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Thema: (?) (41) DDR: Postkontrolle der DDR Zollverwaltung
Das Thema hat 53 Beiträge:
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ginonadgolm Am: 30.12.2013 18:00:25 Gelesen: 15143# 29 @  
@ heide1 [#28]

Das ist eine power-Point-Präsentation! Entweder hast du Power-Point oder du mußt die Datei in "open office" öffnen (importieren), dann geht's!

Guten Rutsch wünscht
Ingo aus dem Norden
 
Totalo-Flauti Am: 31.12.2013 15:51:25 Gelesen: 15093# 30 @  
@ Altmerker

Vielen Dank für den Hinweis der notwendigen Trennung der Postkontrolle zwischen Zoll und Stasi. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass, trotz der offensichtlich unterschiedlichen Zielrichtung des Handels von Zollverwaltung und Staatssicherheit, hier immer nur "eine Behörde" tätig wurde. Aber wie ich mittlerweile lesen konnte, war der Zoll dem Ministerium für Aussenhandel (siehe auch bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Zollverwaltung_der_DDR) unterstellt und nicht der Staatssicherheit.

Trotzdem scheint mir die Trennung auch in dem von Dir genannten Link zu den Eutiner Briefmarkenfreunden auf Seite 1 im Abs. 2 und 3 nicht so recht klar zu sein. Auf Seite 1 im Abs. 2 und 3 schreibt Sammlerfreund Thimm "Durch Dienstvorschrift erhielten alle Postzollämter (PZA) entsprechende Zollverwaltungsstempel und Symbolstempel und die ausgesuchten Postbediensteten mußten die Postgüter, im wesentlichen Briefe, Päckchen und Pakete, auf Weisung der Stasi öffnen und nach Kontrolle durch die Stasi wieder verschließen. Die Kontrolle selbst wurde durch den Zoll, Angehörige der Staatssicherheit, durchgeführt. Ab Herbst 1980 wurden Briefe mit einem „Balkenstempel“, Gummistempel von 15–20 mm x 2 mm, unterhalb der Empfängerpostleitzahl oder vor dieser abgestempelt. Die Stempelfarbe ist blau bis blauviolett, selten andersfarbig. Auch Tinten-, Kuli- oder Filzstiftstriche (einfachere Handhabung) kommen vor." So wie er schreibt, könnte man aber auch meinen, dass die Zollverwaltungen und Staatssicherheit in einer Hand den Postverkehr kontrollierten. In einem mir mittlerweile vorliegenden Handbuch und Katalog "Zollkontrolle der STASI mit Hilfe von Postbediensteten in der DDR ab 1962 bis zum Mauerfall im Brief-, Päckchen- und Paketverkehr" von Hermann-Josef Müller (im Eigenverlag in 2.Auflage 2007 erschienen) ist auf diese Balken der Postkontrolle der Staatssicherheit gar kein Hinweis vermerkt. Der Titel läßt auch hier auf eine gemeinsame Kontrolle der beiden DDR-Organe vermuten.

Gibt es entsprechende Vorschriften, die hier eine klare Trennung belegen können?

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti
 
Totalo-Flauti Am: 24.01.2014 10:41:01 Gelesen: 14878# 31 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich kann Euch jetzt auch mal Stempel aus der relativ frühen Phase der Postkontrolle in der DDR zeigen. Leider sind es keine "echten" philatelistischen Belege. Sie zeigen aber doch wie entsprechende Stempel der Paketkontrollämter aus der Zeit 1954 bis 1962 aussahen. Bei den Belegen geht es um die verschiedenen Behandlungsweisen der Postsendungen. Beim Beleg von 1958 wurde wegen des Überschreitens der Höchstmengen von Tabakerzeugnissen die gesamte Sendung zurück gesandt. Beim Beleg von 1959 wurden dagegen die verbotenen Zeitschriften (2 Hefte bunte "Deutsche Illustrierte") entnommen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti



 
Totalo-Flauti Am: 31.03.2014 15:08:15 Gelesen: 14258# 32 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe ein Einschreiben aus Kiel nach Leipzig vom 18.05.1978, dass ich Euch zeigen möchte. Auf der Vorderseite prangt ein Gummistempel mit Quadrat und mit der Nummer 64. Es handelt sich hierbei um einen "Stummen Sicht- oder Symbolstempel" der Postkontrolle des MfS. Bei der Öffnung des Briefes wurde wohl nicht allzu behutsam vorgegangen. Die auf der Rückseite verwendeten Klebestreifen wurden durch das zuständige Hauptpostamt 705 Leipzig 5 mit einem entsprechenden Rahmenstempel erklärt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
Richard Am: 28.04.2014 09:09:02 Gelesen: 13983# 33 @  
Auszug aus der 2. überarbeiteten Auflage, mit Stand 06/2009 und den Ergänzungen von 08/2012, zur:

