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Thema: British Guyana: 9,48 Mio. Dollar für teuerste Marke der Welt
Das Thema hat 43 Beiträge:
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Schwämmchen² Am: 20.06.2014 13:35:17 Gelesen: 8288# 19 @  
@ Kalmimaxiss [#17]

Wiki: "Der triftigste Beweis für diese These ist der achteckige Schnitt"

Selten so einen Blödsinn gelesen.
 
Kalmimaxiss Am: 20.06.2014 18:16:57 Gelesen: 8225# 20 @  
@ 22028
@ Schwämmchen

Ich habe nur die Ausführungen auf Wikipedia verlinkt, ohne Wertung - nicht mehr und nicht weniger.

Aber den Gegenbeweis zur Aussage könnt ihr wohl auch nicht antreten. :-)
 
Schwämmchen² Am: 20.06.2014 23:57:16 Gelesen: 8167# 21 @  
Ja, nicht wirklich. :)
 


Richard Am: 21.06.2014 09:12:51 Gelesen: 8138# 22 @  
Briefmarken - Die neue Wertanlage?

Für sage und schreibe sieben Millionen Euro ist in der vergangenen Nacht eine Briefmarke versteigert worden, die vor knapp 160 Jahren mal einen Cent gekostet hat. Briefmarken lohnen wieder als Anlage - oder? Fragen dazu an Uwe Decker vom Bund Deutscher Philatelisten.

Quelle und weiter lesen: http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201406/18/206395.html
 
22028 Am: 21.06.2014 13:58:38 Gelesen: 8071# 23 @  
@ Kalmimaxiss [#20]

Da bei Wikipedia jeder schreiben kann, was ihm beliebt, ist der Ruf ja bereits etwas angekratzt.

Warum sollte ich einen Gegenbeweis antreten? Das, was bei Wikipedia steht, ist so hirnrissig, mich wundert, dass das jemand für bare Münze nimmt.
 
Kalmimaxiss Am: 21.06.2014 16:16:00 Gelesen: 8045# 24 @  
@ 22028

Welche Emotionen ! :-)
 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.06.2014 18:26:34 Gelesen: 7988# 25 @  
Guten Abend,

ich kann das ganze Furore um die "British Guyana" gar nicht richtig nachvollziehen, es handelt sich meines Erachtens bloß um eine Marke wie jede andere auch, nur mit dem Unterschied, dass diese anscheinend einen ziemlich hohen Wert haben soll.

Ich kenne etliche Marken, die ebenfalls so geringe Auflagen haben, dass keiner an diese Raritäten drankommen kann, jedoch von Sammelgebieten, welche stark vernachlässigt werden und so vom Michel einen lachhaften, ja sogar einen unverschämt niedrigen Michelwert bekommen.

Wäre diese "hässliche" Marke nicht schon immer so in die Öffentlichkeit geraten, wäre niemals ein solch hoher Preis zustande gekommen und ich bin der Meinung, dass derjenige, der sich die Marke gekauft hat kein Briefmarkensammler/Philatelist ist, sondern irgendein Multimillionär der sich neben seine Gemälde oder Juwelen eine Briefmarke hängen möchte.

MfG

Kevin
 
22028 Am: 21.06.2014 20:44:50 Gelesen: 7949# 26 @  
@ Kalmimaxiss [#24]

Das sind doch keine Emotionen, sondern nur eine Klarstellung. Im Internet ist schnell Mist geschrieben und manche Sachen kann man so einfach nicht stehen lassen.

Siehst Du hier, die meisten der Indien Anna sind "cut to shape".


 
chuck193 Am: 22.06.2014 18:14:44 Gelesen: 7858# 27 @  
@ 22028 [#26]

Hallo 22028,

so wie ich das sehe, ist das linke von Dir eingestellte Stück, ein ganzes Stück mit drei Marken, also keine ausgeschnittene Marken.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
22028 Am: 22.06.2014 18:29:20 Gelesen: 7847# 28 @  
Das ist richtig, wollte ja nur was komplettes sowie was 8-eckig geschnittenes zeigen. Die meisten der vorhandenen 4 Anna Marken gebraucht sind 8 eckig geschnitten, war damals scheinbar Mode.

Um den Zusammenhang zu verstehen musst Du die ganze Diskussion durchlesen, Es wurde der Verdacht geäußert dass die Guyana Marke aus einer Ganzsache stammt und deswegen 8-eckig geschnitten ist, bereits im Vorfeld nannte ich dazu die 4 Anna von Indien.
 
