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Thema: Neuheiten aus Österreich
Das Thema hat 512 Beiträge:
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Brigitte Am: 06.08.2014 07:04:00 Gelesen: 229587# 388 @  
Sondermarke „Tag der Briefmarke 2014”

Das Sujet der diesjährigen Sondermarke zum Tag der Briefmarke ist der Marktgemeinde Rankweil in Vorarlberg gewidmet. Der berühmte und geschichtsträchtige Wallfahrtsort zieht mit seinen einmaligen Naturschauplätzen und einem reichhaltigen kulturellen Angebot nicht nur Pilger und Gläubige an.

Im äußersten Westen Österreichs, nahe der Grenze zur Schweiz und zu Liechtenstein, liegt die beschauliche Gemeinde, sanft eingebettet zwischen dem Rheintal und hügeligem Waldgebiet. Schon zu Römerzeiten hatte „Vinomna“ als wichtiger Verkehrsknotenpunkt große Bedeutung, wovon das Freilichtmuseum „Villa Rustica“ heute noch zu erzählen weiß; im Mittelalter erlangte Rankweil als religiöses Zentrum große Bekanntheit. Ziel der Pilgernden ist seit jeher die Pfarr- und Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Mariä Heimsuchung, die auf dem Liebfrauenberg fürsorglich über die Gemeinde wacht und deren Anfänge als Kirchenburg bereits um 700 n. Chr. zu finden sind. Die berühmte Loretokapelle, die das Gnadenbild von Rankweil beherbergt, wurde von 1657 bis 1658 vom barocken Baumeister Michael Beer errichtet.

Die Liebfrauenbergkirche wurde im Jahr 1985 zur Basilica minor erhoben und bringt der Ortschaft, durch die zudem der österreichische Jakobsweg verläuft, jährlich unzählige Gäste.

Die Gemeinde Rankweil erstreckt sich über 22 Quadratkilometer und beheimatet rund 12.000 Einwohner. Sie hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und achtet insbesondere auf Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger – allein am historischen Mühlbach sind zehn Wasserkraftwerke in Betrieb. Die hiesige kulturelle Vielfalt bietet für jede Altersgruppe attraktive Veranstaltungen – ob die große „Rankler Kilbi“ im Spätsommer, das Ferienprogramm „Rankweiler Sommer“, das Gartenfestival „Querbeet“, das Kellerfest, der Herbstmarkt oder der bunte Faschingsumzug im Februar. Nicht wegzudenken aus der Vorarlberger Kunstszene ist das Alte Kino Rankweil, das eine Bühne für Musik und Theater, aber auch Film und Kleinkunst bietet. Für das leibliche Wohl sorgen die örtlichen Gasthäuser, die mit ihrer gutbürgerlichen Küche eine lange und große Tradition pflegen.

Aufgrund der dichten Besiedelung des Rheintals stellt das zu einem Drittel bewaldete Rankweil eine Oase für Naturliebhaber dar. Malerische Ausflugsziele wie die Üble Schlucht, die Frutzauen oder der Hohe Sattel versprechen reizvolle Wanderungen, das angrenzende Naturschutzgebiet Bangs-Matschels bietet vor allem mit seinen ökologisch kostbaren Streuwiesen vielen Pflanzen- und Tierarten eine Heimat: Ende Mai, wenn sich die Blüten der seltenen Sibirischen Schwertlilien entfalten, verwandeln sich die Wiesen in ein blauviolettes Blumenmeer und sorgen für unvergessliche Eindrücke.

Das Motiv der Sondermarke zeigt im Vordergrund die zarten Sibirischen Schwertlilien, im Hintergrund thront die prachtvolle Basilika von Rankweil.





Nennwert: EUR 2,82 + 1,41
Ausgabetag: 26.9.2014
Markengröße: 42 x 32,25 mm
Entwurf: Hannes Margreiter
Druck: ANY Security Printing Company PLC. Offsetdruck
Auflage: 600.000 Marken in Kleinbögen zu 6 Stück
MiNr. 3159
 
Brigitte Am: 08.08.2014 07:09:00 Gelesen: 229220# 389 @  
Sondermarke “Der Fußacher Bote”

Sie beförderten über Jahrhunderte Personen, kostbare Waren und Briefpost von Lindau nach Mailand und bildeten die erste postalische Verbindung auf dieser wichtigen Handelsstrecke. Österreich, Deutschland, die Schweiz und Liechtenstein würdigen daher in einer gemeinsamen Aktion die Fußacher Boten mit jeweils eigenen Postwertzeichen.

Um den Fernhandel der blühenden Handelsstädte Lindau und Mailand zu ermöglichen, wurde von den betreffenden Kaufmannschaften ein Botendienst ins Leben gerufen. Mit der Überstellung der Sendungen wurden vornehmlich die Familien Spehler und Vis (später Weiss) aus Fußach, einem wichtigen Warenumschlagplatz am südlichen Ufer des Bodensees, betraut; eine hiesige Faktorei sorgte für die Logistik sowie die Kontrolle der Sendungen und Boten. Die erste gesicherte Botenfahrt ist mit 1440 datiert, regelmäßig geführt wurden die Dienste jedoch erst später. Die Fußacher Boten, auch Lindauer oder Mailänder Boten genannt, waren Strackfuhrleute – im Gegensatz zu Kaufleuten reisten sie mit Frachtbriefen und mussten ihre Waren nicht an den Grenzen abladen, vielmehr durften sie auf ihrer Weiterfahrt nicht behindert werden.

Die beschwerliche Route der Boten führte per Schiff von Lindau nach Fußach, anschließend ging es mit Pferd oder Kutsche durch das Rheintal. An der Via Mala, der berüchtigten Schlucht im Schweizer Kanton Graubünden, begann das eigentliche Abenteuer der Fußacher Boten. Auf dem Pferd oder zu Fuß bestritten die schwindelfreien und trittsicheren Kuriere diesen Abschnitt, um anschließend den auf einer Höhe von 2.115 Metern liegenden Splügenpass zu überqueren. Die letzte Etappe der Strecke bildete der Comer See, bevor die Kuriere endlich ihr Ziel erreichten und in der Osteria „Dei Tre Re“ nahe des Mailänder Doms ihr Quartier bezogen. Nur zwei Tage später traten die Boten mit neuer Ladung den Rückweg an.

Einmal wöchentlich unternahm der Fußacher Bote seine über 325 Kilometer lange Reise, die je nach Wetterlage zwischen fünf und elf Tage oder mehr in Anspruch nahm. Bei aller Beschwerlichkeit war dennoch Pünktlichkeit von hoher Wichtigkeit, warteten doch in Lindau wie in Mailand oft Anschlussboten auf die Postsendungen.

Ab dem späten 17. Jahrhundert nahmen vermehrt Reisende die Dienste der Fußacher Boten in Anspruch, da der Weg durch die Alpen einerseits schwierig zu bestreiten und andererseits auch schwierig auszumachen war. 1788 geleiteten sie etwa Johann Wolfgang von Goethe von seiner ersten Italienreise sicher zurück an den Bodensee.

1826 wurde der Botendienst von Lindau nach Mailand eingestellt. Die Fußacher Faktorei, die mittlerweile unter dem Namen „Gebrüder Weiss“ firmierte, zog nach Bregenz und führte von dort das Speditionsgeschäft äußerst erfolgreich weiter.

Das Motiv der Sondermarke zeigt eine historische Karte von Aegidio Tschudo, in der die waghalsige Route über die Alpen rot eingezeichnet ist; bemerkenswert ist, dass der Süden auf der Karte oben liegt.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 27.9.2014
Markengröße: 32,25 x 42 mm
Grafikentwurf: Michael Rosenfeld
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH, Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 235.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3160
 
Brigitte Am: 22.09.2014 07:00:00 Gelesen: 221584# 390 @  
Sondermarke „150 Jahre Gremium der Wiener Kaufmannschaft“

Aus Anlass des 150-jährigen Bestehens des „Gremiums der Wiener Kaufmannschaft“, das am 24. Dezember 1863 gegründet wurde, würdigt die Österreichische Post diese Vereinigung mit einer Sondermarke.

Mit dem „Privilegium minus“ wurde Österreich 1156 zum selbstständigen Herzogtum erhoben und damit unabhängig vom Herzogtum Bayern. Herzog Heinrich Jasomirgott verlegte seine Residenz daraufhin nach Wien und begründete so die politische und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt. 1221 wurde der Stadt Wien das Stadt- und Stapelrecht verliehen, damit mussten durchreisende Kaufleute ihre Waren einige Zeit lang in der Stadt feilbieten, und die Stellung Wiens als bedeutender internationaler Handelsplatz wurde weiter gestärkt. Im 17. und 18. Jahrhundert begannen die Kaufleute, sich zusammenzuschließen: Zuerst unter dem Namen „Bruderschaft der Handelsleute und Krämer“, später als „Brüderschaft der bürgerlichen Handelsleute“ sowie als „Gremium des k. k. privilegierten und bürgerlichen Handelsstandes“. Am 24. Dezember 1863 wurde daraus schließlich eine Genossenschaft mit der Bezeichnung „Gremium der Wiener Kaufmannschaft“ mit dem Zweck, ihre Mitglieder in sozialen Angelegenheiten zu unterstützen – so wurden etwa im Laufe der Zeit Krankenhäuser und Waisenhäuser errichtet.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte eine Neuorganisation der Interessenvertretung: Mit dem Handelskammergesetz 1946 wurde das Gremium der Wiener Kaufmannschaft als Interessensvertretung der Handelstreibenden in die „Sektion Handel der Kammer der Gewerblichen Wirtschaft für Wien“ in der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien eingegliedert. Die 25 Landesgremien der Sparte Handel sind im historischen Haus der Wiener Kaufmannschaft am Schwarzenbergplatz untergebracht.

Aus dem ehemaligen Gremium wurde der „Fonds der Wiener Kaufmannschaft“, eine Non-Profit-Organisation, die Wohlfahrts- und Bildungseinrichtungen betreibt, darunter Handelsschulen und -akademien, die in der Dachorganisation „Vienna Business School“ zusammengefasst sind, und Seniorenwohnanlagen wie etwa die „Park Residenz Döbling“. Das Sujet der Sondermarke zum Jubiläum zeigt als Hauptmotiv einen Hermeskopf – wie er auch an der Fassade des Hauses der Wiener Kaufmannschaft zu sehen ist – mit geflügeltem Helm und darunter zwei Schlangen, die sich um den Hermesstab winden.

Hermes ist in der griechischen Mythologie der Götterbote sowie der Schutzgott der Reisenden und Kaufleute. Seinem Stab wurden Zauberkräfte zugesprochen – eine Berührung damit sollte zu angenehmen Träumen und Reichtum verhelfen. Im Hintergrund der Marke ist die Weltkugel vom Dach des Hauses am Schwarzenbergplatz dargestellt, auf der rechten Seite das historische Wappen des Gremiums: der Hermesstab und ein Anker, die den Handel zu Land und zu Wasser symbolisieren, sowie der Hermeshut.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 1.10.2014
Markengröße: 35 x 35 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3161
 
Brigitte Am: 24.09.2014 07:01:00 Gelesen: 221388# 391 @  
Serie „Moderne Kunst in Österreich“
Sondermarke „Anton Romako – Bildnis Isabella Reisser”

In welch großem Kontrast steht die mondäne Aufmachung dieser Dame der Gesellschaft zu dem irritierenden und nervösen Ausdruck in ihrem Gesicht – ob Isabella Reisser mit diesem Porträt Anton Romakos, das 2014 zum Briefmarkenmotiv der Österreischischen Post avancierte, wohl zufrieden war?

