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Thema: Not- und Behelfsentwertungen im Inflationzeitraum bis 1923
Das Thema hat 78 Beiträge:
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Fillemille29 Am: 23.12.2013 16:56:40 Gelesen: 10190# 54 @  
Hallo,

hier nun was sehr schönes:



schönes Weihnachtsfest
Achim
 
erron Am: 23.12.2013 17:27:51 Gelesen: 10174# 55 @  
Einen habe ich auch noch.

Dienstbrief mit Strichentwertung, frankiert mit 215 Marken der Nr 83; gesamt 43 Milliarden Mark.

Leider fehlen 7 Milliarden, sonst wäre er portogerecht.



mfg

erron
 
JohannesM Am: 23.12.2013 18:44:05 Gelesen: 10156# 56 @  
@ erron [#55]

215 Marken? Ich sehe maximal 80, wenn ich die überklebten mitrechne.

Gruß Eckhard
 
erron Am: 23.12.2013 19:30:23 Gelesen: 10139# 57 @  
@ JohannesM [#56]

Es sind 215 Marken zu je 200 Millionen Mark (43 Milliarden Mark), 35 Marken an einem Bogenteil fehlen; ergibt somit 7 Milliarden Mark Fehlporto.



mfg

erron
 
Michael D Am: 25.12.2013 17:08:18 Gelesen: 10078# 58 @  
Hallo,

hier ein Wertbrief, bei dem die einzeln geklebten Marken mit einem Grobsendungsstempel entwertet wurden.

Korrekt frankiert mit 75 Mark: 35 Mark für einen Brief der 2. Gewichtsstufe + 20 Mark Einschreibe- + 20 Mark Versicherungsgebühr.



Gruß
Michael
 
Fillemille29 Am: 26.12.2013 12:59:11 Gelesen: 10037# 59 @  
an alle,

weil Weihnachten ist -hier einige Großbriefe mit Massenfrankaturen

1. Hamburg Portoperiode ab 24.8.1923 - Brief bis 1000g Sollporto 30 Tsd. Mark - Ist 29800 M leider 2 Marken abgefallen, das spielt keine Rolle



2. Bremen Portoperiode ab 12.11.1923 - Brief 4x500 Mio = 2 Mrd + 90 x 200 Mio = 18 Mrd, ges .= 20 Mrd



3. Auslandsbrief aus Berlin im Dez. 1923 Sollporto 300 Mrd M = 30 Pfg

Istporto 100 x 2 Mill
100 x 5 Mill
29 x 1 Mrd.
2 x 5 Mrd
1 x 2 Mrd = 41 700 000 000 = 41,7 Mrd = 4,17 Pfg
2 x 10 Pfg
1 x 5 Pfg
1 x 3 Pfg = 28,00 Pfg
Gesamt 32,17 Pfg überfrankiert mit 2,17 Pfg
 




 

Fillemille29 Am: 06.01.2014 11:17:25 Gelesen: 9927# 60 @  
Hallo,

weiterhin viel Spaß und alles Gute für 2014.

Anbei zwei besondere Päckchenstempel

Lübeck mit Sternen



Eddelak mit Absatzstempel



Tschüß
Achim
 
Fillemille29 Am: 07.03.2014 17:25:46 Gelesen: 9280# 61 @  
@ Fillemille29 [#60]

Wieder mal was extravagantes - Schiffspostbeleg vom Dampfer General - Schiffspost Nr14.


 
Fillemille29 Am: 09.03.2014 16:39:54 Gelesen: 9230# 62 @  
[#61]

Hier einige Ergänzungen zum Schiffspostbeleg Nr.14:

Während der Tätigkeit der Marine-Schiffspost Nr.14 auf dem Dampfer General wurden mehrere Päckchen- und Nebenstempel verwendet, meist zum Entwerten (sowohl deutsche als auch türkische) Marken

---"Dampfer General" (einzeilig Schreibschrift)
---"Dampfer General"(einzeilig, Grotesk versalien)
---"Kais.Marine/Schiffspost No.14 (zweizeilig)
---"Stern" (Kork-oer Holzstempel)

dann auch nur im Jahr 1917 für einige Zeit
siehe auch Link http://www.philaseiten.de/thema/4947

hier weitere Stempelabbildungen Dampfer General:


 
Germaniafan Am: 03.05.2014 18:05:07 Gelesen: 8777# 63 @  
Schönen guten Tag ins Forum,

hier ein leider etwas ramponierter Fernbrief bis 20g aus der Portoperiode 24 (12.11.23-19.11.23) von Bochum nach Enschede in Holland.



Frankiert wurde der Brief portorichtig mit 40 Marken der Mi.Nr.325 AW.

