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Thema: Stempel mit Fehlern
Das Thema hat 141 Beiträge:
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DL8AAM Am: 10.01.2014 02:00:36 Gelesen: 29286# 67 @  
@ EdgarR [#66]

Edgar, soweit ich weiß, ist das Verb "verzogen" (in diesem Zusammenhang) sogar (noch) richtig genutzt? Ich habe gerade mal nachgeschlagen, das Wiktionary sagt "verzogen ist eine flektierte Form von verziehen", unter verziehen wird dann bei der Begriffsbeschreibung u.a. auch "intransitiv: seinen Wohnsitz an einen anderen Ort verlegen" aufgeführt. Wenn man dann aber dem Verweis zum dazugehörigen Substantiv folgt, findet sich aber keine Entsprechung mehr hinsichtlich des Wohnortwechsels. Ich kann also nach Amerika verziehen, bin nach Amerika verzogen, bin aber deshalb nicht im Verzug bzw. ich haben keinen Verzug nach Amerika durchgeführt. Sprache kann schon komisch sein, als Verb (wohl?) noch korrekt, als Hauptwort falsch.

Ich glaube aber nicht, dass der Absender sich auf solch' grammatikalische Gratwanderungen einlassen wollte. Der dachte einfach nur in Juristensprech und da wurde ihm gleich der Verzug - von "im Verzug sein", als Synonym für "Du schuldest (mir) noch ganz viel Geld" - in die Feder gelegt, insbesondere wenn man sich sein Spezialgebiet anschaut. ;-)

Beste Grüße
Thomas

PS: Edgar, ist meine Karte angekommen? Die CITIPOST hatte über die Feiertage leider wohl etwas größere Probleme, auch unsere innerstädtisch versendeten Wünsche kamen (falls) alle erst weit nach Weihnachten an.
 
reichswolf Am: 10.01.2014 13:15:18 Gelesen: 29254# 68 @  
@ volkimal [#60]

Ich hatte zwei Orte verwechselt, Lüdinghausen und Lüdenhausen. Letzterer wurde Anfang 1969 mit anderen Gemeinden zu Kalletal. Daher meine völlig irrige Vermutung. Ich gelobe Besserung und passe demnächst besser auf. ;-)

LG,
Christoph
 
drmoeller_neuss Am: 18.02.2014 17:44:25 Gelesen: 28828# 69 @  
Mitten in der ugandischen Provinz liegt Mityana.

Im Jahre 1983 waren wohl die meisten Stecktypen im Postamt von Mityana abhanden gekommen. Da hat man gesteckt, was noch da war, und sich mit einem Büro-Datumsstempel auf der Rückseite des Briefes beholfen.




 
Pete Am: 03.03.2014 19:21:25 Gelesen: 28550# 70 @  
Auch die deutsche Postkonkurrenz schafft es, Kopfsteher zu verwenden; in diesem Fall ein Handstempel der PIN AG Berlin (bzw. PIN Mail AG Berlin mit weiter verwendetem Handstempel der PIN AG Berlin) vom 12.02. bzw. 14.02.2007:



Bei dem verwendeten Handstempel handelt es sich normalerweise um ein Gerät aus Plastik für das Gerät selbst, einer nach innen klappbaren Stempeloberfläche mit integriertem Stempelkisssen und (Hart-)Gummibändern für den manuell einstellbaren Datumsteil, d.h. beweglichem dreiteiligem Gummiband mit den darauf befestigten Inschriften (Tages-, Monats- und Jahresangabe):



Ich mutmaße, dass dieser Fehler in Berlin nicht allzu lange unbemerkt blieb und innerhalb weniger Tage korrigiert wurde.

Gruß
Pete
 
bignell Am: 03.03.2014 21:34:34 Gelesen: 28526# 71 @  
@ Pete [#70]

Hallo Pete,

Kopfsteher sind immer schön, hier ein markenloser Brief aus der Schweiz von 1859, Monat und Jahr kopfstehend im Luzern-Stempel:



Lg, harald
 
drmoeller_neuss Am: 26.03.2014 21:02:44 Gelesen: 28295# 72 @  
Im weiteren Sinne halte ich auch diesen Stempel für fehlerhaft:

Wahrscheinlich hat die Deutsche Post AG das auch so gesehen, jedenfalls habe ich von dem Abdruck "Postbank, Düsseldorf 30" nur diesen Abdruck vom 15. Oktober 1999.

Dieser Stempel würde auch gut in eine Motivsammlung zum Bankwesen passen.
 


uli Am: 27.03.2014 11:54:47 Gelesen: 28263# 73 @  
@ drmoeller_neuss [#72]

Dieser Stempel würde auch gut in eine Motivsammlung zum Bankwesen passen.

... oder in meine. ;-)

Gruß
Uli
 
ginonadgolm Am: 01.04.2014 21:34:03 Gelesen: 28151# 74 @  
Einen groben Fehler gab es 1965 beim Stempel der Stadt COLDITZ (DDR).



