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Thema: Bund: Beginn der Postautomation bis ~ 1965
Rainer HH Am: 09.08.2014 20:43:52 Gelesen: 1161# 1 @  
Postgeschichte sind nicht nur markenlose Briefe und Belege des 19. Jahrhunderts, auch im Bereich der Deutschen Bundespost kann man so einige interessante Sachen beobachten, und auch diese sind ja inzwischen schon etwa 50 Jahre alt.

Bei der bei mir schon einige Jahre währenden Leidenschaft für bundesdeutsche Dauerserien und insbesondere von Belegen befindet sich zu den Anfängen doch so einiges Material bei mir, welches ich hier nun geballt zeigen möchte.

Selbstverständlich geht die Entwicklung der Postautomation laufend weiter, auch heute noch gibt es regelmäßig Neuerungen! Ich möchte jedoch die Mitschreiber bitten, die Überschrift zu beachten und bei Bedarf ein neues Thema zu starten, vielen Dank!

In jeder umfangreichen Bundespostsammlung ist die Ausgabe Heuss auf lumogenhaltigen Papier zu finden. Diese Ausgabe erschien im Bereich der Oberpostdirektion Frankfurt, genauer im Bereich des Posttechnischen Zentralamtes Darmstadt im August 1960, die Marken waren bis Dezember 1964 frankaturgültig.





Neben oben gezeigter Serie wurden auch diverse andere Werte auf lumogenhaltigem Papier gedruckt, die Marken sind im Michel-Katalog mit dem Unterscheidungsbuchstaben "z" katalogisiert. Diese Marken gingen jedoch zu keinem Zeitpunkt in den normalen Postverkehr, sind demnach in gestempelter Ausführung nicht denkbar, da diese auch im Bereich der Tests in Darmstadt nicht gestempelt wurden.



Heute abschließend noch ein Beleg, der zeigt, das es tatsächlich Belege mit Marken Heuss lumogen gibt, wo kein Sammler einen Einfluss genommen hat, eine Auslands-Paketkarte nach Brüssel mit dem Wert zu 25 Pfennig auf lumogenhaltigem Papier.



mit (neu-) postgeschichtlichen Grüßen, Rainer
 
Rainer HH Am: 09.08.2014 22:33:01 Gelesen: 1129# 2 @  
Die zum Testen des Lumogenauftrages im PTZ (Posttechnisches Zentralamt) bereitgestellten Postwertzeichen erhielten, um Missbrauch zu verhindern, einen Handstempelaufdruck "entwertet". Dieser Aufdruck ist nicht prüfbar!



Der Wert zu 40 Pfennig Heuss II (260y) wurde jedoch in schwärzlichblau statt blau hergestellt und war auch so katalogisiert. In neueren Katalogen ist diese Versuchsmarke jedoch nicht mehr zu finden.



Versuchsbriefe sind keine echt gelaufenen Poststücke, sondern Erprobungsmaterial. Nach Erfüllung seines Zweckes sollte es dem Altpapier zugeführt werden.



Der Maschinenstempel "61 DARMSTADT" mit den Unterscheidungsbuchstaben "xy" wurde im Bereich des PTZ verwendet, nicht in einem der Darmstädter Postämter.

Gruß Rainer
 
Rainer HH Am: 10.08.2014 18:08:00 Gelesen: 1078# 3 @  
Der Maschinenstempel "DARMSTADT xy" wurde zwar lediglich auf dem Gelände des Posttechnischen Zentralamtes verwendet, trotzdem gibt es auch echt gelaufene Belege!

Zur Briefmarkenausstellung "Der Brief im Wandel von fünf Jahrhunderten" in Nürnberg befand sich auch ein Informationsstand des PTZ. Hier in den vorhandenen Briefkasten eingeworfene Post wurde in Darmstadt mit dem angegebenen Stempel versehen.

Die zur Ausstellung erschienene Sondermarke wurde als ""offizieller Ersttagsversuchsbrief der Ausstellung" in einer Auflage von 1000 Stück hergestellt und ist im MICHEL-Spezialkatalog erwähnt.



Auch andere einfache Briefe und Postkarten erhielten auf diesem Wege den Versuchsstempel.



Während der Ausstellung verkaufte Privatpostkarten zeigen rückseitig die Codierplätze bzw. die Format-Trennanlage.





Ansonsten wurde der Stempel weiterhin zu Testzwecken genutzt, wie hier auf einer Postkarte mit Antwortkarte, welche zu diesem Zweck verschlossen wurde. Der Frageteil erhielt einen identischen Stempelabschlag, der ohne den Verschluss zu beschädigen hier leider nicht gezeigt werden kann.



Gruß Rainer
 
Rainer HH Am: 21.09.2014 11:19:36 Gelesen: 900# 4 @  
Der grosse Umzugsstress ist überstanden, so zeige ich heute einen Einschreibezettel aus dem 1. Versuch 1957 in Frankfurt.

Hier war die Möglichkeit gegeben, das Porto mit dem Einschreibezettel auszudrucken. Viele Briefe waren jedoch bereits frankiert, so das der Werteindruck mit 000 angegeben ist.



Auch der zugehörige Einlieferungsbeleg ist vorhanden, den ich gern hier vorstelle.



Schönen Sonntag, Gruß Rainer
 
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