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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5375 Beiträge:
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Andreas44 Am: 24.02.2014 11:27:13 Gelesen: 710537# 2876 @  
Hallo,

hier ein Brief mit Dienstmarken aus Rennerod (Westerwald) vom 6.7.1922 mit 3 Mark richtig frankiert.



Der nachfolgende Dienst-Brief, ebenfalls aus Rennerod (Westerwald), vom 11.11.1922 ist mit 2 Mark frankiert.



2 Mark war der Tarif für einen Ortsbrief. Hellenhahn ist ein Nachbarort von Rennerod (etwa 3 km entfernt). Was genau gehört zum bzw. wie weit (in km) ging der Ortstarif?

Viele Grüße
Andreas
 
juni-1848 Am: 25.02.2014 07:53:25 Gelesen: 710164# 2877 @  
@ Andreas44 [#2876]

Moin Andreas,

Deine Frage beantwortet ausführlich der Beitrag [http://www.philaseiten.de/beitrag/665869] im Thema [http://www.philaseiten.de/thema/54989].

Stichwort in der Forumssuche: "Nachbarort*". Dort werden die Themen mit diesen Stichwörtern gelistet und (falls vorhanden) unter dem jeweiligen Thema ein Textauszug des Beitrags mit den Stichwörtern.

Sammlergruß, Werner
 
juni-1848 Am: 25.02.2014 08:21:31 Gelesen: 710154# 2878 @  
@ inflamicha [#2857]

Ausgemistet gehören die Sendungsarten, korrigiert eine Reihe von Gewichtsangaben. Was soll beispielsweise "Eingeschreibennachnahmepaketkarte" sein? Was unterscheidet die (richtige) Mischsendung von der "Mischsendung aller Art"? Bei den Gewichtsangaben sind all jene falsch, die da heißen 20-40g, 100-250g usw. usf., richtig wäre hier 21-40g und 101-250g. Es sollte die Möglichkeit geschaffen werden Falsches zu löschen bzw. es sollte nicht jeder einfach "neue" Sendungsarten kreieren dürfen. Ich schlage vor: Die Belegredakteure einigen sich auf die korrekten Sendungsarten bzw. Gewichtsangaben und löschen Unsinniges raus. Nach der Bearbeitung dürfen nur noch die Belegredakteure neue Einträge in diesen beiden Rubriken vornehmen. Sonst kommt nie Ordnung in dieses Chaos.

Mein Reden! Und ein jeder Belegereporter, der Neues in die Datenbankstruktur einbringen möchte, nennt im Feld ANMERKUNEGN seine "Wunscheinträge". Die Belegeredaktion entscheidet, hinterlegt ggf. das neue Auswahlkriterium in in das Auswahlfeld und dem entsprechend korrigiert der Belegereporter seine Angaben und Beschreibung vor der Freigabe der allgemeinen Ansicht.

Zu den Mischsendungen folgender Hinweis: Im einschlägigen* Handbuch (Postgebühren) finden wir für Auslandssendungen:

1. Mischsendungen, enthaltend Geschäftspapiere
a. bis 250 g

2. Mischsendungen, enthaltend keine Geschäftspapiere
a. bis 100 g
b. 100 - 150 g
c. 150 - 200 g
d. 200 - 250 g

Und für Mischsendungen über 250 g ein einheitliches Porto ohne die Unterscheidung mit oder ohne Geschäftspapiere:

3. Mischsenungen aller Art
a. 250 - 300 g
b. 300 - 2.000 g (je weitere 50 g)

Mischsendungen > 250 g sind zwar extrem selten, jedoch hie und da zu finden.

Mit Sammlergruß, Werner

*Bis auf weiteres vermeide ich sowohl die Nennung des Herausgebers als auch den Kauf neuer Kataloge, bis die sinnlosen Streitereien um die Qualität geistig gehaltvoller Numerierungen ein Ende gefunden haben.
Kleiner Tipp: Man investiere lieber in Spezialliteratur. Ganz gleich wie unvollständig diese noch ist, gehaltvoller als ein Allgemein-Katalog ist diese Literatur allemal!
 
muemmel Am: 26.02.2014 21:18:06 Gelesen: 709600# 2879 @  
@ juni-1848 [#2878]

Hallo Werner,

was die Versandarten betrifft, wurde inzwischen kräftig ausgemistet. Da bedarf es jetzt noch einer Feinabstimmung unter den Redakteuren. Die Gewichtsstufen werden dann nächsten Monat in Angriff genommen, wird sich aber länger hinziehen, da dies mit ziemlich viel Arbeit verbunden ist.



