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Thema: Altdeutschland Thurn und Taxis: Belege
Das Thema hat 126 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 16.02.2014 09:25:18 Gelesen: 14814# 2 @  
@ Cantus [#1]

"Durch Segelschiff mit Schiffer Daus" lese ich da, also ging es den Main stromaufwärts nach Unterfranken.

6 Kr. war die treffende Frankatur für Briefe unter 1 Loth (16,66g) über 10 bis 20 Meilen Entfernung in direkter Linie (1 Meile ca. 7,4 km).

Man versandte wohl zuerst die Ware, wartete, dass sie gut ankam und man aus Kitzingen ein entsprechendes Feedback erhielt und sandte dann die Rechnung. Man hätte auch, wenn es so vorher vereinbart worden wäre, die Rechnung gleich in das Paket legen, oder dem Schiffer in die Hand drücken können, aber dann hättest du einen schönen Brief weniger in der Sammlung, weil die Marke dadurch entbehrlich geworden wäre.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Altdeutschland Am: 20.03.2014 20:37:34 Gelesen: 14715# 3 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich einen Brief vorstellen den ich - wie sagt man so schön - in der Bucht erworben habe. Der Brief wurde am 4. 9. 1851 in Dietz (Thurn- und Taxisches Postgebiet/Hzgt. Nassau) nach Preußen geschickt. Preußen war zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglied im Postverein. Es handelt sich übrigens um einen Brief aus der bekannten und umfangreichen Farina-Korrespondenz.



Nassau trat am 1. 10. 1851 - also knapp 1 Monat später - dem Postverein bei. Ab diesem Zeitpunkt hätte der Brief nur noch 2 Sgr. gekostet.

Vor einigen Monaten wurde auf einer bekannten Auktion ein vergleichbarer Brief aus Hannover nach Lippe zu einem Ausruf von 150 € angeboten.



Mein Gebot von 250 € reichte nicht. Er war allerdings auch richtig beschrieben.

Viele Grüße
 
LK Am: 08.04.2014 16:47:03 Gelesen: 14606# 4 @  
Hallo zusammen,

ein Neuzugang:

Mi 20 als EF auf kleinem Ortsbrief, nicht sehr selten, aber auch keine Massenware.

Gruß

LK


 
bayern klassisch Am: 08.04.2014 18:32:47 Gelesen: 14587# 5 @  
@ LK [#4]

Und weil der Absender wusste, dass der Empfänger ein Postfach hatte, brauchte er keine 2 Kreuzer, sondern nur den einen verklebten, um die Franko - NULL - Paraphe zu bekommen.

Schönes Stück!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
LK Am: 08.04.2014 18:42:57 Gelesen: 14581# 6 @  
@ bayern klassisch [#5]

Hallo,

verrate nicht so viel, deshalb hab ich ihn ja mitgenommen, obwohl ich kein Taxissammler bin, kaufe ich solche schönen Stücke, um sie an Freunde weiterzugeben.

Der Brief ist bis auf den Taxisschnitt makellos einschließlich Siegel, das beim öffnen sorgsam umschnitten wurde.

Gruß

LK
 
bayern klassisch Am: 08.04.2014 19:09:32 Gelesen: 14563# 7 @  
@ LK [#6]

Bin schon ruhig. :-)

Den Schnitt finde ich überdurchschnittlich, das wäre für mich kein Makel, sondern ein "goodie".

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
roteratte48 Am: 25.11.2014 15:46:27 Gelesen: 14202# 8 @  
Hallo ins Forum,

ein kleiner, nicht sehr schöner (Markenschnitt, übereinandergeklebt, Knitter), aber auch nicht alltäglicher Brief mit einer 4 1/2 Silbergroschen-Frankatur aus Lemgo ins bürgerkriegsgeschüttelte Amerika 1863.

