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Thema: Luxemburg: Deutsche Besetzung 1940 bis 1944
Das Thema hat 181 Beiträge:
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heku49 Am: 26.08.2014 19:14:13 Gelesen: 29041# 157 @  
@ hajo22 [#155]

Hallo Jochen,

die meisten Belege die ich bisher gesehen habe sind ohne diesen Ortszusatz. Mit dem Ortszusatz kommt meiner Meinung nach nur ein geringer Teil vor.

Gruß Helmut
 
zockerpeppi Am: 26.08.2014 19:29:49 Gelesen: 29033# 158 @  
@ ginonadgolm [#154]
@ heku49 [#157]

Meiner Meinung nach steht die 7 für eine Nummerierung welcher ein Sammler vermerkt hat. In Anhang ein Auszug aus Francois Kaufmanns Postkarten Buch. Er katalogisiert die Karte als nr 7 im Kapitel Besatzungszeit 1940-1945.



Gruß
Lulu
 
Mondorff Am: 26.08.2014 19:53:37 Gelesen: 29021# 159 @  
@ ginonadgolm [#154]

Lulchen wird schon Recht haben, denn auch im Handbuch und im PRIFIX trägt die Karte die Nr. B 7 bzw. 07.

Angefügt ist die entsprechende Seite des auch von Helmut erwähnten Handbuchs.



Freundlichen Gruß
DiDi
 
ginonadgolm Am: 26.08.2014 20:51:33 Gelesen: 29006# 160 @  
@ zockerpeppi [#158]
@ Mondorff [#159]

Vielen Dank für eure Hinweise, das hat mit etwas weiter geholfen.

Sommerliche Grüße (endlich wieder über 20 Grad) von
Ingo aus dem Norden
 
hajo22 Am: 26.08.2014 22:14:41 Gelesen: 28988# 161 @  
@ heku49 [#153]

Hallo Helmut,

kannst Du mal die Rückseite dieser "Drucksache" zeigen? Ich nehme an, sie ist blanko.

Mein gezeigter Brief ist ein "Phila"-Beleg, so wie Deine Drucksache eben auch (Adressat Dahmann, Berlin, Sammler/Briefmarkenhändler).

Bei beiden Belegen wurde wahrscheinlich der Wunsch nach dem entsprechenden Einzeiler geäußert und bedient. Bei meinem Beleg ist es schon krass auf einem R-Zettel, auf dem schon "Luxemburg" steht auch noch den Einzeiler "Luxemburg" anzubringen. Man sagt dazu auch: "doppelt gemoppelt".

Schönen Abend und ich denke mal, philatelistische Wünsche wurden schon immer gerne erfüllt. Nur so ist so mancher interessante Beleg für die Nachwelt entstanden.

Jochen
 
heku49 Am: 27.08.2014 20:33:31 Gelesen: 28855# 162 @  
@ hajo22 [#161]

Hallo Jochen,

mit blanker Rückseite hast Du natürlich recht. Hier noch einmal eine Dienstpost Luxemburg mit allen Stempeln. Wie so oft überfrankiert.

Gruß Helmut


 
hajo22 Am: 27.08.2014 21:08:00 Gelesen: 28835# 163 @  
@ heku49 [#162]

Hallo Helmut,

ja so ist es. Wie bei meinem Beleg. Dieselbe Adresse übrigens [#151].

Und weil philatelistische Belege so schön sind, hier noch einer: Ein Eilboteneinschreibbrief mit dem Sonderstempel vom 12.1.1941 zum Tag der Briefmarke entwertet. Der Sonderstempel wurde entweder nachverwendet oder der Brief erst viel später in den Postlauf gegeben, denn der Ankunftsstempel in Berlin (ein Rohrpoststempel mit Minutenangabe) zeigt das Datum vom 22.1.41, 17.00 h. Das kann nicht sein, daß der Brief 10 Tage unterwegs war. Nicht Anfang 1941 wo die Züge noch pünktlich waren. Und mit der Reitpost wird er ja nicht befördert worden sein (kleiner Scherz).



