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Thema: Briefe ausländischer Banken
Das Thema hat 460 Beiträge:
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zockerpeppi Am: 06.05.2014 20:27:34 Gelesen: 98730# 261 @  
Die Nederlandsche Credit en Deposito Bank (Banque de Crédit et de Dépôt des Pays-Bas)



Ein glücklicher Zufall hat mir diesen Beleg beschert. Abgestempelt am 5 Juli 1871 in Hertzogenbosch, Ankunft in Ams am 6.7. Frankiert à 5 cent. Ich gehe davon aus dass der Falbrief portogerecht frankiert wurde.

Die NCDB wurde im Februar des Jahres 1863 gegründet. Kapital 10 Millionen Gulden aufgeteilt in 40000 Aktien à 250 g Gulden. Die Gründungsväter waren: Samuel Sarphati (1813-1866), Louis-Raphaël Bischoffsheim (1800-1873), Abraham Carel Wertheim (1832-1897). Die Teilhaber der ersten Stunde waren: Bischoffsheim, Goldschmidt & Cie Paris, Bischoffsheim & Goldschmidt London, L.R., Bischoffsheim Paris und sein Bruder J.R. Bischoffsheim Brüssel H.B. Goldschmidt Frankfurt - zusammen 17 600 Papiere. Andere Pariser Aktionäre waren Hentsch Lutscher & Cie, Levy Crémieux Frères & Cie, M. Königswärter, Trivulzi Hollander & Cie.

Start war am 1 Mai 1863 in der Herengracht 539 in Amsterdam. Direktor wurde Abraham Carel Wertheim. In Amsterdam entwickelten sich die Geschäfte etwas mühsam, da war noch die Krise von 1866. Seit der Gründung hatte es eine Filiale in Paris gegeben, welche sich weit besser entwickelte als das Mutterhaus in Amsterdam. 1864 kam der Beschluss sich weitgehend auf die Pariser Geschäfte zu konzentrieren. 1870 wurden weitere Filialen in Brüssel und Genf gegründet. 1872 kam es zur Fusion zwischen Banque de Crédit et de dépôt des Pays-Bas und der Banque de Paris. Die neu gegründete Bank agierte unter dem Namen Banque de Paris et des Pays-Bas.



Quellen:

1. Eric Bussière : Paribas l’Europe et le Monde 1872 – 1992
2. B. van Marken – Dr Piet A. Geljon : la Banque de Crédit et de dépôts, les origines néerlandaises d’un groupe bancaire français

beste Sammlergrüße
Lulu
 
bignell Am: 18.05.2014 13:51:22 Gelesen: 98177# 262 @  
10Parale Am: 18.05.2014 16:55:40 Gelesen: 98152# 263 @  
Hallo,

hier zwei Wechsel aus den Jahren 1930 und 1942, gezogen in Turda (Thorenburg) im Kreis Cluj (Klausenburg - Rumänien).

Beide Belege besitzen als Wasserzeichen das Wappen "NIHIL SINE DEO" und der kleinere Wechsel über 2.000,-- Lei auch 2 Fiskalmarken. Bei der linken violetten Marke über 5 Lei handelt es sich um die rechte Hälfte einer Doppelmarke mit dem Bildnis König Karls II. aus dem Jahr 1935 und der Zwangszuschlagsmarke aus dem Jahr 1936 zur Förderung des Flugwesens, 2 Lei ultramarin (Michel Nr. 17).

In solchen Dokumenten findet man auch wie in anderen Ländern im Papier eingeprägte Steuermarken, diverse aufgesetzte Stempel, die eine Zahlung dokumentieren etc.

Sicher ein Randthema zu diesem Gebiet, dennoch Bestandteil meiner Briefmarkensammlung.




 
zockerpeppi Am: 06.06.2014 22:01:01 Gelesen: 97436# 264 @  
@ 10Parale [#263]

Auch bei mir gehören Wechsel dazu. Es gibt allerdings einen eigenen Thread für Wechsel. Passen tun sie aber. Danke fürs zeigen

---

Wird Zeit, die Banken mal wieder zu fördern - Philamäßig gesehen: Einschreiben der Banque de Belgique Brüssel aus dem Jahre 1925 nach Amsterdam. Den habe ich in Essen gefunden. Der Händler meinte, ich hätte einen guten Geschmack. Naja nach langer Suche war dies der einzige Beleg, den ich gekauft habe.



