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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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JoshSGD Am: 02.11.2014 14:52:42 Gelesen: 600170# 3445 @  
@ erron [#3434]

Hallo Bruno,

je nach Farbe ist die Einzelfrankatur mit 220,- bis 4200,- € bewertet, das weißt du ja sicher. Ich habe mal in meinem Stempelarchiv gewühlt, so einen Stempel konnte ich nicht verzeichnen. Er sieht auch ein wenig "schief" aus. Die letzten beiden "N" in München sowie die Datumsangabe. Sie unterscheidet sich erheblich zwischen den Stempeln und ein wenig krumm sieht es aus.

Ich wäre etwas skeptisch. Der Brief passt von der Größe her zu einem Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe.

Gruß
Josh
 
erron Am: 02.11.2014 18:43:59 Gelesen: 600095# 3446 @  
@ JoshSGD [#3445]

Dieser Maschinenstempel mit Abschlag München * 1 * ist ein Sylbe Bandstempel mit zwei Stempelköpfen in der bayerischen Sonderform vom Postamt 1 in der Residenzstrasse.

Als Scan: der gleiche Maschinenstempel von München, jedoch mit Unterscheidungszahl 2 vom Postamt 2 in der Hopfenstrasse.



mfg

erron
 
erron Am: 02.11.2014 19:59:49 Gelesen: 591589# 3447 @  
muemmel Am: 02.11.2014 20:22:56 Gelesen: 600038# 3448 @  
Guten Abend,

hier ein eingeschriebener Fernbrief der 2. Gewichtstufe bis 100 Gramm aus der Portoperiode 21 (20.–31.10.1923):



Gelaufen am Ersttag der Portoperiode von Pforzheim nach Karlsruhe. Das Porto betrug 14 Millionen und die Einschreibgebühr 10 Millionen Mark. Frankiert mit 2 x 312 APa und 4 x 317 AP.

Schönen Gruß
Harald
 
kauli Am: 03.11.2014 20:25:29 Gelesen: 599559# 3449 @  
Hallo zusammen,

dann mal wieder zu den Dienstbelegen. Ein Ortsbrief innerhalb Stettins vom 12.10.23. Gehört zur PP 20 und ist mit 2 Mio richtig frankiert. Da wurde ein Bogenteil mittig getrennt, dadurch ist der Oberrand erhalten geblieben, was ja nicht so schlecht ist.



Viele Grüße
Dieter
 
muemmel Am: 03.11.2014 20:47:47 Gelesen: 599533# 3450 @  
Grüezi,

Nathans Sammlung hat gleich mehrfach Nachwuchs bekommen. Hier der erste:



Gelaufen am 19.10.23 von Hohentengen nach Stuttgart, tarifrichtig frankiert mit Marken der 294 und 312 AP. Der Brief wurde von den Herren Grimm und Zirkenbach geprüft, die beide in Halle/Saale ansässig waren.

Schönen Gruß
Harald
 
inflamicha Am: 03.11.2014 20:48:19 Gelesen: 599533# 3451 @  
Guten Abend,

ein Brief vom 5.11.1923 (PP 23- Ersttag) von Bielefeld nach Enger in Westfalen ist hier zu sehen:



Für das Porto in Höhe von 1 Mrd. Mark wurden 10 Stück der Mi-Nr. 321 AWa und eine 324 AW verklebt, für letztere Marke bedeutet das Ersttagsverwendung.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 03.11.2014 23:23:47 Gelesen: 599447# 3452 @  
Salut,

zum Tagesausklang noch ein Berliner Ortsbrief aus der Portoperiode 22 (1.–4.11.1923):



Berliner Ortsbriefe der 1. Gewichtstufe bis 20g sind zwar nicht selten, aber die nette Buntfrankatur weckte mein Begehr, als ich diesen am letzten Samstag beim Essener Tauschtreff sah.

Zur Frankatur kamen hier Marken der 314 AP, 316 AP und 317 AP zum Einsatz, die zusammen das notwendige Porto von 40 Millionen Mark ergaben.

Viele Grüße
Harald
 
kauli Am: 04.11.2014 21:35:30 Gelesen: 598667# 3453 @  
Hallo zusammen,

heute mal ein Brief nach Übersee. Gelaufen von Berlin nach Montevideo (Uruguay) aus der PP 18 vom Ersttag 20.9.1923.

Leider ist der Ankunftsstempel sehr schwach abgeschlagen, sonst hätte man sehen können wie lange er unterwegs war.

Portorichtig frankiert mit 750 Tsd für den Brief und 250 Tsd Einschreibegebühr.