Lars Boettger Am: 23.06.2014 18:29:13 Gelesen: 7714# 29 @  
@ Kalmimaxiss [#24]

Die achteckig geschnittenen Marken gab es auch von England. Das "Cut-to-Shape" war damals vollkommen normal.

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
filunski Am: 24.06.2014 08:47:03 Gelesen: 7614# 30 @  
Verehrte Interessierte an der British Guyana 1cent Magenta,

zufällig erhielt ich kürzlich den Mai Newsletter des neuseeländischen Katalogverlegers und Briefmarkenspezialisten CP (Campbell Paterson) [1]. Darin ein Artikel welcher sich sehr intensiv mit der Geschichte dieser Marke bis kurz vor ihrer inzwischen erfolgten Auktion befasst. Der Autor aus der Familie Paterson beschreibt darin auch die Marke, welche 1980, betreut durch seinen Vater, vom damaligen Besitzer DuPont tatsächlich im Original der Aucklander Briefmarkenausstellung zur Ausstellung überlassen war.

Hier die Übersetzung der Beschreibung dieser Marke:

Die 1856er 1c Magenta und ihre Schwester die 4c erschienen als provisorische Ausgaben wegen einer Lieferverzögerung von Marken aus Großbritannien. Es gab eine 1c und eine 4c Ausgabe. Wie viele jeweils tatsächlich verbraucht wurden ist ungeklärt.

Es folgt noch die Beschreibung der Marke und dann der wichtige Hinweis "die zur Auktion kommende Marke wurde als Achteck zugeschnitten". Also kein Ganzsachenausschnitt!

Interessant auch noch folgende Passage: "Da der damalige Postmaster Fälschungsversuchen einen Riegel vorschieben wollte, wies er die Postbeamten an jede einzelne Marke mit Namenszug zu versehen. Diese Marke trägt die Unterschrift des Postangestellten E.D. Wight."

Soweit die Ausführungen dazu von CP.

Beste Grüße,
Peter

[1] Campbell Paterson Newsletter, Vol. 65 Number 10, May 2014
 
DL8AAM Am: 02.10.2014 20:22:37 Gelesen: 7020# 31 @  
Und wer eine "British Guyana 1 Cent Magenta" trotzdem sein Eigen nennen will: Guyana hat am 27.08.2014 eine "Marke in Marke"-Blockausgabe auf den zahlungskräftigen Phila-Markt geworfen. ;-)



Siehe Linn's Online Newsletter [1]. Auf dem Block selbst findet sich, passend zur letzten Auktion, der interessante Satz "The British Guiana 1c Magenta is the world’s rarest stamp. Issued in 1856, only one copy is known to exist. On June 17, 2014, it was sold for a record breaking 9.5 million USD, making it the most expensive item in the world by weight.", d.h. die Marke ist (soll) das teuerste Objekt der Welt hinsichtlich seines Preis-Gewichtsverhältnisses (sein).

Gruß
Thomas

[1]: http://linns.com/news/international-stamps/870/New-stamps-commemorate-and-break-records-play-music
 
bignell Am: 02.10.2014 20:40:42 Gelesen: 7008# 32 @  
@ DL8AAM [#31]

Hallo Thomas,

wenns der Guardian [1] schreibt, wird's wohl stimmen. :)

"The only surviving example of a legendary stamp that sold for one cent in 1856 has gone under the hammer for $9.5m (£5.6m), setting a new record for the most expensive stamp sold at auction and the most valuable object by weight and size."

Mondgestein wurde um 2.2 Mio$ je Gramm versteigert, wenn ich mich recht erinnere.

Lg, Harald

[1] http://www.theguardian.com/artanddesign/2014/jun/18/1856-british-guiana-one-cent-magenta-stamp-sold
 
Richard Am: 08.01.2015 09:02:15 Gelesen: 6531# 33 @  
John du Ponts British Guiana Sammlung brachte kein Glück!

wm (29.12.2014) Unvergessen sind die Versteigerungen der 1c-Magenta-Br. Guiana zum Weltrekordpreis von 9,5 Millionen US-Dollar, aber auch der Verkauf der eigentlichen Guiana-Sammlung des früheren Besitzers John du Pont kurze Zeit später am 27. Juni 2014 bei David Feldman in der Schweiz.

Während bis heute der neue Besitzer der 1c-Magenta nicht bekannt ist, gilt dies nicht für den Käufer, der fast alle Lose der Sammlung erwarb: Dies war Scheich Saud bin Mohammed bin Ali Al Thani, ein namhafter fürstlicher Kunstsammler aus Qatar. Er starb völlig unerwartet im Alter von 48 Jahren am 9. November in London, wie Linns.com erst kürzlich berichtete.