Schön is‘r.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 10.06.2014 22:16:51 Gelesen: 97268# 265 @  
Seit ich hier aktiv bin, hatten wir Algerien glaube ich noch nicht. Das ganze nach Bayeux (Calvados). Stempel unergründlich. Handschriftlich wurde 13.5.45 14h19 vermerkt.



liebe Grüße
Lulu
 
Cantus Am: 16.06.2014 20:44:22 Gelesen: 96966# 266 @  
@ zockerpeppi [#265]

Hallo Lulu,

in Essen warst du leider schon wieder weg, als ich bei Richard ankam. Vorher war so ein kleiner Sportwagen mit Luxemburger Kennzeichen lange Zeit vor mir her auf der Autobahn gefahren, ich hatte ihn dann aber aus den Augen verloren; vielleicht war's ja deiner. Nun ja, vielleicht klappt unser Treffen dann im nächsten Jahr einmal, denn in 2014 werde ich voraussichtlich nur noch zur Messe nach Gmunden fahren, von Berlin einmal abgesehen.

Ich habe in den letzten Monaten viele neue Bankbriefe herein bekommen, von Deutschland und aus aller Welt. Beginnen möchte ich heute mit der Toggenburger Bank. Bis dahin eigenständig, fusionierte sie 1912 mit der Bank in Winterthur; das war die Gründung der Union Bank of Switzerland [1]. Es ist mir gelungen, nicht nur einen Umschlag der Toggenburger Bank aufzutreiben, sondern zusätzlich noch eine alte Ansichtskarte, die das Geschäftshaus der Bank in St. Gallen zeigt.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Toggenburger_Bank
 
zockerpeppi Am: 17.06.2014 23:18:26 Gelesen: 96884# 267 @  
@ Cantus [#266]

Hätte ich mal nicht so viel in den Kartons gewühlt, hätte ich wohl den einen oder anderen auch nicht verpasst. Dann könnte ich aber nicht so tolle Belege zeigen. Und ich hatte Brigitte und Richard viele Beiträge versprochen. Ich habe auch etwas Schönes in Sachen deutschen Banken eingekauft. Aber da muss ich tiefer in die Trickkiste greifen und das braucht etwas mehr Zeit.

Hier nun ein Gedicht vom postalischen schaffen "vun eiser Spuerkees". Belege dieser Bank habe ich schon irgendwie gezeigt aber nicht in dieser Form und schon gar nicht in die USA. Sparkasse Anno 1973 gefunden in Essen:



Das Porto von 56 Franken habe ich wie folgt aufgeteilt gemäß UPU/Luftpost Portostufe vom 1.1.1976: Brief bis 20gr 8 fr + Einschreiben 15 fr + Eilsendung 25 fr + Luftpost 2 fr je 5gr macht bei 20gr = 8 fr

Nächstes Jahr sprechen wir uns alle besser ab! Bin 2015 wieder in Essen und ich war definitiv nicht in dem Flitzer.

liebe Grüße
Lulu
 
Cantus Am: 22.06.2014 23:25:03 Gelesen: 96632# 268 @  
Von mir ein weiterer Brief aus der Schweiz, gelaufen am 10.3.1908 von Grosswangen [1] nach Zürich.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Grosswangen
 
gründi Am: 05.07.2014 18:20:06 Gelesen: 95800# 269 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich euch einen Bankbrief der Development Bank of Ethiopia, gelaufen von Addis Abeba nach Stuttgart, zeigen. Wie ich finde, eine sehr dekorative Frankatur. Der Brief beweist wieder einmal, dass auch Belege aus Übersee ihren Reiz haben.



Viele Grüße

gründi
 
Cantus Am: 14.07.2014 23:44:52 Gelesen: 95258# 270 @  
Um den Beitrag [#262] noch ein wenig zu ergänzen, heute ein Umschlag der Christiania Bank in Kristiansund, der am 4.12.1970 nach Mölndal in Schweden geschickt worden war.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 15.07.2014 18:51:03 Gelesen: 95181# 271 @  
Heute ein Umschlag der Bank of China von der Niederlassung in Djakarta-Kota, gelaufen am 6.1.1959 per Einschreiben an die Rheinisch-Westfälische Bank in Düsseldorf.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 15.07.2014 22:36:33 Gelesen: 95162# 272 @  
Schöne Belege habt ihr ausgegraben und damit ihr ja nicht denkt ich wäre der Bankenwelt abhanden gekommen, gibt es von mir einen Nachschlag zu Cantus Bank of China mit einem Beleg aus Luxemburg aus dem Jahre 1982. Briefe an die Krankenkasse (Caisse de maladie) waren und sind portofrei.



schönen Abend noch
Lulu
 
Wim Ehlers Am: 16.07.2014 03:00:03 Gelesen: 95133# 273 @  
In meinem Thema: "Bauprojekt Druschba-Trasse: Philatelisten sammeln Belege" folgt später dieser Luftpost-Brief der Deutschen Aussenhandelsbank aus Berlin vom 31.03.1976 mit Absender-Freistempel von Berlin an die Staatsbank der UdSSR in Tscherkassy.



