Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Fiskalphilatelie: Stempelpapier mit Gebührenstempel/Gebührenwertstemp.
Das Thema hat 58 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2   3  oder alle Beiträge zeigen
 
BD Am: 15.02.2013 12:13:44 Gelesen: 14142# 34 @  
@ Sachsendreier53 [#31]

Wunderbar, Preußen verwendete wohl meist 2 Stempel?

@ Manne [#33]

Phantastisch! Nicht aus dem Jahr 1794, es wird nur eine Eintragung aus dem Taufenbuch? aus dem Jahr wiedergegeben. Der Beleg stammt aus 1816, zumindest lese ich das geschriebene Datum so, deshalb der Stempel des Generalgouvernement des Niederrheins. Das gab es nur 1814-1816. Geldbetrag in centimen! Leider ist Wikipedia etwas unverständlich, sollte es nur in der kurzen Zeit in 1814 das Generalgouvernement des Niederrheins gegeben haben?

http://de.wikipedia.org/wiki/Generalgouvernement_Niederrhein

Ein Heimatbeleg aller erster Güte.

Beste Grüße Bernd
 
Sachsendreier53 Am: 15.02.2013 14:00:59 Gelesen: 14128# 35 @  
@ BD [#34]

Für die einfachen Abrechnungsbelege (Stempelpapier-Preussen, Sechs Gute Groschen usw.) wurde fast immer nur ein Stempel ins Papier gedrückt. Zur Abschrift aus dem Taufbuches von 1794: Am 17.Dez.1816 beglaubigt der Bürgermeister aus Imgenbroich (bei Aachen) die Abschrift mit seinem Siegel und Unterschrift. Ein zweites Mal bekam das Dokument vom Land-Rat, dem Bürgermeister von Monchau, am 17. Dez. 1816 eine Beglaubigung per Stempel und Unterschrift (Böchning(?)).

mit Sammlergruß,
Claus
 
BD Am: 15.02.2013 15:22:46 Gelesen: 14112# 36 @  
Hallo Claus,

danke für dein Erläutern - Super.

Interessant, hier wird von einem Kontrollstempel geschrieben:

http://www.ebay.de/itm/200891346707?ssPageName=STRK:MEBIDX:IT&_trksid=p3984.m1431.l2648

Wie auf deinem Dokument Sachsendreier53 [#31]

Neben dem Kontrollstempel steht eine 6, sollte das der Hinweis für den späteren Gebührenstempel sein? Wer kontrollierte was?

Beste grüße Bernd
 
Cantus Am: 15.02.2013 17:00:14 Gelesen: 14092# 37 @  
@ BD [#25]

Hallo Bernd,

das, was du da zeigst, ist dennoch eine Ganzsache; sie trägt die Katalognummer Schneiderbauer 241.

Die Definition der Ganzsache ist auch nicht ganz korrekt. Eine Ganzsache zeichnet sich nicht durch die postalische Beförderung aus, sondern durch die Möglichkeit zur postalischen Verwendung zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Gültigkeit der jeweiligen Ganzsache. Schau mal hier hinein, da findest du die allgemeingültige Definition einer Ganzsache, wie sie die drei großen Ganzsachensammlervereine in Deutschland, der Michel-Katalog oder auch z.B. Ebay vertreten:

http://www.mgsv.de/definition.htm

Ich denke, wir sollten bei dieser "amtlichen" Definition bleiben. Unabhängig davon ist jede gebrauchte Postbegleitadresse aber selbstverständlich auch von der Post befördert worden, wie hätte sie denn sonst zum Beispiel von Österreich in die Türkei gelangen sollen?

Diese Art der Postbegleitadresse ist im Übrigen ein recht häufiges Exemplar, wenn der Postweg von Österreich in die Türkei ging; ebenfalls recht häufig waren Sendungen in die Schweiz. Andere Destinationen, wie z.B. Deutschland, Belgien, Dänemark, Schweden, Russland, Rumänien, Bulgarien oder auch Italien waren damals schon erheblich seltener.

