Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 5316 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 17 27 37 47 57 67 77 87 97 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116   117   118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 137 147 157 167 177 187 197 207 213 oder alle Beiträge zeigen
 
muemmel Am: 07.03.2014 20:50:35 Gelesen: 684805# 2892 @  
Guten Abend,

heute flatterte mir ein Brief in die Schweiz ins Haus:



(Datenbank # 657)

Gelaufen von München nach Bern am Ersttag der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923) und frankiert mit 24 Marken der 295 (6 Millionen Mark). Entwertet wurde das Teil mit dem Bayrischen Bahnpoststempel MÜNCHEN–ULM / Zug 4.

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht euch
Harald
 
inflamicha Am: 07.03.2014 21:20:34 Gelesen: 684786# 2893 @  
Guten Abend,

von mir gibt´s diese Fernpostkarte von Fronhausen (Bezirk Kassel) nach Berlin-Steglitz vom 27.12.1922 (PP 11).



Porto-Soll waren 15 Mark, die Karte trägt eine portorichtige Mehrfachfrankatur der Mi-Nr. 115 e (6).

Schönes Wochenende und viele Grüße.

Michael
 
inflamicha Am: 09.03.2014 01:44:32 Gelesen: 684372# 2894 @  
Guten Morgen,

zur frühen Stunde ein Bücherzettel von München nach Berlin. Fällig war dafür das Drucksachenporto, am 20.1.1923 (PP 12) 10 Märker. Die nur unvollständig von der Stempelmaschine entwertete 2 Mark-Marke wurde von einem dienstbeflissenen Postbeamten mit kräftigen Blaustiftstrichen endgültig der Wiederverwendung entzogen, was auch heutzutage noch - dann allerdings mittels Kugelschreiber oder Edding - gerne so gemacht wird.



Und damit gute Nacht!

Michael
 
zockerpeppi Am: 09.03.2014 21:33:05 Gelesen: 684151# 2895 @  
Auch von mir wieder einmal ein Beitrag zum Thema:

PP 5 : 15.11.1922 – 14.11.1922



Gewerbebank zu Sangerhausen vom 15.11.1922 also am Ersttag der Portoperiode 5. Die Karte geht nach Dresden, vermutlich an eine Bank deren Name leider ausradiert wurde. Ankunft am 16.11.1922. Der Auftrag lautet 79.200,50 Mk an Villeroy & Boch Leipzig im Auftrag von Otto Kieling zu überweisen. Erwähnen sollte man noch den Firmen internen Stempel in rot Ablegen Co II

[Datenbank # 4678]

Gruß
Lulu
 
inflamicha Am: 10.03.2014 21:32:44 Gelesen: 683850# 2896 @  
Guten Abend,

der nächste Bücherzettel- diesmal aus Leipzig vom 12.4.1923 (PP 13) - ist fälschlicherweise als Fernpostkarte freigemacht worden.



Richtig als Drucksache frankiert hätten 20 Mark genügt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 11.03.2014 22:05:13 Gelesen: 683531# 2897 @  
Guten Abend,

hier ein Brief ins benachbarte Österreich vom 9.10.23 (Letzttag der Portoperiode 19):



(Datenbank # 4692)

Wie die meisten R-Briefe ins Ausland wurde auch dieser von der Devisenkontrolle geöffnet und auf unerlaubte Dinge durchsucht. Durch die Verschlussbanderole wurden leider einige Marken verdeckt. Vorderseitig ein senkrechtes Paar der 304 (800T/400 grün) und rückseitig zwei Marken der 290 sowie eine der 275a.

Das Porto betrug 2 Millionen und der nämliche Betrag war für die Einschreibgebühr fällig. Rechnet man nun alles zusammen, stellt man fest, dass der Brief um 50.000 Mark überfrankiert ist.

Sonnige Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 12.03.2014 20:20:04 Gelesen: 683050# 2898 @  
Guten Abend,

ein weiterer Bücherzettel, heute vom 1.10.1923 (Ersttag der PP 19) innerhalb Berlins. Das Porto dafür betrug mittlerweile 400.000 Mark, abgedeckt mit einer Einzelfrankatur der Mi-Nr. 300.



Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 12.03.2014 20:35:30 Gelesen: 683038# 2899 @  
Guten Abend,

heute wieder ein Beleg mit einer roten Marke.