Heute ein einfacher Brief nach Schweden aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923):



(Datenbank # 917)

Gelaufen am 11.10.23 von Berlin nach Boras in Schweden. Das Porto betrug 15 Millionen und wurde mittels 7 x 312 Aa und 1 x 314 AP erbracht.

Schöne Grüße
Harald
 
juni-1848 Am: 27.02.2014 19:51:40 Gelesen: 709275# 2880 @  
@ muemmel [#2879]

was die Versandarten betrifft, wurde inzwischen kräftig ausgemistet. Da bedarf es jetzt noch einer Feinabstimmung unter den Redakteuren.

Saubere Arbeit! Jetzt kann die Kombisuche auch wieder die gewünschten Ergebnisse liefern!

Zwei Fragen zu den Versandarten bleiben:

1. Warum wird " Streifband" (= Drucksache ?) weiterhin geführt als Versandart?

2. Und warum " Luftpostkarte" ? Müsste dann nicht auch "Luftpostbrief" genannt werden ?

Infla-Grüsse, Werner
 
muemmel Am: 27.02.2014 22:34:01 Gelesen: 709222# 2881 @  
Guten Abend,

Aus der Portoperiode 21 (20.–31.10.1923) heute ein einfacher Fernbrief, den man mit einer solchen Frankatur nicht allzu häufig findet:



(Datenbank # 2732)

Gelaufen am 30.10.23 von Emmerich nach Düsseldorf und frankiert mit 20 Marken der 313 AP. Das Porto betrug 10 Millionen Mark.

Nun verhält es sich so, dass diese Wertstufe verspätet an die Postschalter kam oder besser gesagt, vom Wertverfall überholt worden ist. Als Einzelfrankatur war eine Verwendung nicht mehr möglich, da ab 10.10.23 für eine einfache Drucksache bis 25g bereits 1 Million zu berappen war. Folglich findet man Marken der 313 nur bei Misch- und Mehrfachfrankaturen, wobei derartige Mehrfachfrankaturen schon als Ringeltäubchen anzusehen sind.

Schöne Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 28.02.2014 10:03:03 Gelesen: 709066# 2882 @  
@ juni-1848 [#2880]

Da kann ich Dir nur Recht geben. Aber wie Harald schon schreibt, erfolgt ja noch die Feinabstimmung. Ein Streifband ist Sendungsart Drucksache. Im Wesentlichen geht es ja um die Drucksache, das Streifband ist nur der Adressträger dafür. Dass es sich um ein Streifband handelt kann man in der Beschreibung anführen. Die Luftpostkarte ist eine Postkarte, die Luftpostgebühren werden weiter unten extra ausgewiesen. Ansonsten wie oben: In der Beschreibung "darf" man das Teil ruhig Luftpostkarte nennen.

Am Wochenende komme ich wieder zum Scannen und Belege einstellen, ich werde also wieder täglich was zeigen können.

Gruß Michael
 
hajo22 Am: 28.02.2014 12:22:28 Gelesen: 709015# 2883 @  
Ich zeige einen - vermutlich nicht so häufigen - Umschlag als Bücherzettel aus Berlin-Wilmersdorf vom 16.8.1923 nach Kempten frankiert mit 200 Mark aus der kurzen Portoperiode vom 1.8.-23.8.1923. Ab 24.8. hätte dasselbe Poststück sage und schreibe bereits 4.000 Mark (also das 20-fache) gekostet.



Schon faszinierende Preissteigerungen (von denen wir heutzutage hoffentlich verschont bleiben).

Schönen Tag, heute bei Sonnenschein im Unterallgäu.
Jochen
 
muemmel Am: 28.02.2014 22:03:39 Gelesen: 708893# 2884 @  
@ hajo22 [#2883]

Guten Abend Jochen,

schönen Dank fürs zeigen, denn solch ein Teil bekommt man nicht häufig zu Gesicht.

Falls Du es noch nicht bemerkt hast, unter "inflaseiten.de" haben wir eine Datenbank für Inflationsbelege, und es würde mich sehr freuen, wenn Du Deine Belege auch dort einstellen würdest.