Nichts für ungut, aber Fracht- und Paketpost in Österreich ist eines meiner Spezialgebiete. Es gibt auch spezielle Fachliteratur dazu; die wesentlichen Nachschlagewerke werde ich unter einer gesonderten Überschrift vorstellen.

Viele Grüße
Ingo
 
Sachsendreier53 Am: 15.02.2013 17:05:05 Gelesen: 14090# 38 @  
@ BD [#36]

Hallo Bernd,

die Zahl 6 neben dem Kontrollstempel FRW, erklärt nur die Seitenzahl des Vorgangs. Fast alle dargestellten Papiere kann man bei mir erwerben.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Manne Am: 15.02.2013 17:06:03 Gelesen: 14089# 39 @  
@ BD [#34]

Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Ausführungen, wieder mal etwas gelernt.

Gruß
Manne
 
Sachsendreier53 Am: 18.02.2013 13:12:37 Gelesen: 13919# 40 @  
Stempelpapier mit Werteindruck Ein Halber Thaler = 15 Groschen

Darunter in das Papier gedrückt, der Reichskontroll-Stempel. Er stellt eine sitzende Siegelgöttin dar.

Der Totenschein des Andreas Wilhelm Hesse aus Nordhausen, wurde am 11.1.1861 vom Pastor Silkrodt ausgestellt.

Das Dokument trägt das Papiersiegel der St.-Blasii-Kirche Nordhausen.



Wasserzeichen: ...ART 1860

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 20.02.2013 11:28:35 Gelesen: 13877# 41 @  
Cassiertes Stempelpapier über ZWEI THALER

Unter dem Werteindruck der farblose, geprägte Reichskontroll-Stempel mit sitzender Siegelgöttin.



Wasserzeichen: 1847 ADVorster & Sohn

mit Sammlergruß,
Claus
 
Victoria8749 Am: 14.02.2014 23:06:15 Gelesen: 11104# 42 @  
Hallo, liebe Sammlerfreunde!

Ein Freund bat mich um Rat, beim bestimmen dieser Stempel. Ich habe alles versucht, komme aber nicht weiter, außer das solche Wappenzeichnungen
in Bayern 1821 verwendet wurden, da ich weiß, das hier Spezialisten sind, bitte ich um Hilfe.

Schon mal DANKE sage!

Viele Grüße Volker




 
bayern klassisch Am: 14.02.2014 23:52:00 Gelesen: 11081# 43 @  
@ Victoria8749 [#42]

Die ersten beiden waren Werteindrucke auf bayerischem Stempelpapier.

Das letzte stammt aus Preußen.

Die jeweiligen Nominalen waren notwendig, um die unterschiedlichen Kosten von Verwaltungsleistungen zu quittieren.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Victoria8749 Am: 15.02.2014 00:00:44 Gelesen: 11078# 44 @  
@ bayern klassisch [#43]

Hallo bayern klassisch,

das ging ja blitzschnell, danke für Deine Ausführungen!

Viele Grüße Volker
 
zockerpeppi Am: 19.02.2014 22:20:33 Gelesen: 10884# 45 @  
Ich brauche etwas Abwechslung und habe mich dem Unternehmen Villeroy & Boch zugewandt, ein weiterer Meilenstein in Luxemburgs Wirtschaftsgeschichte. Hier eine Rechnung (Scan der ersten Seite) aus dem Jahre 1906 aus dem V&B Fabrik-Lager in Wien, Porzellangasse 45. Der Nettobetrag der Rechnung belief sich auf 239,50 Kronen.

Die Stempel Marke ist aufgedruckt: K.K Oesterreichische Stempel-Marke Heller 10 1898.



Habe ich so noch nie gesehen.



Habe ich in Serbien gekauft. Die Post hat 6 Wochen für die Zustellung gebraucht

Phila-Gruß
Lulu
 
Sachsendreier53 Am: 25.02.2014 09:15:53 Gelesen: 10791# 46 @  
Schöne, verschiedene Stempelanordnung auf cassierten Stempelbogen vom 2. August 1813 über 2 Franken und 30 Centimen.

