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Thema: Karl May, seine Helden und Welten
Das Thema hat 87 Beiträge:
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Vernian Am: 22.02.2014 11:04:31 Gelesen: 13660# 13 @  
@ KaraBenNemsi [#1]

Zu den Marken im ersten Beitrag kann ich noch einen Selbstkleber-Bogen der Marke zeigen:



Und zu dem Thema an sich eine Vignette, die mal auf einen Brief an mich klebte:



Die etwas dürftige Qualität der Scans bitte ich zu entschuldigen.

Nach gefügt: Wenn Bedarf besteht, kann ich bei Gelegenheit noch bessere Scans nachreichen.

Gruß

Vernian
 
reichswolf Am: 22.02.2014 11:18:42 Gelesen: 13658# 14 @  
@ KaraBenNemsi [#11]

Hallo Carsten!

Den genauen Verwendungszeitraum des von mir gezeigten AFS 236 BAD SEGEBERG DEUTSCHE BUNDESPOST KARL-MAY-SPIELE BAD SEGEBERG - Stadtverwaltung kenne ich natürlich auch nicht. Ich habe aber noch einen weiteren Abschlag des davon hier, der ist vom 3.3.1982.

LG,
Christoph
 
Roda127 Am: 22.02.2014 17:21:15 Gelesen: 13618# 15 @  
Hallo zusammen,

hoch interessantes Thema. Danke für die Eröffnung.

Dann will ich erst einmal einen Absenderfreistempel des Karl - May Museum in Radebeul zeigen.



Beste Grüße
Roda127
 
Roda127 Am: 22.02.2014 17:34:17 Gelesen: 13614# 16 @  
Hallo,

gleich noch 2 weitere Belege.

Zum 100. Todestag des May`sters gaben die Sammler- und Briefmarkenfreunde aus Neustadt bei Coburg den Sonderumschlag mit Zudruck und einen Sonderstempel heraus. Gleichzeitig legten sie noch eine Vignette im 10er Bogen auf.



Beste Grüße
Roda127
 
Vernian Am: 22.02.2014 19:02:22 Gelesen: 13597# 17 @  
@ Roda127 [#16]

Na, da ist sie ja, die Vignette aus meinem Beitrag [#13]. ;)

Danke für den ganzen Bogen!

V.
 
hajo22 Am: 22.02.2014 20:29:01 Gelesen: 13582# 18 @  
Hier eine offizielle Werbepostkarte zu den Karl-May-Spielen 1940 (vom 21.6.-31.8.1940).

Und das mitten im II. Weltkrieg (sozusagen zur Entspannung).



Schönen Abend.
Jochen
 
Roda127 Am: 23.02.2014 20:10:30 Gelesen: 13535# 19 @  
Damit es weiter geht noch einen Sonderstempel zum 100. Todestag aus Radebeul.



Schönen Abend noch
Roda127
 
KaraBenNemsi Am: 23.02.2014 20:58:54 Gelesen: 13528# 20 @  
@ Vernian [#13]

Danke vor allem für das Bild der Vignette. Ich zeige hier noch einmal die "Gesamtkomposition", also den Beleg für den die Vignette gedacht war. Für meinen Geschmack wirkt die Gestaltung mit Bild, Vignette und Trauermarke etwas sehr düster. Aber die Geschmäcker sind verschieden.

Eine lose Vignette habe ich leider nicht. Von diesem Umschlag kann ich sie natürlich nicht ablösen.

Also hier der Beleg, den ich dank einer Ankündigung im Briefmarkenspiegel (3/2012, Seite 105) anfordern konnte:

Ein Schmuckumschlag, ausgegeben vom Sammler- und Briefmarkenfreunde e.V. Neustadt bei Coburg anlässlich der 23. Grenzlandtauschtage mit Sonderausstellung zum 100. Todestag des Schriftstellers Karl May am 10.3.2012 in 96465 Neustadt, wie der zugehörige Gelegenheitsstempel ausweist. Auf der linken Seite sieht man das Titelbild zu "Friede auf Erden" in der Deckelgestaltung von Sascha Schneider mit den letzten Worten Karl Mays als Bildunterschrift.


 
KaraBenNemsi Am: 23.02.2014 21:05:58 Gelesen: 13526# 21 @  
@ reichswolf [#14]

Hallo Christoph,

danke für die Information. Dann kann man ja ziemlich gut eingrenzen, dass zwischen März und Juni 1982 der Absenderfreistempel zu der von mir in Beitrag [#11] gezeigten Variante geändert wurde.