@ alle

Aus der Portoperiode 20 (10.–19.10.1923) hier eine Ortspostkarte, die einen Leidensweg hinter sich hatte:



(Datenbank # 2734)

Die Karte ist tarifrichtig mit 1 Million Mark frankiert (10 x D92) und machte sich am 13.10.23 von Neukölln nach Berlin-Friedenau auf den Weg.

Doch welch ein Schock, als ich dieses Teil erhielt. Als ich meinen Briefkasten leerte, ließ bereits der Zustand des Briefes nichts Gutes erahnen (linkes Bild). Nach Öffnung desselben musste ich zu meinem Leidwesen feststellen, dass die Klarsichthülle an der Briefvorderseite kräftig anhaftete. Nach der Entnahme derselben stellte sich die Sache dann wie im rechten Bild dar. Hinzu kam noch, dass die Rückseite der Karte ebenfalls an der Hülle anhaftete.



Wutentbrannt ermittelte ich die Telefon-Nr. des Verkäufers und bat um Rückabwicklung des Kaufs, wozu dieser jedoch nicht bereit war. Nun lässt sich trefflich darüber streiten, ob der Absender bereits den nassen und erhitzten Wasserkocher auf dem Umschlag abgestellt hat oder ein Postler den Schaden verursacht hat.

Wie dem auch sei, letztendlich stellte sich die rückseitige Anhaftung der Karte als minimal heraus und dank der Ratschläge eines Forumlers, gelang es schließlich auch, den Beleg zu glätten, so dass er nun doch in die Sammlung aufgenommen werden konnte.

Ein hübsches Wochenende wünscht euch der
Harald
 
inflamicha Am: 01.03.2014 18:25:28 Gelesen: 708586# 2885 @  
@ Harald

Guten Abend,

schade mit dem Beleg. An den Wasserkocher glaube ich jedoch nicht, der Brief wird wohl eher in der Briefzentrumsmaschinerie hängen geblieben sein.

Zum Trost dieser bunte Rosettenbrief:



Fernbrief von Villingen (Baden) nach Berlin-Steglitz vom 13.11.1923, mit 10mal 5 Mio, 1mal 50 Mio, 2mal 200 Mio, 1mal 500 Mio und 9mal 1 Mrd Mark (= 10 Mrd M.) portorichtig frankiert. Verklebt sind (in der gleichen Reihenfolge wie oben) 317 AP, 321 BP, 323 AWa, 324 AP und 325 APa. Bei der großen Markenanzahl wäre es fast ein Wunder wenn kein Rosettensprung dabei wäre- es gibt ihn auf der 5 Mio (4. Marke der unteren Reihe). Die "1" der 325 in der 2. Reihe links oben hat eine größere Fehlstelle.

Schönes Wochenende und beste Sammlergrüße.

Michael
 
inflamicha Am: 02.03.2014 21:00:33 Gelesen: 708169# 2886 @  
Guten Abend,

heute spinnt der Bilderdienst, deswegen kein Beleg von mir.

@ joshsdg

Mümmel hatte gebeten, bei Briefen die auf den Inflaseiten eingestellt werden, die Gewichtsangabe "bis 20g" anstelle der "20g" zu nutzen. Hast Du wohl nicht mitbekommen? Wir stellen gerade sämtliche bisher eingestellte Belege auf die richtige Gewichtsbezeichnung um. Wenn immer wieder neue Belege mit "20g" dazukommen werden wir nie fertig! Bitte also zukünftig beachten.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 03.03.2014 10:13:24 Gelesen: 707868# 2887 @  
Guten Tag werte Forumler,

für den Start in die neue Woche wieder ein "roter" Beleg.

Wir sehen einen Fernbrief bis 20g von Hamburg nach Halle (Saale) in der Portoperiode 3 (01.10.1918 - 30.09.1919). Der Brief wurde mit Luftpost verschickt und ist entsprechend portorichtig frankiert mit 1,- Mark. Dieses Porto enthielt die gewöhnliche Gebühr sowie die entsprechenden Zuschläge für Eilbestellung und Luftpost.

Frankiert ist der Beleg in Einfachfrankatur mit Mi.Nr. 94 A II, da der Stempel recht schwach ist, wurde nachträglich mit Federzug entwertet.



