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Thema: Stempel mit Fehlern
Das Thema hat 132 Beiträge:
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drmoeller_neuss Am: 07.01.2014 12:42:45 Gelesen: 22199# 58 @  
@ volkimal [#53]

Ich wundere mich über die ergänzende Null in der Postleitzahl "4710", die es so erst ab 1975 in Stempeln gab. Viele Poststempel wurden bis zur Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen im Jahre 1993 überhaupt nicht ausgetauscht.

In EDV Anwendungen wurden bereits früher Postleitzahlen auf vier Stellen ergänzt, um die Daten bearbeiten zu können. In Stempeln ist mir das noch nicht untergekommen.

Es kann natürlich auch die Jahreszahl im Stempel falsch eingestellt gewesen sein. Die Portostufe zu 30 Pfennig hat von Mitte 1974 bis Ende 1978 das Porto für eine Drucksache abgedeckt.
 
pumuckl Am: 07.01.2014 14:45:01 Gelesen: 22172# 59 @  
@ volkimal [#53]

Im Absenderfreistempel sind die beiden Embleme vertauscht.
 
volkimal Am: 07.01.2014 19:44:46 Gelesen: 22134# 60 @  
Hallo zusammen,

Christoph, wie kommst Du auf die Idee, dass der Stempel aus Kalletal sein müsste? Im Internet habe ich auf die Schnelle zu Deiner Lösung nichts gefunden.

Pumuckl, mir war bisher gar nicht aufgefallen, dass die beidem Embleme beim Stempel und Umschlag unterschiedlich angeordnet waren.

drmoeller_neuss, gratuliere - Du hast es gefunden! Du bist mir mit Deiner Lösung übrigens zuvorgekommen. Heute Abend wollte ich den ersten Tipp geben.
Interessant fand ich auch Deine zweite Erklärung. Ich hatte diese Lösung bisher noch nicht gesehen. Dass man einen falsch eingestellten Stempel nur an der Portostufe erkennen kann kommt aber auch bestimmt vor.

Hier noch einmal der Stempel und als Beweis, dass er wirklich aus dem Jahr 1969 stammt, der einliegende Zettel:



Wie Du schreibst wurden die vierstelligen (aufgefüllten) Postleitzahlen erst 1975 eingeführt.

Wie dieser Stempel aus dem Jahr 1976 beweist, wurde der Fehler mit der ergänzenden Null noch vorher behoben:



Viele Grüße und danke fürs Mitmachen
Volkmar
 
el-mue Am: 08.01.2014 08:15:54 Gelesen: 22108# 61 @  
Dass die Werbezudrucke manchmal irrtümlich kopfstehend zum Tagesstempel befestigt werden, zeigt folgende Abbildung eines Abschlages des Briefzentrum 30 - Hannover:



Es handelt sich um eine Entwertung des o.g. Briefzentrums auf einer MiNr.2552 vom 29.11.06 mit der Kennung mc und kopfstehendem Werbezudruck für das Briefzentrum 30.

Beste Sammlergrüße

El Mü
 
sammelkrams Am: 08.01.2014 16:17:12 Gelesen: 22073# 62 @  
Brustschild Nr.5 mit K2 Kiel vom 25.05.1872 mit um 180 Grad verdrehter "25".



Gruß
Henry
 
DL8AAM Am: 09.01.2014 21:29:55 Gelesen: 22007# 63 @  
@ volkimal [#53]

Hier auch ein kleines Rätsel, wer findet den Fehler? ;-)



Musste echt ein wenig mehr schmunzeln, als der Absender es beim Verschicken seines Briefes wohl gedacht hatte. ;-)

Wenn man es positiv ausgedrücken möchte, kann man hier sehr gut bemerken, wie schnell einige wohl doch sehr überengagierte Fachleute - einen von ihrem Berufsleben auf die Außenwelt durchschlagenden - "Tunnelblick" ausbilden können, ohne es zu merken. Errät jemand vielleicht auch den Beruf des Absenders? ;-)

Beste Grüße
Thomas

Nachsatz: Es geht nicht um ein eventuelles Fehlen des Produkts PREMIUMADRESS. Das wäre dann gleich eine zweite Fehldenke des Absenders.
 
filunski Am: 09.01.2014 22:52:10 Gelesen: 21993# 64 @  
@ DL8AAM [#63]

Hallo Thomas,

sonst sind diverse Absender eher bei UMZUG und nicht VERZUG an einer neuen Adresse interessiert. Hier könnte der Absender eventuell aus der Richtung Gerichtsvollzieher, Inkassounternehen oder ähnlicher Branche kommen? :-)

Schönen Gruß,
Peter
 
DL8AAM Am: 09.01.2014 23:13:49 Gelesen: 21982# 65 @  
@ filunski [#64]

Hier könnte der Absender eventuell aus der Richtung Gerichtsvollzieher, Inkassounternehen oder ähnlicher Branche kommen? :-)

Peter,

schade, das ging schnell!

