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Thema: Luxemburg: Deutsche Besetzung 1940 bis 1944
Das Thema hat 214 Beiträge:
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zockerpeppi Am: 19.06.2014 21:39:11 Gelesen: 61123# 140 @  
@ hajo22 [#63]

Hier ein recht frühes Beispiel von 'Eindeutschung' gute 6 Monate vor dem von Staar erwähnten Stichdatum (10.6.41): 28.12.40. Der Absender Allgemeine Elsässische Bankgesellschaft



Gruß
Lulu
 
zockerpeppi Am: 19.06.2014 22:16:25 Gelesen: 61119# 141 @  
Ich habe gerade noch etwas in meinen Alben entdeckt. Ich kann es aber nicht genau einordnen.

Ich kann nur vermuten, dass die beiden Marken à 20 RM den einbezahlten Betrag auf das betreffende Sparbuch bezeugen oder so ?



beste Sammlergrüße
Lulu
 
duphil Am: 20.06.2014 10:53:15 Gelesen: 61095# 142 @  
@ zockerpeppi [#141]

Hallo Lulu!

Das Ganze sieht aus wie eine Schulsparkarte oder ein Teil davon. Dazu passt auch im unteren Bereich der Hinweis auf eine Unterschrift der Eltern bzw. des Erziehungsberechtigten, die wohl bei Einzahlung bzw. Einlösung der Karte auf dem entsprechenden Sparkonto nötig war. Der Wert der beiden "Sparmarken" wird dann wohl nicht Reichsmark, sondern eher Reichspfennig sein.

Mit freundlichen Gruß
Peter
 
zockerpeppi Am: 23.06.2014 16:56:51 Gelesen: 60956# 143 @  
@ duphil [#142]

Vielen Dank für deine Erläuterungen.

Gruß
Lulu
 
zockerpeppi Am: 06.07.2014 18:31:24 Gelesen: 60380# 144 @  
Liebe Freunde,

hier ein Beleg, den ich nur wegen der beiden Hitlermarken mit Zusatz „werde Postscheck-teilnehmer!“ gekauft habe. Ansonsten ist der Umschlag aus Diekirch irgendwie komisch. Es scheint, als hätte der Absender alles verklebt was er so auftreiben konnte. Es gibt viele Handschriftliche Vermerke und Klebezettel: Per Einschreiben, mit Rückschein, Eilboten – das gekritzelte unterhalb von R Klebezettel kann ich nicht eindeutig entziffern (postpflichtig?), 14/2 , Rohrpost und Eilbote, Eilbote express

Das Porto mit 124 Rpf passt auch nicht. Brief 12 + Eilsendung 80 + Einschreiben 30 macht 122.

Abgestempelt in Diekirch am 4.11.41, Ankunft in Luxemburg 1 am selben Tag, und es gibt noch einen Stempel womöglich wieder Diekirch (?) vom 6.11.

Vielleicht habt ihr ja eine zündende Idee.



und Tschü, hier geht gerade ein Gewitter runter.

Lulu
 
Mondorff Am: 06.07.2014 19:12:08 Gelesen: 60368# 145 @  
@ zockerpeppi [#144]

Salü Lulchen,

bei einem Gewicht von 20g währe das korrekte Porto 82 Rpf gewesen:

Brief 12 Rpf
Einschreiben 30 Rpf
Eilsendung 40 Rpf.

Rückschein ist wohl handschriftlich angegeben, postalisch jedoch nicht angezeigt. Den Text unter dem R-Zettel lese ich als persönlich.

Der rückseitig angebrachte Stempel LUXEMBURG 1 d ist der Durchgangstempel.
Einen Tagesstempel mit Unterscheidungsbuchstaben z hat es in Luxemburg während der Zeit der deutschen Besetzung nicht gegeben,
es könnte also ein Ankunftstempel sein.

Die Verwendung eines Aufklebers Rohrpost und Eilbote ist mir aus Luxemburg nicht bekannt. Der R-Brief müsste dann nach Hamburg, Berlin oder vielleicht Prag adressiert gewesen sein.

Das Unwetter ist jetzt hier bei mir.

DiDi
 
hajo22 Am: 06.07.2014 19:14:49 Gelesen: 60368# 146 @  
@ zockerpeppi [#144]

Das "Gekritzelte" heißt: "Persönlich". Rohrpost mit Eilboten-Zettel, da müßte der Empfangsort Berlin, Wien, Prag oder München sein. Aber die Ankunftsstempel sind nicht lesbar. Evtl. Hamburg? Aber da gab`s keine Rohrpost für die Öffentlichkeit (meines Wissens).

