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Thema: Stempel mit Fehlern
Das Thema hat 147 Beiträge:
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uli Am: 27.03.2014 11:54:47 Gelesen: 29961# 73 @  
@ drmoeller_neuss [#72]

Dieser Stempel würde auch gut in eine Motivsammlung zum Bankwesen passen.

... oder in meine. ;-)

Gruß
Uli
 
ginonadgolm Am: 01.04.2014 21:34:03 Gelesen: 29849# 74 @  
Einen groben Fehler gab es 1965 beim Stempel der Stadt COLDITZ (DDR).



Statt der richtigen PLZ 7242 stand plötzlich die PLZ 2242 im Stempel.



Ob und wann dieser Fehler behoben wurde, ist mir bisher nicht bekannt.

Absolut fehlerfreie Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Stephan Sanetra Am: 02.05.2014 19:38:51 Gelesen: 29546# 75 @  
Hallo,

gerne zeige ich wieder einmal einen falsch eingestellten Monat:



Der Gelegenheitsstempel (Hand) aus Pegnitz zeigt neben der Stadtsilhouette auch das Datum vom 25.17.77. Der Empfänger dokumentierte den Erhalt mit einem grünen Eingangsstempel vom 26. Juli 1977.

Nach Freigabe ist der Abschlag auch in der Stempeldatenbank zu finden: http://philastempel.de/stempel/zeigen/070850.

Einen schönen Abend wünscht euch
Roedsand
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2014 11:34:50 Gelesen: 29486# 76 @  
@ ginonadgolm [#74]

Wenn man ganz genau hinschaut, merkt man, dass die Postleitzahl korrekt ist und nur eine "optische Täuschung" durch das Motiv der Marke vorliegt. Der vermeintliche untere Strich der Zwei ist ein Teil der Mütze des Demonstranten. Alles in Ordnung, im Stempel ist eine Sieben wie es sein sollte.

Trotzdem sind diese beiden Stempel aus Colditz 1 interessant. Der Stempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "a" wurde nach Einführung der Postleitzahlen neu angefertigt, der Stempel mit dem Buchstaben "b" ist ein aptierter Stempel, in den die Postleitzahl eingelötet wurde. Man erkennt das deutlich an der Zahlenreihe im Datum.

In der DDR war man sparsamer als im Westen und es wurden nach Einführung der Postleitzahlen nicht alle Stempel neu angefertigt, wie im Westen. Im Westen wurden für eine Übergangszeit zwar Stempel aptiert, d.h. die alte Postleitzahl wurde herausgefeilt, es wurden aber keine vierstelligen Postleitzahlen eingefügt. Das wäre auch nicht gegangen, da die alten Stempel (bis auf wenige Ausnahmen) den Unterscheidungsbuchstaben unten hatten, und die neuen Postleitzahlenstempel oben.
 
kauli Am: 04.05.2014 12:21:03 Gelesen: 29470# 77 @  
Hallo zusammen,

am 7.2.2014 wurde wieder mal eine Partner-Filiale der Deutschen Post in der Lehrter Str. 1 eröffnet. Was mit dem Stempel passiert ist, ist ausgesprochen peinlich. Bei dem ersten wurde schlichtweg die Kennzahl 618 vergessen. ca. 7 Tage später, genau weiß ich es nicht, wurde es dann korrigiert.



Viele Grüße
Dieter
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2014 13:35:29 Gelesen: 29450# 78 @  
@ kauli [#77]

Wenn es in 10557 Berlin keine weitere Filiale gibt, braucht man die Postamtsnummer nicht mehr. Die Postamtsnummern haben sowieso nur noch historisches Interesse.

Im übrigen scheint es keine Vorschriften zu geben, was im Stempel zu stehen hat:

1. "Traditionelle Variante" mit Postamtsnummer (z.B. "41460 Neuss 1")
2. "Moderne Variante" ohne Postamtsnummer (z.B. "41464 Neuss")
3. "Moderne Variante" mit Stadtteilsbezeichnung, z.B. "41469 Neuss-Uedesheim"
4. Irgendwelche Varianten
 
zonen-andy Am: 04.05.2014 15:01:24 Gelesen: 29427# 79 @  
Hallo,

Stempel 1959 statt 1939.



Gruß Andreas
 
Shinokuma Am: 06.05.2014 19:45:45 Gelesen: 29356# 80 @  
Sogar die berüchtigten und bei den meisten Sammlern verhassten Rollenstempel können zu einem interessanten Sammelobjekt werden, wenn Datum und Uhrzeit gleich mehrfach fehlerhaft eingestellt wurden. So geschehen bei dem nachfolgend gezeigten Exemplar, bei dem das Datum auf dem Kopf steht und obendrein auf der rechten Seite, die Uhrzeit hingegen zwar richtig herum, dafür aber auf der linken Seite. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas bei dieser Art von Stempel überhaupt mechanisch machbar ist. Tja, das Philatelistenleben ist halt voller Überraschungen.



