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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 430 Beiträge:
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Thomas71 Am: 31.03.2014 22:06:17 Gelesen: 67085# 31 @  
Hallo,

ich finde es richtig gut, dass jemand dieses Thema hier einstellt und anderen dadurch die Möglichkeit gibt, etwas mit-zu-lernen !

Und dazu noch aus der Jugend, perfekt.

Da mich dieses Thema auch sehr stark interessiert, werde ich es entsprechend verfolgen und hoffe, dass viele Beiträge dazu folgen.

Wenn ich soweit bin, werde ich sicher auch die eine oder andere Helvetia vorstellen können, bin dran.

MfG

Thomas
 
Cantus Am: 31.03.2014 23:08:42 Gelesen: 67075# 32 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#29]

Hallo Kevin,

ich zeige hier einen einfachen Bedarfsbeleg, frankiert mit einer Mi. 23, gerade so, wie ich das bei anderen Themen auch tue.

Am 23.4.1863 wurde in Horgen ein Schriftstück, das ich leider nicht entziffern kann, ausgefertigt, gefaltet und dann als Faltbrief noch am selben Tag per Post nach Zürich geschickt. Zur Frankatur wurde eine Mi. 23 verwendet; eine Verwechslung mit zukünftigen Ausgaben der Sitzenden Helvetia ist nicht möglich, da die Folgeausgabe erst im Jahr 1867 zum Verkauf gelangte. Der Brief trägt auf der Marke und zusätzlich danebengesetzt einen lesbaren Stempel von Horgen am 23.April 1863.



Der Brief war recht schnell unterwegs, denn der rückseitige Ankunftsstempel von Zürich bezeugt eine Ankunft noch am selben Tag.



Den Namen des Absenders und das Briefaufgabedatum findet man nach dem ersten Auseinanderfalten des Briefes.



Gänzlich geöffnet offenbart sich dem Betrachter der komplette Briefinhalt; vielleicht kann jemand anderer hier eine Übersetzung liefern.



Viele Grüße
Ingo
 
jahlert Am: 01.04.2014 00:18:37 Gelesen: 67067# 33 @  
@ Cantus [#26]

Hallo Ingo, hallo Kevin,

als Schweiz Sammler habe ich die Beiträge zu diesem Thema gelesen.

Ich kann allerdings nicht erkennen, dass hier jemand mit Freude stört oder etwas zerstört. Es ist doch ausgesprochen erfreulich, dass hier die Sammler, die in sehr unterschiedlichen Ligen spielen, einen Blick in ihre Schatzkammern ermöglichen.

Für mich ist es zurzeit das interessanteste Thema auf den PhilaSeiten - besten Dank, Kevin!

Mit Gruß aus Iserlohn
Jürgen
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.04.2014 07:11:41 Gelesen: 67053# 34 @  
@ Cantus [#32]

Hallo Ingo,

vielen Dank für deine Beteiligung und schöner Brief. :)

@ Thomas71 [#31]
@ jahlert [#33]

Ich freue mich, dass euch das Thema gefällt und bin gespannt auf eure weiteren Beiträge.

Ich habe ja nicht gesagt, dass jemand mit Absicht das Thema zerstört, sondern eher unabsichtig dominiert.

Wie gesagt, wenn man die eine oder andere Rarität zeigt, ist das ja gut, aber nicht nur.

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.04.2014 07:39:00 Gelesen: 67049# 35 @  
Nun fahre ich mit dem nächsten Wert fort, bei dem man sicherlich auch einiges schreiben kann:

Michelnummer 24 (verschiedene Farben):



Die Marke ist im Juli 1869 abgestempelt worden. Diese Marke hat eine regelmäßige Zähnung und ist gut zentriert.

MfG

Kevin
 
Cantus Am: 01.04.2014 13:13:47 Gelesen: 67031# 36 @  
Hier ein Link für die Liebhaber aller Serien der Sitzenden Helvetia:

http://www.philaworld.ch/index.php/Exponate

Viel Spaß beim Betrachten.

