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Thema: Air Mail / Luftpost - Aufkleber, Labels, Eindrucke, Vermerke
Das Thema hat 543 Beiträge:
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saintex Am: 15.01.2014 00:49:05 Gelesen: 145020# 344 @  
Erstflugbrief befördert auf der am 15.4.1926 neu eröffneten Luftpostlinie von Chicago nach Saint Louis (Contract Air Mail Route No.2 ).



Am Steuerknüppel des Postflugzeuges des Typs DH-4 sass ein damals unbekannter junger Postpilot, der ein Jahr später Weltruhm erlangen sollte: Charles Lindbergh. Am 20./21.5.1927 gelang ihm die erste Alleinüberquerung des Nordatlantiks ohne Zwischenlandung von New York nach Paris mit seinem Eindecker, der Spirit of Saint Louis, hier abgebildet auf einer us-amerikanischen Luftpostmarke aus dem Jahr 1927 (Michel USA Nr. 306, Scott C 10).



Der Bezwinger des Nordatlantiks hier abgebildet auf einer us-amerikanischen Freimarke aus dem Jahr 1998.



Literatur

American Air Mail Catalogue, Vol. 3 5. Aufl. Cinnaminson, N.J./USA 1978 Seite 1409ff.

saintex
 
Altmerker Am: 18.01.2014 19:35:03 Gelesen: 144705# 345 @  
Dieser Beleg ging von China in die DDR, Brief einer Zeitschrift.

Das Label ist eingedruckt.


 
saintex Am: 19.01.2014 23:13:53 Gelesen: 144618# 346 @  
Concorde



Das Sammeln von Erstflugbriefen, die mit dem ersten Überschall-Passagierflugzeug, der Concorde befördert wurden, erfreute sich unter Aerophilatelisten in den 1970er und 1980er Jahren großer Beliebtheit. In der DBZ wurden damals die Erstflüge der Concorde regelmäßig angekündigt, so dass der interessierte Aerophilatelist selber Flugpostbriefe zu den Erstflügen aufliefern konnte. Nach dem Ende der Ära der Überschall-Passagierluftfahrt im Jahre 2003 scheint auch das aerophilatelistische Gebiet der Concorde-Erstflugbriefe in einen Dornröschenschlaf versunken zu sein.

Hier ein Erstflugbrief befördert mit der Concorde am 10.4.1976 auf dem Flug von Caracas/Venezuela nach Paris. Abflug in Caracas 10.4.1976 13.30 Uhr, Ankunft in Paris 10.4.1976 19.20 Uhr.





Der 2. Pilot auf diesem Erstflug, Guillaume Tardieu hat selber eine aerophilatelistische Seite ins Netz gestellt mit weiteren Concorde-Erstflugbriefen:

http://tardieuautographes2255.blogspot.de/

saintex
 
Altmerker Am: 24.01.2014 23:42:28 Gelesen: 144205# 347 @  
Interessanter Beleg mit Flugpost-Aufkleber und Kennung auf Zeitungsstreifband von Wien nach Bagdad als Drucksache, recht seltene Portostufen-Kombination.


 
Kalmimaxiss Am: 26.01.2014 15:34:05 Gelesen: 144020# 348 @  
@ saintex [#346]

Kleine Berichtigung, wenn auch etwas OFF TOPIC:

Die Seite http://www.concordescopia.com ist nicht vom Piloten G. Tardieu ins Internet gestellt worden, sondern von einem französischen Sammler mit sehr guten Beziehungen zu Concorde-Piloten und der Air France. Er dürfte die größte Unterschriftssammlung der französischen Concorde-Piloten besitzen, so hat er praktisch die Flüge jedes französischen Piloten mit Unterschriftsbelegen dokumentiert, häufig mit Signaturen der ganzen Crews, u.a. auch die des Piloten G. Tardieu!

Für den Concorde-Sammler sind von besonderem Interesse jene signierten Belege des 1. Concorde-Piloten überhaupt, Cdt. Andre Turcat, die entsprechend auch teuer gehandelt werden. Aus meiner Sammlung hier Belege der Piloten Turcat, Fournier, Chillaud und Prunin.





In Frankreich, den USA und England erfreut sich das Sammelgebiet nach wie vor großer Beliebtheit, speziell in England erscheinen regelmässig Sonderstempel zu diesem Thema:


 
Altmerker Am: 29.01.2014 19:43:49 Gelesen: 143697# 349 @  
Der Beleg ist nun nicht unbedingt der Bringer. Interflug nach Pjöngjang oder wie aktuell die Hauptstadt Nordkoreas heißt. Dort Ankunfts- oder Rückkunftstempel 10 Tage später. Der nostalgische Luftpost-Aufkleber ist schon interessant. Nun das Kuriose: Als ich den Beleg bei ebay los werden wollte, wurde das zum Politikum: Alles, was Nordkorea in der Beschreibung hätte, verstoße gegen die Geschäftsbedingungen.


 
saintex Am: 08.03.2014 00:11:58 Gelesen: 139791# 350 @  
Luftpost im 2. Weltkrieg

Hier ein Luftpostbrief, der von den Ereignissen während des 2. Weltkrieges - im wahrsten Sinne des Wortes - überrollt wurde.



Am 2.12.1941 im New Yorker Stadtteil Brooklyn aufgegeben, war der Luftpostbrief nach Leutkirch im Allgäu adressiert. Mit 30 cent, hier dargestellt durch 5 Marken USA Mi.-Nr. 442 zu 6 cent, war der Lp.-Brief für eine Beförderung mit der us-amerikanischen Fluggesellschaft PanAm nach Europa auf der Route über den Nordatlantik ordnungsgemäß frankiert. Die Flugroute ist auf dem Lp.-Brief auch nochmals durch den Lp.-Leitstempel oben rechts vorgegeben.



Mit einem Flugboot der PanAm traf der Lp.-Brief am 6.12.1941 in der damaligen britischen Kronkolonie Bermuda ein und sollte nach dem Durchlaufen der britischen Zensur am 7.12.1941 weiter Richtung Osten nach Europa befördert werden. Dazwischen kam jedoch der japanische Angriff auf Pearl Harbour am Morgen des 7.12.1941 und der daraufhin folgende Kriegseintritt der Vereinigten Staaten.

Der Luftpostbrief durchlief zwar noch die britische Zensur in Hamilton/Bermuda und wurde von dem britischen Zensor Nr. 980 zensiert. Die Weiterbeförderung nach Deutschland wurde jedoch durch den Kriegseintritt der USA verhindert. Erst im Juli 1942 wurde der Brief von der britischen Zensur freigegeben und am 26.7.1942 von den us-amerikanischen Postbehörden an den Absender zurückgeleitet.



Literatur

Peter A. Flynn, Intercepted in Bermuda - The Censorship of Transatlantic Mail during the Second World War, Chicago,Il./USA 2006

saintex
 
saintex Am: 09.03.2014 00:11:00 Gelesen: 139710# 351 @  
Luftpost-Propaganda

In zahlreichen Staaten wurde in den 1930er Jahren Werbung für die Beförderung der Briefpost mit der Luftpost gemacht. Meist beschränkte sich diese Werbung aus philatelistischer Sicht darauf, dass Poststempel - wie im Deutschen Reich - einen auf die Luftpostbeförderung hinweisenden Werbezusatz enthielten. Einfallsreicher war dagegen die Werbung in Frankreich.

In den Jahren 1933/34 wurde Briefpost, auch ohne frankierten Luftpostzuschlag, zu Werbezwecken mit der Luftpost befördert. Dabei erhielt die so zu Werbezwecken beförderte Luftpost teilweise einen Hinweisstempel in französischer Sprache, der darauf hinwies, dass die Postsendung ausnahmsweise zu Werbezwecken ohne Luftpostzuschlag mit der Luftpost befördert wurde.



Nachstehend zwei Bedarfsbriefe vom 3.2.1933 nach Indochina und vom 28.11.1934 nach Chile, die nur mit dem jeweiligen Auslandsporto frankiert sind und die von dieser kostenlosen Werbung für die Luftpostbeförderung profitierten.



Besonders originell war die französische Luftpostwerbung für die Luftpostbeförderung nach Südamerika. Hier wurde eine eigene Werbevignette gedruckt und bei Bedarf von der französischen Postverwaltung auf den Brief geklebt, der so ohne Luftpostzuschlag per Luftpost nach Südamerika befördert wurde. Die Luftpostvignette wurde in grüner und blauer Farbe gedruckt. Hier ein Beispiel für diese Form der Luftpostwerbung.





Die Luftpostvignette wird ungebraucht regelmäßig bei ebay für "kleines Geld" angeboten. Auf Brief ist sie allerdings nicht einfach zu finden, da sie regelmäßig nur auf Firmen-Bedarfspost Verwendung fand und diese Firmenpost beim Empfänger größtenteils im Papierkorb landete.

saintex
 
alexiosp Am: 22.03.2014 19:20:20 Gelesen: 138651# 352 @  
@ saintex [#55]

Very nice map, thanks for posting this!

In regard with the French Aeropostale air service to and from South America here is a July 1928 example from Buenos Aires to Thessaloniki, Greece. It is a very unusual destination for such an eraly (1928) date that I thought you might like it for your records.

Best Regards (and please forgive me writing in English!)
Alexios


 
Mondorff Am: 02.04.2014 15:14:40 Gelesen: 137773# 353 @  
ParAvion-Aufkleber der neuseeländischen Post – immerhin 112 x 33 mm groß.



Stempel Wellington vom 24.3.2014

Schönen Gruß
DiDi
 
alexiosp Am: 15.04.2014 16:30:31 Gelesen: 136784# 354 @  
"VIA CONDOR-ZEPPELIN"

Graf Zeppelin G369 flight from Brazil, unusual parcel tag cancelled on arrival at Friedrichshafen 19.6.1934.


 
filunski Am: 01.05.2014 15:47:37 Gelesen: 135531# 355 @  
Verehrte Luftpostfans,

um die Luftpost ist es in letzter Zeit hier etwas still geworden, deshalb mal wieder ein Beleg dazu.

Postkarte per Luftpost im Juli 1938 von München nach Italien:



So weit, so gut, aber da fällt noch etwas auf! Der "Luftpostaufkleber" ist gar kein Aufkleber, sondern ein Stempel!



Beste Grüße,
Peter
 
Mondorff Am: 02.05.2014 11:01:30 Gelesen: 135445# 356 @  
Ein Luftpostbrief aus Bulgarien vom 27.9.1937 mit Par Avion-Inschrift, auch in kyrillisch



Mit Ankunftstempel Luxembourg-Ville vom 28.9.1937.

Gruß
DiDi
 
Rore Am: 03.05.2014 18:50:19 Gelesen: 135318# 357 @  
Heute aus der Ukraine empfangen gestempelter Luftpost Stempel. Die Marke wurde nicht entwertet.

Gruß
Rore


 
Mondorff Am: 04.06.2014 22:14:25 Gelesen: 132754# 358 @  
Mit einem bisher nicht vorgestellten Luftpost-Aufkleber möchte ich das Thema wieder aufwecken.



Der steckte seit damals in dem Album, das ich von der Praga'88 wieder mit nach Hause nahm.

Schönen Gruß
DiDi
 
Marcel Am: 05.08.2014 21:13:44 Gelesen: 127332# 359 @  
Hallo!

Ich habe heute ein paar Südafrikaner.

1971



1973



1976



1984



schöne Grüße
Marcel
 
zockerpeppi Am: 24.08.2014 15:24:23 Gelesen: 125953# 360 @  
Express - Urgente Flugpost ab San Miguel in El Salvador nach Oberursel Deutschland. Abgestempelt 17 Januar 1974, Ankunft in Oberursel im Taunus am 23.1.74 18. Die Marken auf der Rückseite und man staune ein Stempel vom Frankfurter Flughafen.

Nun hatte ich schon oft Post aus Übersee nach Deutschland in den Händen aber ohne Flughafenstempel. In welchen Fällen wurde dieser den abgeschlagen? Hängt dies etwa mit dem Express Stempel zusammen?



beste Sammlergrüße
Lulu
 
Mondorff Am: 24.08.2014 23:28:45 Gelesen: 125901# 361 @  
Hier zwei Luftpostbriefe aus Thailand (2001) und aus Palästina (1945) nach Luxemburg, wobei der aus Thailand (außer dem Adresslabel) gleich vier Aufkleber trägt -

einen blauen für die Luftpost
einen weißen (mit den Elefanten) für's Porto
einen rot/weißen für's Einschreiben
und einen gelben Benachrichtigungszettel, weil der Empfänger zu hause nicht anzutreffen war und der Brief nun am Postschalter entgegengenommen werden kann.

Schöne "Buntfrankatur".

Freundlichen Gruß
DiDi


 
zockerpeppi Am: 08.09.2014 20:42:22 Gelesen: 124649# 362 @  
Ein Beleg Königreich Kambodscha nach Luxemburg. Absender das Kabinet des Staatschefs

Datum 19.10.1971. TAXE PERCUE PEKING (215). Warum der aus Peking kommt ?

Der Par Avion Stempel hat mir so gut gefallen.