Ein Gruß an alle Stempelnarren von
Gunther
 
Stephan Sanetra Am: 28.05.2014 22:46:27 Gelesen: 29020# 81 @  
Hallo,

ich habe wieder eine falsch eingestellte Monatsangabe gefunden:



Neben der Datumsangabe des 10.18.1976 zeigt der Gelegenheitsstempel das Alte Rathaus von Korb. Im Text der Postkarte wird der 09.08.1976 dokumentiert.

Nach Freigabe ist der Abschlag auch in der Stempeldatenbank zu finden: http://philastempel.de/stempel/zeigen/072927.

Weiterhin einen schönen Abend wünscht
Roedsand
 
drmoeller_neuss Am: 05.06.2014 12:58:13 Gelesen: 28911# 82 @  
Hier wieder ein Stempel in einer Form, die es eigentlich so nicht geben dürfte: 35 Kassel 1, 20.03.85 um 24 Uhr als "Nachträglich entwertet".

Die Postleitzahl ist im oberen Segment, was es bei Bund-Stempeln eigentlich nicht geben dürfte. Da die untere Sehne der Stempel für die Postleitzahl reserviert war, haben die meisten "Nachträglich entwertet"-Stempel als Kompromiss keine Postleitzahl bekommen, damit der Schriftzug "Nachträglich entwertet" eingearbeitet werden konnte.

Warum der Brief im liberianischen Monrovia nicht gestempelt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Immerhin war damals die Post mit sechs Tagen noch recht schnell, heute ist ein solcher Brief locker zwei Monate und mehr unterwegs.




 
reichswolf Am: 05.06.2014 13:06:15 Gelesen: 28908# 83 @  
@ drmoeller_neuss [#82]

Ein sehr schöner Beleg, da hätte ich auch zugegriffen!

LG,
Christoph
 
LOGO58 Am: 05.06.2014 20:07:13 Gelesen: 28865# 84 @  
Ich weiß nicht, ob dieser Stempelabdruck schon gezeigt wurde:



Aber das Datum erschießt sich mir leider nicht. Und den Zweck der Entwertung des Postwertzeichens hat der Stempel auch nicht erfüllt.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Marcel Am: 24.08.2014 15:33:22 Gelesen: 27619# 85 @  
Das Briefzentrum in Würzburg ist auch für Späße zu haben, hier der "Nachträglich entwertet" - Stempel vom 05.08. diesen Jahres.



schöne Grüße
Marcel
 
ziffer-freak Am: 24.08.2014 22:15:46 Gelesen: 27581# 86 @  
Hier mal wieder zur Abwechslung ein Beispiel aus der Schweiz:



Wer erkennt den Fehler?

Liebe Grüsse
Andy
 
juni-1848 Am: 24.08.2014 22:22:21 Gelesen: 27577# 87 @  
@ ziffer-freak [#86]

Kam das Ziffermuster nicht erst 1880 plus ein paar kaputte an die Schalter ?

Gruß, Werner
 
ziffer-freak Am: 24.08.2014 23:50:00 Gelesen: 27565# 88 @  
@ juni-1848 [#87]

Jein Werner,

diese Ausgabe erschien erstmals anfangs 1882 an den Schaltern - nur dieses Exemplar hier ist eine Zst. 83 (Mi. 85), und diese erschienen sogar erst 1906!

Es handelt sich hierbei um einen amüsanten Zahlendreher in der Jahreszahl, die eigentlich "07" heissen sollte (Die Datums-Zeile musste jeweils vom Posthalter aus lauter einzelnen Typen von Hand zusammengesetzt werden). Solche (und ähnliche) Fehler sind zahlreiche bekannt, und sogar auch katalogisiert - nur dieser hier war bislang noch unbekannt.

Auch vermeintlich wertlose "Massenware" kann manchmal kleine Schätze enthalten.

Lieber Gruss
Andy
 
wuerttemberger Am: 28.08.2014 09:59:14 Gelesen: 27427# 89 @  
@ ziffer-freak [#88]

Die Datums-Zeile musste jeweils vom Posthalter aus lauter einzelnen Typen von Hand zusammengesetzt werden

Handelt es sich hier nicht um einen Typenradstempel (sog. Schweizertype), bei dem das Datum durch drehen der einzelnen Typenräder eingestellt wurde?