Wir sehen einen Fernbrief von Hamburg nach Halle (Saale) vom 17.11.1922 (PP 10: 15.11. - 14.12.1922). Portorichtig frankiert mit 12 Mark in MiF Mi.Nr. 183a und 206.

Interessant ist der Empfänger, die Hallesche Pfännerschaft. Die sogenannten "Halloren", die auch heute noch aktiv sind und der "Bruderschaft der Salzwirker" angehören, welche sich 1524 zusammenschloss. Halle wurde durch die Sole und die daraus entstehende Salzgewinnung sehr reich. Die tiefergehende GEschichte und Schausieden kann heute noch im Salinemuseum in Halle besichtigt werden.

Die Halloren grenzten sich durch streng kastenartige Organisation von den restlichen Hallensern ab. Auch heute gibt es scherzhafterweise noch Halloren, Hallenser und Hallunken (Zugezogene).

Das nächste Mal ein Beleg an eine Adresse, in deren Haus sich noch heute einer der vier Brunnen befindet. Dazu später mehr.



Gruß
Josh

(Datenbank # 3391)
 
inflamicha Am: 13.03.2014 21:46:59 Gelesen: 682510# 2900 @  
Guten Abend,

von mir gibt es heute eine Teilbarfrankatur: Fernpostkarte von Jena nach Weissensee in Thüringen vom 17.9.1923 (PP 17), das Porto betrug 30.000 Mark.



Verklebt sind Marken für zusammen 10.000 Mark, der Rest wurde bar verrechnet.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 14.03.2014 21:29:31 Gelesen: 682256# 2901 @  
Guten Abend,

mit einer seltenen Postanweisung über 150 Mark geht es ins Wochenende. Die Postanweisung wurde von Reinerz nach Zittau gesandt. Die Gebühr betrug am 6.8.1921 eine Mark. Da der Wertstempel der Ganzsache für diese 1921 doch noch recht hohe Summe nicht ausreichte, mussten 60 Pfennig zufrankiert werden.



Die Ganzsache (A 44) trägt einen Germania-Wertstempel zu 40 Pfg. in grün, verklebt sind Mi-Nr. 91 II x in relativ später Verwendung und 159 a. Nach Auszahlung des Betrages wurde die Postanweisung mittels Lochung entwertet.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 16.03.2014 14:28:01 Gelesen: 681875# 2902 @  
Hallo,

die letzte Postanweisungs-Ganzsache des Deutschen Reiches erschien 1922, der extra hierfür geschaffene Wertstempel zu 50 Pfg. zeigt den Gott Hermes. Links neben dem Wertstempel befindet sich ein Kästchen mit der Inschrift "Papierpreiszuschlag 5 Pf", wie bei den Postreiter-Ganzsachen legte die Post hier die höheren Beschaffungskosten auf den Kunden um. "Leider" klebt da die 1 Mark Germania drauf...



Verwendet wurde die Postanweisung für die Übermittlung von 11 Mark am 6.1.1922 von Sachsenhausen (Waldeck) nach Bad Wildungen. Für einen Betrag von bis zu 100 Mark war eine Gebühr von 2 Mark fällig, neben dem Wertstempel sind also je eine Germaniamarke zu 50 Pf. und einer Mark zufrankiert. Zum Glück lohnte sich die Einlösung des Betrages für den Empfänger wohl nicht mehr, weshalb sich dieser schöne Beleg inkl. des linken Empfängerabschnittes bis in unsere Zeit erhalten hat. Die rückseitig abgedruckten Gebühren waren bereits überholt. Auch die Nachricht des Absenders verdeutlicht die Schwierigkeiten in der damaligen Zeit, welche mit der zunehmenden Geldentwertung einhergingen. Er schrieb:"Prämie für Lebensversicherung! Warte noch immer auf die letzten Quittungen! Ich bin ja gar nicht im Bilde bezügl. des Betrages! Außerdem sind die Zahlkarten ausgegangen! Besten Gruß Fr. Ende, Lehrer".

Und damit noch einen schönen Sonntag.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 16.03.2014 20:43:38 Gelesen: 681745# 2903 @  
Guten Abend,

mit solchen Raritäten, wie Michael sie gezeigt hat, kann ich leider nicht aufwarten. Aber einen Wertbrief vom 22.10.23 hätte ich zu bieten:



(Datenbank # 4707)

Gelaufen von Hannover nach München und frankiert mit 275a, 314 AP und 317 AP. Das Porto für den Brief (3. Gewichtstufe bis 250g) betrug 16 Millionen, die Einschreibgebühr weitere 10 Millionen und für die Versicherungsgebühr waren "nur" 200.000 Mark fällig.