Ein Dokument aus den letzten Tagen des Königreiches Westfalen. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig (1813) löste es sich auf.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 20.03.2014 14:50:04 Gelesen: 10633# 47 @  


Stempelpapier über 2 GUTE GROSCHEN mit eingedrückten Kontrollstempel des Königreich Hannover.



Abschrift aus dem Kirchenbuch von Weißenborn. Die beglaubigte Abschrift beurkundet die Geburt und Taufe eines unehelichen Kindes.

Das Dokument ist gesiegelt und unterschrieben vom Pastor Stephan der Parochie Bischhausen, am 11.1.1840.



Wasserzeichen: GD

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 18.07.2014 11:28:53 Gelesen: 9667# 48 @  
Stempelpapier 1/2 Thaler = 15 Groschen mit darunter eingeprägten Reichskontroll- Stempel Krone von 1830.



Das Dokument, eine Abschrift aus dem Kirchenbuch von Hohengandern (Eichsfeld) dokumentiert das Ableben der Einwohnerin Susanna Bauermeister am 6.1.1830.



Beglaubigt und gesiegelt ist das Stempelpapier vom Pfarrer der Parochie Hohengandern, Conrad Zehrt.

Info Generalogie C.Zehrt :http://de.wikipedia.org/wiki/Conrad_Zehrt

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 20.08.2014 16:03:13 Gelesen: 9366# 49 @  
Stempelbogen aus Cassel (Kurhessen) aus dem Jahr 1854 in der Klasse 1 über 2 Silbergroschen.



Beschrieben ist das Stempelpapier vom Pfarrer Ebert mit übernommenen Text aus dem Totenbuch der evangelischen, reformierten Gemeinde Unterneustadt in Cassel. Beglaubigt wird das Ableben der Friederike Dorothea Grönger aus Oberkaufungen im Jahr 1853.



Papiersiegel der Kirche Unterneustadt

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 26.08.2014 09:35:49 Gelesen: 9259# 50 @  
Stempelpapier mit Stempel-Taxe über 2 GUTE GROSCHEN des Königreich Hannover aus dem Jahr 1838.



farbloser Kontrollstempel des Königreich Hannover



Das Dokument beschreibt die Löschung einer Hypothek über 200 Thaler. Die Einwilligung zur Löschung gibt der geheime Justitzrat Mitscherlich aus Göttingen an.

Beglaubigt und gesiegelt wird das Schreiben vom Königlichen Universitätsgericht Göttingen am 6.12.1838.

Wasserzeichen im Papier: ein springendes Pferd

Info Justitzrat http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Wilhelm_Mitscherlich

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 29.08.2014 09:42:37 Gelesen: 9157# 51 @  
Stempelpapier mit Stempel-Taxe über 4 GROSCHEN des Königreich Hannover von 1865



neuer Kontrollstempel von 1865, beide Stempel mit Federzugentwertung



Kassierter Stempelbogen aus Wennigsen (Deister) vom 6.2.1865

Wasserzeichen: ein springendes Pferd

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 07.01.2015 08:38:16 Gelesen: 8058# 52 @  
Stempelpapier aus Sömmerda vom 27.3.1877 mit Werteindruck EINE UND EINE HALBE MARK.

Darunter im Papier ist der farblose Reichskontroll - Stempel eingedrückt.

Wasserzeichen: 1874 EBART 1874



Beurkundete Bescheinigung des Magistrats Sömmerda für August Sänger, wohnhaft in Sömmerda. Sänger bekam eine neue Hausnummer und eine Registratur in die Feuersozietät.



Unterschrieben und gesiegelt ist das Dokument vom Magistrat der Stadt Sömmerda, Martini.

Generalogie Martini:http://www.soemmerda.de/die-stadt/geschichte/bedeutende-persoenlichkeiten/hermann-martini.html

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 20.04.2015 13:48:07 Gelesen: 7182# 53 @  
Stempelpapier / Vollmacht mit Wertstempel 40 Pfennig aus dem Reichsland Elsass-Lothringen, darunter der farblos, geprägte Kontrollstempel mit Wappen.



