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Thema: Motiv Eisenbahnen
Das Thema hat 746 Beiträge:
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skribent Am: 29.01.2014 06:58:20 Gelesen: 120196# 222 @  
Guten Morgen Zusammen,

vor 183 Jahren begann in Amerika der Eisenbahnverkehr, und zwar mit der abgebildeten Lokomotive Best Friend of Charleston



Weihnachten 1830 fand die Probefahrt statt und am 15. Januar 1831 nahm die Maschine den Reisezugverkehr auf der Strecke Charleston-Hamburg auf. Das Vergnügen dauerte nicht lange, denn schon am 17. Juni 1831 wurde die Maschine wieder ausgemustert. An diesem Tag explodierte ihr Kessel, verursacht durch einen Fehler des Heizers, der dabei auch sein Leben verlor.

Ein Unglück dieser Art ist heute auszuschließen, aktuell fallen allenfalls die Heizungen aus oder die Toiletten werden unbenutzbar.

Lassen Sie sich das Bahnfahren nicht vermiesen, bzw. verlieren Sie nicht die Liebe für das Lokomotivwesen.

einen schönen Tag wünscht
Franz
 
Altmerker Am: 01.02.2014 13:17:33 Gelesen: 120063# 223 @  


Die gute, alte Dampflok im Stempel für eine Strecke, die es heute nicht mehr gibt. Einst führte sie bei Oebisfelde ganz dicht an der "Staatsgrenze West", dann an der Ländergrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt entlang. Heute erahnt man noch die Trasse oder sieht verfallene Bahnanlagen. Die Marke passt gut zum Thema, auch wenn diese Strecke nun keine Fernbahn war, sondern zu dem einst sehr dichten Kleinbahnnetz der Altmark gehörte.
 
sammler-ralph Am: 01.02.2014 14:02:47 Gelesen: 120056# 224 @  
Eine meine absoluten Lieblingsbahnen ist die Rhätische Bahn in der Schweiz. Im Jahr 1889 wurde das erste Teilstück der Landquart Davos-Bahn (LD) bis Klosters eröffnet. 1895 konstituierte sich die LD unter dem neuen Namen Rhätische Bahn. Ziel war es, ein Netz von Bahnen in Graubünden aufzubauen, was in mehreren Etappen erfolgte. Weiterhin wurden im Laufe der Zeit andere Bahnen in Graubünden (Bellinzona – Mesocco, Chur - Arosa und Bernina¬bahn) in die RhB integriert:

09.10.1889 Landquart – Klosters Platz
21.07.1890 Klosters Platz – Davos Platz
01.07.1896 Chur -Thusis
29.08.1896 Landquart – Chur
01.06.1903 Reichenau - Ilanz
01.07.1903 Thusis - Celerina
10.07.1904 Celerina – St. Moritz
06.05.1907 Bellinzona – Lostallo (BM, seit 01.01.1942 bei RhB)
31.07.1907 Lostallo – Mesocco (BM, seit 01.01.1942 bei RhB)
01.07.1908 Pontresina – Samedan
01.07.1908 Tirano – Poschiavo (BB, seit 01.01.1943 bei RhB)
01.07.1908 Pontresina – Morteratsch (BB, seit 01.01.1943 bei RhB)
01.08.1908 Morteratsch – Bernina Suot (BB, seit 01.01.1943 bei RhB)
01.07.1909 Bernina Suot – Ospizio Bernina (BB, seit 01.01.1943 bei RhB)
01.07.1909 Pontresina - St. Moritz (BB, seit 01.01.1943 bei RhB)
01.07.1909 Davos Platz - Filisur
05.07.1910 Ospizio Bernina – Poschiavo (BB, seit 01.01.1943 bei RhB)
01.08.1912 Ilanz – Disentis
01.07.1913 Bever – Zernez - Scuol
12.12.1914 Chur – Arosa (ChA, seit 01.01.1942 bei RhB)
19.11.1999 Klosters – Susch/Lavin (Vereinastrecke)

Die ersten Strecken wurden zunächst mit Dampflokomotiven betrieben, alle Linien wurden jedoch bereits bis 1922 elektrifiziert. Grund war der Kohlenmangel im Ersten Weltkrieg, als die Lieferungen aus dem Ruhrgebiet ausblieben. Insgesamt waren bei der RhB 57 Dampfloks im Einsatz. Eine Reihe von ihnen lassen sich philatelistisch belegen.