Aufgegeben in Lemgo am 13.10 ging er über Bremen (Stempel siehe Rückseite) nach Hamburg, wurde dort am 17.10 mit dem roten K1 HAMBURG PACKET / OCT 17 / PAID 3 versehen und landete, wenn ich denn richtig lese, am 11. November in New York (roter K1 "Paid NEW YORK / P AMB P KT"). Der rote K1 "10" ist wohl ein Nachportostempel? - wie wäre denn die richtige Taxierung gewesen, das Briefchen wurde ja mit dem roten PD im Oval als voll bezahlt gekennzeichnet?

Gewogen hat das Ding wohl kaum etwas - das Papier ist hauchdünn und somit wohl auch schuld am desolaten Zustand.

Danke den Taxkennern und liebe Grüße

Rolf


 
bayern klassisch Am: 25.11.2014 16:32:41 Gelesen: 14185# 9 @  
@ roteratte48 [#8]

Lieber Rolf,

der rote "10" Stempel wies den Betrag aus, den die USA als Weiterfranko vergütet bekamen von Bremen, nämlich die unten links notierten 4 1/2 Silbergroschen. Die restlichen 2 Sgr. flossen in die Kasse von Taxis.

Ein Nachporto gab es also nicht - alles war voll frankiert worden. Für dich als Kreuzerfan: 6 Kr. für Taxis und 16 Kr. Weiterfranko (4 1/2 Sgr.).

Ich finde den Brief schön, denn er hat ein tolles Gesicht und bis 1 Loth durfte er auch wiegen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
roteratte48 Am: 25.11.2014 16:53:31 Gelesen: 14176# 10 @  
@ bayern klassisch [#9]

Hallo Ralph,

Dir zunächst mal wieder lieben Dank für Deine immerwährende Hilfe - aber so ganz verstehe ich es noch immer nicht. Du sagst, daß die USA die notierten 4 1/2 SGr erhielten - die "restlichen" 2 SGr Taxis zuflossen. Ich sehe allerdings nur 4,5 Sgr - wo bitte sind die "restlichen 2 SGr" ?

Ich weiß, Du liebst dusslige Fragen. *gg*

Liebe Grüße - Rolf
 
LK Am: 25.11.2014 17:04:38 Gelesen: 14169# 11 @  
@ roteratte48 [#10]

Ich sehe auch 6 1/2 Sgr , 5 , 1 , 1/2.

Ansonsten, wie schon von BK geschrieben, schönes Stück für einen Überseebrief mit diesem dünnen Papier.

Es gibt viel schlechter erhaltene.

Gruß

LK
 
roteratte48 Am: 25.11.2014 17:12:19 Gelesen: 14154# 12 @  
@ LK [#11]

Oh mei - neue Brille dringend erforderlich! Wenn man natürlich 'ne 3 statt 'ner 5 liest. :o( Deshalb hatte ich ja auch von einer 4 1/2 SGr-Frankatur gesprochen!

Hab Dank, daß Du einem Blinden mit einfachen Worten wieder zum Sehen verholfen hast.

Gruß nach Darmstadt - Rolf
 
Lars Boettger Am: 25.11.2014 22:46:47 Gelesen: 14111# 13 @  
@ roteratte48 [#12]

Hallo Rolf,

auch die USA haben den richtigen Stempel für die Dampferverbindung im Austauschpostamt New York abgeschlagen:

Per HAMB PKT

Die Farbe rot wird in den USA ab ca. Juni 1849 immer bei Frankobriefen aus dem Ausland oder ins Ausland eingesetzt. Die Farben blau und schwarz bei Portobriefen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
roteratte48 Am: 26.11.2014 08:08:30 Gelesen: 14089# 14 @  
@ Lars Boettger [#13]

Schön, Dich mal wieder zu lesen, Lars (viel zu selten!). Danke für die Ergänzung - irgendwann werde ich mit Eurer Hilfe auch ein bissle dazu lernen, was die außerhalb meiner Sammelgebiete liegenden Fragen betrifft.

