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Thema: Landpoststempel / Poststellenstempel
Das Thema hat 790 Beiträge:
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Marcel Am: 23.04.2013 12:49:56 Gelesen: 173118# 191 @  
Leibis



So dürfte der Ort und die Gegend heute nicht mehr aussehen.

Leibis war ein Dorf im heutigen Stauraum der Hauptsperre mit Verkehrsanbindungen nach Meura, Unterweißbach, Lichte und Deesbach. Es hatte 100 Einwohner und lag direkt am Fluss Lichte. Heute liegt Leibis ca. 90 m unter dem Wasserspiegel des Stausees der Talsperre Leibis-Lichte. Die meisten Bewohner wurden schon 1994 umgesiedelt, ein Einwohner wehrte sich allerdings bis Mitte 1999.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leibis



schöne Grüße
Marcel
 
Marcel Am: 23.04.2013 13:18:59 Gelesen: 173113# 192 @  
Ein weiterer Stempel ist aus Ursulapoppenricht - heute ein Ortsteil in der Gemeinde Hahnbach (Eingemeindung am 01.01.1972) unweit von Amberg.



schöne Grüße
Marcel
 
Marcel Am: 23.04.2013 13:29:59 Gelesen: 173106# 193 @  
Der Kreis Zeulenroda (Thüringen) bestand aus 49 Gemeinden u.a. auch Ranspach. Nach der Gemeindegebietsveränderung durch Umgliederung über die Kreisgrenzen kam Ranspach am 01.04.1992 in den Landkreis Plauen (Sachsen). Heute ist Ranspach ein Ortsteil der Stadt Pausa-Mühltroff im Vogtlandkreis in Sachsen.



schöne Grüße
Marcel
 
Marcel Am: 27.04.2013 19:42:37 Gelesen: 172652# 194 @  
Meuselbach-Schwarzmühle ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Die Gemeinde gliedert sich in zwei Ortsteile Meuselbach und Schwarzmühle.

Meuselbach liegt auf einer Hochfläche am Ostrand des Schwarzatales im Norden des Thüringer Schiefergebirges. Schwarzmühle (ein sehr kleiner Ort) liegt einen Kilometer nordwestlich von Meuselbach wo der Meuselbach in die Schwarza mündet.



Steinbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schleusegrund im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.



schöne Grüße
Marcel
 
juni-1848 Am: 22.06.2013 00:54:07 Gelesen: 169602# 195 @  
Endlich darf ich Euch mal wieder „mit Landpost beglücken“ - aus eigenem Bestand !

Das Kloster Sießen (im schwäbischen Oberland bei Saulgau in der Diözese Rottenburg-Stuttgart) liessen Dominikanerinnen um 1520 erbauen. Es wurde um 1720 im Barockstil renoviert und später im Zuge der Säkularisation (1803) aufgelöst, wonach die Besitzungen an den Fürsten von Thurn und Taxis fielen. Nach Gründung der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Sießen zur Erziehung von Mädchen und jungen Frauen im Jahre 1854 wurden die Gebäude ab etwa 1860 (bis heute) als Kloster der Franziskanerinnen genutzt, die dort ein Lehr- und Erziehungsinstitut gründeten (siehe die Bildseite einer Ansichtskarte von 1915).



Unter dem NS-Regime wurden bis 1938 die Nonnen vertrieben und das Kloster aufgelöst. 1940 wurde das Kloster zur Unterbringung von Auslandsdeutschen beschlagnahmt.

Nach dem Krieg bezogen die Franziskanerinnen wieder die alten Gebäude und führten den christlichen Erziehungsgedanken fort bis zur Schließung ihres Aufbaugymnasiums mit Internat (1990).

1. Aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg sind mir keine Landpoststempel von Sießen bekannt.

Etwa 50 bisher gesehene Karten und Briefe zeigen Poststempel aus dem nahen Saulgau.

2. Es soll einen Stempel mit Postleitgebietszahl "14" (ohne den Buchstaben "b" gegeben haben.

Gesehen habe ich den rot-violetten (?) Abschlag bisher nicht.

Wer kann ihn zeigen ?

...

3.a. Den abgebildeten Stempel " 14b \ Sießen \ über Saulgau (Württ)"
habe ich bisher von Mitte 1960 bis 11.02.1962 gesehen.

3.b. Ob die vorangestellte 4-stellige Postleitzahl „7969“ postalischen Ursprungs ist, wage ich zu bezweifeln.