Ja, auch das war richtig getippt, bei dem Absender handelt es sich um "Rechtsanwalt Daniel Sebastian" [1] (Gerät 3D090001B7), einen in Szene inzwischen doch recht bekannter sogenannter "Abmahnanwalt", aus Berlin. Kürzlich erlangte er ihm Rahmen der "Redtube"-Abmahnwelle Ende 2013 erneut wieder einige Berühmtheit, siehe [2][3].

Mit diesem "Verzug versus Umzug-Fehler" steht er aber nicht alleine da, insbesondere Juristen und Behörden fallen hier gerne mal rein. Man muss nur mal nach Verzug googlen, schon man erhält etliche Treffer u.a. von diversen Einwohnenmeldeämtern und kleingedruckten AGB etc. Auch Beamte und Vertragsformulierer können Fehler machen. ;-) Ich hatte mich zur Sicherheit aber auch erst mal schlau gemacht, nicht dass ich hier einer Ente aufsitze [4], nicht dass jemand, der sich verzieht sich doch im Verzug befindet. ;-)

Beste Grüße
Thomas


[1]: http://www.danielsebastian.de
[2]: http://www.abmahnhelfer.de/wp-content/uploads/2013/12/Antrag.pdf
[3]: http://www.itespresso.de/2013/12/13/berliner-kanzlei-veroeffentlicht-strafanzeige-gegen-abmahnanwalt-sebastian
[4]: http://de.wiktionary.org/wiki/Verzug - http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_http://www.exe?site=1&Wort=Verzug - http://www.duden.de/suchen/dudenonline/Verzug
 
EdgarR Am: 09.01.2014 23:34:14 Gelesen: 21977# 66 @  
@ DL8AAM [#63] & [#64]

Ach was - irgendeine Behörde eben.

"XYZ ist verzogen nach Pipapo" ist ganz normales Behördensprech.
 
DL8AAM Am: 10.01.2014 02:00:36 Gelesen: 21975# 67 @  
@ EdgarR [#66]

Edgar, soweit ich weiß, ist das Verb "verzogen" (in diesem Zusammenhang) sogar (noch) richtig genutzt? Ich habe gerade mal nachgeschlagen, das Wiktionary sagt "verzogen ist eine flektierte Form von verziehen", unter verziehen wird dann bei der Begriffsbeschreibung u.a. auch "intransitiv: seinen Wohnsitz an einen anderen Ort verlegen" aufgeführt. Wenn man dann aber dem Verweis zum dazugehörigen Substantiv folgt, findet sich aber keine Entsprechung mehr hinsichtlich des Wohnortwechsels. Ich kann also nach Amerika verziehen, bin nach Amerika verzogen, bin aber deshalb nicht im Verzug bzw. ich haben keinen Verzug nach Amerika durchgeführt. Sprache kann schon komisch sein, als Verb (wohl?) noch korrekt, als Hauptwort falsch.

Ich glaube aber nicht, dass der Absender sich auf solch' grammatikalische Gratwanderungen einlassen wollte. Der dachte einfach nur in Juristensprech und da wurde ihm gleich der Verzug - von "im Verzug sein", als Synonym für "Du schuldest (mir) noch ganz viel Geld" - in die Feder gelegt, insbesondere wenn man sich sein Spezialgebiet anschaut. ;-)

Beste Grüße
Thomas

PS: Edgar, ist meine Karte angekommen? Die CITIPOST hatte über die Feiertage leider wohl etwas größere Probleme, auch unsere innerstädtisch versendeten Wünsche kamen (falls) alle erst weit nach Weihnachten an.
 
reichswolf Am: 10.01.2014 13:15:18 Gelesen: 21943# 68 @  
@ volkimal [#60]

Ich hatte zwei Orte verwechselt, Lüdinghausen und Lüdenhausen. Letzterer wurde Anfang 1969 mit anderen Gemeinden zu Kalletal. Daher meine völlig irrige Vermutung. Ich gelobe Besserung und passe demnächst besser auf. ;-)

LG,
Christoph
 
drmoeller_neuss Am: 18.02.2014 17:44:25 Gelesen: 21517# 69 @  
Mitten in der ugandischen Provinz liegt Mityana.

Im Jahre 1983 waren wohl die meisten Stecktypen im Postamt von Mityana abhanden gekommen. Da hat man gesteckt, was noch da war, und sich mit einem Büro-Datumsstempel auf der Rückseite des Briefes beholfen.




 
Pete Am: 03.03.2014 19:21:25 Gelesen: 21239# 70 @  
Auch die deutsche Postkonkurrenz schafft es, Kopfsteher zu verwenden; in diesem Fall ein Handstempel der PIN AG Berlin (bzw. PIN Mail AG Berlin mit weiter verwendetem Handstempel der PIN AG Berlin) vom 12.02. bzw. 14.02.2007:



Bei dem verwendeten Handstempel handelt es sich normalerweise um ein Gerät aus Plastik für das Gerät selbst, einer nach innen klappbaren Stempeloberfläche mit integriertem Stempelkisssen und (Hart-)Gummibändern für den manuell einstellbaren Datumsteil, d.h. beweglichem dreiteiligem Gummiband mit den darauf befestigten Inschriften (Tages-, Monats- und Jahresangabe):



Ich mutmaße, dass dieser Fehler in Berlin nicht allzu lange unbemerkt blieb und innerhalb weniger Tage korrigiert wurde.

Gruß
Pete
 
bignell Am: 03.03.2014 21:34:34 Gelesen: 21215# 71 @  
@ Pete [#70]

Hallo Pete,

Kopfsteher sind immer schön, hier ein markenloser Brief aus der Schweiz von 1859, Monat und Jahr kopfstehend im Luzern-Stempel:



Lg, harald
 
drmoeller_neuss Am: 26.03.2014 21:02:44 Gelesen: 20984# 72 @  
Im weiteren Sinne halte ich auch diesen Stempel für fehlerhaft:

Wahrscheinlich hat die Deutsche Post AG das auch so gesehen, jedenfalls habe ich von dem Abdruck "Postbank, Düsseldorf 30" nur diesen Abdruck vom 15. Oktober 1999.

Dieser Stempel würde auch gut in eine Motivsammlung zum Bankwesen passen.
 


uli Am: 27.03.2014 11:54:47 Gelesen: 20952# 73 @  
@ drmoeller_neuss [#72]

Dieser Stempel würde auch gut in eine Motivsammlung zum Bankwesen passen.

... oder in meine. ;-)

Gruß
Uli
 
ginonadgolm Am: 01.04.2014 21:34:03 Gelesen: 20840# 74 @  
Einen groben Fehler gab es 1965 beim Stempel der Stadt COLDITZ (DDR).



Statt der richtigen PLZ 7242 stand plötzlich die PLZ 2242 im Stempel.



Ob und wann dieser Fehler behoben wurde, ist mir bisher nicht bekannt.

Absolut fehlerfreie Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Stephan Sanetra Am: 02.05.2014 19:38:51 Gelesen: 20537# 75 @  
Hallo,

gerne zeige ich wieder einmal einen falsch eingestellten Monat:



Der Gelegenheitsstempel (Hand) aus Pegnitz zeigt neben der Stadtsilhouette auch das Datum vom 25.17.77. Der Empfänger dokumentierte den Erhalt mit einem grünen Eingangsstempel vom 26. Juli 1977.

Nach Freigabe ist der Abschlag auch in der Stempeldatenbank zu finden: http://philastempel.de/stempel/zeigen/070850.

Einen schönen Abend wünscht euch
Roedsand
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2014 11:34:50 Gelesen: 20477# 76 @  
@ ginonadgolm [#74]

Wenn man ganz genau hinschaut, merkt man, dass die Postleitzahl korrekt ist und nur eine "optische Täuschung" durch das Motiv der Marke vorliegt. Der vermeintliche untere Strich der Zwei ist ein Teil der Mütze des Demonstranten. Alles in Ordnung, im Stempel ist eine Sieben wie es sein sollte.

Trotzdem sind diese beiden Stempel aus Colditz 1 interessant. Der Stempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "a" wurde nach Einführung der Postleitzahlen neu angefertigt, der Stempel mit dem Buchstaben "b" ist ein aptierter Stempel, in den die Postleitzahl eingelötet wurde. Man erkennt das deutlich an der Zahlenreihe im Datum.

