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Thema: (?) (123) Kriegsgefangenenpost
Das Thema hat 135 Beiträge:
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juni-1848 Am: 10.02.2013 22:49:48 Gelesen: 60578# 86 @  
Schon mal gesehen ?

Eine Foto-Karte (ungelaufen) der Lager für Belgische Kriegsgefangene vom Januar 1942 !


 
philapit Am: 13.02.2013 19:27:02 Gelesen: 60458# 87 @  
Kriegsgefangenenkarte oder ? vom 31.1.45

Bin gerade in Schreiblaune und so bitte ich einen Sammlerfreund mit russisch-Kenntnissen mir die Karte vom 31.1.45 zu übersetzen. Abgestempelt in Remscheid. Es handelt sich um eine Antwortkarte mit russischem Vordruck. Ist es Kriegsgefangenenpost? Schon mal vielen Dank!

Mit freundl.Gruss
philapit



[Beitrag redaktionell verschoben am 16.02.13]
 
Marcel Am: 17.02.2013 23:42:35 Gelesen: 60323# 88 @  
@ philapit [#87]

Hallo - mein Russisch ist schon etwas eingerostet, aber dennoch will ich es versuchen - zumindest den Sinn des Inhaltes wiederzugeben.

Schatz Tamara!
Sie glaubt nicht, dass den Beiden etwas passiert ist, obwohl sie sie in der Stadt verloren hat, will sie schreiben. Sie weiss nicht ihr lieben, obwohl Krieg ist, das wir aufeinander zu fahren können. Irgend etwas ist zu Hause in meiner Heimat und meinem Geburtsort passiert. Hat sie gehört von Freunden. ..........?
Vergessen Sie nicht, Ihren Freunden das zu erzählen, getreu nach dem Motto "Alter Freund, gleich neuer Freund".
Sie lebt und die Arbeit hier erfolgt getreu dem Motto "Eine Hand wäscht die Andere". Nun ist es Zeit die Lieben zu grüßen mit einem Hallo an alle.


Mehr vermag ich nicht zu entziffern, aber ob Du die Karte als Kriegsgefangenenpost einordnen kannst?

Gruß Marcel
 
philapit Am: 18.02.2013 07:41:20 Gelesen: 60293# 89 @  
@ Marcel [#88]

Hallo Marcel!

Danke für die ca. Inhaltsangabe. Reicht mir schon. Es ist wohl keine Kriegsgefangenen Post. Ich vermute Fremdarbeiter Post, daher der russische Text auf der Ganzsache.

Vielen Dank
Philapit
 
juni-1848 Am: 15.03.2013 20:13:24 Gelesen: 59212# 90 @  
@ Totalo-Flauti [#77]

Der R2 ZURÜCK-Stempel macht einen klaren deutschen Eindruck. Wurden solche Stempel in den Lagern verwendet oder kann ich davon ausgehen, dass der Stempel erst wieder im Deutschen Reich abgeschlagen wurde

Ich erinnere mich an diesen Stempel "Zurück..." mit der Ziffer "11" - auf einem Brief NACH Leipzig. Das Bild habe ich kürzlich gelöscht: Darf hier eh nicht gezeigt werden, da der Brief nicht mehr in meinem Besitz.

Schönes Wochenende.
 
Richard Am: 17.03.2013 08:19:17 Gelesen: 59157# 91 @  
@ juni-1848 [#90]

Darf hier eh nicht gezeigt werden, da der Brief nicht mehr in meinem Besitz.

Alles, was an Marken, Belegen, Stempeln usw. in Deinem Besitz oder Eigentum war oder noch ist, darf gezeigt werden.

Dies gilt selbstverständlich für alle Mitglieder der Philaseiten.

Schöne Grüsse, Richard
 
Germaniafan Am: 07.04.2013 22:26:15 Gelesen: 58629# 92 @  
Karte aus Deutschland nach Frankreich

Schönen guten Abend ins Forum.

Ich habe hier eine Ansichtskarte, bei der ich nicht weiß, was ich davon halten soll. Aber seht selbst.



