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Thema: Fiskalphilatelie: Stempelpapier mit Gebührenstempel / Gebührenwertstempel
Das Thema hat 71 Beiträge:
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Sachsendreier53 Am: 28.01.2013 12:21:27 Gelesen: 20412# 22 @  
Noch ein Stempelpapier mit Werteindruck 1/2 Thaler = 15 Groschen.

Cassiert wurde der Stempel in der Burghurdschen Hypothekensache zu Geisleden,
am Gericht zu Heiligenstadt, den 28.8.1837.

Wasserzeichen: NITSCHE 1836



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 30.01.2013 15:11:16 Gelesen: 20373# 23 @  
Eine Beglaubigung auf Stempelpapier mit Werteindruck Acht Gute Groschen.

Unten beigedrückt das Siegel der Barfüßerkirche zu Erfurt, unterzeichnet vom Pfarrer Nicolaus Christoph Andreas Frobanius, am 26. April 1822.

Wasserzeichen: H.St.M.F.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Mondorff Am: 30.01.2013 16:22:29 Gelesen: 20363# 24 @  
Könnte man diesen Paketkarten-Stammabschnitt, mit Eindruck eines Frachtbriefstempels, auch zu den Stempelpapieren zählen?



Das Formular stammt aus der (nach der deutschen Besetzung) nur kurzzeitig noch bestehenden Luxemburger Postverwaltung; sie ist deshalb nur mit Deutscher Beschriftung zu finden.

Schönen Gruß
DiDi
 
BD Am: 30.01.2013 18:16:03 Gelesen: 20344# 25 @  
@ Mondorff [#24]

Hallo DiDi,

eine schwierige Frage.

Hätte spontan nein gesagt, wenn ich mich vor Jahren nicht über österreichische Paketkarten gewundert hätte. Diese unterlagen ab 1863 einer Stempelgebühr. Somit sind sie eigentlich Stempelpapiere und keine Ganzsachen. Bei Ganzsachen muß der Eindruck mit der postalischen Beförderung zusammenhängen. Wenn der Stempel auf deiner Paketkarte nicht mit der postalischen Beförderung zusammenhängt und kein Teil des Portos ist, sondern zumindest teilweise eine Steuer darstellt (ein kleiner Teil in Österreich war die Formulargebühr), ist die Einordnung als Stempelpapier richtig. Verrückt, aber ich sehe es so.

Beste grüße Bernd


 
zockerpeppi Am: 03.02.2013 16:41:15 Gelesen: 20262# 26 @  


Ein Brief von 1836 aus Belgien nach Luxemburg an die Handschuhfabrik Lippmann père et fils. Der Text bezieht sich wahrscheinlich auf zwei Wechsel (800+73,09) und ein Zahlungsversprechen von einem Herrn Levy das dieser nun beanstandet. Levy war wohl der Schwiegervater von Lippmanns‘ Sohn Isai. Der Absender erteilt Lippmann Vater die Ermächtigung bei Levy vorstellig zu werden und die geschuldete Summe einzutreiben.

Dies ist wohl nicht erfolgt den am 21 November wurde eine Hypothek aufgenommen und die Gebühr von Florin (Gulden) 1.10 die Taxe von 35% inbegriffen eingezahlt, so lautet die Notiz des Beamten.

Die Fiskalstempel sind zu der Zeit noch in niederländischer Sprache so wie auch unsere Gesetze. Dies änderte sich erst ab 1839. Ich besitze noch ein späteres Dokument wo die Fiskalstempel in französischer Sprache verfasst sind.



Stempel 1. Koningryk der Nederlanden – Buiten gewoonte Zegelen (oder so ähnlich)
Stempel 2. Formaat – Zegel 15c. Luxemburg

schöne Grüße
Lulu
 
Sachsendreier53 Am: 07.02.2013 10:35:32 Gelesen: 20147# 27 @  
Stempelpapier - Werteindruck Acht Gute Groschen



Eine kirchlich, bestätigte Bescheinigung über Auskunft des Nachlasses von Johann Heinrich Ruppert aus Sömmerda. Das Pfarramt Tunzenhausen beglaubigt am 7. Mai 1824, dass sein Sohn Frantz alleiniger Erbe ist.