Romako, ein österreichischer Landschafts-, Historien- und Porträtmaler, der 1832 nahe Wien als unehelicher Sohn eines Fabrikanten geboren wurde und dem Ferdinand Georg Waldmüller während des Studiums an der Wiener Akademie jegliches Talent absprach, machte sich zuerst im Ausland einen Namen. In Österreich blieb er stets umstritten und wurde vor allem für seine psychologischen Schilderungen gleichermaßen verehrt wie kritisiert. Romako stellte sich gegen die Vorherrschaft der Malerei des schönen Scheins im Stile Hans Makarts, gegen den er allerdings nicht ankam. Während eines langen Aufenthalts in Rom war er ein gefragter Genremaler und porträtierte die führende Gesellschaftsschicht. Als er nach Wien zurückkehrte, fand er hier wenig Anklang. Seine Art und Weise, das Innere des Modells schonungslos bloßzulegen und diesem geheimnisvoll-skurrile Züge zu verleihen, wurde nicht gerne gesehen, ihm wurden exzentrische Übertreibung und nervöse Arbeitsweise vorgeworfen.

Seine frühexpressionistischen Bilder, die oft Unruhe ausstrahlen, entsprachen selten dem Geschmack der Zeitgenossen und waren doch gerade in ihrer Hintergründigkeit ein Wegbereiter der Wiener Moderne. Das Porträt Isabella Reissers wird von manchen als hart an der Grenze zur Karikatur gesehen, die spitznasige Schöne mit der übertrieben dünnen Taille und dem auffälligen Gebiss gleiche einer Figur aus einem Ibsen’schen Drama, heißt es oft.

Romako schuf es 1885 gemeinsam mit einem Bild ihres Gatten Christoph. Dieser war als Direktor jener Druckerei, die die Tageszeitung „Neue Freie Presse“ herstellte, zu Ruhm und Ehre gekommen. Er entwickelte die erste in Österreich gebaute Rotationsdruckmaschine, später auch Falzmaschinen. 1873 richtete er auf der Weltausstellung in Wien den Pavillon der „Neuen Freien Presse“ ein und stellte vor den Augen des Publikums eine Zeitung her. Bald danach gründete er seine eigene Druckerei. Seine Frau Isabella, 1843 in Wien geboren, war es, die diese nach seinem Tod 1892 weiterführte, auch ihre Söhne traten in das nunmehr „Christoph Reissers Söhne“ genannte Unternehmen ein. Isabella und ihre Söhne wurden in dieser Zeit zu k. u. k. Hoflieferanten ernannt. Man zählte stets zu den erstrangigen Druckereien des Landes. Christoph Reisser, der zu zahlreichen Künstlern ein enges Verhältnis hatte, war mit Anton Romako gut befreundet. Die beiden Porträts dürften Auftragswerke gewesen sein. Das „Bildnis Isabella Reisser“ wurde von Reissers Enkel an den Sammler Rudolf Leopold verkauft und gehört heute zur Leopold Museum-Privatstiftung.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 10.10.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus, nach Vorlage von Anton Romako
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 370.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3162
 
Brigitte Am: 26.09.2014 07:07:00 Gelesen: 221187# 392 @  
Sondermarke „Eröffnung Wien Hauptbahnhof”

1.000 Züge sollen künftig täglich hier fahren, 145.000 Menschen befördert werden. Der neue Wiener Hauptbahnhof wird ein Verkehrsknotenpunkt, wie es ihn in Österreich bisher nicht gegeben hat. Die Österreichische Post würdigt dies mit einer Sondermarke.

Mit Dezember 2014 wird er offiziell eröffnet, die Züge von und nach Süden, Norden und Osten fahren ab dann ebenso in den neuen Bahnhof ein wie alle Nacht- und Autoreisezüge. Anstatt wie bisher drei Kopfbahnhöfe wird es künftig in Wien einen modernen Durchgangsbahnhof geben, der einen zeitgemäßen Bahnbetrieb gewährleistet. Die Züge in den Westen und vom Westen kommend werden ein weiteres Jahr über den Westbahnhof abgewickelt, mit Dezember 2015 wird der Hauptbahnhof seine volle Funktion aufnehmen und der Großteil des Fernverkehrs hier Halt machen.

Die Bahnhofshalle, ein markantes Gebäude mit rautenförmigem Dach, ist mit einer Höhe von elf Metern und einer Fläche von 4.200 Quadratmetern ein imposanter Bau, allein in der Halle wurden 1.400 Tonnen Stahl verarbeitet. Zwölf Bahnsteige werden künftig in Betrieb sein. Der neue Hauptbahnhof ist durchgängig barrierefrei benutzbar und 14 Lifte und 29 Rolltreppen sorgen für einfache Fortbewegung. Eine Tiefgarage mit 600 Stellplätzen und drei Fahrradgaragen mit 1.150 Stellplätzen gibt es ebenso wie zwei City-Bike-Stationen und E-Bike-Tankstellen. 14 Kassen, 22 Fahrkartenautomaten, drei Infoschalter, zwei Infopoints, Schließfächer, ein Lost-and-Found-Bereich und eine ÖBB-Lounge mit zu vermietenden Besprechungsräumen vervollständigen die Ausstattung.

Zudem gibt es auch die BahnhofCity mit rund 100 Geschäften und Gastronomiebetrieben. Bäckerei, Supermarkt, Modeanbieter, Parfümerie, Buchgeschäft und viele andere Handelsbetriebe wenden sich nicht nur an die Reisenden. Aber auch ein konsumfreier Wartebereich mit rund 700 Plätzen wurde eingerichtet. Wer sich zurückziehen möchte, hat im „Raum der Stille“ Gelegenheit dazu, dieser kann von allen in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften genutzt werden. Da die Bahnverkehrsfläche künftig nur mehr 50 anstatt wie bisher 109 Hektar beansprucht, entsteht neben dem Bahnhof ein neues Stadtviertel, in dem Lebensraum für 13.000 Menschen, Büroflächen und ein Bildungscampus errichtet werden.

Der neue Hauptbahnhof soll das Bahnreisen erleichtern und verkürzen: Wer etwa von Graz nach Amstetten fährt, muss nur mehr einmal umsteigen anstatt wie bisher zwei oder drei Mal, zudem ist man um fast eine Stunde schneller. Auch der Flughafen Wien wird erstmals an das Fernverkehrsnetz angeschlossen, von Linz über den Hauptbahnhof Wien bis zum Flughafen Wien braucht man mit einer Direktverbindung nur mehr 1 Stunde 47 Minuten.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 10.10.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Foto: Roman Boensch
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3164
 
Brigitte Am: 29.09.2014 07:11:00 Gelesen: 220704# 393 @  
Serie „Eisenbahnen“
Sondermarke „120 Jahre Murtalbahn”

Seit 120 Jahren dampft und schnaubt die Murtalbahn entlang der grünen Mur von Unzmarkt nach Tamsweg. Bereits Kaiser Franz Joseph frequentierte die romantische Schmalspurbahn, um in Murau Gämsen zu jagen – heute bietet die Murtalbahn neben modernem und fahrplanmäßigem Personenverkehr auch nostalgische Ausflugsfahrten und unvergessliche Eindrücke der Obersteiermark und des östlichen Salzburgs. Im Jahr 1892 wurde der Bau einer Bahnstrecke von Unzmarkt nach Mauterndorf vom Steiermärkischen Landtag beschlossen – am 27. August 1893 erfolgte der Spatenstich.

In nur etwas mehr als einem Jahr wurde die Murtalbahn errichtet, die zwölf Stationen, vierzehn Haltestellen und sieben Wasserstationen zur Versorgung der Dampfloks umfasste. Für die Kommunikation der Züge und Bahnhöfe wurden anstelle der damals üblichen Morsetelegrafen erstmals Telefone eingesetzt. Die feierliche Eröffnung der Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 760 Millimetern fand am 8. Oktober 1894 statt.

Zwar verliefen die ersten Jahre nicht so erfolgversprechend wie erhofft, doch schon bald konnte der Güterverkehr, der hauptsächlich aus Holztransporten bestand, gesteigert werden. Auch der Privatreiseverkehr nach Murau nahm deutlich zu. Der Erste Weltkrieg bedeutete einen Einbruch für die Bahn, und auch die Weltwirtschaftskrise sorgte für Rückschläge. Im Zweiten Weltkrieg stieg der Personenverkehr stark an, die Murtalbahn blieb von Kriegsschäden weitgehend verschont. In den 1950er-Jahren kam es zum wirtschaftlichen Aufschwung, und Österreich wurde von einer Motorisierungswelle erfasst. Dies bedeutete große Konkurrenz für die Bahn, die nun ihrerseits ebenfalls mit einigen Erneuerungen und Verbesserungen aufwartete: Bis 1967 wurden etwa die Dampfloks von dieselbetriebenen Zugmaschinen abgelöst. Bereits ein Jahr später besann man sich allerdings der nostalgischen Dampflokomotiven und bot erste Bummelfahrten an, die bis heute fixer Bestandteil des Fahrplans sind. 1969 wurden Amateurlokfahrten eingeführt, die seitdem die Herzen von Eisenbahnfreunden höher schlagen lassen. Seit Beginn der 1970er-Jahre sorgen die Salonwagen „Murtalbar“ und „Steirerbar“ für das leibliche Wohl der Ausflugsgäste.

1982 musste die Teilstrecke Tamsweg–Mauterndorf zwar aufgegeben werden, die Einführung innovativer Schmalspurtriebwagen half der Murtalbahn jedoch, sich gegen den zunehmenden Auto- und Busverkehr durchzusetzen – heute befördert die Murtalbahn auf ihren 65 Kilometern jährlich rund 430.000 Passagiere.

Die auf der Sondermarke präsentierte Dampflok U 11 wurde 1894 bei der Linzer Firma „Krauss & Cie“ hergestellt und ist noch immer voll im Einsatz. Die auch "Mauterndorf“ genannte Lokomotive erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und ist im Besitz der Steiermärkischen Landesbahnen. Die schmalspurigen Dampflokomotiven des Typs „U“ sind aufgrund der leistungsstarken Kessel und ihrer guten Laufeigenschaften die am meisten verbreiteten Österreichs.





Nennwert: EUR 1,45
Ausgabetag: 10.10.2014
Markengröße: 42 x 32,25 mm
Entwurf: Peter Sinawehl
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH, Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3163
 
Brigitte Am: 30.09.2014 07:17:00 Gelesen: 220501# 394 @  
Sondermarke „80. Geburtstag Udo Jürgens”

Udo Jürgens prägt und belebt die deutschsprachige Musikszene seit über sechs Jahrzehnten wie kein anderer: Seine Musik berührt Menschen auf der ganzen Welt und lässt sich nicht in ein einziges Genre wie Schlager oder Chanson einordnen. Er erhielt unzählige Auszeichnungen, bestritt etliche Welttourneen und veröffentlichte bisher über 50 Alben – und ist noch kein bisschen müde. Die Österreichische Post widmet dem vielseitigen Ausnahmekünstler Udo Jürgens zu seinem 80. Geburtstag eine Sondermarke.