Liebe Grüße nach Luxembourg - Rolf
 
bayern klassisch Am: 31.03.2015 13:10:31 Gelesen: 13880# 15 @  
Liebe Sammlerfreunde,

der folgende Brief, nicht mir gehörend, ziert die Sammlung eines Freundes, aber ob seine Beschreibung für ihn richtig ist, weiß er nicht. Ich weiß es auch nicht (hat auch nichts mit Bayern zu tun, leider!), denke und hoffe aber, dass uns hier geholfen werden kann. :-)



Frankfurt am Main - Hörbranz (Vorarlberg) vom Jan. 1851.

Schwarzer Stempel von FFM weist auf einen Portobrief hin (= Empfänger zahlt die Gebühren). Franco vorne gestrichen, jedoch hinten sind 2 Taxen nebst Korrektur aufgeschrieben (19 Kreuzer?).

Vorne BAD.Oe für die Badische Correspondenz nach Oesterreich mit 12 Kr. Gemeinschaftsporto und 2 Kr. für den Transit durch die Schweiz ab 1849.

Wer kennt den Stempel M.B. St? War das ein Militärstempel?

Für sachdienliche Hinweise wird ein kleiner Preis (Beleg) ausgelobt, das bin ich meinem Sammlerfreund schuldig.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 31.03.2015 16:02:17 Gelesen: 13857# 16 @  
@ bayern klassisch [#15]

Eben per Zufall (Köhler - Auktion) erfahren, dass M.B. St "Militär - Brief - Stempel" heißen soll.

Die 19 Kr. auf der Siegelseite sollen das Franko für Taxis, Bayerns Transit (der nicht wahrgenommen wurde!) und Österreich darstellen.

Jetzt müsste ich nur noch wissen, wer diesen Stempel benutzt hat und warum seine Verwendung hier keine Portobefreiung nach sich zog.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 13.05.2015 18:41:53 Gelesen: 13710# 17 @  
Die Frage von bayern klassisch in [#16] kann ich leider nicht beantworten, will dafür aber ersatzweise mit einem Markenbrief von T&T weitermachen.

Kürzlich frisch in meine Sammlung gelangt ist ein Brief vom T&T-Postamt in Hamburg (Nummernstempel 300), frankiert mit 3 und Paar 1/2 Sgr. der 1. Ausgabe, gestempelt am 21.8.1858 nach Tägerweilen/Schweiz (heutige Schreibweise Tägerwilen im Kanton Thurgau).

Auf der Rückseite ist der Brieflauf innerhalb der Schweiz gut dokumentiert: Basel Briefexpedition 22.8. - Schweiz Bahnpost Aarau-Zürich 23.8. - Ankunft Tägerweilen am gleichen Tag.

Porto 3 Silbergroschen über 20 Meilen + 1 Silbergroschen (= 3 Kreuzer) für die Schweiz.



An dem senkrechten Paar der 1/2 Sgr. kann man erkennen, wie eng der Abstand zwischen den einzelnen Marken war. Das relativiert den "Taxisschnitt".

VG, hajo22
 
briefmarkenwirbler24 Am: 13.05.2015 19:05:33 Gelesen: 13702# 18 @  
@ hajo22 [#17]

Hallo Jochen,

der Beleg gefällt/gefiel mir sehr gut und ich habe/hatte noch keinen von Taxis in meiner Sammlung. Wenn ich mich nicht täusche ist dieser in eBay angeboten worden und ich war dein Gegembieter. :D

Schade, dass ich mich geschlagen geben musste, wenigstens weiß ich, dass er nun in guten Händen ist. :)

Liebe Grüße

Kevin
 
hajo22 Am: 13.05.2015 19:50:19 Gelesen: 13688# 19 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#18]

Danke für das Kompliment. Daß Du dagegen geboten hast, beweist Deinen guten Geschmack.

Es kommt selten vor, daß ich bei diesem Anbieter überhaupt was bekomme. Für ausgefallene Belege erzielt er häufig erstaunliche Preise und man muß schon tüchtig in die Tasche greifen.