Aufgedrückt das Papiersiegel der Kirche durch Pfarrer Johann Ernst Specht.

Wasserzeichen: H St MF

mit Sammlergruß,
Claus
 
Mondorff Am: 10.02.2013 13:38:11 Gelesen: 20068# 28 @  
Zu [#24]

"Die Entrichtung der Frachtsteuer konnte entweder durch Benutzung von Begleitadressen mit dem bereits eingedruckten Stempel zu 10 c bzw. 20 c. erfolgen oder durch Verkleben der Steuermarke. Beide waren am Postschalter erhältlich, mussten jedoch von den Postanstalten bei den Enregistrierungs- Einnehmern gekauft werden."

Das ist es, was ich nach Durchsicht einiger Veröffentlichungen, finden konnte.

Schönen Gruß
DiDi
 
Sachsendreier53 Am: 11.02.2013 15:38:52 Gelesen: 20019# 29 @  
Herzogl. Braunschweigisches-Lüneburger Stempelpapier, beschrieben in Walkenried (Niedersachsen), links der Herzogl. Kontrollstempel, mittig der Taxe-Stempel über Zwölf-Gute-Groschen, links noch ein ovaler Papierstempel über 2 Gute-Groschen.



Der Text beschreibt eine Nachlasssache vom 24.Juli 1835, zugunsten der Friederike Wiedekind aus Zorge.

Das Papiersiegel mit springenden Niedersachsenross und Siegelschnur, ist beglaubigt vom herzoglichen Gerichtsactuar Beckmann in Walkenried.



mit Sammlergruß,
Claus
 
BD Am: 11.02.2013 21:19:40 Gelesen: 19990# 30 @  
@ Mondorff [#28]

Hallo DiDi,

genau wie ich dachte, die Paketkarte [#24] ist vom Prinzip her ein fiscalisches Stempelpapier, auf dem die Beförderungsgebühr auffrankiert wurde. Aber ein Sammler von Fiscalpapieren wird sie wohl nicht sammeln, ich habe in Büchern zu Stempelpapieren noch nie etwas zu Paketkarten gelesen. Es ist aber ein sehr interessantes Stück, nun müssen wir nur eine Paketkarte mit Steuermarke finden. Danke fürs Zeigen.

Beste Grüße Bernd
 
Sachsendreier53 Am: 14.02.2013 15:53:47 Gelesen: 19932# 31 @  
Stempelpapier aus Preussen



Wasserzeichen: Heraldischer Adler mit Reichsapfel und Zepter ; HALLE

mit Sammlergruß,
Claus
 
hajo22 Am: 14.02.2013 16:07:26 Gelesen: 19930# 32 @  
@ Mondorff [#24]

Hallo Mondorff,

ein toller Beleg. Gibt`s da einen Druckvermerk auf der Rückseite? Auf der Vorderseite ist nichts zu sehen. Leider.

Ich besitze noch einen ganzen Schwung Paketkartenstammteile aus Luxemburg 1943/44, alle mit Hitler frankiert. Vielleicht finde ich was für Ihre Heimatsammlung.
 
Manne Am: 15.02.2013 10:59:32 Gelesen: 19904# 33 @  
Hallo zusammen,

hier ein Brief von 1794 aus Imgenbroich, dürfte auch zum Thema passen.

Gruß
Manne




 
BD Am: 15.02.2013 12:13:44 Gelesen: 19894# 34 @  
@ Sachsendreier53 [#31]

Wunderbar, Preußen verwendete wohl meist 2 Stempel?

@ Manne [#33]

Phantastisch! Nicht aus dem Jahr 1794, es wird nur eine Eintragung aus dem Taufenbuch? aus dem Jahr wiedergegeben. Der Beleg stammt aus 1816, zumindest lese ich das geschriebene Datum so, deshalb der Stempel des Generalgouvernement des Niederrheins. Das gab es nur 1814-1816. Geldbetrag in centimen! Leider ist Wikipedia etwas unverständlich, sollte es nur in der kurzen Zeit in 1814 das Generalgouvernement des Niederrheins gegeben haben?

http://de.wikipedia.org/wiki/Generalgouvernement_Niederrhein

Ein Heimatbeleg aller erster Güte.

Beste Grüße Bernd
 
Sachsendreier53 Am: 15.02.2013 14:00:59 Gelesen: 19880# 35 @  
@ BD [#34]

Für die einfachen Abrechnungsbelege (Stempelpapier-Preussen, Sechs Gute Groschen usw.) wurde fast immer nur ein Stempel ins Papier gedrückt. Zur Abschrift aus dem Taufbuches von 1794: Am 17.Dez.1816 beglaubigt der Bürgermeister aus Imgenbroich (bei Aachen) die Abschrift mit seinem Siegel und Unterschrift. Ein zweites Mal bekam das Dokument vom Land-Rat, dem Bürgermeister von Monchau, am 17. Dez. 1816 eine Beglaubigung per Stempel und Unterschrift (Böchning(?)).

mit Sammlergruß,
Claus
 
BD Am: 15.02.2013 15:22:46 Gelesen: 19864# 36 @  
Hallo Claus,

danke für dein Erläutern - Super.

Interessant, hier wird von einem Kontrollstempel geschrieben:

http://www.ebay.de/itm/200891346707?ssPageName=STRK:MEBIDX:IT&_trksid=p3984.m1431.l2648

Wie auf deinem Dokument Sachsendreier53 [#31]

Neben dem Kontrollstempel steht eine 6, sollte das der Hinweis für den späteren Gebührenstempel sein? Wer kontrollierte was?

Beste grüße Bernd
 
Cantus Am: 15.02.2013 17:00:14 Gelesen: 19844# 37 @  
@ BD [#25]

Hallo Bernd,

das, was du da zeigst, ist dennoch eine Ganzsache; sie trägt die Katalognummer Schneiderbauer 241.

Die Definition der Ganzsache ist auch nicht ganz korrekt. Eine Ganzsache zeichnet sich nicht durch die postalische Beförderung aus, sondern durch die Möglichkeit zur postalischen Verwendung zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Gültigkeit der jeweiligen Ganzsache. Schau mal hier hinein, da findest du die allgemeingültige Definition einer Ganzsache, wie sie die drei großen Ganzsachensammlervereine in Deutschland, der Michel-Katalog oder auch z.B. Ebay vertreten:

http://www.mgsv.de/definition.htm

Ich denke, wir sollten bei dieser "amtlichen" Definition bleiben. Unabhängig davon ist jede gebrauchte Postbegleitadresse aber selbstverständlich auch von der Post befördert worden, wie hätte sie denn sonst zum Beispiel von Österreich in die Türkei gelangen sollen?

Diese Art der Postbegleitadresse ist im Übrigen ein recht häufiges Exemplar, wenn der Postweg von Österreich in die Türkei ging; ebenfalls recht häufig waren Sendungen in die Schweiz. Andere Destinationen, wie z.B. Deutschland, Belgien, Dänemark, Schweden, Russland, Rumänien, Bulgarien oder auch Italien waren damals schon erheblich seltener.

Nichts für ungut, aber Fracht- und Paketpost in Österreich ist eines meiner Spezialgebiete. Es gibt auch spezielle Fachliteratur dazu; die wesentlichen Nachschlagewerke werde ich unter einer gesonderten Überschrift vorstellen.