Dampflokomotiven G 3/4 (1-5)

Die 5 Nassdampf-Zwillingslokomotiven von SLM, Achsfolge 1´C (Typ Mogul), leisteten rund 250 PS bei 20 km/h. Sie haben ein Dienstgewicht von 30,2 t und sind 45 km/h schnell. Ihre Länge über Kupplung beträgt 7945 mm

Lok 1 Rhätia, Inbetriebnahme 08.07.1889, 1928 ausgemustert, 1970 an Museumsbahn Blonay-Chamby, 1988 zurück an RhB, im Einsatz als Museumslok
Lok 2 Prättigau, Inbetriebnahme 05.08.1889, 1925 verschrottet
Lok 3 Davos, Inbetriebnahme 26.08.1889, 1917 an Prinz-Heinrich-Bahn Luxemburg, 1954 verschrottet
Lok 4 Flüela, Inbetriebnahme 10.10.1889, 1917 an Prinz-Heinrich-Bahn Luxemburg, 1954 verschrottet
Lok 5 Engadin, Inbetriebnahme 13.10.1889, 1917 an Prinz-Heinrich-Bahn Luxemburg, 1954 verschrottet

Zum RhB-Jubiläum 1989 verwendeten die Postämter 7180 Disentis/Muster, 7504 Pontresina und 7550 Scuol einen Stempeleinsatz mit einem von einer Lok G ¾ geführten Zug.



Bei Interesse würde ich die anderen Loks hier auch noch vorstellen.

Gruß
Ralph
 
drmoeller_neuss Am: 02.02.2014 00:17:47 Gelesen: 120007# 225 @  
@ Altmerker [#223]

Hat zwar mit Philatelie nichts zu tun, aber diese Webseiten mit Photos von der ehemaligen Bahnstrecke Salzwedel - Oebisfelde sind sehenswert: http://www.zweirad-juergens.de/seitenaltmarkeisenbahn/Oebisfelde-Salzwedel.html

Eigentlich waren Photos von Bahnanlagen in der DDR nicht erlaubt, und schon erst gar nicht im Grenzsperrgebiet zur BRD. Oebisfelde war damals Grenzbahnhof der DDR zur BRD.
 
skribent Am: 03.02.2014 06:23:48 Gelesen: 119924# 226 @  
Guten Morgen Zusammen,

heute eine Maschine, bei deren Anblick dem Lokfreak das Herz aufgeht:



Eine Elektrolokomotive der SBB, Typ Ce 6/8 II, auch als Krokodil bekannt, Achsfolge (1'C)(C'1), Spurweite 1435 mm. Dieser Typ wurde zwischen 1920 und 1922 bei SLM + MFO gebaut und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h. Von 1943 - 1947 wurden 13 Loks umgebaut und fuhren dann 75 km/h.

Die Abbildung auf dem Block von Paraguay passt sehr gut zum Wetter - ein Krokodil im Schnee.

Einen angenehmen Wochenbeginn wünscht
Franz
 
Altmerker Am: 04.02.2014 21:11:09 Gelesen: 119844# 227 @  
Eine Lok, die auf der Außerfernbahn unterwegs war. Die Außerfernbahn schlängelt sich von Kempten im Allgäu nach Garmisch-Partenkirchen und erschließt insbesondere das südöstliche Allgäu mit Oy-Mittelberg, Nesselwang und Pfronten sowie das österreichische Außerfern mit Vils, Reutte dem Ehrwalder Talkessel.

Für den Betrieb der Außerfernbahn wurden gemäß Staatsvertrag Elektrolokomotiven der Baureihe EP 3/5 sowie weiteres Wagenmaterial durch die königlich bayerischen Staatseisenbahnen beschafft.


 
skribent Am: 05.02.2014 09:10:59 Gelesen: 119815# 228 @  
Guten Morgen Zusammnen,

vor exakt 50 Jahren wurde in den Lokomotivbauwerken "Oktober-Revolution" in Lugansk (Woroschilowgrad) ein neuer Maschinentyp entwickelt, der für den Güterzugdienst konzipiert war.

1964 entstanden die ersten beiden Loks, Prototypen mit der Bezeichnung M62 und den Baunummern 001 und 002.



Zur gleichen Zeit hatte der COMECON (RWG) eine Art Arbeitsteilung eingeführt und die Volkswirtschaftspläne wurden aufeinander abgestimmt.

Und so wurde dieser starke Maschinentyp ab 1965 der "Renner" bei den kommunistisch orientierten Staaten, denn die ersten beiden Loks wurden nach Ungarn verkauft und später dann noch 288 weitere. Polen erwarb fast 1.200 Stück, die Tschechoslowakei 625 Stück, die DDR 378 Stück und Kuba 20 Stück. Die Anzahl der nach Nord-Korea gelieferten ist nicht genau belegbar.