Viele Grüße

Carsten
 
KaraBenNemsi Am: 23.02.2014 21:23:04 Gelesen: 13525# 22 @  
@ Roda127 [#15]

Hallo Roda127!

Den FRANKIT-Stempel vom 21.11.2008 habe ich auch. :-) Da war die Einladung zur Eröffnung der Sonderausstellung "Winnetou in Dresden - Begegnungen mit Karl Mays Wildwest-Romanfiguren" drin, stimmt´s?

Viele Grüße

KaraBenNemsi
 
KaraBenNemsi Am: 23.02.2014 21:27:41 Gelesen: 13521# 23 @  
@ Roda127 [#16]

Ach richtig, da ist ja auch der Schmuckumschlag schon, den ich in Beitrag [#20] in der gelaufenen Variante gezeigt habe. Ich hatte Deinen noch gar nicht registriert. Naja, doppelt hält besser. Ich war so abgelenkt von dem tollen 10er-Bogen der Vignette. Ich wusste gar nicht, dass es die auch in dieser Form gibt. Wirklich schön!
 
KaraBenNemsi Am: 23.02.2014 22:15:39 Gelesen: 13508# 24 @  
@ hajo22 [#18]

Hallo Jochen,

das ist eine tolle Karte, die Du uns hier zeigst. Gratulation dazu! Der Entwurf stammt von Carl Lindeberg. Er hat viel für den Karl-May-Verlag gearbeitet.

2001 gab der Karl-May-Verlag deshalb ein Gedenkblatt heraus, pünktlich zum 125. Geburtstag des Künstlers.

Viele Grüße

Carsten


 
Sachsendreier53 Am: 24.02.2014 10:22:01 Gelesen: 13471# 25 @  
Maschinenstempel mit Werbeklischee: Die Höhlen im Norden Deutschlands - STADT DER KARL-MAY SPIELE - BAD SEGEBERG vom 14.10.1986 auf Bund MiNr.1291 80(Pf), Ausgabe vom 14.8.1986, Denkmalschutz



mit Sammlergruß,
Claus
 
KaraBenNemsi Am: 25.02.2014 14:05:19 Gelesen: 13423# 26 @  
@ Sachsendreier53 [#25]

Hallo Claus,

von 1978 bis 1981 kann ich die Vorgängervariante dieses Maschinenwerbestempels belegen. Der Text des früheren Werbeklischees ist identisch: Die Höhlen im / Norden Deutschlands / STADT DER / KARL-MAY / SPIELE /BAD SEGEBERG. Das gilt auch für den Tagesstempelkopf: BAD SEGEBERG / mb / 236.

Wie man aber sieht, unterlag die Haartracht der Indianerin bei den Karl-May-Spielen modischen Schwankungen (so auch bei den Handwerbestempeln zum gleichen Anlass zu beobachten). Andere Unterschiede springen einem nicht sogleich ins Auge.



Viele Grüße

Carsten
 
Angelika2603 Am: 26.02.2014 15:15:19 Gelesen: 13371# 27 @  
Hallo KaraBenNemsi.

ein paar Stempel habe ich gefunden:





Gruss
Angelika
 
wajdz Am: 27.02.2014 23:38:18 Gelesen: 13325# 28 @  
Ohne Karl May und seine edlen Indianer wäre eine solches "POW-WOW" in Deutschland kaum vorstellbar.

Bedarfsbrief als Drucksache (40) Einzelfrankierung Bln MiNr 648 entwertet mit Ortswerbestempel 2127 SCHARMBECK -Schiffshebewerk- vom 24.10.81



MfG wajdz
 
Angelika2603 Am: 28.02.2014 08:39:42 Gelesen: 13311# 29 @  
Hallo



Gruß
Angelika
 
KaraBenNemsi Am: 02.03.2014 13:17:58 Gelesen: 13266# 30 @  
@ Angelika2603 [#27] und [#29]

Hallo Angelika,

Du hast ja zu jedem Thema passende Freistempel zu zeigen. Wirklich toll!

Viele Grüße

KaraBenNemsi
 
KaraBenNemsi Am: 02.03.2014 13:34:27 Gelesen: 13261# 31 @  
@ wajdz [#28]

Ja, da könntest Du Recht haben. Ob konkret bei dieser Veranstaltung jemand der Organisatoren von Karl May inspiriert war, können wir natürlich nicht wissen. Dass das deutsche Interesse für die nordamerikanischen Ureinwohner aber sicherlich zu einem nicht unerheblichen Anteil auf Karl May zurückgeht, wird man wohl vermuten dürfen.