Hübsche Grüße
Harald
 
JoshSGD Am: 16.03.2014 21:46:29 Gelesen: 681715# 2904 @  
Hallo Belegefreunde,

heute sehen wir einen recht unscheinbaren Beleg der PP 3 (1.10.18 - 30.9.19). Eine Drucksache bis vermutlich 20g im Ortsverkehr von Halle (Saale) portorichtig mit 10 Pfennig (EF Mi.Nr. 86 I a) frankiert. Die Empfängeradresse ist ein eigentlich unscheinbares Wohnhaus im Stadtkern von Halle, wenn nicht über dem Eingang "Eingang zum Gutjahrbrunnen" stehen würde. Daher habe ich mal etwas recherchiert.

Der Gutjahrbrunnen ist einer von vier Solbrunnen rund um den Hallmarkt. Durch die Hebung der Nordostscholle während der Bruchschollentektonik wurden die Zechsteinschichten gehoben und Wasser der Saale drang ein und ließ entsprechende Solquellen austreten.

Der Gutjahrbrunnen wurde 1138 das erste Mal schriftlich erwähnt und wurde, wie im Foto unten zu sehen, 1888/89 mit diesem Haus überbaut, blieb aber bis 1926 in Betrieb. 1955 wurde er einfach unter einer Betondecke vergraben. Im Jahr 2004 fand man diesen bei beginnenden Sanierungsarbeiten wieder. Das Haus heute ist unbewohnt und gehört der HWG, im Hinterhof befindet sich eine Zahnarztpraxis. In das Haus selber kommt man leider nicht, Anfragen bei der HWG blieben unbeantwortet. Eigentlich sollte der Brunnen bereits wieder öffentlich zugänglich sein, er ist der einzig erhaltene gebliebene.





(Datenbank # 519)

Gruß
Josh
 
inflamicha Am: 16.03.2014 21:57:25 Gelesen: 681703# 2905 @  
@ JoshSGD [#2904]

Hallo Josh,

in der Datenbank steht (Datenbank # 519) als Ortsbrief, dabei solltest Du bleiben. Als Drucksache wäre das Teil weder portogerecht noch dürfte der Umschlag zugeklebt gewesen sein - hier sieht man jedoch deutliche Öffnungsspuren.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 17.03.2014 07:44:11 Gelesen: 681568# 2906 @  
@ inflamicha [#2905]

Du hast recht, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Leider kann ich es nicht korrigieren.

Gruß
Josh
 
inflamicha Am: 17.03.2014 21:54:46 Gelesen: 681358# 2907 @  
Guten Abend,

@ Josh: Nicht so tragisch, kann passieren.

Am 22.8.1923 (PP 15) wurde dieser Einschreibbrief von Berlin nach Hamburg geschickt.



Briefporto und Einschreibgebühr kosteten je 1000 Mark, es sind 4 Marken zu 500 Mark (Mi-Nr. 272) mit Firmenlochung "H C" für den Absender Hardy & Co. verklebt worden.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 17.03.2014 22:24:34 Gelesen: 681346# 2908 @  
@ inflamicha [#2907]

Servus Michael,

Glückwunsch zu dem Beleg. Mehrfachfrankaturen dieser Marke sind zwar keine Superraritäten, aber muss doch schon recht lange nach solchen Teilen suchen.

Grüßle
Harald
 
inflamicha Am: 18.03.2014 21:25:17 Gelesen: 681187# 2909 @  
Guten Abend,

eine Zeitungssache aus der PP 11 kann ich heute zeigen: Nachbestellung der Frankfurter Zeitung vom 4.1.1923, die Gebühr hierfür in Höhe von 15 Mark wurde mit 10mal Mi-Nr. 185 und 5mal 189 verklebt.