„Die Zollkontrolle der Staatssicherheit (Stasi) mit Hilfe von Postbediensteten in der DDR ab 1962 bis zum Mauerfall, im Brief-, Päckchen- und Paketverkehr“

von Volker Thimm

http://www.briefmarkenfreunde-eutin-malente.de/Phila_Beitrage/Stasi/stasi.html
 
Richard Am: 20.08.2014 09:55:52 Gelesen: 12928# 34 @  
@ Totalo-Flauti [#22]

Von einem unbekannten Schreiber ohne Absender haben wir folgende Mail erhalten, für die wir uns bei diesem herzlich bedanken:

Hallo,

ich habe Ihre Seiten mit Interesse gelesen. Es gibt auch Missverständnisse und Fehler dabei. Ich habe dazu einen Text geschrieben, den Sie gern an der betreffenden Stelle veröffentlichen können. Mich extra für einen Beitrag anzumelden ist zuviel Aufwand.

Zur Paketkarte aus Jordanien.

Entsprechend dem Postpaketabkommen der UPU gehört zu jedem Paket im internationalen Postverkehr eine Paketkarte. Dazu gibt es auch eine Mustervorlage. Entsprechend dieser gestaltet jedes Land seine Paketkarten. Das war auch in der DDR und BRD so.

Die Paketkarte aus Jordanien ist in einem Kartenschluß (siehe Weltpostvertrag, Postpaketabkommen …) in der DDR angekommen. Bei der Bearbeitung wurde die Paketkarte mit den Angaben auf dem Paket verglichen sowie den auf der Frachtkarte gemachten Angaben. Das Richtigkeit der Angaben wurde festgestellt und bestätigt (grüner Strich). Für die Zollbearbeitung ist das Postzollamt (PZA) des jeweiligen Bezirkes, zuzuordnen durch die Postleitzahl (PLZ), zuständig. Für den Bezirk Leipzig waren das die PLZ 70 bis 74. Beim Hauptpostamt Leipzig 18 fehlten schon Briefmarken auf der Paketkarte, daher der entsprechende Stempel. Die Sendung wurde dann geöffnet und vom Zoll (nicht Stasi) kontrolliert. Damit man nachvollziehen kann, wer die Bearbeitung vorgenommen hatte, gab es Stempel mit einer Nummer. Jeder Postler und Zöllner hatte seinen eigenen Stempel. Der zur Öffnung von Zoll beauftragte Postler (Z 25) hat die Sendung geöffnet und später ordentlich geschlossen und weitergeleitet. Die durchgeführte Zollkontrolle wurde vom Zöllner bestätigt (Dreieckstempel 56). Die Sendung wurde dann dem Empfänger zugestellt. Der Erhalt der Sendung wurde durch Unterschrift auf der Rückseite der Paketkarte durch den Empfänger bestätigt. Dieser Aushändigungsnachweis gehört der Post und darf nicht an den Empfänger ausgehändigt werden. Da hat jemand geschlampt!
 
Fips002 Am: 20.02.2015 22:00:45 Gelesen: 11515# 35 @  
Von mir ein Brief zur Postkontrolle der DDR mit Zettel

Zurück! Retour! Inhalt verstößt gegen Ziffer 1.1.1. in Verbindung mit 2.15.2.:8 der "Liste der verbotenen Gegenstände"

und Banderole der Deutschen Bundespost bei der Oberpostdirektion Frankfurt am Main:

"Amtlich geöffnet zur Ermittlung des Empfangsberechtigten durch die Ermittlungsstelle für Briefsendungen d. Deutschen Bundespost".