Viele Grüße
Ingo
 
Pepe Am: 01.04.2014 13:38:22 Gelesen: 67025# 37 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#35]

Diesmal gleich dicht daneben zwei Farbauswahlen Nr. 24. Es werden vier Farben angezeigt, wovon ich die orangene und gelborangene zeige. Mit den Stempelarten habe ich mich noch gar nicht befasst. Würde gerne etwas über die Stempeltypen wissen wollen. Ich würde auch mal die aktuelle Bewertung von den gezeigten wissen wollen.



Mi 24, orange und gelborange

Der Stempel aus Münster stammt aus einer kleinen Ortschaft und wird nicht allzu häufig sein. [1]

Nette Grüße
Pepe

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnster_VS
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.04.2014 19:02:17 Gelesen: 66993# 38 @  
@ Pepe [#37]

Hallo Pepe,

ich kann zwar nichts zu den Stempeln sagen, vielleicht kann das Anton übernehmen, aber mir ist aufgefallen, dass bei meiner vorgestellten Marke und bei deiner rechten Marke ein orangener Strich am Rand ist. Ist das lediglich von den Druckplatten verursacht oder handelt es sich gar um einen Plattenfehler?

Sehr schöne Stempel und Exemplare!

MfG

Kevin
 
remstal Am: 01.04.2014 19:38:02 Gelesen: 66983# 39 @  
Hallo Kevin,

bei den von Dir angesprochenen "Strichen" handelt es sich m. E. um Reste der Druckspiesse (Kartonstreifen o.ä. zum Ausrichten der Druckstöcke).

Zu den Stempeln kann ich nicht viel beitragen. Beides sind nicht selten vorkommende Typen, besser scheint mir auf jeden Fall der blaue ? Abschlag von Münster zu sein.

remstal
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.04.2014 19:40:49 Gelesen: 66980# 40 @  
@ remstal [#39]

Vielen Dank für deine Einschätzung den Stempeln und zu den Strichen! :)

MfG

Kevin
 
Pepe Am: 01.04.2014 20:33:21 Gelesen: 66964# 41 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#40]

Im Beitrag [#32] zeigt Ingo die Mi 23, bei der eine doppelte obere Randlinie erkennbar ist. Im Michel Spezial 1997 finde ich die Erklärung, es handelt sich hierbei um sog. Druckspieße. Die Punkte sind, wie remstal schon sagte, Teile oder Reste von Druckspießen. Ob neuere Kataloge hier andere Bewertungen vorgeben?
Nun muß nur noch jemand erklären, was Druckspieße sind.

Nette Grüße
Pepe
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.04.2014 20:54:44 Gelesen: 66954# 42 @  
@ Pepe [#41]

Druckspieße sind so etwas wie Quetschränder, die beim Druck der Marke entstehen.
 
Heinz 7 Am: 02.04.2014 00:13:40 Gelesen: 66936# 43 @  
@ Pepe [#37]

Hallo Pepe,

Du zeigst uns zwei schöne Stempel auf der 20 Rappen-Marke. Beide Stempel sind aber vermutlich nicht selten. MÜNSTER ist der bessere, gehört wohl zu der Gruppe 104 nach dem Abstempelungswerk ("Grosses Handbuch der Abstempelungen auf Schweizer Marken 1843-1907 von Andres & Emmenegger, ergänzt und neubarbeitet von Alfred Müller und Lipp, 1973).

Die sog. "Fingerhutstempel" (Ortsnamen in Blockschrift, kleiner Form, Durchmesser 18-20 mm) sind in der Schweiz sehr beliebt. Leider sieht man nicht, welche Untergruppe der Stempel ist (104 I, II, III, IV oder V), weil der untere Teil des Stempels fehlt. Wenn unter der "64" (Jahreszahl) ein Kreuz ist (das könnte sein), ist es die UG I oder V, da es aber für "Münster" UG V nicht gibt, müsste es wohl 104 I. sein. Man kann dann noch 9 Typen unterscheiden, je nachdem, ob der Monat schräg oder gerade geschrieben ist, und zweites Kriterium ist die Jahreszahl. Als "Monat schräg, Jahreszahl gerade, klein" identifiziere ich den Stempel als 104 I T. 3, seltsamerweise wird aber dieser Typ bei "Münster" nicht aufgelistet, was aber nicht zwingend heisst, dass es sich nun um eine grosse Rarität handelt. Typ 1, 2 und 4 waren (1973) mit CHF 6,5 und 4 bewertet auf Sitzende Helvetia gezähnt (Typ 3 wie gesagt leer).