Schöne Grüße
Guido
 
muemmel Am: 03.05.2014 21:14:53 Gelesen: 8757# 64 @  
@ Germaniafan [#63]

Hallo Guido,

der Brief ist zwar etwas lädiert und einige Marken haben Zahnschmerzen. Aber das bleibt bei derartigen Vielfachverwendungen von Marken einfach nicht aus. Die Leute hatten ihre liebe Not, Briefmarken aufzubrauchen, bevor man sie nicht mehr zur Frankatur verwenden konnte.

Für Puristen sind solche Belege nicht sammelwürdig, aber sie spiegeln die Zustände der damaligen Zeit wider.

Wäre schön, wenn das Teil auch den Weg in die Belege-Datenbank findet. :-)

Schöne Grüße
Mümmel
 
Germaniafan Am: 03.05.2014 21:33:54 Gelesen: 8750# 65 @  
@ muemmel [#64]

Hallo Harald,

schon passiert, es müßte nur noch jemand der sich mit den Rosetten-Ausgaben auskennt freigeben. :-)

Schöne Grüße
Guido
 
Germaniafan Am: 10.05.2014 09:13:41 Gelesen: 8614# 66 @  
Guten Morgen ins Forum,

Hier noch eine um 5 Pfennig überfrankierte Warenprobe bis 500g vom 14.6.1919 von Erfurt nach Heilgersdorf.

Schöne Grüße
Guido


 
JoshSGD Am: 02.12.2014 11:55:12 Gelesen: 6958# 67 @  
Guten Tag,

um den Mitgliedern, welche nicht im Thread "Inflationsbelege" mitlesen, folgenden Beleg nicht vorzuenthalten, möchte ich vorstellen:

Fernbrief bis 20g von Offenbach nach Weinheim in Baden vom 15.11.1923 datierend. Portogerechte Frankatur mit 10 Milliarden Mark.

Sonderstempel Nr. 265 (nach Filbrandt) und gleichzeitiger Behelfsentwertung Offenbach.



Der Beleg ist auch bei den Inflaseiten unter # 7013 zu finden.

Gruß
Josh
 
Lars Boettger Am: 29.05.2016 11:01:02 Gelesen: 1126# 68 @  
@ JoshSGD [#67]

Ein Sammlerfreund hatte gestern ca. 250 Briefe aus dem Zeitraum von 1915 - 1940 im Angebot. Darunter auch dieser schöne Beleg (leider nur Vorderseite) einer Drucksache vom 28.8.1923, gestempelt in Berlin C2, nach Luxemburg. Frankatur waren damals "noch" 12.000 Mark.

Beste Grüsse!

Lars


 
2huhu Am: 05.06.2016 20:13:49 Gelesen: 924# 69 @  
Hallo,

von mir gibt es heute einen stummen Linienstempel aus Hamburg 3:



Inlandsbrief (101-250 g) vom 30.8.1923 (PP 16) portogerecht frankiert mit 30 Marken a 1.000 Mark (= 30.000 Mark).

Grüßle

Holger Reichert
 
inflamicha Am: 05.06.2016 20:18:56 Gelesen: 921# 70 @  
@ 2huhu [#69]

Hallo Holger,

attraktiver Brief- es handelt sich aber um keinen Notstempel, sondern um eine Strichentwertung mittels Pinsel oder eines ähnlichen Gerätes.

Gruß Michael
 
2huhu Am: 05.06.2016 21:56:24 Gelesen: 903# 71 @  
@70

Hallo Michael,

ich bin immer noch der Meinung, es handelt sich um einen Not-Stempel und keine Pinselstichentwertung. Die einzelnen Linien (Abschläge) weisen ein regelmäßiges Muster auf, d.h. die Linien sind erst dick, dann dünner, dann wieder dicker usw. (von links nach rechts gesehen). An einigen Stellen kann man auch erkennen, dass die Striche aus 2 dünnen Linien bestehen.

Womit wir bei der Frage wären: Wie kann man eine Pinselstrichenwertung von einem stummen Linienstempel unterscheiden??

Grüßle Holger
 
inflamicha Am: 05.06.2016 22:03:10 Gelesen: 900# 72 @  
@ 2huhu [#71]

Hallo Holger,

ein Stempel sieht in etwa immer gleich aus. Bei Deinem Beleg gleicht kein Strich dem anderen. Unterschiedliche Strichstärken (-breiten) und vor allem unterschiedliche Strichlängen weisen für mich auf eine Strichentwertung hin.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 06.06.2016 11:52:50 Gelesen: 865# 73 @  
@ inflamicha [#72]

Hallo Holger,

ich habe mir den Beleg heute noch einmal genauer angesehen. Die Strichentwertung wurde von einem Rechtshänder angebracht. Links angesetzt ist hier die Farbintensität am größten, nach rechts hin wird die Farbe blasser und die Striche werden etwas dünner.