Viele Grüße und schönen Sonntagabend.
Jochen
 
stampmix Am: 06.07.2014 21:29:31 Gelesen: 60343# 147 @  
@ zockerpeppi [#144]

Ich versuche es mal mit:

Fernbrief >20gr. 24 Pf
Einschreiben... 30 Pf
Rückschein..... 30 Pf
Eilpost............ 40 Pf

macht zusammen 124 Pf.

Der AKS könnte "HANNOVER 1 z" sein, der Durchgangsstempel könnte "LUXEMBURG 1 d" sein.

Grüsse
stampmix
 
hajo22 Am: 06.07.2014 22:28:28 Gelesen: 60325# 148 @  
@ stampmix [#147]

Das dürfte hinkommen. Der Rohrpost-Eilboten-Zettel ist vermutlich nachträglich aufgeklebt worden, dafür spricht auch die Überklebung auf dem üblichen Eilbotenzettel.

Schade, daß die Ortsangabe ausgeschnitten wurde.

Viele Grüße.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 07.07.2014 17:11:13 Gelesen: 60259# 149 @  
@ Mondorff [#145]
@ hajo22 [#146]
@ stampmix [#147]

Vielen Dank. Ich war von einem Inlandsbrief ausgegangen und habe mich in den alten luxemburgischen / neuen deutschen Portotabellen verhadert.

Lulu
 
zockerpeppi Am: 15.07.2014 22:59:48 Gelesen: 59824# 150 @  
@ hajo22 [#71]

3 auf einen Streich:



Luxemburg P SCH A 12.3.42 d
Luxemburg SCH A I 1.9.42 k
Luxemburg SCH A II 12.5.44 k

liebe Sammlergrüße
Lulu
 
hajo22 Am: 19.08.2014 19:31:46 Gelesen: 58814# 151 @  
@ zockerpeppi [#150]

Wer sucht, der findet! Schöne Belege.

Ich hatte schon lange einen Einschreibbrief der Deutschen Dienstpost Luxemburg auf meinem Wunschzettel. Jetzt konnte ich von privat ein Stück erwerben. Leider ist der Eilboten-Einschreibbrief um 8 Pfg. überfrankiert, aber man kann nicht alles haben.

Und hier das "schöne" (philatelistische) Stück:

Deutsche Dienstpost Luxemburg 2.12.1940 nach Braunschweig (Ankunft am nächsten Tag).





Meine Frage an die Luxemburg-Spezialisten: Warum wurde der R-Zettel "Deutsche Dienstpost Luxemburg" noch mit einem Zeilen(gummi)stempel "Luxemburg" zusätzlich überstempelt? Gibt doch (eigentlich) keinen Sinn.

Schönen Abend.
Jochen
 
heku49 Am: 19.08.2014 19:41:22 Gelesen: 58807# 152 @  
Hallo Jochen,

die Luxemburg gab es 4 Dienstpostämter, nämlich in Luxemburg, Esch/Alzig, Diekirch und Grevenmacher. Der rechteckige Dienstpoststempel wurde bei drei von ihnen verwendet. Ausnahme Esch/Alzig. Die 3 anderen stempelten zusätzlich ihren Stempel dazu.

Gruß Helmut
 
heku49 Am: 19.08.2014 20:12:59 Gelesen: 58799# 153 @  
@ hajo22 [#151]

Hier noch ein Beispiel aus Grevenmacher.

Gruß Helmut


 
ginonadgolm Am: 26.08.2014 14:08:25 Gelesen: 58566# 154 @  
Wer kann helfen?

Wie kommt die 7 unter dem Wertzeichen auf die Ganzsache P7 ?



Ist das nur ein privater Zudruck?

Auf Antworten hofft
Ingo aus dem Norden
 
hajo22 Am: 26.08.2014 14:25:47 Gelesen: 58558# 155 @  
@ heku49 [#153]

Bitte schaue Dir doch meine AK mit dem Dienstpoststempel in [#7] an. Er trägt keinen separaten Orts-Zeilenstempel. Ungewöhnlich oder doch häufig ohne Ortsangabe?

Viele Grüße
Jochen
 
heku49 Am: 26.08.2014 19:12:14 Gelesen: 58508# 156 @  
@ ginonadgolm [#154]

Hallo Ingo,

im Handbuch der Philatelie in Luxemburg Ganzsachen 1940 - 1944 Lieferung 6.1 ist eine solche Markierung nicht vermerkt. Daher vermute ich einen privaten Aufdruck.

Gruß Helmut
 
heku49 Am: 26.08.2014 19:14:13 Gelesen: 58507# 157 @  
@ hajo22 [#155]

Hallo Jochen,

die meisten Belege die ich bisher gesehen habe sind ohne diesen Ortszusatz. Mit dem Ortszusatz kommt meiner Meinung nach nur ein geringer Teil vor.