Gruß Dieter
 
Totalo-Flauti Am: 30.03.2015 20:34:21 Gelesen: 11112# 36 @  
Liebe Sammlerfreunde,

wie weiter oben schon mal von mir gezeigt, hier noch mal zwei Belege mit einem unauffälligen Balken. Beide Briefe sind Luftpostbriefe von 1988 in die USA.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
Totalo-Flauti Am: 08.04.2015 22:51:01 Gelesen: 10967# 37 @  
Liebe Sammlerfreunde,

unten auf den drei Briefen aus den Jahren 1988 und 1989 ist für das Binnenzollamt (BZA) Leipzig ein weiterer Symbolstempel (Quadrat) abgeschlagen worden. Er steht ebenfalls wie der Balken für die Durchführung der Röntgenkontrolle. Die einzelnen Zollämter hatten jeweils einen Symbolstempel. Leipzig den hier abgebildeten. Der Stempel konnte auch eine Nummer enthalten. Der VEB Philatelie Wermsdorf hatte wohl eine "Kundennummer" = Globale Gen.-Nr. beim Zollamt, um seinen Export auf den Weg zu bringen.

Vielleicht noch ein paar Zahlen. Die Post hatte dem ZK der SED im Frühjahr 1989 berichtet, dass sie 1988 1.400 Arbeitskräfte für die Hilfsdienste (siehe auch Beitrag {#18] zu den gesetzlichen Grundlagen) für den Zoll abgestellt hatte. Allein für die Inhaltskontrolle wurden 600 AK abgestellt. 1988 wurden 36 Mill. Sendungen vorgeführt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti




 
Totalo-Flauti Am: 28.04.2015 21:57:07 Gelesen: 10739# 38 @  
Liebe Sammmlerfreunde,

ich habe mal wieder etwas neues vom Leipziger Postzollamt vom Ende der 60-iger Jahre. Ein Wert-Paket aus Hannover hatte wohl etwas "in sich", was nicht den Regelungen der Geschenkeverordnung vom 05.08.1954 entsprach. Ein Einzug der Sendung erfolgte erst bei "groben" Verstößen (siehe http://www.posttip.de/rubrik2/19974/2/gesetzliche-beschraenkungen-des-paketversandes-in-der-ddr.html ). Bei nicht so gravierenden Verstößen erfolgte wie hier eine Rücksendung. Hat jemand Zugriff auf die oben genannte Verordnung? Ich habe nur ein entsprechendes Merkblatt für den Bürger West (http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/opfer/Start/Detail/id/758869/page/5 ) gefunden.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
ulme6 Am: 16.06.2015 12:14:20 Gelesen: 9995# 39 @  
Hallo,

wer kann mir zu dem im Quadrat abgebildeten Gummistempel "Gü 5" Angaben machen?



Gruß ulme6
 
Altmerker Am: 16.06.2015 12:46:06 Gelesen: 9984# 40 @  
@ ulme6 [#39]

Es handelt sich um einen der Kontrollstempel der Postbediensteten, PZA Berlin, welche der Stasi zur Verfügung standen (unterschiedliche Kombinationen). Näheres unter:

http://www.forge-em.de/Rundbriefe/Allgemein_Rundbriefe/120917_Kontrollstempel_Stasi.pdf
 
ulme6 Am: 16.06.2015 16:21:13 Gelesen: 9952# 41 @  
Danke Altmerker, so habe ich es bisher eigentlich auch gesehen. Nach unbestätigter Meldung soll es sich aber bei "Gü 5" um "Grenzübergang 5" bzw. "Grenzübergangsstelle 5" handeln. Weitere Erklärungen dazu konnten nicht gemacht werden.

Wer weiß hierzu mehr, wenn es denn so sein sollte und gab es diese "Stelle(n)" überhaupt?
 
Altmerker Am: 18.08.2015 21:51:41 Gelesen: 9140# 42 @  
@ ulme6 [#41]

"Grenzübergang 5" bzw. "Grenzübergangsstelle 5" - die Abkürzung hieße Güst, aber die hatten nichts mit der Postabfertigung zu tun. Zudem gibt es keine Unterlagen, dass die Güst durchnummeriert waren.
Gruß
Uwe
 
wajdz Am: 18.08.2015 23:27:58 Gelesen: 9120# 43 @  
Mal wieder ein Beleg. Es sollte ein Briefmarkenkatalog, wie auf dem Brief vermerkt, aus Westdeutschland nach Ostdeutschland verschickt werden. Da irrte der Absender. Wenn er jedoch Recht hatte, war davon jedenfalls in Sachsen am 18.05.89 noch nichts bekannt.

3x Minr 1136



MfG Jürgen -wajdz-
 
Totalo-Flauti Am: 06.12.2015 22:20:57 Gelesen: 7323# 44 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe ein Einschreiben aus Harsefeld bei Buxtehude vom November 1979 erhalten. Auf der Rückseite hat sich das Postzollamt Leipzig am 09.11.1979 verewigt. Daneben hat das Leipziger Hauptpostamt Leipzig 18 den Brief als beschädigt festgestellt und anscheinend wieder verschlossen. Leider hat ein Dummkopf von der Rückseite einen Briefteil ausgeschnitten. Ich vermute einen Hinweiszettel des Postzollamtes auf dem fehlenden Abschnitt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Altmerker Am: 06.12.2015 22:48:44 Gelesen: 7315# 45 @  
@ Totalo-Flauti [#44]

Ich vermute eher eine entfernte Briefmarke, siehe Stempelrest unten. Zettel wurden ja nicht abgestempelt.

Gruß
Uwe
 
DL8AAM Am: 07.12.2015 00:14:48 Gelesen: 7289# 46 @  
Einen dieser Dreieckstempel hätte ich, zu Dokumentionszwecken, auch in meinen Beständen auf auf einem Paketausschnitt gefunden:



Zollverwaltung der DDR / 40 / Postzollamt Erfurt vom 04.04.1979 auf einem Paket von Gotha (nach Göttingen, Ankunft dort am 10.04.1979), plus Handstempel B (?) im Kreis - dabei handelt es sich wohl um einen Kontrollstempel des bearbeitenden "Postbeamten".

Gruß
Thomas
 
waarnstadt Am: 07.12.2015 08:17:56 Gelesen: 7270# 47 @  
@ Totalo-Flauti [#44]

Auf dem fehlenden Stück der Rückseite dürfte sich die Tauschkontrollmarke "b" befunden haben, die zusammen mit dem Tauschkontrollzettel bei der nächsten Tauschsendung abgerechnet / zurückgegeben werden mußte. Diese Tauschkontrollmarke mußte auch vorschriftgemäß abgestempelt werden, deshalb sind hier auch noch Stempelreste zu sehen.

Derartige Belege kommen in großer Zahl vor (es gab ja einen regen Auslandstausch mit Bund und Berlin) und werden trotz des Ausschnittes als vollwertig gehandelt.

MfG,

Torsten
 
briefefan Am: 07.12.2015 13:38:48 Gelesen: 7239# 48 @  
@ wajdz [#43]

Etwa um diese Zeit wurden Briefmarkenkataloge aus der Bundesrepublik in die DDR erlaubt. Vielleicht war ja etwas Anderes in dem Brief?

Grüße von briefefan.
 
Totalo-Flauti Am: 14.02.2016 13:20:59 Gelesen: 5792# 49 @  
Liebe Sammlerfreunde,

nach einiger Zeit mal wieder etwas von der Leipziger Postzollkontrolle. Der Stempel der Zollkontrolle erfolgte in grüner Farbe. Leider fehlt die Zollerklärung für die Paketkarte. Es sind nur noch die Heftklammer und einige Rudimente übrig.

Der Aufgabestempel vom Leipziger Postamt O 39 ist aptiert. Es fehlt das Doppel-M im unteren Segment und der Schriftzug "REICHSMESSESTADT" im untern Bogenteil des Stempels.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Altmerker Am: 14.02.2016 16:21:24 Gelesen: 5766# 50 @  
@ Totalo-Flauti [#49]

Toller Beleg, der erzählt Geschichte! Darf man Zweifel am Aptieren anmelden? Ich habe Vergleichsstempel mit Reichsmessestadt bei mir gesucht und sehe da Abweichungen. Kann aber durchaus am Maßstab liegen.

Gruß
Uwe
 
Fips002 Am: 27.07.2016 22:09:36 Gelesen: 2475# 51 @  
Das Päckchen mit einer Saatgutsendung wurde von der Pädagogischen Hochschule Erfurt-Mühlhausen, Botanischer Garten am 01.04.1966, an den Neuen Botanischen Garten der Universität Göttingen gesandt.

Kontrolliert wurde der Brief vom Postzollamt Erfurt und erhielt den Postzollamtsstempel (dreieckig) und den Beamtennummernstempel 394.

Nach eingehender Überprüfung wurde die Saatgutsendung zur Ausfuhr zugelassen.



Gruß Dieter
 
friedibus Am: 28.07.2016 12:52:44 Gelesen: 2418# 52 @  
Ein Schreiben der Zollverwaltung der DDR.

Zollverwaltung der DDR (13) Postamt Saalfeld. Datum..,..,1988

Links "Zählnummer"? 009539 *



Gruss
Dieter
 
Altmerker Am: 28.07.2016 17:19:39 Gelesen: 2391# 53 @  
@ Fips002 [#51]

Kleine Korrektur: 1986
 

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