Udo Jürgen Bockelmann wurde am 30. September 1934 in Klagenfurt geboren und wuchs im Kärntner Schloss Ottmanach auf. Mit vierzehn Jahren begann er ein Musikstudium am Konservatorium Klagenfurt, Mitte der 1950er-Jahre war der junge Musiker bereits ein gefragter Jazzpianist. 1956 nahm er seinen Künstlernamen Udo Jürgens an. Er komponierte für Größen wie Shirley Bassey, Sammy Davis jr., Gus Backus oder Rex Gildo, doch erst seine dritte Teilnahme am „Eurovision Song Contest“ verhalf Österreich zum ersten Songcontest-Sieg und Udo Jürgens zum internationalen Durchbruch. Der unvergessliche Gewinnersong „Merci Chérie“ war der Beginn einer großartigen Erfolgsgeschichte.

Auch Hits wie „Siebzehn Jahr“, „Griechischer Wein“, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Aber bitte mit Sahne“ und noch viele andere gehören zu den bekanntesten der deutschsprachigen Musik und werden von Generation zu Generation weitergetragen. Seine Tonträger wurden bisher mehr als 100 Millionen Mal verkauft, seine Lieder in mehrere Sprachen übersetzt und von Superstars wie Bing Crosby, Caterina Valente, Sarah Vaughan, René Kollo bis hin zu den Sportfreunden Stiller interpretiert. Er komponierte über 1.000 Lieder, symphonische Musik, Filmmusik und das Musical „Helden, Helden“. Das gänzlich aus seinen Liedern bestehende Musical „Ich war noch niemals in New York“ wurde insgesamt 3.257 Mal aufgeführt. Udo Jürgens spielte vor Millionen Fans – von Südamerika über Kanada, Russland bis nach Japan und Australien. Die von ihm gesungenen Titelmelodien von „Tom & Jerry“ oder „Es war einmal … der Mensch“ kennt jedes Kind der 1980er-Jahre, und auch vor gesellschaftskritischen und kontroversen Themen schreckte Udo Jürgens nicht zurück. Auszeichnungen wie der „Bambi“, der „Deutsche Schallplattenpreis“, der „Echo“, die „Romy“, Goldene und Platinschallplatten – oft mehrfach verliehen – sind Zeichen seiner künstlerischen Größe. Überdies machte er nicht nur hinter seinem Piano stets eine gute Figur, sondern auch vor der Kamera – er wirkte in 14 Filmproduktionen mit.

2007 erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft, behielt aber auch die österreichische. Sein neuestes Album „Mitten im Leben“ erschien im Februar 2014, der Auftakt zur kommenden Tournee wird am 31. Oktober in Stuttgart zelebriert.

Die Sondermarke zeigt den Entertainer Udo Jürgens in seinem Element bei einem seiner zahlreichen Live-Auftritte.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 18.10.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Foto: Dominik Beckmann
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3165
 
Brigitte Am: 02.10.2014 07:12:00 Gelesen: 220095# 395 @  
Serie „Alte Meister“
Sondermarke „Velázquez – Infantin Margarita Teresa in weißem Kleid”

Es lag eine große Last lag auf diesem fünfjährigen, blondgelockten Mädchen – gleich ihrem schweren Kleid. Man kann es ihr förmlich an den großen, ernsten Augen ansehen, dass die Infantin Margarita Teresa von Spanien zum politischen Instrument wurde. Diego Rodriguez de Silva y Velázquez, der berühmte Barock-Porträtmaler, der von 1599 bis 1660 lebte und am Hof Philipps IV. von Spanien beschäftigt war, schuf drei Gemälde der Prinzessin, die durch Heirat mit ihrem Onkel, der gleichzeitig ihr Cousin war, die Verbindungen zwischen der österreichischen und der spanischen Linie der Habsburger festigen und etwaige Erbansprüche außerhabsburgischer Familien hintanhalten sollte.

Das Haus Habsburg war immer schon für sein Talent bekannt, durch Hochzeiten Macht zu sichern oder auszudehnen. „Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate“, war der Leitsatz. Schon früh wurde Margarita Teresa somit dem späteren Kaiser Leopold I. versprochen. An ihn wurden die Gemälde von Velázquez geschickt, damit dieser sich ein Bild von der Entwicklung seiner Braut machen konnte. Porträts für anzubahnende Hochzeiten zu versenden, war zu dieser Zeit sehr üblich. Daher gibt es viele Kinderporträts berühmter Künstler, wollten die Herrscher ihre Nachkommen doch möglichst kunstvoll und in den prächtigsten Gewändern porträtiert wissen. Margarita Teresa wurde 1651 geboren und war der Augapfel ihres Vaters Philipp IV. von Spanien. Sie wurde von ihrem Vater „meine Freude“ genannt.

Dessen erste Ehe hatte keinen Thronfolger hervorgebracht, weshalb er seine Nichte Maria Anna, eine 30 Jahre jüngere österreichische Erzherzogin, heiratete. Von der engen Verwandtschaft erhoffte man sich Kindersegen – die Folge solcher Inzucht waren in Wahrheit aber kränkliche Nachkommen. Margarita Teresas Geschwister starben alle im Kindesalter, bis auf Karl, an dem die Hoffnung für das Weltreich hing. 1666 heiratete Margarita Teresa ihren Onkel, den sie auch weiterhin so nannte und der seit 1658 Kaiser von Österreich war.

Das Motiv dieser Briefmarke, das Gemälde „Infantin Margarita Teresa in weißem Kleid“, entstand um 1656, als Margarita Teresa fünf Jahre alt war. Es gehört zur Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums. Zudem schuf Velázquez unter anderem Porträts von ihr im rosa und im blauen Kleid sowie das berühmte Familienabbild „Las Meninas“, das zu den Highlights des Museo del Prado in Madrid gehört.

Das weiße Kleid auf dem Porträt der Infantin ist horizontal ausladend und mit roten Rosetten und schwarzer Spitze dekoriert, ihre Haare sind mit einer Schleife zusammengebunden, die Hände liegen grazil auf dem Kleid. Margarita Teresa war ein zartes Wesen. Nach der Hochzeit im Alter von 15 Jahren gebar sie sechs Kinder, von denen lediglich die Tochter Maria Antonie das Erwachsenenalter erreichen sollte.

Die vielen Schwangerschaften dürften Margarita Teresa so sehr geschwächt haben, dass sie im Alter von nur 21 Jahren starb. Die Infantin wurde in der Kapuzinergruft
beigesetzt.





Nennwert: EUR 1,45
Ausgabetag: 18.10.2014
Markengröße: 32,25 x 42 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus, nach Vorlage von Velázquez
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH
Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 220.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3166
 
Brigitte Am: 06.10.2014 07:08:00 Gelesen: 218788# 396 @  
Serie „Junge Kunst in Österreich“
Sondermarke „Gelatin”

Das österreichische Künstlerkollektiv Gelatin, ab 2005 auch Gelitin genannt, gibt sich seit Mitte der 1990er-Jahre ausgelassenem künstlerischem Treiben hin. Die Installationen, Gemälde, Skulpturen und Performances begeistern, befremden oder schockieren, unberührt lassen sie jedoch niemanden. Auf der Sondermarke aus der Serie „Junge Kunst in Österreich“ präsentiert die Österreichische Post ein Motiv des Künstlerquartetts, das nicht nur die heimische Kunstszene belebt.

Wolfgang Gantner, Ali Janka, Florian Reither und Tobias Urban lernen einander bereits in ihrer Kindheit auf einem Sommercamp kennen. 1993 beginnen sie, gemeinsam international auszustellen, erstmals präsentieren sie sich unter dem Namen „Les New Petits“ im Wiener WUK. Ihre exzessive Aktionskunst und die Rahmen sprengenden Installationen holen das Absurde und Groteske auf berauschende und trotzdem natürliche Weise in die Wirklichkeit. Damit macht das Kollektiv rasch über sich reden. Auch eine ordentliche Portion Humor sowie ein deutlicher Hang zum Genitalen und Fäkalen kennzeichnen viele ihrer Arbeiten.

Dabei scheut Gelatin auch nicht vor Banalitäten zurück – ihre Schamlosigkeit und ihr Chaos verleihen ihrem Werk oft eine erfrischende Kindlichkeit.

Zu ihren mutigsten Aktionen gehört das im Jahr 2000 realisierte Projekt „The B-Thing“ – Gelatin betritt einen auf das New Yorker World Trade Center selbst montierten Balkon und lässt sich von einem Hubschrauber aus fotografieren.

2001 lassen sie im Rahmen der Biennale in Venedig den österreichischen Pavillon zu einem wuchernden Feuchtgebiet werden. Als sie im Jahr 2003 eine eigene Version des Arc de Triomphe vor dem Salzburger Rupertinum aufstellen, kommt es zu einer Anzeige durch eine politische Partei – schnell wird die überlebensgroße Skulptur eines Mannes, der sich selbst in den Mund uriniert, wieder abgerissen.

Wiederverwendung findet die Skulptur schließlich in der Londoner Gagosian Gallery, die mit unzähligen Gegenständen, Ramsch und Überflutung die Ausstellung „Sweatwat“ beherbergt. Für Aufsehen sorgt auch ein überdimensionaler Kuschelhase, der seit 2005 im italienischen Artesina die Landschaft bereichert und zum Besteigen einlädt – fünf Jahre wurde an dem Kunstprojekt „Hase“ gestrickt. Ihre neueste Schöpfung ziert das Donauufer bei St. Lorenz – die „Wachauer Nase“ ragt vier Meter aus der Erde und lädt nicht nur zum Erkunden ein, sondern bietet auch von ihrer Spitze aus einen hervorragenden Ausblick auf die Donaulandschaft.

Die Sondermarke zeigt eine der vielen ungewöhnlichen Gelatin-Interpretationen der Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Erstmals präsentiert wurde sie im Jahr 2008 in der Einzelausstellung „La Louvre“ im Pariser Musée d’art moderne (MAM). Über ein ganzes Stockwerk wurden mehr als 3.000 Exponate von Gelatin gezeigt – darunter rund zwei Dutzend Mona Lisas.





Nennwert: EUR 1,70
Ausgabetag: 22.10.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: Regina Simon, nach Vorlage von Gelatin
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3168
 
Brigitte Am: 08.10.2014 07:03:00 Gelesen: 218384# 397 @  
Serie „Fotokunst Österreich“
Sondermarke „Ursula Mayer”

Die Fortsetzung der beliebten Briefmarkenserie „Fotokunst Österreich“ würdigt auch heuer wieder eine zeitgenössische Medienkünstlerin: Ursula Mayer – international gefragte Kunstschaffende, die in ihren Gesamtinstallationen aus Videos, Fotografien, Skulpturen sowie Performances eine gestalterische Dichte erzeugt, die den Betrachter einfängt und herausfordert.