Ansichtskarte von Melle entwertet einmal Melle 17.6.17 und noch einmal gestempelt Soltau 25.6.17 nach Rue de Pre St.Gervais a Patin http://en.wikipedia.org/wiki/Le_Pr%C3%A9-Saint-Gervais. So weit so gut aber eine Ansichtskarte während des I. WK von Deutschland an den Kriegsgegner nach Frankreich? Zudem zeigt die Karte einen Zensurstempel den ich bisher noch nie gesehen habe. Ich tippe aber auf Soltau.



Bildseite der Ansichtskarte.



Details der Entwertungen.



Detail des Zensurstempels.

Irgendwie stehe ich bei dieser Karte voll auf dem Schlauch. Kann jemand übersetzen, was auf der Karte steht? Auf Eure Meinungen bin ich gespannt.

Schöne Grüße
Guido
 
juni-1848 Am: 08.04.2013 13:19:14 Gelesen: 58580# 93 @  
@ Germaniafan [#92]

Sammlergruß zuvor !

Zum Inhalt:

Es handelt sich um Kriegsgefangenenpost aus dem Lager Soltau eines in Melle arbeitenden Franzosen an seine Freundin: "... Liebste ... ich sende dir eine Ansichtskarte aus dem Land in dem ich derzeit arbeite ... mit Freude habe ich deine Ansichtskarte erhalten und danke Dir dafür ... ich bin bester Gesundheit und hoffe dasselbe für dich ..."

Das Studium der beiden Quellen [http://de.wikipedia.org/wiki/Lager_Soltau] und [http://www.philaseiten.de/beitrag/12057] sollte Deine Vermutungen zu dieser Karte bestätigen.
 
Germaniafan Am: 08.04.2013 14:29:02 Gelesen: 58569# 94 @  
@ juni-1848 [#93]

Vielen Dank für Deine Hilfe.

Mich hat verwundert, daß die Karte frankiert wurde und keinerlei Hinweis auf eine Kriegsgefangenenpost vorhanden ist. Ich bin davon ausgegangen, daß Kriegsgefangenenpost portofrei war, wenn sie entsprechend gekennzeichnet wurde. Da diese Karte nicht als Kriegsgefangenenpost gekennzeichnet ist, wäre nur noch zu klären, warum die Marke zwei mal entwertet wurde. Hatte der Gefangene vielleicht versucht, die Karte beim ersten mal unzensiert zu verschicken ?

Schöne Grüße
Guido
 
doktorstamp Am: 08.08.2013 16:31:05 Gelesen: 55059# 95 @  
@ Totalo-Flauti [#77]

Teile der Betreuung der Deutschen Kriegsgefangenen und Internierten im Ersten Weltkrieg wurden von der CVJM unternommen. Überwachung, Vernehmungen usw. waren wie zu erwarten von den Militärbehörden erledigt. Das Wohl der Gefangenen oblag der CVJM und anderer christlichen Wohlfahrtsverbände, hierzu berufen waren Deutsche Einsiedler, wenn sie noch nicht interniert worden waren. Keine Deutschen Frauen waren im WK1 interniert.

Auf der Insel Man waren am Beginn des Krieges zwei Lager aufgestellt, im wesentlichen haben sie Häuser, Pensionen, und Hotels für die Dauer des Krieges beschlagnahmt/angeeignet.

[1]http://www.isle-of-man.com/manxnotebook/famhist/genealgy/intern.htm

Der Link ist auf Englisch.

Eine Auflistung der Gefangenenlager für Militärpersonal ist etwas schwieriger aufzutreiben, überall im Internet findet man etwas, aber keine Gesamtauflistung.

[2]http://www.badsey.net/past/pows.htm

Ein Leitfaden von all dem was ich im Internet gefunden habe, generell scheinen die Lager im Oktober 1919 aufzuhören. Von diesem Tatbestand sind die Deutschen sicher zur Kenntnis gesetzt worden, daher vermute ich in diesem Fall die Karte hat niemals England erreicht und ist von den Deutschen, wohl die Sachen bewußt, einfach Retour geschickt.

mfG

Nigel
 
Sachsendreier53 Am: 09.08.2013 17:19:08 Gelesen: 54985# 96 @  
Nichts spektakuläres dieser Absenderfreistempel. Das Kuvert habe ich schon seit 2003. Die Rückseite hat keine Abstemplung.