Hier noch ein Beleg von der Nordposta`81, natürlich auch passend zum Thema.

Viele Grüße

KaraBenNemsi


 
KaraBenNemsi Am: 03.03.2014 17:29:56 Gelesen: 13221# 32 @  
Doch kommen wir zurück auf das Kernthema: Karl May.

Hier meine neueste Errungenschaft. Fein, dass es auch in den Niederlanden Interesse an Karl May und den Filmen nach Karl-May-Motiven gibt, wie diese personalisierten Marken zum Inlandstarif "1" mit Stempel von Amsterdam vom 25.2.2014 belegen. Wobei die Marken leider nicht ohne Beschädigungen in Deutschland angekommen sind.


 
10Parale Am: 08.03.2014 21:10:06 Gelesen: 13152# 33 @  
@ KaraBenNemsi [#1]

Habe als absoluter Nicht-Deutsches-Reich-Sammler dennoch in meiner Wühlkiste tatsächlich eine Ganzsache gefunden mit zwei Stempeln aus Radebeul 1, Karl-May-Museum. Ich habe keine Ahnung, wohin der Brief lief und ob er überhaupt lief, denn ich kann die Schrift nicht lesen.

Ich habe übrigens zumindest in meiner Jugend einige Karl May Romane gelesen und konnte nicht glauben, dass der Verfasser solcher Werke, in denen doch das Gute immer gegen das Böse siegt, einmal im Gefängnis saß.

10Parale


 
Altmerker Am: 08.03.2014 22:23:38 Gelesen: 13142# 34 @  
@ 10Parale [#33]

Der lief nach Meißen ins Hauptzollamt.
 
Sachsendreier53 Am: 17.03.2014 08:56:33 Gelesen: 13079# 35 @  
Hier zwei Ansichtskarten aus der sächsischen Stadt Radebeul mit zwei verschiedenen Werbestempeln:



RADEBEUL 1 / 12.3.41 / Karl-May-Museum - Ansichtskarte Blick zum Spitzhaus, Radebeul



RADEBEUL 1 / 29.11.43 / KARL-MAY-MUSEUM - Ansichtskarte Heimathaus Hoflöhsnitz, Radebeul

mit Sammlergruß,
Claus
 
KaraBenNemsi Am: 25.03.2014 22:46:22 Gelesen: 13022# 36 @  
Es ist mal wieder Zeit für das Zeigen einer neuen Errungenschaft. Vignetten hatten wir schon oben gesehen, aber es gibt natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Vignetten mit Karl May-Bezug: z.B. aus dem "Großherzogtum Greifenberg", einer von vielen selbsternannten Mikronationen weltweit. Diese hier hat ihren "Sitz" in Silver Spring, Maryland, USA.

Greifenberg hat alles was man braucht: Einen Großherzog ("Paul"), eine Landesbank, ein Post Office mit Philatelic Shop, natürlich auch eine Regierung mit Ministern usw. Das kann man alles im Internet nachlesen [1].

Die Marken von Greifenberg - jetzt wird es bizarr - bestellt man bei der "Direktorin" der Greifenberg Post [2], die auch prompt per Email antwortet, und sendet das Geld direkt per online Bezahldienst an die Emailadresse des Direktors der "Greifenberg State Central Bank". Ja und dann erhält man durchaus zuverlässig und schnell einen Brief von einem "Paul" aus Silver Spring, der sicherlich der Großherzog, korrekt "His Royal Highness Grand Duke Paul", höchstselbst sein wird. Um diplomatische Verwicklungen zu vermeiden, nenne ich natürlich nicht den bürgerlichen Namen des Großherzogs. Was für ein Spaß!

Bei den Vignetten hat sich die "Greifenberg Post" Mühe gegeben. Die Ausgabe im Karl-May-Jahr 2012 zeigt einen Ausschnitt aus einem bekannten May-Porträtgemälde von Selmar Werner [3]. Es gibt sogar Ersttagsbriefumschläge. Den dort verwendeten Stempel sollten wir aber nicht in der Philastempel-Datenbank erfassen.