Viele Grüße
Dieter
 
muemmel Am: 04.11.2014 21:37:29 Gelesen: 598667# 3454 @  
Guten Abend,

heute ein weiterer Beleg aus Nathans Sammlung vom 3.11.1923 mit Aufbrauch kleiner Wertstufen:



Gelaufen von Waldenburg in Schlesien nach Muskau. Zum Einsatz kamen hier Marken der MiNrn. 310, 312, 314 und 317 mit 5 Millionen als höchste Wertstufe. Das Porto für einen Fernbrief bis 20g betrug 100 Millionen, wobei hier eine Million zu viel verklebt worden ist, was dem Beleg indes nicht wirklich schadet (Puristen ausgenommen).

Hübsche Grüße
Harald
 
muemmel Am: 05.11.2014 23:26:34 Gelesen: 598073# 3455 @  
Guten Abend,

hier ein einfacher Fernbrief von Neustadt an der Saale nach Berlin vom 2.11.1923:



Vorderseitig sieht der Beleg wirklich nicht berauschend aus, zumal dort keine Marken sind. Der 20er-Block mit den Marken der 317 AP auf der Rückseite macht das Manko dann mehr als wett. Abgesehen davon, dass man hier diverse primäre Plattenmerkmale vorfindet, reizte mich der mehrfache Abschlag des bayrischen Bahnpoststempels. Solche waren im Gegensatz zu den Handstempeln in Bayern und auch in Württemberg meist deutlich besser abgeschlagen. Warum allerdings bei dem Stempel nach der Zugnummer etwas "ausgebalkt" worden ist, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen. Zusätzlich sieht man hier eine deutliche Verschiebung des Markenbildes nach links und oben.

Grüßle
Harald
 
JoshSGD Am: 06.11.2014 13:42:52 Gelesen: 597855# 3456 @  
Guten Tag,

heute sehen wir einen Ortsbrief bis 20g aus Halle, gelaufen am Letzttag der PP 21 (20.10. - 31.10.1923). Portogerechte Frankatur mit 4 Mio Mark in EF mit Mi.Nr. 316 P. Hans Heckel Fabriklager war eine Firma für Wand- und Fußbodenbeläge, speziell Keramik und Fliesen.

Als kleine Besonderheit: Rosettenbruch links neben der 4.



Gruß
Josh

(Datenbank # 6957)
 
kauli Am: 06.11.2014 15:52:53 Gelesen: 597769# 3457 @  
Hallo zusammen,

eine Ansichtskarte von Berlin nach Kyogo (Japan)vom 4.7.23. Sie gehört in die PP 14. Porto wäre 480 M, aber dem Absender waren die 20 M zu viel wohl egal. So war wenigstens noch Platz füe die Übersetzung der Anschrift ins japanische. Das war in Japan so üblich, japanische Briefträger konnten kaum deutsch.



Viele Grüße
Dieter
 
inflamicha Am: 06.11.2014 21:23:48 Gelesen: 597648# 3458 @  
Guten Abend,

eine Zeitungssache innerhalb Passau´s vom 3.12.1920 habe ich heute zum Zeigen:



Für die Gebühr von 50 Pf. wurde um die Nachlieferung der Leipziger Neuesten Nachrichten ab 1.12.1920 ersucht.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 06.11.2014 21:37:46 Gelesen: 597642# 3459 @  
Servus,

Nathan hat wieder etwas Nettes gefunden, nämlich einen mit der Luftpost beförderten Brief vom Letzttag der Portoperiode 19 (1.–9.10.1923):



Das Briefporto betrug 2 Millionen Mark und für den Luftpostzuschlag war der gleiche Betrag zu entrichten. Frankiert wurde mit einem Unterrandpaar der MiNr. 312 AP und HAN.

Der Brief dürfte wahrscheinlich von einem Sammler zum anderen gegangen sein, aber eine Bedarfsverwendung lässt sich keinesfalls leugnen. Jedenfalls bekommt man solch ein Teil nicht alle Tage zu sehen.

Schönen Gruß
Harald
 
JoshSGD Am: 07.11.2014 14:09:32 Gelesen: 597186# 3460 @  
Hallo,

heute wieder ein Beleg aus der Hochinflationszeit vom 22.11.1923, PP 25 (20.11. - 25.11.1923). Der Fernbrief bis 100g hätte nur ein Porto von 28 Mia Mark notwendig gehabt, verklebt sind aber 30 Mia Mark, was die Irrungen und Wirrungen dieser Zeit gut darstellt und den eventuell vorhandenen Markenmangel gut darstellt.

Empfänger ist das bekannte Bankhaus Reinhold Steckner in Halle, ein Prachtbau im Herzen der Stadt direkt am Markplatz.