Ein Vermerk: "In Berlin mit Rohrpost + Aufkleber" wäre beim Porto auch noch "drin" gewesen. Aber auch dann nicht portorichtig (das wären dann 1,04 RM gewesen).

Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 27.08.2014 21:25:38 Gelesen: 28830# 164 @  
Na! Ich mag dann lieber ‚Wirtschaftliches‘ und warum nicht Dienstpost:

Der Chef der Zivilverwaltung Devisenstelle an das Devisenarchiv in Berlin. Oberhalb der Frei durch Ablösung Reich Stempel in violett. Abgestempelt mit dem Deutsche Dienstpost Luxemburg Kastenstempel am 12.FEB1941. Rot eingekreist Deutsche Dienstpost Leitstelle Trier II. Ich gehe einmal davon aus, dass das Datum vom 17.FEB.1941 der Eingang in Berlin ist.



Tschü
Lulu
 
hajo22 Am: 28.08.2014 18:45:24 Gelesen: 28713# 165 @  
@ zockerpeppi [#164]

An diesem Dienstbrief ist alles interessant. Der Absenderstempel "Devisenstelle in Luxemburg", der Adressat in Berlin "Das Devisenarchiv" und natürlich auch der Dienstpoststempel. Das Devisenarchiv - so denke ich - war zuständig für Devisenbewirtschaftung und Kapitalverkehrskontrolle (das Deutsche Reich hatte ja chronischen Devisenmangel - bis zur Geldfälscheraktion im KZ Sachsenhausen 1942-1945 unter dem Code "Unternehmen Bernhard", so benannt nach dem leitenden SS-Sturmbannführer Bernhard Krüger).

Der Datumsstempel 17.2.41 dürfte den Eingang dokumentieren, würde zumindest zeitlich passen.

Schöner Beleg. Chapeau!

Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 06.09.2014 10:11:33 Gelesen: 28433# 166 @  
@ hajo22 [#165]

Danke. Ich verbleibe bei Finanzen und zwar möchte ich euch heute einen interessanten Zensur Beleg vorstellen:

Der Umschlag geht in die Schweiz an das Kantonales Boersen Kommissariat in Zürich. Abgestempelt in Luxembourg-Ville am 4.10.1940. Frankiert à 25 Rpf.

Der Absender war die Société de la Bourse de Luxembourg, die Luxemburger Börse. Geöffnet vom Oberkommando der Wehrmacht. Zwei Zensur Nummern 229 und 86 und vorne noch ein handschriflicher Vermerk m9 (?) 2183 was auch immer das bedeuten soll.




Findet man auch nicht alle Tage.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
hajo22 Am: 06.09.2014 11:55:02 Gelesen: 28414# 167 @  
@ zockerpeppi [#166]

Der handschriftliche Vermerk (ich lese: 2182) ist die Nummer eines Zensoren, der keinen Nummernstempel hatte. Ist nichts Besonderes, sieht man häufiger (waren Teilzeitkräfte). Das davor gesetzte Zeichen, Du liest M9, kann ich nicht deuten, bei der "Klaue" dieses Zensoren kann das alles Mögliche heißen.

Der Brief an sich mit dem interessanten Adressaten und Absender hat "Format".

Schönen Samstag und viele Grüße
Jochen
 
hajo22 Am: 12.11.2014 17:17:44 Gelesen: 26536# 168 @  
Thema: Incoming mail

Paketsendung über 1,5 kg aus Limburg an einen "Arbeitsmann des Reichs-Arbeitsdienstes" nach Bettemburg/Luxemburg. Die Paketkarte mit 75 Pfg. (frankiert 60+15 Pfg. AH) zeigt das Datum vom 4.4.44 und rückseitig den Ankunftsstempel Bettemburg 6.4.44. Der Paketempfang wurde von einem "Beauftragten" bestätigt.