Statt der richtigen PLZ 7242 stand plötzlich die PLZ 2242 im Stempel.



Ob und wann dieser Fehler behoben wurde, ist mir bisher nicht bekannt.

Absolut fehlerfreie Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Stephan Sanetra Am: 02.05.2014 19:38:51 Gelesen: 27848# 75 @  
Hallo,

gerne zeige ich wieder einmal einen falsch eingestellten Monat:



Der Gelegenheitsstempel (Hand) aus Pegnitz zeigt neben der Stadtsilhouette auch das Datum vom 25.17.77. Der Empfänger dokumentierte den Erhalt mit einem grünen Eingangsstempel vom 26. Juli 1977.

Nach Freigabe ist der Abschlag auch in der Stempeldatenbank zu finden: http://philastempel.de/stempel/zeigen/070850.

Einen schönen Abend wünscht euch
Roedsand
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2014 11:34:50 Gelesen: 27788# 76 @  
@ ginonadgolm [#74]

Wenn man ganz genau hinschaut, merkt man, dass die Postleitzahl korrekt ist und nur eine "optische Täuschung" durch das Motiv der Marke vorliegt. Der vermeintliche untere Strich der Zwei ist ein Teil der Mütze des Demonstranten. Alles in Ordnung, im Stempel ist eine Sieben wie es sein sollte.

Trotzdem sind diese beiden Stempel aus Colditz 1 interessant. Der Stempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "a" wurde nach Einführung der Postleitzahlen neu angefertigt, der Stempel mit dem Buchstaben "b" ist ein aptierter Stempel, in den die Postleitzahl eingelötet wurde. Man erkennt das deutlich an der Zahlenreihe im Datum.

In der DDR war man sparsamer als im Westen und es wurden nach Einführung der Postleitzahlen nicht alle Stempel neu angefertigt, wie im Westen. Im Westen wurden für eine Übergangszeit zwar Stempel aptiert, d.h. die alte Postleitzahl wurde herausgefeilt, es wurden aber keine vierstelligen Postleitzahlen eingefügt. Das wäre auch nicht gegangen, da die alten Stempel (bis auf wenige Ausnahmen) den Unterscheidungsbuchstaben unten hatten, und die neuen Postleitzahlenstempel oben.
 
kauli Am: 04.05.2014 12:21:03 Gelesen: 27772# 77 @  
Hallo zusammen,

am 7.2.2014 wurde wieder mal eine Partner-Filiale der Deutschen Post in der Lehrter Str. 1 eröffnet. Was mit dem Stempel passiert ist, ist ausgesprochen peinlich. Bei dem ersten wurde schlichtweg die Kennzahl 618 vergessen. ca. 7 Tage später, genau weiß ich es nicht, wurde es dann korrigiert.



Viele Grüße
Dieter
 
drmoeller_neuss Am: 04.05.2014 13:35:29 Gelesen: 27752# 78 @  
@ kauli [#77]

Wenn es in 10557 Berlin keine weitere Filiale gibt, braucht man die Postamtsnummer nicht mehr. Die Postamtsnummern haben sowieso nur noch historisches Interesse.

Im übrigen scheint es keine Vorschriften zu geben, was im Stempel zu stehen hat:

1. "Traditionelle Variante" mit Postamtsnummer (z.B. "41460 Neuss 1")
2. "Moderne Variante" ohne Postamtsnummer (z.B. "41464 Neuss")
3. "Moderne Variante" mit Stadtteilsbezeichnung, z.B. "41469 Neuss-Uedesheim"
4. Irgendwelche Varianten
 
zonen-andy Am: 04.05.2014 15:01:24 Gelesen: 27729# 79 @  
Hallo,

Stempel 1959 statt 1939.



Gruß Andreas
 
Shinokuma Am: 06.05.2014 19:45:45 Gelesen: 27658# 80 @  
Sogar die berüchtigten und bei den meisten Sammlern verhassten Rollenstempel können zu einem interessanten Sammelobjekt werden, wenn Datum und Uhrzeit gleich mehrfach fehlerhaft eingestellt wurden. So geschehen bei dem nachfolgend gezeigten Exemplar, bei dem das Datum auf dem Kopf steht und obendrein auf der rechten Seite, die Uhrzeit hingegen zwar richtig herum, dafür aber auf der linken Seite. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas bei dieser Art von Stempel überhaupt mechanisch machbar ist. Tja, das Philatelistenleben ist halt voller Überraschungen.



Ein Gruß an alle Stempelnarren von
Gunther
 
Stephan Sanetra Am: 28.05.2014 22:46:27 Gelesen: 27322# 81 @  
Hallo,

ich habe wieder eine falsch eingestellte Monatsangabe gefunden:



Neben der Datumsangabe des 10.18.1976 zeigt der Gelegenheitsstempel das Alte Rathaus von Korb. Im Text der Postkarte wird der 09.08.1976 dokumentiert.