Hierzu werfen wir einen Blick auf die Rückseite des Stempeldokuments zu 4.b.

4.a. Es müsste einen Nachfolger mit der Schreibweise "ss" statt "ß" geben, den ich bisher nicht dokumentieren konnte: " 14b \ Siessen \ über Saulgau (Württ)".

Wer kann ihn zeigen ?

4.b. Die Folgen der Postautomation:

Die Postleitgebietszahl "14b" samt Kreis wurde senkrecht abgschnitten und mittels Handstempel die neue vierstellige Postleitzahl vorangestellt:

" 7969", "{Aptierung} \ Siessen \ über Saulgau (Württ)" vom April 1962.

Der gleiche Abschlag " 7969" auf der Rückseite lässt einen nicht-postalischen, privaten Abschlag vermuten:



5. Zu guter letzt der neue Stempel nach der Gemeindereform (mir bekannt vom 20.10. bis 30.12.63):

" 7969 \ Sießen \ Gem. \ Haid"

6. Nach späteren Stempeln ab 1964 habe ich nicht gesucht - kann also den weiteren Werdegang dieser Poststelle nicht dokumentieren.

Parallel können wir die Umstellung der Postleitgebietszahl „14 b“ zur Postleitzahl „7968“ im Handwerbestempel von Saulgau verfolgen.

Bis zum nächsten „Landpost-Märchen“ wünsche ich Euch allen ein gediegenes Sammlerwochenend !
 
jahlert Am: 22.06.2013 11:49:13 Gelesen: 169538# 196 @  
@ juni-1848 [#195]

Moin,

ich nehme bei 3.b. postalischen Ursprung an.

Der Ortswerbestempel auf der 10 Pf.-Ganzsache ist aptiert. Im Postleitzahlenverzeichnis von 1961 sind "7969 Sießen/über Saulgau (Württ)" und "7968 Saulgau (Württ)" verzeichnet. Der vorschriftsmäßige Gummistempel war schon geliefert.

In meinem PLZ-Verzeichnis von 1978 steht dann: "Sießen, Kloster = 7968 Saulgau 1" und "Sießen im Wald Post Hörenhausen = 7959 Schwendi, Württ".

Schönes Wochenende

Jürgen Ahlert
 
westfale1953 Am: 25.06.2013 17:30:57 Gelesen: 169340# 197 @  
Hallo zusammen,

heute zeige ich eine Briefvorderseite mit Landpost-Stempel "17 OBERRIMSINGEN". Leider ist der Stempel sehr schwach abgeschlagen, so dass ich den Text in der Zeile darunter nicht entziffern kann.

Interessant an diesem Brief ist auch der violette Stempel "Gebühr bezahlt 24 Pfg." in der linken oberen Ecke. Wird vermutlich im Zusammenhang mit Landpoststellen-Stempeln nicht so häufig sein.

Oberrimsingen ist ein Ortsteil von Breisach und wurde am 1.1.1975 eingemeindet.



Bernhard
 
Pommes Am: 25.06.2013 18:28:24 Gelesen: 169326# 198 @  
@ westfale1953 [#197]

Hallo Bernhard,

Leider ist der Stempel sehr schwach abgeschlagen, so dass ich den Text in der Zeile darunter nicht entziffern kann.

Dort sollte "über Freiburg (Breisgau)" stehen.

Dein Stempel hat eine weitere Besonderheit, bei der Postleitzahl wurde ein "a" aptiert, weil das Leitgebiet 17a im April 1946 geteilt wurde und der Stempel hier im OPD-Bezirk Freiburg (französische Zone) liegt, also 17b.

Ein schönes Stück, trotz des dünnen Abschlags.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
rostigeschiene Am: 25.06.2013 20:37:36 Gelesen: 169305# 199 @  
Heute, beim Betrachten eines Stapels alter Ansichtskarten sind mir diese zwei in die Finger gekommen.

Halgehausen über Frankenberg (Eder) vom 31.5.61.



Heute ist Halgehausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Haina (Kloster) im Landkreis Waldeck-Frankenberg, und hat wenig mehr als 320 Einwohner.

Scharrel über Neustadt am Rbgb. vom 20.3.61



Heute ist Scharrel ein Stadtteil von Neustadt am Rübenberge mit etwas mehr als 600 Einwohner.

Werner
 
juni-1848 Am: 26.06.2013 18:29:58 Gelesen: 169191# 200 @  
@ jahlert [#196]

Jürgen,

Du könntest richtig liegen. Habe einen weiteren Beleg mit der zugestempelten neuen 4-stelligen Postleitzahl eines anderen Absenders gefunden.