Scheich Saud war derjenige, der bei der Auktion die Preise zahlreicher Lots teils in schwindelerregende Höhen getrieben hatte. Was wohl kaum einer wusste, war, dass der Scheich Ratenzahlung über die Teilsumme von gut 6,5 Millionen $ mit dem Auktionshaus vereinbart hatte, mit den Raten aber weit im Rückstand war.

Nun hat das Auktionshaus Ansprüche beim Nachlassgericht in New York geltend gemacht, um die noch ausstehende Summe zu erhalten. Die Chancen stehen nicht schlecht, auch wenn die Mühlen des Gesetzes langsam mahlen. So lange bleibt die Br. Guiana-Sammlung erst einmal in Verwahrung bei David Feldman.
 
22028 Am: 08.01.2015 15:11:36 Gelesen: 6453# 34 @  
@ Richard [#33]

Man soll einem Toten zwar nichts böses nachreden, aber einen Kunstsammler möchte ich den nicht nennen, eher Ansammler, leider hatte er keinerlei Kenntnisse geschweige Geschmack, er kaufte mit seinen Apanagen einfach alles zusammen was selten und teuer war. Leider genügten seine Apanagen nicht, um seine Kauflaune zu befriedigen. Auch Qatarische und Golfstaaten Briefmarken und Postgeschichte kaufte er zu oft überhöhten Preisen zusammen.
 
DL8AAM Am: 08.01.2015 18:01:03 Gelesen: 6399# 35 @  
@ Richard [#33]

Die Originalgeschichte stand vor knapp einem Monat bereits bei Linns Feldman sues estate of Qatari sheikh who bid on du Pont's British Guiana stamps, siehe

http://www.linns.com/news/breaking-stamp-news/1099/Feldman-sues-estate-of-Qatari-sheikh-who-bid-on-du-Ponts-British-Guiana-stamps

Zu "Sheikh Saud bin Mohammed bin Ali Al Thani" siehe aber auch bei Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Saud_bin_Muhammed_Al_Thani bzw. zum Tod http://youtu.be/R_PP5d-Qn5A

Beste Grüße
Thomas

[Redaktioneller Hinweis: Linkergänzung in Beitrag [#42]
 
Richard Am: 15.06.2015 09:56:01 Gelesen: 5555# 36 @  
Stuart Weitzman ist der Besitzer der 1c-Br. Guiana, der teuersten Briefmarke der Welt!

wm (05.06.15) - Lange Zeit war gerätselt worden, wer denn wohl der gemeimnisvolle Besitzer der teuersten Briefmarke sein sollte, die vor einem Jahr bei Sotheby’s in London für 9,5 Millionen US-$ versteigert worden war. Angesichts der unklaren Situation um diesen anonymen Bieter vermuteten gar manche, ein Verkauf habe nicht wirklich stattgefunden, dies sei wohl nur ein Scheinverkauf gewesen.

Derartige Gerüchte und Unterstellungen lassen sich nun leicht zurückweisen, denn das National Postal Museum im Smithonian Institute in Washington gab die Besitzerschaft Weitzmans bekannt, der dem Museum diese Marke als Leihgabe bis 2017 (ausgenommen kurze Ausleihwochen zur MONACOPHIL 2015 und NEW YORK 2016) zur Verfügung stellen werde.

Der 1941 geborene Stuart A. Weitzman ist ein weltbekannter amerikanischer (Schuh-)Designer, dessen Produkte in 70 Länder der Erde verkauft werden. Er wird zitiert mit den Worten: „Da war eine nicht gefüllte Lücke im Album meiner Kinderzeit, von der ich sicher war, diese nie füllen zu können. Aber man sollte nie ‚nie‘ sagen. Nach so vielen Jahren der Jagd halte ich es nun für angemessen, Liebhabern der Briefmarke und anderen die beste Möglichkeit zu bieten, diese Marke auch einmal zu sehen. Und dafür gab es keinen besseren Platz als das Smithonian’s National Postal Museum.“

Das amerikanische Postmuseum im Smithonian veröffentlichte mit der Pressemeldung gleichzeitig zwei aufschlussreiche Fotos. Ein Bild zeigt die Marke von der Vorder- und Rückseite, das andere wurde mit einem Infrarot-Filter aufgenommen, der die Magentafarbe des Papiers extrahierte, so dass man den schwarzen Druck viel klarer als je zuvor sehen kann.