Die Zeitungsbestellung wurde von Leipzig nach Frankfurt am Main portofrei befördert, die 15 Mark stellen lediglich die Gebühr für die Zeitungsnachlieferung dar.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 19.03.2014 20:58:24 Gelesen: 681030# 2910 @  
Liebe Belegefreunde,

heute dann aber eine Drucksache bis vermutlich 20g im Ortsverkehr Halle aus der PP 3 (1.10.1918 - 30.9.1919). Der Beleg datiert vom 26.8.1919 und portorichtig frankiert mit 5 Pfennig, EF Mi.Nr. 85 I.

Die Empfängerin wohnte im oben beschriebenen Haus (Beitrag [#2904]) mit dem bekannten halleschen Solebrunnen.



(Datenbank # 521)

Gruß
Josh
 
inflamicha Am: 19.03.2014 21:08:08 Gelesen: 681028# 2911 @  
Guten Abend,

heute zur Abwechslung mal wieder eine Privatganzsache. Es handelt sich um die PP 36 B1/04 der Firma Krey und Sommerlad in Niedersedlitz mit der Abbildung des neuen Küchenherd-Modells. Diese Ganzsachen tragen meist Namen und Wohnort des jeweiligen Gebietsvertreters, hier ist es A. Vocke aus Buttstädt.



Von Buttstädt wurde die Karte dann auch am 7.7.1920 (PP 5) nach Kleinschmalkalden verschickt. Seit 6.5.1920 waren für die Fernpostkarte 30 Pf. fällig. Der Wertstempel reichte dafür nicht mehr aus und so wurde eine Germaniamarke im gleichen Nennwert dazugeklebt.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 20.03.2014 21:33:15 Gelesen: 680739# 2912 @  
Guten Abend,

wir hatten lange keine Rohrpost, deshalb heute eine Ganzsache RP 19 als Rohrpostkarte vom 29.8.1921 innerhalb Berlins mit Zusatzfrankatur Mi-Nr. 141 und Viererblock 145 II für die nötigen 2 Mark in der PP 6.



Absender war das Städtische Tiefbauamt, die Marken haben alle die "M B"-Lochung des Magistrats Berlin. Auf der Rückseite befindet sich der Eilboten-Zustellerstempel "7", der Form wegen auch als "Brikettstempel" bekannt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 20.03.2014 22:08:31 Gelesen: 680726# 2913 @  
Guten Abend,

hier ein Brief nach Norwegen vom 2.11.23 (Portoperiode 22):



(Datenbank # 4710)

Gelaufen von Greiz nach Kristiania (Oslo) als Brief der 2. Gewichtstufe bis 40g. Das Porto betrug 200 Millionen Mark für die ersten 20 Gramm und für die folgenden 20 Gramm waren 100 Millionen Mark zu berappen.

Frankatur: 321 BP (2) und 323 APa.

schöne Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 21.03.2014 22:27:05 Gelesen: 680456# 2914 @  
Guten Abend,

eine seltene frühe Massenfrakatur kommt heute zur Ansicht: Paketkartenstammteil für ein Paket bis 5 kg vom 9.10.1922 bis 75 km Entfernung (PP 9). Die Paketgebühr in Höhe von 30 Mark ist mit 40 Germaniamarken zu 75 Pfennig (Mi-Nr. 104 a) erbracht.



Versandt wurde das Paket von Langen im Bezirk Darmstadt nach Waldkatzenbach bei Eberbach. Dieser Ort wurde postalisch von Strümpfelbrunn (Amt Eberbach) mitversorgt.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 22.03.2014 23:58:50 Gelesen: 680227# 2915 @  
Guten Abend,

eine weitere frühe Massenfrankatur trägt dieser Brief von Rüstringen (Oldenburg) nach Berlin vom 2.5.1922 (PP 7):



Bemüht die kaum noch verwendbaren 5 Pfennig-Germaniamarken aufzubrauchen klebte der Absender 40 Stück davon auf Vorder- und Rückseite des Umschlages, um die nötigen 2 Mark Porto zu erbringen.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 23.03.2014 22:11:13 Gelesen: 679839# 2916 @  
Guten Abend,

vom 23.1.1923 (PP 12) stammt dieser Bücherzettel von Ribnitz nach Berlin:



Das Porto betrug 10 Mark, verklebt sind dafür je 2mal Mi-Nr. 224 und 225.

Eine schöne Woche und freundliche Sammlergrüße

Michael
 

Das Thema hat 5316 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 17 27 37 47 57 67 77 87 97 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116   117   118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 137 147 157 167 177 187 197 207 213 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht