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Thema: Altdeutschland Norddeutscher Postbezirk
Robertomarken Am: 05.01.2009 09:12:52 Gelesen: 7780# 1 @  
Hallo und schönen guten Morgen !

Auf der Suche nach einem meiner Sammelgebiete fand ich dieses, siehe Link. Meine Frage echt oder nicht oder was ? Danke für Infos.

Robert

[Scan nicht mehr im Internet, Link redaktionell gelöscht]


 
roteratte48 Am: 05.01.2009 10:00:38 Gelesen: 7771# 2 @  
Hallo Robertomarken

Wo siehst Du einen Grund zum Zweifel? Dem Scan nach ist alles ok., zudem ist der Aufbrauch der U26 die billigste Variation bei preussischen GSU im Norddeutschen Postbezirk. M.E. völlig i.O. so.

Gruss - RR48
 
Lars Boettger Am: 05.01.2009 20:10:24 Gelesen: 7733# 3 @  
Hallo Robert,

der Umschlag ist BPP-geprüft. Deine Frage verstehe ich daher nicht ganz.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Richard Am: 05.01.2009 23:10:26 Gelesen: 7711# 4 @  
@ Robertomarken [#1]

Hallo Robert und alle anderen Leser,

bitte nicht nur einen Link auf Ebay setzen sondern die Marken oder Belege hier im Forum zeigen.

Nach einigen Wochen läuft der Link ins leere und nachfolgende Leser können den Sachverhalt nicht mehr nachvollziehen.

Ich habe die Abbildung aus Ebay gerade ergänzt.
 
rostigeschiene Am: 29.02.2012 17:43:01 Gelesen: 6211# 5 @  
Beim Stöbern in meinen Marken aus dem Norddeutschen Bund bin ich auf diesen Knochen gestoßen.



Kann mir jemand erklären, wie das auf der Marke befindliche Gittermuster entstanden ist?

Werner
 
Postgeschichte Am: 12.06.2012 09:31:48 Gelesen: 5838# 6 @  
@ rostigeschiene [#5]

Die Frage ist etwas mißverständlich. Der Netzunterdruck ist auf die Marke vor dem Druck aufgebracht (gedruckt) worden. Er wurde eingeführt, um Fälschungen zu erschweren, was sich aber als nicht als nicht so effektiv erwiesen hat. Auch Nachdrucke dieser Marken weisen einen Netzunterdruck auf. Der Netzunterdruck wurde, wie es die gängige Praxis war, zunächst in eine Vorlage geritzt und danach zur Herstellung der Druckplatte ausgegossen. Falls Du wissen wolltest, wieso es dieses Gittermuster war, muß ich leider passen. Dies könnte nur der Stecher erklären.

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
LK Am: 12.06.2012 11:47:36 Gelesen: 5828# 7 @  
@ rostigeschiene [#5]

Hallo,

ein Schutzunterdruck statt Wasserzeichen wurde schon 1857 von der preußischen Staatsdruckerei eingeführt bei den Preußenmarken Mi 6 bis 13.

Für diesen Unterdruck, besonderer Druckgang, wurde kohlensaures Bleicarbonat verwendet.

Werden die Marken mit Schwefelwasserstoff behandelt oder falsch gelagert, tritt der Unterdruck meist schwärzlich hervor und lässt sich nicht mehr entfernen.

Bei den Marken des NDP wurde dieses Verfahren verfeinert und weiterhin angewendet.

Hier einige Beispiele.

Gruß

LK


 
rostigeschiene Am: 12.06.2012 14:44:29 Gelesen: 5800# 8 @  
@ Postgeschichte [#6] @ LK [#7]

Hallo Manfred, hallo LK,

vielen Dank für Eure Einlassung.

Meine Frage habe ich gestellt weil die eingestellte Marke die Einzige, von ca. 200 Marken in meinem Bestand an NDP, ist die diesen Unterdruck aufweist und ich keine Erklärung dafür hatte.

Jetzt ist mir der Sachverhalt klar. Die Marke verdankt ihr Aussehen also einer falschen Behandlung.

Viele Grüße

Werner
 
chuck193 Am: 04.04.2014 23:07:26 Gelesen: 4262# 9 @  
Hallo Altdeutschland Sammler,

hier möchte ich einige Briefe vorstellen, die mein Freund mir gegeben hat. Da fand ich vor allem, wie bei vielen alten Dokumenten, die Schrift sehr schön. Heute lernen die Kinder in vielen Schulen nur ein Drucken, keine Schrift mehr, dadurch können die später nicht mal ihren Namen schreiben.

Auch hätte ich gerne gewusst, ob die Stempel okay sind und auch das Porto.

Schöne Grüsse,
Chuck




 
Totalo-Flauti Am: 05.04.2014 00:00:04 Gelesen: 4248# 10 @  
Liebe Sammlerfreunde
@ chuck193,

die Postgebühren für den einfachen Brief (bis 1 Loth/16,2/3 Gramm Inland bzw. 15 Gramm Ausland) betrugen 1 Groschen. Die 4 Briefe wurden also zutreffend frei gemacht. Ich kann mich nur zu den K2-Stempel LEIPZIG äußern. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass er echt ist. Es muss sich noch um einen alten sächsischen K2-Stempel handeln. Ich hab mal ein entsprechenden sächsischen Beleg in der Anlage angehangen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
chuck193 Am: 05.04.2014 02:04:18 Gelesen: 4245# 11 @  
@ Totalo-Flauti [#10]

Hi Totalo-Flauti,

vielen Dank für Deine Auskunft, vielleicht haben noch andere etwas zu dem Stempel zu sagen.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
bayern klassisch Am: 05.04.2014 07:35:02 Gelesen: 4233# 12 @  
@ chuck193 [#9]

Hallo chuck193,

es waren alles einfache Briefe bis 1 Loth Gewicht, daher treffend mit 1 Silbergroschen frankiert.

Die Stempel sind auch alle o.k., als alles im grünen Bereich. Viele Altdeutschland Staaten haben ihre Stempel zu Zeiten des Norddeutschen Bundes weiter verwendet, oft sogar in die Reichspostzeit hinein. Warum hätten sie auch ein gutes Stempelgerät wegwerfen sollen? Stempelgeräte waren teuer und wenn ein Revisor eine Poststelle revidierte, dann mussten auch alle Stempelgeräte (es gab immer mehrere, außer bei kleinsten Poststellen) auf Funktion und Qualität überprüft werden. Befand der Revisor sie als gut, wurden sie weiter benutzt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
zockerpeppi Am: 05.04.2014 10:53:22 Gelesen: 4203# 13 @  
Auch von mir einmal ein Beitrag. Mein Dank an alle Unterstützer!



1809 erwirbt Jean-François Boch von einem Trierer Geschäftsmann die heruntergekommene Benediktiner Abtei zu Mettlach und gründete hier seine neue Steingutmanufaktur. Die Fachkräfte kamen vom Standort ‚Siebenbrunnen‘ in Luxemburg. Boch hatte durchaus die Vorzüge des Standortes Mettlach erkannt. Die Abtei lag direkt an der Saar, der Transport liess sich von nun an über Wasser bewerkstelligen, ein Transport über Land war nicht ungefährlich, vieles ging dabei zu Bruch. Zudem wurde im nahen Saarbrücken Kohle abgebaut. Eine gute Alternative zum Holz. Es bedurfte allerdings einiger Tüfteleien um diesen Brennstoff gekonnt einzusetzen. Die Fusion mit Villeroy erfolgte 1836.



Das Werk von Mettlach wurde ab 1838 von JF Bochs Sohn Eugen geleitet. Eugens Verdienste für die Firma lagen zweifelsohne in der Entwicklung der Fliesen. Er war ein leidenschaftlicher Hobby-Archäologe. Als nun nach archäologischen Ausgrabungen die Bodenmosaike der römischen Villa in Nennig freigelegt wurden, wird Eugen mit der Restaurierung beauftragt. Die Erfahrung bei der Restaurierung des Mosaiks war massgebend dass Eugen sich mit seinen Mitarbeitern der Herstellung von Fliesen zuwendete. Hier entstanden unter anderem die berühmten Mettlacher Platten. 1892 wurde Eugen in den Preußischen Adelsstand erhoben. Er verstarb 1898.



Hier nun ein Faltbrief von V&B ab Mettlach nach Neapel. Frankiert à 3 Groschen, abgestempelt am 20.3.69 Der PD Stempel als Vermerk dass das Porto bis zum Empfänger bezahlt wurde. Laut Postvertrag vom 10.11.1868 wurde die Postgebühr für frankierte Briefe aus dem Nordeutschen Bund nach Italien mit 3 Groschen verrechnet. So gesehen ist der Brief unterfrankiert da besagter Postvertrag erst ab dem 1.4.1869 Gültigkeit hatte. Der Brief lief im geschlossenen Transit durch Österreich über den Brenner nach Verona, ab da durch den Kirchenstaat nach Neapel.