Die Bezeichnungen in den einzelnen Ländern waren unterschiedlich, M62, ST44, T679/81, BR 61, M62K und K62/LH01. In der DDR liefen sie unter der Bezeichnung V 200 / 120 / 220, bekannt waren sie dort aber unter dem Namen "Taigatrommel".

Zur Wochenmitte alles Gute!
Franz
 
skribent Am: 08.02.2014 08:13:46 Gelesen: 119647# 229 @  
Hinein ins Wochenende ...

... selbstverständlich mit Volldampf!



Die abgebildete Augenweide ist ursprüngliche eine Maschine der Serie 231 C, wurde 1911 von Henschel & Sohn gebaut und lief bei der französischen PLM.
Dieser Pacific-Typ lief dann bei der SNCF, wurde umgebaut und erhielt dann die Bezeichnung 231-K-8. Sie ist der Nachwelt erhalten geblieben und steht heute in Villeneuve Saint Georges, Frankreich.

Das Wertzeichen ist bei Michel mit der Nr. 5419 gelistet (gezähnt und gestanzt), der abgebildete Block hingegen wurde nur an Sammler in einem Folder verkauft.

Ein schönes Wochenende wünscht
Franz
 
Angelika2603 Am: 09.02.2014 07:09:26 Gelesen: 119580# 230 @  
Moin Moin,

klein aber fein:



einen schönen Sonntag
Angelika
 
T1000er Am: 09.02.2014 08:09:29 Gelesen: 119570# 231 @  
@ Angelika2603 [#230]

Die Dampflok kommt mir doch sehr bekannt vor!



Bis 1992 zierte diese Lok unumschränkt das Verkehrszeichen Nr. 151 "Unbeschrankter Bahnübergang". Die neuere Version ist dann rechts zu sehen. Beide sind aber nach wie vor gültig.

Gruß,
T1000er
 
skribent Am: 18.02.2014 16:47:20 Gelesen: 118942# 232 @  
Guten Tag Zusammen,

würde bei uns ein zeitgemäßes Wetter vorherrschen, könnte es vielleicht so wie auf dem Wertzeichen von Uganda. Mi.-Nr. 1028 (Bl. 155) von 1992 aussehen.



Allerdings ohne die Elektro-Lokomotive, denn die kam u.a. auf der Transibirischen Eisenbahn zum Einsatz.

Es handelt sich um eine VL 23 (Wladimir Lenin) aus den Novocherkassk-Werken, die in Einzel- oder Doppeltraktion eingesetzt wurde.

Für den schweren Güterzugdienst, hauptsächlich auf dem TRANSSIB-Streckenteil zwischen Moskau und dem Baikalsee, wurden beinahe 500 Stück gefertigt. Später wurden sie auch nach Aserbaidschan und in die Mongolei eingesetzt.

Einen schönen Abend!
Franz
 
drmoeller_neuss Am: 18.02.2014 17:24:20 Gelesen: 118934# 233 @  
Die Transib war wohl ein beliebtes Motiv - so auch im Kongo (Brazzaville).

Ob die zierliche Dampflok auf der Marke jemals auf der Transsibirischen Eisenbahn gefahren ist, kann ich nicht sagen. Der dargestellte Streckenverlauf ist jedenfalls authentisch.
 


MK-Bochum Am: 19.02.2014 09:32:57 Gelesen: 118894# 234 @  
@ drmoeller_neuss [#233]

Hier ein paar Hinweise zur dargestellten Lokomotive:

Die 1890er Jahren waren charakteristisch für den Beginn der Umstellung der Lokomotiven auf Verbunddampfmaschinen. Die Lokomotiven der Baureihe Ш (Sch) wurden von 1900 bis 1904 von den Werken Kolomna, Newski und Charkow hergestellt. Die 2'C-Lokomotiven der Baureihe Ш (Sch) hatten nahezu die gleiche Leistung wie die Lokomotiven der Baureihen А (A) und Н (N), erzielten jedoch infolge einer besseren Konstruktion Geschwindigkeiten bis zu 65 km/h bei sehr ruhigem Lauf. Außer bei der Moskau-Kasaner Bahn waren Lokomotiven der Baureihe Ш (Sch) auch bei einigen staatlichen Bahnen, insbesondere bei der Transbaikal-Bahn, wo sie etwa 30 Jahre lang im Dienst waren, und bei der Nord-West-Bahn auf der Ostsee-Strecke eingesetzt.

