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Thema: Zurück und nachgeschickt
Das Thema hat 389 Beiträge:
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volkimal Am: 10.08.2014 10:46:44 Gelesen: 96483# 240 @  
Hallo zusammen,

hier ein weiterer Beleg, der durch das Nachsenden mit Porto belegt wurde. Dieser Brief von unserem Pfarrer an seine Frau von 1968 war portogerecht. Bad Hofgastein liegt in Österreich. Damit betrug das Porto 60 Pfennig (Auslandsbrief).



Der Brief wurde innerhalb Österreichs postlagernd nach Golling an der Salzach nachgeschickt. Die 3,50 Schilling sind die Postlagergebühr. Auch diesen Fall sieht man nicht allzu oft.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 02.09.2014 18:26:34 Gelesen: 95067# 241 @  
Hallo zusammen,

heute einmal ein kleines Rätsel. Wieso gehört dieser Brief an meinen Vater zum Thema "Zurück und nachgeschickt" - allerdings nur im erweiterten Sinne ?



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 05.09.2014 21:54:32 Gelesen: 94897# 242 @  
Hallo zusammen,

das Rätsel aus dem letzten Beitrag ist wohl so nicht zu lösen. Deshalb der erste Tipp: Vergleicht doch einmal die Stempel. Was fällt dabei auf?

Viele Grüße
Volkmar
 
Latzi Am: 06.09.2014 11:57:00 Gelesen: 94860# 243 @  
@ volkimal [#242]

Jedenfalls unterscheiden sich die Uhrzeit der Abstemplung des Blocks und der übrigen Marken - nur eine Portotabelle könnte mir dabei helfen, ob sich jemand nachträglich für eine Versand per Einschreiben entschieden hat oder ob im Extremfall der Beleg manipuliert ist.

Gruß
Lars
 
Georgius Am: 06.09.2014 17:23:35 Gelesen: 94831# 244 @  
@ volkimal [#242]

Hallo Volkmar,

wenn mich meine alten Augen nicht täuschen, dann glaube ich, unterschiedliche Unterscheidungsbuchstaben zu erkennen. Auf dem Block "a" und auf den Marken "b". Das deutet auf eine Manipulation hin.

Schönes Wochenende und Viele Grüße
Georgius
 
volkimal Am: 06.09.2014 21:29:13 Gelesen: 94803# 245 @  
Hallo Lars und Georgius,

gut beobachtet! Und Georgius hat völlig recht, es sind zwei verschiedene Stempel. Es sind übrigens nicht nur die Uhrzeit und der Unterscheidungsbuchstabe unterschiedlich.



Vergleicht einmal die Länge des Ortsnamens. Besonders einfach zu erkennen, wenn man sie mit dem oberen Strich des Stegs vergleicht. Beim linken Stempel ist Altruppin viel enger geschrieben.

Lars überlegt, ob sich jemand nachträglich für eine Versand per Einschreiben entschieden hat. Das kann ich eindeutig verneinen. Der Tauschkollege meines Vaters hat den Brief sofort als Einschreiben aufgegeben.

Wenn man nicht weiß, wieso der Brief zwei verschiedene Stempel trägt, ist es nicht einfach, die Lösung zu erraten. Aber was kann meine Bemerkung bedeuten, dass der Brief für mich - im erweiterten Sinn - zum Thema "Zurück und nachgeschickt" gehört?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.09.2014 21:22:59 Gelesen: 94554# 246 @  
Hallo zusammen,

das Rätsel ist offensichtlich zu schwer, daher der nächste Tipp. Dazu habe ich den Umschlag einmal mit Schräglicht der Schreibtischlampe abfotografiert, denn im Scan ist ein weiteres Merkmal kaum zu sehen.



Seht Ihr den Knick rechts vom Block? Er hat etwas mit dem Rätsel zu tun.

Viele Grüße
Volkmar
 
Kleber Am: 11.09.2014 21:48:56 Gelesen: 94542# 247 @  
Hat die Lösung des Rätsels damit etwas zu tun, dass der Brief unterfrankiert ist ?
 
volkimal Am: 13.09.2014 07:54:56 Gelesen: 94412# 248 @  
@ Kleber [#247]

Hallo Kleber,

für die Post von der DDR in die BRD galten nur in der Zeit vom 1.7.1971 bis zum 30.6.1990 die Auslandstarife. Der Brief stammt aus dem Jahr 1960, also galten die Inlandstarife:

Brief: 20 Pfg.
Einschreiben: 50 Pfg.
Zusammen: 70 Pfg.
 

Der Brief ist also Portogerecht. Das hat also nichts mit der Lösung zu tun.

Aber noch einmal zu meinem letzten Tipp: Ohne den Knick hätte der Brief nur einen der beiden unterschiedlichen Stempel gehabt.

Viele Grüße
Volkmar
 

eswareinmal Am: 13.09.2014 09:02:02 Gelesen: 94398# 249 @  
Guten Morgen,

hat es was mit der Größe des Briefes zu tun? War der Brief ursprünglich gefaltet?