Auch der Stern berichtete:

http://www.stern.de/lifestyle/leute/schuhdesigner-ist-kaeufer-von-teuerster-briefmarke-2199198.html
 
Heinz 7 Am: 15.06.2015 23:17:00 Gelesen: 5480# 37 @  
@ Richard [#36]

Hallo Richard,

besten Dank für diese Info. Der zweite Teil der Sammlung, welche bei David Feldman verkauft wurde, und am Auktionstag nach einem Grosserfolg aussah, stellte sich offenbar als Fiasko heraus: Einer der ganz grossen Käufer konnte / wollte nicht bezahlen, und so sind viele der Bulgarien Marken zwar sehr teuer zugeschlagen worden (=> siehe Ergebnisliste), aber sie wurden nicht effektiv verkauft - ein Horror für jeden Auktionator!

Leider können alle diese Angaben nur "ohne Gewähr" gemacht werden, weil ich habe sie nur vom "Hörensagen". Das Haus David Feldman hat meines Wissens keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Es wäre jedoch zu wünschen, finde ich, dass die Auktionsfirma sagt, was effektiv passiert ist. Sonst wachsen nur weitere Gerüchte und Vermutungen.

Heinz
 
Schwämmchen² Am: 16.06.2015 12:19:00 Gelesen: 5419# 38 @  
Einer der ganz grossen Käufer konnte / wollte nicht bezahlen

Der Käufer ist leider verstorben und konnte daher nicht mehr bezahlen! Es hatte sich um einen Milliardär aus der arabischen Ecke gehandelt.
 
DL8AAM Am: 16.06.2015 13:00:16 Gelesen: 5403# 39 @  
@ Heinz 7 [#37], Schwämmchen² [#38]

Jou, siehe die Beiträge [#33] und [#35], da steht bereits "alles, vieles bzw. einiges" dazu. ;-)

Thomas
 
Heinz 7 Am: 16.06.2015 18:13:11 Gelesen: 5338# 40 @  
@ DL8AAM [#39]

Danke für den Hinweis!

Also verdichten sich die Hinweise!

Ärgerlich ist die Situation sicherlich für die engagierten British Guiana-Sammler. Die haben sich zum Teil nun sehr exponiert, und haben nun trotzdem nichts bekommen, weil "jemand" ihnen alles weggekauft hat. Wäre der "grosse fast-Käufer" NICHT aufgetreten, hätte es bestimmt trotzdem eine beachtliche Auktion gegeben. Aber jetzt ist alles aus den Fugen geraten.

British Guiana ist ein relativ enges Gebiet, da kann man nicht einfach die nächste grosse Sammlung abwarten. Die jetzt erzielten Preise waren (endlich wieder!) hoch. Aber sollen sie auch als "gültig" angesehen werden? - Eine schwierige Frage.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 16.06.2015 18:31:08 Gelesen: 5324# 41 @  
@ DL8AAM [#39]

Leider funktioniert der Link in Beitrag [#35] nicht.

Heinz
 
DL8AAM Am: 16.06.2015 20:50:28 Gelesen: 5297# 42 @  
@ Heinz 7 [#41]

Die verschieben ihre "breaking news" nach einiger Zeit ins Archiv. Habe gerade mal unter dem Titel "Feldman sues estate of Qatari sheikh ..." gesucht und hier ist der neue - zur zeit gültige - Link. ;-)

http://www.linns.com/en/news/stamp-news/2014/12/feldman-seeks-payment-for-stamps.html

Gruß
Thomas
 
Heinz 7 Am: 17.06.2015 21:57:57 Gelesen: 5222# 43 @  
@ DL8AAM [#42]

Hallo Thomas,

sehr interessant, danke! Damit scheint die Sache klar. Und die Preise gelten wohl zu Recht als realisiert und echt (und damit auch als neuer Mass-Stab), wenngleich einige Resultate sicherlich sehr hoch lagen (unverständlich hoch). Aber manchmal "befeuert" das nur das Interesse der anderen Interessenten.



Schätzpreis Euro 40'000 war ja schon nicht "niedrig". Verkauft für Euro 204.000. Und es gibt noch extremere Beispiele.

Gut möglich, dass die Erben die Marken wieder verkaufen. Mal sehen, was dann passiert.

Es wird spannend sein, zu verfolgen, wie die Kataloge auf diesen "Mega-sale" reagieren. Oftmals haben ja auch spektakuläre Auktionen kaum (oder nur schwer erkennbaren) Einfluss auf die Katalogwerte.

Heinz
 

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