Es grüßt Manfred
 
Quedlinburger Am: 19.02.2014 21:30:21 Gelesen: 118841# 235 @  
@ zockerpeppi [#120]

Hallo Lulu,

nach fast 9 Monaten kann ich dir nun den vollständigen Satz auf Ersttagsbeleg zeigen. Ich fand ihn zufällig in meinem Fundus.



Gruß Olaf
 
zockerpeppi Am: 19.02.2014 21:35:04 Gelesen: 118839# 236 @  
@ Quedlinburger [#235]

Klasse ! Danke fürs zeigen.

liebe Grüße
Lulu
 
Cantus Am: 20.02.2014 01:55:38 Gelesen: 118820# 237 @  
Ein Sonderstempel vom 18.7.1981 aus Sonthofen zu den Allgäuer Eisenbahntagen.



Viele Grüße
Ingo
 
doktorstamp Am: 20.02.2014 12:18:08 Gelesen: 118788# 238 @  
Cantus Am: 24.02.2014 23:31:53 Gelesen: 118460# 239 @  
Die französische Briefmarke Mi. 345



findet sich gleich drei Mal auf einer Pariser Ansichtskarte aus 1937.



Viele Grüße
Ingo
 
abrixas Am: 27.02.2014 13:23:23 Gelesen: 118341# 240 @  
Meine Lieblingsserie! Diese Marken der SNCB sind einfach Klasse! Und was ich im diesjährigen Urlaub in Niederösterreich (Mariazeller Bahn) sehen durfte, war toll. Ich konnte in der Werkstatt alles besichtigen, bekam vom Personal auf alle Fragen ausführliche Antworten. 2014 geht es wieder hin!




 
skribent Am: 03.03.2014 07:24:41 Gelesen: 118147# 241 @  
Guten Morgen Zusammen,

es gefällt mir nicht, wenn die "Lokomotiven" in die 2 Reihe abrutschen, darum hier zum Start in die neue Woche eine Maschine aus China (VR).



Es handelt sich um eine Diesel-Lokomotive vom Typ DF3, die ab 1972 in den Dalian-Werken (Dalian) für die CPRR gebaut wurde.

Sie wurde aus der DF1 (ab 1964) als Reisezug-Lokomotive weiterentwickelt und soll heute noch in den chinesischen Industriegebieten vereinzelt Güterzug- und Rangierdienste ausführen. In Doppel-Traktion ein wahres Kraftpaket! Im Hintergrund sind auf der Wertzeichen-Abbildung Teile der Pekinger Bahnhofsanlage zu erkennen.

Einen angenehmen Wochenverlauf wünscht
Franz
 
skribent Am: 05.03.2014 17:52:34 Gelesen: 118023# 242 @  
Hallo Zusammen,

am 3. April 2014 wird ein Sonderwertzeichen an die Schalter kommen, das ein Ereignis aus dem Jahre 1839 dokumentieren soll.

"175 Jahre deutsche Ferneisenbahn"



Am 7. April 1839 um 14:00 Uhr befuhr der 1. durchgehende Zug die Strecke Leipzig-Dresden. Das war der Eröffnungstag der ersten deutschen Ferneisenbahn. Die Benennung dieses Ereignisses ist auch das einzige, was auf dem neuen Wertzeichen korrekt angegeben ist.

Die Abbildung auf dem Wertzeichen stammt vom 19. Juli 1838, also 9 Monate vorher, als ein Zug aus Dresden kommend den fertig gestellten Streckenabschnitt nach Weintraube (Radebeul) befuhr.

Die Radierung, mit der dieses Ereignis damals dokumentiert wurde, wurde als Vorlage für das neue Wertzeichen genutzt.



Die Abbildung zeigt die Überfuhr des 1. Zugs bei Trachau über die "Schiefe Brücke", gezogen von der B-Lokomotive "Komet", die 1836 bei Rothwell, Bolton in England gekauft wurde.

Die Künstlerin Kitty Kahane aus Berlin hat ein wenig die Wagenreihung verändert (sonst hätten die Ehrengäste alle im Gemüsewagen gesessen) und alles etwas aufgehübscht.

Hoffentlich kommt nun niemand auf die Idee, die 2B-Lokomotive als "Saxonia" (B1-Lok) zu bezeichnen, denn die war zu dem Zeitpunkt noch im Bau und durfte bei der Eröffnung am 7.4.1839 auch nur hinterher zuckeln.

Einen schönen Abend wünscht
Franz
 
drmoeller_neuss Am: 06.03.2014 17:54:20 Gelesen: 117952# 243 @  
Deutscher Exportschlager Nummer 2: Die Diesellokomotive V200 wurde von Krauss-Maffei gebaut und auf der Verkehrsausstellung 1953 in München das erste Mal vorgestellt. Einige Exemplare tun bis heute vor Güterzügen ihren schweren Dienst.