In der DDR war man sparsamer als im Westen und es wurden nach Einführung der Postleitzahlen nicht alle Stempel neu angefertigt, wie im Westen. Im Westen wurden für eine Übergangszeit zwar Stempel aptiert, d.h. die alte Postleitzahl wurde herausgefeilt, es wurden aber keine vierstelligen Postleitzahlen eingefügt. Das wäre auch nicht gegangen, da die alten Stempel (bis auf wenige Ausnahmen) den Unterscheidungsbuchstaben unten hatten, und die neuen Postleitzahlenstempel oben.
 
kauli Am: 04.05.2014 12:21:03 Gelesen: 20461# 77 @  
Hallo zusammen,

am 7.2.2014 wurde wieder mal eine Partner-Filiale der Deutschen Post in der Lehrter Str. 1 eröffnet. Was mit dem Stempel passiert ist, ist ausgesprochen peinlich. Bei dem ersten wurde schlichtweg die Kennzahl 618 vergessen. ca. 7 Tage später, genau weiß ich es nicht, wurde es dann korrigiert.



Viele Grüße
Dieter
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2014 13:35:29 Gelesen: 20441# 78 @  
@ kauli [#77]

Wenn es in 10557 Berlin keine weitere Filiale gibt, braucht man die Postamtsnummer nicht mehr. Die Postamtsnummern haben sowieso nur noch historisches Interesse.

Im übrigen scheint es keine Vorschriften zu geben, was im Stempel zu stehen hat:

1. "Traditionelle Variante" mit Postamtsnummer (z.B. "41460 Neuss 1")
2. "Moderne Variante" ohne Postamtsnummer (z.B. "41464 Neuss")
3. "Moderne Variante" mit Stadtteilsbezeichnung, z.B. "41469 Neuss-Uedesheim"
4. Irgendwelche Varianten
 
zonen-andy Am: 04.05.2014 15:01:24 Gelesen: 20418# 79 @  
Hallo,

Stempel 1959 statt 1939.



Gruß Andreas
 
Shinokuma Am: 06.05.2014 19:45:45 Gelesen: 20347# 80 @  
Sogar die berüchtigten und bei den meisten Sammlern verhassten Rollenstempel können zu einem interessanten Sammelobjekt werden, wenn Datum und Uhrzeit gleich mehrfach fehlerhaft eingestellt wurden. So geschehen bei dem nachfolgend gezeigten Exemplar, bei dem das Datum auf dem Kopf steht und obendrein auf der rechten Seite, die Uhrzeit hingegen zwar richtig herum, dafür aber auf der linken Seite. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas bei dieser Art von Stempel überhaupt mechanisch machbar ist. Tja, das Philatelistenleben ist halt voller Überraschungen.



Ein Gruß an alle Stempelnarren von
Gunther
 
Stephan Sanetra Am: 28.05.2014 22:46:27 Gelesen: 20011# 81 @  
Hallo,

ich habe wieder eine falsch eingestellte Monatsangabe gefunden:



Neben der Datumsangabe des 10.18.1976 zeigt der Gelegenheitsstempel das Alte Rathaus von Korb. Im Text der Postkarte wird der 09.08.1976 dokumentiert.

Nach Freigabe ist der Abschlag auch in der Stempeldatenbank zu finden: http://philastempel.de/stempel/zeigen/072927.

Weiterhin einen schönen Abend wünscht
Roedsand
 
drmoeller_neuss Am: 05.06.2014 12:58:13 Gelesen: 19902# 82 @  
Hier wieder ein Stempel in einer Form, die es eigentlich so nicht geben dürfte: 35 Kassel 1, 20.03.85 um 24 Uhr als "Nachträglich entwertet".

Die Postleitzahl ist im oberen Segment, was es bei Bund-Stempeln eigentlich nicht geben dürfte. Da die untere Sehne der Stempel für die Postleitzahl reserviert war, haben die meisten "Nachträglich entwertet"-Stempel als Kompromiss keine Postleitzahl bekommen, damit der Schriftzug "Nachträglich entwertet" eingearbeitet werden konnte.

Warum der Brief im liberianischen Monrovia nicht gestempelt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Immerhin war damals die Post mit sechs Tagen noch recht schnell, heute ist ein solcher Brief locker zwei Monate und mehr unterwegs.




 

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