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Thema: Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 339 Beiträge:
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diva Am: 29.05.2014 12:12:32 Gelesen: 86193# 165 @  
Hallo und guten Tag,

habe hier einen Feldpostbrief 1. Weltkrieg gefunden, kann mir jemand bei der Zuordnung helfen?

Danke im voraus, Diva


 
Postgeschichte Am: 30.05.2014 07:54:23 Gelesen: 86129# 166 @  
@ diva [#165]

Hallo Diva,

es handelt sich um ein sogenanntes "Feldpostpäckchen" (Feldpostbriefe mit einem Gewicht von über 250 - 550 g), das per Einschreiben aus dem Generalgouvernement Warschau nach Exin gesandt wurde und portogerecht (Briefgebühr 20 Pf + 20 Pf Einschreibgebühr) frankiert wurde.

Herzlichen Glückwunsch.

Gruß
Manfred
 
diva Am: 30.05.2014 19:23:06 Gelesen: 86059# 167 @  
@ Postgeschichte [#166]

Hallo Manfred,

vielen Dank für die schnelle Antwort und Aufklärung. Dein Glückwunsch ist angekommen, auch dafür vielen Dank.

Gruß Diva
 
vals59 Am: 31.05.2014 10:59:50 Gelesen: 85965# 168 @  
@ Altmerker [#163]

Hallo Uwe,

Deine Karte kommt aus einem in Le Quesnoy gelegten Etappenlazarett her (20 Km im Südlich von Valenciennes). Es gibt eine andere Gemeinde in Department Nord die sich Quesnoy-sur-Deule nahe Lille nennt.

Die Feldpoststation 45 war die Feldpostanstalt der Etappeninspektion der 2. Armee. Bis zu Mitte April fand sich diese Feldpoststation in St Quentin. Sie ist nach Valenciennes mit der Etappeninspektion 2. am 18. April 1917 umgezogen. Hier ein Wertbrief, der in Feldpoststation 45 im Mai 1918 postiert wurde. Die 20 Pf entsprechen dem Porto eines Wertbriefes über 50 g und bis zu 300 M.

Grüsse aus Frankreich.
Emmanuel.


 
Altmerker Am: 31.05.2014 11:30:42 Gelesen: 85961# 169 @  
@ vals59 [#168]

Danke für die kompetente Information!

Gruß
Uwe
 
vals59 Am: 31.05.2014 11:38:57 Gelesen: 85957# 170 @  
@ Postgeschichte [#166]

Hallo Manfred,

dieser Brief scheint klein zu sein, um zwischen 250 und 500 g gelastet zu haben. Andererseits, eingeschriebene Feldpostbriefe waren nicht zugelassen. Jedoch ab 5. Juni 1917, im Generalgouvernement Warschau (laut Handbuch „Die deutsche Feldpost im ersten Weltkrieg“, Seite 114), war es möglich, geschriebene geschlossene private Briefe zu senden. Diese Briefe sollten unbedingt einen Truppenstempel tragen. Diese gingen durch den Postüberwachungsstellen nicht und waren gebührenpflichtig. Hier, 20 Pf für 20 g und 20 Pf für die Einschreibgebühren. Wäre es möglich, daß er einer dieser Briefe ist?

Viele Grüsse.
Emmanuel.
 
Sachsendreier53 Am: 14.06.2014 13:15:44 Gelesen: 85049# 171 @  
Feldpostkarte / Humorkarte, Rheinischer Humor im Westen, "Die Hochzeit im Felde vor Verdun". Die Karte ist am 15.2.1916 von der K.D.Feldpoststation Nr.101 abgestempelt und mit dem Kontrollstempel, Brief-Kontrolle Armierungs-Bataillon 97 10.Komp. versehen, nach Lampersdorf /Sa. gesandt worden.



mit Sammlergruß,
Claus
 
volkimal Am: 02.09.2014 18:17:06 Gelesen: 80464# 172 @  
Hallo zusammen,

dieser Einschreibebrief an den Bruder meines Großvaters gibt mir einige Rätsel auf.





Im Beitrag [#170] heißt es "Eingeschriebene Feldpostbriefe waren nicht zugelassen". Dazu würde passen, dass das Wort "Feldpostbrief" durchgestrichen ist.

Wenn es aber kein Feldpostbrief ist, wieso ist der Brief dann nicht frankiert?