Dieses Exemplar fand seinen Weg bis nach Syrien.

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_V_200.1
 


skribent Am: 07.03.2014 06:37:35 Gelesen: 117916# 244 @  
@ drmoeller_neuss [#243]

Guten Morgen Zusammen,

bei der Abbildung und Beschriftung dieses Wertzeichens stimmt leider gar nichts, außer dass es sich um eine V 200 handelt. Auch die Beschreibung im Michel ist unkorrekt. Das Wz stammt aus der Vereinigten Arabischen Republik und wurde anlässlich des geplanten Baus der Strecke Latakia-Aleppo verausgabt. Diese Strecke wurde allerdings erst zwischen 1974 und 1976 mit sowjetischer Hilfe fertiggestellt.

Die Chemin de fer Syriens wurde erst 1956 gegründet und die ersten Diesellokomotiven kaufte man 1968 in Frankreich, B&L-Maschinen vom Typ LDE 650.

Wie kommt nun eine deutsche V 200 auf ein Wertzeichen der VAR?

Der Grafiker hat sich mangels Vorbildern einen Prospekt der Fa. Krauss-Maffei genommen, die mit diesem Flyer für eine Vorführfahrt durch Österreich, Jugoslawien, Griechenland nach der Türkei warben. Eigentlich sollte die V 200 005 auch über die alte Bagdadbahn bis nach Syrien fahren, aber die Strecke war so marode, dass sie die 80 Tonnen schwere Maschine gar nicht hätte aufnehmen können. Demzufolge war die Vorführfahrt in Adana beendet.

Auf dem Prospekt sieht man die V 200 005 auf der Fahrt durch das Taurus-Gebirge nach Adana.

Einen schönen Tag wüncht
Franz
 
drmoeller_neuss Am: 07.03.2014 22:30:25 Gelesen: 117829# 245 @  
Den Beitrag von skibent nehme ich zum Anlass, ein weiteres Wertzeichen zum Unterthema "Fehler auf Eisenbahnmarken" einzustellen.

Eigentlich ist diese am 19. Mai 1956 erschienene italienische Marke (Michel-Nr. 966) der Klassiker für Fehler auf Briefmarken:

Der dickste Knüller ist die Dampflokomotive auf der Marke. Die wäre durch den etwa 20 km langen Tunnel gar nicht durchgekommen, weswegen man die Strecke von Anfang an elektrifizierte. Im Eröffnungsjahr 1906 waren Elektrolokomotiven noch absolutes technisches Neuland.

Auf der Marke stimmt auch sonst nichts:

- Die Pferdekutsche ist nie so über den Simplonpass gefahren. Der Briefmarkengrafiker hat einfach die Darstellung von einem Gemälde des Schweizer Malers Rudolf Koller aus dem Jahre 1873 "geklaut". Zu dem Zeitpunkt der Tunneleröffnung wäre die Kutsche mit 33 Jahren schon recht betagt gewesen.

- Zum Zeitpunkt der Tunneleröffnung gab es nur eine Röhre.

- Und zu guter letzt: Die Dampflok fährt auch noch auf der falschen Seite.

Auch in der Realität ist der Tunnel mit einigen Negativschlagzeilen in die Eisenbahngeschichte eingegangen: bereits beim Bau waren knapp 100 Opfer wegen der gefährlichen Arbeitsbedingen zu beklagen.

In den siebziger Jahren gab es wenige Jahre hintereinander zwei schwere Unglücke, da die jeweiligen Lokführer zu schnell gefahren sind. Vor zwei Jahren ist ein Güterzug im Tunnel ausgebrannt und hat die Elektroinstallation gleich mit zerstört.
 


abrixas Am: 10.03.2014 13:26:29 Gelesen: 117684# 246 @  
Ich kann zwar nicht viel zu der im Stempel dargestellten Diesellok sagen, obwohl Eisenbahnfan bin, aber in meiner Jugendzeit nannte man diese Baureihe V100 - und ein H0-Modell steht seit Jahren in meiner Vitrine.

Zum Anlegen einer Modellbahnanlage fehlte mir im Berufsleben die Zeit und jetzt der Platz. Also bleibt es weiterhin in der Vitrine, da verstauben meine Modelle wenigstens nicht.

Als Zugabe ein Foto aus einer anderen Bahn-Ecke: Ein Hauptsignal aus Österreich, dass ich im letzten Urlaub an einer stillgelegten Strecke entdeckte.


 

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