Wahrscheinlich war es eine emsige Biene in der Landpoststelle.

Gruß, Werner
 
jahlert Am: 27.06.2013 13:13:18 Gelesen: 169117# 201 @  
@ juni-1848 [#200]

Mit einer solchen Kombination hatte Christoph das Thema Aptierte Stempel eröffnet, Werner.

Beste Grüße
Jürgen
 
Marcel Am: 31.10.2013 17:43:04 Gelesen: 162020# 202 @  
Hallo!

Hier ein Landpoststempel Hettingenbeuern über Buchen (Odenw.).

schöne Grüße
Marcel


 
westfale1953 Am: 14.02.2014 14:26:22 Gelesen: 157010# 203 @  
Hallo zusammen,

lange nichts Neues mehr in diesem Thread! Das möchte ich heute ändern:

DECKENBACH ist ein Ortsteil der Stadt Homberg (Ohm) im Vogelsbergkreis, Hessen. 1934 ca. 400 Einwohner.



LANGEWIESE über Winterberg (Westf.) ist heute ein Ortsteil von Winterberg im Hochsauerlandkreis mit ebenfalls ca. 400 Einwohnern



Vielleicht kommt ja auch von anderen Mitgliedern wieder etwas Neues.

Bernhard
 
Marcel Am: 14.02.2014 17:13:19 Gelesen: 156981# 204 @  
Hier ein neuer von mir:

Heinersdorf über Grünberg (Schlesien) vom 20.06.1934 - heutiger polnischer Name: „Jêdrzychów (Zielona Góra)“



schöne Grüße
Marcel
 
JohannesM Am: 14.02.2014 18:19:53 Gelesen: 156970# 205 @  
Ortspostkarten im Landzustellbereich sind auch nicht gerade häufig. Ab 1964 wurden in der DDR diese Spatelstempel nur noch im Innendienst verwendet. Da die Karte aber gar nicht zum Leitpostamt Halberstadt kam, wurde ausnahmsweise die Marke mit dem Landpoststempel Anderbeck(3) entwertet.

Vor 1945 war das nicht erlaubt, da sollte die Marke mit Federstrich entwertet und der Gummistempel daneben gesetzt werden. Allerdings wurde auch damals schon häufig dagegen verstoßen, ob das auch hier zu trifft weiß ich nicht, da ich die DDR-Dienstanweisung nicht habe.



Gruß Eckhard
 
jmh67 Am: 16.02.2014 07:54:21 Gelesen: 156904# 206 @  
Eckhard,

so wie Du es von vor 1945 beschrieben hast, sollte auch noch in der DDR mit Sendungen im Ortsverkehr einer solchen Poststelle verfahren werden. So stand es mal im Sammler-Express. Die Marken sollten handschriftlich entwertet und das Datum und der Gummistempel daneben gesetzt werden.

Mit dem Poststellenstempel entwertet wurden nur Marken auf Sammlerausweisen (da stand es drauf, daß es so gemacht werden sollte) und im "Innendienst", also auf Paketkarten und Telegrammformularen. Das sieht man in Kiloware, eine Vorschrift dazu ist mir aber nicht bekannt, da muß man mal die alten Postler fragen.

Jan-Martin
 
JohannesM Am: 16.02.2014 13:19:33 Gelesen: 156881# 207 @  
@ jmh67 [#206]

Es wird aber sicherlich eine Vorschrift gegeben haben, aber diese Sachen sind schwer zu finden. Hier noch ein Beleg, dass auch zu Reichszeiten gegen diese Vorschrift verstoßen wurde. Dieser Brief wurde nicht mal im Landpostbereich zugestellt, er datiert aber kurz vor Kriegsende, vielleicht ging da schon einiges d'runter und d'rüber.



Eckhard
 
volkimal Am: 17.02.2014 17:57:04 Gelesen: 156814# 208 @  
Hallo zusammen,

dieser Brief mit dem Poststellen-, dem Bahnpost- und dem Postleitzahlstempel hat mir schon immer gut gefallen. Er kommt von der Frau meines Onkels und ist an mwinen Onkel gerichtet, der damals als Soldat in Paris stationiert war.



Im Poststellenstempel heißt es "Reute über Friedrichshafen", dabei ist Reute (heute Bad Waldsee) allerdings ca. 165 km von Friedrichshafen entfernt. Aufgrund eines Artikels von Peter Griese im Heft der ArGe Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 ist mir jetzt endlich einiges klar geworden. Außerdem half ein Blick nach Wikipedia in den Artikel über die Bahnstrecke Ulm - Friedrichshafen (Südbahn). Dort heißt es:

"Nach der Wiederbelebung (1870) des 2 km östlich gelegenen Klosters Reute gewann der Bahnhof Durlesbach neue Bedeutung für die zahlreichen Besucher und Patienten des Klosters."

Die Post der Poststelle Reute wurde in Durlesbach der Bahnpost übergeben. Als Leitpostamt ist im Poststellenstempel die Stadt Friedrichshafen am Ende der Bahnstrecke angegeben. Hier noch ein zweiter Beleg mit dem Stempel:



Viele Grüße
Volkmar
 
TomWolf_de Am: 17.02.2014 19:06:50 Gelesen: 156800# 209 @  
@ volkimal [#208]

Hallo Volkmar,

ich glaube, es handelt sich hierbei um den kleinen Ort Reute, etwas südlich von Meckenbeuren. Das passt auch eher zum Leitpostamt Friedrichshafen. Später erhielt Reute dann auch die Postleitzahl 7991, also Landbereich von "7990 Friedrichshafen".

Gruß
Thomas
 
volkimal Am: 17.02.2014 19:25:49 Gelesen: 156791# 210 @  
@ TomWolf_de [#209]

Hallo Thomas,

danke für den Hinweis. Dieses Reute hatte ich übersehen. Aber Du hast recht - es passt bedeutend besser.

Viele Grüße
Volkmar
 
westfale1953 Am: 27.03.2014 15:55:03 Gelesen: 155164# 211 @  
Hallo zusammen,

habe mal wieder einige neue Stempel bekommen, diesmal aus Württemberg:

Zwerenberg / über Calw (302 Einwohner in 1933)



Lindlein / über Blaufelden (Württ) heute Ortsteil des Dorfes Schmalfelden, Einwohner unter 100 in 1933



Würzbach / über Calw (459 Einwohner in 1933)



Bernhard
 
DL8AAM Am: 20.04.2014 01:05:35 Gelesen: 154303# 212 @  
Passt wohl nicht ganz hier hinein, oder doch?

Trautheim über Darmstadt

Der "über"-Hinweis wurde in diesem Fall gleich in das Kundenklischee des Absenderfreistempels eingebaut.



AFS der "Mushakesche Verlagsanstalt-Franzmathes Verlag" aus Trautheim vom 21.01.1965 ("NIEDER RAMSTADT-TRAUTHEIM / 6101"). Damals war Trautheim noch ein Ortsteil von 6101 Nieder Ramstein bei Darmstadt, heute ist es ein Ortsteil der neuen Gemeinde Mühltal im Landkreis Darmstadt-Dieburg, Postleitzahl 64367.

Nun zu meiner Frage, kann es also sein, dass ein AFS bei einer "Post(hilf)stelle" o.ä. angesiedelt war? Wahrscheinlich ist das nur eine sehr dumme Frage, aber ich habe mich mit diesem Thema noch nicht näher beschäftigt - meine eigentlichen Themen sind etwas moderner. Solche altertümlichen Belege bekomme ich immer nur, wenn wieder irgendjemand irgendwo was entrümpelt ... und irgendwo wollte ich meinen Neufund gleich mal vorführen. ;-)

Trotzdem noch Frohe Ostern und Gruß
Thomas
 
rostigeschiene Am: 20.04.2014 08:59:53 Gelesen: 154270# 213 @  
@ DL8AAM [#212]

Der Hinweis "über" ist ein Teil der Absenderadresse und hat zu einer Poststelle keinen Bezug.

Frohe Ostern
Werner
 
reichswolf Am: 20.04.2014 12:53:07 Gelesen: 154238# 214 @  
@ DL8AAM [#212]

Da das Werbeklischee mehr oder weniger frei gestaltbar ist, kann es keine postalisch relevanten Informationen enthalten. Alles amtliche an den Absenderfreistempeln findet sich immer in den Kronen und Wertrahmen.

LG und frohe Ostern an Alle,
Christoph
 
LK Am: 20.04.2014 13:01:46 Gelesen: 154234# 215 @  
Hallo,

hier einer aus Niedersachsen.

Betzendorf über Lüneburg, Einwohner 1939 beachtliche 301.



Gruß

LK
 

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