Gruß
Josh

(Datenbank # 3374)
 
inflamicha Am: 03.03.2014 20:18:27 Gelesen: 707709# 2888 @  
Hallo,

mit Rosetten geht es heute weiter. Inspiriert für den heutigen Beitrag hat mich ein Artikel im neuesten Infla-Bericht, dort geht es um einen Wertbrief aus einem kleinen Postort und es wird die Ansicht geäußert, dass Wertbriefe aus solchen kleinen Nestern recht selten sein müssen.



Auch dieser hier aus Bärwalde in der Neumark (heute Mieszkowice in Polen) stammt aus solch einem kleineren Ort. Gerichtet nach Stettin und 59 Gramm schwer erforderte der Brief am 5.11.1923 (PP 23, Ersttag dieser Portoperiode) 1,4 Mrd. Mark für das Porto, 1 Mrd. Mark für die Einschreibgebühr und 20 Mio Mark pro 1 Mrd. Mark Versicherungsgebühr, bei 100 Mrd. Mark Wert also nochmals 2 Mrd. Mark. Die insgesamt 4,4 Mrd. M. Porto und Gebühren sind mit je 8mal 500 Mio (Mi 324 AP) und 50 Mio (321 APa) portogerecht verklebt.

Beachtenswert sind die rückseitigen grünen Lacksiegel, die sowohl Wertbriefverschluss als auch Absenderangabe darstellen: Gutsverwaltung Trossin b(ei) Bärwalde Neumark.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 05.03.2014 21:00:01 Gelesen: 706826# 2889 @  
Guten Abend,

eine hübsche Reklamepostkarte aus Leipzig kann ich heute zeigen:



Am 13.2.1922 (PP 7) nach Freiburg gesandt betrug das Porto 1,25 Mark, frankiert wurde mit Mi-Nr. 150, 158 und 2mal 159 a.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 06.03.2014 21:16:32 Gelesen: 706448# 2890 @  
Guten Abend,

ruhig hier. Am 1.11.1923 begann die mit ganzen 4 Tagen kürzeste Portoperiode 22 der deutschen Inflation, an diesem Tage ging dieser Brief von Arolsen nach Bad Wildungen auf die Reise. Die erforderlichen 100 Mio Mark Porto wurden mit 25 Stück Rosettenmarken zu 4 Mio (Mi 316 AP) erbracht.



Gruß Michael
 
Cantus Am: 06.03.2014 22:24:06 Gelesen: 705397# 2891 @  
Heute von mir eine Paketkarte für ein Paket im Wert von 500 Mark, aufgegeben am 7.7.1922 in Hundshübel im Erzgebirge und an ein Stickereihaus in Frankfurt am Main adressiert. Zur Frankatur wurden vorderseitig drei Marken zu je 5 Mark verwendet (Mi. 156), rückseitig 10 x Mi. 145 zu je 40 Pfennig.



Viele Grüße
Ingo

[Beitrag am 09.03.14 aus "Deutsches Reich Paketkarten" ins Infla-Thema kopiert]
 
muemmel Am: 07.03.2014 20:50:35 Gelesen: 705917# 2892 @  
Guten Abend,

heute flatterte mir ein Brief in die Schweiz ins Haus:



(Datenbank # 657)

Gelaufen von München nach Bern am Ersttag der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) und frankiert mit 24 Marken der 295 (6 Millionen Mark). Entwertet wurde das Teil mit dem Bayrischen Bahnpoststempel MÜNCHEN–ULM / Zug 4.

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht euch
Harald
 
inflamicha Am: 07.03.2014 21:20:34 Gelesen: 705898# 2893 @  
Guten Abend,

von mir gibt´s diese Fernpostkarte von Fronhausen (Bezirk Kassel) nach Berlin-Steglitz vom 27.12.1922 (PP 11).



Porto-Soll waren 15 Mark, die Karte trägt eine portorichtige Mehrfachfrankatur der Mi-Nr. 115 e (6).

Schönes Wochenende und viele Grüße.

Michael
 
inflamicha Am: 09.03.2014 01:44:32 Gelesen: 705484# 2894 @  
Guten Morgen,

zur frühen Stunde ein Bücherzettel von München nach Berlin. Fällig war dafür das Drucksachenporto, am 20.1.1923 (PP 12) 10 Märker. Die nur unvollständig von der Stempelmaschine entwertete 2 Mark-Marke wurde von einem dienstbeflissenen Postbeamten mit kräftigen Blaustiftstrichen endgültig der Wiederverwendung entzogen, was auch heutzutage noch - dann allerdings mittels Kugelschreiber oder Edding - gerne so gemacht wird.