Ein Rechtshänder war es natürlich nur, wenn der Brief beim Entwerten nicht auf dem Kopf stand- dann wäre es genau andersrum. ;-)

Als "Kompott" noch ein Brief mit wirklicher Notstempelentwertung:



Gruß Michael
 
2huhu Am: 07.06.2016 22:15:04 Gelesen: 805# 74 @  
Hallo,

ich möchte noch einmal auf meine Frage aus [#71] zurück kommen und diese erweitern.

Es gibt wohl Behelfsentwertungen, die mittels Pinsel(strich) ausgeführt worden sind. Daneben müsste es auch "Abschläge" geben, bei denen einer Gummileiste (Linienstempel) oder einer Gummirolle zur Markenentwertung verwendet worden ist.

Meine Frage wäre jetzt:

Anhand welcher Merkmale kann man eine Pinselstrichentwertung von Abschlägen von einer Gummileiste oder -rolle unterscheiden?

Besitzt jemand ein eindeutiges Beispiel?

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 14.06.2016 20:58:50 Gelesen: 682# 75 @  
Hallo,

irgendwie habe ich auf meine Fragen keine Antwort erhalten. Waren diese so schwierig oder abwägig? Oder ist diese Gebiet schlicht und einfach unerforscht? Wie dem auch sei, ich mach heute mal weiter mit einem Beleg mit einem Notstempel:



Ortsbrief (1-20 g) vom 07.11.1923 (22. Periode) innerhalb Barmen gelaufen und frankiert mit 25 Marken a 20 Millionen Mark (=500 Millionen Mark)

Grüßle
Holger Reichert
 
JoshSGD Am: 14.06.2016 22:01:15 Gelesen: 676# 76 @  
Hallo Holger,

auf deine Frage zur Pinselstrichentwertung hat Michael doch schon geantwortet. Genauso sehe ich es auch, ein Stempel oder eine Rolle hätte eine fast annähernd gleiche Länge und Breite. Es ist aber zu erkennen, das jeder Strich unterschiedliche Maße hat. Das ist nun wirklich einfach mit einem Pinsel und Farbe auszuprobieren, das Resultat wäre ähnlich oder annähernd gleich.

Es wird auch bald wieder ein neues Buch über Notstempel erscheinen, ist wohl aber noch in Arbeit.

Gruß
Josh
 
jmh67 Am: 15.06.2016 08:24:16 Gelesen: 657# 77 @  
@ JoshSGD [#76]

Bei Nr. 69 tippe ich auch auf eine Gummikante oder etwas ähnliches, das dazu noch verkantet aufgesetzt wurde. Deswegen die Variationen in der Strichbreite. Auch die "Wischer", besonders unten zu sehen, deuten auf eine Art Stempel hin. Pinselstriche sind meist irgendwo geschwungen, man sieht oft auch Spuren der Pinselhaare, die Breite nimmt üblicherweise vom Ansatz bis zum Ausstrich ab.

-jmh
 
2huhu Am: 16.06.2016 00:25:18 Gelesen: 626# 78 @  
@ JoshSGD [#76]

Da muss ich dir deutlich widersprechen. Der Abdruck einer Gummirolle oder Gummileiste hat eben nicht die gleiche Länge oder Breite. Eine Gummirolle kann die gleiche Breite haben, aber die Länge ist variabel (je nachdem wie lange der Postler mit dieser Rolle über die Sendung gefahren ist).

Eine Gummileiste (mit und ohne Nut) kann die gleiche Länge haben, muss sie aber auch nicht. Das ist davon abhängig, ob der Postler diese waagrecht (mit beiden Enden gleichzeitig) oder schräg (mit einem Ende zuerst) auf der Postsendung abschlägt. Bei meinem Beleg hat der Postler diese mit dem linken Ende zuerst aufgesetzt und dann nach rechts "abgerollt". Da eine Gummileiste nicht formstabil, sondern elastisch ist, kann es zu Verforumungen kommen, die für einen unterschiedlich breitem Abdruck sorgen.

@ jmh67 [#77]

Vielen Dank für den Beitrag. Wenigstens einer, der meine Theorie unterstützt. Ich habe mir schon überlegt, ob es sich bei der verwendeten Gummileiste um Scheibenwischerblätter von einem Auto handeln könnte. Der längste Abschlag ist immerhin 14,5 cm lang. Bei dem diagonalen Abschlag über dem Tagesstempel kann man erahnen, dass die Gummileiste eine Nut hatte.

Hier ein paar Beispiele für eine (Pinsel-)strichentwertung:




Grüßle
Holger Reichert
 

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