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Thema: Österreich - Formulare der Post des 19. Jahrhunderts
Das Thema hat 27 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 17.10.2014 22:38:20 Gelesen: 3969# 3 @  
@ bignell [#2]

Hallo Harald,

auch ein sehr schönes Stück - immerhin portofrei gelaufen und ich kenne auch frankierte Retour - Recepissen und werde in ein paar Wochen auch eine zeigen können.

Vielen Dank für das klasse Stück.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bignell Am: 17.10.2014 23:04:03 Gelesen: 3965# 4 @  
@ bayern klassisch [#3]

Hallo BK,

das sieht dann so aus:



Hierbei handelt es sich um ein Fahrpost-Nachfrageschreiben, die Marke (10 Kreuzer Ausgabe 1860/61) ist viermal entwertet (2xPrag, Rakonitz, Bergreichenstein), oben rechts neben/über dem Prag-Stempel prangt der von Dir vermisste RECOM-Stempel (total verschmiert), links oben ist der RECOM besser lesbar.

Lg, harald
 
Cantus Am: 17.10.2014 23:18:58 Gelesen: 3963# 5 @  
Hallo zusammen,

Aufgabescheine oder Abgabsrecepissen von Österreich habe ich reichlich, Recepissen jedoch, die als Empfangsbescheinigung wie ein heutiger Rückschein dienten, nur vereinzelt, da ich in dieser Richtung bisher nicht gezielt gesammelt habe. Hier nun ein erstes Exemplar vom 13.3.1818, bei dem ich leider den Ort des Postamtes nicht entziffern kann. Die Rückseite des Formulars schmückt nur ein einziges handschriftliches Wort, das ich ebenfalls nicht eindeutig lesen kann; möglicherweise ist es eine Notiz des Postbeamten und soll "angezeigt" bedeuten.



Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 17.10.2014 23:25:20 Gelesen: 3961# 6 @  
@ bignell [#4]

Hallo Harald,

ein Traum, ohne Wenn und Aber. Kann mich gar nicht sattsehen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 17.10.2014 23:26:47 Gelesen: 3960# 7 @  
@ bayern klassisch [#6]

Hallo Ingo,

Angezd. lese ich hinten und der Ort in der Retour - Recepisse war Sternberg.

Auch ein sehr schönes Stück aus früher Zeit.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bignell Am: 17.10.2014 23:26:49 Gelesen: 3960# 8 @  
@ Cantus [#5]

Hallo Ingo,

die beiden Orte heissen Sternberg und Augezd [1], das Wort auf der Rückseite ebenso Augezd.

Lg, harald

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ajezd
 
Cantus Am: 18.10.2014 00:36:34 Gelesen: 3950# 9 @  
Also, eine nähere Bestimmung des Abgangsortes dürfte wohl unmöglich sein. Was aber zu beachten ist, ist die Tatsache, dass es sich nicht um ein österreichisches, sondern um ein deutsches Formular handelt, denn Sternberg liegt rund 20 km östlich von Schwerin. Ich werde diese Recepisse deshalb entsprechend umsortieren.

Als Ersatz zeige ich heute eine Recepisse, die am 2.6.1886 in Wien ausgefertigt wurde. Die Vorderseite des Formulars hat dieselbe Farbe wie die Rückseite, aber mein Scanner weigert sich hartnäckig, das korrekt abzubilden.



Viele Grüße
Ingo
 
bignell Am: 18.10.2014 00:47:40 Gelesen: 3948# 10 @  
@ Cantus [#9]

Hallo Ingo,

nein es handelt sich um ein österreichisches Formular, mit Sternberg ist Šternberk [1] gemeint.

Lg, harald

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0ternberk

Šternberk (deutsch Sternberg auch Mährisch-Sternberg) ist eine Stadt im Okres Olomouc in Tschechien. Sie liegt 16 Kilometer nördlich von Olmütz im Tal der Sitka
 
Cantus Am: 18.10.2014 00:54:15 Gelesen: 3945# 11 @  
@ bignell [#10]

Hallo Harald,

da hast du recht. Ich hatte das Wort "Ollmütz" links unten auf dem Vordruck übersehen.