Und damit gute Nacht!

Michael
 
zockerpeppi Am: 09.03.2014 21:33:05 Gelesen: 705263# 2895 @  
Auch von mir wieder einmal ein Beitrag zum Thema:

PP 5 : 15.11.1922 – 14.11.1922



Gewerbebank zu Sangerhausen vom 15.11.1922 also am Ersttag der Portoperiode 5. Die Karte geht nach Dresden, vermutlich an eine Bank deren Name leider ausradiert wurde. Ankunft am 16.11.1922. Der Auftrag lautet 79.200,50 Mk an Villeroy & Boch Leipzig im Auftrag von Otto Kieling zu überweisen. Erwähnen sollte man noch den Firmen internen Stempel in rot Ablegen Co II

[Datenbank # 4678]

Gruß
Lulu
 
inflamicha Am: 10.03.2014 21:32:44 Gelesen: 704962# 2896 @  
Guten Abend,

der nächste Bücherzettel- diesmal aus Leipzig vom 12.4.1923 (PP 13) - ist fälschlicherweise als Fernpostkarte freigemacht worden.



Richtig als Drucksache frankiert hätten 20 Mark genügt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 11.03.2014 22:05:13 Gelesen: 704643# 2897 @  
Guten Abend,

hier ein Brief ins benachbarte Österreich vom 9.10.23 (Letzttag der Portoperiode 19):



(Datenbank # 4692)

Wie die meisten R-Briefe ins Ausland wurde auch dieser von der Devisenkontrolle geöffnet und auf unerlaubte Dinge durchsucht. Durch die Verschlussbanderole wurden leider einige Marken verdeckt. Vorderseitig ein senkrechtes Paar der 304 (800T/400 grün) und rückseitig zwei Marken der 290 sowie eine der 275a.

Das Porto betrug 2 Millionen und der nämliche Betrag war für die Einschreibgebühr fällig. Rechnet man nun alles zusammen, stellt man fest, dass der Brief um 50.000 Mark überfrankiert ist.

Sonnige Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 12.03.2014 20:20:04 Gelesen: 704162# 2898 @  
Guten Abend,

ein weiterer Bücherzettel, heute vom 1.10.1923 (Ersttag der PP 19) innerhalb Berlins. Das Porto dafür betrug mittlerweile 400.000 Mark, abgedeckt mit einer Einzelfrankatur der Mi-Nr. 300.



Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 12.03.2014 20:35:30 Gelesen: 704150# 2899 @  
Guten Abend,

heute wieder ein Beleg mit einer roten Marke.

Wir sehen einen Fernbrief von Hamburg nach Halle (Saale) vom 17.11.1922 (PP 10: 15.11. - 14.12.1922). Portorichtig frankiert mit 12 Mark in MiF Mi.Nr. 183a und 206.

Interessant ist der Empfänger, die Hallesche Pfännerschaft. Die sogenannten "Halloren", die auch heute noch aktiv sind und der "Bruderschaft der Salzwirker" angehören, welche sich 1524 zusammenschloss. Halle wurde durch die Sole und die daraus entstehende Salzgewinnung sehr reich. Die tiefergehende GEschichte und Schausieden kann heute noch im Salinemuseum in Halle besichtigt werden.

Die Halloren grenzten sich durch streng kastenartige Organisation von den restlichen Hallensern ab. Auch heute gibt es scherzhafterweise noch Halloren, Hallenser und Hallunken (Zugezogene).

Das nächste Mal ein Beleg an eine Adresse, in deren Haus sich noch heute einer der vier Brunnen befindet. Dazu später mehr.



Gruß
Josh

(Datenbank # 3391)
 
inflamicha Am: 13.03.2014 21:46:59 Gelesen: 703622# 2900 @  
Guten Abend,

von mir gibt es heute eine Teilbarfrankatur: Fernpostkarte von Jena nach Weissensee in Thüringen vom 17.9.1923 (PP 17), das Porto betrug 30.000 Mark.



Verklebt sind Marken für zusammen 10.000 Mark, der Rest wurde bar verrechnet.

Gruß Michael
 

Das Thema hat 5375 Beiträge:
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