Nette Grüße
 
volkimal Am: 13.09.2014 09:09:10 Gelesen: 94397# 250 @  
@ eswareinmal [#249]

Hallo eswareinmal,

der Knick hat etwas mit der Größe des Briefes zu tun. Allerdings war der Brief nicht gefaltet, als er von Herrn Köhler, dem Tauschpartner meines Vaters, aufgegeben wurde.

Volkmar
 
volkimal Am: 21.09.2014 11:25:07 Gelesen: 93579# 251 @  
Hallo zusammen,

manchmal muss man die Geschichte eines Beleges wohl wirklich kennen. Vielleicht hilft Euch der folgende Tipp und ihr findet heraus, was genau passiert ist:

Ohne den Knick wäre der Block nicht gestempelt!

Mal sehen, wer es herausbekommt.

Volkmar
 
Eilean Am: 22.09.2014 09:39:44 Gelesen: 93486# 252 @  
Hier mal ein Ausschnitt, ob echt oder nicht, ich weiß es nicht:



was für den 1. April, für Kuriosa-Sammler.
 
mausbach1 Am: 22.09.2014 12:46:20 Gelesen: 93445# 253 @  
@ Eilean [#252]

Warum sollte der Hinweis auf dem Beleg nicht echt sein? In unserem Dorf hat ein Hausbesitzer auf Drängen der Post bzw. der Zusteller seinen Briefkasten vor dem Grundstück an einem Zaun festgemacht, weil er seine Hunde auch frei laufen läßt.
 
Eilean Am: 22.09.2014 13:55:31 Gelesen: 93423# 254 @  
@ mausbach1 [#253]

Ich habe den Beleg nicht selbst, sondern nur als Bild gesehen, musste ich aber "posten", da ich ihn witzig fand.
 
DL8AAM Am: 22.09.2014 14:19:14 Gelesen: 93403# 255 @  
@ Eilean [#252]

Ich würde erst einmal an einen Fake denken, nicht dass es freilaufende Hunde und Probleme mit der Zustellungen nicht gäbe, aber:

a) es fehlt das Handzeichen des Zustellers und das Datum

b) die eigentlich übliche Farbe der "Dienstkugelschreiber" der Zusteller ist (meist) [war] schwarz, falls der Zusteller irregulär keinen privaten blauen Kugelschreiber verwendet. ;-)

Zusammen betrachtet, aber besonders wegen a), tippe ich eher auf eine "Fälschung", eine "Mache" für den Motivsammler "Hund". ;-)

Außerdem müsste man mal in die aktuellen "Postbestimmungen" schauen, ob solche 'ich trau mich nicht'-Gründe, eine durch den Zusteller selbst (eine auf "per Order di Mufti" beruhende des Vorgesetzten sähe bestimmt ganz anders aus) veranlasste Rücksendung so überhaupt "legal" ist.

Gruß
Thomas
 
heide1 Am: 22.09.2014 14:21:48 Gelesen: 93401# 256 @  
@ Eilean [#254]

Na ja, witzig ist gut. Ich glaube eher, dass dies so als amtliche Mitteilung gilt, die schon aussagekräftig ist.

Gruß heide1
 
Black5 Am: 22.09.2014 14:30:43 Gelesen: 93399# 257 @  
@ Eilean [#254]

Ob das witzig ist, wage ich zu bezweifeln.

Wenn du erstmal einen dieser "bekloppten Köter" am Oberschenkel hängen hast, ist die Sache nicht mehr witzig, sondern bitterer Ernst.

Und es wird hier ja wohl zu viel Wert auf die Farbe der "dienstlichen Zusteller-Kugelschreiber" gelegt.

Wenn ein Hund hinter mir her wäre, dann würde ich sogar den Zustellhinweis mit meinem eigenen Blut drauf schreiben.

Bei Postcon heißt das - Sonstiges Zustellhindernis - Hund - und dann wird da nicht mehr zugestellt.

Black5
 
heide1 Am: 22.09.2014 15:02:00 Gelesen: 93392# 258 @  
In der Allgemeinen Dienstanweisung für das Post- und Fernmeldewesen Abschnitt V,1 Postordnung steht unter § 34

Die Post bestimmt, wie die Sendungen zu leiten sind

Und in den Zustellbestimmungen ist auch ... wenn der Dienst nicht gestört wird vermerkt.

Weiter: § 38, 2 III

Die Post kann die Verpflichtung zur Zustellung aus besonderen Gründen einschränken

Und das war hier der Fall und auch richtig.

Gruß heide1
 
Germaniafan Am: 05.10.2014 11:15:23 Gelesen: 92505# 259 @  
Schönen guten Morgen ins Forum.



Hier eine Ansichtskarte vom 31.8.1904 von Erfurt nach Ahlbeck. Ankunftstempel Albeck 1.9.1904. Handschriftlicher Vermerk " Adressat abgereist nach Berlin ( ... Adresse nicht bekannt ?)" sowie "1/9 Berlin". Weiter geleitet nach Berlin. Ankunftstempel Berlin C 2 Rückbriefstelle vom 2.9.1904. Dort erhielt die Karte zwei Sternstempel *33* sowie den Aufkleber über die fehlende Wohnungsangabe. Am 2.9.1904 wurde die Karte von Berlin nach Erfurt zurück geschickt. Ankunftstempel Erfurt vom 2.9.1904



Bildseite der Ansichtskarte

Schöne Grüße
Guido
 
volkimal Am: 17.10.2014 15:50:14 Gelesen: 91694# 260 @  
@ Germaniafan [#259]

Hallo Guido,

ein sehr schöner Beleg! Danke fürs zeigen.