Wer kann zu diesen Stempel eine Aussage machen ?



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 05.09.2013 13:44:51 Gelesen: 54285# 97 @  
Gebührenfreie Informationskarte vom Präsidium des Bayerischen Roten Kreuz, Abteilung Fürsorge.

Die Karte wurde aus 22 München am 18.1.1949 nach (10b) Luppa bei Dahlen in Sachsen gesandt.



mit Sammlergruß,
Claus
 
volkimal Am: 02.10.2013 21:06:48 Gelesen: 53605# 98 @  
Hallo zusammen,

diese Karte an meinen Großvater kommt von einem früheren Studenten von Großvater:



Heinz Kleinsorg war im September 1945 in kanadischer Gefangenschaft. Nach dem Gildebrief Nr. 156 war das Lager 132 in Medicine Hat. Dieses liegt ca. 3.000 km vom "Base post office" in Ottawa entfernt.

Diese Notpostkarte mit Zusatzfrankatur von Großvater an Heinz Kleinsorg gibt mir noch einige Rätsel auf.



Aus dem Heft Philatelie und Postgeschichte 164/1996 habe ich seinerzeit notiert:

Vor der offiziellen Auslandsposteröffnung zum 1. April 1946 waren Briefe und Karten an Kriegsgefangenenlager und Internierungslager möglich, mussten mit dem Portosatz des Deutschen Reiches ... freigemacht werden, das heißt mit 15 Pfennig für Karten und 25 Pfennig für Briefe.

1) Wer kann genaueres dazu sagen, was es bedeutet, dass die Post in die Lager "möglich" war? Für welche Lager oder in welche Länder war Post im Dezember 1945 möglich?

2) Weshalb wurde die Karte nach Kanada zurückgewiesen?

3) Mussten damals alle Briefe bzw. Karten freigemacht werden?

Viele Grüße
Volkmar
 
Dudley Am: 25.10.2013 19:58:28 Gelesen: 52861# 99 @  
Von den Belegen der Tsingtauer Kriegsgefangenen in meiner Sammlung stelle ich heute einen besonderen Geldbrief zur Diskussion.

Es handelt sich dabei um einen Geldbrief der Deutsch-Asiatischen Bank in Yokohama an den Kriegsgefangenen Heinrich Kunz im Lager Narashino. Die Tsingtauer Kriegsgefangenen wurden von den Japanern in 18 Lagern in Japan von 1914-1919 gefangen gehalten, eines davon war Narashino.



Meine Frage wäre: Wie kann ein derartiger Geldbrief bei einer Ausstellung beschrieben werden?

Für Anregungen einer gezielten Beschreibung bin ich dankbar,

Gruß Gerhard
 
volkimal Am: 31.05.2014 11:17:55 Gelesen: 48401# 100 @  
Hallo zusammen,

ich habe gerade damit begonnen, die wechselhafte Geschichte von der Gefangenschaft der Missionarsfamilie Hübner aus Deutsch-Ostafrika zu erzählen. Ihr findet sie ab heute und in den nächsten Wochen beim Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte". Der erste Beitrag zur Gefangenschaft ist:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=86381

Was Familie Hübner vorher erlebt hat findet ihr bei selben Thema ab Beitrag 57.

Viele Grüße
Volkmar
 
Wim Ehlers Am: 31.07.2014 08:57:49 Gelesen: 46857# 101 @  
Auf dem letzten Philaseiten-Tauschtreff in Essen erhielt ich einige Belege zum Thema Kriegsgefangenenpost. Der Kriegsgefangene stammt aus Essen-Altenessen und war untergebracht in Großbritannien, dort im Camp 31 in Stratford-on-Avon. [1]





Beste Grüße
Wim

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_World_War_II_prisoner-of-war_camps_in_the_United_Kingdom
 
Roda127 Am: 31.07.2014 19:49:26 Gelesen: 46796# 102 @  
Hallo zusammen,

kann leider nichts dazu finden.

Ich habe hier 2 Briefe von einem Kriegsgefangenen aus einem Lager in "Polen ?" an seine Familie in Lichtenfels / Oberfranken.