Das waren Infos für einen Stempelsammler, wie es sie in der Schweiz einige gibt.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 02.04.2014 17:37:05 Gelesen: 66896# 44 @  
@ Heinz 7 [#43]

Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung bezüglich der verschiedenen Stempelformen ! :) Du sprichst von verschiedenen Stempeltypen, könntest du diese etwas näher erläutern?

MfG

Kevin
 
Pepe Am: 02.04.2014 20:19:22 Gelesen: 66872# 45 @  
@ Heinz 7 [#43]

Lieber Heinz,

ich hatte irgendwo nachgelesen, dass die Gemeinde Münster im Jahr 2002 ca. 520 Einwohner hatte. Wie viel werden es dann 138 Jahre zuvor gewesen sein? Und der Tourismus wird damals auch noch nicht so geboomt haben. Deswegen meine reine subjektive Vermutung mit der Seltenheit dieses Stempels.

Du bist ja mein heimlicher Experte und dafür noch mal großen Dank. Bei den wenigen Klassikern Schweiz lohnt sich kaum eine Investition in Literatur. 93 Marken bis 1900.

Den Stempel stellte ich in die Datenbank, jedoch ohne die ausführlichen Details. Da kommt sicher noch der eine oder andere schöne Stempel auf uns zu.
Auch ein tolles Thema und Dir Kevin vielen Dank dafür.

Nette Grüße
Pepe
 
Cantus Am: 03.04.2014 02:26:48 Gelesen: 66853# 46 @  
Hallo allerseits,

in meinem alten Michel von 1988 sind bei dem Wert zu 20 Centimes vier verschiedene Farben mit ihren jeweiligen Ausgabejahren angegeben:

a) orange (1.8.1863)
b) gelborange (1863)
c) hellbräunlichorange (1871)
d) rot- bis rötlichorange (1876)

Das Dumme dabei ist aber wieder einmal, dass ich in drei verschiedenen Farbenführern von Michel die Farbe hellbräunlichorange nicht finden kann. Nach einigem Hin und Her habe ich mich entschlossen, die folgende Marke als Mi. 24a (orange) zu bestimmen.



Der Stempel aus Zürich datiert vom 4.5.1880; diese Stempelform bezeichnet man als "Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten".

Viele Grüße
Ingo
 
briefmarkenwirbler24 Am: 03.04.2014 07:31:00 Gelesen: 66842# 47 @  
@ Cantus [#46]

Hallo Ingo,

schönes Exemplar von der Michelnummer 24. Ich tendiere aber eher zur Farbe hellbräunlichorange.

MfG

Kevin
 
Cantus Am: 03.04.2014 14:05:55 Gelesen: 66818# 48 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#47]

Hallo Kevin,

du hast vermutlich recht, insbesondere wenn man die Farbe mit der von Pepe gezeigten Marke vergleicht, aber noch lieber wäre mir ein Vergleich mit einer Farbscala gewesen.

Viele Grüße
Ingo
 
briefmarkenwirbler24 Am: 03.04.2014 14:07:21 Gelesen: 66816# 49 @  
So wir können nun mit dem nächsten Wert fortfahren:

Michelnummer 25: 30 C zinnober

Ich freue mich schon auf eure Auswahl!

Ich kann leider nichts dazu beitragen, da ich diesen Wert nicht habe.

MfG

Kevin
 
jahlert Am: 03.04.2014 17:51:07 Gelesen: 66786# 50 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#49]

Hier ist so eine Auswahl, Kevin:



Leider keine schönen Stempel sowie Zahnschmerzen.

Bei diesen Marken aber gut zu erkennen: Weißes Papier und das Kontrollzeichen 1.

Jürgen
 
Heinz 7 Am: 03.04.2014 20:51:17 Gelesen: 66764# 51 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#49]

Lieber Kevin,

die 30 Rappen zinnober schön zu finden, ist wirklich gar nicht einfach. Zwar hatte die Marke auch eine Auflage von immerhin ca. 5 Millionen Stück, aber sehr viele Stücke sind defekt oder verstempelt.