Viele Grüße und bis demnächst.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 15.11.2014 21:05:07 Gelesen: 26394# 169 @  
Diesen Beleg habe ich in Sindelfingen gefunden und konnte nicht widerstehen! Nicht dass ich keinen Reichskreditkassen Beleg hätte:

Deutsche Dienstpost Luxemburg 29 Okt 1940 nach Köln an die Reichsbank



Phila-Gruß
Lulu
 
hajo22 Am: 17.11.2014 16:48:42 Gelesen: 26319# 170 @  
@ zockerpeppi [#77]

Hallo,

hier eine Neuerwerbung für meine Sammlung:

Brief der Sparkasse Luxemburg mit Firmenfreistempel 12 Rpf. (Freistemplernummer wie in #77 = 113) vom 12.5.41 an die Berliner Stadtbank mit Eingangs-Uhrenstempel (11.45 h am 14.5.41; Poststelle VII).

Bei Deinem Beleg in [#77] kann man den Datumsteil des Freistemplers nur erahnen, da er sich mitten im Werbeteil des Maschinenwerbestempels befindet.

Hier ist es anders, doch sieh' selber:



Das Datum steht isoliert vom Freistempler, weil - so vermute ich - der Werbeblock zwischen Datum und Wertstempel entfernt wurde.

Schönen Tag.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 17.11.2014 17:22:36 Gelesen: 26302# 171 @  
@ hajo22 [#170]

Diese Wochen habe ich nicht viel Zeit fürs Forum, aber ich müsste auch Exemplare mit freistehendem Datum in meiner Sammlung haben. Ich komme in den nächsten Tagen darauf zurück. Dann können wir vergleichen.

liebe Grüße
Lulu
 
hajo22 Am: 17.11.2014 20:06:22 Gelesen: 26278# 172 @  
@ zockerpeppi [#171]

Nach dem Handbuch und Stempelkatalog von Dr. Schultz "Deutsche Dienstpost 1939-1945" gibt es diesen Luxemburger Achteck-Freistempel auch ohne Datumszeile.
Bei [#77] erkenne ich rote Datumsspuren ("44") im Werbeblock des Maschinenstempels. Er ist also von der gleichen Type wie in [#170] gezeigt.

Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 24.11.2014 22:24:47 Gelesen: 25978# 173 @  
@ hajo22 [#172]

Ich habe meine Sparkassenbelege durch gesehen. Was auffällt, das freistehende Datum gibt es scheinbar nur in Kombination mit dem Freistempler 113. Dies ist auch in späteren Jahren noch der Fall. Ich besitze einen Beleg von 1949 und 1957. Allerdings habe ich keinen einzigen Beleg vor 1941 und schon gar nicht mit Werbeeinsatz.

Entweder war ein Werbeeinsatz geplant aber es ist nicht mehr dazu gekommen (vielleicht in französischer Schrift ?) Auch ist mir aufgefallen dass das freistehende Datum sich nicht immer auf gleicher Höhe befindet. Als Vergleich habe ich den Strich unterhalb von Luxemburg genommen. Die Datumszeile verschiebt sich um 1/2 mm.

Mal kucken, wie die Stempel von Interbank oder Generalbank ausschauen.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 24.11.2014 22:42:17 Gelesen: 25972# 174 @  
@ zockerpeppi [#173]
@ hajo22 [#172]

Internationale Bank 102 ohne freistehende Datumszeile!



Lulu
 
hajo22 Am: 24.11.2014 23:06:31 Gelesen: 25968# 175 @  
@ zockerpeppi [#173]

"Allerdings habe ich keinen einzigen Beleg vor 1941 und schon gar nicht mit Werbeeinsatz."

Kein Wunder, denn es ja ein deutsch umfunktionierter Firmenfreistempel: Deutsche Schreibweise "Luxemburg" und Wertangabe in RM und RPf.

Möglicherweise war ein Werbeeinsatz geplant, kam dann aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht zum Einsatz. Das ist nur eine Vermutung, ich habe keine konkreten Anhaltspunkte. Allerdings: Warum steht die Datumszeile 1/2 km entfernt vom Wertkästchen?

