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Thema: Werden Ortsstempel in Postfilialen durch Briefzentrumsstempel ersetzt ?
Das Thema hat 31 Beiträge:
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LOGO58 Am: 11.07.2014 09:46:05 Gelesen: 3381# 7 @  
@ soeste2919 [#6]

Hallo soeste2919,

kannst du eine Abbildung dieser Stempel zeigen?

Grüße aus dem Norden
Lothar
 
filunski Am: 16.07.2014 10:59:44 Gelesen: 3252# 8 @  
Hallo zusammen,

hat zwar eine Weile gedauert, aber die "Mühlen" der DPAG mahlen zwar langsam, aber genau. ;-)

Auf mein Anfrageschreiben bezüglich der "neuen" Tagesstempel, welches ich im Namen der Poststempelgilde an die DPAG in Bonn richtete, erhielt ich heute Vormittag einen Anruf von der Pressestelle der DPAG in München. Der sehr freundliche Pressesprecher, Herr Nier (seine Zustimmung zur Erwähnung seines Namens und des Zitats seiner Aussagen hat er ausdrücklich gegeben), bezeichnete dieses Gerücht erst mal kurz und bündig mit dem Begriff "Schmarrn" (für Nicht-Bayern, Schmarrn bedeutet in diesem Zusammenhang Blödsinn).

Es gibt bei der DPAG keine Bestrebungen die herkömmlichen "Ortstagesstempel" mit Ortsangabe zu ersetzen, weder in Wiesbaden, noch sonstwo, und wenn in der Postfiliale in der City Passage in Wiesbaden heute der Tagesstempel runter fällt und zu Bruch geht, bekommt diese genau einen solchen Stempel wieder. Das Entstehen eines solchen Gerüchts, auch von durchaus seriösen Postmitarbeitern, erklärt sich Herr Nier wie folgt. Bereits vor einiger Zeit erging an alle Postpartnerfilialen die Anweisung, dort eingelieferte Tagespost nicht mehr selbst per Tagesstempel zu entwerten, sondern diese ungestempelt an das zuständige Briefzentrum weiterzuleiten, wo dann die gesamte Post einheitlich maschinell verarbeitet und entwertet wird. Bedeutet für uns aber auch, dass normale Bedarfspost, mit Ortstempel entwertet, wohl immer mehr zur Rarität wird.

Beste Grüße,
Peter
 
uli Am: 16.07.2014 12:16:54 Gelesen: 3228# 9 @  
@ filunski [#8]

Wieso gibt es dann überhaupt noch Stempel in den Filialen, wenn vor Ort nicht mehr gestempelt werden soll? Für mich ist das ziemlich widersprüchlich, was Herr Nier da erzählt hat.

@ ligneN [#1]

Sind in der Filiale am Hbf. schon die bestellten, neuen Stempel angekommen?

Gruß
Uli
 
filunski Am: 16.07.2014 13:38:24 Gelesen: 3209# 10 @  
@ uli [#9]

"Wieso gibt es dann überhaupt noch Stempel in den Filialen, wenn vor Ort nicht mehr gestempelt werden soll? Für mich ist das ziemlich widersprüchlich, was Herr Nier da erzählt hat."

Hallo Uli,

dass diese Anweisung besteht habe ich auch schon persönlich, in vielen, vor allem kleinen Postagenturen vom jeweiligen Personal erfahren. Der Stempel ist aber immer noch nötig um Päckchen abzustempeln, wenn mit Marken frei gemacht und manchmal auch noch um Bestätigungen aller Art, wie z.B. die im Bankenverkehr anzutreffenden Post Ident Verfahren zu bestätigen. An der Notwendigkeit des Tagesstempels, wie wenig er bei so mancher Filiale auch noch gebraucht werden mag, scheint zumindest derzeit bei der Post noch kein Zweifel zu bestehen.