Ursula Mayer wurde 1970 in Oberösterreich geboren und besuchte die Akademie der bildenden Künste in Wien. Schon während dieser Zeit verschlug es sie nach London, wo sie am Royal College of Art studierte und später ein Masterstudium am Goldsmiths College absolvierte. 1996 begann Ursula Mayer weltweit auszustellen, ihre Arbeiten wurden bisher unter anderem in Städten wie London, New York, Rom, Paris, Helsinki, Moskau, Berlin oder Wien präsentiert. Neben einigen anderen Auszeichnungen wurde ihr im Jahr 2007 der Msgr.-Otto-Mauer-Preis verliehen, 2011 erhielt sie ein Stipendium des International Studio & Curatorial Program (ISCP) in New York.

Besondere Anerkennung genießen Mayers Filme und Videos. Ein wichtiges Element ihrer Arbeiten sind Wiederholungen traumähnlicher Szenen und Sequenzen, die durch leichte Variationen ständig neue Interpretationen zulassen und so den Zuseher miteinbeziehen und ihn in seiner Rolle bestärken. Durch diese surreal anmutenden Wiederholungen wird auch der klassische Erzählstrang eines Films aufgebrochen; starke Bilder, künstlich arrangierte Szenerien und die scheinbar fehlende Handlung intensivieren die Wirkung ihrer Werke.

Eine weitere signifikante Besonderheit von Ursula Mayers Filmschaffen ist die Beziehung der Charaktere zu den architektonischen Räumen, in denen sich diese bewegen. 2006 entstand der dreiminütige Film „Interiors“, der diese Verbindung besonders hervorhebt. Drehort war das Haus des Architekten Ernö Goldfinger im Londoner Bezirk Hampstead, das vor allem in den 1930er-Jahren als Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle fungierte und heute eine bedeutende Sammlung moderner Kunst beheimatet. „Interiors“ zeigt sich wiederholende Gesten und Interaktionen von zwei einander ähnelnden Frauen unterschiedlichen Alters, die sich in diesem Haus befinden, jedoch niemals aufeinandertreffen. Das Fehlen von Dialogen sowie der sparsame Einsatz von klanglicher Untermalung verstärken die spezielle Atmosphäre des Films.

Das Markenmotiv zeigt einen Ausschnitt von „Interiors“, die vordergründige Skulptur der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth bildet einen zentralen Punkt im Film – sie ist Symbol für die stille Kommunikation zwischen zwei Frauengenerationen und bestimmt durch ihre hypnotische Rotation den Rhythmus und die Bewegungen des Kurzfilms.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 22.10.2014
Markengröße: 42 x 32,25 mm
Grafikentwurf: Regina Simon, nach Vorlage von Ursula Mayer
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3167
 
Brigitte Am: 10.10.2014 07:08:00 Gelesen: 217893# 398 @  
Serie „Zeitgenössische Kunst“
Sondermarke „Peter Weibel”

Zum gestalterischen Instrumentarium des bedeutenden Avantgardekünstlers Peter Weibel gehören Texte, Skulpturen, Videos, Performances, Installationen, Musik und Computertechnologie. Seiner Kunst und der für ihn damit eng verbundenen analytisch-kritischen Haltung lässt er stets couragiert Luft – auch in seiner Position als Kurator, Medientheoretiker und Publizist hält Peter Weibel nicht still. Im Jahr 2014 erhielt er für sein künstlerisches Gesamtwerk den Oskar-Kokoschka-Preis, die Österreichische Post würdigt ihn mit dieser Sondermarke aus der Serie „Zeitgenössische Kunst“.

Peter Weibel kam am 5. März 1944 im ukrainischen Odessa zur Welt und wuchs in Oberösterreich auf. In Paris begann er ein Literaturstudium, 1964 zog er nach Wien, wo er sich für Medizin einschrieb, schließlich aber zur Mathematik wechselte. Zu dieser Zeit bewegte er sich von der experimentellen Literatur hin zur Aktionskunst.

Bald arbeitete er mit Wiener Aktionisten wie Otto Muehl, Günter Brus oder Hermann Nitsch zusammen und wurde durch seine kritische Auseinandersetzung mit Medien und deren Beitrag zur Konstruktion der Wirklichkeit bekannt. Insbesondere die an bzw. gegen die Regierung gerichtete Brandrede „Was tun?“, die er mit brennendem Handschuh an der Universität Wien hielt, machte ihn zu einem wichtigen Vertreter der österreichischen 68er-Bewegung. Mit seiner damaligen Partnerin Valie Export arbeitete er an einem „erweiterten Kino“, das die herkömmlichen filmischen Normen und Regeln dekonstruierte, seine „teleaktionen“ wurden 1972 im ORF im Rahmen der Sendung „Impulse“ ausgestrahlt. In den 1980er-Jahren begann Weibel, sich mit der digitalen Bearbeitung von Videos zu beschäftigen, die 1990er-Jahre ermöglichten ihm erste interaktive Computerinstallationen.

Seit 1976 lehrt Peter Weibel an diversen Hochschulen, darunter an der Wiener Universität für angewandte Kunst, am kanadischen College of Art and Design in Halifax und an der State University of New York. Bis 1994 leitete er das „Institut für Neue Medien“ in der Frankfurter Städelschule, von 1992 bis 1995 war er zudem künstlerischer Leiter der Linzer Ars Electronica, der er bis heute als künstlerischer Berater zur Seite steht. Auch kuratierte er bereits mehrmals den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig (1993 bis 1999), die Neue Galerie am Grazer Joanneum (1992 bis 2011), die Biennale von Sevilla (2008) oder die Moskauer Biennale (2011). Seit 1999 ist er Vorstand des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM). Weibel publizierte bisher zahlreiche Artikel über zeitgenössische Kunst, Medientheorie, Film oder Philosophie und ist wichtiger Repräsentant sowie Gestalter der Medienkunst Europas.

Die Sondermarke zeigt das Sujet des Videos „Peter Weibel Media Poet“, das mit ausgewählten Videomitschnitten von 1967 bis 2009 das vielseitige Werk des Medienkünstlers vorstellt. Neben Performances und Installationen wird auch sein musikalisches Projekt „Hotel Morphila Orchester“ gezeigt.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 25.10.2014
Markengröße: 32,25 x 42 mm
Grafikentwurf: Regina Simon, nach Vorlage von Peter Weibel
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3169
 
Brigitte Am: 13.10.2014 07:08:00 Gelesen: 217241# 399 @  
Sondermarkenblock
„25 Jahre Goldmünze Wiener Philharmoniker”

Einen besonderen Geburtstag feiert heuer die wohl bekannteste Goldmünze des Landes: Der Wiener Philharmoniker in Gold wird 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass gibt die Österreichische Post einen Sondermarkenblock aus, auf dem die Vorder- und die Rückseite eines „Philharmonikers“ zu einer Unze abgebildet sind. Der Wiener Philharmoniker wurde am 10. Oktober 1989 herausgebracht und ist in aller Welt begehrt. Nicht nur, dass er die auflagenstärkste Goldmünze in Europa ist, auch die Japaner lieben die Münze, die sie „Harmony“ nennen. In den USA „Austrian Philharmonic“ genannt, erfreut sich der goldene Wiener Philharmoniker auch dort sehr großer Beliebtheit. So wundert es nicht, dass er bereits vier Mal zur meistverkauften Goldanlagemünze der Welt gekürt wurde – das World Gold Council prämierte ihn diesbezüglich in den Jahren 1992, 1995, 1996 und 2000.

Für das elegante Design zeichnet Thomas Pesendorfer, Chefgraveur der Münze Österreich, verantwortlich: Er verewigte ausgewählte Instrumente des berühmten und traditionsreichen heimischen Orchesters und die Orgel des Goldenen Saals des Wiener Musikvereins, wo alljährlich das Neujahrskonzert veranstaltet wird, auf Vorder- und Rückseite. Während Horn, Fagott, Harfe, Violen und Violinen, ein Cello sowie die Orgel alle Münzen seit der Erstauflage 1989 ebenso zieren wie der Schriftzug „Republik Österreich“, wird je nach Prägung und Größe das Ausgabejahr und der Nominalwert ergänzt. Theoretisch könnte man die Münzen als Zahlungsmittel nutzen, de facto übersteigt der Metallwert den aufgeprägten jedoch deutlich, sodass der Wiener Philharmoniker rein als Anlagemünze genutzt und zum Goldpreis zuzüglich Prägeaufschlag gehandelt wird. Die Preise schwanken dabei, sie unterliegen der Entwicklung an den Finanzmärkten. Als besonders wertvoll unter Sammlern gelten die Münzen aus dem Jahr 2001, da wegen der Umstellung vom Schilling auf den Euro mit Beginn 2002 zahlreiche Stücke aus dem vorangegangenen Jahr eingeschmolzen wurden.

Der Feingehalt des goldenen Wiener Philharmonikers liegt bei 999,9 von 1.000 bzw. bei 24 Karat, je nach Maßeinheit – es bedeutet jedenfalls, dass die Münze aus purem Gold hergestellt ist. Für den Goldkauf im kleinen Stil, etwa als Geschenk, wird der goldene Wiener Philharmoniker gerne ausgewählt. Seit 1989 gibt es den „Philharmoniker“, wie er umgangssprachlich gerne genannt wird, in Stückelungen zu einer Unze und einer viertel Unze, später kamen eine zehntel Unze, eine halbe Unze und heuer noch eine fünfundzwanzigstel Unze hinzu. Zudem gibt es seit 2008 einen silbernen kleinen Bruder. Die Goldmünze zu einer Unze hat einen Durchmesser von 37 Millimetern, jene mit einer viertel Unze von 22 Millimetern. Zum 15-Jahr-Jubiläum 2004 wurde außerdem ein „Big Phil“, eine 1.000-Unzen-Münze aus 31,103 Kilogramm purem Gold herausgebracht, es wurden nur 15 Stück aufgelegt. Es wird empfohlen, die Goldmünzen zum Schutz der 24-Karat-Prägungen in Kapseln zu lagern.





Nennwert: EUR 1,60 (0,70 + 0,90)
Ausgabetag: 5.11.2014
Markengrößen: Ø 38 mm
Blockgröße: 88 x 46 mm
Grafikentwurf: Thomas Pesendorfer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck, Goldfolienprägung
Auflage: 150.000 Blocks mit 2 Marken
MiNr. 3170 (EUR 0,70) und MiNr. 3171 (EUR 0,90)
 
Brigitte Am: 15.10.2014 07:03:00 Gelesen: 216760# 400 @  
Sondermarke „Weihnachten 2014 - Krumauer Madonna”

Einen sehr sanften Blick schenkt die „Krumauer Madonna“ ihrem Jesuskind. Die spätgotische Statue aus Kalksandstein, die Teil der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien ist, ist eines der berühmtesten erhaltenen Beispiele der „Schönen Madonnen“ und ein wunderbares weihnachtliches Briefmarkenmotiv.