---

Eben kam folgender Brief zurück, den meine Frau gestern aufgegeben hatte:



Es war zwar das passende Porto auf dem Brief - allerdings als Ausschnitt einer nicht gestempelten Marke von einem anderen Brief. Da dass heute nicht mehr gestattet ist kam der Brief mit dem entsprechenden Aufkleber zurück.

Entweder wurde es erst nach dem Stempeln entdeckt oder böse Unterstellung: Der Mitarbeiter hat den Abschnitt mit dem blauen Strich erst als ungültig markiert und dann vorsichtshalber gestempelt, damit man die Marke nicht mehr ablösen und wieder verwenden kann.

Fazit: Wenn die Post eine Marke nicht abstempelt ist sie selber Schuld => Immer die Marken vorher ablösen und dann aufkleben.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 01.11.2014 08:18:49 Gelesen: 90873# 261 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich folgendes vorzustellen: Belege, bei denen es ganz normal ist, dass sie hin- und zurückgeschickt werden.

Das bekannteste Beispiel dürfte der Einschreibebrief mit Rückschein sein. Hier zunächst ein entsprechender Einschreibebrief:



Der entsprechende Hinweis auf den Rückschein ist verblasst bzw. steht unter den Briefmarken. Am Porto bzw. den Resten des aufgeklebten Rückscheins ist es aber dennoch gut zu erkennen:

Es handelt sich um einen Brief der Gewichtsstufe 20 - 100 Gramm. Das Porto setzt sich wie folgt zusammen:

Briefporto: 35,- Mark
Einschreiben: 20,- Mark
Rückschein: 20,- Mark
Insgesamt: 75,- Mark
 

Nachdem der Brief am Ziel angekommen ist, wurde der Rückschein an den Absender zurückgeschickt. Hier zwei Rückscheine, die mein Vater aus der Volksrepublik China bzw. aus Österreich zurück bekam:




Viele Grüße
Volkmar
 

Sachsendreier53 Am: 06.11.2014 10:03:18 Gelesen: 90508# 262 @  


Retour-Ansichtskarte der Bernauer Straße aus 1000 BERLIN 11 vom 30.4.1990. Eine Zustellung der Karte war wegen der ungenauen Adresse nicht möglich. Mit Rahmenstempel der Nachforschungsstelle Greifswald vom 17.Mai 1990 und Anfragestempel.



Retour-Ansichtskarte aus TIMMDORF (Ostholstein), gestempelt in EUTIN 1 / mo /2420 am 18.7.1990.

Wegen ungenügender Anschrift war auch diese Karte in die DDR unzustellbar.

mit Sammlergruß,
Claus
 
ginonadgolm Am: 06.11.2014 14:34:55 Gelesen: 90464# 263 @  
@ Sachsendreier53 [#262]

Hallo Claus,

danke für's zeigen!

Nur eine kleine Korrektur zum Stempel aus EUTIN: der Unterscheidungsbuchstabe ist mb und nicht mo. Da fehlt schlichtweg etwas Stempelfarbe.

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
volkimal Am: 08.11.2014 10:34:22 Gelesen: 90274# 264 @  
Hallo zusammen,

das zweite Beispiel eines Beleges, bei dem es ganz normal ist, dass er hin- und zurückgeschickt wird: Die Postkarte mit Antwortkarte.

Hier als Beispiel eine Karte, die mein Vater aus dem Saarland in die USA geschickt hat.

Die Karte stammt aus der Korrespondenz zwischen meinem Vater und Herrn Rague, einem Studienfreund meines Großvaters. Nach dem Tode meines Großvaters hat mein Vater die Brieffreundschaft weitergeführt.



Die Auslandspostkarte (rote Farbe) zu 15/15 Franc ist 1949 ausgegeben worden. Das Porto wurde zum 1.5.1951 von 15 F. auf 18 F. erhöht. Mein Vater hat dementsprechend sowohl auf die Frage- als auch auf die Antwortkarte eine 3 F. Marke aufgeklebt.

Interessant finde ich auch den Text zum Tonband. Vati hat als Erinnerung für später extra unsere Kinderstimmen aufgenommen. Von meinem Bruder (* 1956) gibt es sogar die Tonbandaufnahme des ersten Schreis. Das Tonband existiert bestimmt noch, nur wer kann es noch abspielen?



Da Herr Rague die Antwortkarte per Luftpost zurückgeschickt hat, musste er zusätzlich das Luftpostporto von 10 Cent mit einer amerikanischen Marke auf die Saar-Karte aufkleben. So ergab sich, dass ganz offiziell deutsche und amerikanische Marken zusammen auf einer Karte verwendet wurden.

Viele Grüße
Volkmar
 

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