Wie erfolgte die Beförderung derselben. Durch die Post oder anderweitig, der Brief zeigt keinerlei Postvermerke. Würde mich über eine Antwort freuen.

Beste Grüße
Roda127


 
Wim Ehlers Am: 31.07.2014 20:07:54 Gelesen: 46791# 103 @  
Weitere Post nach Altenessen.





Beste Grüße
Wim
 
dingo Am: 31.07.2014 20:59:55 Gelesen: 46769# 104 @  
@ DL8AAM [#80]

Hallo Thomas!

Nach Deiner Anfrage Nov. 2012 habe ich mal einen Beleg (um die 12 x 9,6 mm ) vom Knockaloe Camp Isle of Man abgebildet. Nehme an aus dem 1. Weltkrieg.

Gruß Dingo


 
Wim Ehlers Am: 01.08.2014 02:36:12 Gelesen: 46742# 105 @  
@ dingo [#104]

Hallo Dingo,

schön, dass Du den Zusammenhang meiner Beiträge aus dem Kriegsgefangenen-Lager in Stratford-on-Avon mit einer Antwort auf einen Beitrag unterbrechen musst, der zwei Jahre alt ist! So macht das Arbeiten innerhalb eines Themas wirklich Spaß: Ein gehöriges Durcheinander entsteht!

Deswegen beende ich meine Beiträge zu diesem Thema mit einer weiteren Karte und einem Brief nach Altenessen.







Beste Grüße
Wim
 
dingo Am: 01.08.2014 13:12:20 Gelesen: 46698# 106 @  
@ Wim Ehlers [#105]

Hallo Wim!

Ich kann in diesem Forum machen was und wie ich es will, alles ist falsch, wie ich es auch immer anpacke. Was habe ich nun wieder falsch gemacht? Ich soll angeblich den Zusammenhang Deiner Beträge unterbrochen haben. Wenn es so ist, so Bitte ich um Entschuldigung, ich war mir dabei keiner Schuld bewusst.

Vielleicht hätte ich es so wie Einstellung [#102] zwischen Deiner [#101] und [#103] machen müssen: – kann leider nichts dazu finden. Ich habe hier 2 Briefe von einem Kriegsgefangenen aus einem Lager in "Polen ?" an seine Familie in Lichtenfels / Oberfranken. –

Ich nehme an, dass dieses auch nicht zu Deinen Beiträgen passt.

Mir ist der Beleg von Man vor einigen Tagen in den Händen gekommen. Gestern Abend nun habe ich das Thema Kriegsgefangenenpost geöffnet und als erstes den Beitrag von Man gesehen. Der erste Satz begann nun mit: Leider habe ich keinen echten Beleg gesehen. Nun habe ich (wenn die Anfrage auch schon älter war) den Beleg gescannt und eingestellt. Ich wollte DL8AAM einen Beleg zeigen und die Einstellung war an ihm gerichtet. Thema Kriegsgefangenenpost: Oder hätte ich meinen Beitrag wie Beitrag [#102] einstellen sollen?

Wim, Du kannst nun meine Entschuldigung annehmen oder nicht. Ich will keinen irgend wie ärgern. Auch bestrafst Du all die anderen, die Deine Einstellungen verfolgen.

Gruß Dingo
 
DL8AAM Am: 01.08.2014 14:54:07 Gelesen: 46682# 107 @  
@ dingo [#106]

Dingo,

nein, hast absolut nichts falsch gemacht!