Das beiliegende Stück ist zwar nicht "Luxus", aber auch nicht schlecht. Ein paar Zähne sind stumpf und der Stempel ist etwas schwer, aber immerhin ist es meines Erachtens ein schönes Stück, gut zentriert, Zähnung dreiseitig gut und mit klarem Stempel - übrigens wieder ein Fingerhut-Stempel der Gruppe 104 I (siehe Beitrag [#43]). Weil unten im Stempel das Schweizerkreuz ist, ist es die Untergruppe I (= 104 I). Der Durchmesser des Stempels ist nur 19 mm.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
Pepe Am: 03.04.2014 21:20:03 Gelesen: 66751# 52 @  
@ Heinz 7 [#51]

Schöne Marke und so schicke ich gleich eine hinterher in der Hoffnung, Du kannst den Stempelort und Sempel bestimmen ?



1862 ?? ??, Mi 25 a hellzinnober, oder b zinnoberrot

Ich meine es ist die a Farbe.

Nun noch mal zurück zum ST GALLEN Stempel auf Nr. 24, [#37]



1878 04 01, ST GALLEN, BHF. DIS., auf Mi 24

Was gibt es hier zu sagen?

Nette Grüße
Pepe
 
Heinz 7 Am: 03.04.2014 21:39:48 Gelesen: 66746# 53 @  
@ Pepe [#45]

Lieber Pepe,

herzlichen Dank "für die Blumen"! Gerne greife ich da einige Punkte auf.



Dieses Buch hilft mir (fast) immer weiter, wenn mich die Verhältnisse in der Schweiz vor rund 150 Jahren interessieren. (Ortslexikon von 1862 von Fink & Co.).

Zu "Münster" lese ich da:

1) Dorf an der Rhone und Hauptort des wallis. Bez. Goms mit 411 wohlhabenden Einw. (...)
2) rom. Mustair, kath. Pfarrdorf von 475 Einw., zu welchem die Höfe Guad, Ruvinatscha und Terza gehören, im bündner. Bez. Münsterthal. (...)
3) wohlgebauter Flecken von 1148 Seelen an der Wynen, im luzern. Amt Sursee, (...)

Alle drei "Münster" liegen also in verschiedenen Kantonen (Wallis, Graubünden, Luzern), aber alle drei waren bereits 1862 nicht klein, darum hatten sie wohl auch ein gewisses Postaufkommen. Ich weiss jetzt ehrlich nicht, welches Münster mit dem Stempel gemeint ist, ich werde da einmal nachsuchen.

Nicht einverstanden bin ich mit Dir bezüglich Einschätzung der Nicht-Notwendigkeit von Literatur. Die Schweiz hatte 1850-1900 (1907) zwar nur 6 verschiedene Ausgaben und nur eine zweistellige Anzahl Hauptnummern, aber dazu gibt es sehr viel zu wissen und dazu ist Literatur unerlässlich. Und wenn man die Jahre 1843-1849 hinzunimmt, sowieso. Ich finde zwar auch, man soll auch nur die Hauptnummern sammeln "dürfen", und "muss" sich nicht auf kleine Unterschiede spezialisieren, aber es ist doch zweifellos so, dass es Freude macht, wenn man z.B. eine seltene Zähnung findet (z.B. bei der Ausgabe "Stehende Helvetia") oder einen frühen Münchener Druck (bei der "Strubel"-Ausgabe).

Literatur ist Gold wert und macht aus Briefmarkensammlern Philatelisten, das ist meine Meinung.

Herzliche Grüsse - Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 03.04.2014 21:58:30 Gelesen: 66738# 54 @  
Guten Abend,

es ist wirklich hochinteressant, eure ganzen Exemplare sehen zu dürfen. Die Marke ist ungefähr ein Viertel von Mnr.21 Wert, aber m.E. viel seltener in vernünftiger Erhaltung zu finden, ist das wieder die Michel-Preispolitik ?

Die Marken von Heinz und Pepe sind doch in sehr guter Erhaltung, wie ich finde.
Ich freue mich schon auf eure weitere Beteiligung und bin euch jetzt schon sehr dankbar über eure super Mitarbeit in diesem Thread!

MfG

Kevin
 
jahlert Am: 04.04.2014 00:10:03 Gelesen: 66724# 55 @  
@ Pepe [#52]

Stempel aus der Gruppe 149 (?) .. gut lesbar .. April, April .. ;-)
 

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