Beste Grüße
Wim
 
hajo22 Am: 23.07.2014 19:21:09 Gelesen: 94684# 274 @  
Ich weiß nicht, ob aus dem Land der Banken ein Brief der Schweizerischen Volksbank Bern schon gezeigt wurde, aber egal.

Hier ein Privatumschlag der Bank mit 25 Rp. Helvetia und Zusatzfrankatur gleicher Wertstufe eingeschrieben am 6.1.1912 an eine Firma in Darmstadt (Ankunft 7.1.).

Und hier das gute Stück:



So kann man auch mit kleinen Sachen, Freude machen.

Salü.
Jochen
 
zockerpeppi Am: 27.08.2014 20:28:07 Gelesen: 92910# 275 @  
Mein liebstes Thema macht sich dünne.

Bank to Bank Aktiebolaget Unionbanken an Lippmann Rosenthal & Co Amsterdam. Sehr schön abgestempelt – Helsinki 13.11.29 einmal in rot mit Frankatur und einmal in Schwarz mit Rollenstempel. Die Siegelmarke auf der Rückseite ist auch sehr anschaulich.



liebe Grüße
Lulu
 
10Parale Am: 29.08.2014 15:51:24 Gelesen: 92711# 276 @  
@ zockerpeppi [#275]

Hier noch ein Blick nach Südosteuropa:

a. BANCA DUNAREA ROMANEASCA (Donau Bank Rumänien = freie Übersetzung) Einschreiben aus BRAILA (Rumänien) nach Schney (Bayern). Schön abgeschlagen am 25. Februar 1929, Ankunftsstempel in Schney vom 4.3.1929. Frankierung rückseitig 2 x 10 Lei = 20 Lei (hier nicht im Bild).

b. Briefhülle Triest (Österreich) nach Hermannstadt, rückseitiger Ankunftsstempel Nagyszeben (Hermannstadt = ungarischer Name = Ungarn). Filiale der K.K. PRIV. OESTERREICHISCHEN CREDIT ANSTALT FÜR HANDEL UND GEWERBE IN TRIEST - Absender Hermannstädter Allgemeine Sparkassa = Empfänger

Das Thema ist hochinteressant und ich werde es ein paar Mal lesen.

Grüße

10Parale


 
zockerpeppi Am: 03.09.2014 19:57:45 Gelesen: 92471# 277 @  
@ 10Parale [#276]

Ich bin wegen diesem Thread zu Philaseiten gekommen. Banken sind meine Hauptsammelgebiet. Beruf und Hobby vermischen sich da irgendwie. Die Bankenbelege, die hier gezeigt werden sind alle sehr attraktiv und viele Sammler haben irgendwo den einen oder anderen Bankenbeleg in ihrem Fundus. Mitmachen ist demnach recht einfach. Deine Belege sind willkommen.

Von mir ein Neuzugang aus Bangladesch, kam heute mit der Post:

Sonali Bank, Bagerhat, Fakirhat Branch vom 22.8.2013



Phila-Gruß
Lulu
 
Mondorff Am: 05.09.2014 16:05:49 Gelesen: 92348# 278 @  
Kleiner Beitrag mit Banken der Tschechoslowakei. Die Bank mit den Absenderfreistempel wurde wahrscheinlich umbenannt.



Vorder- und Rückseite





Schönen Gruß
DiDi
 
Fips002 Am: 05.09.2014 21:09:21 Gelesen: 92315# 279 @  
In meinem langen Sammlerleben hat sich bei mir einiges angesammelt, so auch viele Belege ausländischer und deutscher Banken. Heute möchte ich einen Beleg der Wells Fargo & Co., Bank San Francisco vorstellen.

Henry Wells und William Fargo gründeten am 18. März 1852 von New York aus im fernen Californien das Unternehmen Wells, Fargo & Company. Präsident wurde der Bankier E.B. Morgan. Vorstandsvorsitzender war der Bankier Johnston Livingston. Henry Wells und William Fargo wurden Direktoren und Repräsentanten der Firma. Bis heute bekannt nur noch als Wells Fargo. Nach einem Börsenkrach im Februar 1855 stürmten tausende Goldgräber die Banken in San Francisco. Wells, Fargo & Co waren rechtzeitig aus riskanten Börsengeschäften ausgestiegen und eröffneten wieder als eine der ersten ihre Banken und Agenturen.


 
Fips002 Am: 06.09.2014 18:12:41 Gelesen: 92215# 280 @  
Heute einen Brief aus Spanien an das Bankhaus Frederick Huth & Co., London. Der Bankier F. Huth wurde am 29.10.1777 in Stade geboren und starb am 14.1.1864 in London. Seine Kindheit verbringt er in Harsfeld (Kr.Stade) und erhält eine kaufmännische Ausbildung in der Hamburger Niederlassung der spanischen Firma de Urbieta und ist dort tätig. In Spanien macht er sich 1805 als Im- und Exportkaufmann selbständig. Mit seiner Familie siedelt er 1809 nach England über und gründet in London eine eigene Firma als Im- und Exportkaufmann, später als merchant banker. Englischer Staatsbürger wird er 1819.

Er übernimmt Gröning aus Bremen als Partner. Die Firma Frederick Huth & Co. wird neben Baring und Rothschild zum größten Bankunternehmen in London.Als merchant banker bietet Huth Finanzhilfe in Form von Vor- und Zwischenfinanzierungen im Warenhandel, durch Bereitstellung von Investment-Kapital und im Wechselgeschäft. 1938 erlischt in London die Firma F. Huth & Co.

Angaben zum Brief: Ab Santiago/Spanien 8. Januar 1823, an London 30.Jan.1823. Der Brief wurde über Bayonne/Frankreich, Calais/Frankr. über den Kanal nach London befördert. Santiago zeichnete 6 Shilling 6 Pence (6/6) dreifaches Porto. London berechnete 2 Shilling 4 Pence für einen Doppelbrief. 2x8 Pence Seegebührund 2x6 Pence Inlandgebühr Dover - London = 28 Pence, geschrieben 2/4 (oben Mitte).

Gruß Dieter


 
Fips002 Am: 08.09.2014 14:38:53 Gelesen: 92104# 281 @  
Einschreib Brief von der Grindlays Bank Karachi/Pakistan an die Rheinische-Westfalische Bank in Köln. Ab Karachi am 18.01.1955, an Köln am 21.01.1955.



Die Grindlays Bank eröffnete die erste Filiale 1884 in Karachi/Pakistan. Heute gibt es in Karachi sieben Filialen.

Dieter
 
Heinrich3 Am: 08.09.2014 15:58:41 Gelesen: 92092# 282 @  
Hallo,

heute 2 Belege aus den 1960er Jahren, die zeigen, wie vergänglich auch in der Bankenwelt alles ist. Beide leider ohne Empfänger, weil Fensterkuverts.

Die Esbjerg Bank (oberer Beleg) wurde 1991 von der Varde Bank (unterer Beleg) übernommen, die 1992 selbst solche Probleme hatte, daß sie vom dänischen Staat nicht auf Dauer gestützt wurde. Teile Ihres Geschäfts wurden 1993 von einer anderen Bank übernommen, der Rest abgewickelt.


 
schniederhus Am: 08.09.2014 19:20:03 Gelesen: 92074# 283 @  
Hallo,

hier 1 Beleg der Barclays Bank of Trinidad an die Württ. Girozentrale von 1957.


 
Fips002 Am: 09.09.2014 19:47:17 Gelesen: 92001# 284 @  
Die fünf Söhne von Mayer Amchel Rothschild gründeten Anfang des 19.Jahrhunderts ihre großen Bankhäuser in London, Paris, Frankfurt, Neapel und Wien.
Heute ein Faltbrief aus Port Louis/Mauritius an das Bankhaus N.M. Rothschild & Sons, London.



Ab Port Louis/Mauritius, 20. Juli 1851, über Galle/Ceylon um das Kap der Guten Hoffnung nach London, 23. Sept. 1851. Der Stempel PACKET LETTER MAURITIUS in schwarz wurde ab 20. Mai 1851 verwendet.

Am 27.12.1839 rechtfertigte das Finanzministerium eine Postgebühr von und nach Ost-Indien,einschließlich Mauritius von 1 Shilling für 1/2 Unze. Diese Packet Rate hatte ab 10. Jan. 1840 Gültigkeit.

Gruß Dieter
 
zockerpeppi Am: 09.09.2014 20:44:44 Gelesen: 91979# 285 @  
@ Alle

Klasse eure Briefe, danke fürs zeigen.

@ Fips002 [#284]

Dieser ganz besonders.

Von mir ein Bank to Bank aus den USA nach Frankreich: The Omaha National Bank Omaha Nebraska an die Banque de Paris et des Pays Bas Paris.



liebe Grüße
Lulu
 

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