Das Thema ist für alle da, die etwas zum Thema beitragen können und wollen, egal, wie alt das Ursprungsposting sein sollte. Gerade, wenn ein Thema längere Zeit unbeschrieben ist und es somit zwischenzeitlich nach ganz ganz unten in den Keller gerutscht ist, kommt es sehr oft vor, dass wenn es durch aktuelle Beiträge wieder reaktiviert wurde, man auch ältere Postings wieder auf den Schirm bekommt. Man darf auch auf 10 Jahre alte Fragen jederzeit noch antworten. Damit man gleich erkennt, welcher Beitrag sich auf welchen bezieht, haben wir das @, das hast Du sauber gesetzt. Alles gut. Wir haben bis auf ein-zwei Ausnahmen auch keine Privat-Themen in denen nur speziell zugelassene Mitglieder schreiben, der Rest nur lesen darf und bei denen macht es auch Sinn (Neuheitendokumenmtationen etc.). Wenn man meint, das Beiträge am besten "alleine" und besser strukturiert bzw. abgegrenzt von anderen stehen sollten, macht man einen neuen thematisch "eingeschränkteren" Thread auf. Auch dafür kann es sehr gute Gründe geben, besonders wenn man genug Material hat, den neuen Faden längere Zeit weiterspinnen zu können. So können auch fruchtbare (Spezial-) Diskussionen entstehen. Dieses Thema hier nennt sich aber ganz allgemein "Kriegsgefangenenpost", da kann ich einzelne aalandische, über deutsche bis zu zimbabwische Sendungen - egal aus welchem kriegerischen Konflikt - zeigen, selbst Belege aus dem Gallischen Krieg mit Caesars Originalunterschrift wären jederzeit vollkommen gleichberechtigt möglich und höchst willkommen.

Einen irgendwie gearteten "Sperrverwerk" von Wim ("die folgenden 5-6 Beitragsplätze sind für mich reserviert, d.h. eine Woche Schreibverbot für den Rest des Forums") habe ich auch nicht gelesen. Selbst wenn so etwas gewollt möglich wäre, woher hättest Du es denn wissen sollen, dass noch mehr kommen? Also mach Dir bloss keine Gedanken! Und, Danke für Deinen Beleg!

Beste Grüße
Thomas
 
dingo Am: 01.08.2014 15:37:37 Gelesen: 46673# 108 @  
@ DL8AAM [#107]

Hallo Thomas!

Möchte mich herzlich für Deinen Beitrag bedanken. Du hast mich wieder etwas aufgerichtet. Wie ich schon schrieb, war ich mir keiner Schuld bewusst und mir wurde eine Schuld zugewiesen, auf Kosten der anderen. Auch war ich schon soweit, keine Einstellungen im Forum mehr zu tätigen, um nichts falsch zu machen. Wenn das im Forum öfters vor kommt und einen eine Schuld zugewiesen wird und wie ich, es nicht gleich weg stecken kann. So kann es passieren, dass dadurch wenige Einstellungen vorgenommen werden.

Nochmals vielen Dank.
Gruß Dingo
 
sotos Am: 01.08.2014 20:51:43 Gelesen: 46637# 109 @  
@ Concordia CA [#9]

Hallo Concordia,

einen Brief der Deinem ähnlich ist habe ich auch, der Unterschied ist, dass mein Brief mit Kastenstempel ist und deiner mit Offizierstempel.

Grüße


 
DL8AAM Am: 25.08.2014 20:38:20 Gelesen: 45839# 110 @  
Kaum ist man einmal wieder eine Woche im Kurzurlaub und schon landet etwas recht interessant Zwielichtiges im Briefkasten

Umschlag der US Post USPS mit Eindruck " CORRESPONDANCE DES PRISONNIERS DE GUERRE / FRANC DE PORT - ÉTATS-UNIS", was soviel bedeutet wie "Portofreie Kriegsgefangenensendung aus den USA". Der Brief mit Zudruck des POW-MIA Logos [1] trägt keinerlei Absender. Beigelegt waren Fotokopien zum Thema UN-Feindstaatenklausel [2] inklusive eines Spiegelartikels aus der Ausgabe 39/1968 [3]. Es handelt sich sogar um Ausdrucke des Artikels aus eben diesem SPIEGEL-Onlinearchiv (erkennbar an den Rasterungen - insbesondere bei den Bildern - , die der SPIEGEL beim seinerzeitigen Scannen seiner Altmagazine selbst hinzugefügt hat).