Viele Grüße
Ingo
 
Sachsendreier53 Am: 15.02.2013 17:05:05 Gelesen: 19842# 38 @  
@ BD [#36]

Hallo Bernd,

die Zahl 6 neben dem Kontrollstempel FRW, erklärt nur die Seitenzahl des Vorgangs. Fast alle dargestellten Papiere kann man bei mir erwerben.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Manne Am: 15.02.2013 17:06:03 Gelesen: 19841# 39 @  
@ BD [#34]

Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Ausführungen, wieder mal etwas gelernt.

Gruß
Manne
 
Sachsendreier53 Am: 18.02.2013 13:12:37 Gelesen: 19671# 40 @  
Stempelpapier mit Werteindruck Ein Halber Thaler = 15 Groschen

Darunter in das Papier gedrückt, der Reichskontroll-Stempel. Er stellt eine sitzende Siegelgöttin dar.

Der Totenschein des Andreas Wilhelm Hesse aus Nordhausen, wurde am 11.1.1861 vom Pastor Silkrodt ausgestellt.

Das Dokument trägt das Papiersiegel der St.-Blasii-Kirche Nordhausen.



Wasserzeichen: ...ART 1860

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 20.02.2013 11:28:35 Gelesen: 19629# 41 @  
Cassiertes Stempelpapier über ZWEI THALER

Unter dem Werteindruck der farblose, geprägte Reichskontroll-Stempel mit sitzender Siegelgöttin.



Wasserzeichen: 1847 ADVorster & Sohn

mit Sammlergruß,
Claus
 
Victoria8749 Am: 14.02.2014 23:06:15 Gelesen: 16856# 42 @  
Hallo, liebe Sammlerfreunde!

Ein Freund bat mich um Rat, beim bestimmen dieser Stempel. Ich habe alles versucht, komme aber nicht weiter, außer das solche Wappenzeichnungen
in Bayern 1821 verwendet wurden, da ich weiß, das hier Spezialisten sind, bitte ich um Hilfe.

Schon mal DANKE sage!

Viele Grüße Volker




 
bayern klassisch Am: 14.02.2014 23:52:00 Gelesen: 16833# 43 @  
@ Victoria8749 [#42]

Die ersten beiden waren Werteindrucke auf bayerischem Stempelpapier.

Das letzte stammt aus Preußen.

Die jeweiligen Nominalen waren notwendig, um die unterschiedlichen Kosten von Verwaltungsleistungen zu quittieren.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Victoria8749 Am: 15.02.2014 00:00:44 Gelesen: 16830# 44 @  
@ bayern klassisch [#43]

Hallo bayern klassisch,

das ging ja blitzschnell, danke für Deine Ausführungen!

Viele Grüße Volker
 
zockerpeppi Am: 19.02.2014 22:20:33 Gelesen: 16636# 45 @  
Ich brauche etwas Abwechslung und habe mich dem Unternehmen Villeroy & Boch zugewandt, ein weiterer Meilenstein in Luxemburgs Wirtschaftsgeschichte. Hier eine Rechnung (Scan der ersten Seite) aus dem Jahre 1906 aus dem V&B Fabrik-Lager in Wien, Porzellangasse 45. Der Nettobetrag der Rechnung belief sich auf 239,50 Kronen.

Die Stempel Marke ist aufgedruckt: K.K Oesterreichische Stempel-Marke Heller 10 1898.



Habe ich so noch nie gesehen.



Habe ich in Serbien gekauft. Die Post hat 6 Wochen für die Zustellung gebraucht

Phila-Gruß
Lulu
 
Sachsendreier53 Am: 25.02.2014 09:15:53 Gelesen: 16543# 46 @  
Schöne, verschiedene Stempelanordnung auf cassierten Stempelbogen vom 2. August 1813 über 2 Franken und 30 Centimen.

Ein Dokument aus den letzten Tagen des Königreiches Westfalen. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig (1813) löste es sich auf.



mit Sammlergruß,
Claus
 

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