Quelle : Villeroy&Boch, ein Vierteljahrtausend europäische Industriegeschichte 1748-1998

Und hier noch einige Links für Wissbegierige :

http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_Boch
http://www.villeroy-boch.de/das-unternehmen/historie.html
http://www.keramikmuseum-mettlach.de/

liebe Sammlergrüße
Lulu
 
bayern klassisch Am: 05.04.2014 21:33:35 Gelesen: 4149# 14 @  
Hallo Lulu,

wunderschöne Dokumentation - klasse Photos und ein außergewöhnlicher Brief mit vorschriftswidrigem Vergessen des Nachportos - was will man mehr?

Vielen Dank fürs zeigen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
chuck193 Am: 05.04.2014 21:53:57 Gelesen: 4141# 15 @  
@ bayern klassisch [#12]

Hallo bayern klassisch,

auch Dir vielen Dank für die Antwort, die Briefe werden, wie auch einige Bayern Briefe, meine Sammlung erweitern. Es wird noch einige Zeit dauern, um alles von meinem Freund zu sortieren. Ein Dubletten Buch enthält nur geprüftes Material, da werde ich wohl noch was für meine Sammlung finden, viele Germania sind dabei.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
stephan.juergens Am: 06.04.2014 12:44:12 Gelesen: 4099# 16 @  
@ zockerpeppi [#13]

Hallo Lulu,

der Weg über den Brenner ist durch den Stempel aus Verona belegt. Aber den Kirchenstaat hat der Brief vermutlich nicht gesehen. Denn 1869 bestand der Kirchenstaat ja nur noch aus dem kleinen Gebiet um Rom herum (Lazio). Die Romagna und die Marken, gehörten ja schon sei 1861 zum Königreich Italien, das Veneto (und damit Verona) ab 1866.

Gruß
Stephan
 
zockerpeppi Am: 06.04.2014 16:59:10 Gelesen: 4060# 17 @  
@ stephan.juergens [#16]

Mit Leitwegen kenne ich mich nicht gut aus. Ich danke für den Hinweis und streiche den Vermerk in der Beschreibung.

Liebe Grüsse
Lulu
 
zockerpeppi Am: 01.11.2014 21:08:05 Gelesen: 3489# 18 @  
Mir ist gerade aufgefallen dass es zwei verschiedene Threads für den Norddeutschen Postbezirk gibt.



Ein Fundstück aus Sindelfingen, allerdings ein Fehlkauf! Ich habe nicht richtig aufgepasst und mich mit den vielen "Oppenheims" vertan. Aber nun ist er mein:

Oppenheim & Co Berlin an die Rothschild Brüder in Paris. Abgestempelt: BERLIN.POST.EXP.11.ANHALT.BAHNH. 30/5/.68*8-9N. Postvertragsstempel Prusse Erquelines vom 1 JUIN. Ankunft in Paris , Stempel in rot auf dem Recto vom 1 JUIN 68, frankiert à 4einhalb Groschen

beste Sammlergrüße
Lulu
 
bayern klassisch Am: 02.11.2014 12:52:11 Gelesen: 3448# 19 @  
@ zockerpeppi [#18]

Hallo Lulu,

ich finde den Brief sehr schön und kann vordergründig keinen Fehlkauf sehen (ich weiß, du sammelst nach Absender/Empfänger). Über solch einen "Fehlkauf" würde sich jeder NDP - Sammler freuen. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
zockerpeppi Am: 02.11.2014 20:01:48 Gelesen: 3409# 20 @  
@ bayern klassisch [#19]

In der Tat nur der falsche Absender, sonst ist an dem Brief nix auszusetzen.

liebe Grüße
Lulu
 
hajo22 Am: 26.05.2016 18:18:35 Gelesen: 1238# 21 @  
@ zockerpeppi [#20]

Am Brief nicht, aber an der 1/2 Groschen-Marke. Die hat die Farbe gewechselt, weil offensichtlich foliengeschädigt.

VG, hajo22,
der erst heute den Beitrag gelesen hat.
 
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