Das gesamte kommt mir doch sehr komisch bzw, sehr Zwielichtig vor:

1. Sendungen aus den USA tragen in aller Regel immer eine schwarze Strichkodierung der amerikanischen Post USPS.
2. Der Inhalt ist im europäisch-deutschen DIN A4-Format und nicht in der sonst (bedeutend breiteren) amerikanischen Business-Briefgröße, deshalb auch der rechte Knick.
3. Der alte Luftpostaufkleber "Label 19-B" (Version Januar 2002) wurde wiederverwendet, er trägt - am Rand noch gut erkennbar - noch Reste eines USA-typischen, braun-orangefarbenen Umschlags von dem er abzogen wurde (beim Anlüpfen zusätzlich bestätigt).



Als guter "moderner Philatelist" ist es ja immer eine der elementaren Hauptaufgaben in möglichst viele Adressbanken zu gelangen, um täglich gleich mit kistenweise Werbesendungen - mit zeitnah (hoffentlich) interessanten neuen modernen Frankturen - beglückt zu werden. Aus diesem Grund verteilt man natürlich die eigene Adresse sehr großzügig - auch international - auch im Internet. ;-) Bei amerikanischen Listen trage ich mich (um auf den ersten Blick nicht gleich als 'Nichtzielgruppe' geoutet zu werden) im City-Feld mit "GOETTINGEN-GERMANY" und unter 'Staat mit ZIP' als "ND 37085" (ND für Niedersachsen, hi), aber nie mit dem offiziellen ISO 3166-2 Kürzel "NI", ein. Also dürfte die Sendung nicht aus einer dieser Einträge generiert worden sein.

Das Adresslabel (89 x 41 mm) stammt von einem Thermo(direkt)drucker, ähnlich der deutschen Digitalmarken (75 x 40 mm großen Filial-Frankturlabels von TOSHIBA TEC Geräten) der DPAG, siehe auch die dafür typischen schwarzen Schlieren. Das verwendete Format gibt es (u.a.) von/für Dymo LabelWriter.

Ich vermute, dass diese Sendung a) nicht den Weg über die bzw. aus den USA genommen hat (auch wenn die Anschrift amerikanisiert wirkt/wirken soll) und es sich b) um keine echte Kriegsgefangenensendung handelt, oder liege ich hier etwa falsch? ;-)

Der Umschlag der Marke "ReadyPost™" selbst - ReadyPost ist ein Warenzeichen der USPS [4] - mag vielleicht noch authentisch sein (?), auch der Zudruck könnte noch echt sein (?)(Kennt jemand derartige Bedarfsbelege?), die Gesamtheit aber dürfte eine "Ganz-Fälschung" darstellen, die irgendwie bzw. irgendwo in das UPU-System (bei der DPAG?) eingeschleust wurde. Der Umschlag trägt die typische orangene Kodierzeile der DPAG.

Ich kannte solche bzw. ähnliche Propaganda-Postsendungen eigentlich nur aus dem Zweiten Weltkrieg. Wer aber heute dahinter stecken mag, ist mir noch gänzlich unklar. Bisher finden sich auch noch keine Meldungen im Internet (z.B. bei den Aufregern der Spam-Wächterbewegung etc.) hierzu, falls es sich um eine größere Aktion handeln sollte. Der wiederverwendete Luftpostaufkleber dürfte aber eigentlich gegen ein Massenmailing sprechen. Wenn aber doch ..., ... wenn man aber die Gruppen in denen die "UN-Feindstaatenklausel" noch heute ein Thema ist anschaut, könnte man eine bzw. inzwischen sogar zwei mögliche Richtungen (aus Deutschland selbst) denken. Eine Herkunft aus den USA schließe ich eigentlich aus den oben genannten "Kennzeichen" vollkommen aus.

Aber was unsere Post so alles ohne Kontrolle nun zustellt. Aber wer weiss, welche Aktivisten heimlich und bisher unentdeckt in irgendein Postamt eingebrochen sind und dort einen Postsack zurückgelassen haben, hi Oder vielleicht hat sich auch nur irgendein Spassvogel hier, einen gut gemachten Joke geleistet. Los Gesteht! ;-)

Hat jemand weitere Infos zu dieser sehr sehr wahrscheinlich gefälschten Kriegsgefangenensendung?

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/POW/MIA-Flagge
[2]: http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Feindstaatenklausel
[3]: http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/45935451 & http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/45935452
[4]: https://store.usps.com/store/browse/subcategory.jsp?categoryId=readypost-shipping
 

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