Nach Freigabe ist der Abschlag auch in der Stempeldatenbank zu finden: http://philastempel.de/stempel/zeigen/072927.

Weiterhin einen schönen Abend wünscht
Roedsand
 
drmoeller_neuss Am: 05.06.2014 12:58:13 Gelesen: 27213# 82 @  
Hier wieder ein Stempel in einer Form, die es eigentlich so nicht geben dürfte: 35 Kassel 1, 20.03.85 um 24 Uhr als "Nachträglich entwertet".

Die Postleitzahl ist im oberen Segment, was es bei Bund-Stempeln eigentlich nicht geben dürfte. Da die untere Sehne der Stempel für die Postleitzahl reserviert war, haben die meisten "Nachträglich entwertet"-Stempel als Kompromiss keine Postleitzahl bekommen, damit der Schriftzug "Nachträglich entwertet" eingearbeitet werden konnte.

Warum der Brief im liberianischen Monrovia nicht gestempelt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Immerhin war damals die Post mit sechs Tagen noch recht schnell, heute ist ein solcher Brief locker zwei Monate und mehr unterwegs.




 
reichswolf Am: 05.06.2014 13:06:15 Gelesen: 27210# 83 @  
@ drmoeller_neuss [#82]

Ein sehr schöner Beleg, da hätte ich auch zugegriffen!

LG,
Christoph
 
LOGO58 Am: 05.06.2014 20:07:13 Gelesen: 27167# 84 @  
Ich weiß nicht, ob dieser Stempelabdruck schon gezeigt wurde:



Aber das Datum erschießt sich mir leider nicht. Und den Zweck der Entwertung des Postwertzeichens hat der Stempel auch nicht erfüllt.

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Marcel Am: 24.08.2014 15:33:22 Gelesen: 25921# 85 @  
Das Briefzentrum in Würzburg ist auch für Späße zu haben, hier der "Nachträglich entwertet" - Stempel vom 05.08. diesen Jahres.



schöne Grüße
Marcel
 
ziffer-freak Am: 24.08.2014 22:15:46 Gelesen: 25883# 86 @  
Hier mal wieder zur Abwechslung ein Beispiel aus der Schweiz:



Wer erkennt den Fehler?

Liebe Grüsse
Andy
 
juni-1848 Am: 24.08.2014 22:22:21 Gelesen: 25879# 87 @  
@ ziffer-freak [#86]

Kam das Ziffermuster nicht erst 1880 plus ein paar kaputte an die Schalter ?

Gruß, Werner
 
ziffer-freak Am: 24.08.2014 23:50:00 Gelesen: 25867# 88 @  
@ juni-1848 [#87]

Jein Werner,

diese Ausgabe erschien erstmals anfangs 1882 an den Schaltern - nur dieses Exemplar hier ist eine Zst. 83 (Mi. 85), und diese erschienen sogar erst 1906!

Es handelt sich hierbei um einen amüsanten Zahlendreher in der Jahreszahl, die eigentlich "07" heissen sollte (Die Datums-Zeile musste jeweils vom Posthalter aus lauter einzelnen Typen von Hand zusammengesetzt werden). Solche (und ähnliche) Fehler sind zahlreiche bekannt, und sogar auch katalogisiert - nur dieser hier war bislang noch unbekannt.

Auch vermeintlich wertlose "Massenware" kann manchmal kleine Schätze enthalten.

Lieber Gruss
Andy
 
wuerttemberger Am: 28.08.2014 09:59:14 Gelesen: 25729# 89 @  
@ ziffer-freak [#88]

Die Datums-Zeile musste jeweils vom Posthalter aus lauter einzelnen Typen von Hand zusammengesetzt werden

Handelt es sich hier nicht um einen Typenradstempel (sog. Schweizertype), bei dem das Datum durch drehen der einzelnen Typenräder eingestellt wurde?

Gruß

wuerttemberger
 
ziffer-freak Am: 30.08.2014 02:20:37 Gelesen: 25614# 90 @  
@ wuerttemberger [#89]

Berechtigte Frage anhand der Verwendungszeit - da existierten bereits erste solche Stempel. Hierbei handelt es sich allerdings noch um ein älteres Modell, das damals vielerorts noch immer verwendet wurde. Erst bekamen allerdings nur die grösseren Orte die neuen, "bequemeren" Stempel, und erst später auch die anderen. Ganz kleine Orte (wie hier GETTIKON) brauchten ihre alten Stempel teils noch sehr lange. Ausgetauscht wurde erst, wenn ein solcher kaputt ging. Die neuen Stempel waren ausserdem ziemlich teuer, was auch mit entscheidend war, dass nicht alle auf einmal ausgetauscht wurden.
 
drmoeller_neuss Am: 04.09.2014 14:12:23 Gelesen: 25465# 91 @  
Man sollte nach dem Verstellen des Datums wieder die Schraube hereindrehen, sonst machen sich die Zahlen selbstständig, wie hier der 32. Juni im Briefzentrum 86.
 



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