Ich sammle speziell die 1. Ausgabe von T&T auf Briefen und einer mit Silbergroschen in die Schweiz fehlte noch.

Hier einer aus dem Kreuzergebiet (Michelstadt) mit Marken der 1. Ausgabe nach Rotterdam/NL. Der läuft unter dem Motto: "So schön können T&T-Frankaturen sein".



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 13.05.2015 20:31:39 Gelesen: 13671# 20 @  
@ hajo22 [#19]

Hallo Harald,

nettes Stück!

9 Kreuzer für Taxis, da über 20 Meilen bis Aachen als Abgabepostamt, nichts für den Transitleister Preußen und 7 Kreuzer für die Niederlande (von Preußen in 2 Silbergroschen reduziert, die 10 NL - Cents entsprachen), da der Zielort im 2. Rayon der Niederlande lag.

Dein Brief wog unter 1 Loth.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 13.05.2015 20:43:22 Gelesen: 13665# 21 @  
Hallo,

bei der letzten Lenz-Auktion erworben:



Brief von Frankfurt mit 9 Kreuzer nach Häselgehr [1], einem kleinen Ort bei Reutte. Der Brief musste über Boten zugestellt werden, die kleine handschriftliche Zwei bezeichnet den Botenlohn. Auf österreichischen Briefen schon recht selten, bei Briefen aus dem Ausland nur schwer zu finden.

Lg, harald

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4selgehr
 
bayern klassisch Am: 13.05.2015 20:48:53 Gelesen: 13660# 22 @  
@ bignell [#21]

Hallo Harald,

schönes Stück und nicht häufig, wie du richtig schreibst.

Der Lechtalbote bekam 2 Kreuzer (ob rheinisch, oder Conventionsmünze wissen wir nicht), weil Häselgehr noch keine eigene Post hatte. Als die kam, war es mit den Taxierungen dieses Boten vorbei und Österreich hatte einen interessanten Mosaikstein weniger.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 13.05.2015 21:35:52 Gelesen: 13650# 23 @  
@ bayern klassisch [#22]

Hallo Ralph,

Dr. Ferchenbauer schreibt im Handbuch 2000, Seite 651: Die Höhe des Botenlohns betrug zu Beginn der Markenzeit im allgemeinen 1 bis 2 Kreuzer, ab 1858/59 zumeist 3 Kreuzer.

Das galt ja nicht nur fürs Lechtal, und somit kann man denke ich von 2 Kreuzer CM bzw 3 Neukreuzer ausgehen.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 13.05.2015 21:44:05 Gelesen: 13645# 24 @  
@ bignell [#23]

Hallo Harald,

diese pauschalen Aussagen zu einem Riesengebeit wie Österreich sind immer mit einem kleinen Fragezeichen zu versehen. Ich kenne 1 Kr., 2 Kr., 3 Kr. und 6 Kr. Botenlöhne. Es ging ja darum, was der Empfänger mit dem Boten ausgemacht hatte - mit der österreichischen Post hatte das gar nichts zu tun.

Aus dieser Korrespondenz, die Sigi Deider vor ca. 10 Jahren aufgetan hat (mehrere Hundert Briefe an diesen Empfänger) zeigt die Masse 2 Kr., wenige 3 Kr. Botenlöhne, warum auch immer.

Es wäre, wie von dir angesprochen, durchaus möglich, dass bei wechselnden Boten mal der eine 2 Kr. Conventionsmünze, der andere 3 Kr. rheinisch gefordert und bekommen hat.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 13.05.2015 21:54:01 Gelesen: 13641# 25 @  
@ bayern klassisch [#20]

Nur der Korrektheit halber: Ich heiße nicht Harald mit Vornamen und beabsichtige auch nicht mich umtaufen zu lassen.

SG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 13.05.2015 22:33:57 Gelesen: 13630# 26 @  
@ hajo22 [#25]

Danke - habs gesehen, konnte es aber nicht mehr korrigieren.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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