Viele Grüße
Ingo
 
bignell Am: 18.10.2014 09:22:00 Gelesen: 3924# 12 @  
Hier eine Recepisse (Rückschein) aus Cologna aus 1855, Provinz Verona im Veneto, damals von Österreich besetzt:



Die 30 Centes-Marke wurde 15.3. in Cologna entwertet, am 16.3. in Legnano (ebenfalls Provinz Verona) nochmals entwertet - das war damals so vorgeschrieben bei Retourrecepissen, Einfachentwertungen sind seltener.
Der Empfänger hat den Erhalt des Poststückes rechts unten am 16.3. bestätigt, und rückseitig wurde die Recepisse am 17.3. bei Rückkunft in Cologna nochmals bestempelt.

Recepissen waren in der Monarchie lt Handbuch Ferchenbauer rein deutsch, rein italienisch oder zweisprachig: deutsch-latein, deutsch-ungarisch, deutsch-kroatisch, ab 1873 auch deutsch-böhmisch und deutsch-polnisch.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 18.10.2014 11:51:43 Gelesen: 3912# 13 @  
Sensationell, was hier alles an Schmankerl gezeigt wird. :-)

Eine habe ich noch von Wien nach Bayer. Krumbach und Retour. Ich zeige das ganze Ausstellungsblatt, weil der Text recht umfangreich ist.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bignell Am: 18.10.2014 12:03:01 Gelesen: 3910# 14 @  
@ bayern klassisch [#13]

Hallo BK,

naja so selten sind Retourrecepissen nicht, und meist noch recht gut erhalten, weil sie direkt ins Archiv gewandert sind.

Hier ein Gerichtsempfangschein Wien - Wagstadt:



Süss finde ich vorderseitig den Aufdruck "Bezahlt Nichts" aber rückseitig eine 10 Kreuzer-Marke.

Lg, harald
 
bignell Am: 18.10.2014 12:15:40 Gelesen: 3907# 15 @  
Zu Recepissen noch eine Bemerkung: Oft wurde die Recepisse mit der Reco-Marke am Poststück befestigt und beim Abreissen der Recepisse die Marke dann zerteilt. Die Hälfte der Marke blieb auf der Recepisse zurück und wurde manchmal nochmals gestempelt. So entstehen Pseudohalbierungen.

Lg, harald




 
bayern klassisch Am: 18.10.2014 13:02:45 Gelesen: 3902# 16 @  
@ bignell [#14]

Hallo Harald,

Süss finde ich vorderseitig den Aufdruck "Bezahlt Nichts" aber rückseitig eine 10 Kreuzer-Marke.

Bezahlt nichts hieß ja, dass der Empfänger der Retour - Recepisse nichts zu bezahlen hatte, eben weil der Absender schon 10 Nkr. dafür bezahlt hat.

Mit selten meinte ich natürlich Österreich - Bayern; in Österreich sind Retour - Recepisse häufig, aber finde mal eine nach Bayern. Das kann schon ein paar Jahre dauern, bis man da fündig wird.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 18.10.2014 13:04:35 Gelesen: 3901# 17 @  
@ bignell [#15]

Hallo Harald,

danke fürs zeigen dieser "Pseudohalbierungen" - wusste ich bislang nicht. In Altdeuschland wurden sie, wenn frankiert, separat gehalten und nur mit einem Bindfaden dem Brief angehängt, so dass es solche Halbierungen nicht geben konnte. Wieder was dazu gelernt ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Cantus Am: 01.06.2015 02:31:11 Gelesen: 3388# 18 @  
Also, völlig einschlafen sollte dieses Thema hier nun auch wieder nicht. Von mir daher heute eine Aufgabs-Recepisse über ein recommandiertes Schreiben (= Einschreiben), ausgefertigt am 18.3.1817 vom kaiserlich königlichen mährisch schlesischen Oberpostamte in Brünn. Leider kann ich - wie so oft - den Zielort nicht entziffern.