Hier nun die Marke:



... der FDC mit Stempel vom 30.03.2012, dem 100. Todestag Karl Mays:



... und schließlich der komplette "Schalterbogen" (falls es überhaupt Postschalter gibt im Großherzogtum):



Nachbemerkung aus aktuellem Anlass: Ich hoffe natürlich, dass das Großherzogtum sich von den Einnahmen aus dem Vignettenverkauf keine Waffen anschafft und irgendwo einmarschiert. Das wäre nicht im Sinne Karl Mays.

KaraBenNemsi

[1]: http://www.gdgreifenberg.org/
[2]: http://www.gdgreifenberg.org/GreifenbergPost.html
[3]: http://karl-may-wiki.de/index.php/Selmar_Werner
 
KaraBenNemsi Am: 08.04.2014 22:05:43 Gelesen: 12864# 37 @  
Winnetoon

Wie war das? "Winnetoon" der Große Häuptling der Apachen? Hieß er nicht anders?

Doch der Reihe nach: Jahrzehntelang sind Karl-May-Forscher der Frage nachgegangen, woher der Name Winnetou eigentlich stammt und was er bedeutet. Karl May hatte 1897 in der Zeitschrift "Der gute Kamerad" - wohl als Antwort auf einen Leserbrief - geschrieben, der Name Winnetou bedeute "Brennendes Wasser" [1]. Nun haben Karl-May-Forscher bis in unsere Tage alle möglichen indianischen Sprachen und Dialekte durchforstet, um die Aussage Mays zu bestätigen. Doch Fehlanzeige. So richtig wurde man nicht fündig. Aber es entstanden mit der Zeit allerlei Theorien, woher denn der Name Winnetou nun stammen möge.

Eine besagt folgendes: Karl May habe den Ortsnamen Winnetoon (Nebraska, USA) als Vorlage für den Namen Winnetou verwendet. Diese Idee ist von einigem Charme, soll doch Winnetoon tatsächlich ein indianisches Wort sein und "großes Wasser" oder "sich teilende Wasser" [2] bedeuten, was ja nun doch Parallelen zum "brennenden Wasser" aufweist. Es stellte sich aber im Laufe der Zeit heraus, dass der Ort Winnetoon erst nach 1891 entstanden ist. Unser Winnetou erschien dagegen schon 1875 auf der Bildfläche in einer frühen Erzählung Karl Mays. Das passt also nicht. Allerdings wurde der Ort Winnetoon nicht völlig im Nichts gegründet, sondern es gab dort bereits früher einen Laden eines Mr. Oscar Norton. Und dieser "Store" hieß auch schon Winnetoon [2]. Gegründet wurde das Geschäft irgendwann nach 1872 oder noch später. Von diesem einsamen Store in Knox County, Nebraska, müsste Karl May also gehört haben. Sehr wahrscheinlich ist das nicht. Die May-Forschung geht heute davon aus, dass der Name Winnetou eher nicht aus Nebraska stammt.

Ach ja, und dann gibt es natürlich noch die Zeichentrickserie "Winnetoons" frei nach Karl May - auch dazu passt Winnetoon Nebraska wunderbar.

Der Ort Winnetoon hatte zu seinen Spitzenzeiten nur 300 Einwohner und das war 1914 [3]. Heute sind es unter 70 [4]. Trotzdem gab es ein Postamt und daher - um endlich mal zur Sache zu kommen - kann ich hier einen Beleg aus Winnetoon zeigen, der sehr wenig und doch sehr viel mit Karl May und seinem Winnetou zu tun hat.

Stempel aus Winnetoon sind nicht leicht zu finden, zumal wie hier mit kopfstehender Uhrzeitangabe. In meinen Augen haben Stempel und Beleg alle Berechtigung, in eine Karl-May-Sammlung aufgenommen zu werden und sind auch philatelistisch sehr interessant!



Und woher stammt der Name Winnetou nun wirklich? Wer die Theorien dazu nachlesen mag oder sich selbst an einer Theorie versuchen möchte, kann sich Anregungen auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft (KMG) holen, speziell in den online eingestellten Mitteilungen der KMG [5].

KaraBenNemsi

[1] http://karl-may-wiki.de/index.php/Winnetou
[2] http://knoxne.us/whs/index.htm mit vielen interessanten Infos zur Geschichte des Ortes, zusammengestellt von der Winnetoon Historical Society.
[3] http://knoxne.us/whs/page3.htm
[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Winnetoon,_Nebraska
[5] http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/m-kmg/m-kmg.htm
 

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