Schönen Abend.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 26.11.2014 19:37:33 Gelesen: 25799# 176 @  
@ hajo22 [#175]

Ich bin in Sachen Stempel keine große Leuchte. War mir nicht bewusst dass dies ein deutscher Stempel ist. Ich bin auf die 113 konzentriert und die gab es schon vorher und auch nach dem zweiten Weltkrieg noch.

Das freistehende Datum verschiebt sich in der Höhe nicht seitlich. Die Datumszeile musste ja jeden Tag geändert werden. Ist mir nur so aufgefallen, hat ja vielleicht nichts zu bedeuten.

Ob dieser Stempel anderweitig noch zum Einsatz kam, kann ich nicht sagen, ich sammele ja nur Banken. Ausser bei der Sparkasse, ist die Aussaat bei den anderen Banken sehr mager.

Lulu
 
zockerpeppi Am: 26.11.2014 19:50:28 Gelesen: 25793# 177 @  
@ zockerpeppi [#176]

Die BGL hatte die Nr 101. Aus dieser Zeit habe ich keinen Beleg. Die Belege nach dem Krieg allerdings haben keine freistehende Datumszeile. Also doch vielleicht eine Besonderheit des Sparkassenstempels.

Gruß
Lulu
 
zockerpeppi Am: 29.11.2014 23:25:38 Gelesen: 25637# 178 @  
@ hajo22 [#175]

Diese Stempel Type hat es schon vor der Besatzung gegeben. In der Tat mit Luxembourg und in luxbg Franken und nicht Rpf oder RM. Also doch keine neu eingeführte deutsche Stempeltype würde ich meinen (?). Anbei ein Scan aus dem neuen Handbuch.



Ein zweiter Scan von 1940 mit einer anderen Variante (ohne das Rechteck in der Mitte) aber mit dem Firmenname links, allerdings ohne zusätzliche Datumsangabe.

Es ist also durchaus möglich dass bei der Sparkasse ein Namenseinsatz geplant war.

Gruß
Lulu
 
hajo22 Am: 29.11.2014 23:47:20 Gelesen: 25627# 179 @  
@ zockerpeppi [#178]

Danke für's Zeigen.

Ich dachte auch nicht an eine ganz neue Stempel-Type, sondern nur an einen neuen Einsatz in den Achteck-Stempel (RM/RPg.). Der Differdinger Stempel ist schon merkwürdig. Ohne Datumseinsatz war er ja stets mit dem Datum eines Poststempels zu entwerten/versehen. Hier mit dem Stempel "Differdange", also der französischen Schreibweise. Für die Post also keine Arbeitserleichterung.

Diese Frei-Stempel sind recht interessant, ob Postfreistempel oder Firmenfreistempel. Die Materialbeschaffung für eine kleine Sammlung dürfte aber nicht leicht sein.

Ein schönes Wochenende wünscht
Jochen
 
zockerpeppi Am: 03.11.2015 22:23:31 Gelesen: 13111# 180 @  
Gefunden in Sindelfingen:

Charlotte mit Rpf Überdruck ab Luxemburg 1 nach Dresden, 12 Rpf im Fernverkehr,
Stempel vom 27.1.41



beste Sammlergrüße
Lulu
 
Lars Boettger Am: 03.02.2016 20:23:41 Gelesen: 9162# 181 @  
Heute kamen zwei Auktionslose einer kleinen belgischen Auktionsfirma an. Eines der Lose bestand aus einem Konvolut von Briefen aus dem Herbst / Winter 1940 / 41. Eigentlich ging es mir bei dem Kauf um einen Stempel von Belvaux, den ich bisher noch nicht dokumentiert hatte. Leider kein Spätdatum, sondern zwei Tage vorher entwertet (5.12.1940). Aber dieser Bedarfsbrief aus Consdorf ist ein "Frühdatum". Bisher sind Abschläge aus Januar 1941 registriert, jetzt kann das Frühdatum auf den 12.12.1940 geschoben werden.

Beste Grüsse!

Lars


 

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