Andererseits trägt der Brief einen Einschreibezettel der Feldpostexpedition..., den Feldpoststempel der 4. Inf. Div. und einen Briefstempel (diesen habe ich zum Zeigen etwas deutlicher herausgeholt). Ist es also doch ein Feldpostbrief?

Wenn eingeschriebene Feldpostbriefe waren nicht zugelassen waren - wieso gibt es dann solche Einschreibezettel? Bzw. wer kann sagen, in welchem Fall Einschreibebriefe bei der Feldpost zugelassen waren?

Wer von Euch kann Licht in das Dunkel bringen? Ich bin auf Eure Antworten gespannt.

Viele Grüße
Volkmar
 
filunski Am: 02.09.2014 18:43:55 Gelesen: 80456# 173 @  
@ volkimal [#172]

Hallo Volkmar,

die Aussage "Eingeschriebene Feldpostbriefe waren nicht zugelassen" ist so nicht ganz richtig. Dies gilt nur für Privatangelegenheiten, in Heeresdienstangelegenheiten waren Einschreiben durchaus möglich, wozu dann auch die entsprechenden Einschreibezettel! Diese waren dann auch gebührenfrei.

Zum Nachlesen hier ein Auszug aus dem Werk "Geschichte der deutschen Feldpost im Kriege 1914/18" von Karl Schracke (Berlin 1921):



Schöne Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 02.09.2014 20:41:32 Gelesen: 80429# 174 @  
@ filunski [#173]

Hallo Peter,

vielen dank für die Info. Dann dürfte es also eine eingeschriebene Heeresdienstangelegenheit gewesen sein. Bleibt die Frage, weshalb das Wort "Feldpostbrief" durchgestrichen wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
Marcel Am: 13.09.2014 21:08:00 Gelesen: 79801# 175 @  
Ein Stempel der Ortskommandantur Clercken unscheinbar unter dem Feldpoststempel der 19.Landwehr-Division auf einer Karte vom 28.11.1916 - gelaufen nach Eichicht im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Clercken (Klerken) ist ein Ortsteil von Houthulst in der Region Flandern. Die Karte selbst wurde 2 Tage zuvor in Ostende gekauft und zwar auf dem Platz vor der gezeigten St.-Petrus-und-Paulus-Kirche (so steht es geschrieben).





schöne Grüße
Marcel
 
Cantus Am: 16.09.2014 00:54:39 Gelesen: 79685# 176 @  
Ich zeige euch heute eine Karte, die am 24.2.1916 per Feldpost von Edewecht [1] an den Gefreiten Gustav Voigt im Cellelager in Hannover geschickt worden war.





[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Edewecht#Erster_Weltkrieg_und_Weimarer_Republik

Viele Grüße
Ingo
 
Sachsendreier53 Am: 16.09.2014 13:59:47 Gelesen: 79656# 177 @  
Undatierte Feldpostkarte mit Ansicht des Denkmals des 8.Jäger-Bataillons in der Schlucht bei GRAVELOTTE. Rückseitig der Kreisstempel der JADGFLIEGER-ABTEILUNG Nr.20





Feldpostkarte vom 17.7.1917 aus Galizien mit Ansicht eines Fliegergrabes auf dem Heldenfriedhof DROHOBYCZ. Mit Brief-Stempel - Feldrekrutendepot 1 Südarmee 5.Kompanie

mit Sammlergruß,
Claus
 
axelotto Am: 18.09.2014 17:38:26 Gelesen: 79525# 178 @  
Frage an die Experten,

wer kann mir etwas über diesen Beleg und Stempel etwas sagen. Der Stempel ist bei Büttner nicht als solcher nicht registriert worden.



Dazu der ganze Beleg der zweimal verwendet wurde.



Warum wurde "Feldpostanweisungen für ...... in Berlin" gestrichen? Ich gehe davon aus das Postanweisungen "gesammelt" nach Berlin geschickt wurden und dort in der Sammelstelle entnommen und weitergeleitet wurden. Normalerweise wurde der Umschlag dann entsorgt, das die Seltenheit oder nicht Bekanntheit des Stempels erklären könnte. Hier wurde der Umschlag aufgeschnitten und die Innenseite wieder verwendet.

Richtig ?

Gruß Axel
 
dingo Am: 19.09.2014 09:39:22 Gelesen: 79481# 179 @  
Hallo,

habe mich noch nicht mit der Feldpost WK I beschäftigt. Würde mich freuen, wenn mir jemand die Unterschiede zwischen Feldpostbrief und Soldatenbrief (Stempel) erklären könnte, falls ein Unterschied besteht. Im voraus meinen Dank.

Gruß Dingo




 
Cantus Am: 20.09.2014 13:58:02 Gelesen: 79382# 180 @  
@ dingo [#179]

Hallo Dingo,

schau mal hier:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5061&CP=0&F=1

Ich bin zwar kein Fachmann für das Thema, denke aber, dass deine beiden Belege entsprechend zu würdigen sind.

Viele Grüße
Ingo
 
filunski Am: 20.09.2014 14:22:39 Gelesen: 79378# 181 @  
@ axelotto [#178]

Hallo Axel,

dein gezeigter Stempel der Feldpostanweisungsstelle Berlin fällt unter sogenannte sonstige Feldposteinrichtungen/Posteinrichtungen. Diese Feldpostanweisungsstelle bestand in Berlin bis zum 4.5.1915 und war zuständig für Postanweisungen aus dem Reichsgebiet (außer Bayern), für jede Behörde oder Truppenteil, bei der diese Überweisungslisten eingetragen wurden. [1]

Beste Grüße,
Peter

[1] Stempelhandbuch der Deutschen Feldpost im Ersten Weltkrieg 1914-1918 von H. Borlinghaus/Arge Deutsche Feldpost 1914-1918
 
dingo Am: 20.09.2014 16:30:30 Gelesen: 79365# 182 @  
@ Cantus [#180]

Hallo Ingo!

Recht vielen Dank für Deine Antwort und freue mich, das ich hier im Forum überhaupt eine bekommen habe. Bei einer Antwort erfolgt meistens eine Gegenfrage. Vorab, möchte nicht noch einmal solche Probleme wie mit – Ganzsachen Australien – ausstehen.

Ich war in den von Dir vorgeschlagenen Seite drinnen und habe diese mit großer Interesse gelesen. Bin nun etwas schlauer als vorher, aber suche immer noch eine Antwort auf dem 2. Brief. Hier wird der - Soldatenbrief/ Karte – sowie die - Eigene Angelegenheit des Empfängers – in der Friedenszeit definiert. So habe ich es verstanden. - Eigene Angelegenheit des Empfängers – sind aber auch in Kriegszeiten der private Postverkehr. Auch konnte ich fast ausschließlich Ortsstempel erkennen, wie es reichswolf ausführlich beschrieben hat. Was mich sehr irritiert bei meinen Brief 2, ist das Datum 13.11.17 (Kriegszeit) und im Stempel – Feldpost – (nicht komplett zu lesen ).

Jetzt meine Frage: wenn es ein Feldpost ist, warum dann der Stempel Soldatenpost ? Hier suche ich nun eine Antwort, ob Hahn oder Huhn. Hoffe Du kannst mir helfen, oder jemand findet sich und kann mir meine Frage genauer beantworten. Sehr oft ist es eine Einfache Erklärung.

Viele Grüß Ingomar
 
axelotto Am: 20.09.2014 18:45:58 Gelesen: 79352# 183 @  
@ filunski [#181]

Hallo Peter,

vielen Dank für Antwort, nun bin ich etwas schlauer, auch wenn es nicht mein Gebiet ist.

Na, Berlin und Bayern waren schon immer etwas besonderes. (:-)

Gruß Axel
 
filunski Am: 20.09.2014 18:54:50 Gelesen: 79345# 184 @  
@ axelotto [#183]

Na, Berlin und Bayern waren schon immer etwas besonderes. (:-)

Hallo Axel,

das ist wohl wahr (bis heute noch, :-)) aber mal wieder ernst. Es gab zwar seit 1871 ein "Deutsches Reich", unter preussischer Führung, ;-) aber noch viele einzelstaatliche Eigenheiten. Bayern hatte so ja noch bis nach dem Ende des Ersten Weltkrieges eine eigenen Posthoheit und auch, insbesondere während des Ersten Weltkrieges, eine eigene "Königlich Bayerische Armee", auch wenn die Truppenteile mit zunehmendem Kriegsverlauf immer mehr vermischt wurden. Daher erklärt sich wohl auch die Ausnahme bei den Feldpostanweisungen.

Beste Grüße,
Peter
 
vals59 Am: 21.09.2014 10:57:18 Gelesen: 79294# 185 @  
@ dingo [#179]

Hallo Dingo,

ich bin kein großer Experte in deutschen Sprache, aber ich denke, daß es kein Unterschied zwischen "Feldpostbrief" und "Soldaten Brief" gibt. Auf Deinem ersten Brief kannst Du das " S.B. / I. B. 18 bay. J. R " Truppenstempel sehen. Die Abkürzung " S.B. " bedeutet "Soldaten Brief".

Die Wortlaute der Truppenstempel waren von einem Stempel zu anderem sehr unterschiedlich aber man trifft oft:

- „S.B“. + Truppenteil Name
- „Soldatenbrief“ + Truppenteil Name
- „Briefstempel“ + Truppenteil Name
- „Feldpostadresse der Absender“ + Truppenteil Name

Obwohl sie keinen Poststatus haben, sollten diese Stempel auf der Post erscheinen. An Stelle, konnte der Soldat seine Feldpostadresse schreiben.

Das Feldpoststempel Deines zweiten Briefes wurde gemäss der Verfügung n ° 54 vom 16. Januar 1917 (für den 15. Februar verwendbar) ausgestanzt. Ab 15. Februar sollten Feldpostanstalten nur durch eine Feldpostnummer identifiziert sein. In den Feldpostadressen durften Soldaten Informationen erscheinen nicht mehr lassen, die mit Kriegsschauplätzen, mit Zugehörigkeit zu Armeen, Armeegruppen, Armeeabteilungen, Armeekorps, Division oder Brigade verbunden sind.

Grüsse aus Frankreich.
Emmanuel.
 
dingo Am: 21.09.2014 13:58:11 Gelesen: 79279# 186 @  
@ vals59 [#185]

Hallo Emmanuel,

vielen Dank für Deine Antwort. Langsam verstehe ich es, obwohl in einem anderen Thema die – Soldatenbriefe/Karten – als in der Friedenszeit verwendete Soldatenpost bezeichnet werden. Ob Feldpostbrief oder Soldatenbrief, keinen Unterschied, wenn ein Feldpoststempel vorhanden ist.

Gruß Dingo

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5061&CP=0&F=1
 
BD Am: 21.09.2014 14:51:26 Gelesen: 79271# 187 @  
Hallo Ingomar,

eine Feldpost gab es nur bei Mobilmachung. In Friedenszeiten gab es Portofreiheiten oder Portoermäßigungen nur in Richtung Heimat - Armeeangehöriger, niemals Armeeangehöriger - Heimat (Familie).

Kennzeichnung: Soldatenbrief Eigene Angelegenheit des Empfängers


 
kalle67 Am: 21.09.2014 15:05:14 Gelesen: 79269# 188 @  
Hallo,

anbei eine Panoramakarte aus dem 1.Weltkrieg.

Das zerschossene Dorf St. Marie-a-Py in Frankreich.

Die Karte trägt weder Marke noch Stempel, aber Erich hat am 27.09.1916 eine Nachricht hinterlassen.



Gruß
kalle
 
BD Am: 21.09.2014 15:13:27 Gelesen: 79264# 189 @  
Mobilmachung = Feldpost

Post Heimat-Armeeangehöriger
Kennzeichnung: Feldpostkarte; Feldpostbrief oder Feldpost
alte Kennzeichnung Soldatenbrief Eigene Angelegenheit des Empfängers wurde nicht beanstandet.
Die Post wurde in der Heimat bei den normalen Postämtern aufgegeben, sie tragen somit auch keinen Feldpoststempel.

Post Armeeanghöriger - Heimat

Kennzeichnung eigentlich Feldpost, aber auch Soldatenbrief kommt vor.
Bedingung war ein Truppenstempel(Formationstempel), der den Absender als ein Mitglied der jeweiligen militärischen Formation legimitierte und somit sicherstellte, das die Karte oder der Brief am Feldpostverkehr teilnehmen
durfte( Portofreiheit). Es gab mehr als 500000 Formationstempel, da es keine feste Norm gab waren sie sehr unterschiedlich. Das Sammeln von Belegen der Armeeangehörigen an der Front oder in der Etape und deren Versendung in Richtung Heimat war Sache der Feldpost, deshalb bis auf wenige Ausnahmen Feldpoststempel.

Beste Grüße Bernd
 

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