Gruß

wuerttemberger
 
ziffer-freak Am: 30.08.2014 02:20:37 Gelesen: 27312# 90 @  
@ wuerttemberger [#89]

Berechtigte Frage anhand der Verwendungszeit - da existierten bereits erste solche Stempel. Hierbei handelt es sich allerdings noch um ein älteres Modell, das damals vielerorts noch immer verwendet wurde. Erst bekamen allerdings nur die grösseren Orte die neuen, "bequemeren" Stempel, und erst später auch die anderen. Ganz kleine Orte (wie hier GETTIKON) brauchten ihre alten Stempel teils noch sehr lange. Ausgetauscht wurde erst, wenn ein solcher kaputt ging. Die neuen Stempel waren ausserdem ziemlich teuer, was auch mit entscheidend war, dass nicht alle auf einmal ausgetauscht wurden.
 
drmoeller_neuss Am: 04.09.2014 14:12:23 Gelesen: 27163# 91 @  
Man sollte nach dem Verstellen des Datums wieder die Schraube hereindrehen, sonst machen sich die Zahlen selbstständig, wie hier der 32. Juni im Briefzentrum 86.
 


Stephan Sanetra Am: 17.11.2014 15:30:16 Gelesen: 26198# 92 @  
Hallo,

der 17.01.1970 war ein Samstag - da war die Arbeitswoche schon fast vorbei und 07:00 Uhr offensichtlich zu früh für die korrekte Präparation des Stempelgerätes:



Als Anfangsbuchstabe der Stadt wurde ein "J" anstelle vom "I" gewählt.

Beste Grüße
Stephan
 
wuerttemberger Am: 17.11.2014 17:14:55 Gelesen: 26161# 93 @  
@ Stephan Sanetra [#92]

Das "J" war ein fester Bestandteil des Stempels und somit konnte auch ein aufmerksamer Postbeamter Samstag Morgen um 7:00 Uhr nichts daran ändern.

Gruß

wuerttemberger
 
Stephan Sanetra Am: 17.11.2014 17:54:09 Gelesen: 26144# 94 @  
@ wuerttemberger [#93]

Da wirst Du wohl recht haben: Unter "Philastempel/Ähnliche Ortsnamen" findet man das "J" anstelle des "I" für 2 Städte. Wenn man dann unter "Suchen" und "Ort" selektiert, findet man "Jlmenau" (1935) und "Jngolstadt" (bis 1960) inmitten von Stempeln mit "I". Ist dazu eine Systematik bekannt?

Beste Grüße
Stephan
 
Altpapiersammler Am: 20.11.2014 18:51:20 Gelesen: 26026# 95 @  
@ Stephan Sanetra [#94]
@ wuerttemberger [#93]

Hallo zusammen,

ähnliches kennen wir auch von der Bahnpost. Die Stempel der Strecken von und nach Immendingen, insbesondere IMMENDINGEN - ULM, als auch die Strecken mit STUTTGART und SIGMARINGEN gibt es als IMMENDINGEN und auch als JMMENDINGEN. > Kollegen der Arbeitsgemeinschaft versuchten 1982 über die Post in Immendingen als auch über Gemeindeverwaltung und Bürgermeisteramt eine Erklärung hierzu zu bekommen - leider ohne Erfolg!

Viele Grüße aus Karlsruhe

Klaus
 
ginonadgolm Am: 20.11.2014 23:04:04 Gelesen: 25987# 96 @  
@ wuerttemberger [#93]
@ Stephan Sanetra [#94]
@ Altpapiersammler [#95]

In der Datenbank finden sich auch noch die Ortsbezeichnungen JTZEHOE UND JHLIENWORT.

Wer hat's gefunden ?
Ingo aus dem Norden
 
DL8AAM Am: 25.11.2014 22:12:41 Gelesen: 25859# 97 @  
@ Stephan Sanetra [#94]

Systematik? Hmmmm...

I und J wurden und werden bei deutschen Großbuchstaben - bei Anlauten - oft ausgetauscht. Wikipedia schreibt hierzu " In der Entwicklung des lateinischen Alphabets wurden anders als heute I und J lange als bloße grafische Varianten desselben Zeichens nebeneinander verwendet, ohne dass eine lautliche Unterscheidung damit verbunden war." [1].

Scheinbar gilt "heute" hier erst seit recht kurzer Zeit, denn bereits auf etwas älteren (meist Straßen-) Schildern sieht man das auch jetzt-heute noch recht häufig [2]. Also kein Fehler, nur eine - ein wenig altertümlichere Schreibweise, dabei gilt je althumanistischer die Ausbildung des verantwortlichen Schreiberlings war, desto J. Siehe hier auch das allso beliebte gymnasiale "Gaius Iulius Caesar" statt "Gaius Julius Cäsar" auf gesamtschulisch, zumindest noch vor 20 Jahren. ;-)

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/J
[2]: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Street_sign_Inselplatz_Jena.JPG
 

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