Und hier das ehemalige Bankhaus Steckner:



Gruß
Josh

(Datenbank # 6970)
 
muemmel Am: 07.11.2014 21:11:03 Gelesen: 596967# 3461 @  
Aus der Portoperiode 22 (1.–4.11.1923), der kürzesten Portoperiode der Reichspost, hier ein weiterer Brief von Nathan:



Das Porto für den Fernbrief bis 20g betrug 100 Millionen Mark und wurde mit Marken der MiNrn. 302, 309 und 318 zusammengestoppelt. Ein weiteres schönes Beispiel für den Aufbrauch kleiner Wertstufen. Gelaufen am 2.11.23 von Elberfeld (Wuppertal gab es noch nicht) nach Krefeld.

Herbstliche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 07.11.2014 21:59:41 Gelesen: 596932# 3462 @  
Guten Abend,

die Volksbank in Husum sandte diesen Brief am 24.11.1922 (PP 10) an die Deutsche Bank in Berlin:



Frankiert ist mit 2 Exemplaren der 6 Mark Posthörnchen (Mi-Nr. 228 P). Für die Portostufe 12 Mark erschien viel zu spät die rote Schnitter-Marke. Erschienen erst im Dezember 1922 waren Einzelfrankaturen mit dieser Marke nur wenige Tage möglich, da ab 15.12.1922 bereits eine neue Portoperiode begann. In dieser gab es keine Portostufe 12 Mark mehr.

Zu sehen gibt es dann morgen eine Einzelfrankatur dieser roten 12 Mark Schnitter.

Schönes Wochenende und viele Grüße

Michael
 
muemmel Am: 08.11.2014 17:22:49 Gelesen: 596636# 3463 @  
Hallöle,

hier eine Fernpostkarte aus der Portoperiode 21 (20.–31.10.1923):



Gelaufen am 22.10.23 von Düsseldorf nach Köln und frankiert mit einem Viererstreifen der 314 AP. Neben der ansprechenden Werbung des Absenders befindet sich auf der 2. Marken von links auch noch das primäre Feldmerkmal PP 8 (Sprung in der Rosette).

Ein weiterhin hübsches Wochenende
Harald
 
inflamicha Am: 08.11.2014 20:07:05 Gelesen: 596573# 3464 @  
Guten Abend,

heute wie versprochen eine Einzelfrankatur der 12 Mark Schnitter (Mi-Nr. 240) auf Fernbrief von Gelsenkirchen nach Berlin-Halensee vom 14.12.1922 (PP 10):



Bereits am nächsten Tag begann die Portoperiode 11, der Brief kostete 25 Mark und eine portogerechte Einzelfrankatur der Mi-Nr. 240 war nicht mehr möglich.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 08.11.2014 21:47:49 Gelesen: 596523# 3465 @  
@ inflamicha [#3464]

Michael,

Glückwunsch zu dem Brief, solch ein Sahneteilchen findet man wirklich nicht häufig.

@ alle

Von André wäre hier noch ein eingeschriebener Ortsbrief vom 22.6.1917 (Portoperiode 2):



Gelaufen von Berlin-Schöneberg nach Charlottenburg. Das Porto betrug 7,5 Pfg. und die Einschreibgebühr 20 Pfg.

Schöne Grüße
Harald
 
JoshSGD Am: 09.11.2014 13:05:45 Gelesen: 596278# 3466 @  
Guten Tag,

heute sehen wir eine Fernpostkarte aus der PP 7 (1.1. - 30.6.1922) vom 13.4.22 von Nürnberg nach Halle. Portogerechte Frankatur in MiF Mi.Nr. 128 und 158 auf P 141 I.



Gruß
Josh

(Datenbank # 6975)
 
inflamicha Am: 09.11.2014 22:25:28 Gelesen: 596092# 3467 @  
Guten Abend,

eine zweite Einzelfrankatur ist ebenfalls vom 14.12.1922:



Diesmal handelt es sich um einen Fernbrief von Remscheid nach Bautzen. Der Michel sagt zum Erscheinungsdatum der Mi-Nr. 240 nur Dezember 1922, das Kohl-Handbuch spricht immerhin von Anfang Dezember.

Wer hat weitere Frankaturen mit dieser Marke vor dem 14.12.22 und kann diese hier vorstellen? Vielleicht können wir an dieser Stelle ein Ersttagsdatum feststellen.

Gruß Michael
 
erron Am: 09.11.2014 23:37:03 Gelesen: 596059# 3468 @  
@ inflamicha [#3467]

Aus der OPD Hannover.

Einzelfrankatur Nr 240 Stempelabschlag Bad Salzdetfurth 8.12.22



mfg

erron
 
erron Am: 09.11.2014 23:40:29 Gelesen: 596058# 3469 @  
@ inflamicha [#3467]

Aus der OPD Erfurt.

Einzelfrankatur Nr 240 Dessau Stempelabschlag 6.12.22



http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=484&id=584

mfg

erron
 

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