„Schöne Madonnen“ nennt man jene Darstellungen der Gottesmutter, wie sie in der Kunst des späten 14. Jahrhunderts üblich wurden. Dabei ist Maria mit mädchenhafter Anmut und ganz besonderem Liebreiz dargestellt. Die „Schönen Madonnen“ haben auch einen spezifischen Gefühlsausdruck gemeinsam. Das idealisierte Bild der Himmelskönigin wird dabei mit dem Bild einer liebenden Mutter vereint, zusätzlich folgt die Darstellung einer genauen Naturbeobachtung. Die sogenannte „Krumauer Madonna“ blickt mit geneigtem Kopf auf ihr Baby, das sie so fest im Arm hält, dass sich die Finger in der Haut des Kindes abzeichnen. Das Kind wirkt besonders lebendig, die Mutter lächelt milde. Die heilige Maria trägt ein üppiges Gewand, die Farbe ist mit den Jahren jedoch verloren gegangen. Es dürfte ein weißes Kleid mit blauer Innenseite und vergoldeten Säumen gewesen sein. Einzig die Vergoldung der Haare blieb erhalten. Mit seinen langgezogenen Falten und den seitlichen Faltenkaskaden ist auch die Gewandung der Krumauer Madonna typisch für eine „Schöne Madonna“, die Sanftmut ist förmlich in das Kleid übertragen worden, das auch sehr majestätisch wirkt.

Die Krumauer Madonna ist 110 Zentimeter hoch und wurde wohl um 1390 oder 1400 hergestellt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Statue in der südböhmischen Stadt Krumau (Český Krumlov) gefunden, daher stammt der heute verwendete Name. Möglicherweise gehörte sie dem Zisterzienserstift Goldenkron, das sechs Kilometer außerhalb von Český Krumlov liegt. Nicht nur die Farbe des Gewandes ging verloren: Der Oberteil der Krone der heiligen Maria dürfte entfernt worden sein, zudem sind Teile des Kopfschleiers nicht mehr vorhanden. Beim Jesuskind fehlen überhaupt der linke Arm, das linke Bein und die rechte Hand, die, wie Experten annehmen, einen Apfel hielt. Bei gotischen Figuren ist es typisch, dass das Jesuskind den Reichsapfel hält und dass der Körper der Maria in S-Haltung dargestellt ist und der Kopf zur Seite geneigt wird.

Die Krumauer Madonna dürfte im Umfeld des Prager Hofes unter Kaiser Karl IV. entstanden sein, der als Zentrum für Kultur galt. Die Statue wurde beispielgebend für viele weitere Madonnenstatuen. Dass von dem unbekannten Meister, der sie schuf, jedoch zahlreiche „Schöne Madonnen“ stammen und dass er weit reiste, da diese an den unterschiedlichsten Orten hergestellt wurden, wird heute unter Kunstwissenschaftern nicht mehr angenommen.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 14.11.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus
Druck: ANY Security Printing Company PLC. Offsetdruck
Auflage: 900.000 Marken in Sets zu 5 Stück
MiNr. 3172
 
Brigitte Am: 17.10.2014 07:01:00 Gelesen: 216242# 401 @  
Sondermarke
„Weihnachten 2014 - Winterlandschaft - Lucas I. van Valckenborch”

Tiefster Winter und Schneegestöber – das ist auf Lucas I. van Valckenborchs Gemälde „Winterlandschaft“ aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museums zu sehen.

Inmitten des dichten Flockenfalls tragen Menschen Holz, jemand liefert Reisig auf einem Fuhrwagen, mehrere Pferdeschlitten sind unterwegs. Die Menschen sind in dicke Gewänder gepackt, manche scheinen sich vorwärts zu schleppen, andere machen vergnügt eine Schneeballschlacht. Ein schönes Motiv für eine weihnachtliche Briefmarke der Österreichischen Post.

Lucas I. van Valckenborch, der um 1535 in Leuven (Löwen) in Belgien geboren wurde und 1597 in Frankfurt am Main starb und der als Landschaftsmaler und Porträtist bekannt war, hat somit für den Winter typische Tätigkeiten auf diesem Gemälde festgehalten. Zudem stellt er die Häuser und den Kirchturm dick mit Schnee bedeckt dar, im Hintergrund ist der Großteil des Ortes, der in Flandern liegen dürfte, nur schemenhaft zu erkennen. Van Valckenborch schuf das Gemälde, das mit 1586 datiert ist, als Teil einer Monatsserie. Möglichweise fertigte er zu jedem Monat ein Bild an, sieben sind jedenfalls erhalten, fünf davon in Wien im Kunsthistorischen Museum, zwei weitere in Brünn in der Moravská Galerie.

Eventuell wurde die Serie auch nie vollendet. Es wird angenommen, dass der Zyklus für die Ausstattung des Linzer Schlosses gedacht war. Dies scheint für einen flämischen Maler nur auf den ersten Blick verwunderlich, denn Valckenborch war zur Zeit der Entstehung des Gemäldes jedenfalls im Dienste des Erzherzogs Matthias von Österreich. Dieser war zuerst Statthalter der Spanischen Niederlande und beschäftigte Valckenborch seit 1579. Bei seiner Rückkehr nach Österreich nahm er den Künstler als Kammermaler nach Linz mit. „Winterlandschaft“ dürfte Jänner oder Februar darstellen, Experten des Kunsthistorischen Museums gehen vom Jänner aus. Sie schließen dies aus den länglich geformten Spezialitäten mit schmalen Enden, die in der Bäckerei im Vordergrund des Bildes verkauft werden und die sie als „Nieuwjaartjes“ oder „Diuvekaters“ identifizieren, die in Flandern traditionell zwischen „Sinterklaas“ und dem Fest der Heiligen Drei Könige verkauft werden.

Das Bild wird gerne als „impressionistisch“ bezeichnet, so dichter Schneefall ist auf Darstellungen in Gemälden in der Entstehungszeit nämlich durchaus selten.

Van Valckenborch ist für seine hohe Detailgenauigkeit und für die Bevorzugung profaner Themen bekannt. Er ist in der Tradition von Pieter Brueghel dem Älteren, mit dem er befreundet gewesen sein dürfte, und in jener der manieristischen Landschaftsauffassung seines Heimatlandes zu sehen. Lucas van Valckenborch ist nicht der einzige Künstler in seiner Familie, sein Bruder Marten und die Neffen Gillis und Frederik waren ebenfalls Maler. Im Kunsthistorischen Museum in Wien ist Lucas I. van Valckenborch mit neunzehn Gemälden vertreten.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 14.11.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: David Gruber, nach Vorlage von Lucas I. van Valckenborch
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck
Auflage: 750.000 Marken auf Rollen zu 50 Stück
MiNr. 3173
 
Brigitte Am: 20.10.2014 07:07:00 Gelesen: 215090# 402 @  
Sondermarke
„Weihnachten 2014 - Anbetung der drei Könige - Diözesanmuseum Graz”

Brueghel – aber welcher? Es war Jan der Ältere, der 1598 diese „Anbetung der Könige“, die zur Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums gehört und heuer ein weihnachtliches Briefmarkenmotiv der Österreichischen Post ist, schuf. Er war der zweite Sohn des berühmten Begründers der Malerdynastie, Pieter des Älteren.

Während sein Bruder, ebenfalls Pieter getauft, den Stil des Vaters ohne neue Impulse weiterführte, fand Jan bald zu seiner eigenen Arbeitsweise. Den monumentalen Werken seines Vaters stellte er Detailreichtum und subtile Feinmalerei gegenüber.

Für seine minutiös gestalteten Bilder bräuchte man oft eine Lupe, um alles erkennen zu können. Bezaubernde kleine Landschaftsbilder, Figuren aus der Mythologie und überbordende Blumenstücke gehören zu seinem Hauptrepertoire.

Gerade für das Gemälde „Anbetung der Könige“ ließ er sich, was die Komposition betrifft, zwar sehr wohl von dem gleichnamigen Bild seines Vaters beeinflussen, Jan Brueghels Werk aber ist sogar im Hintergrund voller Leben. Während vorne die Heiligen Drei Könige das von Maria gehaltene Jesuskind vor einer verfallenen Bauernhütte begrüßen und ihm huldigen und dabei von zahlreichen Schaulustigen beobachtet werden, sind bis zum Horizont viele Menschen in Details herausgearbeitet. Und all das auf einem Format von nur 33 mal 48 Zentimetern.

Jan Brueghel, der 1568 in Brüssel geboren wurde und später für den dortigen Statthalterhof arbeiten sollte, war ein Allrounder, der aber genau wusste, was er am besten konnte. So war es keine Seltenheit, dass er sich in einer Zeit der großen Nachfrage nach Bildern im Sinne des marktorientierten Spezialistentums mit Kollegen zusammentat, um gemeinsam Kunstwerke zu schaffen. Zu diesem Zwecke wurden Leinwände zwischen Antwerpen, wo Jan lebte, und Venedig, wo sein Freund Hans Rottenhammer agierte, hin und her geschickt, damit der eine die Heiligenfiguren, der andere die Landschaften ergänzte. Die Verbindung zu Italien und die Gewohnheit, zu kooperieren, wie es dort im Süden üblich war, rührte auch von einer großen Reise her, die Jan im Alter von knapp über 20 Jahren gemacht und die ihn sehr geprägt hatte. Auch mit Peter Paul Rubens verband Jan Brueghel nicht nur eine Freundschaft, die beiden schufen auch gemeinsam beispielsweise die „Madonna im Blumenkranz“, ein Prunkstück der Alten Pinakothek in München.

Pionierleistungen vollbrachte Jan Brueghel in der Landschaftsmalerei, in die er oft historische oder biblische Szenen einbaute, ebenso wie bei den Blumenstillleben, weshalb man ihn auch den „Blumen-Brueghel“ nannte. Auch „Sammet-Brueghel“ wurde er wegen des besonderen Zusammenklangs der Farben, die einen fast samtenen Oberflächeneindruck erzielen, genannt. Auffallend ist, dass Jan gerade als Mitglied einer Künstlerdynastie, die so viele Maler hervorgebracht hat, nur mit seinem Nachnamen signierte. 1625 starb Jan Brueghel in Antwerpen an Cholera.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 28.11.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: Tristan Fischer
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 2.350.000 Marken in Sets zu 5 Stück
MiNr. 3174
 
Brigitte Am: 22.10.2014 07:11:00 Gelesen: 214536# 403 @  
Sondermarke
„Weihnachten 2014 - Anbetung der Könige - Jan Brueghel d.Ä.”

Ehrfurchtsvoll kniet der ältere König vor dem Jesuskind und hält ihm sein Geschenk entgegen. Christus streckt die Hand aus, um ihn zu segnen, während Maria ihn stolz anblickt und weitere Huldigende hinzukommen. „Anbetung der Heiligen Drei Könige“ aus dem Diözesanmuseum Graz ist eine gotische Darstellung dieser Bibelszene, sie wurde mit Öl auf Holz gemalt und ist Teil eines ehemaligen Flügelaltars. Dieser war als Hochaltar an der nördlichen Chorwand der Pfarrkirche Hirschegg in der Steiermark aufgestellt, bevor das Holztafelbild 1932 an das Diözesanmuseum Graz übergeben wurde.