Viele Grüße
Ingo
 
bignell Am: 01.06.2015 10:58:28 Gelesen: 3369# 19 @  
Hallo,

hier ein Nachfrageschreiben zu einer Sendung von Prag nach Kozolupy [1] einer Stadt bei Plzen. Der einzige Eintrag hierzu erfolgte in Tachlovice [2] bei Prag, danach scheint das Schreiben versandet zu sein.



Lg, harald

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Kozolupy_(Plze%C5%88-North_District)
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Tachlovice
 
bayern klassisch Am: 01.06.2015 12:49:32 Gelesen: 3357# 20 @  
@ bignell [#19]

Hallo Harald,

ein wunderschöner Vordruck und das Phänomen, dass bei Laufzetteln/Nachfrageschreiben in den späten 1860er Jahren und danach sowieso immer weniger Eintragungen vorgenommen wurden, kenne ich nicht nur von Österreich her. Hier hat ja auch nur die Abgabepost den Erhalt bzw. die Auslieferung bestätigt. Auf der anderen Seite kam es ja halt auch nur darauf an und der immense Aufwand vorheriger Zeiten wäre wohl zu viel gewesen in einer Zeit, als das Postaufkommen rapide stieg.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 01.06.2015 12:57:01 Gelesen: 3355# 21 @  
@ bayern klassisch [#20]

Hallo Ralph,

Aufgabepostamt war Prag Altstadt, die erste Bestätigung Tachlovice, ca 19 Strassenkilometer entfernt. Die restlichen 85 km bis Kozolupy sind nicht mehr belegt - wozu dann eigentlich die 5 Kreuzer für die Nachforschung ausgeben, wenn man genaugenommen gar nichts erfährt? Da ist die Quote beim Lotto ja noch besser. ^^

Lg, harald
 
Cantus Am: 25.01.2016 20:38:12 Gelesen: 2517# 22 @  
Dieses Thema ist irgendwie in Vergessenheit geraten. Ich besitze zwar nur eine Sammlung der Aufgabescheine / Abgabsrecepissen, aber auch davon ist einiges zeigenswert. Heute nun eine Aufgabe-Recepisse mit Stempel vom 20.10.1875 aus Laxenburg, einem Ort etwa 20 km südlich von Wien, für ein Einschreiben nach Schwechat, dem Ort, an dem sich heute der internationale Flughafen von Wien befindet.



Viele Grüße
Ingo
 
bignell Am: 25.01.2016 21:02:02 Gelesen: 2512# 23 @  
Hier eine Retour-Recepisse von 1876 Wien - Paris



Leider nicht sehr gut erhalten, aber Recepissen nach Frankreich sind nicht so häufig.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 26.01.2016 07:01:40 Gelesen: 2487# 24 @  
@ bignell [#23]

... zumal sie erst ab 1863, wenn ich nicht irre, zulässig waren, daher sind auch RR der 1870er Jahre selten.

Danke fürs Zeigen dieser Granate und liebe Grüsse,

Ralph
 
bignell Am: 26.01.2016 22:10:52 Gelesen: 2460# 25 @  
Hallo Ralph,

danke für Deine Einschätzung, liest man immer gern.

Hier zwei Postanweisungen aus 1885, Triest nach Spalato (=Split, Kroatien) bzw Otocac (Kroatien) über 100 bzw 300 Gulden, sehr hohe Beträge:





Lg, harald
 
bignell Am: 03.02.2016 20:03:01 Gelesen: 2297# 26 @  
Hier zeige ich frankierte Erlagscheine. Die Frankatur wurde notwendig, wenn man dem Kontoinhaber eine Nachricht zukommen lassen wollte.

1893 betrug die Gebühr noch zwei Kreuzer:



1903 waren es schon fünf Heller:



Lg, harald
 
bignell Am: 02.12.2016 20:45:25 Gelesen: 108# 27 @  
Rückschein/Ricevuta di ritorno 2x5 Kreuzer San Zeno 28.2.1891 - Zwickau Sassonia 2.3.1891 - San Zeno 7.3.1891



Lg, harald
 

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