Gruß Helmut
 
zockerpeppi Am: 26.08.2014 19:29:49 Gelesen: 58499# 158 @  
@ ginonadgolm [#154]
@ heku49 [#157]

Meiner Meinung nach steht die 7 für eine Nummerierung welcher ein Sammler vermerkt hat. In Anhang ein Auszug aus Francois Kaufmanns Postkarten Buch. Er katalogisiert die Karte als nr 7 im Kapitel Besatzungszeit 1940-1945.



Gruß
Lulu
 
Mondorff Am: 26.08.2014 19:53:37 Gelesen: 58487# 159 @  
@ ginonadgolm [#154]

Lulchen wird schon Recht haben, denn auch im Handbuch und im PRIFIX trägt die Karte die Nr. B 7 bzw. 07.

Angefügt ist die entsprechende Seite des auch von Helmut erwähnten Handbuchs.



Freundlichen Gruß
DiDi
 
ginonadgolm Am: 26.08.2014 20:51:33 Gelesen: 58472# 160 @  
@ zockerpeppi [#158]
@ Mondorff [#159]

Vielen Dank für eure Hinweise, das hat mit etwas weiter geholfen.

Sommerliche Grüße (endlich wieder über 20 Grad) von
Ingo aus dem Norden
 
hajo22 Am: 26.08.2014 22:14:41 Gelesen: 58454# 161 @  
@ heku49 [#153]

Hallo Helmut,

kannst Du mal die Rückseite dieser "Drucksache" zeigen? Ich nehme an, sie ist blanko.

Mein gezeigter Brief ist ein "Phila"-Beleg, so wie Deine Drucksache eben auch (Adressat Dahmann, Berlin, Sammler/Briefmarkenhändler).

Bei beiden Belegen wurde wahrscheinlich der Wunsch nach dem entsprechenden Einzeiler geäußert und bedient. Bei meinem Beleg ist es schon krass auf einem R-Zettel, auf dem schon "Luxemburg" steht auch noch den Einzeiler "Luxemburg" anzubringen. Man sagt dazu auch: "doppelt gemoppelt".

Schönen Abend und ich denke mal, philatelistische Wünsche wurden schon immer gerne erfüllt. Nur so ist so mancher interessante Beleg für die Nachwelt entstanden.

Jochen
 
heku49 Am: 27.08.2014 20:33:31 Gelesen: 58321# 162 @  
@ hajo22 [#161]

Hallo Jochen,

mit blanker Rückseite hast Du natürlich recht. Hier noch einmal eine Dienstpost Luxemburg mit allen Stempeln. Wie so oft überfrankiert.

Gruß Helmut


 
hajo22 Am: 27.08.2014 21:08:00 Gelesen: 58301# 163 @  
@ heku49 [#162]

Hallo Helmut,

ja so ist es. Wie bei meinem Beleg. Dieselbe Adresse übrigens [#151].

Und weil philatelistische Belege so schön sind, hier noch einer: Ein Eilboteneinschreibbrief mit dem Sonderstempel vom 12.1.1941 zum Tag der Briefmarke entwertet. Der Sonderstempel wurde entweder nachverwendet oder der Brief erst viel später in den Postlauf gegeben, denn der Ankunftsstempel in Berlin (ein Rohrpoststempel mit Minutenangabe) zeigt das Datum vom 22.1.41, 17.00 h. Das kann nicht sein, daß der Brief 10 Tage unterwegs war. Nicht Anfang 1941 wo die Züge noch pünktlich waren. Und mit der Reitpost wird er ja nicht befördert worden sein (kleiner Scherz).



Ein Vermerk: "In Berlin mit Rohrpost + Aufkleber" wäre beim Porto auch noch "drin" gewesen. Aber auch dann nicht portorichtig (das wären dann 1,04 RM gewesen).

Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 27.08.2014 21:25:38 Gelesen: 58296# 164 @  
Na! Ich mag dann lieber ‚Wirtschaftliches‘ und warum nicht Dienstpost:

Der Chef der Zivilverwaltung Devisenstelle an das Devisenarchiv in Berlin. Oberhalb der Frei durch Ablösung Reich Stempel in violett. Abgestempelt mit dem Deutsche Dienstpost Luxemburg Kastenstempel am 12.FEB1941. Rot eingekreist Deutsche Dienstpost Leitstelle Trier II. Ich gehe einmal davon aus, dass das Datum vom 17.FEB.1941 der Eingang in Berlin ist.



Tschü
Lulu
 

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