Ansonsten sehe ich an den Aussagen des Herrn Nier nichts widersprüchliches, und seine Aussage deckt sich ja auch mit den von Lothar schon vorher über die Postphilatelie in Weiden gewonnenen Erkenntnissen. Ich habe auch keinen Grund an den Aussagen des amtlichen Pressesprechers der DPAG zu zweifeln, wenn dieser mich schon persönlich anruft um im Namen der DPAG auf meine offizielle Anfrage Stellung zu nehmen.

Beste Grüße,
Peter
 
ligneN Am: 16.07.2014 15:07:02 Gelesen: 3174# 11 @  
@ uli [#9]

Bis jetzt nicht: Der vorhandene Handstempel ist ja noch in Ordnung.

Und die zitierten Schalterpostler würde ich auch nicht attackieren, denn so hat man es ihnen seitens der Beschaffungsstelle gesagt.

Wie gesagt, mir wäre es recht, wenn sich an der aktuellen Praxis nichts ändert.

Nach Berichten geben die Schalterbediensteten sowieso alle am Schalter aufgegebene normale (nicht nachzuweisende) frankierte Post ungestempelt in die Plastikcontainer für die BZ-Abholer.

Handstempel für normale mit Marken frankierte Post gibt es am Schalter schon lange nur nur auf ausdrückliche Bitte des Auflieferers.

Eine derartige Anweisung für Filialen lt. DPAG-Sprecher scheint also nur eine Wiederholung / "Erneut-in-Kenntnis-Bringung" der schon lange bestehenden Regelungen zu sein?

Den Nichtpostlern/Neulingen in den Agenturen/Zeitungsläden/Großmärkten mit Postecke B-) muß man es vielleicht noch mal zur Kenntnis bringen - das sind aber doch zu 95% (?) keine "Filialen".
 
Cantus Am: 16.09.2014 11:56:10 Gelesen: 2937# 12 @  
Meine Ehefrau sammelt deutsche Ortsstempel und was liegt da näher, als zufällig oder auch gezielt in deutschen Landen solche Postfilialen oder -agenturen aufzuspüren, die heute noch Handstempel mit dem zugehörenden Ortsnamen führen. Dieses Verfahren ist zwar zeitaufwändig und auch nicht ganz umsonst, denn das Benzin kostet schließlich auch ein wenig, andererseits lernt man so auch abseits der großen Straßen schöne Landschaften und viele reizvolle Orte kennen.

Vor zwei Wochen waren wir im nördlichen Bayern in der Region rund um Forchheim und Bamberg unterwegs und haben ab und zu versucht, noch fehlende Stempel zu bekommen. Manchmal wurde uns auf Nachfrage erzählt, dass es einmal eine Post gab, die aber geschlossen wurde. Einzelne Postagenturen haben wir gefunden, die hatten aber nur eine Stunde pro Tag geöffnet und natürlich nicht zu der Zeit, während wir vor Ort waren. In wenigen Einzelfällen aber fanden wir geöffnete Türen vor und auch Personal, das recht bemüht war, meiner Frau einen sauberen Stempel auf dem vorgelegten Beleg anzubringen, so auch in Kirchehrenbach. Dort stellte sich aber heraus, dass der Stempel schon recht abgenutzt war und das Reinigungskissen, das neben dem Stempelkissen bei den Agenturen und Postfilialen vorhanden ist und zur Stempelreinigung genutzt werden soll, bereits so stark gelitten hatte, dass damit eine vernünftige Reinigung des Handstempels nicht mehr möglich war. Als Ergebnis der verschiedenen Stempelversuche kam dann das nachstehende Ergebnis zustande, dessen besten Stempel ich gesondert abbilde. Besseres ist wohl zukünftig auch nicht zu erwarten, aber immerhin haben wir so noch einen der aktuell selteneren Stempel dokumentieren können.



Viele Grüße
Ingo
 
EdgarR Am: 16.09.2014 12:21:27 Gelesen: 2927# 13 @  
@ Cantus [#12]

Hallo Ingo,

manchmal hat sogar die Post AG Hilfreiches auf ihrer Homepage:

http://www.deutschepost.de/de.html

Da gibt es unten die Auswahlmöglichkeit "Filialen finden"

Die zeigt Dir nach Auswahl von "Filialen und DHL Paketshops" und nach Angabe des Orts oder seiner PLZ die dort und in bis zu 15 km Umkreis befindlichen Postfilialen, und zwar aktuell.

Es empfiehlt sich dabei, gleich noch in der unteren Zeile "Verkaufspunkte ausblenden" anzuwählen (Verkaufspunkte haben keine Stempel).

Schön an den Service ist v.a., dass zu jeder angezeigten Filiale Adresse UND Öffnungs- bzw. Geschäftszeiten angegeben werden.

Phile Grüße
EdgarR
 
Cantus Am: 16.09.2014 12:54:48 Gelesen: 2913# 14 @  
@ EdgarR [#13]

Hallo EdgarR,

noch besser finde ich die folgende Suchadresse http://standorte.deutschepost.de/filialen_verkaufspunkte, das hilft mir aber wenig, denn auf Reisen habe ich weder PC noch Laptop bei mir und auch kein Handy, mit dem man im Internet stöbern könnte. Außerdem genießen wir das Herumfahren auch ohne Stempelsuche, das läuft eigentlich nur so nebenbei mit. Und schließlich wissen wir zu Beginn einer Reise nicht immer so genau, wohin uns der Weg führen wird, Manches ist da eher dem Zufall überlassen.

Viele Grüße
Ingo
 
Seku Am: 23.02.2017 19:47:57 Gelesen: 1480# 15 @  
08371 Glauchau 2 hat ganz aktuell noch einen Ortsstempel


 
filunski Am: 23.02.2017 22:42:17 Gelesen: 1444# 16 @  
@ Seku [#15]

Hallo,

und auch noch ein sehr schöner Abschlag, der auch gut in unsere Datenbank passen würde ! ;-)

Diese Stempel sind auch weiterhin völlig normal und die Regel auch wenn sie im täglichen Gebrauch nicht mehr so oft eingesetzt werden. Dies ist aber auch vom Typ der jeweiligen Postagentur und den Anweisungen vorgesetzter Bezirksleiter abhängig. Ein Abschaffen dieser Ortstempel ist jedenfalls (noch) nicht geplant und alle bisher dazu ergangenen Meldungen entstammen nur der "Gerüchteküche".

Beste Grüße,
Peter
 
Seku Am: 06.07.2017 11:45:18 Gelesen: 719# 17 @  
Ist schon ärgerlich. Man wünscht sich von der Postfiliale "Metzgerschloudn" in 95192 Lichtenberg eine Abstempelung. Als hätte es die Mitarbeiterin geahnt, hat sie einen Stempel daneben gesetzt. Die Marke wurde im Briefzentrum 95 nochmals entwertet.


 
EdgarR Am: 06.07.2017 12:24:06 Gelesen: 705# 18 @  
@ Seku [#17] - 3. Absatz gibt auch eine verspätete Antwort an @ uli [#9]:

Nach inhaltlich weitgehend sich deckenden Aussagen in verschiedenen Postfilialen wie auch Postagenturen (die sprichwörtlichen Zumwinkelchen im Bäckerladen) verhält es sich so, dass diese zu den gelben Plastikkörben (im Postjargon: Schwingen) längliche weiße Pappstreifen erhalten mit einem Balkenkode drauf und im Klartext entweder "gestempelt" oder "nicht gestempelt".

Rein theoretisch werden diese Schwingen dann im Bz an unterschiedlichen Stellen in die große Maschine eingespeist - vor bzw. nach der Stempelung. Rein theoretisch klappt das auch - bisweilen.

Praktisch ist - wenn die Postagentur sich überhaupt zum händischen stempeln noch herbeiläßt (gern genommener und natürlich nicht überprüfbarer Abwimmelspruch: "Wir haben gar keinen Stempel (mehr). Macht alles der Computer.") - schon nicht gewährleistet, dass die gestempelten Stücke in eine Extra-Schwinge kommen mit Extra-Papplabel. Und was im Bz passiert ist dann je nach Lust und Laune des gerade Tätigen auch noch ein weiteres Glücksspiel.

Ich hatte hier mal irgendwo in ein passendes Thema einen Scan von so einem Pappstreifen eingestellt - finde ihn aber nicht wieder.

Phile Grüße EdgarR
 
mumpipuck Am: 06.07.2017 20:05:03 Gelesen: 636# 19 @  
@ EdgarR [#18]

Ich war heute auch in einer kleinen Filiale (Leistungen: "Basisdienstleistungen" auf http://www.deutschepost.de). Das entspricht wohl den früheren Postpoints und Postservices.

Diese Filialen sind angewiesen gar nicht zu stempeln. Sie haben daher auch keine von den Vorlaufzetteln für gestempelte Sendungen für die Schwinge (Auskunft des sehr zuvorkommenden Postpartners im Lebensmittelladen: "nie gesehen"). Dort laufen planmäßig 100% aller Sendungen durch die Maschinenstempel / Großbriefsortieranlagen mit Tintenstrahl des Briefzentrums.

Wenn wir als Sammler einen solchen Beleg haben wollen haben wir zwei Möglichkeiten:

1. Beleg gleich wieder mitnehmen. Dann ohne Scannerstreifen und offensichtlich Gefälligkeit.

2. Ich klebe die Marke etwas tiefer auf das Couvert und setze den Tagesstempel an den unteren Rand. Außer bei Großbriefen, wo man nie weiß, wo der Tintenstrahl landet, liegt der Maschinenstempel dann sauber oberhalb des Tagesstempels und der Beleg ist offensichtlich echt gelaufen.

Der Experte wird trotzdem wissen, dass er so nicht bedarfsmäßig vorkommt: Den blitzsauberen Tagesstempel der heute besuchten Filiale habe ich selbst erst einmal von einem Datum in Januar umgestellt. Also sechs Monate nicht benutzt! Entsprechend vertrocknet war das Stempelkissen.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
filunski Am: 06.07.2017 21:46:52 Gelesen: 610# 20 @  
@ EdgarR [#18]
@ mumpipuck [#19]

Hallo zusammen,

als Ergänzung der durchaus treffenden Kommentare zu der "Stempelpraxis" heutiger "Postagenturen im Einzelhandel" noch ein paar Erfahrungen, Auskünfte aus meinen Recherchen.

Es gibt sehr viele dieser kleinen Postagenturen, die mit wie mumipuck schreibt "Basisdienstleiszungen", die dürfen überhaupt nicht stempeln (manchmal gab es dort sogar schon Abmahnungen von übergeordneter Stelle bei Zuwiderhandlung). Die geben alles in einen Korb (Schwinge) ohne jegliche Pappstreifen und die wandern so ins BZ um durch die Sortiermaschinen gejagt zu werden. Bei diesen Postagenturen kann man, je nach Laune des Personals mal einen Gefälligkeitsstempel bekommen (zum gleich mitnehmen) oder auch nicht.

Dann gibt es Agenturen die nach dem von Edgar beschriebenen Verfahren arbeiten (zwei Schwingen gestempelt/ungestempelt) und, wie Edgar auch schreibt, kann funktionieren oder auch nicht, die Chance ist 50:50.

Last not least gibt es dann noch Agenturen (die mit erweitertem Angebot, die meist auch alle Markenneuausgaben bekommen), die müssen alle am Schalter eingelieferte/aufgegebene Post mit Tagesstempel versehen und deren Schwingen werden dann im Briefzentrum auch korrekt (kein Maschinenstempel zusätzlich) weiter behandelt.

Aber für alle gilt Theorie ist nicht immer gleich Praxis! ;-)

Da ich heute wieder in einem mir bis dato noch unbekannten "Zumwinkelchen" war, so eines mit Basisdienstleistungen aber überaus freundlicher und netter Dame am Schalter, erfragte ich mir auch einen Tagesstempelabschlag. Und der ließ mich dann später auch sehr schmunzeln und ich möchte euch daran teilhaben lassen. Edgar wird sich freuen, kommt der Abschlag ja auch aus Mittelfranken, wenn auch weiter südlich: ;-)



Tolles Datum oder nicht?

6.7.2020 um 27 Uhr.

Die "gebräuchliche" Fehleinstellung, aus Jahr plus Uhrzeit mach' das Jahr, wurde hier noch durch eine Fehleinstellung bei der Uhrzeit von 27 statt wie (auch fälschlicherweise) gewollt 17 (um das Jahr 20 17 darzustellen) getoppt!

Viele Grüße,
Peter
 
jmh67 Am: 07.07.2017 06:50:45 Gelesen: 577# 21 @  
@ mumpipuck [#19]

Wenn die Filialen, die nur "Basisdienstleistungen" anbieten, gar nicht stempeln sollen, warum haben sie dann überhaupt einen Tagesstempel? Gibt es irgendwelche Situationen, in denen sie doch in die Verlegenheit kommen könnten, ihn zu benutzen?

-jmh
 
Nachtreter Am: 07.07.2017 08:46:39 Gelesen: 553# 22 @  
@ jmh67 [#21]

Möglicherweise als "Notmaßnahme": im Streikfall im Briefzentrum oder wenn die Post durch ein Naturereignis nicht mehr abgeholt werden kann? Aber dann wird wahrscheinlich sich keiner an den Stempel erinnern. :-)

Viele Grüße

Nachtreter
 
filunski Am: 07.07.2017 13:21:04 Gelesen: 525# 23 @  
@ jmh67 [#21]
@ Nachtreter [#22]

warum haben sie dann überhaupt einen Tagesstempel?

Hallo zusammen,

eine Frage die sich natürlich sofort aufdrängt und die ich selbst auch schon des öfteren bei entsprechender Gelegenheit an die Postagentur-Mitarbeiter/-Betreiber gestellt habe.

Zwei der m.E. vernünftigsten und nachvollziehbaren Antworten darauf die ich auch mehrfach bekam waren/sind:

- zum Stempeln von Päckchen (dies sei ausdrücklich so erlaubt/erwünscht)
- zur Bestätigung von Formularen (teilweise zum postinternen Gebrauch), wie z.B. beim PostIdent Verfahren.

Beste Grüße,
Peter
 
Heinz 1 Am: 07.07.2017 16:56:59 Gelesen: 487# 24 @  
Hallo Peter,

bei Basisleistungen kann man doch auch Einschreibsendungen einliefern oder? Dann muss diese Sendung auf jeden Fall gestempelt werden. Den wenn z.B. der Brief kurz vor Ende der Öffnungszeit eingeliefert wird, die Sendungen durch den Fahrdienst aber schon früher abgeholt wurde, muss das Einlieferungsdatum trotzdem vom Einlieferungstag auf dem Brief gestempelt werden. Meines Erachtens wegen der Übereinstimmung mit der Quittung. Das dies auch nicht immer funktioniert bleibt dahingestellt. Diese Sendungen werden dann in einer gesonderten Postbehälter 1 (Schwinge klein) zum BZ transportiert.

Ich habe zwar auch schon Einschreibriefe mit Tages- und BZ-Stempel gesehen aber dies ist relativ seltener. Auch Aussagen wie "wir dürfen keine Briefe stempeln" habe ich auch schon gehört. Obwohl dies "Schwachsinnig" ist.

Gruß Heinz
 
filunski Am: 07.07.2017 17:10:32 Gelesen: 479# 25 @  
@ Heinz 1 [#24]

bei Basisleistungen kann man doch auch Einschreibsendungen einliefern oder?

Hallo Heinz,

Ja, kann man, ebenso wie die Versandart "PRIO" für die meines Wissens dies auch gelten müsste.

Ist aber wohl inzwischen auch alles nur noch Theorie oder überholt. Gestern gab ich ebenfalls bei einer dieser "Basisleistungen-Agenturen" einen PRIO Brief an mich selbst auf (die wussten dort sogar was das ist - habe ich auch schon anders erlebt ;-)) und wollte diesen eben zum Nachweis der Aufgabe gestempelt haben. Du ahnst wahrscheinlich schon was kommt, "nein, wir dürfen nicht abstempeln, als Nachweis dient der Ausdruck mit der Nummer (analog so auch bei Einschreiben)". Nun gut, da war ich mal gespannt wie oder was die dann im BZ stempeln. Den Brief erhielt ich heute, hier ist er:



Noch Fragen?

Ja sicher, jede Menge, aber mit der Beantwortung wird es wohl schwierig.

Mein Fazit, bei der heutigen DPAG muss man auf alles gefasst sein. Langsam könnte ich schon ein Buch dazu schreiben! :-)

Viele Grüße,
Peter
 
mumpipuck Am: 10.07.2017 16:39:04 Gelesen: 331# 26 @  
@ jmh67 [#21]

Zumindest wenn die EDV ausfällt, wird der Tagesstempel für die Quittungen gebraucht.

Es gibt auch einige "Basisdienstleistungen"-Filialen, die überhaupt gar keine EDV haben, in meinem Sammelgebiet z.B. 21037 Hamburg-Kirchwerder 821 und 21037 Hamburg 824 (Ochsenwerder-Tatenberg). Hier erhält man den Stempel planmäßig "wie früher" auf der Einschreibquittung, Paketquittung etc. Die Sendungen werden allerdings nicht damit gestempelt.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
Richard Am: 10.07.2017 18:34:11 Gelesen: 304# 27 @  
Überschrift wunschgemäss geändert von "Ortsstempel Postfilialen werden durch Briefzentrumsstempel ersetzt" in "Werden Ortsstempel in Postfilialen durch Briefzentrumsstempel ersetzt ?"
 
DL8AAM Am: 10.07.2017 18:47:55 Gelesen: 295# 28 @  
Beim "Postamt" im Flughafen Frankfurt a/M hatte ich mir früher vor dem Abflug immer eine "Gefälligkeitsentwertung" in ein unliniertes Schulheft geben lassen, und dann im Be-Reiseland in jedem Postamt auf dem Weg einen weiteren. Ein nettes Souvenir.

Dieses mal sagte man mir, dass sie den Tagesstempel nur noch für interne Dinge nutzen dürften. Briefmarken werden (dürfen) damit grundsätzlich nicht mehr entwertet (werden), ebenso wie für sonstige Kundenbelege. Zitat "Es sei mit sowas zu viel Betrug und Schindluder getrieben worden" und "Poststempel gäbe es nur noch gegen eine Gebühr im Philatelieshop in Frankfurt". Gut bei Abschlägen auf ansonsten weissen DIN A4-Blättern, kann ich mir am Flughafen u.U. noch von bösen, schmuggelnden Reisenden mit portablen Druckern vor Ort ge"fakte" Ausfuhrpapiere (mit Steuermarken) zur Vorlage im Ankunftsland denken, aber nein, auch nicht wirklich - also, was soll das?

Thomas
 
EdgarR Am: 10.07.2017 22:09:13 Gelesen: 241# 29 @  
@ DL8AAM [#28]

Also prinzipiell: in den letzten 2, 3 Jahren habe ich schon viele phantasievolle Abwimmelsprüche gehört. In sich logisch und rational nachvollziehbar war keiner davon.

Also, was bleibt:

a) Es scheint wohl eine mehr oder weniger öffiziöse Anweisung zu geben, vor Ort nicht mehr zu stempeln. Wobei die Auslegung der Anweisung - ihre Existenz einfach mal unterstellt - (derzeit noch) ziemlich weitgehend im Belieben der Leute vor Ort zu sein scheint.

b) Der Grund für diese Anweisung - wenn es sie denn wirklich gibt! - ist rational nicht nachvollziehbar: weder macht die "Arbeitsersparnis", außer in extremen Fällen mit unterbesetzter Filiale und großem Andrang zu den Rentenzahltagen und vor Weihnachten, realiter Zählbares aus, noch wird der Arbeitsablauf in den Bz dadurch meßbar größer.

c) Bleibt also nur die Schlussfolgerung, dass "man" - wer immer "man" auch ist... - die Tagesstempel letztlich ganz aus dem Postbetrieb entfernen will. Was insofern Sinn macht, als die quasi beurkundende Funktion, die diese Stempel (jetzt hätte ich fast geschrieben: zu Kaisers Zeiten...) bei der weiland Behördenpost einst hatten, im durchrationalisierten, "verschlankten" Franchisebetrieb Post AG einfach nicht mehr zu gewährleisten ist.

d) Damit ist absehbar, dass solche Sonderfunktionen wie Post-Ident-Beurkundungen u. dergl. entweder in Bälde auch anders, also "stempellos", geregelt - oder aber aufgegeben werden. Umsatz und Deckungsbeitrag dürften sie sowieso kaum bringen.

Der gemeine Wald- und Wiesenphilatelist kann sich folglich darauf einstellen, dass so wie heute schon in manchen anderen Ländern die Entwerterei von Marken im Alltagsbetrieb eher rustikal in den Bz gehandhabt oder auch durch Einführung von Marken oder auch markenähnlichen Labeln mit Individualkodierung mit intrinsischen Eigenschaften, die eine illegale Zweitbenutzung mindestens zu zeitaufwendig oder aber durch bombenfesten Kleber, Sicherheitsdurchstechung oder andere bei Ablösungsversuch zur Zerstörung der Marke führenden Merkmalen überflüssig wird.

Das erscheint mir, wie gesagt, sehr plausibel - weil es eben in ausländischen Postgesellschaften schon genau so angewendet wird.

Unbenommen dürfte es durchaus weiterhin allerlei phantasievolle Sonderstempelei geben, weil die Philatelisten das nachfragen und gut bezahlen - möglicherweise allerdings auch nur noch ohne das Prädikat "echt gelaufen"... Kartonphilatelie auch bei Stempels, gewissermaßen...

Wie sagte "der Kaiser" in solchen Fällen: "schau mer mal, dann sehn mr scho."

Phile Grüße
EdgarR
 
uli Am: 11.07.2017 11:03:56 Gelesen: 200# 30 @  
@ Heinz 1 [#24]

"Dann muss diese Sendung auf jeden Fall gestempelt werden"

Rechtlich wichtig ist allein der Einlieferungsbeleg und den bekommt man ausgedruckt. In "meinen" Postfilialen werden Einschreiben schon lange nicht mehr gestempelt.

Gruß
Uli
 
EdgarR Am: 14.07.2017 19:59:51 Gelesen: 123# 31 @  
@ EdgarR [#29]

Allerdings: ich habe bisher noch bei keiner Postfiliale und auch noch bei keiner Postagentur ("Zumwinkelchen") das, naja, Bauchgefühl gehabt, dass sie - wenn sie wirklich nicht stempeln wollten - "von oben" dazu angehalten worden waren.



ich denke nach wie vor, dass es sich in Wirklichkeit um Abwimmelsprüche handelt.



Und, mal unter uns: Wenn der Laden voll ist, würde ich auch abwimmeln. Und wenn der Laden gerade leer ist und abgewimmelt wird; wer weiß denn, ob der-/diejenige welche nicht gerade einen besch***enen Tag hatte, oder von Natur aus eher ungefällig ist?

Und wenn man gesprächsweise hört, welche "güldenen Berge" sich die Postagentur-Halter mit der Post AG verdienen - wer von uns würde denn quasi für Gotteslohn was extra tun?

Phile Grüße
EdgarR
 

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