Phila-Gruß
Lulu
 
Marcel Am: 26.10.2014 20:59:50 Gelesen: 119878# 363 @  
Ich habe heute einen türkischen Air Mail - Aufkleber auf einer Karte aus dem Jahre 1963.



schöne Grüße
Marcel
 
ginonadgolm Am: 26.11.2014 16:02:20 Gelesen: 117233# 364 @  
Zur Briefmarkenausstellung am 14.11.1959 gab der Verein der Achimer Briefmarkensammler eine Postkarte mit eingedrucktem Luftpostzettel heraus.



NGK, PP009 B2-001

Es gibt noch eine weitere Karte, bei der die Texte (unten und senkrecht) ausgetauscht sind.

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ganzsachen Bund: Private Ganzsachenpostkarten"]
 
saintex Am: 28.11.2014 22:31:21 Gelesen: 117002# 365 @  
Luftpost im 2. Weltkrieg



Luftpostbrief von Venezuela nach Deutschland, aufgegeben am 18.2.1941 in Caracas und adressiert an die Siemens-Reiniger-Werke AG in Berlin. Der Luftpostbrief wurde per Luftpost über Miami/Florida (21.2.) nach New York (22.2.) befördert und von dort mit einem Clipper-Flugboot der us-amerikanischen Fluggesellschaft Pan American Airways weiter Richtung Lissabon/Portugal.

Allerdings machte der Luftpostbrief bereits beim ersten Zwischenstopp auf den (britischen) Bermuda-Inseln eine ungewollte "Notlandung", da er vom britischen Zensor Nr. 6041 konfisziert wurde. Offensichtlich war der Briefinhalt nach Ansicht der britischen Zensur geeignet, die deutschen Kriegsanstrengungen gegen Großbritannien zu unterstützen.

Bemerkenswert ist allerdings, dass der Brief nicht einfach von der britischen Zensur vernichtet sondern für die Dauer des 2. Weltkrieges archiviert und nach Ende des Krieges zur Weiterbeförderung an den Adressaten freigegeben wurde. Alles weitere erzählen die Hinweis- und Ankunftsstempel auf der Vorder- und Rückseite des Luftpostbriefes sowie der rückseitig abgebrachte Hinweiszettel im Format 45x30mm.

Literatur

Peter A. Flynn, Intercepted in Bermuda - The Censorship of Transatlantic Mail during the Second World War, Chicago 2006

saintex
 
Mondorff Am: 28.11.2014 23:05:50 Gelesen: 116993# 366 @  
@ saintex [#365]

Danke saintex. In dieser Form wohl bemerkenswert. Vorher nie gesehen.

Freundlichen Gruß
DiDi
 
saintex Am: 28.11.2014 23:10:53 Gelesen: 116992# 367 @  
@ Mondorff [#366]

Hääää? Nu versteh ich Deinen Kommentar aber nicht. Was ist denn "in dieser Form wohl bemerkenswert"?

MfG Wolfgang (saintex)
 
saintex Am: 29.11.2014 00:08:14 Gelesen: 116976# 368 @  
Deutsche Luftpost * Europa - Südamerika *



Schwedischer Luftpostbrief aufgegeben in Stockholm am 1.11.1934 und adressiert nach Sao Paulo/Brasilien. Über die Bahnpost Berlin-Sassnitz (Hafen) erreichte der schwedische Luftpostbrief Berlin. Dort erhielt er vorderseitig den roten Bestätigungsstempel "Deutsche Luftpost * Europa - Südamerika a *" und wurde am 3.11.1934 mit Luftpost morgens von Berlin nach Stuttgart zum Ausgangspunkt der deutschen Südamerika-Linie geflogen.

Das Postflugzeug der Deutschen Lufthansa startete planmäßig am Vormittag des 3.11.1934, musste dann jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten am 3.11.1934 eine Außenlandung in Carcassone/Frankreich machen. Trotz dieser technischen Schwierigkeiten traf die Luftpost planmäßig in Südamerika, so z.B. am 8.11.1934 in Sao Paulo ein.[1]

Der schwedische Luftpostbrief ist bei einem Gewicht von 3 Gramm (vgl.die Gewichtsangabe auf dem Briefumschlag vorne links) mit 2.25 Kronen portogerecht frankiert. Das Auslandsporto für einen Brief bis 20 Gramm betrg 25 Öre, der Luftpostzuschlag nach Brasilien je 5 Gramm 2 Kronen.

Wolfgang (saintex)

[1] Rudolf Philipp, "Von Stuttgart - Böblingen nach Rio de Janeiro/Brasilien - Aufstellung der Flugdaten 1933-1939", Kornwestheim 2010; James W. Graue/ John Duggan, Deutsche Lufthansa South Atlantic Airmail Service 1934-1939, Ickenham GB 2000
 

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