Die Altartafel ist beidseitig bemalt: Auf der einen Seite ist die Verurteilung von Jesus und die Händewaschung des Pilatus zu sehen, auf der anderen Seite eben die „Anbetung der Heiligen Drei Könige“. Letztere dürfte sich auf der sogenannten „Sonntagsseite“ des Altars befunden haben, was laut dem Direktor des Diözesanmuseums Graz, Heimo Kaindl, aufgrund des mit Reliefschnitzerei reich verzierten roten Rahmens und des vergoldeten Bildhintergrunds mit Brokatmuster angenommen wird. Die Tradition der Flügelaltäre war entstanden, als man an Eintafelbilder an den Seiten weitere Bilder anhängte, um das Hauptbild beispielsweise in der Fastenzeit zu verdecken.

„Anbetung der Heiligen Drei Könige“ ist nicht eindeutig einem Künstler zuzuordnen, aber aufgrund der Geschmeidigkeit der Formen und des Verschleifens hartkantiger Falten wird angenommen, dass es aus dem Umkreis des Bildschnitzers Hans Klocker stammt. Dieser war Leiter einer großen Werkstätte, die komplette Altäre samt Figuren und Gemälden anfertigte. Die Werkstatt des im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts tätigen Künstlers hatte in Brixen in Südtirol eine Monopolstellung inne, auch Altäre für Tramin, Passeier, Brixen und für die Franziskanerkirche in Bozen gingen aus dieser hervor. Klocker wurde zwar urkundlich als Bildschnitzer und Maler bezeichnet, war aber wohl vorwiegend in der ersten Funktion tätig. Er brachte es als Künstler zu so hohem Ansehen, dass er schließlich zum Bürgermeister von Brixen gewählt wurde.

Im vorliegenden Bild aus dem Altar von Hirschegg ist der älteste König als Mann mit weißem Bart und schütterem Haupthaar dargestellt, der zweite etwas jünger, der dritte König noch jünger und mit schwarzer Hautfarbe. Weitere Bewunderer scheinen zum Jesuskind zu drängen, das unter einem Vordach sitzt, das auf den Stall zu Bethlehem verweist. In dem Werk, aus dem für die vorliegende Briefmarke ein Ausschnitt verwendet wurde, sind auch der heilige Josef sowie der Stern, der die Könige leitete, zu sehen. Dass die drei dargestellten Könige unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft sind, ist laut dem Direktor des Diözesanmuseums Graz als Referenz darauf zu sehen, „dass dieser Jesus Christus für alle Menschen – egal, von welchem Alter, Stand und welcher Nationalität – in diese Welt hinein geboren worden ist“.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 28.11.2014
Markengröße: 40 x 35 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer, nach Vorlage von Jan Brueghel d.Ä.
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offsetdruck
Auflage: 2.750.000 Marken auf Rollen zu 50 Stück
MiNr. 3175
 
Brigitte Am: 24.10.2014 07:01:00 Gelesen: 214019# 404 @  
Sondermarke „100. Geburtstag Arthur Zelger”

Ein schlichter, klobiger, weißer Schriftzug auf rotem Grund, roter i-Punkt im weißen T – so kennt man das Logo des Landes Tirol. Der Schöpfer desselben hat wie kein anderer das Bild des Bundeslandes in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt: Arthur Zelger. Noch heute wirbt man mit besagtem Sujet, das er in den 1970er-Jahren entworfen hat, für sein Heimatbundesland. Zahlreiche Tourismusplakate und die Logos der Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 in Innsbruck begründeten seinen Ruf als wichtigster moderner Gebrauchsgrafiker Tirols. 2014 jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal. Die Österreichische Post würdigt dies mit einer Sondermarke.

Zelger, der 1914 in Innsbruck geboren und in Wien an der Kunstgewerbeschule in Werbegrafik ausgebildet wurde, hatte ein besonderes Talent, mit wenigen Elementen und Strichen Werbebotschaften zu vermitteln. Zudem konzipierte er als Erster in Tirol das Plakat als Konglomerat zwischen Bild und Schrift. Heute würde man ihn einen „Trendsetter“ nennen, denn er war es auch, der erstmals Fotografien als Gestaltungsmittel in die Werbeplakate aufnahm und diese harmonisch mit den Schriftzügen zu einer Collage verband. Großes Einfühlungsvermögen und ebenso großes handwerkliches Können machten seine Entwürfe einzigartig, die Werbebotschaften wurden unter Zelger modern und zeitlos zugleich.

Nicht nur, dass durch seine schöpferischen Ideen die gesamte österreichische Bevölkerung und auch internationale Gäste motiviert werden sollten, in das Gebirgsbundesland auf Sommerfrische zu reisen, jeder Österreicher konnte einen „echten Zelger“ auch in der Hand haben – nämlich als dieser die Münze Österreich zu seinen Auftraggebern zählte und Sonderprägungen schuf: die 100-Schilling-Münze zum Arlberg Straßentunnel, jene zum 500-Jahr-Jubiläum der Münzstätte Hall und jene zu den Olympischen Spielen 1976.

Am bekanntesten und nachhaltigsten waren bei all seiner Vielseitigkeit jedoch die Plakate für Seilbahnen, Skigebiete und Tourismusgemeinden. Diese haben viele Österreicher sogar heute, obwohl sie schon lange nicht mehr genutzt werden, immer noch vor dem geistigen Auge. Die farbenfrohen, auf das Wesentliche reduzierten Bildsignale gehören weiterhin zu den beliebtesten Werbebotschaften des Landes und werden als Kunstwerke heute hoch gehandelt. Zelgers Design ist somit auch in seiner Nachhaltigkeit besonders eindrucksvoll. Er war auch als Lehrender tätig und bekam 1999 das Ehrenzeichen für Kunst und Kultur seiner Heimatstadt Innsbruck verliehen, in der er im Jahr 2004 auch verstarb.





Nennwert: EUR 1,70
Ausgabetag: 5.12.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: Anita Kern, nach Vorlage von Arthur Zelger
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3176
 
Brigitte Am: 27.10.2014 07:03:00 Gelesen: 213348# 405 @  
Christkindl Sonderstempel 2014

4411 Christkindl
Weihnachtstempel
28.11.2014 bis 26.12.2014
30 x 40 mm




4411 Christkindl
Dreikönigsstempel
27.12.2014 bis 06.01.2015
40 x 32,5 mm


 
Brigitte Am: 03.12.2014 07:01:00 Gelesen: 206190# 406 @  
Sondermarkenblock
„75. Hahnenkamm Rennen / 80. Geburtstag Toni Sailer“

Die berühmt-berüchtigte Streif und der wohl legendärste österreichische Alpinskisportler Toni Sailer sind unzweifelhaft miteinander verbunden. 2015 feiern die herausfordernde Skirennstrecke und ihr charmanter Bezwinger ein gemeinsames Jubiläum – die Österreichische Post AG präsentiert zu diesem Anlass einen Sondermarkenblock.

Schon seit 1931 lockt der Hahnenkamm, der mit einer Höhe von 1.712 Metern über Kitzbühel ragt, Sportler aus aller Welt an. Auf verschiedenen Rennstrecken messen sich hier die Rennläufer in Geschick und Schnelligkeit. 1937 wurde die Streif eingeweiht, die bis heute zu den gefährlichsten Abfahrten des alpinen Skisports zählt: Jahr für Jahr verfolgen zigtausende Sportbegeisterte gebannt die waghalsigen Rennläufer bei ihrer Medaillenjagd – über die Mausefalle ins Karussell, vom Steilhang in den Brückenschuss, über die Alte Schneise, den Seidlalmsprung und den Lärchenschuss zur Hausbergkante. Am Ende des Zielhangs werden die Athleten von fast 50.000 Zusehern empfangen. Die sensationelle Abfahrt auf der Streif wird auf einer Strecke von 3.312 Metern ausgetragen, den Streckenrekord hält seit 1997 Fritz Strobl mit einer Zeit von 1:51,58 Minuten. Im Jahr 1967 fand am Hahnenkamm erstmals ein Weltcuprennen statt – die traditionellen Slalomrennen am anspruchsvollen Ganslernhang, der Super G auf der Streifalm sowie die neue Super-Kombination sind ebenso Teil des großartigen Skispektakels. Anton Engelbert Sailer wurde am 17. November 1935 in Kitzbühel geboren und stand bereits als Zweijähriger auf den Skiern. Seine ersten Rennen bestritt er im Alter von zehn Jahren, den ersten internationalen Erfolg konnte er 1955 in Wengen verbuchen.

1956 sollte das Jahr des Toni Sailer werden: Er feierte drei Siege auf dem Hahnenkamm in den Disziplinen Abfahrt, Slalom und Kombination, und auch die Olympischen Spiele in Cortina bestritt er mit Gold in der Abfahrt, im Slalom und im Riesenslalom als One-Man-Show. Er wurde als Superstar umjubelt und avancierte zum wichtigen Jugendidol der österreichischen Nachkriegszeit. Seine Abfahrtssiege in Kitzbühel und in Wengen konnte er bereits im nächsten Jahr wiederholen, und auch seine WM-Erfolge bestätigte er 1958 in Bad Gastein eindrucksvoll: Gold in der Abfahrt, im Riesenslalom und in der Kombination – lediglich im Slalom reihte er sich hinter Josl Rieder ein.

Toni Sailer hatte mit 22 Jahren im Skisport alles erreicht und widmete sich fortan einer anderen Leidenschaft: Er spielte in Filmen, Fernsehserien und Theaterstücken und nahm zudem als Schlagersänger mehrere Alben auf. Mitte der 1960er-Jahre wandte er sich wieder dem Skisport zu, nun hinter den Kulissen: 1972 bis 1976 trug er als Cheftrainer und technischer Direktor des ÖSV zu großen Skierfolgen für Österreich bei, von 1986 bis 2006 war er Rennleiter der Hahnenkammrennen.

Am 24. August 2009 verstarb Toni Sailer an Krebs. Das Markenmotiv des Sondermarkenblocks zeigt Toni Sailer, den „Schwarzen Blitz aus Kitz“, der heuer 80 Jahre alt geworden wäre, mit seinem Hausberg, dem Hahnenkamm.

Im Vordergrund der Marke prangt die berühmte Kitzbüheler Gams – Logo und Trophäe der berühmten Hahnenkammrennen.





Nennwert: EUR 1,32 (0,62 + 0,70)
Ausgabetag: 20.1.2015
Markengrößen: 52 x 31 mm
Blockgröße: 120 x 80 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Offsetdruck
Auflage: 150.000 Blocks mit 2 Marken
MiNr. 3177 (62 Cent) / MiNr. 3178 (70 Cent)
 
Brigitte Am: 05.12.2014 07:08:00 Gelesen: 205594# 407 @  
Sondermarke „Und Österreich bewegt sich doch“

Gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Presse“ veranstaltete die Österreichische Post AG einen Briefmarkenwettbewerb zum Thema „Österreich in Bewegung: gesellschaftlicher Wandel als positive Möglichkeit der Veränderung“. Eine Fachjury, die sich aus Experten der „Presse“ und der Philatelie zusammensetzte, entschied sich für das hier präsentierte Motiv, das mit einem Preisgeld, einem umfassenden Bericht in der Tageszeitung „Die Presse“ sowie einer Präsentation im Rahmen der Austria’14-Gala dotiert wurde.