In der Vollmacht vom 14.10.1887 geht es um den Verkauf eines Grundstückes, welches dem Straßburger Ehepaar Marschall gehört.

Der Notar Dr. Anton Keller aus Straßburg beglaubigte das Dokument und kassierte eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 5 Mark.



Rückseitig, registriert wurde der Vorgang im Band 791 im Grundbuch Straßburg am 15.10.1887 (Gebühr = 1,60 Mark).

Wasserzeichen: 1885, stilisierter Reichsadler im Kreis

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 29.07.2015 14:22:55 Gelesen: 5971# 54 @  
Stempelpapier / Kaufbrief von 1793, ausgestellt für den Handelsmann Carl Riedmüller aus Heiligenstadt. Das Kaufobjekt war ein Berg, den Riedmüller meistbietend für 44 Reichsthaler gekauft und bezahlt hat.



Am 31.Juli 1793 wurde der Kaufvertrag durch den Stadtschreiber H.F.Mecke geschlossen. Die 44 Reichsthaler bezahlte Riedmüller am 27.September 1793.



Steuerstempel Klasse B 15 Kreutzer

Wasserzeichen im Dokumentenpapier:



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 01.02.2016 14:40:16 Gelesen: 3121# 55 @  
Sächsisches Stempelpapier / Brief und Klageschrift zwischen zwei Personen aus dem Jahr 1829, an den sächsischen König Anton von Sachsen. Die Ausfertigung der Klageschrift ist am 15.5.1829 vom Bürgermeister der Stadt Zittau Johann Traugott Weise unterzeichnet.





Steuerstempel ZWEY GROSCHEN Klasse B und der Königlich Sächsische Steuerstempel OBERLAUSITZ : STEMPEL



Das Briefsiegel aus Papier trägt das Stadtwappen von Zittau; secretum civitatis zittaviae, wörtlich = das Geheimnis der Bürger Zittaus.

Das Sekretsiegel war im Spätmittelalter das kleine Siegel und wurde für Alltagsgeschäfte (nicht so wichtige Angelegenheiten) verwendet.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 26.05.2016 14:06:52 Gelesen: 772# 56 @  
Stempelbogen / Quittung, zu einer Catastereintragung vom 24. Mai 1816, Cassierte Stempel: 1 FRANKEN, 30 CENTIMEN. Mittig der Kontrollstempel: KOENIGL.PREUSSISCHER STEMPEL



Text: Cassierter Stempel - Zu dem Kaufkontrakt für den Ackermann Franz Wiegel zu Freienhagen

Freienhagen im Eichsfeld gehörte ab 1815 zur preussischen Provinz Sachsen.

Wasserzeichen im Büttenpapier: DOELLE

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 09.06.2016 14:05:16 Gelesen: 467# 57 @  
Gerichtsnotizen zu einem Kaufcontract auf Stempelbogen aus Nordhausen vom 30.10.1821.

Das Papier trägt die Wertstempel ZWEY GUTE GROSCHEN und einen kleinen runden Stempel VI. PFENN: (6 Pfennig)



Wasserzeichen: H ST M F EBART

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 21.06.2016 10:15:50 Gelesen: 161# 58 @  
Stempelpapier des GROSHERZOGTHUM HESSEN von 1876/77 zu 60 und 20 Pfennig.

3-seitige Ausfertigung einer Schuld- und Pfandverschreibung in Höhe von 1.500 Mark, gefertigt vom GROSS.HESS.NOTAR HEINRICH GASSNER in MAINZ am 20.12.1876.

Beglaubigt ist das Dokument am 5.2.1877 durch das Bezirksgericht und Kreisamt Mainz im Großherzogtum Hessen.







Wasserzeichen: GROSHERZOGTHUM HESSEN STEMPEL PAPIER (Foto rechts unten)

mit Sammlergruß,
Claus
 

Das Thema hat 58 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2   3  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht