburg in Hannover vom 8.10.1923, Porto-Soll und -Ist 2 Millionen Märker.



Schönes Wochenende!

Gruß Michael
 

Das Thema hat 5497 Beiträge:
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