Die großen Veränderungen der westlichen Welt in den letzten Jahrhunderten wie etwa die industrielle Revolution, der schwierige Weg von der Monarchie zur Demokratie, der medizinische Fortschritt oder technische Errungenschaften im Bereich der Mobilität und der Kommunikation bewirkten radikale gesellschaftliche und kulturelle Umwälzungen. Die Konsumgesellschaft wurde geboren, die wirtschaftlichen Tore auch für Frauen geöffnet, moralische Einstellungen gelockert und liberalisiert. Die Einführung des Heimcomputers und des Internets läutete ein Zeitalter der Information und Kommunikation ein.

Auch Österreich blickt auf sehr bewegte Zeiten zurück: Von der mächtigen Habsburgermonarchie schrumpfte es zu einem von massiver Armut geprägten Nachkriegsösterreich, dessen Bevölkerung zur gleichen Zeit die wilden Zwanziger zelebrierte, in den 1930er-Jahren schließlich aber wieder zu Prüderie zurückkehrte.

Der Anschluss an das NS-Regime demoralisierte die österreichische Gesellschaft und bedeutete auch eine folgenschwere kulturelle Zäsur. Nach einer von den Besatzungsmächten geprägten Nachkriegszeit erholte sich das Land allmählich und erlebte schließlich das sogenannte Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre: Eine neue Mittelschicht entstand, Investitionen wurden möglich, erste Fernseher angeschafft und erste Urlaubsfahrten nach Italien unternommen. Die Jugendkultur emanzipierte sich zusehends, die Erfindung der Antibabypille war Mitauslöser einer sexuellen Revolution und ermöglichte den Frauen mehr Selbstbestimmung. In den 1980er-Jahren etablierte sich ein verstärktes Umweltbewusstsein, das spätestens seit der großen Ölkrise in den 1970er-Jahren ein Thema war. Die natürlichen Ressourcen bei gleichzeitiger Förderung des wirtschaftlichen Wachstums zu schonen, ist eine der Aufgaben, der sich die österreichische Gesellschaft stellen muss; eine Steigerung der Lebensqualität, die Anpassung des Arbeitsmarktes sowie der Erhalt unserer sozialen Sicherheit sind weitere grundlegende Herausforderungen für das moderne Österreich.

Für das Sujet der Sondermarke wurde der Text „Österreich 62 Cent“ durch gestalterische Veränderung selbst zum künstlerischen Inhalt. Die Dynamik der Linien und Formen erzeugt Bewegung und intensiviert das Betrachten, die Farbgebung wurde der österreichischen Flagge nachempfunden. Der Entwurf der Marke stammt vom Wiener Grafiker Nikolaus Schmidt, dessen künstlerische Arbeit sich von Typografie über Webdesign, Architektur- und Umweltdesign bis hin zur Schaffung von Markenidentität erstreckt.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 21.1.2015
Markengröße: 42 x 42 mm
Grafikentwurf: Nikolaus Schmidt
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Offsetdruck
Auflage: 480.000 Marken in Kleinbögen zu 6 Stück
MiNr. 3179
 
Brigitte Am: 08.12.2014 07:03:00 Gelesen: 204814# 408 @  
Serie „Musikinstrumente“
Sondermarke „Wiener Pauken”

Die Wiener Pauken werden aufgrund ihres speziellen Klangs und ihrer Tradition in den großen Wiener Orchestren wie den Wiener Philharmonikern, Ensembles der Universität für Musik und darstellende Kunst oder der Wiener Hofmusikkapelle gespielt. Die Österreichische Post AG widmet dem klassischen Schlaginstrument, das seinen Siegeszug auch dank Richard Strauss und Gustav Mahler antreten konnte, beiliegende Sondermarke.

Die Pauke gehört zur Gruppe der Membranophone und besteht aus einem Kupferkessel, über den ein Fell gespannt wird. Durch einen speziellen Mechanismus, der die Spannung des Fells verändert, kann die Tonhöhe des Instruments während des Spielens variiert werden – eine große Besonderheit der Pauke. Verschiedenartige Kesseltrommeln gab es bereits vor tausenden Jahren, paarweise gespielte Kesseltrommeln kamen erstmals aus der Türkei und aus Persien zu uns nach Europa. Sie wurden ab dem 12. Jahrhundert unter dem Namen „puke“ geläufig und erlangten große Beliebtheit im 18. Jahrhundert, als größere Paukengruppen auftraten und ihre Darbietung durch akrobatische Einlagen mit den Klöppeln unterstrichen.

Im Jahr 1894 holte der Hofkapellmeister Hans Richter den böhmischen Paukisten Hans Schnellar an die Wiener Hofoper, wo dieser bis 1932 Mitglied des Opernorchesters und der Wiener Philharmoniker war. Schnellar unterrichtete zudem am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde und an der Akademie für Musik und darstellende Kunst – der Nachwelt in Erinnerung verblieb er jedoch durch seine technischen Errungenschaften: Von den Hofoperndirektoren Gustav Mahler und Richard Strauss ermutigt, arbeitete er an einer Hebelpauke, die er im Jahr 1920 zum Patent anmeldete. Schnellars Handhebelpauke erfuhr über die Jahre weitere technische Verbesserungen, die den urtypischen Klang unterstreichen und perfektionieren sollten. Als Meister des Instruments besonders hervorzuheben sind der Pädagoge Richard Hochrainer oder Wolfgang Schuster, der bis 2005 die Pauke bei den Wiener Philharmonikern und somit auch für die Wiener Staatsoper spielte, sowie Anton Mittermayr, der derzeitige Solopauker der beiden Orchester. Die Tradition des Paukenbaus ist in Wien nach wie vor lebendig und wird von Manufakturen wie der Wiener Pauken Produktions GmbH oder der Wiener Paukenwerkstatt weitergeführt.

Eine Besonderheit der Wiener Pauke, die in klassischer Besetzung zumeist paarweise gespielt wird, ist die Bespannung mit einem Ziegenfellpergament. Diese Bespannung erzeugt ein Klangbild mit einer stärkeren Tonalität, das sie von anderen mehr geräuschhaft klingenden Pauken unterscheidet. Auch reagiert die Tierhaut intensiver auf unterschiedliche Klöppelarten als Kunststofffelle. Die Grundtonhöhe wird bei den Wiener Handhebelpauken durch Bewegung des Kessels mittels eines Handrads verändert und nicht wie etwa bei Pedalpauken durch Hebung und Senkung des Fells.





Nennwert: EUR 1,45
Ausgabetag: 21.1.2015
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Entwurf: Maria Schulz
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH, Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3180
 
Brigitte Am: 08.01.2015 06:50:03 Gelesen: 198725# 409 @  
Dauermarkenausgaben März 2015
Serie „Impressionen aus Österreich“
Selbstklebende Dauermarken

Die Österreichische Post präsentiert mit der neuen Serie „Impressionen aus Österreich“ selbstklebende Dauermarken, die abermals von einer jungen und vielversprechenden Absolventin der Wiener Werbeakademie gestaltet wurden.

Die Briefmarkenserie lädt zu einer Rundreise durch das vielseitige Österreich ein und präsentiert einige der wichtigsten und hervorragendsten Sehenswürdigkeiten seiner Bundesländer. Angefangen beim Bregenzer Martinsturm, der eng mit der Geschichte seiner Stadt verbunden ist und von seiner Galerie aus einen wunderbaren Blick über Bregenz, den Bodensee und die Schweizer Berge bietet, geht es weiter nach Innsbruck, das einerseits durch das mit feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckte Goldene Dachl und andererseits durch eine der architektonisch aufregendsten Sportanlagen des Landes punktet – die Bergisel Schanze. Der eindrucksvolle Großglockner, höchster Berg Österreichs und Herz des sich von Tirol über Salzburg und Kärnten erstreckenden Nationalparks Hohe Tauern, lockt jährlich zigtausende Naturliebhaber und Bergfexe an.

Eines der beliebtesten Urlaubsziele Österreichs ist die Landeshauptstadt Salzburg, sie genießt als Mozarts Geburtsstätte und Gastgeber der Salzburger Festspiele weltweite Bekanntheit. Hoch über der Altstadt thront die Festung Hohensalzburg, die die berühmte Silhouette der barocken Stadt mitformt.

Das südliche Kärnten, Land der Seen und Berge, ist durch den sagenumwobenen Lindwurm, das Wahrzeichen von Klagenfurt, vertreten. Die Hauptstadt der benachbarten Steiermark besticht durch ihr mediterranes Flair und die interessanten Gegensätze von Tradition und Avantgarde: Der 28 Meter hohe Grazer Uhrturm, der im 16. Jahrhundert errichtet wurde, blickt vom Schlossberg auf die Innenstadt und auf die Murinsel – eine außergewöhnliche und moderne Stahlkonstruktion, die zum Bestaunen und Verweilen einlädt. Stellvertretend für Oberösterreich wurde die Linzer Pöstlingbergkirche auf Marke gebannt, die Wallfahrtsbasilika und beliebte Hochzeitskirche im Norden der Stadt. Niederösterreich wartet mit dem Heidentor auf: Die imposante Ruine eines römischen Triumphbogens ist das Symbol des Archäologieparks Carnuntum.

Die Bundeshauptstadt Wien wird vom neoklassizistischen Parlamentsgebäude und ihren beiden wohl berühmtesten Wahrzeichen repräsentiert: dem Stephansdom, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, und dem Wiener Riesenrad, Symbol des beliebten Wiener Wurstelpraters. Das Burgenland bildet den Abschluss der philatelistischen Rundreise und zeigt die Eisenstädter Bergkirche oder Haydnkirche, die berühmte Burg Forchtenstein an den Ausläufern des Rosaliengebirges und den Neusiedler See, den größten See Österreichs und UNESCO-Welterbestätte.

Die Entwürfe zu beiliegenden Marken stammen von der burgenländischen Grafikerin Eva Tiess, die sich auch auf Verpackungsdesign, Fotografie und Illustration spezialisiert hat und in ihrer noch jungen Laufbahn bereits ein vielversprechendes Portfolio vorweisen kann.

Marken 1-8









Marken 9-16











Nennwerte: EUR 0,06, EUR 0,10, EUR 0,20, EUR 0,40, EUR 0,68, EUR 0,80, EUR 1,00, EUR 1,50, EUR 1,60, EUR 1,70, EUR 4,00
Ausgabetag: 1.3.2015
Markengrößen: 32 x 32 mm
Grafikentwurf: Eva Tiess
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offsetdruck
Auflage: Marken 1-8 nach Bedarf auf Rollen á 25, 50, 100 Marken
Marken 9-16 nach Bedarf in Sets á 4 und 10 Marken
MiNr. Marke 1: 3183 / Marke 2: 3184 / Marke 3: 3185 / Marke 4: 3186 / Marke 5: 3187 / Marke 6: 3188 / Marke 7: 3189 / Marke 8: 3190 / Marke 9: 3191 / Marke 10: 3192 / Marke 11: 3193 / Marke 12: 3194 / Marke 13: 3195 / Marke 14: 3196 / Marke 15: 3197 / Marke 16: 3198
 
Brigitte Am: 13.01.2015 18:04:28 Gelesen: 197791# 410 @  
Serie „Österreichische Erfindungen”
Sondermarke „Keramische Graphitmine - Joseph Hardtmuth“

Er war Baumeister, Architekt und Erfinder und schaffte den Sprung vom armen Maurergesellen zum wohlhabenden und geehrten Mann – die Österreichische Post widmet Joseph Hardtmuth und einer seiner größten Errungenschaften eine Sondermarke als Fortsetzung der Reihe „Österreichische Erfindungen“.

Joseph Hardtmuth wurde am 13. Februar 1758 im niederösterreichischen Asparn an der Zaya geboren. Bei seinem Onkel erlernte er das Maurerhandwerk und beschäftigte sich schon als Jugendlicher nach vollbrachter Arbeit mit Architektur und technischen Zeichnungen. Als er mit seinem Onkel nach Wien zog, ließen große Aufträge nicht lange auf sich warten. Er wurde Baudirektor und Architekt der Fürstenfamilie Liechtenstein, und auch sein erfinderischer Geist zeigte sich – Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte er unter anderem das „Wiener Steingut“, das wesentlich billiger als Porzellan war, er konstruierte eine Presse, mit der Ziegel ohne Verwendung von Brennstoffen hergestellt werden konnten, und erfand einen künstlichen Bimsstein und eine elastische Schiefertafel, die mit Wasser wieder gelöscht werden konnte. Er verstand es, mit seinen praktischen Erfindungen auch geschäftlichen Erfolg zu erzielen und unterstützte Künstler wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Franz Schubert. Joseph Hardtmuth starb am 23. Mai 1816 an Wassersucht.

Die Idee zu seiner größten Erfindung entstand aus einer Notwendigkeit: Für ihn als Architekt und Erfinder zählte der Bleistift zu seinem wichtigsten Werkzeug – gute Bleistifte waren jedoch teuer und mussten aus England importiert werden. Für die herkömmliche Herstellung einer Bleistiftmine musste Graphit zerkleinert, mehrmals gesiebt, mit Schwefel oder Antimon versetzt, geschmolzen, gekühlt und zugeschnitten werden. Das Resultat war oft brüchig und unzulänglich. Hardtmuth vermengte den Graphit mit einem plastischen Ton und formte daraus maschinell gleichmäßige Minen, die anschließend gebrannt wurden. Durch unterschiedliche Mischverhältnisse und Brenndauer konnte er schon damals Bleistifte mit verschiedenen Härtegraden herstellen.

Er gründete eine Bleistiftfabrik in Wien und verwendete für die Produktion ausschließlich einheimische Rohstoffe. Das Familienunternehmen florierte, bald wurden die Wiener Bleistifte europaweit exportiert. Nach dem Ableben von Joseph Hardtmuth übernahmen seine Söhne Ludwig und Carl den Betrieb, sein Enkel Franz von Hardtmuth kreierte den berühmten „Koh-i-Noor“-Stift, der in 17, später sogar 19 verschiedenen Härten angeboten wurde und nach dem persischen Diamanten "Koh-i-Noor“ benannt ist. 1848 wurde die Produktion ins böhmische Budweis verlegt und die Produktpalette laufend erweitert. Heute gehört das mittlerweile tschechische Unternehmen „Koh-i-Noor Hardtmuth“ zu den ältesten Bleistiftherstellern weltweit und steht für erstklassige Schreib- und Künstlerwaren.

Das Markenmotiv der Sondermarke zeigt den großen österreichischen Erfinder und den in seinem Unternehmen entwickelten Koh-i-Noor-Bleistift, dessen Name auf Persisch „Berg des Lichtes“ bedeutet.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 1.3.2015
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck / offset printing
Auflage: 550.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
MiNr. 3182
 
Brigitte Am: 15.01.2015 07:01:00 Gelesen: 197475# 411 @  
Serie „Klassische Markenzeichen“
Sondermarke „Schartner Bombe”

Eine österreichische Spezialität, die auf eine Geschichte von nunmehr fast 90 Jahren zurückblicken kann und dennoch nichts an Frische verloren hat – das ist die Schartner Bombe. Die Österreichische Post widmet der heimischen Ur-Limonade eine Sondermarke, die die Reihe „Klassische Markenzeichen“ fortsetzt.

Es begann, als Anfang des 20. Jahrhunderts der Bauer Mayrzedt aus dem oberösterreichischen Leppersdorf eine warme Quelle entdeckte und diese nicht nur als Gefrierschutz für seine Mühle verwendete, sondern im warmen und schwefeligen Wasser zu baden pflegte. In den 1920er-Jahren schloss sich die Aktiengesellschaft „Heilbad Scharten“ zusammen, man bohrte bis zu einer Tiefe von 184 Metern, ein Badehaus wurde errichtet und das heilbringende Wasser gut betuchten Kurgästen zugänglich gemacht. Als das Quellwasser allmählich abkühlte und weniger wurde, griff Otto Burger aus Linz um 1926 die Idee auf, das Wasser mit Fruchtsirup zu versetzen und als Getränk zum Verkauf anzubieten – das war die Geburtsstunde der Schartner Bombe, die ihren Namen der ursprünglichen Flaschenform verdankt. In einem Leppersdorfer Presshaus wurden stündlich 600 Flaschen abgefüllt, und die Schartner Bombe wurde ein großer Erfolg, dem auch die Wirtschaftskrise nichts anhaben konnte.

In den 1940er-Jahren verstarb Otto Burger, die Lichtenegger Nährmittel-Werke übernahmen den Betrieb, der 1956 an die Schartner-Fein-Ges.m.b.H veräußert wurde. Bis 1975 wurde das Schartner Wasser eigens zur Produktion nach Mühlgrub bei Bad Hall transportiert, schließlich wurde jedoch das Bad Haller Mineralwasser zur Herstellung der Limonade verwendet. Unter Wilhelm Fein wurde die Schartner Bombe so beliebt, dass 1969 eine Flaschenabfüllanlage errichtet wurde, die mit der jährlichen Erzeugung von 40 Millionen Flaschen die weltweit größte ihresgleichen war. Diese Investition war jedoch eine Nummer zu groß – das Erfrischungsgetränk wechselte in den kommenden Jahren mehrmals seinen Besitzer, bevor Mitte der 1990er-Jahre das Familienunternehmen Starzinger aus dem oberösterreichischen Frankenmarkt den Betrieb übernahm und seitdem äußerst erfolgreich leitet.

Heute wird die Schartner Bombe neben den klassischen Sorten Orange und Zitrone auch in exotischen Geschmäckern wie Maracuja, Ananas oder Ginkgo Orange mit Vitaminen versetzt oder zuckerfrei angeboten. Neben PET-Flaschen und Aludosen werden die berühmten grünen Glasflaschen nach wie vor in Restaurants und Lokalen serviert. Auch als Sponsor für Events, Sportveranstaltungen und Sportvereine hat der Getränkehersteller einen guten Namen, und seit 2012 sorgt die „Schartner Bombe Arschbomben Challenge“ für Furore im Internet – Siegerin des Splashmobs 2014 war im Übrigen die Geschäftsführerin des Unternehmens Ludmilla Starzinger.

Die Sondermarke „Schartner Bombe“ zeigt ein nostalgisches Werbesujet mit den
unverkennbaren 0,25-Liter-Glasflaschen.





Nennwert: EUR 0,68
Ausgabetag: 1.3.2015
Markengröße: 35 x 35 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Offsetdruck / offset printing
Auflage: 300.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3181
 
Brigitte Am: 17.01.2015 07:08:00 Gelesen: 197039# 412 @  
Sondermarke „Kuhschelle - Treuebonusmarke 2014“

Einst weit verbreitet auf den Weiden und Wiesen Europas, ist die Gewöhnliche Kuhschelle in freier Natur heute nur noch selten anzutreffen und streng geschützt – in unseren Gärten und Rabatten ist sie jedoch gern gesehener Gast. Die Österreichische Post bannt die raue Schönheit auf die Treuebonusmarke 2014 und bedankt sich bei ihren Stammkunden und Briefmarken-Abonnenten mit diesem philatelistischen Blumengruß.

Ihren Namen verdankt die Kuhschelle ihrer glockenähnlichen Blüte, auch der geläufige Name Küchenschelle dürfte von der verkleinerten Form „Kühchen“ abgeleitet worden sein; die lateinische Bezeichnung Pulsatilla beschreibt in ihrer Wortherkunft pulsare das Schlagen und Läuten einer Glocke. Viele weitere, teils sehr regional beschränkte Namen wurden ihr schon gegeben, ältere Bezeichnungen wie Bocksbart oder Teufelsbart zeugen vom Aberglauben früherer Zeiten, als man die Blume wegen ihres schopfartigen Fruchtstandes nach dem Verblühen als unheimlich empfand, heute aber wird die Kuhschelle für ihre Anmut und Seltenheit bewundert. Vor allem ihre violetten, glockenförmigen Blüten, die sich im harmonischen Kontrast um die dottergelben Staubblätter öffnen, machen sie so markant. Sie entfalten sich in den Monaten April und Mai, wobei sie zuerst nickend und später mit offenen, nach oben gerichteten Blüten anzutreffen sind. Ihre stets einzeln stehenden Blüten sind außen zart behaart und erreichen eine Länge von vier Zentimetern, ihr reiches Angebot von Nektar und Pollen wissen vor allem Bienen und Hummeln zu schätzen. Während der Blütezeit erreicht die Gewöhnliche Kuhschelle eine Wuchshöhe bis zu 15 Zentimetern, in den Sommermonaten wächst der Stängel bis 40 Zentimeter hoch; die Blüte verwandelt sich indes in eine Pusteblume mit samentragenden Federschweiffliegern.

Die Kuhschelle gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist eine krautige Trockenblume, ihre Wurzeln dringen bis zu einem Meter tief in die Erde. Sie liebt sonnige Hanglagen sowie kalkreiche Böden und ist recht empfindsam: Ihre hohen Ansprüche an Licht und Temperatur machen sie zu einer mittlerweile stark gefährdeten Art in Europa. Noch vor 100 Jahren bestimmte die Gewöhnliche Kuhschelle das Erscheinungsbild von vielen Magerrasen Österreichs, heute ist sie durch den verstärkten Einsatz von Düngemitteln und den Ausbau von Ackerflächen vielerorts verschwunden – eine Ausnahme bildet das Gebiet rund um Steyr. Als Gartenpflanze ist sie als einzige ihrer Gattung häufig zu finden, durch Züchtung können mittlerweile Gewöhnliche Kuhschellen in vielen Farbvariationen erstanden werden.

Die Gewöhnliche Kuhschelle ist äußerst giftig, bereits Hautkontakt kann bei manchen Menschen Reizungen verursachen. In der Homöopathie wird das aus ihr gewonnene Pulsatilla allerdings bei vielerlei Beschwerden eingesetzt, ihr Anwendungsgebiet reicht von Erkältungen und Magenproblemen bis hin zu Menstruationsbeschwerden.

Die Treuebonusmarke „Gewöhnliche Kuhschelle“ wurde von der steirischen Künstlerin Brigitte Heiden gestaltet und zeigt die ausdrucksvolle Pflanze in ihrer vollen Blüte.





Nennwert: EUR 0,68
Ausgabetag: 7.3.2015
Markengröße: 32,25 x 42 mm
Entwurf: Brigitte Heiden
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Offsetdruck
Auflage: 420.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3199
 

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